Archiv der Kategorie: Software

Buch: Microsoft 365 Education – Digital unterrichten mit Microsoft Teams, OneNote, Office und Co.

Wir erinnern uns, zu Beginn der Pandemie vor etwas mehr als einem Jahr schlug die Stunde einer Softwaresparte, die bis dahin nur Experten auf dem Schirm hatten: Die der Videokonferenzprogramme. Vor allem Zoom machte seinerzeit Furore und begann seinen kometenhaften Aufstieg, der sich in Marktanteil und Börsenwert widerspiegelte. Nicht nur das, auch einzelne Wörter fanden Eingang in den allgemeinen Sprachgebrauch, wie zum Beispiel Zoom Fatigue. Diese Bezeichnung beschreibt den ErmĂŒdungszustand, der bei ĂŒbermĂ€ĂŸiger HĂ€ufigkeit und Dauer von Videokonferenzen auftreten kann, eine höchst unerwĂŒnschte Nebenwirkung.

Die Umstellung von FirmenbĂŒro auf das HeimbĂŒro gelang in der Wirtschaft relativ schnell. In einigen Firmen wurde zu diesem Zeitpunkt die Arbeit von zuhause aus schon praktiziert. Außerdem verfĂŒgten die Firmen ĂŒber die entsprechende Infrastruktur und geeignete Programme. Hier hatte und hat Microsoft mit Teams sicher die Nase vorn. Neben der Industrie verlangten aber auch gerade Schulen und das Bildungswesen nach einer Lösung, um das Klassenzimmer in die WohnrĂ€ume der SchĂŒler:innen zu verlegen. Dass hier die eklatanten VersĂ€umnisse der letzten Jahre (Jahrzehnte?) gnadenlos offengelegt wurden, muss hier nicht weiter erwĂ€hnt werden. DarĂŒber wurde hinreichend geschrieben.

Microsoft hechelte anfangs dem Erfolg von Zoom etwas hinterher. Das Videokonferenzmodul innerhalb Teams war nicht so ausgereift wie das des Konkurrenten. Es war halt nur ein Modul unter mehreren, wÀhrend sich Zoom ganz auf die Videokonferenz konzentrierte.

Mittlerweile hat Microsoft nachgezogen und stellt mit Microsoft 365 Education Bildungseinrichtungen sogar eine komplette Lehr- und Lernumgebung zur VerfĂŒgung. Teams ist dabei nur ein Element unter vielen anderen, wenn auch ein zentrales. Das Videokonferenzmodul wurde entscheidend verbessert und ermöglicht nun auch die Einrichtung von Breakout-Rooms, so dass der Kleingruppenarbeit nichts im Weg steht.

Ein gewichtiger Nachteil aller Microsoft-Programme ist die mangelhafte Benutzerfreundlichkeit. Es werden wahnsinnig viele Funktionen in die Programme hineingepackt. Der Überblick geht leicht verloren. MenĂŒpunkte befinden sich dort, wo man sie garantiert nicht vermutet. Eine logische Gruppierung von Bedienelementen mit Ă€hnlichem Zweck ist nicht zu erkennen. Die Dokumentation ist lausig, zum einen, weil sie in unzĂ€hligen Einzelartikeln ĂŒber das Internet verstreut ist, zum anderen, weil sie oft nicht mehr aktuell ist. Microsoft modifiziert seine Programme nĂ€mlich in atemberaubend kurzen AbstĂ€nden. Aus diesem Grund ist mittlerweile ein eigenes Genre der Ratgeberliteratur entstanden: Manuals, die die Benutzung von Microsoft-Programmen erklĂ€ren.

Stefan Malter hat ein Buch geschrieben, das Unterrichtenden den Einsatz und den Gebrauch des Softwarepaket MS 365 Education erklĂ€rt: Microsoft 365 Education – Digital unterrichten mit Microsoft Teams, OneNote, Office und Co. (Amazon-Link).

In dem Buch erfahren Lehrer:innen, wie sie ihren digitalen Schulalltag mit Teams, OneNote und anderen Microsoftprogrammen gestalten können. Stefan Malter weiß, dass es Unterrichtende gibt, die tatsĂ€chlich völlig unbeleckt von der digitalen Materie sind (gar nicht böse gemeint). Er hat den Ehrgeiz in diesem Buch die ganze Palette der angebotenen Werkzeuge abzudecken. Und zwar von Anfang an.

Die meisten ComputerbĂŒcher erklĂ€ren Programme, indem sie MenĂŒpunkt fĂŒr MenĂŒpunkt durchgehen und die einzelnen Funktionen dahinter erklĂ€ren. Mit Verlaub, solche BĂŒcher sind in meinen Augen nutzlos. Wenn ich ein Programm erwerbe, habe ich eine Vorstellung davon, was ich damit machen will. Ich möchte infolgedessen in einem Buch keine Produktmerkmale aufgezĂ€hlt bekommen. Vielmehr erwarte ich eine Anleitung dafĂŒr, was ich tun muss, damit ich mit der App meine Aufgaben erledigen kann.

Stefan Malter geht genau diesen Weg. Das Buch gliedert sich in drei Teile. Nach einer allgemeinen Übersicht ĂŒber Windows 10 (!), MS 365 Education und die enthaltenen Apps im ersten Teil, erfahren Sie im zweiten, wie Sie Ihre LehrtĂ€tigkeit gestalten können, indem Sie

  • ihr Unterrichtsmaterial recherchieren, erstellen und organisieren
  • das Material den Lernenden zur VerfĂŒgung stellen
  • den Lernfortschritt ĂŒberprĂŒfen und Korrekturen vornehmen
  • sich und Ihre LehrtĂ€tigkeit organisieren
  • mit digitalen Inhalten arbeiten
  • mit allen Beteiligten (Kolleg:innen, Eltern, SuS) kommunizieren können

Mit diesen Inhalten können Sie schon das Wesentliche der Unterrichtsarbeit abdecken. Wenn Sie wirklich noch etwas mehr aus MS 365 Education herausholen möchten, dann hilft Ihnen der dritte Teil. Dort erfahren Sie, wie Sie mit Bordmitteln:

  • Audio- und Videodateien produzieren
  • Barrierefreiheit sicherstellen (Stichwort: Inklusion)
  • Mobile GerĂ€te wie Smartphone und Tablet einsetzen (Stichwort: Generation Smartphone)

Tipps fĂŒr komplette Projekte, Administration von MS 365 Education und zur Problemlösung wenden sich an die „Profis“ unter den PĂ€dagog:innen und runden den dritten Teil ab.

Fazit

Ich hatte es bereits erwĂ€hnt. FĂŒr mich ist es ein No-Go, wenn ein Buch die einzelnen MenĂŒpunkte nach und nach abklappert und ich nach der meist quĂ€lenden LektĂŒre immer noch nicht weiß, was ich eigentlich tun muss, um mein Ziel zu erreichen. Dieses Buch ist anders und zwar so, wie es m.E. sein soll:

  • Ich möchte gerne wissen, wie ich ein Handout erstellen soll? Also schaue ich in das Unterkapitel „ArbeitsblĂ€tter digital erstellen“. S. 217 ff.
  • Eine mĂŒndliche PrĂŒfung soll abgenommen werden? Man schlage nach im Unterkapitel „MĂŒndliche PrĂŒfungen per Videokonferenz mit Microsoft Teams“, S. 310 ff.

Genau das mĂŒssen gute ComputerbĂŒcher leisten:

Was will ich tun? ⇒ Nachschlagen, machen, fertig.

Und wenn ich dann wirklich nicht mehr weiter weiß, dann frage ich die „Online-Community Microsoft 365 fĂŒr Lehrer“, S. 544.

Das Buch ist leicht verstĂ€ndlich geschrieben und reichhaltig 4-farbig bebildert. Der Preis fĂŒr Umfang, Inhalt, PapierqualitĂ€t usw. ist Ă€ußerst fair. Da gibt es nichts zu meckern.

Stefan Malter wendet sich mit seinem Buch vornehmlich an LehrkrĂ€fte aus dem schulischen Bereich. Aber auch Unterrichtende an Hochschulen und in Einrichtungen der Erwachsenenbildung dĂŒrften in hohem Maß profitieren. Auch fĂŒr mich, den freiberuflichen Organisationsentwickler, dessen Schwerpunkt eher in der Beratung und im Coaching liegt, waren viele Anregungen und auch Neuigkeiten dabei.

Wenn Sie in der Lehre Microsoft 365 Education benutzen sollen, mĂŒssen oder wollen, dann gebe ich eine klare Kaufempfehlung. Sie können nichts falsch machen. Die 34,90 € sind gewinnbringend investiert.

… und der Datenschutz?

Vielleicht haben Sie mitbekommen, dass die Verwendung von MS Office 365 und MS 365 Education in Bezug auf den Datenschutz derzeit kontrovers diskutiert wird. Ich enthalte mich bewusst einer Meinung. Und zwar deshalb, weil ich davon keine Ahnung habe. Sehen Sie mir das bitte nach. Danke.

 

Das Buch wurde mir freundlicherweise vom Rheinwerk-Verlag als Rezensionsexemplar zur VerfĂŒgung gestellt. Vielen Dank dafĂŒr.

BTW: Ich freue mich, wenn ich ab und zu ein Buch zum Rezensieren geschickt bekomme. Die BĂŒcher, die mir gut gefallen, bespreche ich, ĂŒber die anderen schweige ich mich aus. Ich habe keinen Gefallen an Verrissen, schließlich bin ich kein Literaturpapst.

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Roam Research: Alternativen in Open Source

Wie manche Leser:innen wissen, habe ich mich vor geraumer Zeit ordentlich ĂŒber Evernote und den Umgang mit der deutschen Kundschaft geĂ€rgert. Und zwar so geĂ€rgert, dass ich mein Abo gekĂŒndigt habe und komplett mit meinen ganzen Notizen zu Notion gewechselt habe. Was soll ich sagen, der Umzug hat reibungslos geklappt und ich bin mit Notion mehr als zufrieden.

Allerdings musste ich unmittelbar nach die Wechsel die Botschaft hören: „Notion ist zwar gut, doch Roam ist besser.“ Und tatsĂ€chlich, mittlerweile ist um Roam und das dahinterstehende Konzept ein regelrechter Hype entstanden. UnzĂ€hlige Seiten und Artikel beschĂ€ftigen sich mittlerweile mit Roam. Nun, ich bleibe bei Notion, weil ich mich (a) nicht schon wieder neu einarbeiten will und (b) weil mir Roam schlicht und einfach zu teuer ist.

Vielleicht geht es aber auch billiger. Dann nÀmlich, wenn Sie sich nach Alternativen aus dem Open-Source-Bereich umschauen, so wie es Anne-Laure Le Cunff getan hat. In ihrem Beitrag Roam Research free, open source, and self-hosted alternatives stellt sie einige Optionen vor.

Seit Jahren bin ich von TiddlyWiki begeistert und werde es nutzen, wenn ich eines Tages Notion ĂŒberdrĂŒssig werden sollte, was derzeit allerdings nicht in Sicht ist. Anne-Laure weist auf zwei interessante Varianten dieses Wiki-Systems hin, TiddlyBlink und TiddlyRoam. Die WandlungsfĂ€higkeit und Anpassbarkeit von TiddlyWiki wird hier wieder einmal mehr bewiesen.

OrgRoam ist eine andere App, die sich an Roam orientiert. In dem o.a. Artikel wird auf dieses einfĂŒhrende Video verwiesen. Bei mir können Sie es sich direkt anschauen:

 

Foam ist das Programm, das vielleicht dem Vorbild am nĂ€chsten kommt. Ich denke, es eignet sich hervorragend um sich mit dem Konzept von Roam vertraut zu machen. Neben Roam hatten die Entwickler:innen von Foam auch den berĂŒchtigten berĂŒhmten Zettelkasten von Nicklas Luhmann vor Augen. Auch hier ein Video zur EinfĂŒhrung.

 

Es gibt noch andere Apps, auf die Anne-Laure hinweist, DocuWiki zum Beispiel. Aber die o.a. Apps spiegeln die Programmphilosophie von Roam wohl am besten wider. Und die ist schon einzigartig derzeit.

Einfach mal ausprobieren!

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Markdown fĂŒr WordPress

Ich musste direkt noch einmal nachschauen. Und tatsĂ€chlich, Anfang 2004 startete ich mein erstes Blog mit dem Namen „Interessante Zeiten.“ Das große Vorbild war damals der Schockwellenreiter, der ĂŒbrigens nach nunmehr zwanzig Jahren immer noch seine Kreise zieht. Damals war die gĂ€ngige Software Movable Type, danach kam WordPress, von da an bis heute der Platzhirsch unter den Blogprogrammen.

In all der Zeit habe ich mich immer wieder gefragt, wie ich auf möglichst effiziente Weise meine Texte in die Öffentlichkeit bekomme. Klar hatte WordPress immer den internen Editor, aber ich bin nie so ganz glĂŒcklich damit geworden. Eine Zeitlang verwendete ich den Windows Live Writer. Aber auch dieser war nicht das Gelbe von Ei, er nervte immer mal wieder durch InstabilitĂ€ten.

Letzter Stand der Dinge war fĂŒr mich dann der Einsatz von Markdown, zuerst mit WriteMonkey, zuletzt und bis heute mit Typora. Das funktioniert ganz einfach: Text geschrieben, alles markiert, Markiertes als HTML kopieren und Kopiertes im WordPress-Editor einsetzen. Das war es. Funktioniert prima.

In der Zwischenzeit setzt WordPress beim Verfassen der Texte auf „Gutenberg“. Aus meiner Sicht handelt es sich hier weniger um einen Editor als vielmehr eine Art Satzprogramm wie man es aus dem Desktop-Publishing kennt (das Notizprogramm Notion macht es Ă€hnlich). Gutenberg ist imho ohne grĂŒndliches Einarbeiten nicht zu benutzen. Außerdem habe ich den Eindruck, mit Kanonen auf Spatzen zu schießen. Deshalb werde ich wohl bei Markdown bleiben.

Es stellt sich nun fast zwangslÀufig die Frage, ob man Gutenberg nicht intern durch einen Markdown-Editor ersetzen kann. Ich habe ein wenig recherchiert und tatsÀchlich gibt es solche Plugins. Hier meine Liste ohne Wertung:

Man kann natĂŒrlich auch den Markdown-Editor von Jetpack verwenden, wenn man denn ĂŒberhaupt Jetpack verwenden will. Ich habe aus datenschutzrechtlichen GrĂŒnden gewisse Bedenken.

Auf Herz und Nieren geprĂŒft habe ich die o.a. Plugins noch nicht. Die Philosophien hinter den Programmen sind höchst unterschiedlich. Bei manchen handelt es sich um komplette Editoren, die Gutenberg ersetzen, manche importieren Markdown-Texte lediglich. Auf den ersten Blick erscheinen mir WP Markdown Editor und WP Githuber ganz interessant.

Mal sehen. Vielleicht bleibe ich auch bei meinem gewohnten Workflow. Ein bisschen umstÀndlich vielleicht, aber mittlerweile hervorragend eingespielt.

BTW/1: Es lohnt sich, Markdown nÀher anzuschauen. Die markdown.de | Markdown Syntax-Dokumentation ist sicher ein guter Einstiegspunkt.

BTW/2: Momentan arbeite ich an einer Neuveröffentlichung (Relaunch sagt die Fachfrau dazu) meines Blogs Interessante Zeiten. Der Untertitel lautet: Gedanken zu Gott und der Welt. Der Untertitel ist Programm. Stay tuned!

 

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Digitale Whiteboards – Eine Übersicht

In letzter Zeit bekomme ich immer wieder Anfragen, ob ich meine Sprintseminare auch online durchfĂŒhre. Insbesondere das Sprintseminar zum Thema Zeitmanagement wird immer wieder nachgefragt. Ob die vermehrte Arbeit von zuhause aus und die damit verbundene Notwendigkeit zur Selbstorganisation der Grund dafĂŒr ist? Ich weiß es nicht, aber es spricht einiges dafĂŒr.

Bis auf einige wenige Gelegenheiten habe ich meine Workshops noch nicht online durchgefĂŒhrt, aber aufgrund der Anfragen denke ich ernsthaft darĂŒber nach. Momentan suche ich gerade Werkzeuge zusammen, die mich bei der AusfĂŒhrung des Vorhabens unterstĂŒtzen können.

Unter anderem habe ich ein wenig zu digitalen Whiteboards recherchiert. Die Ergebnisse waren recht interessant und ich möchte sie der verehrten Leserschaft auf keinen Fall vorenthalten. Es gibt eine FĂŒlle ansprechender Lösungen, momentan bin ich dabei eine Sichtung vorzunehmen. Aus diesem Grund kann ich noch gar nicht sagen, fĂŒr welche App ich mich letztendlich entscheiden werde. Vielleicht kann mir ja auch der eine Leser oder die andere Leserin noch einen wertvollen Hinweis geben.

Hier die Liste der Apps, auf die ich bei der Recherche gestoßen bin:

Amazing Online Whiteboard with Collaboration and its FREE!

 

  • NoteBookCast
    Eine kostenlose Whiteboard-App fĂŒr alle gĂ€ngigen Webbrowser und GerĂ€te, auf denen diese Browser laufen.
  • Whiteboard Fox – Simple Online Whiteboard
    Die Betonung bei diesem Programm liegt auf „simple“. Aber genau aus diesem Grund hat mich diese App sofort angesprungen. Weniger ist sehr oft mehr.
    Auch hier ein kleines Video dazu:
WhiteboardFox Demonstration Version 2 HD

 

IdeaBoardz walkthrough

 

NatĂŒrlich gibt es auch Whiteboardlösungen zum Herunterladen und Installieren. Microsoft hat im Rahmen seines Office 365 so ein Programm kostenlos im Angebot Microsoft Whiteboard – Ihre digitale Online-Whiteboard-App. Aber andere MĂŒtter Unternehmen haben auch schöne Programme. Diese hier zum Beispiel:

Andere Möglichkeiten, wie Sie ein Whiteboard fĂŒr das online-Lernen einsetzen können, zeigt Ihnen der Artikel 10 online whiteboard options for remote learning von Matt Miller. Hier erfahren Sie u.a., wie man auch mit PowerPoint die Arbeit am Whiteboard simulieren kann. Auch der Aufnahme realer Whiteboard-Sequenzen ist ein Abschnitt gewidmet.

 

BTW: Wenn auch Sie an einem Sprint-Webinar zum „Zeitmanagement“, aber auch an anderen Themen interessiert sind, lassen Sie mich es wissen. Das motiviert mich ungemein!

Ich halte Sie dann auch gerne ĂŒber den Stand der Dinge auf dem Laufenden!

 

Bildquelle: Klick auf das Bild.

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EinfachBesuchen: Die App zum Verfolgen von Infektionsketten

Vielleicht muss man das ja bald nicht mehr machen, aber bei der Unvernunft vieler Zeitgenossen muss man es sicher bald wieder tun: Das Sich-registrieren beim Besuch von GaststÀtten. Diese soll dazu dienen, im Fall eines Falles Infektionsketten leichter nachvollziehen zu können.

Bei der letzten ApParade hatte ich ein kleines Programm vorgestellt, die Wirten und ihren GĂ€sten die Prozedur erleichtern soll (Herein!).

Aber es geht auch ganz ohne Smartphone. Von der Evangelischen Bank stammt die Anwendung EinfachBesuchen.app. Sie wendet sich nicht nur an das Gastgewerbe, sondern an Veranstalter aller Art.

Und so geht es: Sie legen Ihr Event auf der Website an, dort wird ein QR-Code erzeugt. Diesen drucken Sie aus, hÀngen ihn an prominenter Stelle, z.B. am Eingang aus. Die GÀste scannen ihn mit dem Smartphone ab, es poppt ein Formular auf, in das die GÀste ihre persönlichen Daten eintragen. Am Ende der Veranstaltung melden sich die GÀste dann einfach ab, indem sie den QR-Code erneut einscannen. So einfach ist das. Man muss dazu auf dem Smartphone noch nicht einmal eine eigene App installieren.

Die Daten werden verschlĂŒsselt auf sicheren Servern im EuropĂ€ischen Raum und DSGVO-konform gespeichert, womit auch das geklĂ€rt wĂ€re.

Weitere Fragen werden Ihnen auf der FAQ-Seite beantwortet oder Sie laden sich einen entsprechenden Info-Flyer herunter.

Praktische Sache, keine Frage!

 


Bild von OpenClipart-Vectors auf Pixabay

 

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Multi Commander: Ein kostenloser Dateimanager fĂŒr Windows

Die Ă€lteren unter den LeserInnen werden sich mit Sicherheit noch an den legendĂ€ren Norton Commander erinnern. Charakteristisch fĂŒr das Programm war die Zweifenster-Darstellung, die das Kopieren oder Verschieben von Dateien in andere Verzeichnisse stark vereinfachte. In der Zwischenzeit gibt es viele Dateimanager, die auf der Grundlage dieses Prinzips funktionieren, kostenlos und kostenpflichtig. Ich selber benutze seit Jahren den SpeedCommander, den ich vor allem wegen seiner SynchronisierungsfĂ€higkeiten schĂ€tze.

Ein kostenloser Vertreter dieser Dateimanager ist der Multi Commander. Die Liste seiner Leistungsmerkmale kann sich durchaus sehen lassen. Es besteht offensichtlich auch die Möglichkeit, das Programm mit einer deutschsprachigen BenutzeroberflÀche zu versehen.

Sie können den Multi Commander sowohl fĂŒr die 32- als auch fĂŒr die 64-bit-Version von Windows herunterladen.

FĂŒr Videofreunde hier eine kleine EinfĂŒhrung:

MultiCommander – multi-tabbed File Manager

 

 

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Kleine Helferlein fĂŒr Ihren Browser: Bookmarklets

Bookmarklets werden die meisten LeserInnen gar nicht mehr auf dem Schirm haben. Den Experten sind diese kleinen Helferlein so selbstverstĂ€ndlich geworden, dass sie schon lange nicht mehr darĂŒber diskutieren. Den weniger Beschlagenen werden Bookmarklets vielleicht genau deswegen unbekannt sein. Schade eigentlich, denn sie können sehr praktisch sein.

Wenn Sie jetzt tatsĂ€chlich nicht wissen, was Sie mit dem Begriff “Bookmarklet” anfangen sollen, dann hilft Ihnen der Blick in die Wikipedia:

Ein Bookmarklet (auch: Favelet) ist ein kleines in JavaScript geschriebenes Makro, das als Bookmark abgespeichert wird und dadurch die Funktionen eines Webbrowsers erweitert. Es erlaubt beispielsweise, Aussehen oder FunktionalitĂ€t von Webseiten clientseitig zu verĂ€ndern. Technisch gesehen ist ein Bookmarklet ein Lesezeichen auf das Pseudoprotokoll javascript:, das ermöglicht, Code durch den Browser auszufĂŒhren.

Bookmarklets haben gegenĂŒber Erweiterungen gewisse Vorteile. Sie sind in der Regel browserĂŒbergreifend einsetzbar und mĂŒssen nicht besonders installiert werden. Amit Agarwal scheint der Spezialist fĂŒr die Konstruktion und Verwendung dieser Mini-Programme zu sein. Auf seiner Seite hat er ĂŒber 400 (!) einschlĂ€gige Artikel verfasst. Es ist wirklich unglaublich, was Sie mit Bookmarklets alles machen können.

Wenn Sie wissen wollen, was es an „fertigen“ Bookmarklets gibt, dann schauen Sie doch einmal bei Jesse’s Bookmarklets Site vorbei. Seine Website ist zwar schon etwas Ă€lteren Datums, bietet Ihnen aber dennoch eine große Auswahl. Eine andere gute Adresse ist die Sammlung von Honkiat Lim: 100+ Useful Bookmarklets For Better Productivity.

Wenn Sie dort keinen Schnipsel fĂŒr Ihre Zwecke finden, dann mĂŒssen Sie wohl selbst ein Bookmarklet schreiben. Wie das geht, zeigt Ihnen Silke SchlĂŒter in Bookmarklet oder Favelet erstellen.

FĂŒr die Videofreunde gibt es hier etwas Passendes:

11.2: Bookmarklets – Programming with Text

 

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Vom Text zum Diagramm

Ich muss gestehen, als ich das entdeckt habe, war ich geplĂ€ttet. Haben Sie gewusst, dass man aus reinen Textdateien Diagramme basteln kann? Wenn ja, dann sind Sie mir einen Riesenschritt voraus, denn ich wusste es nicht. Nun weiß ich es, denn ich bin zufĂ€llig ĂŒber die Website Online text to diagram tools von Muhammad Usama gestolpert.

Auf dieser Seite verlinkt Muhammad knapp 40 (!) Programme, mit Sie, nun ja, ich schrieb es schon, aus ganz einfachen Texten Diagramme erstellen können.

Als Beispiel diene Markdeep, die erste App in der Liste. Links sehen Sie das getippte Ausgangsformat und rechts das, was im Browser dann zu sehen ist.

ASCIIFlow Infinity liefert das Zeichenbrett gleich mit. Sie können Ihr Diagramm im Browser direkt „malen“ und anschließend auf Google Drive exportieren oder zur weiteren Verwendung in die Zwischenablage legen. Allerdings ist die Umsetzung nicht immer so einfach. Bei Webgraphviz mĂŒssen Sie schon ein bisschen Programmierkenntnisse mitbringen, um Diagramme zu erzeugen.

Ich finde diese Programme schon sehr cool. Wenn Sie mich allerdings fragen, wozu man das braucht, dann bringen Sie mich in Verlegenheit. Schließlich gibt es mittlerweile die tollsten Anwendungen zum Erstellen von Grafiken, auch online.

Vielleicht begeistern mich diese Apps deswegen, weil sie mich an die Anfangsjahre des Rechenknechts erinnern. Damals wurden mit ganz „normalen“ ASCII-Zeichen nicht nur Diagramm, sondern die reinsten Kunstwerke erstellt. ASCII-Art nannte man das. Beispiele hierfĂŒr finden Sie im Ascii Art Dictionary.

Wie gesagt, viele der Programme in Muhammads Liste wenden sich wohl eher an die Softwareexperten im Publikum. Aber manche sind auch eine schöne Spielerei fĂŒr das Laienvolk.

Hier ein kleines Tutorial, wenn Sie mehr wissen wollen:

Gabriel Santos – ASCII Art Techniques & Animation

 

 

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ApParade: Herein!, MarkDown, Listen, Dateimanager, Bildschirm-Videos, Budgetkontrolle

Seit der letzten ApParade sind wieder einige Tage vergangen. In der Zwischenzeit hat sich einiges an ProgrammvorschlĂ€gen angesammelt. Hier die Apps, die ich fĂŒr besonders interessant halte:

Die App fĂŒr Kneipenbesuche wĂ€hrend Corona: Herein!

Nein, die Pandemie ist noch nicht vorbei, auch wenn manche Zeitgenossen es aufgrund der Lockerungen glauben. Nach wie vor sind ein paar Vorschriften in Kraft, die verhindern sollen, dass uns eine zweite Welle kalt erwischt. Bei uns in Baden-WĂŒrttemberg muss man als Besucher einer GaststĂ€tte nach wie vor seine Daten sowie die Uhrzeit fĂŒr die Einkehr hinterlassen. Mit Papier und Stift ist das etwas mĂŒhselig. Einfacher geht es mit dem Smartphone mit der App Herein! von Frank Blome. Wie sie funktioniert, erklĂ€rt Jörg Schieb in App statt Zettel: Restaurantbesuche komfortabler machen.

Noch ein Markdown-Editor: Zettlr

Mittlerweile sind die vielen Markdown-Editoren auf dem Markt nicht mehr zu zĂ€hlen. Auf meinem Windows-Desktop-Rechner verwende ich derzeit WriteMonkey, in der Version 2.7. Mittlerweile ist die Version 3 erschienen, mit der ich mich allerdings noch nicht so recht anfreunden kann. Außerdem teste ich gerade ausfĂŒhrlich Typora, eine App, die ich auch auf meinem Mac nutzen kann. Nun bin ich ĂŒber Zettlr fĂŒr Windows gestolpert. Die Macher behaupten, dass Zettlr noch etwas mehr kann als Typora. Wie bereits der Name vermuten lĂ€sst, soll Zettlr sogar die Zettelkasten-Methode nach Luhmann unterstĂŒtzen. Ich kann dazu nichts sagen, denn ich habe diese Methode bis heute nicht begriffen.

Zettlr Introduction: Getting Started

 

Listen in Spaltenform: Columns

Wenn Sie gerne mit Listen arbeiten und die Übersicht behalten wollen, dann sind Sie bei Columns genau richtig. On dieser webbasierten Anwendung ordnen Sie Ihre Notizen, Aufgaben in Spalten an, die sie nahezu beliebig gestalten können. Individuelle Überschriften, Farben. Checkboxes: Alles ist möglich. Sie können mit KollegInnen sogar ĂŒber einzelne Listenpunkte chatten. Columns ist wirklich ein beeindruckendes Programm!

Die einzige Sorge, die mich bei solchen Umsonst-Apps immer umtreibt: Diese Programme werden von den Betreibern immer wieder auch vom Netz genommen. Und dann stehen Sie da mit Ihren Daten…

Columns.me Review: A new type of checklist app

 

Ein visueller Dateimanager: Cryo

Wenn Sie zu den Mitmenschen gehören, die ihren visuellen Sinneskanal besonders nutzen, dann könnte der Dateimanager cryo fĂŒr Sie interessant sein. cryo stellt die Dateistruktur auf Ihrem Rechner visuell in Form von Diagrammen dar, die an Mind-Maps erinnern. Auf diese Weise können Sie auf einem Blick die Dateihierarchie auf der Festplatte Ihres Rechenknechts erfassen. Die App gibt es fĂŒr Windows, Mac und Linux und wird als Freemium-Software vertrieben.

Wenn Sie Windows nutzen und die visuelle Darstellung fĂŒr Sie nicht so wichtig ist, können Sie den Windows eigenen Fileexplorer auch anderweitig ersetzen. Zum Beispiel ganz kostenfrei mit Files UWP. Eine Beschreibung gibt Ihnen Brendan Hesse in seinem Artikel Replace File Explorer With This Free Windows App.

Bildschirm filmen ganz einfach: Screen Recorder

Wenn Sie einmal auf die Schnelle ein Filmchen von Ihrem Bildschirm aufnehmen wollen, dann mĂŒssen Sie nicht extra ein eigenes Programm installieren. FĂŒr das Bildschirm-Video zwischendurch brauchen Sie nur Ihren Browser und Screen Recorder. Screen Recorder macht wirklich nur das, was der Name verspricht, nĂ€mlich Bildschirmaufnahmen. DafĂŒr ist das Design minimalistisch, die Bedienung einfach.

Wie Ihr Budget kontrollieren: Money for Excel

Ältere LeserInnen werden sich vielleicht daran erinnern, dass es zu urvordenklicher Zeit ein Microsoft-Programm gab, mit dem Sie Ihre Geldbewegungen kontrollieren konnten. Es hatte den einfallsreichen Titel Microsoft Money und wurde 2011 eingestellt. Nun feierte Money seine Auferstehung in Form einer Erweiterung fĂŒr Excel. Arjun Tomar, stellt die Erweiterung in seinem Beitrag Introducing Money in Excel, an easier way to manage your finances vor. Die Erweiterung gibt es bislang nur fĂŒr die USA, ob sie mit der deutschen Version von Excel lĂ€uft, ist mir nicht bekannt. Vielleicht weiß ein(e) ToolBlog-LeserIn NĂ€heres.

How to use Money in Excel

 

 

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Arbeiten mit Notion: Ein Erfahrungsbericht (Gastbeitrag)

Vor einiger Zeit habe ich auf Twitter gefragt, ob irgendjemand in der Twitterwelt das Notizen-mach-Programm Notion benutzt und Erfahrungen gesammelt hat. Denn mittlerweile mausert sich Notion zum ernsthaften Wettbewerber fĂŒr den Platzhirschen Evernote.

Erfahrungen sammeln ist das eine, darĂŒber zu sprechen oder gar zu schreiben, das andere. ToolBlog-Leserin Daniela Schulz hat einen umfangreichen Bericht darĂŒber geschrieben, warum sie von Notion begeistert ist und wie sie Notion nutzt. Lesen Sie selbst:

 

Da melde ich mich mal und schreibe Ihnen dazu einige Zeilen. Aus GrĂŒnden: ich bin da nĂ€mlich schwer von notion angefixt. Notion legt ziemlich zu in den letzten Monaten, im deutschsprachigen Raum scheint es aber noch nicht ganz so bekannt zu sein. Ich benutze es seit Anfang MĂ€rz sehr intensiv. Dass es nun in der Basisversion kostenlos ist, finde ich super. Damit lĂ€sst es sich auch das Tool wirklich gut ausprobieren – bei der bisherigen EinschrĂ€nkung auf 1000 Blöcke war das meines Erachtens nach nicht wirklich möglich.

Also was ist Notion ĂŒberhaupt? Die Selbstbezeichnung „All-in-one workspace“ hilft einem auch nicht richtig weiter, aber sie stimmt. Notion ist eine sehr vielseitig zu nutzende Anwendung, die allerhand andere spezifische Tools ersetzen kann. Was es fĂŒr mich einzigartig macht, ist die absolute Gestaltungsfreiheit: ich kann mir meine Arbeitsumgebung so zurecht basteln, wie ich es möchte. Und immer wieder anpassen, wenn sich BedĂŒrfnisse Ă€ndern. Das muss man allerdings mögen und auch die damit einhergehende Lernkurve in Kauf nehmen. Wenn man es frisch installiert, benötigt man entweder vorgefertigte Templates, die man einfach duplizieren und verwenden kann oder (und das ist der bessere Weg) man investiert Zeit und Geduld, sich in die Möglichkeiten des Systems einzuarbeiten und entwickelt sein eigenes Tool – das macht Spaß, und ist eigentlich auch nicht schwer – vieles ist intuitiv gestaltet oder so, dass man es rasch versteht und Erfolgs- und Aha-Erlebnisse nicht lange auf sich warten lassen. Dennoch: Notion erfordert etwas Einsatz – das muss man wollen.

Nun ein paar Anwendungsbeispiele:

Strukturiertes Sammeln von Informationen lĂ€sst sich mit Notion gut machen. Es kann durchaus als Evernote-Ersatz genutzt werden. Ich habe eine Datenbank angelegt, wo ich alles, was mir an hilfreichen kleinen Dingen im Leben unterkommt, notiere, mit URL, Notiz und Verschlagwortung ablege und dann leicht wiederfinden kann. Auch Bilder und Dateien lassen sich leicht einfĂŒgen (Beispiel).

„Habittracking“ ist mit Notion leicht und vielfĂ€ltig machbar. Welche Dinge habe ich wann, wie oft gemacht? Es lassen sich monatliche Auswertungen automatisiert erstellen (Beispiel).

Aufgaben- und Projektverwaltung ist eine großer Bereich: es lassen sich Termine mit Erinnerungen anlegen, Aufgaben gefiltert anzeigen nach Arbeitsbereichen, Art der TĂ€tigkeit, verfĂŒgbarer Zeit oder welchen Parametern auch immer – nichts davon ist vorgegeben, das erstellt man alles selbst. Die Aufgabendatenbank kann man mit einer Projektdatenbank verknĂŒpfen. So lĂ€sst sich im Monats- und QuartalsrĂŒckblick gut erfassen, was in welchem Projekt geschehen ist. Es gibt einige Youtube-Videos, die zeigen wie sich Todoist durch Notion ersetzen lĂ€sst (hier oder hier).

Hervorragend gelöst ist die Möglichkeit, ein und dieselbe Datenbank völlig unterschiedlich darzustellen (und diese Darstellungsformen auch abzuspeichern). Mal als schlichte Liste, als Kanban-Board, als Kalender, als Liste, die nach allen möglichen Parametern gefiltert und sortiert wird, u.v.a. Datenbank können beliebig oft auf einer Seite oder verschiedenen Seiten eingebunden werden. Dennoch bleibt es die eine Datenbank, wo eine Änderung dann ĂŒberall zum Tragen kommt.

Notion = Evernote + Todoist + Trello + Google Calendar

 

Besonders ist auch, dass jeder Datenbankeintrag zugleich die Funktion einer Seite hat. Das heißt: neben den strukturierten Daten wie Vorname, Nachname, Adresse, etc. kann ich auch unstrukturierte Daten wie Text und Bilder außerhalb der Datenfelder erfassen (z.B. eine Telefonnotiz, o.Ă€.). Kann man nutzen, muss man aber nicht.

Schwerpunkt fĂŒr mich ist die Aufgabenverwaltung, die wirklich recht viele Parameter umfasst. In der Darstellung auf der Startseite meines Notion-Systems habe ich aber die allermeisten ausgeblendet – ich sehe nur das, was ich will: das, was ich mit „wichtig“ gekennzeichnet habe, das, was in dieser Woche anliegt, o.Ă€. Kann also Aufgaben im kirchlichen Ehrenamt auf einer anderen Seite anzeigen lassen, als berufliche Aufgaben. Erfasst werden sie aber alle in einer Datenbank. Ich habe mir eine „Inbox“ eingerichtet, in der ich Aufgaben rasch notieren kann, wenn sie mir einfallen. Diese Inbox gehe ich dann durch und plane und verschlagworte die Aufgaben dann, wenn ich dazu Zeit habe.

Auch die Arbeit im Team ist möglich – das habe ich aber bisher nicht ausprobiert. Es gibt viele Anleitungen auf Youtube, Notion selbst hat einen eigenen Youtube-Kanal mit vielen Videos fĂŒr Einsteiger. – hier empfiehlt sich auch ein Blick auf die „Featured Channels“, die Nutzungsbeispiele und Tutorials verschiedener AnwenderInnen zeigen.

Abschließend noch zwei Bemerkungen:

Die Möglichkeiten der freien Konfiguration, das Ausloten dessen, was geht – das hat eine kreative Community hervorgebracht. Viele Menschen sind Ă€ußerst hilfbereit und stellen ihre selbstentwickelten Templates anderen frei zur (hier eine Auswahl).

Wer Gefahr lĂ€uft, sich im Erstellen und Modifizieren der Arbeitsumgebung zu verlieren, der muss bei Notion ein bisschen aufpassen. Es fĂŒhlt sich eben durchaus produktiv an, wenn man sich damit beschĂ€ftigt, seine Templates und Dashboards zu optimieren. In dieser Hinsicht verfĂŒhrt das Tool zum Prokrastinieren – man ist im Flow und gut beschĂ€ftigt, aber erledigt nicht unbedingt dass, was man auf der Todo-Liste stehen hatte.

 

Es scheint so, dass der User mittlerweile tatsÀchlich die Qual der Wahl hat. Evernote ist nicht mehr allein auf der Welt. Daneben stehen Programme, hinter denen interessante Konzepte stehen wie eben Notion oder auch Roam oder TiddlyWiki.

Man kommt wohl nicht darum herum, sich vor der Wahl fĂŒr ein Programm zu ĂŒberlegen, was genau man damit machen will. Das sollte zwar selbstverstĂ€ndlich sein, bietet aber auch keine GewĂ€hrleistung fĂŒr die „richtige“ Wahl, denn meistens merkt man erst beim Gebrauch, was fehlt oder was man gerne anders hĂ€tte.

Umso wertvoller sind daher solche Berichte aus der Praxis, die dabei helfen, sich ein Bild ĂŒber die Philosophie und die Funktionsweise eines Programms zu machen.

Vielen herzlichen Dank, liebe Daniela Schulz, fĂŒr diesen ausfĂŒhrlichen informativen Erfahrungsbericht!

 

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