Archiv der Kategorie: WorkLife

Tausend Jahre wie ein Tag: Vom Umgang mit der Zeit

Ich bin begeisteter Podcast-Hörer. Kürzlich bin ich über einen interessanten solchen gestolpert, der sich mit dem Umgang mit der Zeit beschäftigt: Tausend Jahre wie ein Tag. Autor Hans Michael Ehl stellt vor, wie die Zeit aus der Sicht des Christentum, des (Zen-) Buddhismus und der jüdischen Religion betrachtet wird. Es ist doch erstaunlich. wie viel Gemeinsamkeiten diese Ansätze haben. Es geht um Achtsamkeit, Strukturieren des Tags und um Entschleunigung. Hören Sie selbst:

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Tipps für den Morgenkaffee und wie Sie sonst noch wach werden

Wenn ich manchmal meine Timeline bei Twitter morgens überfliege, dann fällt mir die Vielzahl von Tweets auf, in der die Nutzer laut und überdeutlich die Vorzüge des Morgenkaffees preisen. Da werden die merkwürdigsten GIFs, Bilder und Zitate bemüht, um das dunkle Heißgetränk zu preisen. Kaffee als Kult sozusagen.

Jeremy Anderberg beschreibt in seinem Artikel 7 Ways to Level Up Your Morning Coffee Routine, wie Sie Ihren Morgenkaffee zusätzlich aufpeppen können. Er schlägt vor:

  1. Verwenden Sie eine Kaffeetasse, die eine Bedeutung für Sie hat
    Anstatt eines beliebig austauschbaren 08/15-Stück eine Tasse mit einer besonderen Form oder einem aussagekräftigen Aufdruck. Ein Unikat eben.
  2. Heizen Sie die Tasse vor
  3. Brauen Sie Ihren Kaffee aus Bohnen, die Sie selbst frisch gemahlen haben
  4. Probieren Sie verschiedene Brühvarianten aus
  5. Versuchen Sie Aromazusätze oder alkoholische Zugaben
    Für unseren europäischen Geschmack dürfte dieser Tipp wohl eher nicht zutreffen. Und Alkohol währende der Arbeit geht sowieso nicht. Also kein Irish Coffee am Arbeitsplatz!
  6. Steigern Sie Ihren Testosteronspiegel mit Butter im Kaffee (!)
  7. Rösten Sie Ihre eigenen Bohnen

Wenn Ihnen der eine oder andere Tipp nun doch etwas schräg vorkommt, dann gibt Ihnen Jeremy in seinem Beitrag umfangreiche Informationen zum Hintergrund, teilweise auch mit weiterführenden Links.

Ich selbst trinke aus verschiedenen Gründen so gut wie gar keinen Kaffee mehr. Zum Wach werden schon gar nicht. Lieber schlafe ich etwas länger. Falls Ihnen das nicht möglich ist und Sie dennoch auf Kaffee verzichten möchten, dann gibt Ihnen vielleicht das Video von AsapSCIENCE ein paar nützliche Hinweise: 7 Tips To Wake Up Without Coffee.

Ich habe mir vorgenommen, mir die Tipps einmal genauer anzuschauen. Auch bei mir funktioniert das mit dem längeren Schlafen nicht immer, denn selbst ich muss manchmal früh raus.

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OpenSpace zur Strategieentwicklung

Wie die geneigten Leserinnen und Leser (gar nicht) gemerkt haben, habe ich in der ersten Woche nichts zu Papier in den Blog gebracht. Der Grund war sehr angenehm für mich: Ich durfte wieder einmal einen OpenSpace begleiten. Es ging bei der Veranstaltung um Stratiegieentwicklung bei AX Semantics. Kurz das Fazit von meiner Warte aus:

  • Lasst Menschen über die Dinge nachdenken, die ihnen am Herzen liegen. Fragt die Leute einfach und nehmt sie ernst, dann kommen die Lösungen von alleine. Es war faszinierend mit anzusehen, mit welchem Engagement und welcher Konzentration die Menschen zusammenarbeiten. Da braucht man kein Motivationsgedöns.
  • Die Menge an Themen, die im OpenSpace bearbeitet werden, ist beeindruckend. Am Dienstag bearbeiteten rd. 30 Teilnehmer 16 verschiedene Themen.
  • Es ist wichtig dafür zu sorgen, dass die Themen am Ende der Veranstaltung so aufbereitet werden, dass nahtlos mit/an ihnen weitergearbeitet werden kann. Das ist gelungen, wie ich finde.
  • Zwischen Barcamp und OpenSpace gibt es tatsächlich Unterschiede, die den Unterschied machen. Ohne den Diskurs der vergangenen Wochen noch einmal aufgreifen zu wollen, fühle ich mich in meiner Ansicht bestätigt.

Danke dem sympathischen Team von AX Semantics für die Gastfreundschaft und das erwiesene Vertrauen!

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Vom Umgang mit schwierigen Kollegen

Wir kennen sie alle, die Zeitgenossen, die uns tierisch auf den Geist gehen. Wir selbst gehören natürlich nicht dazu, denn wir sind ja edel, hilfreich und gut.

J.D. Meier, der Autor des Buches Getting Results the Agile Way, identifiziert Ten Types of Difficult People und gibt Tipps, wie wir, die Guten, mit ihnen umgehen können. Die zehn Typen sind:

  1. Der Panzer
    Menschen, die ohne Rücksicht auf Verluste alles niederwalzen, was sich ihnen in den Weg stellt (Tipps zum Umgang)
  2. Der Heckenschütze
    Menschen, die mehr oder weniger heimlich darauf lauern, dass andere einen Fehler machen und dies nutzen um sie dann schlecht aussehen zu lassen (Tipps zum Umgang)
  3. Der Alleswisser (aka Klugscheißer)
    Diese Leute korrigieren immer und überall, auch die kleinsten Fehler und das mit einer großen Portion Überheblichkeit. J.D. Meier hält sie für die Schwierigsten der Schwierigen und gibt diese Tipps zum Umgang
  4. Die Leute, die sich für Alleswisser halten (aka Klugscheißer light)
    Labertaschen hat oder wie der Volksmund sagt: „Große Klappe und nichts dahinter“.
    (Tipps zum Umgang)
  5. Die Handgranate
    Leute, die plötzlich und unerwartet explodieren (Tipps zum Umgang)
  6. Der Ja-Sager
    Menschen, die immer zu allem Ja und Amen sagen. Meist wollen sie damit Konflikten aus dem Weg gehen. (Tipps zum Umgang)
  7. Die Indifferenten 
    Menschen, die sich nicht festlegen wollen und daher keine Entscheidungen treffen können.
    (Tipps zum Umgang)
  8. Menschen, die gar nicht in Erscheinung treten (aka die grauen Mäuse)
    Wir kennen Sie von Besprechungen. Sie sitzen nur da und tragen nichts zur Wahrheitsfindung bei. Menschliche Hüllen sozusagen. (Tipps zum Umgang)
  9. Der Nein-Sager
    Das Gegenstück  zu Nummer (6). Egal, wie vernünftig ein Argument oder ein Vorschlag ist, sie lehnen es/ihn ab. (Tipps zum Umgang)
  10. Der Jammerfritze
    Diese Klagenden sind oft gar nicht an der Lösung des beklagten Problems interessiert. Dann müssten sie nämlich aufhören zu jammern und das wollen sie nicht. (Tipps zum Umgang)

Grundsätzlich halte ich das Stecken von Menschen in vorgefertigte Schubladen für problematisch. Vielleicht können aber diese Typisierung und die Schlüsse doch den einen oder anderen Hinweis zum richtigen Umgang mit schwierigen Zeitgenossen geben.

J.D. Meier bezieht sich in seinen Ausführungen übrigens auf die Autoren Dr. Brinkman and Dr. Rick Kirschner und ihr Buch In Dealing with People You Can’t Stand: How to Bring Out the Best in People at Their Worst. Ich glaube, ich werde mir das Werk einmal näher anschauen.

Wenn Sie deutsche Lektüre bevorzugen, dann empfehle ich Ihnen das Buch von Claudia Hochbrunn Ein Arschloch kommt selten allein: So werden Sie mit schwierigen Zeitgenossen fertig, das ich hier besprochen habe.

 

Falls sie sich noch unsicher sind, ob Ihr Kollege wirklich ein A-loch ist, dann können Sie es schnell herausfinden. Folgen Sie einfach dem Flowchart aus einem Beitrag von Erik Devaney: Is Your Coworker Actually an A-hole? Hier ist es:

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Leiden Sie an Nomophobie?

Keine Sorge, ich habe den Ausdruck „Nomophobie“ auch erst jetzt kennengelernt. Offensichtlich ist es gerade in Mode, für jede Marotte eine Krankheitsbezeichnung zu erfinden. „Orthorexie“ ist auch so eine Beispiel.

Nun also Nomphobie. Er steht für „Nomobile-phone phobia„, Wikipedia weiß natürlich Bescheid:

Als Nomophobie bezeichnet man die Angst, ohne Mobiltelefon unerreichbar für soziale und geschäftliche Kontakte zu sein.

Wenn Sie wissen wollen, ob Sie selbst unter Nomophobie leiden, dann können Sie einen kleinen Test machen, den Ihnen das PsyBlog in dem Beitrag The Nomophobia Test: Fear of Being Without Your Mobile Phone zur Verfügung stellt. Es werden Ihnen eine Reihe von Statements vorgelegt, die Sie auf einer Zustimmungsskala von 1 (sehe ich völlig anders) bis 7 (stimme ich vollkommen zu) bewerten können. Je höher die Summe der Zustimmungswerte, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie die Nomophobie am Wickel haben.

Ob dieser Test tatsächlich ernst zu nehmen ist, kann ich nicht beurteilen. Ganz von der Hand zu weisen ist die Seriosität wohl nicht, denn die Autoren des Artikels berufen sich auf eine wissenschaftliche Studie.

Wie auch immer. Wenn man das Verhalten manchen Zeitgenossen betrachtet, fragt man sich schon manchmal, ob das noch mit rechten Dingen zugeht. Ich denke zum Beispiel daran, dass gefühlte 0,3 Sekunden nach der Landung manche Fluggäste schon Ihren Sprechknochen am Ohr haben.

Ein kleiner Tipp: Falls Sie in dem Test herausgefunden haben, dass Sie tatsächlich Nomophobie haben, dann lassen Sie doch beim nächsten Spaziergang oder beim nächsten das Mobiltelefon einfach absichtlich zu Hause. Sie werden sehen, es geht!

Skitterphoto / Pixabay

 

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Infografik: Wie Sie auf Konferenzen FOMO entgehen

Über FOMO habe ich bereits im ToolBlog geschrieben. Wie Sie sich vielleicht erinnern, ist FOMO die Abkürzung von Fear OMissing Out und bezeichnet laut Wikipedia

eine Form der gesellschaftlichen Beklemmung/Angst/Besorgnis. Das Phänomen beschreibt die zwanghafte Sorge eine soziale Interaktion, eine ungewöhnliche Erfahrung oder ein anderes befriedigendes Ereignis zu verpassen und nicht mehr auf dem Laufenden zu bleiben.

Auch ein entsprechende Infografik zur FOMO habe ich im ToolBlog bereits zitiert.

Sicher waren Sie schon auf größeren Events, wo mehrere Sessions oder Präsentationen parallel abgehalten wurden. Tatsächlich ist gerade bei solchen Veranstaltungen die Gefahr sehr groß, dass Sie nach der Qual der Wahl

  • bezweifeln, die „richtige“ Session zu besuchen
  • befürchten, die „richtige“ Session verpasst zu haben

Verstärkt wird dieses Gefühl noch dadurch, wenn Sie aufgrund einer Überfüllung des Saales gar nicht mehr zu der gewünschten Session eingelassen werden, wie das bei der re:publica leider öfters passiert. Ein gutes Mittel gegen die dann auftretende FOMO ist zum Beispiel das Verfolgen des Twitterstreams während der Veranstaltung. Diesen Nutzen von Twitter habe ich das erste Mal während dem GTD Summit 2009 in San Fransisco schätzen gelernt. Bei Gebrauch entsprechender Hashtags ist man zumindest über den Verlauf der anderen Sessions im Bilde.

Es gibt aber auch noch andere Möglichkeiten, FOMO zu entgehen, wie diese Infografik zeigt. Sehen Sie selbst:

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5 Irrtümer, die Sie Zeit und Geld kosten

Heute bin ich über einen Artikel von Stephanie Vozza gestolpert, den ich der werten Leserschaft nicht vorenthalten möchte: 5 Outdated Beliefs That Waste Time And Money. Hier sind die Glaubenssätze, die Ihre Produktivität einschränken:

  1. An alten Traditionen festhalten
    Eines der Merkmale, an den Sie einen Micromanager erkennen können, ist der Satz: „Das haben wir immer so gemacht.“ Mittlerweile hat sich herumgesprochen, dass dieser Satz nicht so gern gehört wird. Aber „Das ist State of the Art“ klingt nur etwas geschmeidiger, die Aussage ist die gleiche. Merke: Eine Sache ist nicht nur deshalb gut, weil sie bis jetzt immer erfolgreich war. Deshalb gehören alte Gewohnheiten immer wieder auf den Prüfstand.
  2. Probleme zu Herausforderungen umetikettieren
    Teilnehmer meiner Workshops wissen, das ist eines meiner Lieblingsthemen. Ein Problem wird nicht allein deshalb gelöst, indem man es mit einem anderen Label versieht. Stephanie zitiert Jeremy Eden mit einem Beispiel, das m. E. passt wie die Faust aufs Auge:

    What would have happened if Apollo 13 had said, ‘Houston, we have an opportunity?

  3. Alle „mitnehmen“ wollen
    Nichts gegen den Willen überzeugen zu wollen, aber man muss sich darüber im Klaren sein, dass man nicht alle Beteiligte ins Boot holen kann. Manchmal ist es besser, einfach anzufangen, viele Unentschlossene springen dann doch noch mit auf. Ja, und die anderen muss man dann manchmal zurücklassen.
  4. Die Phrase „Weil ich es Ihnen sage“ benutzen
    „Ober sticht Unter“ heißt ein altes Industrie-Sprichwort. Kann man so machen. Allerdings kann das Schulterklappenprinzip verheerende Auswirkungen haben, wenn sich dann niemand mehr traut, auf eventuelle Probleme, Fehler oder Hindernisse hinzuweisen. (Warum fällt mir jetzt Volkswagen ein?)
  5. Der Glaube, Sie sollten immer Ihr Bestes geben
    Nicht alle Aufgaben sind einen vollen Einsatz wert. Sie sollten überlegen, wann und wo es sich tatsächlich lohnt, „alles zu geben“ und wann „gut“ gut genug ist. Teilen Sie Ihre Kräfte ein!

BTW: Das Ding mit Apollo 13 muss ich mir merken. Das gefällt mir außerordentlich. 😉

GregPlom / Pixabay

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Die Lebenslügen der Vielbeschäftigten

Kennen Sie das? Sie haben eine Entscheidung getroffen, von der Sie intuitiv wissen, dass sie widersinnig ist. Danach reden Sie sich selbst so lange mit vermeintlich vernünftigen Argumenten besoffen, bis Sie diese Entscheidung für sachlich begründet und richtig halten. „Rationalisieren“ nennt dies der Fachmann. Dieses Verhalten funktioniert aber nicht nur bei Entscheidung, sondern hilft uns auch, unangenehme Dinge zu erklären und damit erträglich zu machen. Das Problem besteht jedoch darin, dass wir uns auf Dauer nicht selbst beschummeln können und das Unbehagen uns irgendwann wieder auf die Füße fällt.

Auch Vielbeschäftigte, die unter der Last der Vielzahl von Aufgaben stöhnen, benutzen das Mittel der Rationalisierung. Robert Locke hat in seinem Artikel 10 Lies People Tell Themselves To Rationalize Their Overwhelmed Schedules einige dieser „Lebenslügen“ aufgelistet:

  1. Ich muss weniger schlafen, damit ich mehr geschafft bekomme
    Das ist, mit Verlaub gesagt, Humbug. Wenn die Batterie leer ist, muss sie wieder geladen werden. Will heißen, Sie brauchen Ihren Schlaf, um leistungsfähig zu bleiben. Bedenken Sie dabei, dass es hier um Qualität und Quantität beim Schlafen geht. Und vergleichen Sie sich nicht mit Anderen. Bei jedem äußert sich das Schlafbedürfnis anders. Aber: Ohne ausreichend Schlaf geht es nicht.
  2. Mit längeren Arbeitszeiten kann ich mehr erreichen
    Die Effizienz nimmt mit zunehmender Arbeitsdauer ab. Der Grund: Wir werden einfach müde, sind nicht mehr in der Lage, uns zu konzentrieren, werden langsamer und sind anfällig für Fehler. Machen Sie es lieber wie Martin Luther, der in einem Brief an seine Frau schrieb: „Ich sitze hier und trinke mein gutes Wittenbergisch Bier und das Reich Gottes kommt von ganz alleine“.
  3. Ich bin zu beschäftigt, um Pausen einlegen zu können
    Hier gilt das bisher Gesagte. Körper und Geist brauchen Pausen, um sich zu regenerieren. Falls Sie es tröstet: Ihr Unbewußtes arbeitet weiter an dem Problem, Sie müssen also kein schlechtes Gewissen haben. Allerdings: Pause heißt auch wirklich Pause und nicht Checken von E-Mails.
  4. Niemals würde ich tagträumen oder Däumchen drehen
    Siehe Punkt 3.
  5. Mir fehlt die Zeit für einen Spaziergang oder für Sport
    Schon die alten Römer sagten: „Ein gesunder Geist in einem gesunden Körper“. Es ist nachgewiesen, dass körperliche Betätigung auch gut für die mentale Leistungsfähigkeit ist.
  6. Ich arbeite um mehr Geld zu verdienen (oder die Karriereleiter zu erklimmen)
    Sie haben in Ihrem Leben nur ein bestimmtes Zeitkontingent zur Verfügung. Was Sie für die Arbeit verwenden, knapsen Sie in anderen Lebensbereichen (Familie, Freunde etc.) ab. Überlegen Sie, ob Sie das wirklich wollen.
  7. Wenn ich einen ausgefüllten Kalender habe, werde ich als wichtig wahrgenommen
    Firmen, in denen die Arbeit des Mitarbeiters nach der abgesessenen Zeit bewertet wird, sterben (hoffentlich) langsam aus. Viel wichtiger ist das Resultat der Arbeit.
  8. Mir bleibt nichts anderes übrig, als mehrere Aufgaben parallel zu bearbeiten (Multitasking)
    Über den Unsinn des Multitasking ist schon viel geschrieben worden. In Wirklichkeit handelt es sich hierbei meist um schnelles „Umfokussieren“. Das bedeutet Unterbrechungen und damit Verlust an Effizienz.
  9. Ich habe nie genug Zeit
    Tja, das ist die menschliche Tragik. Das wird sich auch nicht ändern. Es liegt an Ihnen, die richtigen Entscheidungen zu treffen.
  10. Ich kann nicht Nein sagen
    Im Zeitmanagement ist das ein Klassiker. Falls Ihnen ein  innerer Antreiber im Nacken sitzt, der Ihnen verbietet, eine Aufgabe abzulehnen, dann wird es Zeit sich näher mit ihm zu beschäftigen. Zeigen Sie ihm, wer der Herr im Haus ist.

Eine Lebenslüge, die hier fehlt, die ich aber aus eigener Erfahrung kenne, ist die Illusion der Begrenztheit eines Zustands: „Wenn diese Aufgabe (dieses Projekt etc,) beendet ist, dann wird alles besser“.

Wenn Sie sich da mal nicht täuschen.

StockSnap / Pixabay

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Auf die Ohren: Feature „Digital First?“ zum Nachhören

Ich bekenne, dass ich den momentan populären Utopien zur vermeintlich neuen Arbeit („New Work“, „Working Out Loud“ etc.) äußerst skeptisch gegenüber stehe. Nicht nur das, anstatt Utopien gehen mir ständig Dystopien im Kopf herum, seit ich die Vorträge von Johannes Kleske auf der re:publica 2013 und 2015 gehört habe.

Im Bayerischen Rundfunk ist dieser Tage ein Feature veröffentlicht worden, das sich mit „Technologien, die die Gesellschaft verändern können“, beschäftigt. Es stammt von Kathrin Reikowski und trägt den Titel Digital first? Ein Mindset für den Wandel. Nach dem Hören dieser Sendung fühle ich mich in meinen Befürchtungen mehr als bestätigt. Mir ist es teilweise kalt den Rücken heruntergelaufen.

Sicher besteht die Gefahr, nach solchen Sendungen, Artikeln oder auch Büchern die Aspekte zu betonen, die in das eigene Weltbild passen. Ich bin mir sehr wohl der Gefahr meiner eigenen selektiven Wahrnehmung bewusst. Aber was für mich recht, ist auch die Optimisten in der Runde billig. Jeder sucht halt nach der Bestätigung der eigenen Glaubenssätze.

Wie auch immer, ich kann dieses Feature sehr empfehlen. Sie können es unter der o. a. Adresse nachhören oder auch als Manuskript herunterladen.

Hier ist der Vortrag von Johannes Kleske auf der #rp15:

geralt / Pixabay

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