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DSGVO für Wald- und Wiesenblogger (4)

Achtung: Dies ist weder eine Rechtsberatung noch eine technische Anleitung! Weder kann ich garantieren, dass die Maßnahmen rechtlich korrekt noch dass sie vollständig sind.

Wer jetzt meint, mit der Überarbeitung seiner/ihrer WordPress-Seite wäre alles erledigt, der täuscht sich. Ein paar Dinge sind noch offen.

Blog auf https umstellen

Das führe ich nur der Vollständigkeit halber auf. Ist beim ToolBlog schon längst passiert. Wie das geht, beschreibt Dr. Katja Flinzner hier oder ein Beitrag von tiefenschaerfe.

Cookies

Es schadet sicher nicht, zum Abschluss noch einmal auf die Browsererweiterungen Ghostery und/oder Privacy Badger zu schauen. Auf diese Weise kann man herausbekommen, wer heimlich von der Website nach Hause telefoniert um das Nutzerverhalten zu melden.
Wie Cookies in Zukunft behandelt werden, ist wohl noch nicht abschließend geklärt, wie RA Max-Lion Keller schreibt. Dennoch sollte weiterhin ein Banner auf die Verwendung von Cookies hinweisen. Welche Möglichkeiten es dazu gibt, zeigt Michelle Retzlaff. Wenn Sie ganz tief in das Thema Cookies einsteigen wollen, dann empfehle ich die Seite What Are Cookies – Computer Cookies Explained.

Datenschutzerklärung

Bis jetzt steht auf dem ToolBlog eine Datenschutzerklärung, deren Text von einem Datenschutzgenerator erzeugt wurde. Dieser wurde dankenswerterweise von RA Dr. Thomas Schwenke zur Verfügung gestellt. Momentan wird er bez. der DSGVO überarbeitet. Ich harre sehnsüchtig auf die Veröffentlichung. Allerdings muss man dieses Mal wohl genauer hinschauen und die eine oder ander Anpassung vornehmen. Kleiner Tipp am Rande: Die IT Logic GmbH empfiehlt Impressum und Datenschutzerklärung mit einem noindex gegen Abmahnungen zu versehen.

Weitere Datenschutzgeneratoren findet man auch bei:

ADV-Verträge

Wenn Sie Dritte beschäftigen, die Ihre Daten weiterverarbeiten, dann handelt es sich um Auftragsdatenverarbeitung (ADV). Mit diesen Dritten müssen Sie einen ADV-Vertrag schließen. Dazu gehört u.a. auch der Provider (bei mir all-inkl). Welche Unternehmen derzeit schon einen solchen ADV-Vertrag bereitstellen, verrät uns wieder einmal Finn Hillebrandt: ADV-Verträge für Blogger: Liste mit Hostern, Newsletter-Tools etc.. Wichtig: Es geht nicht nur um das Internet, sondern auch um andere Unternehmen, die unsere Daten verarbeiten. Also muss man überprüfen, mit wem man noch entsprechende Geschäftsbeziehungen hat. Auch mit ihnen müssen ADV-Verträge geschlossen werden.

Sonstiges Zeug

Es gibt noch andere Dinge zu erledigen, die nicht unbedingt mit dem Bloggen zu tun haben, aber mit meiner Tätigkeit als Freiberufler. Zum Beispiel das Erstellen eines Verzeichnisses von Verarbeitungstätigkeiten. Näheres erfährt man bei Thomas Werning in seinem Artikel DSGVO – und nun ?. Auf jeden Fall zu empfehlen ist die Broschüre Erste Hilfe zur Datenschutz-Grundverordnung für Unternehmen und Vereine: Das Sofortmaßnahmen-Paket.

Weitere Informationen über die Kombination Freiberufler und DSGVO findet man unter:

Überprüfung der getroffenen Maßnahmen

Eine letzte Kontrolle darüber, ob unsere Maßnahmen ausreichend sind, könnte die Antwort auf einen (noch) fiktiven Albtraum-Brief sein. Roman Abashin hat ihn geschrieben: Der DSGVO-Albtraum-Brief: Ein Kunde will an seine Daten. Danke Franziska für den Tipp.

Ein letztes Wort

Mein Freund Detlef Stern, ein ausgewiesener IT-Experte meinte, WordPress DSGVO-sicher zu machen ist alles andere als trivial. Das liegt an den ganzen Plugins, die von dritter Seite gebastelt wurden. Ich denke, da hat er Recht. Man darf gespannt sein, inwieweit die DSGVO in späteren Versionen von WordPress berücksichtigt wird. Über die einzelnen Plug-ins, insbesondere über Jetpack habe ich mich ja bereits ausgelassen.

Ich denke, der Grundgedanke der DSGVO ist richtig. Ob man allerdings Großkonzerne, KMUs oder gar Einzelunternehmer über einen Kamm scheren sollte, ist eine andere Frage. Ein Konzern leistet sich halt einige Rechtsanwälte, die sich um nichts anderes als die Anwendung der DSGVO kümmern. Aus diesem Grund wird sich die Abmahnindustrie überlegen, Konzerne und große Unternehmen anzugehen. Das ist bei uns „kleinen Leuten“ leider anders. Und so liegt die Motivation, die DSGVO einzuhalten, nicht so sehr in dem Respekt vor dem Gesetzgeber, sondern vielmehr in der Angst vor den Abmahnhyänen, seien wir ehrlich. Abmahnungen sind mittlerweile ein lukratives Geschäftsmodell geworden. Die Politik weiß das, unternimmt aber nichts dagegen. Vielleicht schreien wir nicht laut genug. Damit sich das ändert, zeichnen Sie die Petition 77180

Unlauterer Wettbewerb – Reform des wettbewerbsrechtlichen Abmahnwesens vom 08.03.2018
(Zeichnen)

… und noch eine Bemerkung:

<sarkasmus> Als Sicherheitsingenieur wünschte ich mir, dass die zuständigen Stellen bei Umsetzung der Arbeitsschutzgesetzes, insbes. der Gefährdungsbeurteilung, nur halb so sorgfältig vorgingen wie bei der DSGVO. Aber vielleicht ist der Aufwand bei der Überprüfung zu hoch und das Abmahnen schwieriger. </sarkasmus>

darkmoon1968 / Pixabay

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DSGVO für Wald- und Wiesenblogger (3)

Achtung: Dies ist weder eine Rechtsberatung noch eine technische Anleitung! Weder kann ich garantieren, dass die Maßnahmen rechtlich korrekt noch dass sie vollständig sind.

In diesem Beitrag möchte ich mich mit dem Plug-in „Jetpack“ befassen. Man könnte ihn deshalb auch mit „Das Jetpack-Problem“ betiteln.

Leider kann man m.W. die Funktion zur Messung des Besucherverkehrs (Traffic) bei Jetpack nicht deaktivieren. Im Klartext: Sobald sich ein Besucher auf der Seite befindet, geht die Trackerei los. Momentan arbeitet Automattic offenbar mit Hochdruck daran, Jetpack DSGVO kompatibel zu machen. Sollte dies allerdings nicht rechtzeitig klappen, werde ich Jetpack bis auf weiteres komplett abschalten (müssen).

Über mögliche Alternativen für die Statistikfunktion habe ich im letzten Teil der Reihe geschrieben.

Mit dem Abschalten von Jetpack ist leider dann auch gleich ein ganzes Bündel nützlicher Funktionen weg, die ebenso bequem wie leicht einzurichten sind, wie:

  1. Das Jetpack Mobile-Theme
  2. Das Teilen meiner Beiträge automatisch in sozialen Netzwerken
  3. Funktion „Blog folgen“ und „Kommentaren folgen“
  4. Ähnliche Inhalte am Ende des Beitrags anzeigen

Ich gebe zu, dass ich diese Funktionen gerne nutze bzw. genutzt habe. Hier einige Ideen, wie sich die einzelnen Module vielleicht ersetzen lassen.

Das Jetpack Mobile-Theme

Ich weiß, mein derzeit benutztes mobiles Thema sollte responsiv sein. Ist es auch, nur bin ich damit aus verschiedenen Gründen sehr unzufrieden. Deshalb habe ich diese Funktion von Jetpack gerne genutzt. Leider habe ich noch keine vernünftige Alternative gefunden. WPtouchPro ist mir zu teuer. Außerdem hatte ich es schon einmal und wurde durch eine kundenunfreundliche Update-Politik verärgert. David Keulert hat noch eine andere Idee: Minileven Mobile Theme ohne Jetpack nutzen. Allerdings hat das bei mir nicht funktioniert.
Derzeitiger Stand: Ich suche nach einem ähnlich minimalistischen mobilen Theme á la Minileven. Wenn Sie eines kennen, lassen Sie es mich wissen.

Teilen der Artikel in sozialen Netzwerken

Das war eine äußerst bequeme Funktion von Jetpack, die ich sehr vermissen werde. Auch hier habe ich noch keine datenschutzgerechte Methode gefunden. Außer dem händischen Verlinkten natürlich. Aber ich bleibe am Ball.

Andere Funktionen wie Sharing oder Like Buttons sind bei mir schon jetzt nicht mehr im Einsatz. Siehe auch hier den zweiten Teil dieser Artikelreihe.

Funktion „Blog folgen“ und „Kommentaren folgen“

Momentan können Sie dank dieser Funktion ein Abo auf Blogartikel und Folgekommentare abschließen. Das funktioniert sogar wie es soll, nämlich mit Double-Opt-in und einfacher Abmeldemöglichkeit. Die E-Mail-Adressen werden bei wordpress.com gespeichert, wo ich jederzeit Zugriff auf sie habe. Ich weiß also, wo sie stehen und kann sie auf Wunsch sofort löschen. Soweit so gut, aber wenn Jetpack komplett abgeschaltet wird, wird auch diese Funktion abgeschaltet. Momentan denke ich über den Einsatz der Plug-ins Subscribe To Comments Reloaded oder Subscribe to Double-Opt-In Comments nach.
Derzeitiger Stand: Ersatz möglich, aber umständlich. Insbesondere das Abonnieren neuer Artikel via E-Mail ist für mich noch nicht befriedigend gelöst.

Ähnliche Inhalte am Ende des Beitrags anzeigen

Auch dies war eine schöne Funktion, die ich sehr vermissen werde. Als Alternative bietet sich Contextual Related Posts an.

Fazit

Auch wenn ich bei einigen WordPress-Spezialisten Naserümpfen erzeuge: Mir wird Jetpack fehlen. Allerdings gebe ich die Hoffnung nicht auf, dass den Macherinnen und Machern bei Automattic noch rechtzeitig bis Ende Mai das Richtige einfällt. Einige sind in Europa beheimatet, die DSGVO bzw. GDPR dürfte sie deswegen ausreichend beschäftigen. Ich würde mich jedenfalls freuen, wenn sie es bis zum Stichtag schaffen. Nicht ganz uneigennützig, wie ich zugebe.

burntpoet / Pixabay

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DSGVO für Wald- und Wiesenblogger (2)

Achtung: Dies ist weder eine Rechtsberatung noch eine technische Anleitung! Weder kann ich garantieren, dass die Maßnahmen rechtlich korrekt noch dass sie vollständig sind.

Vielleicht der für Blogger wichtigste Punkt der DSGVO ist der Umgang mit den persönlichen Daten der Besucher. Was es damit auf sich hat, erfahren Sie in einer schönen Infografik der Europäischen Kommission.

Kritisch wird es immer dann, wenn es um die persönlichen Daten der Leserinnen und Leser geht. Darunter fällt neben den üblichen Verdächtigen wie Name oder E-Mail auch die IP-Adresse des Nutzers. Für mich gilt damit eine Art hierarchische Maßnahmenliste zur Vermeidung von Ärger:

  1. Gar keine persönlichen Daten erheben
  2. Persönliche Daten erheben, aber vorher um Erlaubnis fragen und jederzeitigen Widerruf ermöglichen
  3. In der Datenschutzerklärung darauf hinweisen, wann, wo und wozu die Daten erhoben werden. Ansonsten s. (2)

Ich gebe zu, als datentechnischer Laie habe ich nicht schlecht gestaunt, als ich gewahr wurde, was so an Daten erhoben wird, von denen ich Naivling gar nichts gewusst hatte. Allerdings habe ich mich als Blogger auch nicht besonders darum gekümmert. Wenn Sie wissen wollen, wer auf Ihrer Seite als irgendwelche Daten trackt, dann schauen Sie im Quelltext nach. Ein anderes nützliches Helferlein ist die Browsererweiterung Ghostery. Für mich haben sich hierbei diese Problemfelder ergeben:

Tracking via Schriftarten

Wenn Sie in Ihrem WordPress-Theme wie ich Google Fonts eingebunden haben, dann gibt es etwas zu tun: Entweder Sie ersetzen die diese durch Systemschriften oder Sie lagern die Fonts auf Ihren Server(-platz) aus. Näheres beschreibt ein Artikel im Privacy Handbuch. Wissenswertes über Google Fonts auch bei:

Nutzerstatistiken

Da ich doch interessiert bin, wie viele Mitmenschen mein ToolBlog besuchen und wozu, habe ich Google Analytics und das Plug-in Jetpack von Automattic im Einsatz. Wenn ich die DSGVO richtig verstanden habe, verarbeiten diese Anbieter die Daten meiner Besucher weiter. Also muss ich mit diesen eine Vereinbarung zur Auftragsdatenverarbeitung treffen. Bei Google geht das, Automattic ist an dem Thema dran. Ich persönlich werde erst einmal meine Google Analytics Konten komplett löschen. Jetpack wird deaktiviert. Um nicht ganz ohne Statistik dazustehen werde ich wohl Statify installieren. Zitat: Es ist konform zu deutschem Datenschutzrecht, da es weder Cookies noch einen Drittanbieter nutzt. Eine Alternative zu Statify könnte WP Statistics sein.

Hier noch einige einschlägige Artikel:

Kommentare und IP-Adressen, das Kontaktformular

Blogs leben durch den Austausch mit den Lesern, der über die Kommentarfunktion erfolgt. Dummerweise wird hierbei von WordPress die IP-Adresse erfasst. Man kann dies durch das Plug-in Remove IP verhindern. Schon installiert!

Bereits gesammelte IP-Adressen müssen aus der Datenbank entfernt werden. Wie das geht, beschreibt Jens Bayer: IP Adressen von Nutzern nicht speichern.

Außerdem hole ich mir in Zukunft das Einverständnis der Leser ab, den Kommentar zu veröffentlichen (Hier wiehert der Amtsschimmel!). Das geht ganz einfach mit dem Plug-in WP GDPR Compliance.

Das Gesagte gilt auch für das beliebte Kontaktformular. Ich habe mich gefragt, warum ich überhaupt eines brauche und werde es von der Seite nehmen. Die E-Mail-Adresse reicht auch. Allerdings: Muss ich für die DSGVO auch schriftlich festhalten, dass über die Signatur des Schreibers die Adresse (persönliche Daten!) u.U. in der Kontaktliste von Outlook landet?. Muss ich dazu auch die Erlaubnis einholen? Fragen über Fragen…

Einbinden von Social Media Buttons und anderer Dateien

Zum Teilen auf den sozialen Netzwerken gibt es die Social Media Buttons (Twitter, Faceboók & Co). Ich habe sie bereits entfernt, denn sie wurden ohnehin nur selten genutzt. Wenn ich mal viel Zeit habe, dann installiere ich vielleicht das Plug-in Shariff Wrapper. Dann klappt es auch mit der Datensicherheit.

Einbinden von YouTube & Co.

Um YouTube datensicherheitstechnisch richtig einzubinden, gibt es einige Möglichkeiten, die hier beschrieben werden:

Ich werde das Plug-in Embed videos and respect privacy installieren. Das Plug-in baut erst eine Verbindung zu Youtube auf, wenn der Nutzer aktiv auf den Abspielen-Knopf klickt.

Ansonsten habe ich noch einige Videos von Vimeo, bestimmte Tweets und Infografiken mit Skripts eingebunden. Ich werde dies durch einfache Textlinks ersetzen. Nützt ja nichts.

Zwei kleine Helferlein: Anti-Spam-Bee und Pretty Links

Zur Abwehr von Spam habe ich Anti-Spam-Bee im Einsatz. Allerdings „sollten die Optionen „Öffentliche Spamdatenbank berücksichtigen“ sowie „Kommentare nur in einer bestimmten Sprache zulassen“ deaktiviert werden“, wie Finn Hillebrandt schreibt.

Außerdem verwende ich auch Pretty Links, die hässliche Bandwurm-Linkadressen verkürzt. Auch das ist laut Finn kein Problem, wenn man durch Ausschalten die Klick-Statistiken unterbindet.

Vielen Dank soweit, nach den Feiertagen geht es weiter.

bis dahin…

Frohe Ostern!

stux / Pixabay

 

2 Antworten

DSGVO für Wald- und Wiesenblogger (1)

Die Spatzen haben es mittlerweile so lange von den Dächern gepfiffen, bis es schließlich selbst Schwerhörige wie ich nicht mehr überhören konnten.

Ab 25. Mai 2018 gilt die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO)

Ich will mich hier weder über das Für und Wider auslassen, noch diese Verordnung in aller epischen Breite erläutern. Im folgenden richte ich mich vielmehr an die Wald- und Wiesenblogger, die so etwas wie das ToolBlog betreiben und einfach nur wissen möchten, was zu tun ist. „Was zu tun ist“ habe ich gerade geschrieben und mir dabei fast den Finger in die Tastatur geklemmt. Natürlich erhebe ich nicht den Anspruch,

  1. rechtsverbindliche Auskunft zur erteilen (ich bin kein Jurist!)
  2. detaillierte technische Anleitung geben (ich bin kein ITler!)
  3. vollständig und ohne Fehler zu sein (ich bin ein Mensch!)

Vielmehr erläutere ich in diesem Beitrag nur mein Vorgehen und meine Schritte, die ich bis zum o.a. Stichtag abgeschlossen haben möchte.

Allgemeine Informationen

Wenn Sie „DSGVO“ in einen Suchmaschine tippen, dann werden Sie förmlich von der Fülle von Suchergebnissen erschlagen. Vielleicht halten Sie sich an das Nächstliegende:

Mir ging es wie Ihnen. Man muss schon mit besonderer Geduld gesegnet sein, um derlei Texte wirklich durchzulesen. Wobei das Lesen allein nicht reicht, denn verstehen muss man sie auch und ableiten können, was das für das eigene Weblog bedeutet. Viele Artikel, die man im Netz finden kann, richten sich an Unternehmen jedweder Größe. Wir sogenannten „kleinen Leute“, die ein mehr oder weniger einfaches Weblog mit WordPress betreiben, müssen da schon näher hinschauen, um geeignete Beiträge zu finden.

Für den ersten Überblick hilft Ihnen vielleicht die Broschüre Erste Hilfe zur Datenschutz-Grundverordnung für Unternehmen und Vereine: Das Sofortmaßnahmen-Paket.

Ansonsten bedanke ich mich bei den Autorinnen und Autoren dieser Beiträge, die mir sehr geholfen haben:

Aus diesen und anderen Artikeln, die ich an entsprechender Stelle verlinken werde (auch hier großer Dank an die Autoren), habe ich mir die Vorgehensweise gebastelt, die ich in mehreren Abschnitten vorstellen möchte. Fragen Sie bitte mich nicht, warum ich das so machen werde. Nähere Informationen finden Sie in den o.a. Quellen oder unter den entsprechenden Links. Ich werde mich auf die Maßnahmen beschränken, die ich für mein ToolBlog zu tun gedenke. Kurz, knapp, knackig.

Bis denne…

Justitia

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Zimbardo’s Zeitparadox im Video

Eines der faszinierendsten Bücher, die ich in den letzten Jahren gelesen habe, ist Philip Zimbardos Die neue Psychologie der Zeit. Ich habe hier im ToolBlog bereits darüber geschrieben: Zimbardos Zeitparadox. Nun habe ich die grafische Zusammenfassung eines Vortrags von Zimbardo gefunden. Autoren sind die Macher von von RSAnimates: The Secret Powers of Time. Sehen Sie selbst:

 

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Tom Peters über Geschwindigkeit

Dieser Tweet von Altmeister Tom Peters spricht mir aus der Seele:

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So schlagen Sie das Suppenkoma

Für die meisten von uns ist die Stunde nach dem Mittagessen die unproduktivste Tageszeit. Manche nennen sie daher auch „Suppenkoma“ oder „Schnitzelstarre“. Komplizierten Aufgaben sollten man dann aus dem Weg gehen, denn es kommt ohnehin nichts Vernünftiges dabei heraus. Vielleicht bekommt das Gehirn zuwenig Sauerstoff, weil der Organismus das Blut in den Verdauungstrakt schickt. Ich weiß es nicht, ich bin kein Arzt.

Vielleicht kann man aber die Not zur Tugend machen, dachte sich Allison Stadd und beschreibt 8 Super-Productive Ways to Beat the Afternoon Slump. Und das können Sie tun:

Betreiben Sie ein wenig Büroyoga oder sonst etwas Gymnastik

Geben Sie nicht der Versuchung nach und hängen Sie herum wie ein Schluck Wasser in der Kurve Hier bekommen Sie von der netten Dame einen Crash Kurs in Büroyoga.

Halten Sie eine Besprechung im Gehen ab

Gehen Sie an der frischen Luft ein wenig Spazieren. Wenn Sie möchten, können Sie dabei sogar eine Besprechung abhalten. Meine sympathische Kollegin Franziska Köppe hat solche Besprechung zu einer regelrechten Methode entwickelt: Walk to Talk. Manchmal ist es aber auch sinnvoll, beim Gehen gar nichts zu machen und einfach die Gedanken schweifen zu lassen.

Trainieren Sie Ihren Denkapparat

Halten Sie mit geeigneten Rätseln und Denksportaufgaben Ihr Gehirn in Schwung. Anregungen finden Sie bei Brain-fit, der FAZ oder Neuronation.

Gehen Sie Ihre Wunschliste durch

Manche kennen die Wunschliste auch unter dem Namen @irgendwann/vielleicht. Gehen Sie doch Ihre Liste einmal durch: Was möchten Sie hinzufügen, was wegstreichen und was möchten Sie in Angriff nehmen?

Lesen Sie Artikel, die auf Ihrer Liste stehen

Wenn ich in den Weiten des Internets unterwegs bin, speichere ich Artikel, die ich später einmal lesen möchte, in Evernote ab. Manche Zeitgenossen benutzen Pocket zu diesem Zweck. Wie auch immer, wie wäre es die „tote“ Zeit zu nutzen, um einen oder mehrere Artikel zu lesen?

Lernen Sie etwas zwischendurch

Ich lerne für mein Leben gerne Sprachen. Ob mit Erfolg, sein jetzt einmal dahingestellt. Meine Programme bzw. Apps, mit denen ich übe, sind duolingo (kostenlos) und busuu (kostenpflichtig). Die Lektionen sind angenehm kurz gefasst und eignen sich daher wunderbar für das Lernen zwischendurch. Derlei Apps gibt es auch für das Smartphone, so dass Sie sich während des Spaziergangs (s.o) zum Büffeln auch auf eine Parkbank setzen können.

Räumen Sie Ihr Smartphone auf

Der Tipp spricht für sich. Entschlacken Sie Ihr Smartphone von Apps, die Sie ohnehin nicht benutzen. Organisieren Sie die Anordnung neu, so dass Sie schnellen Zugriff auf die am meisten verwendeten Apps haben.

Pflegen Sie Ihre Passwörter

Die Welt ist voller Spitzbuben und großer Gefahren. Das gilt auch für den digitalen Raum. Aus diesem Grund sollten Sie immer mal wieder Ihre Passwörter ändern. Damit das einfacher von der Hand geht, können Sie dazu einen geeigneten Passwortmanager wie 1Password (kostenpflichtig) oder KeePass (ummesonscht) verwenden.

Allisons Aufzählung ist bestimmt alles andere als vollständig. Es gibt bestimmt noch viele andere Dinge, mit denen man die Zeit des Suppenkomas sinnvoll gestalten kann.

Was machen Sie während der Schnitzelstarre? Lassen Sie es uns wissen!

maxlkt / Pixabay

1 Antwort

Essen Sie achtsam!

Als ich Ende der 1970er Jahre meine Lehre in der Papierfabrik absolvierte, kochte man in der Kantine streng nach dem Motto: Das Essen soll nicht schmecken, sondern satt machen. Später in der Mensa der Universität war es nicht anders.

In der Zwischenzeit hat sich Gott sei Dank einiges getan. Die Qualität der Speisen hat sich nahezu flächendeckend zum Positiven verändert. Viele Kantinen bieten mittlerweile gesunde und leichte Kost an, eine Salatbar ist fast schon die Regel. Und auch die professionellen Caterer bieten den Mitarbeitern kleinerer Unternehmen durchaus gesundes Essen auf Rädern an.

Dass das Essen für viele dennoch zum gesundheitlichen Problem wird, liegt weniger am „Was“, sondern vielmehr am „Wie“. Oft nehmen wir die Mahlzeiten gar nicht wahr, sondern befinden uns im Autopilot-Modus. Während wir die Zeitung lesen oder die E-Mails auf dem Smartphone checken, nehmen wir die Speisen quasi nebenbei zu uns, denn wir haben ja Wichtigeres zu tun. Wir wollen schließlich die vermeintlich tote Mahlzeit sinnvoll, d.h. produktiv nutzen. Dass diese Essunkultur nicht gesund sein kann, sagt einem schon der gesunde Menschenverstand, belegen aber auch wissenschaftliche Studien.

Sie ahnen bereits, wir landen wieder beim Thema Achtsamkeit. Wie wäre es, wenn Sie den Autopiloten ausschalteten und bewusst, nämlich achtsam die Speisen zu sich nähmen? Auf was es dabei ankommt, beschreibt Olivia Petter in ihrem Artikel: How to Eat Mindfullyi in Eight Simple Steps. Sie empfiehlt

  1. Setzen Sie sich hin zum Essen
    Für mich ist das Essen im Stehen eine Untugend, denn es verbreitet Unruhe. Ich versuche dies, soweit wie möglich zu vermeiden.
  2. Nehmen Sie sich ausreichend Zeit für die Mahlzeit
    Lassen Sie sich nicht hetzen und schlingen Sie nicht. Planen Sie genügend Zeit ein um zu genießen. Wenn Sie essen, dann essen Sie, wenn Sie arbeiten, dann arbeiten Sie. Alles hat seine Zeit! Aus diesem Grund mag ich auch die sog. „Arbeitsessen“ nicht.
  3. Lassen Sie alle elektronischen Geräte ausgeschaltet
    Der Gebrauch von Gadgets, auch von analogen wie der Zeitung, lenkt nur vom Essen ab. Das Essen wird dann zur Beiläufigkeit und das hat diese wichtige Tätigkeit nicht verdient.
  4. Legen Sie die Gabel zwischen den einzelnen Bissen immer wieder ab
    Dieses Vorgehen verhindert das Hineinschaufeln und das Schlingen.
  5. Essen Sie ab und zu in vollkommener Stille
    Konzentrieren Sie sich auf das Essen und versuchen Sie, es mit allen Sinnen wahrzunehmen: Wie sieht es aus, wie duftet es, wie fühlt es sich an, wie schmeckt es?
  6. Lernen Sie, zwischen emotionalem und physischem Hunger zu unterscheiden
    Beantworten Sie die Frage, warum Sie gerade jetzt etwas essen wollen. Haben Sie wirklich Hunger oder wollen Sie etwas knabbern nur um Stress abzubauen?
  7. Fragen Sie sich, inwiefern diese Mahlzeit nahrhaft für Sie ist
    Hier kann es Sinn machen, Lebens-, Nahrungs- und Genussmittel zu unterscheiden. Achten Sie darauf, Genussmittel maßvoll zu verzehren (Sie wissen schon, Schokoriegel, Zucker etc.).
  8. Denken Sie darüber nach, wie Ihre Nahrung hergestellt worden ist
    Nun gut, vielleicht will man das nicht immer wissen. Achten Sie dennoch darauf, ob Sie etwas über die Herkunft der Nahrung und der Art der Zubereitung in Erfahrung bringen können.

Auch wenn ich, wie Sie wissen, ein Anhänger der MBSR und der Achtsamkeit bin, so muss ich gestehen, dass ich diesen Vorschläge auch nicht immer folge, Asche auf mein Haupt. Aber ich bemühe mich und mache Fortschritte.

BTW: Kennen Sie die Rosinenübung? Sie ist ein Klassiker aus dem Bereich MBSR. Wie das geht, zeigt Ihnen dieses Video von und mit Niels Altner. Eine gute Übung, sehr lehrreich, aber gar nicht so einfach.

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Wie man Glück kaufen kann

Über den Zusammenhang von materiellem Wohlstand und Glück ist schon immer spekuliert worden und solange es  Menschen gibt, wird sich wohl daran nichts ändern. Mittlerweile beschäftigt sich mit dem Thema sogar die Wissenschaft in der sogenannten Glücksforschung. Zu Recht wird immer wieder darauf hingewiesen, dass zunächst einmal der Begriff „Glück“ geklärt werden muss, denn sicher sind die Ansichten über ihn so unterschiedlich wie die Menschen, die ihn gebrauchen. Außerdem müsste geklärt werden, was materieller Wohlstand ist: Wann ist genug genug?

Wie auch immer, mittlerweile liegen aus der Glücksforschung ein paar Ergebnisse vor. Dunn, Gilbert und Wilson haben 2011 den Zusammenhang zwischen Geld und Glück untersucht. Die Grundfrage lautete:

Kann man Glück kaufen?

Die Antwort: Ja, man kann. Aber nur, wenn man gewisse Prinzipien befolgt, die Iris van de Pavert in ihrem Artikel Buying Happiness aufzählt:

  1. Kaufen Sie sich Erfahrungen anstatt materielle Güter
    Das ist eine alte Weisheit: Ein Auto oder ein Gadget kann kaputt gehen, eine Reise oder den Besuch eines schönen Konzerts kann Ihnen aber keiner mehr nehmen.
  2. Unterstützen Sie andere anstatt nur sich selbst
    Anderen etwas schenken ist oft befriedigender als selbst beschenkt zu werden oder sich selbst zu beschenken. Man freut sich einfach mit!
  3. Gönnen Sie sich viele kleine Freuden anstatt wenige große
    „Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft“, heißt ein Sprichwort und warum soll das nur für andere gelten. Gönnen Sie sich öfters eine kleine Freude.
  4. Schließen Sie weniger Versicherungen ab 
    (und das in Deutschland!)
    Überlegen Sie, ob Sie tatsächlich jede Versicherung brauchen, indem Sie sich fragen: (1) Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Schaden eintritt und (2) wie groß ist die Tragweite, wenn er eintritt. Vieles relativiert sich dann.
  5. Bezahlen Sie jetzt und verbrauchen Sie später
    Das kann ich nur bestätigen. Meine liebe Frau sagt oft vor Antritt einer Urlaubsreise: „Der Flug ist schon lange bezahlt.“ Wir lehnen uns dann zufrieden zurück, obwohl wir gar nicht wissen, warum.
  6. Beachten Sie die Nachteile Ihrer Wünsche
    Überlegen Sie immer auch, was Sie bekommen, wenn Sie bekommen, was Sie wollen. Oft gibt es unschöne Nebeneffekte, an die Sie gar nicht gedacht haben. Oder wie ein Schlauberger einmal sagte: „Hüten Sie sich vor Ihren Wünschen, sie könnten in Erfüllung gehen.“
  7. Tätigen Sie keine vergleichende Käufe
    Überlegen Sie, was Sie tatsächlich brauchen und das ist es dann. Sicher gibt es immer bessere Dinge, aber in der Regel kosten die auch mehr.
  8. Folgen Sie der Herde anstatt Ihrem Kopf
    Schauen Sie, was anderen Mitmenschen Freude bereitet hat und nehmen Sie dies als Anregung. Mit Verlaub, das halte ich für keine gute Idee, weil dann die Gefahr besteht, Vergleiche zu ziehen. Und das ist aller Unglück Anfang.

Wenn Sie tiefer in die Ergebnisse der Forschung von Dunn, Gilbert und Wilson eintauchen wollen, dann lesen Sie doch ihre Abhandlung If Money Doesn’t Make You Happy Then You Probably Aren’t Spending It Right  (pdf).

Eine andere Quelle, die ich wärmstens empfehlen kann, ist die Bibel. Hier steht einiges drin zum Thema Glück und Reichtum. Stöbern Sie ein bisschen. Sie werden staunen!

pixel2013 / Pixabay

 

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Tausend Jahre wie ein Tag: Vom Umgang mit der Zeit

Ich bin begeisteter Podcast-Hörer. Kürzlich bin ich über einen interessanten solchen gestolpert, der sich mit dem Umgang mit der Zeit beschäftigt: Tausend Jahre wie ein Tag. Autor Hans Michael Ehl stellt vor, wie die Zeit aus der Sicht des Christentum, des (Zen-) Buddhismus und der jüdischen Religion betrachtet wird. Es ist doch erstaunlich. wie viel Gemeinsamkeiten diese Ansätze haben. Es geht um Achtsamkeit, Strukturieren des Tags und um Entschleunigung. Hören Sie selbst:

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