Tausend Jahre wie ein Tag: Vom Umgang mit der Zeit

Ich bin begeisteter Podcast-Hörer. Kürzlich bin ich über einen interessanten solchen gestolpert, der sich mit dem Umgang mit der Zeit beschäftigt: Tausend Jahre wie ein Tag. Autor Hans Michael Ehl stellt vor, wie die Zeit aus der Sicht des Christentum, des (Zen-) Buddhismus und der jüdischen Religion betrachtet wird. Es ist doch erstaunlich. wie viel Gemeinsamkeiten diese Ansätze haben. Es geht um Achtsamkeit, Strukturieren des Tags und um Entschleunigung. Hören Sie selbst:

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Tipps von TED für gute Folien

Zwar glaube ich nicht, dass TED heute noch irgendjemandem erklärt werden muss, falls aber doch, dann empfehle ich den einschlägigen Artikel auf (in?) der Wikipedia. Im allgemeinen gilt es als Ritterschlag, bei einer TED-Konferenz referieren zu dürfen und tatsächlich sind die Präsentationen selten langweilig. Dies liegt nicht zuletzt auch an der Gestaltung der Folien, die den Inhalt des Gesagten nicht ersetzen, sondern eben wirkungsvoll ergänzen.

Wenn Sie lernen möchten, wie auch Sie solche Folien erstellen können, dann empfehle ich Ihnen einen einschlägigen Artikel auf dem TEDBlog: 10 tips on how to make slides that communicate your idea, from TED’s in-house expert. Hier sind die Tipps:

  1. Denken Sie erst zum Schluss über Ihre Folien nach
  2. Verwenden Sie ein durchgängiges Foliendesign
  3. Wählen Sie eine besondere Gestaltung für die Folien für die Übergänge
  4. Bei Text gilt ganz besonders: Weniger ist mehr!
  5. Verwenden Sie Bilder, die die Bedeutung des Gesagten unterstreichen
  6. Gehen Sie sparsam mit Effekten und Animationen um (oder verwenden Sie gar keine)
  7. Benutzen Sie statt einem Pfeil die Technik des Maskierens, um Bedeutsames hervorzuheben
  8. Verschieben Sie große Bilder (anstatt sie zu skalieren oder abzuschneiden)
  9. Vermeiden Sie Autoplay, wenn Sie Videos zeigen
  10. Erstellen Sie Diagramme mit Ihrem Präsentationsprogramm
    (anstatt sie mit Cut & Paste einfach einzufügen)

Nähere Informationen und ein paar Beispiele finden Sie in dem o.a. Artikel. Ich kann diesen Tipps nur zustimmen. Ein Vorgehen nach der Methode „Hast Du Folie, hast Du Vortrag“ funktioniert nicht. Wenn Sie wirklich eine gute Präsentation gestalten wollen, dann kostet das eben Mühe und Gehirnschmalz. Warum sollte das auch anders sein?

seagul / Pixabay

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Kurznachrichten: Neujahrsputz, Mindstorming, Knowledge Café, Wiki, Präsentieren

Anleitung zum Neujahrsputz

Für viele ist das Entsorgen des Weihnachtsbaum ein willkommener Anlass, die ganze Hütte auf Vordermann zu bringen. Wie Sie dabei vorgehen können, zeigt Ihnen Erin Dorland in drei Teilen: Post-holiday cleanup (Part 1Part 2Part 3).

Mindstorming: Den Blackout besiegen

Sie kennen das. Sie sitzen Bleistift kauend vor dem leeren Blatt Papier und es will Ihnen partout nichts einfallen. Shir Aviv stellt eine Methode vor, wie Sie vielleicht doch noch zu passenden Ideen kommen: Mindstorming. Im Prinzip geht es darum, auf eine Frage mindestens 20 Antworten niederzuschreiben, die Ihnen spontan zu dem Thema einfallen. Ehrlich gesagt, ich zweifle etwas an den Erfolgsaussichten.

Knowledge Café: Ein Blook zu Methode

Nein, ich habe mich nicht verschrieben. Ein Blook ist eine Kreuzung aus Book und Blog. Ein solches hat David Gurteen über seine Methode „Knowledge Café“ verfasst: Conversational Leadership. Sie finden in diesem Blook wirklich alles, was Sie über seinen Ansatz wissen müssen. Um den vollen Zugang zu erhalten um richtig mitmischen zu können, müssen Sie sich als Nutzer registrieren. Ich denke aber, es lohnt sich.

Wie Sie ein persönliches Wiki aufbauen

Herbert Hertramph kennen Sie als Autor des Standardwerks Mit Evernote Selbstorganisation und Informationsmanagement optimieren. Sein neuestes Werk trägt den Titel Digital Cleaning, ich habe es hier im ToolBlog bereits besprochen. Auf der Website zu Digital Cleaning zeigt uns Herbert, wie man ein persönliches Wiki einrichtet (Teil 1, Teil 2, weitere sind in Arbeit). Ich werde hier auf jeden Fall am Ball bleiben, denn vielleicht ist ein persönliches Wiki eine brauchbare Alternative zu Luhmanns Zettelkasten. Mit dem kann ich mich nämlich partout nicht anfreunden.

Hervorragend Präsentieren auf einen Blick

Präsentationen begegnen wir in der Regel mit einer Art Hassliebe. Oft sind sie sterbenslangweilig und die Zuhörer würden ihre Augenlider am liebsten mit Steichhölzern offen halten. Aber „oft“ heißt eben nicht „immer“. Wie Sie erstklassige Präsentationen erstellen und halten zeigt Ihnen die Übersicht How to Deliver a World Class Presentation. Sehen Sie selbst:

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Wie Sie Nomophobie bekämpfen

Es ist schon einige Wochen her, als ich hier im ToolBlog über das Phänomen der Nomophobie geschrieben habe.  Falls Sie sich nicht mehr daran erinnern können, was der Ausdruck bedeutet, hier noch einmal die Definition der Wikipedia:

Als Nomophobie bezeichnet man die Angst, ohne Mobiltelefon unerreichbar für soziale und geschäftliche Kontakte zu sein.

In dem Artikel hatte ich Ihnen einen Test vorgestellt, mit dem Sie überprüfen können, ob die Nomophobie von Ihnen Besitz ergriffen hat.

Was ich Ihnen in dem Beitrag schuldig geblieben bin, ist ein Hinweis, wie Sie aus dieser Zwangsnummer wieder herauskommen. Dies hole ich hiermit nach unter Berufung auf einen Artikel von Jillian D’Onfro: Here are some ways to curb your smartphone addiction this year. Hier sind ihre Tipps:

  1. Halten Sie sich an einen festen Zeitplan
    Stellen Sie einen Timer auf eine bestimmte Zeit ein. Gehen Sie nicht an Ihr Telefon, solange die eingestellte Zeit läuft. Nach Ablauf der Zeit dürfen Sie dann wieder für ein paar Minuten Ihre Nachrichten checken. Beginnen Sie mit 15 Minuten und steigern Sie die phonephfreie Zeit schrittweise auf bis zu 1 Stunde.
  2. Schalten Sie unnötige Push-Nachrichten aus
    Jedes Mal, wenn Sie einen neue App installieren, werden Sie gefragt, ob Sie Push-Nachrichten erhalten möchten. Wählen Sie hier sorgsam aus. Im Zweifel schalten Sie die Funktion aus und behalten nur die Benachrichtigungen, die Sie unbedingt benötigen.
  3. Verbannen Sie ablenkende Apps vom Hauptbildschirm
    Ein Plädoyer für einen aufgeräumten Bildschirm. Behalten Sie auf dem Hauptbildschirm, d.h. dem ersten sichtbaren Bildschirm nach dem Einschalten, nur die wichtigsten Apps. Hier gilt das berühmte 80/20-Prinzip: Es sollten nur die 20% Ihrer Apps zu sehen sein, mit denen Sie 80% Ihrer Aufgaben erledigen.
  4. Verwenden Sie Ihr Smartphone nicht im Bett
    Das sehe ich nicht ganz so streng. Ich benutze mein Smartphone abends im Bett gerne noch, um ein paar Vokabeln zu lernen. Allerdings weiß man aus Studien, dass der Blick auf einen Bildschirm für das Einschlafen abträglich ist.
  5. Benutzen Sie Amazon Echo, Google Home & Co
    Leider kann ich zu diesem Punkt nichts beisteuern. Derlei Geräte sind bei mir nicht im Einsatz und ich habe auch nicht vor, dies zu ändern.
  6. Schalten Sie Ihr Phone auf Schwarz-Weiß-Modus
    Ich gebe zu, ich wusste bis jetzt gar nicht, dass das geht. Zweck ist es, sich nicht von Blinki-Bunti-Icons ablenken zu lassen.
  7. Überprüfen Sie Ihre Gewohnheiten
    Um Ihr Smartphone-Verhalten nachzuvollziehen, gibt es – Sie ahnen es – geeignete Apps. Jillian nennt in dem Beitrag QualityTime (Android) oder Moment (iOS). Ehrlich gesagt, ich weiß nicht, was ich von dem Vorschlag halten soll. Solche Analyse-Apps können süchtig machen und das wäre dann kontraproduktiv.

Ich finde, einige von Jillians Vorschlägen sind einfach und schnell umzusetzen. Ich denke, dass damit schon viel zur Vermeidung von Nomophobie getan ist.

Haben Sie noch andere Tricks auf Lager um der Handy-Falle zu entgehen?

geralt / Pixabay

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Was Google über die Effektivität von Teams denkt

Ich bin ja ein bisschen skeptisch, wenn ich höre, dass Google als Modell für die neue Arbeitswelt hingestellt wird. Aber sei’s drum, interessant sind die Impulse aus diesem Unternehmen allemal.

In einem Vortrag erzählt Julia Rozovsky, was ein effektives Team von den anderen unterscheidet: How Google thinks about team effectiveness. Sie beruft sich dabei auf Studien, die intern bei Google angestellt wurden. Rozovsky beantwortet in ihrem Vortrag die Fragen:

  1. Können wir als Team Risiken eingehen ohne Angst vor Unsicherheit oder Verlegenheit zu haben?
  2. Können wir aufeinander zählen um rechtzeitig Ergebnisse hoher Qualität zu erreichen?
  3. Sind unsere Ziele, Rollen und Maßnahmenpläne klar?
  4. Arbeiten wir an etwas, das auch jedem von uns persönlich etwas bedeutet?
  5. Sind wir davon überzeugt, dass die Arbeit, die wir tun, von Bedeutung ist?

Wenn diese Fragen im Team mit „Ja“ beantwortet werden, dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass ein Team auch als effektiv anzusehen ist.

Aber sehen und hören Sie selbst;

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Wissenswertes zum „Kater“

Nach der stürmisch gefeierten Silvesternacht wird sich wohl morgen bei vielen Mitmenschen die ungeliebte Folge des ausgelassenen Feierns einstellen: Der Katzenjammer oder Kater. Nachdem sich das ToolBlog auch als Service-Blog versteht, hier ein paar Quellen zum Umgang mit dem ungeliebten Haustier:

Eine Methode, den Kater zu vermeiden, besteht übrigens darin, gar keinen Alkohol zu trinken. Zu Silvester läuft dieser Tipp allerdings vermutlich ins Leere. Ist ja auch verständlich.

Wenn Sie wissen wollen, wie ein Kater funktioniert, dann schauen Sie sich dieses Video an, das aus dem letzten der o.a. Beiträge stammt. Prosit Neujahr!

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Kurznachrichten: Apps zur Achtsamkeit, OpenSpace, Workshops, Lesen und Lärm, Bürodesign

20 Apps zur Achtsamkeit

Wenn Sie sich vornehmen, achtsam durch das neue Jahr zu gehen, dann lassen Sie sich doch von einem oder mehreren der Top 20 Mindfulness Apps For Meditation, Eating & Awareness unterstützen. Ich selbst benutze für die Meditation zwei Anwendung (beide iOS): Den Meditation Timer und für den Hintergrund myNoise.

E-Books zu OpenSpace

Harrison Owen ist der Mensch, der hinter dem Großgruppenformat OpenSpace Technology steckt. Vom hohen Nutzwert der Methode konnte ich mich vor einigen Wochen wieder einmal selbst überzeugen. Ich durfte ein OpenSpace zur Strategieentwicklung bei AX Semantics begleiten. Auf der einschlägigen Website OpenSpaceWorld können Sie zwei Bücher von Harrison Owen als pdf-Dateien kostenlos herunterladen: Riding the Tiger: Doing Business in a Transforming World und Tales From Open Space. (Danke, liebe Deborah, für den Tipp!)

Handbook with Methods for Workshops

Weil wir gerade bei Methoden sind. Die Bundeszentrale für Politische Bildung hat für schlappe € 4,50 ein Methodenhandbuch für Insights into the work and methods of the peer education project „Young European Professionals“ (YEPs). Bei der Bundeszentrale habe ich so manches nützliche Schnäppchen gemacht. Ich werde mir das Buch auf jeden Fall besorgen.

Auswirkungen von Lärm auf das Lesen

Wie ich weiß, sind viele ToolBlog-Leserinnen und Leser als Wissensarbeiter unterwegs. Das geistige Erfassen und Verarbeiten (Lesen eben) von Texten gehört zu den Grundfertigkeiten in diesen Berufen. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hat eine Studie veröffentlicht, in der die Wirkungen von Lärm auf das Lesen untersucht wurden (pdf-Datei). Wenn Sie bei dem Thema etwas tiefer graben möchten, dann sind Sie mit dem Beitrag gut bedient.

Was ist der ideale Arbeitsplatz?

Die Gestaltung von Büros ist immer schon Diskussionsgegenstand in verschiedenen Fachbeiträgen gewesen. Dabei ist das Bürodesign durchaus gewissen Moden unterworfen. Gerade noch als das Optimum gepriesen, scheint derzeit das Open Office wieder im Zentrum der Kritik zu stehen. Jede Variante hat halt ihre Vor- und Nachteile, wie auch die Infografik What’s your ideal workplace? zeigt. Hier werden unterschiedliche Arbeitsplatzformen mit Für und Wider vorgestellt.

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Kurznachrichten: XMind, Chat-Programme, Neil Young, Poopfiction, Tonaufnahme

XMind für iOS gerade kostenlos

Ich hatte es zu Anfang der Woche schon einmal gemeldet, aber weil es so schön ist, hier gleich noch einmal: XMind für iOS (iPhone und iPad) gibt es zur Markteinführung gerade ummesonscht (Download über den Apple Store).

XMind ZEN erschienen (Beta)

Bei XMind tut sich was. Neben dem oben erwähnten XMind für iOS ist auch die Beta-Version von XMind ZEN erschienen, die dem Nutzer ein ganz neues, d.h. ästhetisches Mind-Map-Erlebnis bieten möchte. Hintergründe zu diesem Programm bietet Chuck Frey in einem Interview mit Stephen Zhu von XMind.

Chat-Programme (nicht nur) für Zocker

In den letzten Kurznachrichten hatte ich bereits den aufsteigenden Stern am Himmel der Chat-Programme, Discord, hingewiesen. Die App bekommt Konkurrenz, wie Joel Lee schreibt: 3 Must-Have Free Voice Chat Clients for Gamers. Erwähnt werden neben Discord auch Mumble und TeamSpeak mit allen ihren Vor- und Nachteilen. Nicht nur für Gamer interessant, wie ich finde.

Neil Young kostenlos im Netz

Die jüngeren Leserinnen und Leser werden Neil Young vielleicht gar nicht mehr kennen, daher zur Erklärung: Neil Young war in den 19770/80ern einer der Ikonen im Bereich des Foik-Rock. Manch Babyboomer bekommt feuchte Augen, wenn er zufällig Radio „Heart of Gold“ hört. Nun hat sich Neil Young entschlossen, seine Werke kostenlos im Netz zu verteilen. Nähere Informationen gibt uns Spiegel-online dazu.

Die Anwendung zur Klo-Lektüre: Poopfiction

Jeder tut es, reden will niemand darüber. Manch eine Zeitschrift verdankt ihre Existenz lediglich der Tatsache, dass ihre Artikel bequem auf der Toilette gelesen werden können. Aber auch auf dort haben die modernen Medien ihren Einzug gehalten und immer häufiger ersetzt das Tablet das herkömmliche Papier. Hier genau setzt das Angebot von Poopfiction an: Sie geben die Länge Ihrer Sitzung ein und erhalten sofort Lesestoff, der in diesem Zeitraum bewältigt werden kann. Demnächst erscheinen eigene Apps für iPhone und Android. Wenn das kein Service ist!

Tonaufnahme mit dem PC: Apowersoft Online Audiorekorder

Vielleicht wollten Sie immer schon einmal ein Gespräch mit Skype & Co mitschneiden ohne sich gleich in Unkosten für eine professionelle Aufnahmesoftware zu stürzen. Wenn Sie nur ab und zu eine Aufnahme machen wollen, dann probieren Sie doch einmal den Apowersoft Gratis Online Audiorekorder. Zur Wahl steht Ihnen die Aufnahme direkt aus dem Browser oder mit der Desktopversion, die Sie herunterladen können.

BookBabe / Pixabay

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