Auf zum digitalen Frühjahrsputz!

Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber von Zeit zu Zeit sehe ich den Wald vor lauter Bäumen nicht (mehr). Nun habe ich mich bei den sozialen Medien schon auf das Wesentliche beschränkt und dennoch habe ich das Gefühl mich zu verzetteln. Verzetteln ist wiederum Gift für die persönliche Produktivität. Höchste Zeit zum Aufräumen also.

Bekanntlich gibt es keine Zufälle und so bin ich dieser Tage über einen Artikel gestolpert, der genau dies zum Thema hat: How to Eliminate Distractions and Organize Your Online Life in 8 Easy Steps. Der Verfasser Daniel Wallen empfiehlt:

  1. Schalten Sie alle Benachrichtigungen von sozialen Medien ab
    In meinen Workshops empfehle ich meinen Teilnehmern immer, die Benachrichtigunsfunktion von Outlook & Co auszuschalten. Es ist verführerisch, sofort im Eingangskorb nachzuschauen, was wohl gekommen sein mag. Warum wir das unbedingt wissen wollen, habe ich hier beschrieben. Leider finden Sie den Benachrichtigungsunfug auch anderswo, z. B. in Windows. Wie Sie ihn dort deaktivieren können, zeigt uns Roland Freist.
  2. Tragen Sie sich aus allen Newslettern u.ä. aus, die Ihnen keinen Mehrwert bringen
    Ja, ich gehe zu, ich kann die vielen Newsletter-Abos, die sich bei mir im Lauf der Jahre angesammelt haben, gar nicht mehr überschauen. Vielleicht werde ich mich des Tools unroll.me bedienen, mit der man ungenutzte Newsletter gleich bündelweise kündigen kann.
  3. Verlassen Sie alle Facebook-Gruppen, in denen Sie nicht aktiv sind
    Man könnte zwar die Abos der Nachrichten dieser Gruppen in der Timeline aufheben, aber warum nicht gleich Nägel mit Köpfen machen? Verlassen wir doch gleich die entsprechende Gruppe.
  4. Ent-liken Sie Facebookseiten, für die Sie sich nicht mehr interessieren
    Siehe (3)
  5. „Entfreunden“ Sie Menschen, mit denen Sie ohne besonderen Grund „befreundet“ sind
    Dieser Punkt trifft auf mich tatsächlich zu. Ich bin mal diesem Facebook beigetreten, um mit Familienmitgliedern und wirklichen Bekannten in Kontakt zu bleiben. Mittlerweise ist bei dem Konto doch eine Mischung aus dieser Gruppe, beruflichen Kontakten und völlig Unbekannten herausgekommen. Falls Sie also demnächst auf Facebook nicht mehr mit mir verbunden sein sollten, ist das nicht böse gemeint. Ich habe dann nur etwas aufgeräumt.
  6. Löschen Sie unbenutzte Telefonnummern
    Kalt erwischt. Die Zahl der Karteileichen in meiner Kontaktdatenbank wird immer größer. Auch hier ist die Folge wieder mangelnde Übersicht, nicht nur auf dem Desktop, sondern auch auf dem Mobilteil. Also: Kontakte sichern und dann gnadenlos „ausmisten“.
  7. Stoppen Sie unerwünschte Post und Telefonanrufe
    Obwohl bei uns die Regeln für derartigen Spam relativ eng gefasst sind, kommt es leider immer wieder vor, dass man ungebetene Post bekommt. Angeblich sollen die Robinsonlisten dagegen schützen. Ob das funktioniert, weiß ich nicht, ich habe es noch nicht ausprobiert.
  8. Gehen Sie diese Liste noch einmal in einem Monat durch
    Mit der persönlichen Produktivität ist es wie mit dem Gärtnern. Um Wildwuchs zu vermeiden, muss man immer wieder die Bäume zurückschneiden. Aus diesem Grund habe ich mir vorgenommen, zweimal im Jahr die o.a. Punkte abzuarbeiten.

Auch wenn die Liste sehr auf Facebook abhebt, so lässt sie sich doch sicher auch auf andere sozialen Netzt übertragen. Vielleicht sollte ich überhaupt einmal überlegen, in welchen Netzwerken ich Mitglied sein möchte. Eine Übersicht über die Abmeldung bei ausgewählten Netzwerken finden Sie hier.

Die Liste hat mich überzeugt, der digitale Frühlingsputz ist vorgemerkt.

orzalaga / Pixabay

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Ich bitte um Ihr Verständnis

Hier wäre heute ein Artikel erschienen, der mir besonders gelungen erschien.

Leider hat ihn WordPress kurz vor der Fertigstellung völlig zerschossen.

Zu meinem Bedauern kann ich den Artikel nicht ohne weiteres aus dem Gedächtnis rekonstruieren. Ich bitte Sie daher um Verständnis, dass die Fläche heute unbeschrieben bleibt.

In der Zwischenzeit versuche ich, mit meinem Ärger zurechtzukommen. Wenn er verraucht ist, mache ich mich wieder an die Arbeit.

Zum Ausgleich gibt es hier ein schönes Katzenfoto von meiner Leni:

Leni schläft

Merke: An der Resilienz Leni’scher Prägung muss ich noch arbeiten!

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Sie wollen sich ändern? Das bremst Sie aus!

Man muss gar nicht vom Raucher zum Nichtraucher werden wollen, um zu wissen , wie schwer es ist, das eigene Verhalten zu ändern. Nicht umsonst lautet das amerikanische Sprichwort:

Old Habits Die Hard.

Ein feiner Trick besteht darin, die alte (ungewollte) Angewohnheit durch eine neue (gewollte) zu ersetzen. Zum Beispiel das Essen von Schokolade durch das Naschen von Nüssen. Sie merken schon, auch dieser Tipp lockt uns nicht hinter dem Ofen hervor. Vielleicht brauchen wir noch andere Tricks, die uns beim Verändern helfen.

Und tatsächlich lassen sich einige Hinweise ableiten, wenn wir die Fehler betrachten, die unsere Bemühungen sabotieren. Sam Thomas Davies nennt uns die  Top 10 Mistakes in Behaviour Change:

  1. Sie verlassen sich (allein) auf Ihre Willensstärke
    Eiserner Willen ist die harte Tour und tatsächlich schaffen es manche Menschen auf diese Weise. Meistens scheitern wir aber mit reiner Willensstärke: „Der Geist ist willig, das Fleisch ist schwach“. Schaffen Sie stattdessen kurze Feedbackschleifen für sich, indem Sie sich z.B. für kleine Schritte belohnen.
  2. Sie wollen Riesenfortschritte machen (anstatt Trippelschritte gehen)
    Einen großen Berg besteigt man, indem man (a) losläuft und (b) viele kleine Schritte macht. Eins nach dem anderen.
  3. Sie vernachlässigen die Umwelteinflüsse
    Wenn Sie Vegetarier werden wollen, dann sollten Sie Metzgereien meiden. Zumindestens zu Anfang.
  4. Sie wollen mit etwas aufhören, ohne es durch etwas anderes zu ersetzen
    Man verlernt am besten etwas dadurch, dass man etwas Neues lernt, das das „Vakuum“ füllt (s.o.).
  5. Sie führen Rückschläge auf mangelnde Motivation zurück
    Das hängt eng mit der Sache mit der Willensstärke zusammen. Gehen Sie ein Schritt nach dem anderen. Oder fragen Sie sich nach David Allen: Was ist der nächste physische Schritt?
  6. Sie ignorieren die Auslöser von Verhalten
    Analysieren Sie, was das ungewünschte Verhalten auslöst und versuchen Sie, in nächster Zeit diese Trigger zu vermeiden oder sich zumindest bewusst zu machen.
  7. Sie glauben, dass allein das Wissen ausreicht, um Verhalten zu ändern
    Verhaltensänderung erfolgt nur durch Wissen und Tun. Sie können zig Bücher über Achtsamkeit lesen, irgendwann sollten Sie mit dem Meditieren anfangen.
  8. Sie konzentrieren sich auf abstrakte Ziele anstatt auf konkretes Verhalten
    Noch einmal David Allen unter (5):
    Was ist der nächste Handlungsschritt? („What is the next action?“)
  9. Sie möchten Ihr Verhalten ein für alle mal ändern und nicht für eine kurze Zeit
    Gehen Sie nicht nur kleine Schritte, sondern setzen Sie sich auch kurze Fristen. Es ist leichter, etwas für einen Tag als für eine Woche als für einen Monat als für ein Jahr durchzuhalten.
  10. Sie folgen der Annahme, Verhaltensänderungen seien schwierig
    Es stimmt, wenn man nur den hohen Berg sieht, den man übersteigen will, dann kann das schon entmutigen. Aber das sollte nicht zur Lähmung führen. „Der längste Weg beginnt mit der ersten Schritt“, sagen die Chinesen.

In dem Artikel von Sam Thomas Davies finden Sie zu jedem Punkt einen Link, mit dem Sie das Thema vertiefen können.

BTW: Sam Thomas Davies folgt in seinem Artikel dem Ansatz Tiny Habits von BJ Fogg, über den ich selbst auch immer wieder gestolpert bin. Ein Zeichen, sich etwas näher damit zu beschäftigen.

Ein komplettes Programm zur Verhaltensänderung finden Sie auch bei Matthias Büttner:
Die THINK!-Methode.

PeterFranz / Pixabay

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Die allumfassende App für Checklisten

Einige Male schon habe ich im ToolBlog auf den Nutzen von Checklisten hingewiesen. Wenn Sie diese Listen elektronisch aufsetzen wollen, dann haben Sie die Qual der Wahl. Die Zahl der einschlägigen Apps ist nahezu unüberschaubar. Außerdem gehört bei manchen Herstellern ein Checklistenprogramm zur Grundausstattung, beim Mac zum Beispiel. Auch viele Notizprogramme wie Evernote stellen eine entsprechende Funktion bereit.

Nun bin ich über eine App gestolpert, die speziell für das Erstellen von Checklisten gemacht ist. Sie heißt, was Wunder, Checklist und steht für alle möglichen Formate kostenlos zur Verfügung. Es gibt Varianten für iOS und Android, aber auch für den Kindle oder sogar als WordPress-Plugin. Desktopversionen gibt es hingegen nicht. Das macht aber nichts, sie können Ihre Listen auch über das Web erstellen und pflegen. Außerdem müssen Sie nicht das Rad von neuem erfinden, sondern können in einer Sammlung unterschiedlichster Business- und Heimchecklisten stöbern und schauen, ob etwas für Ihre Zwecke dabei ist.

Übrigens können Sie Checklisten auch in Ihre Website einbinden, so wie hier.

Tutorial for a Tutorial Format

Mir gefällt Checklist auf den ersten Blick sehr gut und ich werde die App einmal ausprobieren. Ist ja ummesonscht.

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Bilder der Organisation

Ein Schwank aus meinem Berufsleben: Ich war einmal zu einem Erstgespräch (Auftragsklärung nennt das der Fachmann) bei einem mittelständischen Unternehmer. Dieser lobte seine Mitarbeiter in den höchsten Tönen, sie seien fleißig und führten seine Anweisungen tadellos um. Auf meine Frage, was sich denn dann ändern solle, meinte er: „Meine Mitarbeiter tun alles, was ich ihnen sage und das tun sie gut. Allerdings hätte ich gerne mehr Selbstverantwortung von ihnen. Sie sollten von allein erkennen, was als nächstes zu tun ist. Ich möchte es ihnen nicht immer sagen müssen.“

Ich fragte ihn dann, wie er sich denn seine Firma vorstelle, welches Bild er benutzen würde, um sie zu beschreiben. Er wählte das Bild des Getriebes, das „laufe wie ein Uhrwerk“. Alle Räder müssten an der vorgesehenen Stelle tadellos funktionieren und ineinander greifen. Nur so könne das große Ganze einwandfrei laufen.

Nach kurzer Pause entgegnete ich ihm: „Das ist ein interessantes Bild. Allerdings verstehe ich noch nicht ganz wie das funktionieren soll, mit den selbstverantwortlichen Zahnrädern, die selbst entscheiden sollen, was zu tun ist.“ Man sah förmlich in den Gesichtszügen, wie bei ihm der Aha-Effekt eintrat. Es war der Beginn einer fruchtbaren Zusammenarbeit.

Die Idee zu dieser Frage kam mir nicht wie der Blitz aus heiterem Himmel, sondern etwa zur gleichen Zeit, als ich mit viel Genuss und Gewinn das wundervolle Buch von Gareth Morgan Bilder der Organisation gelesen hatte.

Das Bild der Organisation als Getriebe ist weit verbreitet und es stammt, wie könnte es anders sein, aus dem Maschinenzeitalter. Ich denke, Taylor hatte dieses Bild im Kopf, als er das Konzept des Scientific Management entwickelte. Daneben gibt es aber auch noch andere Bilder, von denen Morgan einige beschreibt, z. B. Organisation als Organismus (Wortstamm!), Gehirn, politisches System usw.

Warum das so wichtig ist? Die Bilder, die wir von Organisationen im Kopf haben, bestimmen, wie wir unsere Organisationen wahrnehmen und gestalten. Es ist eben ein Unterschied, ob ich ein Unternehmen als Getriebe oder Netzwerk betrachte (s.o.). Interessant ist vor allem, inwieweit das bestehende Bild dazu geeignet ist, mit bevorstehenden Herausforderungen angemessen umzugehen.

Mit dem Getriebe im Kopf wird das nichts mit New Work und Arbeit 4.0!

Wenn Sie wissen möchten, wie Sie Bilder für Veränderungen einsetzen können, dann empfehle ich Ihnen ein weiteres Buch von Gareth Morgan: Imaginization. Leider gibt es die deutsche Ausgabe offensichtlich nur noch für teures Geld im Antiquariat.

Die beiden Bücher von Gareth Morgan haben meine Arbeit in der Organisationsentwicklung sehr beeinflusst. Bilder sind sehr mächtig. Es schadet nichts, die eigenen zu hinterfragen. Sind sie nützlich oder eher hinderlich?

Wenn Sie möchten, könnte ich ein wenig Storytelling betreiben, darüber, wo ich Imaginierung schon erfolgreich eingesetzt habe. Lassen Sie es mich wissen, wenn Sie daran Interesse haben.

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Tom Peters über Geschwindigkeit

Dieser Tweet von Altmeister Tom Peters spricht mir aus der Seele:

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Kurznachrichten: Bullet-Journal, Deep Work, Checklisten, Pocket, Suchen in Win, Bionik

Erfolgreiches Zeitmanagement – Die Arbeit im Griff

Die Technische Akademie in Schwäbisch Gmünd veranstaltet mit mir einen 1-Tages-Workshop mit dem Titel Erfolgreiches Zeitmanagement – Die Arbeit im Griff. Sie erfahren dort alles das Meiste über Strategien, mit denen Sie Ihre Arbeit organisieren und gelassen Ihre Arbeit erledigen können. Weitere Infos zu Inhalt und Anmeldung gibt es hier. Falls Sie weitere Fragen haben, melden Sie sich gerne bei mir.
Ort: Schwäbisch Gmünd, Zeit: Donnerstag, 22.02.2018, 08:00 Uhr – 16:00 Uhr

Das Bullet-Journal auf dem Mac

Eine Organisationsmethode, die in den letzten Monaten für viel Furore gesorgt hat, ist das Bullet Journal. Ich habe auch schon im ToolBlog einige Male darüber berichtet. Akshata Shanbhag unternimmt nun den Versuch diesen analogen Ansatz ins Digitale zu übertragen: Create a Bullet Journal on Your Mac With Reminders, Calendar, or Notes. Ich bin mir nicht sicher, ob diese Transformation sinnvoll ist. Entscheiden Sie selbst.
Cal Newport steht dem Bullet Journal an sich skeptisch gegenüber. Warum und was er stattdessen vorschlägt, hat er in On Simple Productivity Systems and Complex Plans aufgeschrieben.

Deep Work: Eine Einführung

Von Cal Newport stammt auch das Buch Deep Work (dt. Konzentriert Arbeiten), indem er Strategien beschreibt, mit denen Sie es schaffen, Ablenkungen zu vermeiden und sich auf eine Aufgabe zu konzentrieren. Mir hat das Buch gut gefallen und ich konnte die eine oder andere Anregung daraus entnehmen. Wenn Sie wissen möchten, ob das Buch für Sie die Anschaffung wert ist, dann verschaffen Sie sich doch einen Überblick mit dem Beitrag Introduction to Deep Work von Kristina Ich-weiß-nicht-wie.

Der Segen einer guten Checkliste

Immer wenn Sie eine Tätigkeit wiederholen müssen, die aus einer Abfolge von Schritten besteht (und nicht nur dann), empfiehlt sich der Gebrauch einer Checkliste. Dinnie Muslihat hat in How the simple checklist can improve your productivity zusammengestellt, welchen Nutzen eine Checkliste hat und wie sie zweckmäßig aufgebaut sein sollte. Auch ich habe mich zu diesem Thema bereits ausgelassen. Wenn Sie tiefer in dieses Thema einsteigen möchten, dann empfehle ich Ihnen das Buch von Atul Gawande.

Wie Sie Pocket richtig nutzen

Sie kennen das. Beim Surfen im Internet stoßen Sie auf eine interessante Website, die Sie unbedingt lesen möchten, nur gerade nicht jetzt. Ich benutze dann immer Evernote, um die Seite für die spätere Lektüre abzulegen. Eine bekannte Software, die demselben Zweck dient, ist Pocket. Auch ich habe früher schon mit Pocket herumgespielt, konnte für mich aber keinen rechten Mehrwert entdecken. Vielleicht habe ich das Programm aber auch falsch bedient. Eric Ravenscraft zeigt uns in How to Use Pocket Like a Pro to Save Everything from the Web, wie es richtig geht.

Suchwerkzeuge für Windows

Ein Thema, das mich immer wieder beschäftigt hat, ist die Suche unter Windows. War der Gebrauch der internen Suchfunktion bisher lange ein Drama, so scheint sich mittlerweile einiges verbessert zu haben. Dennoch möchten Sie vielleicht nicht auf ein externes Suchwerkzeug für Ihre Computerdaten verzichten. Joel Lee hat die 10 Best Free Search Tools for Windows 10 für Sie zusammengestellt. Ich selbst benutze derzeit Everything und bin recht zufrieden damit.

Produktivität: Lernen von der Natur

Ein Gebiet, das mich immer schon fasziniert hat, ist die Bionik. Bei einem gegebenen Problem schaut man, wie diese Frage von Mutter Natur beantwortet wurde und versucht, die Lösung auf die Technik zu übertragen. Ähnliches hatten wohl die Macher der Infografik Boosting Productivity With The Help Of Nature im Sinn. Ob ihnen das gelungen ist, können Sie selbst beurteilen:

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Effizient studieren: 53 Tipps

Das Älter werden hat nicht nur Nachteile. Auch wenn ich vor gefühlten hundert Jahren gerne an der Uni studiert habe, so bin ich doch froh, heute keine Prüfungen mehr ablegen zu müssen. Seit einem Lehrauftrag an der DHBW weiß ich, dass der Lernstoff in manchen Disziplinen sehr umfangreich ist und die Studis tatsächlich sehr belastet sein können. Eine meiner Töchter nannte das Ganze einmal Bildungsbulimie. Sie wissen schon: Hineinstopfen und dann zur Prüfung wieder ausk….

Ich will hier aber nicht unser Hochschulsystem und deren unsägliche Reformen diskutieren, sondern auf einen Artikel hinweisen, der Studierenden Tipps gibt, wie Sie Ihr Studium effizient bewältigen können: Comprehensive Guide to Better Study: 53 Smart Tips for Students.
Die Tipps sind folgenden Kategorien zugeordnet.

  1. Effektives Lesen
  2. Effektives Schreiben
  3. Verbesserung der Merkfähigkeit
  4. Steigerung der Konzentration
  5. Herstellen einer zweckmäßigen Lernumgebung
  6. … wie kann es auch anders sein: Zeitmanagement

Nicht alle Tipps haben hohen Neuigkeitswert. Neben den altbekannten Lerntechniken findet sich aber auch die eine oder andere Perle.

Ich finde, man kann diese Aufzählung auch gut als Checkliste verwenden um herauszubekommen, wo das Lernen noch optimiert werden kann.
Auf jeden Fall habe ich mir vorgenommen, zu recherchieren und deutsche Quellen zu Studiertechniken zusammenzustellen. Stay tuned!

jarmoluk / Pixabay

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Machen Sie sich keine Sorgen!

Es gibt Menschen, die ständig von Sorgen geplagt werden. Ich kann das gut nachvollziehen, denn ich neige auch dazu, das Glas eher halb leer als halb voll zu sehen. Sorgen sind nicht per se schlecht, denn sie zwingen uns, über Alternativen nachzudenken, mit denen wir unsere Zukunft gestalten können. Sie kennen das unter dem berühmten Namen „Plan B“.
Oft können Sorgen aber auch lähmen, man sitzt wie das Kaninchen vor der Schlange und ist zu überhaupt keinen Handlungen mehr fähig.

Aus diesem Grund ist es heilsam, sich weniger oder zumindest weniger große Sorgen zu machen. Wie so oft, ist dies leichter gesagt als getan. Vielleicht hilft es, den Verstand einzuschalten und die Fragen zu beantworten, die uns Robert L. Leahy in seinem Beitrag Ten Steps to Freeing Yourself from Your Worry stellt:

  1. Was ist es genau, was Sie vorhersagen?
    Es kommt darauf an, genau zu beschreiben, was Sie befürchten. Zu welchen Voraussagen neigen Sie? Beantworten Sie die Fragen schriftlich und seien Sie so genau wie möglich. Dann überlegen Sie auf einer Skala von 0-10, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, das Ihre Vorhersage eintritt.
  2. Was ist das schlechteste, das beste und das wahrscheinlichste Szenario
    „Es wird alles nicht so heiß gegessen, wie es gekocht wird“, sagt zu Recht der Volksmund. Was wäre ein schlechter, was ein guter Ausgang. Die Wahrheit liegt vermutlich in der Mitte. Die ganze Bandbreite möglicher Ergebnisse steht zur Verfügung.
  3. Was sind Belege für und gegen Ihre Vorhersage?
    Woran machen Sie Ihre Prophezeiung fest? Gibt es auch Dinge, die dagegen sprechen?
  4. Wie oft haben Sie sich in der Vergangenheit schon geirrt?
  5. Was sind die Kosten und der Nutzen Ihrer Sorgen?
    Was haben Sie davon sich Sorgen zu machen. Verschafft es Ihnen irgendwelche Vorteile? Die Frage ist ernst gemeint. Gibt es etwas, das Sie durch Sorgen vielleicht vermeiden können, z. B. eine unangenehme Entscheidung zu treffen?
  6. Gibt es irgendeinen Beleg dafür, dass Sorgen Ihnen wirklich jemals geholfen haben?
  7. Was könnten Sie tun, wenn es tatsächlich schlecht ausgeht?
    Denken Sie über Handlungsalternativen nach. Sie brauchen mindestens drei. Denn eine Möglichkeit ist Zwang, zwei Möglichkeiten ist ein Dilemma und erst ab drei Möglichkeiten haben Sie eine echte Auswahl.
  8. Mit welchen Schwierigkeiten sind Sie in Ihrem Leben schon fertig geworden?
    Sie haben eine Menge Ressourcen. Stellen Sie Ihr Licht nicht unter einen Scheffel. Sie haben sicher schon so manche Hürden überwunden.
  9. Werden Sie sich in einer Woche, einem Monat, einem Jahr immer noch Sorgen machen?
    Wenn wir eine schlechte Nachricht erhalten, neigen wir oft dazu, die Zukunft besonders schwarz zu sehen. Überlegen Sie, wie Sie wohl in der Zukunft das Problem beurteilen.
  10. Was würden Sie einem Freund raten?
    Wenn ein Freund Ihr Problem hätte, was würden Sie ihm mit auf den Weg geben?

Sie merken, diese Fragen dienen dazu, eine Außenperspektive einzunehmen, sich auf seine Ressourcen zu besinnen und die Herausforderungen realistisch einzuschätzen. Ziel ist es, sich nicht von Zukunftsängsten übermannen zu lassen, sondern die Handlungsfähigkeit zurück zu gewinnen.

Wie gesagt, ich selbst bin so ein Mensch, der gerne zum „Catastrophizing“ neigt, wie unsere anglo-amerikanischen Freunde sagen. Wenn ich merke, es ist wieder so weit, denke ich immer an diesen Satz aus der Bibel (Matthäus 6,27):

Wer von euch kann mit all seiner Sorge sein Leben auch nur um eine kleine Spanne verlängern?

Dem ist nichts hinzuzufügen.

ifinnsson / Pixabay

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Update: Der Emergent Task Planner und andere Tools

Der Titel ist paradox, ich gebe es zu. Schließlich ist der Clou am Unvorhergesehen, dass man es nicht vorhersehen kann. Und was man nicht vorhersehen kann, das kann man auch nicht planen. Ist doch logisch, oder? Diese einfache Wahrheit kann auch David Seah mit seinem “Emergent Task Planner (ETP)” nicht umstoßen. Allerdings hilft der ETP dabei, mit Unvorhergesehenem effizienter umzugehen. David schreibt:

The Emergent Task Planner (or ETP) is a daily planning sheet that provides a way for you to structure your day in the face of uncertainty. By helping you visualize the time you have, you can get a sense of just how much work you can get done done.

David bedient sich bei seinem ETP einer ausgefeilten Variante des Time-boxing, einer Methode, die auch bei der Pomodoro-Technik angewandt wird. David stellt auf seiner Website eine ausführliche, hübsch aufgemachte Anleitung zum Herunterladen zur Verfügung. Dort gibt es auch die Druckvorlagen für die Formulare seiner Methode, sogar in Deutsch. Ich selbst organisiere meine Bürotage ähnlich, wenn auch nicht so ausgeklügelt.

In seinem Artikel A Variety of Downloadable Productivity Tools hat David nun einige weitere Werkzeuge aufgelistet. Aus gegebenem Anlass, wie es so schön heißt, werde ich mir den Fast Book Outliner und den NaNoWriMo 2017 Word Counting Calendar (hoffentlich bald auch in einer 2018er-Version). Ersterer dient zum Anfertigen von Buchauszügen, letzterer zum Besiegen des inneren Schweinehunds beim Schreiben.

Wie gesagt, das sind die Tools, die ich gerade interessant finde, für Sie ist vielleicht etwas anderes gerade von Nutzen.

StockSnap / Pixabay

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