ApParade: Herein!, MarkDown, Listen, Dateimanager, Bildschirm-Videos, Budgetkontrolle

Seit der letzten ApParade sind wieder einige Tage vergangen. In der Zwischenzeit hat sich einiges an Programmvorschlägen angesammelt. Hier die Apps, die ich für besonders interessant halte:

Die App für Kneipenbesuche während Corona: Herein!

Nein, die Pandemie ist noch nicht vorbei, auch wenn manche Zeitgenossen es aufgrund der Lockerungen glauben. Nach wie vor sind ein paar Vorschriften in Kraft, die verhindern sollen, dass uns eine zweite Welle kalt erwischt. Bei uns in Baden-Württemberg muss man als Besucher einer Gaststätte nach wie vor seine Daten sowie die Uhrzeit für die Einkehr hinterlassen. Mit Papier und Stift ist das etwas mühselig. Einfacher geht es mit dem Smartphone mit der App Herein! von Frank Blome. Wie sie funktioniert, erklärt Jörg Schieb in App statt Zettel: Restaurantbesuche komfortabler machen.

Noch ein Markdown-Editor: Zettlr

Mittlerweile sind die vielen Markdown-Editoren auf dem Markt nicht mehr zu zählen. Auf meinem Windows-Desktop-Rechner verwende ich derzeit WriteMonkey, in der Version 2.7. Mittlerweile ist die Version 3 erschienen, mit der ich mich allerdings noch nicht so recht anfreunden kann. Außerdem teste ich gerade ausführlich Typora, eine App, die ich auch auf meinem Mac nutzen kann. Nun bin ich über Zettlr für Windows gestolpert. Die Macher behaupten, dass Zettlr noch etwas mehr kann als Typora. Wie bereits der Name vermuten lässt, soll Zettlr sogar die Zettelkasten-Methode nach Luhmann unterstützen. Ich kann dazu nichts sagen, denn ich habe diese Methode bis heute nicht begriffen.

Zettlr Introduction: Getting Started

 

Listen in Spaltenform: Columns

Wenn Sie gerne mit Listen arbeiten und die Übersicht behalten wollen, dann sind Sie bei Columns genau richtig. On dieser webbasierten Anwendung ordnen Sie Ihre Notizen, Aufgaben in Spalten an, die sie nahezu beliebig gestalten können. Individuelle Überschriften, Farben. Checkboxes: Alles ist möglich. Sie können mit KollegInnen sogar über einzelne Listenpunkte chatten. Columns ist wirklich ein beeindruckendes Programm!

Die einzige Sorge, die mich bei solchen Umsonst-Apps immer umtreibt: Diese Programme werden von den Betreibern immer wieder auch vom Netz genommen. Und dann stehen Sie da mit Ihren Daten…

Columns.me Review: A new type of checklist app

 

Ein visueller Dateimanager: Cryo

Wenn Sie zu den Mitmenschen gehören, die ihren visuellen Sinneskanal besonders nutzen, dann könnte der Dateimanager cryo für Sie interessant sein. cryo stellt die Dateistruktur auf Ihrem Rechner visuell in Form von Diagrammen dar, die an Mind-Maps erinnern. Auf diese Weise können Sie auf einem Blick die Dateihierarchie auf der Festplatte Ihres Rechenknechts erfassen. Die App gibt es für Windows, Mac und Linux und wird als Freemium-Software vertrieben.

Wenn Sie Windows nutzen und die visuelle Darstellung für Sie nicht so wichtig ist, können Sie den Windows eigenen Fileexplorer auch anderweitig ersetzen. Zum Beispiel ganz kostenfrei mit Files UWP. Eine Beschreibung gibt Ihnen Brendan Hesse in seinem Artikel Replace File Explorer With This Free Windows App.

Bildschirm filmen ganz einfach: Screen Recorder

Wenn Sie einmal auf die Schnelle ein Filmchen von Ihrem Bildschirm aufnehmen wollen, dann müssen Sie nicht extra ein eigenes Programm installieren. Für das Bildschirm-Video zwischendurch brauchen Sie nur Ihren Browser und Screen Recorder. Screen Recorder macht wirklich nur das, was der Name verspricht, nämlich Bildschirmaufnahmen. Dafür ist das Design minimalistisch, die Bedienung einfach.

Wie Ihr Budget kontrollieren: Money for Excel

Ältere LeserInnen werden sich vielleicht daran erinnern, dass es zu urvordenklicher Zeit ein Microsoft-Programm gab, mit dem Sie Ihre Geldbewegungen kontrollieren konnten. Es hatte den einfallsreichen Titel Microsoft Money und wurde 2011 eingestellt. Nun feierte Money seine Auferstehung in Form einer Erweiterung für Excel. Arjun Tomar, stellt die Erweiterung in seinem Beitrag Introducing Money in Excel, an easier way to manage your finances vor. Die Erweiterung gibt es bislang nur für die USA, ob sie mit der deutschen Version von Excel läuft, ist mir nicht bekannt. Vielleicht weiß ein(e) ToolBlog-LeserIn Näheres.

How to use Money in Excel

 

 

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Arbeiten mit Notion: Ein Erfahrungsbericht (Gastbeitrag)

Vor einiger Zeit habe ich auf Twitter gefragt, ob irgendjemand in der Twitterwelt das Notizen-mach-Programm Notion benutzt und Erfahrungen gesammelt hat. Denn mittlerweile mausert sich Notion zum ernsthaften Wettbewerber für den Platzhirschen Evernote.

Erfahrungen sammeln ist das eine, darüber zu sprechen oder gar zu schreiben, das andere. ToolBlog-Leserin Daniela Schulz hat einen umfangreichen Bericht darüber geschrieben, warum sie von Notion begeistert ist und wie sie Notion nutzt. Lesen Sie selbst:

 

Da melde ich mich mal und schreibe Ihnen dazu einige Zeilen. Aus Gründen: ich bin da nämlich schwer von notion angefixt. Notion legt ziemlich zu in den letzten Monaten, im deutschsprachigen Raum scheint es aber noch nicht ganz so bekannt zu sein. Ich benutze es seit Anfang März sehr intensiv. Dass es nun in der Basisversion kostenlos ist, finde ich super. Damit lässt es sich auch das Tool wirklich gut ausprobieren – bei der bisherigen Einschränkung auf 1000 Blöcke war das meines Erachtens nach nicht wirklich möglich.

Also was ist Notion überhaupt? Die Selbstbezeichnung „All-in-one workspace“ hilft einem auch nicht richtig weiter, aber sie stimmt. Notion ist eine sehr vielseitig zu nutzende Anwendung, die allerhand andere spezifische Tools ersetzen kann. Was es für mich einzigartig macht, ist die absolute Gestaltungsfreiheit: ich kann mir meine Arbeitsumgebung so zurecht basteln, wie ich es möchte. Und immer wieder anpassen, wenn sich Bedürfnisse ändern. Das muss man allerdings mögen und auch die damit einhergehende Lernkurve in Kauf nehmen. Wenn man es frisch installiert, benötigt man entweder vorgefertigte Templates, die man einfach duplizieren und verwenden kann oder (und das ist der bessere Weg) man investiert Zeit und Geduld, sich in die Möglichkeiten des Systems einzuarbeiten und entwickelt sein eigenes Tool – das macht Spaß, und ist eigentlich auch nicht schwer – vieles ist intuitiv gestaltet oder so, dass man es rasch versteht und Erfolgs- und Aha-Erlebnisse nicht lange auf sich warten lassen. Dennoch: Notion erfordert etwas Einsatz – das muss man wollen.

Nun ein paar Anwendungsbeispiele:

Strukturiertes Sammeln von Informationen lässt sich mit Notion gut machen. Es kann durchaus als Evernote-Ersatz genutzt werden. Ich habe eine Datenbank angelegt, wo ich alles, was mir an hilfreichen kleinen Dingen im Leben unterkommt, notiere, mit URL, Notiz und Verschlagwortung ablege und dann leicht wiederfinden kann. Auch Bilder und Dateien lassen sich leicht einfügen (Beispiel).

„Habittracking“ ist mit Notion leicht und vielfältig machbar. Welche Dinge habe ich wann, wie oft gemacht? Es lassen sich monatliche Auswertungen automatisiert erstellen (Beispiel).

Aufgaben- und Projektverwaltung ist eine großer Bereich: es lassen sich Termine mit Erinnerungen anlegen, Aufgaben gefiltert anzeigen nach Arbeitsbereichen, Art der Tätigkeit, verfügbarer Zeit oder welchen Parametern auch immer – nichts davon ist vorgegeben, das erstellt man alles selbst. Die Aufgabendatenbank kann man mit einer Projektdatenbank verknüpfen. So lässt sich im Monats- und Quartalsrückblick gut erfassen, was in welchem Projekt geschehen ist. Es gibt einige Youtube-Videos, die zeigen wie sich Todoist durch Notion ersetzen lässt (hier oder hier).

Hervorragend gelöst ist die Möglichkeit, ein und dieselbe Datenbank völlig unterschiedlich darzustellen (und diese Darstellungsformen auch abzuspeichern). Mal als schlichte Liste, als Kanban-Board, als Kalender, als Liste, die nach allen möglichen Parametern gefiltert und sortiert wird, u.v.a. Datenbank können beliebig oft auf einer Seite oder verschiedenen Seiten eingebunden werden. Dennoch bleibt es die eine Datenbank, wo eine Änderung dann überall zum Tragen kommt.

Notion = Evernote + Todoist + Trello + Google Calendar

 

Besonders ist auch, dass jeder Datenbankeintrag zugleich die Funktion einer Seite hat. Das heißt: neben den strukturierten Daten wie Vorname, Nachname, Adresse, etc. kann ich auch unstrukturierte Daten wie Text und Bilder außerhalb der Datenfelder erfassen (z.B. eine Telefonnotiz, o.ä.). Kann man nutzen, muss man aber nicht.

Schwerpunkt für mich ist die Aufgabenverwaltung, die wirklich recht viele Parameter umfasst. In der Darstellung auf der Startseite meines Notion-Systems habe ich aber die allermeisten ausgeblendet – ich sehe nur das, was ich will: das, was ich mit „wichtig“ gekennzeichnet habe, das, was in dieser Woche anliegt, o.ä. Kann also Aufgaben im kirchlichen Ehrenamt auf einer anderen Seite anzeigen lassen, als berufliche Aufgaben. Erfasst werden sie aber alle in einer Datenbank. Ich habe mir eine „Inbox“ eingerichtet, in der ich Aufgaben rasch notieren kann, wenn sie mir einfallen. Diese Inbox gehe ich dann durch und plane und verschlagworte die Aufgaben dann, wenn ich dazu Zeit habe.

Auch die Arbeit im Team ist möglich – das habe ich aber bisher nicht ausprobiert. Es gibt viele Anleitungen auf Youtube, Notion selbst hat einen eigenen Youtube-Kanal mit vielen Videos für Einsteiger. – hier empfiehlt sich auch ein Blick auf die „Featured Channels“, die Nutzungsbeispiele und Tutorials verschiedener AnwenderInnen zeigen.

Abschließend noch zwei Bemerkungen:

Die Möglichkeiten der freien Konfiguration, das Ausloten dessen, was geht – das hat eine kreative Community hervorgebracht. Viele Menschen sind äußerst hilfbereit und stellen ihre selbstentwickelten Templates anderen frei zur (hier eine Auswahl).

Wer Gefahr läuft, sich im Erstellen und Modifizieren der Arbeitsumgebung zu verlieren, der muss bei Notion ein bisschen aufpassen. Es fühlt sich eben durchaus produktiv an, wenn man sich damit beschäftigt, seine Templates und Dashboards zu optimieren. In dieser Hinsicht verführt das Tool zum Prokrastinieren – man ist im Flow und gut beschäftigt, aber erledigt nicht unbedingt dass, was man auf der Todo-Liste stehen hatte.

 

Es scheint so, dass der User mittlerweile tatsächlich die Qual der Wahl hat. Evernote ist nicht mehr allein auf der Welt. Daneben stehen Programme, hinter denen interessante Konzepte stehen wie eben Notion oder auch Roam oder TiddlyWiki.

Man kommt wohl nicht darum herum, sich vor der Wahl für ein Programm zu überlegen, was genau man damit machen will. Das sollte zwar selbstverständlich sein, bietet aber auch keine Gewährleistung für die „richtige“ Wahl, denn meistens merkt man erst beim Gebrauch, was fehlt oder was man gerne anders hätte.

Umso wertvoller sind daher solche Berichte aus der Praxis, die dabei helfen, sich ein Bild über die Philosophie und die Funktionsweise eines Programms zu machen.

Vielen herzlichen Dank, liebe Daniela Schulz, für diesen ausführlichen informativen Erfahrungsbericht!

 

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Internet: Wie Sie sich vom Acker machen

Mittlerweile dürfte es sich bis in den letzten Winkel der Republik herumgesprochen haben: Verglichen mit dem Internet hat ein Elefant ein Gedächtnis wie ein Sieb. Das Internet vergisst nichts und man sollte sich schon überlegen, welche Daten man preiszugeben bereit ist. Schon manchen dürfte ein feuchtfröhliches Partyfoto von der Kandidatenliste für den Traumjob geworfen haben. Vielleicht war es auch nicht ganz so schlimm, aber peinlich allemal. So ein blödes Ereignis kann noch so lang her sein, es besteht immer die Gefahr, dass es einen irgendwann mal wieder einholt.

Aus diesem Grunde wird immer wieder ein Recht auf Vergessenwerden diskutiert, auch digitaler Radiergummi genannt. Allerdings ist bis heute „das Recht auf Vergessenwerden nicht ausdrücklich gesetzlich geregelt. Die Datenschutzgesetze – zum Beispiel in Deutschland – enthalten lediglich Bestimmungen, unter welchen Voraussetzungen personenbezogene Daten zu löschen sind“ (Quelle Wikipedia).

Aber vielleicht können Sie auch selbst etwas tun, so ganz hilflos sind wir nicht.

Zum einen sollten Sie sich vorher überlegen, was Sie ins Netz stellen und was nicht. Bei der Entscheidung helfen Fragen wie:

  • Würden Sie diese Information laut auf einem öffentlichen Platz teilen?
  • Würden Sie dieses Foto jedermann/frau auf der Straße zeigen?

Wenn die Antwort nein lautet oder Sie im Zweifel sind, dann lassen Sie die Veröffentlichung lieber sein.

Zum anderen können Sie auch versuchen sich vom Platz, d.h. aus dem Internet zu stehlen. Wie Sie dabei vorgehen können, zeigt Ihnen Benjamin Walsh in seinem Beitrag 10 Tips to Delete Yourself from the Internet in 2020. Sie erfahren in dem Beitrag unter anderem, wie Sie:

  • ihre Konten bei sozialen Netzwerken oder beim online-Shopping löschen oder deaktivieren
  • das Program Deseat.me einsetzen. Damit überprüfen Sie jede Website, bei der Sie jemals ein Konto erstellt haben um es zu löschen oder zu deaktivieren
  • sich von Seiten, die nur dazu dienen, Daten zu sammeln, entfernen
  • alle persönliche Informationen von Google-Seiten beseitigen

und vieles mehr.

Einige der Maßnahmen habe ich schon ausprobiert, andere wieder nicht. Die Crux dabei: Wie wirkungsvoll die Methoden sind, die Benjamin vorschlägt, lässt sich imo nicht mit Bestimmtheit sagen. Zwar dürften sie zur eigenen Beruhigung beitragen, aber ob Sie wirklich zu einem „Delete Yourself from the Internt“ führen, wage ich dann doch zu bezweifeln. Daher gilt auch hier der Grundsatz:

Vorsicht ist besser als Nachsicht!

Bild von Juraj Varga auf Pixabay

 

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Kaufen! Kaufen! Kaufen!

In dem Buch des berühmten Finanzwesirs meine ich gelesen zu haben, dass eine der größten finanziellen Einnahmequellen darin besteht, gar nicht erst etwas auszugeben (Raucher, höret die Signale!).

Logisch, dass es eine Menge Leute da draußen gibt, die den ganzen Tag nichts anderes tun, als sich zu überlegen, wie sie derartigen Sparsamkeitsanwandlungen wirksam torpedieren können. Skrupel gibt es dabei keine und so kommen auch wissenschaftliche psychologische Erkenntnisse zum Tragen. Der Rubel muss schließlich rollen.

Wenn man die Tricks der das-Geld-aus-der-Tasche-zieh-Spezialisten kennt, dann kann man sich ein wenig vor ihren Nachstellungen schützen. Carly Hallmann stellt eine Infografik vor, die einige dieser Taktiken übersichtlich darstellt: 29 Psychological Pricing Tricks and Tactics Used to Make People Buy More.

 

Diejenigen, die meinen Sparsamkeits-Appell skeptisch betrachten, haben nicht ganz unrecht. Nur Sparsamkeit wird zur Erzeugung von Wohlstand nicht ausreichen. Warum das so ist, können Sie in dem anschaulichen Artikel von Joe Udo nachlesen: No One Ever Gets Rich by Being Frugal.

 

 

Buch zum Thema (Werbung)

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Wichtige Rollen in der Besprechung

Für den Erfolg oder Misserfolg einer Besprechung ist entscheidend, wer daran teilnimmt. Eine Binsenweisheit, vollkommen logisch, oder? Nur fällt bei der Planung einer Besprechung die Entscheidung nicht immer leicht, wen man dazu einladen soll. Die Devise lautet: “So wenig Teilnehmer wie möglich, so viel wie nötig.”

Das einfachste Kriterium für eine Teilnahme stammt von Harrison Owen, wenn ich mich nicht irre. Demnach gibt es nur zwei Gründe, an einem Meeting teilzunehmen:

  1. Man kann etwas lernen (man bekommt wichtige Informationen) oder
  2. man kann etwas zum Thema beitragen.

Wenn beides nicht zutrifft, möge man sich lieber an den Arbeitsplatz begeben und dort einer wichtigeren Beschäftigung nachgehen. Einfach, klar und logisch, oder?

Paul Williams macht es sich nicht ganz so einfach und schlägt vor, unterschiedliche Rollen zur Auswahl der Teilnehmer heranzuziehen: The Seven People Who Need To Be Involved In Your Meetings.

Er nennt folgende Rollen:

  • R esponsible (Zuständige)
  • A ccountable (Rechenschaftspflichtige)
  • S upportive (Unterstützende)
  • C onsulted (Rat gebende)
  • I informed (zu informierende)

Für Strategiebesprechungen oder für ein Brainstorming empfiehlt er, den Kreis auf sieben Rollen zu erweitern:

  • C hampions (selbsterklärend)
  • A udience affected (Betroffene)
  • T asked (Menschen, denen Aufgaben zukommen könnten)
  • B uy-in (Leute, die man auf seiner Seite haben muss)
  • R esponsible (siehe oben)
  • I nformed (siehe oben)
  • O kay (Entscheider)

Nun gut, wenn man die Regel von Owen richtig anwendet, dann geht es auch einfacher.

 

 

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Wie Sie eine Community pflegen

Ich habe lange überlegt, wie ich das Wort „Community“ übersetzen könnte und muss gestehen, mir ist nichts rechtes eingefallen. „Gemeinschaft“ trifft es nicht so richtig, „Gemeinde“ wohl eher. Im US-amerikanischen Kontext wird damit oft das Gemeinwesen angesprochen. Manchmal ist es vielleicht besser, den Ausdruck einfach stehen zu lassen.

Wie auch immer, auf der Website The Community Tool Box lernen Sie ein Vielzahl von Methoden kennen, mit denen Sie Communities bilden und unterstützen können. Sie erfahren auf der Website,

  • wie Sie die Bedürfnisse einer Community herausarbeiten können
  • wie Sie die Ressourcen ermitteln können, die einer Community zur Verfügung stehen
  • wie Sie die Stellgrößen für eine gesunde Entwicklung benennen und benutzen
  • welche Stakeholder es gibt und wie man sie einbeziehen kann
  • auf welche Weise Führung entwickelt wird
  • welche Maßnahmen zur Entwicklung geplant, durchgeführt und wie sie evaluiert werden können

Aufgrund des riesigen Umfangs des Gebotenen ist es sicher hilfreich sich zunächst mit dem Gebrauch der Toolbox zu beschäftigen. Auch hier für gibt es ein eigenes Kapitel.

Die Community Toolbox ist ein Angebot der Universität von Kansas und ist mit den wenigen Einschränkungen der Creative Commons Attribution-Noncommercial-Share Alike 3 frei zugänglich.

Da ich seit diesem Jahr das Ehrenamt des Kirchengemeinderats ausübe, werde ich mich in der nächsten Zeit eingehend mit der Community Toolbox befassen. Ich habe da so eine Ahnung, dass ich dort eine Menge für die Gemeindearbeit lernen kann.

BTW: Ich habe lange überlegt, ob es in Deutschland eventuell ein Gegenstück zur Community Toolbox geben könnte. Vielleicht ist es die Stiftung Mitarbeit zusammen mit dem Wegweiser Bürgergesellschaft und dem Netzwerk Bürgerbeteiligung. Schauen Sie doch einmal vorbei und überprüfen, ob ich richtig liege.

Übrigens hat die Community Toolbox auch einen eigenen YouTube-Kanal, wie könnte es auch anders sein.

 

Bild von Alexas_Fotos auf Pixabay

 

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Kurznachrichten: Agiles Homeschooling, Geschichte, Textanalyse, Cal Newport, Klebepunkte, Heimarbeit

Agiles Homeschooling

Weil Sie das Corona-Virus dazu zwingt, sind viele Familien mit schulpflichtigen Kindern gezwungen, Home Schooling auszuprobieren. Meines Erachtens ist der Ausdruck irreführend, denn Eltern können in unserem Schulsystem LehrerInnen nicht ersetzen. Aber das soll hier nicht diskutiert werden. Ein Team von Agilen Coaches bei Raiffeisen Software hat eine Fibel zum Agile Homeschooling veröffentlicht (Download pdf-Datei). Die Autoren zeigen, welche Prinzipien Sie aus Scrum Meetings in den Hausunterricht übernehmen können.

Geschichte lernen per App

Weil wir gerade beim Lernen sind. App in die Geschichte heißt eine Anwendung, mit der Sie als LehrerIn oder als SchülerIn allerhand Wissenswertes zur Geschichte erfahren können. Wenn Sie auf die App verzichten möchten, auch die Website bietet einige Informationen. Sie können z.B. in einem Archiv mit über 80000 Dokumenten stöbern. Über den Hintergrund der App hat Daniel Bernsen einen Artikel verfasst: Mobiles Geschichtslernen: App in die Geschichte online.

Was taugt Ihr Text? Die Textanalyse der Wortliga

Wenn ich so überlege, dann gehört das Schreiben durchaus zu meinen Haupttätigkeiten. Zwar trägt es nicht direkt zu meinem Lebensunterhalt bei, aber es wirkt Unterstützend bei der Akquise, zum Beispiel über das ToolBlog. Wenn Sie auch ab und zu einen Text verfassen müssen, dann können Sie ihn mit dem Wortliga Textanalyse Tool auf Verständlichkeit, Prägnanz und anregende Sprache analysieren. Falls Sie mit dem Ergebnis nicht zufrieden sind, dann belegen Sie doch einfach den Online-Kurs: Besser schreiben in 43 Minuten.

Das Produktivitätssystem von Cal Newport

Wie die Experten unter den LeserInnen wissen, ist Cal Newport der Autor des Bestsellers Deep Work (deutsche Ausgabe). In einem längeren Video beschreibt er, wie er arbeitet, sich organisiert und seine Produktivität sicherstellt. Sehen Sie selbst:

A Look Inside Cal Newport's Productivity System

Entscheidungsfindung mit Klebepunkten

Sie kennen sicher die Entscheidungsmethode bei der Alternativen bewertet werden, indem man sie mit Klebepunkten „verziert“. Nun gibt es aber keine Methode, die nicht mehr oder weniger heftig kritisiert wird. Dotmocracy ist da keine Ausnahme. Jason Diceman beschreibt in Dotmocracy is Broken, was gegen die Punkt-Kleberei spricht. Mich überzeugen seine Argumente nicht, denn alle diese Nachteile kann man durch ein entsprechend gestaltetes Setting vermeiden. Aber vielleicht wollte er ja auch nur etwas Werbung für seine Feedback Frames machen.

Heimarbeit 2.0: Eine Übersicht

Als ich Kind war, habe ich meiner Tante während eines Besuchs geholfen, irgendwelche Stecker für elektrische Bauteile miteinander zu verbinden. Mit solcher Heimarbeit half sie damals, dass Familieneinkommen aufzubessern. Das ist nun mehr als 50 Jahre her und ich weiß gar nicht, ob heute noch zuhause auf diese Weise Gegenstände hergestellt werden. Heimarbeit gibt es sicher noch, nur anders. Heutzutage benutzt man dazu einen Computer mit Internetanschluss. Eine Übersicht über Möglichkeiten auf diese Weise Geld zu verdienen zeigt MightyMax in How to Earn Money Without a Traditional Job: 150 Apps and Sites for Gig Culture.
Jetzt müssen Sie nur noch die entsprechenden deutschen Angebote finden.

 

 

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Entscheidungshilfe: E-Mail schicken oder nicht?

Es gibt Leute, die behaupten, die beste E-Mail ist die, die gar nicht verschickt wird. Tatsächlich hören wir allerorts das Klagelied über die E-Mail-Flut, in der nahezu jeder Werktätige abzusaufen droht. Um dieser fatalen Entwicklung entgegen zu wirken, habe die Autoren von Co.Design ein nützliches Diagramm veröffentlicht. Es soll Ihnen bei der Entscheidung helfen, ob Sie ein E-Mail verschicken sollen oder nicht: Should You Send That Email? Here’s A Flowchart For Deciding.

 

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Wie Sie einen Mind-Sweep durchführen

Eine der Grundprinzipien der Methode GTD von David Allen lautet “Alles aus dem Kopf”. Grund: Der Kopf ist ein hervorragender Diener, aber ein schlechter Organisator. Er erinnert einen immer zu den unpassendsten Gelegenheiten an Dinge, die noch zu erledigen sind. Die Folge ist Ablenkung, denn ich konzentriere mich nicht mehr auf die Aufgaben im Hier und Jetzt.

Also heißt es mit einem “Mind-Sweep” den Kopf entleeren. Wie das zu bewerkstelligen ist, zeigt uns Mike Vardy: 4 Simple Steps to Brain Dump for a Smarter Brain. Der mentale Kehraus läuft nach Mike in folgenden Schritten ab:

  1. Nehmen Sie Papier und Bleistift zur Hand
  2. Erstellen Sie Ihre Listen
  3. Setzen Sie Ihre Listen auf den Prüfstand
  4. Vervollständigen Sie Ihre Listen

Bei Schritt Nr. 2 empfiehlt Mike, drei verschiedene Listen anzulegen (Notwendig, nützlich, nice to have). Ich halte das für kontraproduktiv. Schreiben Sie vielmehr alles untereinander weg auf und sortieren Sie erst dann in verschiedene Listen, wenn Ihr Gehirn im wahrsten Sinn des Wortes nichts mehr hergibt. Sammeln und ordnen gleichzeitig sorgt in unserem Oberstübchen für Verwirrung und das stört die Kreativität. Meine Empfehlung daher:

  1. Nehmen Sie Papier und Bleistift zur Hand
  2. Schreiben Sie alles untereinander auf (keine Kritik, kein Nachdenken, Bedeutendes, Unbedeutendes)
  3. Sortieren Sie Ihre Listen in “Unterlisten”, wie es für Sie Sinn macht (Projekte, Kontexte o. ä.)
  4. Setzen Sie Ihre Listen auf den Prüfstand
  5. Ergänzen Sie, wo notwendig.

Ich wiederhole: Alles aus dem Kopf und hinein in ein sicheres Organisationssystem (Sie wissen schon: Das “Trusted system”)

 

Bild von khamkhor auf Pixabay

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