Archiv der Kategorie: WorkLife

Grundlegendes zu Arbeitsrecht & Co

Während des ScrumDays 2018 besuchte ich einen Workshop, in dem die Basics des Arbeitsrechts vermittelt werden sollten. Der Kenntnisstand zu diesem Thema hat mich doch einigermaßen erschreckt. Oder vornehm ausgedrückt: Es ist noch viel Luft nach oben. Offensichtlich hat sich seitdem nicht allzuviel verbessert, habe ich den Eindruck.

Zum eigenen unkomplizierten Aufschlauen möchte ich daher einige Broschüren empfehlen, die sämtlich kostenlos als pdf-Dateien heruntergeladen werden können:

Falls Sie in Ihrem Unternehmen Heimbürotage anbieten, dann emfpfehle ich Ihnen außerdem:

Ich denke, wenn Sie diese Broschüren durchgelesen haben, dann sind Sie erst einmal gerüstet.

BTW: Natürlich bin ich selbst kein Jurist und daher auch kein Arbeitsrechtler. Allerdings hat mir die langjährige Zusammenarbeit mit einem solchen immer wieder gezeigt, wie komplex diese Materie ist. Ein paar Grundkenntnisse können also nicht schaden.

Beim Thema Arbeitssicherheit kenne ich mich als gelernter Sicherheitsingenieur schon besser aus. Insbesondere hinsichtlich der Gefährdungsbeurteilung psychischer Faktoren kann ich Ihnen schon weiterhelfen, wenn Sie wollen.

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

 

Schreibe eine Antwort

Aus dem Antiquariat: Die Anleitung zur E-Mail

Eigentlich dürfte es das Werkzeug E-Mail schon längst nicht mehr gehen. Immer wieder haben die Internet-Auguren ihr Ende verkündet. Doch all die neuen beruflichen und privaten Instant Messenger Dienste haben der E-Mail bislang nicht den Garaus bereiten können. Totgesagte leben bekanntlich länger und so behauptet die gute alte Elektropost nach wie vor ihr Dasein.

Gut ein Vierteljahrhundert (das sind 25 Jahre!!) ist es bereits her, dass Kaitlin Duck Sherwood einen Leitfaden für die richtige Verwendung von E-Mails verfasst hat: A Beginner’s Guide to Effective Email.

Nun besteht der Charme dieses “uralten” Mediums durchaus darin, dass sich in den letzten Jahren im Umgang mit E-Mails nicht allzu viel geändert hat. E-Mail ist E-Mail ist E-Mail. Wenn Sie jedoch den Leitfaden genauer unter die Lupe nehmen, dann werden Sie sich die Augen reiben, wie viel davon noch aktuell ist und wie wenig davon bis heute im Geschäftsalltag umgesetzt wird.

Sie können den Leitfaden auch auf Deutsch lesen. Thorsten Scheffner hat die Übersetzung besorgt: Der effektive Einsatz von E-Mails. Wie alt diese Übersetzung ist, vermag ich nicht zu sagen. Vielleicht können die Designexperten unter den Lesern anhand der Anmutung von Thorstens Website das Alter bestimmen. Ist letztendlich aber auch wurscht, denn sie ist sehr gut lesbar und äußerst informativ. Und das ist schließlich die Hauptsache.

Wenn ich Unternehmer wäre, würde ich diese Anleitung jeder Mitarbeiterin und jedem Mitarbeiter in meinem Unternehmen zu lesen geben. Es würde gewiss nicht schaden!

Bild von manfredrichter auf Pixabay.

 

2 Antworten

Zufrieden sein mit dem, was ist

Der geneigte Leser weiß, dass ich das Buch über das Zeitparadox von Zimbardo und Boyd mit großen Gewinn gelesen habe. Die Lektüre verhalf mir zu einigen neuen Einsichten. Zwei Zeitperspektiven, die uns bei der Lebensführung Knüppel zwischen die Füße werfen können, wenn sie besonders ausgeprägt sind, ist der negative Vergangenheitsbezug und die fatalistische Einstellung zur Gegenwart. Sie kennen vielleicht das entsprechende Kopfkino, das dabei abläuft:

  • Negativer Vergangenheitsbezug: Es ist alles schlecht und schmerzhaft, was ich in der Vergangenheit erlebt habe
  • Fatalistische Einstellung zur Gegenwart: Ich kann ja doch nichts tun. Ich bin den Kräften von außen hilflos ausgeliefert

Die Kombination dieser beiden Perspektiven ist besonders dazu geeignet, uns das Leben zu vermiesen.

Zimbardo und Boyd schlagen eine kleine Übung vor, mit der Betroffene ihren negativen Vergangenheitsbezug allmählich ins Positive rücken können: Schreiben Sie am Ende eines Tages eine Liste auf mit Dingen, für die Sie an diesem Tag dankbar sind. Eine einfache Übung die Wunder wirkt!

Ali Luke hat einen Artikel geschrieben, der in die gleiche Richtung zielt: How to Love the Life You Already Have. In seinem Beitrag gibt er einige nützliche Hinweise, die er unter den Überschriften zusammenfasst:

  1. Genieße das, was Du hast!
  2. Konzentriere Dich auf das Positive!
  3. Lebe im Jetzt!

Nein, es geht nicht um das Schönreden von Problemen und unschönen Umständen.

Es geht um die Würdigung der Ressourcen, die man besitzt und vielleicht gar nicht wertschätzt.

Denn wie heißt es in dem alten Sprichwort, das Ali zitiert?

The grass is always greener on the other side of the fence.

Other Side of the Fence

 

Schreibe eine Antwort

Der Fluch der ständigen Erreichbarkeit

Dass psychische Fehlbeanspruchungen in den letzten Jahren zugenommen haben, pfeifen mittlerweile die Spatzen von den Dächern. Eine Folge davon ist die Zunahme von unerwünschtem Stress, der auf Dauer sogar zu ernsten Erkrankungen führen kann.

Als eine der einflussreichsten Fehlbelastungen nennen Experten immer wieder die zunehmende Entgrenzung von Arbeit und Privatleben. Befördert wird dies insbesondere durch die (Un-) Kultur der ständigen Erreichbarkeit. Dadurch wird es fast unmöglich, die Arbeit nach Feierabend dort zu lassen, wo sie hingehört. An ein „Abschalten“ ist oft nicht mehr zu denken.

Das Problem der ständigen Erreichbarkeit sieht auch die Verwaltungs-Berufsgenossenschaft. In ihrer Mitgliederzeitschrift Certo erschien unlängst der Beitrag Flexibles Arbeiten: Neun Dinge, die Sie klären sollten. In dem Artikel stellen die Autoren neun Fragen, mit denen Sie testen können, wie gesund Ihr Umgang mit erweiterter Erreichbarkeit ist. Die Fragen betreffen die Bereiche:

  1. Kontrolle
  2. Vorhersagbarkeit
  3. Wahrgenommene Vorteile
  4. Regelungen

Wenn Sie die dort gestellten Fragen alle mit „Ja“ beantworten können, dann umso besser. Wenn nicht, dann hilft Ihnen eine einschlägige Broschüre der VBG weiter, die Sie als pdf-Datei kostenlos herunterladen können: Erweiterte Erreichbarkeit – Gut gestaltet im Betrieb.

Die Broschüre besteht aus zwei Teilen. Im ersten Teil geht es darum, zu verstehen, was erweiterte Erreichbarkeit überhaupt ist und welche Auswirkungen sie auf die Gesundheit haben kann. Im zweiten Teil bekommen Sie Hinweise, wie Sie die Erreichbarkeit gesundheitsgerecht gestalten können. Besonders empfohlen wird die Erarbeitung von Maßnahmen im Rahmen eines Workshops mit den Mitarbeitern. Für mich ist es immer wieder erstaunlich, dass man auf dieses wirksame Element der Mitarbeiterbeteiligung immer wieder extra hinweisen muss. Dabei ist die Durchführung gar nicht so schwer. Sie finden in dem Heft sogar einen Vorschlag für ein Drehbuch. Die Folien zum Workshop finden Sie hier.

Bedenken Sie, dass die ständige Erreichbarkeit nur ein Belastungsfaktor von vielen ist. Wenn Sie sicher gehen wollen, dass gesundheitstechnisch in Ihrem Betrieb alles im grünen Bereich ist, dann empfehle ich Ihnen eine vollständige Gefährdungsbeurteilung. Miriam Becker schreibt u.a. darüber in ihrem Beitrag Vorsicht, Überlast!.

Wenn Sie möchten, unterstütze ich Sie sowohl beim Workshop als auch bei der Gefährdungsbeurteilung.

Ich bin schließlich nicht umsonst auch Sicherheitsingenieur. 😉

 

Bild von Mabel Amber, still incognito… auf Pixabay

Schreibe eine Antwort

Freelancer: Zwischen Selbstverwirklichung und Prekariat

Seit 1996 bin ich Freiberufler. Ob ich heute noch einmal die gleiche Entscheidung treffen würde, weiß ich nicht. In den fast 25 Jahren hat sich doch einiges verändert, nicht nur zum Positiven.

Ich glaube jedoch, dass die Position des Freeläncers oder Soloselbstständigen in Zukunft an Bedeutung zunehmen wird. Immer weniger Firmen möchten sich feste Arbeitsverhältnisse „ans Bein binden“, immer weniger Menschen möchten sich einer wie immer gearteten Unternehmenshierarchie unterwerfen. Für mich was die Vorsilbe „frei“ einer der Hauptbeweggründe für die Selbstständigkeit. Der Wunsch nach Selbstverwirklichung war auch für viele meiner Kolleginnen und Kollegen eine gewichtige Triebfedern für diese Entscheidung.

Eines muss jedoch klar sein: Freiberufler zu sein bedeutet mitnichten eine Lizenz zum Geld drucken. Denn je nach Branche und der verbundenen Marktsituation stehen so manche Freelancer mit einem Bein oder manchmal auch mit allen beiden im Prekariat. Leider korreliert die Auftragslage in den seltensten Fällen mit der Arbeitsbelastung. Gerade wer keine Aufträge hat, muss sich darum bemühen und geht nicht selten in schlecht oder gar nicht bezahlte Vorleistung. „Viel Arbeit gabs, doch wenig Brot“, für viele ist dieses Sprichwort bittere Realität.

Unter der Überschrift Zwischen Selbstverwirklichung und Prekariat veröffentlichte die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) die Ergebnisse einer einschlägigen Studie. Untersucht wurden insbesondere „Belastungsfaktoren, Ressourcen und Beanspruchungen bei Soloselbstständigen und Mehrfachbeschäftigten„. Sie können die Studie hier als pdf-Datei herunterladen.

Was den Umgang mit Belastungen angeht, bin ich oft erstaunt, wie leichtfertig „Solopreneure“ mit Ihren wichtigsten Ressourcen, nämlich Gesundheit und Leistungsvermögen, umgehen. Zwar gelten die gesetzlichen Bestimmungen hinsichtlich des Arbeitsschutzes für Selbstständige nur eingeschränkt. Ich empfehle aber dennoch, sich an den gesetzlichen Bestimmungen, sowie an den Vorgaben und Empfehlungen der Berufsgenossenschaften zu orientieren. Ist die Krankheit oder der Burnout erst einmal da, dann ist die Situation noch einmal deutlich schlechter als bei Angestellten. Es gibt zum Beispiel keine Lohnfortzahlung. Wo keine Arbeit, da keine Kohle. So einfach ist das. In diesem Zusammenhang empfehle ich auch, über eine freiwillige Versicherung bei einer Berufsgenossenschaft nachzudenken (Beispiel: VBG). Eine günstigere Versicherung bei Arbeitsunfällen wird man kaum finden.

Und noch etwas: Um die Arbeitsbedingungen zu verbessern, kann man sich organisieren und zusammenschließen. Zum Beispiel im VGSD, dem Verband der Gründer und Selbstständigen Deutschland e.V..

 

So stehen Sie nicht allein auf weiter Flur.

 

Bild von SnapwireSnaps auf Pixabay

0

Schreibe eine Antwort

Die Geschichte des Textmarkers und der Büroklammer

Manchmal denke ich, dass der Nobelpreis völlig überschätzt ist. Die wirklich wichtigen Entdeckungen oder Erfindungen werden viel zu wenig gewürdigt. Es sollte einen Nobelpreis für Alltagsdinge gehen. Zum Beispiel für die Erfindung des Textmarkers. Das Team von Galileo hat dem Textmarker zumindest in einem Filmbeitrag ein Denkmal gesetzt:

Warum leuchtet der Textmarker?

Hier können Sie sehen, wie die Dinger hergestellt werden (vielleicht vorher die nervige Musik ausschalten):

Textmarker STABILO BOSS Original – Die Produktion

 

Wenn Sie auch etwas erfahren möchten über die Entwicklungsstufen der gemeinen Büroklammer und anderer Alltäglichkeiten, dann schauen Sie doch einmal beim Early Office Museum vorbei. Dort erfahren Sie einiges zur History of the Paper Clip. Übrigens ist diese Website eine wahre Fundgrube, Sie finden dort auch Hinweise zu historischen Heftern, Brieföffnern, Bleistiftspitzern und vielem mehr.

Aber auch die Wikipedia liefert allerlei Informationen – wie könnte es auch anders sein? – über

Die Liste kann vermutlich noch endlos fortgesetzt werden.

Meine Lieblingserfindung ist übrigens der Haftklebezettel. Besonders gut gefällt mir die Story hinter der Erfindung dieses genialen Hilfsmittels (hier, hier, hier und nochmal hier).

Wenn Sie weiter an den Geschichten hinter unseren alltäglichen Büroutensilien interessiert sind, empfehle ich Ihnen die Website von Office-Roxx und den dortigen Beiträgen unter dem Tag „History“ (klickstDuhier).

 

Bild von congerdesign auf Pixabay

Schreibe eine Antwort

Planen Sie rechtzeitig Ihre Weihnachtsfeier

Sie können es drehen und wenden, wie Sie wollen, die Vorweihnachtszeit nähert sich mit Riesenschritten, urplötzlich, wie jedes Jahr. Damit verbunden sind die unvermeidlichen Büro-Weihnachtsfeiern. Vielleicht haben Sie dieses Jahr das kurze Streichholz gezogen und sind somit für die Vorbereitung der Weihnachtsfeier für Ihr Büro verantwortlich?

Keine Bange, das ist gar nicht so schwer. Ein Artikel auf WikiHow zeigt Ihnen, an was Sie alles denken sollten: How to Plan an Office Christmas Party.

Und hier ist der Plan:

  1. Entscheiden Sie, wo die Party steigen soll (Büro oder woanders)
  2. Legen Sie einen Termin fest (Es wird Zeit, Leute!)
  3. Laden Sie die Gäste ein (Vorsicht, Falle!)
  4. Wählen Sie ein Motto (das ist amerikanisch, wir haben schließlich nicht Fasnet)
  5. Gibt es besondere Überlegungen für die Speisen (Achtung! Vegan verbreitet sich gerade in Windeseile)
  6. Welche Getränke soll es geben? (Nichts „Hartes“, manche Kollegen könnten peinlich werden)
  7. Gibt es ein Unterhaltungsprogramm und wie soll es aussehen? (Wichteln? 😉 )
  8. Wer bezahlt das Ganze?

Der 8. Punkt wurde von mir eingefügt. Aus Erfahrung.

Sie merken schon, so eine Weihnachtsfeier birgt eine Menge Fallstricke und Konfliktstoff. Da heißt es, umsichtig zu Werke gehen.

Pexels / Pixabay

 

 

1 Antwort

Warum Sie in der Regel eben doch Ihrem Bauch trauen sollten

“Bauch oder nicht Bauch?”, das ist hier die Frage. In einem Artikel auf seinem Blog will Scott Berkun den Nachweis führen, warum “Always trust your gut” (“Verlass Dich immer auf Deinen Bauch”) kein guter Ratschlag ist: Should you always trust your gut?

In dem Artikel erklärt er auch, warum:

  1. Unsere Instinkte können widersprüchlich reagieren
    Gemeint ist hier die Angst vor dem Ja-Wort im Standesamt, obwohl man sich auf diesen Moment eigentlich freut.
    Mag sein. Und dennoch. Es geht hier beim Bauchgefühl nicht um Momentaufnahmen. Wenn mich vor einem wichtigen Ereignis immer und immer wieder Zweifel plagen, dann sollte ich sie ernst nehmen. Es geht nicht um den Augenblick, sondern um ein gewisses Grundgefühl. Ein typischer Fall ist die Beförderung. Eigentlich sollte ich mich darüber freuen, aber es quält mich ein Unbehagen, das nicht auszuräumen ist. Wenn dem so ist, dann sollte ich mich fragen, woher das Bauchgefühl kommt.
  2. Wir kennen uns selbst gar nicht so gut
    Das stimmt. Das Meiste schlummert eben im Unbewussten. Und gerade deshalb ist es ja so wichtig, in sich hineinzuhören, ob vom Bauch nicht wichtige Impulse kommen.
  3. Instinkte hängen von Situationen ab
    Das ist richtig. Und hier zeigt sich, dass es nicht zweckmäßig ist, Instinkt mit Bauchgefühl gleichzusetzen. Instinkt ist nicht Intuition. Instinkt liegt im Reptilienhirn und gehört zu unserem Überlebensprogramm.
  4. Manche unserer Instinkte sind besser ausgebildet als andere
    Mag sein, aber siehe 3.
  5. Gutes Urteilsvermögen rührt von Fehlern her, die wiederum von schlechtem Urteilsvermögen kommen
    Klar, man bildet (teilweise) aufgrund von Erfahrungen sein Bauchgefühl aus. Wenn die Batterie etwas abgeben soll, dann muss man sie vorher laden.
  6. Daten stechen Speicher
    Was Scott hier beschreibt, hat für mich nichts mit Pro oder Contra Bauchgefühl zu tun. Was will er mir damit sagen?
  7. Man kann aus den falschen Gründen Erfolg haben und Misserfolg aus den richtigen
    Ach ja, was ist “falsch” und was ist “richtig”? Auch das hat m. E. nichts mit dem Bauchgefühl zu tun.

Meine Folgerungen?

So sehr ich Scott Berkun schätze, aber hier hat er sich meiner Meinung nach vergaloppiert. Zum ist das Gleichsetzen von Bauchgefühl und Instinkt für mich nicht sinnvoll. Zum anderen zählt er Dinge auf, die nichts über Vor- und Nachteile von Bauchentscheidungen aussagen. Ich kann verstehen, dass es besonders den “Kopfgesteuerten” unter uns schwerfällt, die Überlegenheit des Bauchgefühls zu akzeptieren. Vielleicht hilft ihnen die Lektüre von Gigerenzer weiter.

Bauchentscheidungen: Die Intelligenz des Unbewussten und die Macht der Intuition (Taschenbuch)
by Gerd Gigerenzer

Price: EUR 10,00
42 used & new available from EUR 10,00
(0 customer reviews)

Für mich ist die Sache klar. Ich höre auf meinen Bauch. Denn die Entscheidungen, die ich in meinem Leben mit dem Kopf getroffen habe, gingen alle ordentlich in die Hose. Das heißt aber nicht, dass ich meinen Kopf ausschalte. Lassen Sie es mich auf auf folgende Formel bringen:

Vorbereitet werden die Entscheidungen mit dem Kopf, getroffen mit dem Bauch!

Wie so oft im Leben heißt die Devise “Sowohl als auch” und nicht “Entweder oder”. Ähnlich sieht es Scott wohl letztlich auch, wenn ich den Kommentarthread zu seinem Artikel richtig interpretiere.

 

 

Bücher zum Thema (Werbung)

Schreibe eine Antwort

Das Gegenskript zur Bekämpfung ungebetener Anrufe

Kürzlich ist es wieder passiert. Ich sitze gerade konzentriert bei der Arbeit, ein Pomodoro ist zur Hälfte abgelaufen und dann klingelt das Telefon.

Ärgerlich genug, aber dann ist auch noch jemand am anderen Ende der Leitung, der wissen will, ob man sein Geld (welches Geld?) sinnvoll angelegt hat oder ob man den Stromanbieter wechseln möchte. In letzter Zeit habe ich öfters Anrufe der Vereinigten Medien bekommen, mit denen ich nun wirklich nichts mehr zu tun haben möchte. Normalerweise lege ich bei derartigen Anrufen schnell auf und sperre die Nummer in meiner FritzBox.

Wenn Ihnen diese technische Lösung zu einfach ist und bei Ihnen der Ärger richtig hochkocht, dann können Sie sich auch anders wehren.

Wie wir wissen, benutzen die professionellen Nervensägen ein Skript, mit dem sie uns systematisch zu überrumpeln hoffen. Was liegt also näher, zur eigenen Verteidigung mit grimmigem Lächeln ein Gegenskript zu verwenden?
Mir leider unbekannt gebliebene Autoren haben ein solches Gegenskript entworfen und ins Netz gestellt. Sie können es als pdf-Datei herunterladen.

Klar, das Sperren ungebetener eingehender Anrufe ist einfacher, macht aber bestimmt nicht so viel Spaß. Aber ich gebe zu, ein bisschen gemein ist das Skript schon und das Tätigen von Anrufen zur kalten Akquise ist bestimmt auch kein Zuckerschlecken.

Schreibe eine Antwort

12 Gründe für das Unglücklichsein

Von Paul Watzlawick stammt der immerwährende Bestseller “Anleitung zum Unglücklichsein”. Er gibt in diesem Buch Ratschläge, wie Sie sich nachhaltig selbst das Leben versauen können. Er will damit das Gegenteil erreichen, paradoxe Intervention nennt das der Fachmann. Marc & Angel zählen in einem Beitrag in ihrem Blog 12 übliche Gründe für das Unglücklichsein auf und geben Hinweise, wie Sie diesen Tücken des Alltags entkommen können: 12 Common Causes and Proven Cures for Unhappiness. Die Hitliste der Miesmacher sieht so aus:

  1. Dem täglichen Leben fehlt es an Sinn
  2. Besessenes Fixieren auf Vergangenheit und Zukunft
  3. Aus der Form sein und sich ungesund fühlen
  4. Sich in nachteiliger Form mit anderen vergleichen
  5. Sich auf das Negative konzentrieren
  6. Vermeiden persönlicher Verantwortlichkeit
  7. Perfektionismus und die Angst vor dem Scheitern
  8. Wenig Selbstbewusstsein
  9. Schulden
  10. Dauernd arbeiten, kaum Zeit zum Spielen
  11. Vernachlässigen persönlicher Beziehungen
  12. Aufschieberitis

Eigentlich ist es ganz einfach. Sie müssen nur das Gegenteil von dem tun, was oben beschrieben wird. Ok, das war ein Scherz. “It’s simple, but not  easy”, sagen die Amerikaner. Vielleicht können Sie so vorgehen:

  1. Schauen Sie in der Liste, was Sie am meisten zwickt
  2. Nehmen Sie bewusst wahr, wenn sich der identifizierte Miesmacher bemerkbar macht. Erwischen Sie sich selbst!
  3. Formulieren Sie bewusst zielführende Gedanken, anstatt den Miesmachern zu erlauben, sich in Ihrem Kopf breit zu machen.
    Beispiel Nr. 8: Das kriege ich nie hin. Besser: Das wird schwierig und könnte in die Hose gehen. Aber ich bin so gut vorbereitet, dass ich das wahrscheinlich schaffe.

BTW: Das Buch von Watzlawick lohnt sich nach wie vor zu lesen. Hier liest der Meister selbst…

 

Anleitung zum Unglücklichsein – Paul Watzlawick

 

 

Schreibe eine Antwort