Arbeitsorganisation und Sinneskanäle

In Zeiten, als das Wünschen noch geholfen hat, habe ich eine Ausbildung in Neurolinguistischen Programmieren (NLP) absolviert. Ich weiß, dieser Ansatz ist alles andere als unumstritten, dennoch habe ich in diesen Monaten einen Menge fürs Leben und meine Arbeit gelernt.

Ein Basisbaustein des NLP ist das Konzept der Repräsentationssysteme. Demnach nimmt der Mensch die Umwelt mit seinen fünf Sinnen wahr:

  • Visuell: Sehen
  • Auditiv: Hören
  • Kinästhetisch: Spüren, Fühlen, Wahrnehmung mit Hilfe der Haptik
  • Olfaktorisch: Geruch
  • Gustatorisch: Geschmack

Nach den Anfangsbuchstaben wird dieses Konzept auch VAKOG-Modell genannt. Nun stehen uns in der Regel alle diese Sinneskanäle zur Verfügung. Dennoch gibt es Zeitgenossen, die den einen oder anderen Sinneskanal bevorzugt verwenden. So gibt es ausgesprochen visuell („das sehe ich nicht so,“), auditiv („das klingt aber nicht gut.“) und kinestätisch orientierte Menschen („Da habe ich ein schlechtes Gefühl dabei.“)

Vielleicht ahnen Sie jetzt, dass eine Diskussion über das „beste“ Werkzeug zur Aufgabenorganisation viel zu kurz springt. Es geht eben nicht nur darum, dass ein Notizbuch unpraktisch ist, weil man Veränderungen nicht so leicht vornehmen kann und man radieren muss. Dem Kinästheten ist das reichlich egal. Er/sie möchte etwas in der Hand halten. Nur wenn er/sie eine Aufgabe dick durchgestrichen hat, dann hat er/sie das Gefühl (!), dass die Aufgabe auch wirklich erledigt ist.
Der visuelle Typ bevorzugt wahrscheinlich eher den Computer. Für ihn reicht der Mausklick aus, denn er/sie sieht ja auf dem Bildschirm, was passiert.

Ähnliche Gedanken haben wohl Erin Doland bewogen, seinen zweiteiligen Artikel Understanding how you process information to help you get organized (Teil 1 und Teil 2) zu schreiben.

Im ersten Teil des Artikels können Sie selbst anhand von Fragen herausbekommen, ob Sie tatsächlich einen der Sinneskanäle „visuell“, „auditiv“ oder „kinästhetisch“ bevorzugen. Ich möchte Sie noch einmal daran erinnern, dass der eine Kanal nicht besser als der andere ist. Es ist wie es ist, Ihnen stehen alle Kanäle zur Verfügung, nur bevorzugen Sie vielleicht einen und das ist nicht gut und nicht schlecht, sondern es ist einfach.

Falls Sie tatsächlich einen Sinneskanal bevorzugen sollten, dann bekommen Sie im zweiten Teil einige Hinweise, wie Sie Ihre Aufgabenorganisation und Ihren Arbeitsplatz Ihrem Kanal entsprechend gestalten können.

Wenn Sie noch etwas Zeit erübrigen können, dann überfliegen Sie doch einmal die Kommentare zum Artikel, auch da finden sich interessante Hinweise. Vielleicht haben Sie ja sogar eigene einschlägige Erfahrungen gemacht, die Sie teilen möchten.

In meinem Artikel GTD® für Haptiker habe ich schon einmal David Allen zitiert:

GTD ist tool-agnostic.

Recht hat er. Ein gutes Organisationskonzept muss unabhängig vom eingesetzten Werkzeug funktionieren. Man kann auch sagen, es muss funktionieren, egal welchen Sinneskanal der Anwender bevorzugt.

geralt / Pixabay

 

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Wilhelm Busch zum Thema Selbstkritik

Ab und zu kann es sinnvoll sein, sich öffentlich einer Selbstkritik zu unterziehen. Warum das so ist, sagt uns Wilhelm Busch:

Die Selbstkritik hat viel für sich.
Gesetzt den Fall, ich tadle mich:
So hab ich erstens den Gewinn,
Daß ich so hübsch bescheiden bin;

Zum zweiten denken sich die Leut,
Der Mann ist lauter Redlichkeit;
Auch schnapp ich drittens diesen Bissen
Vorweg den andern Kritiküssen;

Und viertens hoff ich außerdem
Auf Widerspruch, der mir genehm.
So kommt es denn zuletzt heraus,
Daß ich ein ganz famoses Haus.

Besser geht’s nicht.

 

 

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Tipps für Ihre Stegreifrede

Sie kennen die unangenehme Situation. Sie sitzen nichtsahnend auf einer Jubiläumsfeier, bei einem Familienfest oder einer anderen mehr oder weniger offiziellen Veranstaltung. Und urplötzlich wird die Bitte, nein die Aufforderung, an Sie herangetragen, doch „ein paar Worte“ zu sagen. Und nun sitzen Sie da und kommen nicht raus aus der Nummer.

Stegreifrede nennt der Fachmann das, was die Anwesenden nun von Ihnen erwarten. Zugegeben, oft passiert sowas nicht, aber wenn doch, dann ist guter Rat teuer. John Coleman ist so nett und gibt Ihnen 5 Tips for Off-the-Cuff Speaking völlig kostenlos, doch hoffentlich nicht umsonst. Er rät…

Machen Sie sich schnell eine Struktur

Ich empfehle hier die Dreiteilung aus dem guten deutsche Schulaufsatz: Enleitung – Hauptteil – Schluss. Machen Sie auf einer Serviette ein kurzes Brainstorming, was Sie wann sagen möchten. Fassen Sie zum Schluss noch einmal das Wesentliche zusammen, geben Sie einen kurzen Ausblick oder vermitteln Sie (Glück-) Wünsche, wenn es eine Festrede ist.

Starten Sie mit der Pointe

Überlegen Sie, wie Sie schon in der Einleitung die Zuhörer auf Ihre Seite bringen könnten. Vielleicht eine steile These, eine provokante Frage oder ein Witz. Seien Sie bei letzterem allerdings Vorsichtig. Humor ist nicht jedermanns Sache.

Denken Sie an Ihre Zuhörer

Überlegen Sie, mit welchen Geschichten oder Erfahrungen Ihre Zuhörer „abholen“ können. Dies zeigt, dass Sie Ihr Publikum kennen und es ernst nehmen. Damit fällt es Ihnen leichter, Neues zu vermitteln.

Prägen Sie sich das Was und nicht das Wie ein

Im schlimmsten Fall kann es passieren, dass Sie vor lauter nachdenken über die Form den Inhalt vergessen. Merken Sie sich drei Dinge, die Sie unbedingt „rüberbringen“ möchten.

Fassen Sie sich kurz

Kurt Tucholsky sagte einmal: „Du darfst über alles reden, nur nicht über 15 Minuten“. Dem ist nichts hinzuzufügen. Zwar möchten die Zuhörer gerne etwas hören, aber am liebsten bleiben Sie doch miteinander im Gespräch. Tun Sie ihnen den Gefallen.

Wenn Sie sich eingehender mit dem Thema „Reden aus dem Stegreif“ beschäftigen möchten, dann empfehle ich Ihnen die Hinweise von Bernhard Hohl, Angela Krenger und Melchior Glatthard: Aus dem Stegreif reden (pdf).

 

Übrigens ist „Stegreif“ ein altes Wort für „Steigbügel“. Der berittene Bote musste in kniffeligen Situationen die Botschaft vom Pferd herab vermitteln, aus den Steigbügeln heraus sozusagen.

Da sage noch einer, das Internet mache die Menschen dümmer.

 

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Informationen zum Hirndoping am Arbeitsplatz

Es gab vor einiger Zeit mal eine Reklame für Hustenbonbons, die mit dem Slogan warb:

Sind sie zu stark, bist Du zu schwach.

Manchmal muss ich an diesen Spruch denken, wenn ich die Diskussion über die gestiegenen Zahlen psychischer Erkrankungen verfolge. Bezüglich psychischer Belastung am Arbeitsplatz argumentieren die einen mit zunehmenden Leistunganforderungen, die anderen mit abnehmenden Leistungsvoraussetzungen, je nach der (ideologischen) Brille, durch die sie das Problem betrachten.

Tatsache ist immerhin, dass immer mehr Menschen Medikamente oder sogar Drogen einsetzen, um ihre Leistungsfähigkeit zumindest subjektiv zu erhöhen. Marlen Cosmar und Frauke Jahn haben eine Broschüre verfasst, die das sogenannte „Hirndoping“ näher unter die Lupe nimmt: Hirndoping am Arbeitsplatz – Einflussfaktoren und Präventionsmöglichkeiten für Unternehmen.

In der Publikation wird besprochen:

  1. Wie Hirndoping definiert wird
  2. Inwieweit Hirndoping verbreitet und akzeptiert ist
  3. Welche Risikofaktoren bestehen und was die Motivation für die Einnahme ist
  4. Welche Substanzen die Mittel zum Hirndoping enthalten
  5. Welche verhältnis- und welche verhaltenspräventive Ansätze es gibt

Vielleicht noch einmal zur Erinnerung: Verhältnisprävention ist Vorbeugung die an den Umweltverhältnissen ansetzt, Verhaltensprävention beim Verhalten des Individuums. In der Arbeitssicherheit gilt der Grundsatz:

Verhältnis- vor Verhaltensprävention.

Ich betone dies an dieser Stelle deshalb, weil dieser Grundsatz von so manchen Verantwortlichen gerne vergessen wird.

Wenn Sie sich in kurzer Zeit einen Überblick über das Thema verschaffen wollen, dann ist diese Broschüre genau richtig. Sie können sie kostenlos als pdf-Datei herunterladen. Darüberhinaus ist auch eine einschlägige Literaturliste erhältlich (pdf-Datei).

RonnyK / Pixabay

 

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Schluss mit Social Media!

Ohne dass ich dazu einen großartigen Entschluss gefasst hätte, habe ich mein Engagement auf Facebook drastisch zurück gefahren. Das mag an meiner starken Abneigung gegen FOMO liegen, vielleicht aber auch an den immer unerträglicher werdenden Äußerungen des Facebook-Gründers. Andere Netzwerke wie Instagram, Pinterest oder Google+ habe ich aus Angst vor Verzettelung ohnehin kaum bis gar nicht bedient. So kommt es, dass Twitter das einzige soziale Netzwerk ist, auf dem ich den einen oder anderen Gedanken in die Welt posaune.

Cal Newport, der Autor des Bestsellers Konzentriert arbeiten, ist ebenfalls kein Freund dieser Anwendungen. Seiner Meinung nach sind sie die Hauptstörenfriede für die persönliche Produktivität. Wie er das begründet, können Sie in diesem Video sehen.

Quit social media | Dr. Cal Newport | TEDxTysons

 

BTW: Es gibt für den Vortrag auch deutsche Untertitel.

 

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Richtig Präsentieren: 10 Tipps von Garr Reynolds

Sicher werden viele der Leserinnen und Leser Garr Reynolds als Autor des Bestsellers Presentation Zen kennen. Vor einige Jahren hat er bei TEDxKyoto einen Vortrag gehalten und erklärt Why Storytelling Matters.

Why storytelling matters | Garr Reynolds | TEDxKyoto

 

In einem Artikel mit dem Titel 10 tips for Improving Your Presentations Today listet er die wichtigste Tipps aus dem Vortrag noch einmal auf.

Schalten Sie den Computer aus

Lassen Sie zu Anfang der Präsentationsplanung den Computer aus dem Spiel und benutzen Sie Post-it-Notes und große Wandflächen. Nur so können Sie Ihre Ideen strukturieren und Zusammenhänge erkennen. Ein kleiner Bildschirm zeigt kein „Big Picture“.

Stellen Sie das Publikum an die erste Stelle

Machen Sie Ihre eigene Geschichte zu der Ihrer Zuhörer. Ihre Geschichte muss für sie nachvollziehbar, die Folgerungen daraus schlüssig sein. Dazu sollten Sie sich vor der Präsentation mit Ihrem Publikum auseinandersetzen. Welche Probleme treiben sie um, welche Wünsche und Erwartungen haben sie?

Geben Sie Ihrem Vortrag eine klare Struktur

Mein alter Chef sagte immer, ein Vortrag müsse stringent sein: Schlüssig, nachvollziehbar, zwingend in den Argumenten. Wie ein Vortrag aufgebaut sein kann, zeigt Cliff Atkinson in seinem Buch Beyond Bullet Points. Eine hervorragende Blaupause für Ihre Präsentationen.

Konzentrieren Sie sich auf die Kernbotschaft

Welche Kernbotschaft sollen die Zuhörer mit nach Hause nehmen, was sollen sie sich merken, was sollen sie tun? Verlieren Sie diese Kernbotschaft bei der Planung nie aus den Augen. Darum geht es!

Lassen Sie Unwesentliches weg

Ein Kenner der Zen-Philosophie sagte einmal: „Wenn Du nichts mehr weglassen kannst ohne dass es den Kern verändert, dann ist es perfekt.“ Lassen Sie alles weg, was nichts „zur Wahrheitsfindung beiträgt“. Es lenkt nur ab vom Wesentlichen. Übrigens gilt das nicht nur für Informationen, sondern auch für Designelemente.

Packen Sie das Publikum von Anfang an

Versuchen Sie, das Publikum von Anfang an zu begeistern. Beginnen Sie gleich zu Anfang mit einem Knaller. Die ersten Minuten entscheiden, ob Ihnen die Zuhörer weiter ihre Aufmerksamkeit schenken. Wenn Sie sie an einmal an der Angel haben, dann lassen Sie nicht wieder los.

Benennen Sie einen klaren Konflikt auf

Zeigen Sie auf, welches Problem oder welcher Konflikt gelöst werden muss. Vielleicht gibt es auch andere Hindernisse zu überwinden. Zeigen Sie auf, auf welche Weise dies gelingen kann.

Zeigen Sie eine eindeutige Veränderung

Es muss ein Unterschied bestehen für die Zuschauer zwischen dem, was vor der Rede war und dem, was nach der Rede ist. Wenn kein Delta zu erkennen ist, war der Vortrag verschwendete Zeit. Welche Veränderung im Bewusstsein oder den Handlungen der Zuhörer wird Ihr Vortrag hevorrufen?

Überraschen Sie Ihr Publikum

Das beste Mittel, um die Zuhörer aufnahmebereit zu halten, ist, sie mit Unerwartetem zu überraschen. Oder wie einer meiner Lehrer zu sagen pflegte: Ein Drittel Bekanntes, ein Drittel Neues und ein Drittel Verwirrendes. Wie könnten Sie die Erwartungen Ihres Publikums positiv enttäuschen?

Lassen Sie Ihre Zuhörer fühlen

Zahlen, Daten, Fakten sind die Pflicht, Gefühle sind die Kür. Überlegen Sie sich, wie Sie und Ihr Publikum sich während und nach dem Vortrag fühlen sollen. Gefühle bleiben eher in der Erinnerung als pure Informationen.

Quasi als Zugabe gibt Ihnen Garr Reynolds den Tipp, Sie selbst zu bleiben. Wenn wir uns an berühmte Redner der bundesdeutschen Geschichte erinnern, dann fallen uns Menschen wie Willy Brandt, Franz Josef Strauß oder Herbert Wehner ein. Sie machten viele rhetorische Fehler, hatten aber Charakter. Und genau daran erinnern wir uns. Übrigens ist der Maßstab für Authentizität für mich, wie gut sich der/die Betreffende parodieren lässt. Je leichter die Parodie, desto mehr Charakter.

Gehen Sie doch einmal im Geiste die Redner der heutigen Zeit nach diesem Kriterium durch. Das Ergebnis ist einigermaßen enttäuschend.

 

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Kurznachrichten: Nein sagen, iPhone-Müll, GTD-Büro, Karteikarten, Post-its, Buffet

Der Spickzettel zum Nein sagen

Aus der Transaktionsanalyse kennen wir das Konzept der inneren Antreiber. Menschen, die von dem Grundsatz „Mach es allen recht!“ angetrieben werden, sind oft nicht in der Lage, selbst unberechtigte Wünsche und Forderungen abzulehnen. Daraus kann sich ein unheilvolles Muster entwickeln, das zu dauerhafter Überlastung führt. Anton Pottegard hat einen kleinen Spickzettel zum richtigen Nein sagen veröffentlicht: 8 practical tools to assist you in saying NO! (pdf).

Wie Sie Ihr iPhone von Müll befreien

Egal ob Dachboden, Kofferraum oder Festplatten auf dem Computer: Es scheint ein ungeschriebenes Gesetz zu sein, dass man immer den Platz füllt, den man zur Verfügung hat. Dasselbe gilt auch für das Smartphone. Da es „für Alles eine App“ gibt, sammelt man über die Zeit eine Unzahl mehr oder eher weniger nützlicher Programme an. Spätestens, wenn der Speicherplatz zur Neige geht, wird es Zeit für ein Großreinemachen. Akshata Shanbhag gibt die entsprechenden Tipps für das iPhone.

Wie Sie Ihr Büro GTD-gerecht einrichten

Es gibt sicher unzählige Artikel über David Allen GTD®-Methode, aber nur wenige beschäftigen sich mit der Hardware, die dafür nützlich sein könnte. Hassan Osman füllt die Lücke fürs Büro und gibt uns 14 Tips for Designing a Highly Productive Home Office (GTD Friendly). Für die Qualität des Artikels spricht seine Bewertung durch David Allen höchstselbst: „Very cool.“

Notizen auf Karteikarten und noch mehr

Man sollte es nicht glauben, aber es gab tatsächlich eine Zeit, in der die Menschen ohne den elektronischen Rechenknecht auskommen mussten. Trotzdem waren sie gut organisiert, denn sie hatten hervorragende (analoge) Arbeitstechniken. Von R.B. Byles stammt ein Buch, in dem er 1911 ein ausgeklügeltes Karteikartensystem beschrieb: The card index system; its principles, uses, operation, and component parts.
[via Taking Note]

Das ganze Leben auf Haftklebezetteln

Wie die Teilnehmer meiner Workshops wissen, bin ich ein großer Fan von Haftklebezetteln, wenn Sie nicht zur Organisation der eigenen Arbeit verwendet werden. Man kann mit Post-it-Notes® sogar Philosophie betreiben, wie Chaz Huton zeigt: 20+ Brutally Honest Sticky Notes That Sum Up Your Life.

Lernen von Warren Buffet

Wenn ich recht informiert bin, streiten sich Warren Buffet, Jeff Bezos und Bill Gates jedes Jahr von Neuem darum, wer auf der Rangliste der reichsten Menschen ganz oben steht. Falls Sie selbst in dieser Liga mitspielen möchten, dann lohnt es sich vielleicht, den einen oder anderen Kniff von Warren Buffet abzuschauen. Damit Sie nicht zu viel Zeit damit verlieren, betrachten Sie die Infografik What You Can Learn From Multi-Billionaire Warren Buffett.

 

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Agile is dead!

Eigentlich ist dieser Überschrift ein Widerspruch an sich. Denn entweder ist etwas agil oder eben nicht. Wie auch immer. Dass „Agil tot ist“ behauptet in dem folgenden Video nicht irgendwer, sondern einer der Unterzeichner des Agilen Manifests, Dave Thomas. Den Vortrag „Agile is Dead“ hat Dave Thomas auf der GOTO Konferenz 2015 in Amsterdam gehalten. Mir haben einige Sequenzen durchaus eingeleuchtet, aber sehen Sie selbst:

GOTO 2015 • Agile is Dead • Pragmatic Dave Thomas

 

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Wie Sie mit nur wenigen Ordnern Ihre E-Mails organisieren

In einem meiner Workshops beklagte sich (wieder einmal) ein Teilnehmer über die E-Mail-Flut, der er tagtäglich ausgesetzt sei. Auf Nachfrage nannte er die Zahl von 60 – 80 E-Mails, die an einem Tag in seinem virtuellen Briefkasten landeten. Es ist an dieser Stelle müßig, über den Sinn und Unsinn des E-Mail-Verkehrs in Unternehmen zu diskutieren. Das Thema E-Mail wird uns sicher noch eine ganze Weile begleiten. Noch so gut gemeinte Kollaborationstools helfen nicht, wenn sie nicht angenommen werden. Also bleibt uns nur übrig, mit geeigneten Vorgehensweisen darfür zu sorgen, in der E-Mail-Flut über Wasser zu bleiben.

Nancy Messieh hat sich des Themas angenommen und behauptet: You Only Need 5 Folders to Maintain Inbox Zero for Emails. Wenn Sie ihrem Ratschlag folgen, dann benötigen Sie folgede Ordner:

  1. Action
    Hier hinein kommen die E-Mails, die von Ihnen eine Handlung erfordern.
  2. WartenAuf
    Das ist der Ordner für Nachrichten, bei denen Sie auf eine Antwort oder eine andere Reaktion warten.
  3. Ideen
    In diesem Ordner sammeln Sie die E-Mails, die Sie inspirieren und zu denen Ihnen etwas Interessantes eingefallen ist. Sie sollten sich nur bei Gelegenheit daran erinnern, was für eine Idee das war.
  4. Archiv
    Das ist Ihre Ablage für E-Mais, die Sie aus wichtigem Grund aufheben wollen.
  5. Projekt
    Nancy empfielt weitere Ordner, die bestimmten Projekten zugeordnet sind. Sie können diese Ordner auch weiter unterteilen. Denkbar ist es auch, solche Ordner nach Kunden anzulegen.

Für Nancys Kollegen Ben Stegner ist dieses System nicht einfach genug. Er empfiehlt nur 3 Email Folders You Should Be Using to Keep Your Inbox Organized. Sein Vorschlag:

  1. Follow-Up
    Dies entspricht dem o.a. „Action“-Ordner. Hier müssen Sie etwas tun.
  2. Referenz-Ordner
    Das ist der „Archiv“-Ordner von oben.
  3. Fälligkeit
    Hier hinein sortieren Sie E-Mails, die mit einem Fälligkeitsdatum verbunden sind. Ben empfiehlt dazu die Unterordner „Heute“, „Diese Woche“ und „Dieser Monat“. Sie können aber auch andere Kriterien anlegen, ganz nach Ihren Bedürfnissen.

Wenn Ihnen kein so komfortables integriertes Managementsystem wie Outlook zu Verfügung steht, lohnt es sicher, über solche Konfigurationen Ihres E-Mail-Clients nachzudenken.
Ich selbst benötige bei meiner E-Mail-Organisation nur die Ordner „Eingang“, „Archiv“ und „Gesendet“. Alles andere erledige ich mit den eingebauten Funktionen von Outlook.

Das passt.

 

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12 Gründe für das Unglücklichsein

Von Paul Watzlawick stammt der ewigwährende Bestseller “Anleitung zum Unglücklichsein”. Er gibt in diesem Buch Ratschläge, wie Sie sich nachhaltig selbst das Leben versauen können. Natürlich will er damit das Gegenteil erreichen, paradoxe Intervention nennt das der Fachmann. Marc & Angel zählen in einem Beitrag in ihrem Blog 12 übliche Gründe für das Unglücklichsein auf und geben Hinweise, wie Sie diesen Tücken des Alltags entkommen können: 12 Common Causes and Proven Cures for Unhappiness. Die Hitliste der Miesmacher sieht so aus:

  1. Dem täglichen Leben fehlt es an Sinn
  2. Besessenes Fixieren auf Vergangenheit und Zukunft
  3. Aus der Form sein und sich ungesund fühlen
  4. Sich in nachteiliger Form mit anderen vergleichen
  5. Sich auf das Negative konzentrieren
  6. Vermeiden persönlicher Verantwortlichkeit
  7. Perfektionismus und die Angst vor dem Scheitern
  8. Wenig Selbstbewusstsein
  9. Schulden
  10. Dauernd arbeiten, kaum Zeit zum Spielen
  11. Vernachlässigen persönlicher Beziehungen
  12. Aufschieberitis

Eigentlich ist es ganz einfach. Sie müssen nur das Gegenteil von dem tun, was oben beschrieben wird. Ok, das war ein Scherz. “It’s simple, but not easy”, sagen die Amerikaner. Vielleicht können Sie so vorgehen:

  1. Schauen Sie in der Liste, was Sie am meisten zwickt
  2. Nehmen Sie bewusst wahr, wenn sich der identifizierte Miesmacher bemerkbar macht. Erwischen Sie sich selbst!
  3. Formulieren Sie bewusst zielführende Gedanken, anstatt den Miesmachern zu erlauben, sich in Ihrem Kopf breit zu machen.
    Beispiel Nr. 8: Das kriege ich nie hin. Besser: Das wird schwierig und könnte in die Hose gehen. Aber ich bin so gut vorbereitet, dass ich das wahrscheinlich schaffe.

BTW: Das Buch von Watzlawick lohnt sich nach wie vor.

Hier liest der Meister selbst…

Die Geschichte mit dem Hammer – Paul Watzlawick

 

[Dieser Beitrag erschien zuerst am 18. Oktober 2011 im ToolBlog]

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