Schritte zur Kreativität

Guru Leo Babauta hat in einem älteren, aber immer noch aktuellen Artikel eine kleine Liste von Schritten aufgestellt, mit deren Hilfe Sie kreativer werden können: The Little But Really Useful Guide to Creativity. Ich finde alle Schritte wertvoll, besonders herausstellen möchte ich jedoch:

Don’t consume and create at the same time — separate the processes

Wenn ich etwas gelernt habe in den letzten Jahren, dann ist das. Es ist immer sinnvoll, die Schritte im Ablauf strikt voneinander zu trennen. Sonst kommen Sie durcheinander oder muten Ihrem Verstand zu viel zu. Also immer eins nach dem anderen. Wenn Sie es nicht glauben, fragen Sie Walt Disney oder David Allen.

Just get it out, no matter how crappy that first draft

Perfektionismus hat schon so manche gute Idee getötet. Auch hier gilt: Trennen Sie die Schritte „Ideen finden“ und „Ideen beurteilen“. Dennoch Obacht: Manchmal macht es keinen Sinn, mit einer Idee zu früh an die Öffentlichkeit zu gehen.

Teach and you’ll learn

O ja. Momentan bereite ich mich auf einen Vortrag vor, der die Anwendung der Getting-Things-Prinzipien auf die Teamarbeit behandelt. Es ist erstaunlich, auf welche neuen Einsichten ich dabei gestoßen bin. Schreiben hat übrigens einen ähnlichen Effekt. Wenn man über etwas schreiben will, muss man es durchdenken. Mein verehrter Lehrer Fritz B. Simon sagte mir einmal, das wäre einer der Gründe, warum er Bücher schreibt.

Apply things in other fields to your field, in ways not done before

Ein schwäbisches Sprichwort sagt: „Du musst immer mit den Augen stehlen“. Eine Art Reframing: In welchem anderen Kontext kann man eine Lösung noch verwenden?

Don’t be afraid to be stupid and silly

Das ist ein bisschen das deutsche Problem. In unseren Schulen arbeitet man hart und auch erfolgreich daran, genau das zu ändern. Deshalb ist ein anderer Tipp von Leo so wichtig:

Play with kids

Und dann ein wichtiger Hinweis aus den Kommentaren:

Carry a pen and notepad with you everywhere you go. You’ll never know what’ll inspire you next.

Stimmt, zumindest einen Kugelschreiber, eine Serviette findet sich immer.

AbsolutVision / Pixabay

 

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Freie Icons für alles Mögliche: Mind-Maps, Websites usw.

Die Piktogramme (“Icons”), die von Programmen wie dem Mind-Manager oder XMind mitgeliefert werden, haben mich noch nie vom Hocker gehauen. Wenn Sie Ihre Maps wirklich anschaulich illustrieren oder einfach nur verschönern möchten, dann müssen Sie sich im Internet selbst auf die Suche machen. Sie können sich aber dabei helfen lassen. Von Lea Weitekamp zum Beispiel. In ihrem gleichnamigen Beitrag stellt sie uns Die 15 besten Seiten für kostenlose Icons und Icon-Fonts vor. Die beschriebenen Icons sind aktuell, denn sie sind im hochmodischen Flat-Design gehalten. Leider liegt der Fokus für meinen Geschmack zu sehr auf der Darstellung von Social-Media-Anwendungen. Mir würde es gefallen, wenn mehr ganz normale Objekte dargestellt würden, so wie bei “Free Web Icons” etwa. Damit könnten wir Mind-Mapper mehr anfangen. Aber immerhin, ein Anfang ist gemacht, ein Dankeschön für das kostenlose zur Verfügung Stellen!

Wenn Sie noch mehr Icons benötigen, schauen Sie doch einmal bei FreeIconsWeb vorbei. Aber achten Sie wie immer auf evtl.Urheberrechte.

 

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Was jeder Redner über Menschen wissen sollte

Dr. Weinschenk hat ein Buch geschrieben mit dem Titel „100 Things Every Presenter Needs To Know About People„. In dem Video gibt sie uns 5 davon als Kostprobe:

5 Things Every Presenter Needs To Know About People

 

 

 

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Wie Sie der E-Mail-Flut entgegentreten: 7 einfache Tipps

Ich denke, die Klagen über unnütze und nervige E-Mails sind so alt wie das Medium selbst. Und fast so alt sind die Tipps und Tricks, wie man sich gegen die E-Mail-Flut zur Wehr setzt. Troy Larson hat aus seiner Sicht ein paar kleine Kniffe aufgelistet: 7 Ways to Easily Stop Email Overload. Hier sind sie:

1. Fragen Sie sich, ob eine E-Mail überhaupt die angemessene Kommunikationsform ist

Das kann sich man gar nicht oft genug fragen. Eine Faustregel: Je “kritischer” die Nachricht ist, desto mehr sollte der Kommunikationskanal in Richtung f2f-Gespräch gehen. Grobe Richtung: Wenn unkritisch, dann E-Mail, wenn etwas kritisch, dann Telefon, wenn haarig, dann persönliches Gespräch. Beim E-Mail-Verkehr gibt es keinen Tonfall, keine Mimik und keine Körpersprache!

2. Versetzen Sie sich in die Position des Adressaten

Überlegen Sie genau, welches Wissen und welches Verständnis Sie voraussetzen können. Überfordern und unterfordern Sie Ihr Gegenüber nicht. Was soll am anderen Ende ankommen. Was soll Ihr Partner wissen oder tun? Was soll er/sie begriffen haben. Wenn Sie möchten, dass er/sie etwas tun soll, können Sie das vielleicht im Betreff schon formulieren: “Bitte um Entscheidung, um Rücksprache, um Klärung” usw.

3. Nehmen Sie evtl. Fragen vorweg

Das hängt stark mit 2. zusammen. Versetzen Sie sich in den Empfänger Ihrer Nachricht und fragen Sie sich, was aus seiner Sicht noch offen geblieben sein könnte.

4. Heben Sie Wichtiges hervor

Wenn Sie reine Textmails schreiben, so wie ich, dann können Sie dennoch Worte _unterstreichen_ oder *hervorheben*.

5. Benutzen Sie Vorlagen!

Dieser Tipp folgt dem Grundsatz, wo immer Sie etwas automatisieren können, tun Sie es: Standardtexte, Signaturen, Filter, Regeln usw.

6. Sprechen Sie Ihre Empfänger gezielt an

Sie wissen schon, das leidige Thema CC, FWD und BCC. Überlegen Sie sich bitte genau, an wen die Nachricht gehen soll. Grundsatz: So wenig Empfänger wie möglich, so viel wie nötig. Andernfalls erzeugen Sie genau das sinnlose Rauschen, das Sie selbst ja auch nicht im Briefkasten sehen wollen.

7. Legen Sie Ihre persönlichen Einstellungen für E-Mails fest

Gehen Sie mit gutem Beispiel voran und reden darüber, wie wichtig Ihnen gute E-Mail-Kommunikation ist und welche Kriterien Sie dafür haben. Das gilt besonders dann, wenn Sie Führungskraft sind.

 

Ich glaube, E-Mail ist so schnell nicht totzukriegen. Da werden wohl noch weitere Tipps folgen.

epicantus / Pixabay

 

 

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Eine kleine Geschichte des Zeitmanagements

Heutzutage rümpfen viele Menschen die Nase, wenn man den Ausdruck “Zeitmanagement” verwendet. Zwar hält sich der Begriff im Sprachgebrauch tapfer, aber viele Zeitgenossen sprechen lieber von “Selbstorganisation”, “Selbstmanagement” oder “Aufgabenmanagement”. Solch ein Wandel von Begriffen ist immer auch Ausdruck der Veränderung der dahinter stehenden Grundannahmen oder Glaubenssätze. Auch die Methodik verändert sich. Für mich ist beispielsweise David Allens “GTD®” die Antwort auf die Arbeitsweise des “Knowledge Workers”, die Peter Drucker eingehend beschrieben hat.

Leigh Buchanan und Drew Gannon sind die Autoren einer hübsch aufgemachten Bilderstrecke über die Entwicklung des Zeitmanagements : A Brief History of Time Management.

Sicher kratzt diese Bilderreihe nur an der Oberfläche. Wenn Sie wissensdurstig sind und etwas tiefer tauchen möchten, dann empfehle ich Ihnen diese Artikel:.

Und hier gibt es noch eine schöne Infografik zum Thema:
A brief History of Time Management and Measuring Tools.

 

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Die betriebliche Gesundheitsförderung auf dem Prüfstand

Vor einigen Tagen veröffentlichte Michael Brendler einen Artikel mit dem verstörenden Titel: Betriebliche Gesundheitsförderung bewirkt offenbar nichts. Darin zitiert er die Ergebnisse einer Studie der Harvard Medical School in Boston.
Laut den Forschern zeigte die betriebliche Gesundheitsförderung keine Wirkung hinsichtlich der beobachteten Faktoren

  • Schlafqualität, Nahrungsmittelwahl
  • Gemessenen Werten, wie Cholesterin, Blutdruck und BMI
  • Fehlzeiten und Arbeitsleistung

Warum wundert mich als Sicherheitsingenieur dieser Befund nicht?
Für mich hätte es für diese Erkenntnis keiner aufwändigen Studie bedurft.

Wenn Sie bei einer unserer Berufsgenossenschaften eine Ausbildung zur Sicherheitsfachkraft absolvieren, dann werden Sie immer wieder mit der Maßnahmenhierarchie konfrontiert.

Die Maßnahmenhierarchie benennt fünf Stufen von Maßnahmen, die Sie zur Vermeidung von Gefährdungen ergreifen können. Hierarchisch ist das Modell deswegen, weil die Wirksamkeit von oben nach unten abnimmt.

Wenn Sie jetzt die betriebliche Gesundheitsförderung, wie sie im Artikel beschrieben wird, richtig eingeordnet haben, dann sind Sie auf Stufe 5 gelandet: Den verhaltensbezogenen Maßnahmen. Also bei den Maßnahmen, die die geringste Wirksamkeit aufweisen.

Ich weiß nicht, wie die Lage in den USA aussieht, aber bei uns müsste die Sache eigentlich klar sein:

Verhältnisprävention geht vor Verhaltensprävention

Also genau so, wie es die Maßnahmenhierarchie beschreibt. Anstatt Ernährungsprogramme und Lauftreffs aufzusetzen, sollten die Unternehmer zuerst die Arbeitsplätze hinsichtlich Gefährdungen untersuchen. So sieht es im übrigen auch das Arbeitsschutzgesetz vor. Das Ganze heißt Gefährdungsbeurteilung. Die Berufsgenossenschaft Ihres Vertrauens hilft Ihnen mit umfangreichem Schriftmaterial bei der Durchführung.

Damit wir uns nicht falsch verstehen. Ich habe nichts gegen die betriebliche Gesundheitsförderung. Allerdings würde mich interessieren, welche Firmen mit betrieblicher Gesundheitsförderung die vorgeschriebene Gefährdungsbeurteilung durchgeführt und entsprechende Maßnahmen zur Verhältnisprävention abgeleitet haben.  Es gilt der Grundsatz:

Erst die Pflicht, dann die Kür!

Ich gebe zu, ich bin da nicht allzu optimistisch.

 

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Vorsicht Falle! Kennen Sie diese Verkaufstricks?

Ich will nicht päpstlicher sein als der Papst. Auch wenn ich der Minimalismusbewegung vieles abgewinnen kann, so möchte ich doch nicht ganz auf den Konsum verzichten. In Maßen allerdings, wofür ich für mich einige Kriterien definiert habe. Das für mich wichtigste Kriterium stammt aus Robert Wringhams Buch Ich bin raus: Wege aus der Arbeit, dem Konsum und der Verzweiflung:

Wir müssen nichts konsumieren, wenn wir gelernt haben, mit dem zufrieden zu sein, was bereits da ist.

Ich gebe es zu, das bewusste Verzichten ist ein ständiger Kampf gegen die Versuchung zu kaufen. Industrie und Handel möchten ihn naturgemäß gewinnen und wenden dabei allerlei Tricks an. Will man da nicht ins Hintertreffen geraten, sollte man die Tricks und Kniffe des Gegners kennen. Eva M. Krockow stellt uns in dem Artikel
From “Presuasion” to FOMO: How to Spot 6 Common Sales Traps einige davon vor:

1. Presuasion

Presuasion ist ein Kunstwort des Autoren Robert Cialdini. Zu Presuasion zählen die Maßnahmen, die Händler anwenden, um Sie in vor dem eigentlichen Kauf in die entsprechende Laune zu versetzen. In „Kauflaune“, wie es so schön heißt. Dazu gehören kostenlose Proben, Sektempfang in angenehmer Atmosphäre, persönliche Dankschreiben u.ä.

2. Das Cocktail-Party-Phänomen

Wenn Sie sich auf einer Party unterhalten und irgendwo im Raum Ihren Namen hören, lenken Sie Ihre Aufmerksamkeit automatisch auf dieses Signal. Sie können gar nicht anders. Händler nutzen diesen Effekt durch persönliche Ansprache und personifizierte Angebote. Dadurch bekommen Sie das Gefühl der persönlichen Verbundenheit und der Einzigartigkeit.

3. Preistricks

Sie kennen das, das sind die Klassiker:

  • Preisreduzierungen, die gar keine sind, denn der „ursprüngliche“ Preis wurde zu hoch angesetzt. Hier hilft nur eingehende Preisrecherche.
  • Scheinrabatte, wie „Kauf 2, nimm 3“, obwohl kein Mensch 3 Stück von der Ware braucht.

4. Effekte von Framing

Händler versuchen, ihr Produkt in besonders gutem Licht dastehen zu lassen. Das ist auch legitim. Man kann nun wirklich nicht verlangen, dass die Nachteile eines Produkts herausgestellt werden. Achten Sie deswegen auf versteckte Informationen, auf das, was nicht gesagt wird. Ich hatte das einmal beim Kauf einer Waschmaschine: „Sie können das vor dem Waschgang einstellen“. Kann man das oder muss man das? Sie merken, ein ganz anderer Zungenschlag.

5. Gruppenkonformität

Wenn (fast) jeder das Produkt besitzt und (fast) jeder damit zufrieden ist, wer könnte da widerstehen? Branding funktioniert auf diese Weise. Wenn alle meine Klassenkameraden Sneakers der Marke XY tragen, dann möchte ich auch welche. Das hat immer schon funktioniert, selbst in meiner Schulzeit in den 1970ern mit Turnschuhen, die drei Streifen hatten.

5. FOMO

FOMO ist die Abkürzung von Fear of Missing Out, also die Angst, etwas zu verpassen. Unsere Lieblingsdiscounter arbeiten besonders gern auf diese Weise: „Nur noch diese Woche“. Und wenn Sie dieses Angebot verpassen, dann müssen Sie lange warten, bis es noch einmal kommt. Aber wer weiß, vielleicht gibt es die Ware auch woanders, vielleicht sogar günstiger. Oder vielleicht brauchen Sie sie überhaupt nicht…?

 

All diese Methoden können auch kombiniert werden, die Wirkung addiert potenziert sich dann.

Ich verstehe, wenn Händler ihre Produkte an die Frau und den Mann bringen wollen. Das ist nicht immer einfach und legale Tricks sind sicher nicht verwerflich.
Allerdings ist es ebenso nicht verwerflich, als Kunde diese Tricks zu kennen und entsprechend auf der Hut zu sein.

stevepb / Pixabay

 

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Das Visual Understanding Environment

Wenn Sie mit Concept-Maps arbeiten, dann kennen Sie sicher auch die kostenlose Software Cmap Tools. Mit diesem mächtigen Programm können Sie solche Diagramme erstellen, bearbeiten und verwalten.

Sollten Sie auf der Suche nach einer Alternative zu Cmap Tools sein und möchten darüber hinaus noch die  Vorzüge von Concept Mapping und Mind-Mapping verbinden, dann gefällt Ihnen vielleicht  VUE. VLE steht für Virtual Understanding Environment und wurde von Angehörigen der Tufts University ausgeknobelt. Auf der Website wird das Programm so beschrieben:

The VUE project is focused on creating flexible tools for managing and integrating digital resources in support of teaching, learning and research. VUE provides a flexible visual environment for structuring, presenting, and sharing digital information.

Sie können sich in einer Galerie den Leistungsumfang dieses Programms anschauen. Die Mapbeispiele sind wirklich sehr beeindruckend. Für den Austausch unter den Benutzern sorgen Tweets und ein Blog. Das Programm läuft unter allen drei wichtigen OS-Plattformen.

Für VUE gibt es eine ganze Reihe von Erklärvideos auf YouTube. Wie dieses zum Beispiel:

Visual Understanding Environment Introduction

 

 

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Warum die Vielzweckklemme ihren Namen verdient

Wenn Sie bei dict.cc “binder clip” eingeben, dann bekommen Sie diesen Begriff mit “Vielzweckklemme” übersetzt. Wenn Sie sich immer noch nicht vorstellen können, was das ist, dann werfen Sie für ein erleichterndes Aha-Erlebnis einen Blick auf das Foto. Dort sehen Sie eine ganze Spirale davon.

Das Sie diese Vielzweckklemmen dazu benutzen können, um Ihren Kabelsalat wieder unter Kontrolle zu bekommen, habe ich an dieser Stelle schon berichtet. Whitson Gordon setzt noch einen drauf und beschreibt “Top 10 DIY Miracles You Can Accomplish with a $1 Binder Clip”. Das Thema Klemmen und Kabel kennen wir ja bereits. Darüber hinaus können Sie lernen, wie Sie mit diesem famosen Utensil Schwämme trocken halten oder Flaschen im Kühlschrank oder sonstwo besser stapeln können.

Falls Ihnen das nicht reicht, hier gibt es noch mehr:

Und auf YouTube können Sie eine Unzahl einschlägiger Videos betrachten. Alle etwa in der Art wie dieses:

10 AWESOME LIFE HACKS WITH BINDER CLIPS

 

Sie sehen, hinsichtlich des Nutzwerts kommt die Vielzweckklemme gleich hinter den Haftklebezetteln.

 

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