Archiv der Kategorie: Software

In eigener Sache: Verschlüsselung von E-Mails mit Outlook

Wie der geneigte Leser sicher bemerkt hat, habe ich mich in der letzten Zeit mehr oder weniger intensiv mit der DSGVO auseinandergesetzt. Da blieb es nicht aus, dass ich auch über das Thema Verschlüsselung von Daten im allgemeinen und E-Mails im besonderen gestolpert bin.

Für Windows-Rechner und für MS Outlook empfiehlt die Fachwelt ja Gpg4win, so eine Art Rundum-Sorglos-Paket, das auch von der öffentlichen Hand gefördert wurde.  Dieses Paket habe ich flugs installiert und es schien auch alles so weit zu funktionieren, wie in der hervorragend verständlichen Anleitung beschrieben. „Schien“ habe ich geschrieben und Sie ahnen schon, was jetzt kommt.

Zunächst schien das Outlook-Plug-in GpgOL prima zu funktionieren. Stutzig wurde ich erst, als ich eine entschlüsselte E-Mail nicht in einen anderen Ordner verschieben konnte. Es ging einfach nicht. Danach stürzte das Add-in mehrfach ab und wurde deaktiviert. Irgendwann war das GpgOL überhaupt nicht mehr da. Auch eine Neuinstallation des Pakets und mehrfaches Booten half nichts. GpgOL war weg, einfach weg. Auch nicht im Add-in-Verzeichnis unter Optionen. Nichts, niente, nada…

Aber es gibt ja vielleicht Alternativen. Und tatsächlich fand ich das Outlook Privacy Plugin, das auch auf Gpg4win aufsetzt. Als ich es installiert hatte, war es auch in Outlook im Ribbon Band, als ich aber eine Testmail verschlüsseln und abschicken wollte, wurde wie folgt gemeckert:

Nun steht auf der Website zwar If your Gnupg installation is in a custom location, or Outlook Privacy Plugin cannot find your keys, set the GNUPGHOME environmental variable and restart Outlook, aber für einen DAU wie mich ist das ein Buch mit sieben Siegeln.
Wenn eine(r) der LeserInnen mir weiterhelfen kann, dann wäre ich sehr dankbar.

Sollten Sie so ein ambitionierter Laie sein wie ich, dann glauben Sie bitte den Stimmen nicht, die behaupten, Verschlüsselung funktionierte problemlos und wäre auch für Computernormalnutzer mit geringem Aufwand zu bewerkstelligen.

Wenn das so wäre, würde das jeder machen.

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DSGVO für Wald- und Wiesenblogger (4)

Achtung: Dies ist weder eine Rechtsberatung noch eine technische Anleitung! Weder kann ich garantieren, dass die Maßnahmen rechtlich korrekt noch dass sie vollständig sind.

Wer jetzt meint, mit der Überarbeitung seiner/ihrer WordPress-Seite wäre alles erledigt, der täuscht sich. Ein paar Dinge sind noch offen.

Blog auf https umstellen

Das führe ich nur der Vollständigkeit halber auf. Ist beim ToolBlog schon längst passiert. Wie das geht, beschreibt Dr. Katja Flinzner hier oder ein Beitrag von tiefenschaerfe.

Cookies

Es schadet sicher nicht, zum Abschluss noch einmal auf die Browsererweiterungen Ghostery und/oder Privacy Badger zu schauen. Auf diese Weise kann man herausbekommen, wer heimlich von der Website nach Hause telefoniert um das Nutzerverhalten zu melden.
Wie Cookies in Zukunft behandelt werden, ist wohl noch nicht abschließend geklärt, wie RA Max-Lion Keller schreibt. Dennoch sollte weiterhin ein Banner auf die Verwendung von Cookies hinweisen. Welche Möglichkeiten es dazu gibt, zeigt Michelle Retzlaff. Wenn Sie ganz tief in das Thema Cookies einsteigen wollen, dann empfehle ich die Seite What Are Cookies – Computer Cookies Explained.

Datenschutzerklärung

Bis jetzt steht auf dem ToolBlog eine Datenschutzerklärung, deren Text von einem Datenschutzgenerator erzeugt wurde. Dieser wurde dankenswerterweise von RA Dr. Thomas Schwenke zur Verfügung gestellt. Momentan wird er bez. der DSGVO überarbeitet. Ich harre sehnsüchtig auf die Veröffentlichung. Allerdings muss man dieses Mal wohl genauer hinschauen und die eine oder ander Anpassung vornehmen. Kleiner Tipp am Rande: Die IT Logic GmbH empfiehlt Impressum und Datenschutzerklärung mit einem noindex gegen Abmahnungen zu versehen.

Weitere Datenschutzgeneratoren findet man auch bei:

ADV-Verträge

Wenn Sie Dritte beschäftigen, die Ihre Daten weiterverarbeiten, dann handelt es sich um Auftragsdatenverarbeitung (ADV). Mit diesen Dritten müssen Sie einen ADV-Vertrag schließen. Dazu gehört u.a. auch der Provider (bei mir all-inkl). Welche Unternehmen derzeit schon einen solchen ADV-Vertrag bereitstellen, verrät uns wieder einmal Finn Hillebrandt: ADV-Verträge für Blogger: Liste mit Hostern, Newsletter-Tools etc.. Wichtig: Es geht nicht nur um das Internet, sondern auch um andere Unternehmen, die unsere Daten verarbeiten. Also muss man überprüfen, mit wem man noch entsprechende Geschäftsbeziehungen hat. Auch mit ihnen müssen ADV-Verträge geschlossen werden.

Sonstiges Zeug

Es gibt noch andere Dinge zu erledigen, die nicht unbedingt mit dem Bloggen zu tun haben, aber mit meiner Tätigkeit als Freiberufler. Zum Beispiel das Erstellen eines Verzeichnisses von Verarbeitungstätigkeiten. Näheres erfährt man bei Thomas Werning in seinem Artikel DSGVO – und nun ?. Auf jeden Fall zu empfehlen ist die Broschüre Erste Hilfe zur Datenschutz-Grundverordnung für Unternehmen und Vereine: Das Sofortmaßnahmen-Paket.

Weitere Informationen über die Kombination Freiberufler und DSGVO findet man unter:

Überprüfung der getroffenen Maßnahmen

Eine letzte Kontrolle darüber, ob unsere Maßnahmen ausreichend sind, könnte die Antwort auf einen (noch) fiktiven Albtraum-Brief sein. Roman Abashin hat ihn geschrieben: Der DSGVO-Albtraum-Brief: Ein Kunde will an seine Daten. Danke Franziska für den Tipp.

Ein letztes Wort

Mein Freund Detlef Stern, ein ausgewiesener IT-Experte meinte, WordPress DSGVO-sicher zu machen ist alles andere als trivial. Das liegt an den ganzen Plugins, die von dritter Seite gebastelt wurden. Ich denke, da hat er Recht. Man darf gespannt sein, inwieweit die DSGVO in späteren Versionen von WordPress berücksichtigt wird. Über die einzelnen Plug-ins, insbesondere über Jetpack habe ich mich ja bereits ausgelassen.

Ich denke, der Grundgedanke der DSGVO ist richtig. Ob man allerdings Großkonzerne, KMUs oder gar Einzelunternehmer über einen Kamm scheren sollte, ist eine andere Frage. Ein Konzern leistet sich halt einige Rechtsanwälte, die sich um nichts anderes als die Anwendung der DSGVO kümmern. Aus diesem Grund wird sich die Abmahnindustrie überlegen, Konzerne und große Unternehmen anzugehen. Das ist bei uns „kleinen Leuten“ leider anders. Und so liegt die Motivation, die DSGVO einzuhalten, nicht so sehr in dem Respekt vor dem Gesetzgeber, sondern vielmehr in der Angst vor den Abmahnhyänen, seien wir ehrlich. Abmahnungen sind mittlerweile ein lukratives Geschäftsmodell geworden. Die Politik weiß das, unternimmt aber nichts dagegen. Vielleicht schreien wir nicht laut genug. Damit sich das ändert, zeichnen Sie die Petition 77180

Unlauterer Wettbewerb – Reform des wettbewerbsrechtlichen Abmahnwesens vom 08.03.2018
(Zeichnen)

… und noch eine Bemerkung:

<sarkasmus> Als Sicherheitsingenieur wünschte ich mir, dass die zuständigen Stellen bei Umsetzung der Arbeitsschutzgesetzes, insbes. der Gefährdungsbeurteilung, nur halb so sorgfältig vorgingen wie bei der DSGVO. Aber vielleicht ist der Aufwand bei der Überprüfung zu hoch und das Abmahnen schwieriger. </sarkasmus>

darkmoon1968 / Pixabay

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DSGVO für Wald- und Wiesenblogger (3)

Achtung: Dies ist weder eine Rechtsberatung noch eine technische Anleitung! Weder kann ich garantieren, dass die Maßnahmen rechtlich korrekt noch dass sie vollständig sind.

In diesem Beitrag möchte ich mich mit dem Plug-in „Jetpack“ befassen. Man könnte ihn deshalb auch mit „Das Jetpack-Problem“ betiteln.

Leider kann man m.W. die Funktion zur Messung des Besucherverkehrs (Traffic) bei Jetpack nicht deaktivieren. Im Klartext: Sobald sich ein Besucher auf der Seite befindet, geht die Trackerei los. Momentan arbeitet Automattic offenbar mit Hochdruck daran, Jetpack DSGVO kompatibel zu machen. Sollte dies allerdings nicht rechtzeitig klappen, werde ich Jetpack bis auf weiteres komplett abschalten (müssen).

Über mögliche Alternativen für die Statistikfunktion habe ich im letzten Teil der Reihe geschrieben.

Mit dem Abschalten von Jetpack ist leider dann auch gleich ein ganzes Bündel nützlicher Funktionen weg, die ebenso bequem wie leicht einzurichten sind, wie:

  1. Das Jetpack Mobile-Theme
  2. Das Teilen meiner Beiträge automatisch in sozialen Netzwerken
  3. Funktion „Blog folgen“ und „Kommentaren folgen“
  4. Ähnliche Inhalte am Ende des Beitrags anzeigen

Ich gebe zu, dass ich diese Funktionen gerne nutze bzw. genutzt habe. Hier einige Ideen, wie sich die einzelnen Module vielleicht ersetzen lassen.

Das Jetpack Mobile-Theme

Ich weiß, mein derzeit benutztes mobiles Thema sollte responsiv sein. Ist es auch, nur bin ich damit aus verschiedenen Gründen sehr unzufrieden. Deshalb habe ich diese Funktion von Jetpack gerne genutzt. Leider habe ich noch keine vernünftige Alternative gefunden. WPtouchPro ist mir zu teuer. Außerdem hatte ich es schon einmal und wurde durch eine kundenunfreundliche Update-Politik verärgert. David Keulert hat noch eine andere Idee: Minileven Mobile Theme ohne Jetpack nutzen. Allerdings hat das bei mir nicht funktioniert.
Derzeitiger Stand: Ich suche nach einem ähnlich minimalistischen mobilen Theme á la Minileven. Wenn Sie eines kennen, lassen Sie es mich wissen.

Teilen der Artikel in sozialen Netzwerken

Das war eine äußerst bequeme Funktion von Jetpack, die ich sehr vermissen werde. Auch hier habe ich noch keine datenschutzgerechte Methode gefunden. Außer dem händischen Verlinkten natürlich. Aber ich bleibe am Ball.

Andere Funktionen wie Sharing oder Like Buttons sind bei mir schon jetzt nicht mehr im Einsatz. Siehe auch hier den zweiten Teil dieser Artikelreihe.

Funktion „Blog folgen“ und „Kommentaren folgen“

Momentan können Sie dank dieser Funktion ein Abo auf Blogartikel und Folgekommentare abschließen. Das funktioniert sogar wie es soll, nämlich mit Double-Opt-in und einfacher Abmeldemöglichkeit. Die E-Mail-Adressen werden bei wordpress.com gespeichert, wo ich jederzeit Zugriff auf sie habe. Ich weiß also, wo sie stehen und kann sie auf Wunsch sofort löschen. Soweit so gut, aber wenn Jetpack komplett abgeschaltet wird, wird auch diese Funktion abgeschaltet. Momentan denke ich über den Einsatz der Plug-ins Subscribe To Comments Reloaded oder Subscribe to Double-Opt-In Comments nach.
Derzeitiger Stand: Ersatz möglich, aber umständlich. Insbesondere das Abonnieren neuer Artikel via E-Mail ist für mich noch nicht befriedigend gelöst.

Ähnliche Inhalte am Ende des Beitrags anzeigen

Auch dies war eine schöne Funktion, die ich sehr vermissen werde. Als Alternative bietet sich Contextual Related Posts an.

Fazit

Auch wenn ich bei einigen WordPress-Spezialisten Naserümpfen erzeuge: Mir wird Jetpack fehlen. Allerdings gebe ich die Hoffnung nicht auf, dass den Macherinnen und Machern bei Automattic noch rechtzeitig bis Ende Mai das Richtige einfällt. Einige sind in Europa beheimatet, die DSGVO bzw. GDPR dürfte sie deswegen ausreichend beschäftigen. Ich würde mich jedenfalls freuen, wenn sie es bis zum Stichtag schaffen. Nicht ganz uneigennützig, wie ich zugebe.

burntpoet / Pixabay

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DSGVO für Wald- und Wiesenblogger (2)

Achtung: Dies ist weder eine Rechtsberatung noch eine technische Anleitung! Weder kann ich garantieren, dass die Maßnahmen rechtlich korrekt noch dass sie vollständig sind.

Vielleicht der für Blogger wichtigste Punkt der DSGVO ist der Umgang mit den persönlichen Daten der Besucher. Was es damit auf sich hat, erfahren Sie in einer schönen Infografik der Europäischen Kommission.

Kritisch wird es immer dann, wenn es um die persönlichen Daten der Leserinnen und Leser geht. Darunter fällt neben den üblichen Verdächtigen wie Name oder E-Mail auch die IP-Adresse des Nutzers. Für mich gilt damit eine Art hierarchische Maßnahmenliste zur Vermeidung von Ärger:

  1. Gar keine persönlichen Daten erheben
  2. Persönliche Daten erheben, aber vorher um Erlaubnis fragen und jederzeitigen Widerruf ermöglichen
  3. In der Datenschutzerklärung darauf hinweisen, wann, wo und wozu die Daten erhoben werden. Ansonsten s. (2)

Ich gebe zu, als datentechnischer Laie habe ich nicht schlecht gestaunt, als ich gewahr wurde, was so an Daten erhoben wird, von denen ich Naivling gar nichts gewusst hatte. Allerdings habe ich mich als Blogger auch nicht besonders darum gekümmert. Wenn Sie wissen wollen, wer auf Ihrer Seite als irgendwelche Daten trackt, dann schauen Sie im Quelltext nach. Ein anderes nützliches Helferlein ist die Browsererweiterung Ghostery. Für mich haben sich hierbei diese Problemfelder ergeben:

Tracking via Schriftarten

Wenn Sie in Ihrem WordPress-Theme wie ich Google Fonts eingebunden haben, dann gibt es etwas zu tun: Entweder Sie ersetzen die diese durch Systemschriften oder Sie lagern die Fonts auf Ihren Server(-platz) aus. Näheres beschreibt ein Artikel im Privacy Handbuch. Wissenswertes über Google Fonts auch bei:

Nutzerstatistiken

Da ich doch interessiert bin, wie viele Mitmenschen mein ToolBlog besuchen und wozu, habe ich Google Analytics und das Plug-in Jetpack von Automattic im Einsatz. Wenn ich die DSGVO richtig verstanden habe, verarbeiten diese Anbieter die Daten meiner Besucher weiter. Also muss ich mit diesen eine Vereinbarung zur Auftragsdatenverarbeitung treffen. Bei Google geht das, Automattic ist an dem Thema dran. Ich persönlich werde erst einmal meine Google Analytics Konten komplett löschen. Jetpack wird deaktiviert. Um nicht ganz ohne Statistik dazustehen werde ich wohl Statify installieren. Zitat: Es ist konform zu deutschem Datenschutzrecht, da es weder Cookies noch einen Drittanbieter nutzt. Eine Alternative zu Statify könnte WP Statistics sein.

Hier noch einige einschlägige Artikel:

Kommentare und IP-Adressen, das Kontaktformular

Blogs leben durch den Austausch mit den Lesern, der über die Kommentarfunktion erfolgt. Dummerweise wird hierbei von WordPress die IP-Adresse erfasst. Man kann dies durch das Plug-in Remove IP verhindern. Schon installiert!

Bereits gesammelte IP-Adressen müssen aus der Datenbank entfernt werden. Wie das geht, beschreibt Jens Bayer: IP Adressen von Nutzern nicht speichern.

Außerdem hole ich mir in Zukunft das Einverständnis der Leser ab, den Kommentar zu veröffentlichen (Hier wiehert der Amtsschimmel!). Das geht ganz einfach mit dem Plug-in WP GDPR Compliance.

Das Gesagte gilt auch für das beliebte Kontaktformular. Ich habe mich gefragt, warum ich überhaupt eines brauche und werde es von der Seite nehmen. Die E-Mail-Adresse reicht auch. Allerdings: Muss ich für die DSGVO auch schriftlich festhalten, dass über die Signatur des Schreibers die Adresse (persönliche Daten!) u.U. in der Kontaktliste von Outlook landet?. Muss ich dazu auch die Erlaubnis einholen? Fragen über Fragen…

Einbinden von Social Media Buttons und anderer Dateien

Zum Teilen auf den sozialen Netzwerken gibt es die Social Media Buttons (Twitter, Faceboók & Co). Ich habe sie bereits entfernt, denn sie wurden ohnehin nur selten genutzt. Wenn ich mal viel Zeit habe, dann installiere ich vielleicht das Plug-in Shariff Wrapper. Dann klappt es auch mit der Datensicherheit.

Einbinden von YouTube & Co.

Um YouTube datensicherheitstechnisch richtig einzubinden, gibt es einige Möglichkeiten, die hier beschrieben werden:

Ich werde das Plug-in Embed videos and respect privacy installieren. Das Plug-in baut erst eine Verbindung zu Youtube auf, wenn der Nutzer aktiv auf den Abspielen-Knopf klickt.

Ansonsten habe ich noch einige Videos von Vimeo, bestimmte Tweets und Infografiken mit Skripts eingebunden. Ich werde dies durch einfache Textlinks ersetzen. Nützt ja nichts.

Zwei kleine Helferlein: Anti-Spam-Bee und Pretty Links

Zur Abwehr von Spam habe ich Anti-Spam-Bee im Einsatz. Allerdings „sollten die Optionen „Öffentliche Spamdatenbank berücksichtigen“ sowie „Kommentare nur in einer bestimmten Sprache zulassen“ deaktiviert werden“, wie Finn Hillebrandt schreibt.

Außerdem verwende ich auch Pretty Links, die hässliche Bandwurm-Linkadressen verkürzt. Auch das ist laut Finn kein Problem, wenn man durch Ausschalten die Klick-Statistiken unterbindet.

Vielen Dank soweit, nach den Feiertagen geht es weiter.

bis dahin…

Frohe Ostern!

stux / Pixabay

 

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DSGVO für Wald- und Wiesenblogger (1)

Die Spatzen haben es mittlerweile so lange von den Dächern gepfiffen, bis es schließlich selbst Schwerhörige wie ich nicht mehr überhören konnten.

Ab 25. Mai 2018 gilt die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO)

Ich will mich hier weder über das Für und Wider auslassen, noch diese Verordnung in aller epischen Breite erläutern. Im folgenden richte ich mich vielmehr an die Wald- und Wiesenblogger, die so etwas wie das ToolBlog betreiben und einfach nur wissen möchten, was zu tun ist. „Was zu tun ist“ habe ich gerade geschrieben und mir dabei fast den Finger in die Tastatur geklemmt. Natürlich erhebe ich nicht den Anspruch,

  1. rechtsverbindliche Auskunft zur erteilen (ich bin kein Jurist!)
  2. detaillierte technische Anleitung geben (ich bin kein ITler!)
  3. vollständig und ohne Fehler zu sein (ich bin ein Mensch!)

Vielmehr erläutere ich in diesem Beitrag nur mein Vorgehen und meine Schritte, die ich bis zum o.a. Stichtag abgeschlossen haben möchte.

Allgemeine Informationen

Wenn Sie „DSGVO“ in einen Suchmaschine tippen, dann werden Sie förmlich von der Fülle von Suchergebnissen erschlagen. Vielleicht halten Sie sich an das Nächstliegende:

Mir ging es wie Ihnen. Man muss schon mit besonderer Geduld gesegnet sein, um derlei Texte wirklich durchzulesen. Wobei das Lesen allein nicht reicht, denn verstehen muss man sie auch und ableiten können, was das für das eigene Weblog bedeutet. Viele Artikel, die man im Netz finden kann, richten sich an Unternehmen jedweder Größe. Wir sogenannten „kleinen Leute“, die ein mehr oder weniger einfaches Weblog mit WordPress betreiben, müssen da schon näher hinschauen, um geeignete Beiträge zu finden.

Für den ersten Überblick hilft Ihnen vielleicht die Broschüre Erste Hilfe zur Datenschutz-Grundverordnung für Unternehmen und Vereine: Das Sofortmaßnahmen-Paket.

Ansonsten bedanke ich mich bei den Autorinnen und Autoren dieser Beiträge, die mir sehr geholfen haben:

Aus diesen und anderen Artikeln, die ich an entsprechender Stelle verlinken werde (auch hier großer Dank an die Autoren), habe ich mir die Vorgehensweise gebastelt, die ich in mehreren Abschnitten vorstellen möchte. Fragen Sie bitte mich nicht, warum ich das so machen werde. Nähere Informationen finden Sie in den o.a. Quellen oder unter den entsprechenden Links. Ich werde mich auf die Maßnahmen beschränken, die ich für mein ToolBlog zu tun gedenke. Kurz, knapp, knackig.

Bis denne…

Justitia

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So holen Sie mehr aus Ihrer Maus (Windows)

Ich fahre computertechnisch zweigleisig. Zuhause in meinem Büro arbeite ich an einem Desktop mit zwei Bildschirmen und Windows 10. Wenn ich unterwegs bin, nutze ich ein MacBook Air. Nach einigen Jahren Erfahrungen kann ich also ganz gut die Vor- und Nachteile beider Systeme beurteilen. Und wenn Sie mich jetzt fragen, wer der Gewinner ist, der Windows-Rechner oder der Mac, dann ernten Sie von mir ein Achselzucken. Ich finde, beide Computer haben ihre Vor- und Nachteile. Perfekt sind sie beide nicht oder wie der Schwabe sagt: „Irgendebbes isch immer“.

Was mir aber auf dem MacBook immer wieder gefällt, ist der Gebrauch des Touchpads. Die Bedienung mit Handgesten finde ich wirklich genial. Leider bin ich überfragt, ob die Windows-Laptops so etwas mittlerweile auch im Angebot haben.

Wenn Sie mehr aus Ihrer Windows-Maus am Desktop herausholen möchten, dann versuchen Sie es doch einmal mit Mausgesten. Wenn Sie StrokesPlus, dann sind den Gesten nahezu keine Grenzen gesetzt. Sogar eigene Skripte lassen sich entwickeln. Wie das Ganze funktioniert, zeigt Ihnen das Video:

Ach so: Das Programm ist ummesonscht, um Spenden wird gebeten.

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Wie Sie Ihre Aufgaben mit Thunderbird organisieren

Ich sag es mal vorweg, auch wenn ich mich bei manchen Zeitgenossen unbeliebt mache. Wenn Sie die Möglichkeit haben, preisgünstig an MS Outlook zu kommen, z. B. über eine Mitarbeiterlizenz Ihres Unternehmens, dann tun Sie es. Outlook ist zusammen mit Trello für mich immer noch das Mittel der Wahl für die Organisation meiner Aufgaben.

Allerdings frage ich mich hin und wieder, was ich benutzen würde, stünde mir Outlook nicht zur Verfügung. Aufgrund positiver Erfahrungen in der Vergangenheit kommt mir dann sofort Thunderbird in den Sinn. Das Programm ist umsonst und offenbar können Sie damit auch ganz hervorragend Ihr Aufgabenmanagement gestalten. Wie das gehen könnte, habe ich im ToolBlog in diesen Beiträgen festgehalten:

  1. GTD® mit Thunderbird
  2. 10 Add-ons für Thunderbird und das Exchange-Problem

Nun ist noch ein anderer Artikel dazu gekommen, der allerdings schon etwas angestaubt zu sein scheint. Er stammt von Katy Whitton und hat den Titel  Getting Things Done with Thunderbird.

Ein Problem ist allerdings (zumindest für mich) immer noch ungeklärt. Wie bekommen ich die Daten mit einem Exchange-Server syncronisiert?
Falls zu dieser Frage eine Leserin oder ein Leser inzwischen eine Antwort gefunden hat, dann wäre ich für einen entsprechenden Kommentar überaus dankbar.

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Liebe auf den zweiten Blick: TiddlyWiki

Auch für mich gab es eine Zeit vor Evernote. Sie vermuten richtig, das muss gefühlt mehrere Jahrzehnte her sein. Vor Evernote habe ich für Notizen TiddlyWiki benutzt und damit Workshopprotokolle, Buchzusammenfassungen und andere Notizen angefertigt, gesammelt und verwaltet. Ich fand die Arbeit mit diesem Programm damals sehr angenehm, denn es war unkompliziert und ummesonscht. Außerdem lief es im Browser, was eine Installation unnötig machte.

Abgesehen von der allwissenden Wikipedia scheinen Wikis etwas aus der Mode gekommen zu sein. Zumindest ist dies mein Eindruck, ich kann mich natürlich auch täuschen. Wenn dem aber so ist, dann geschieht dem Wiki großes Unrecht, denn man kann es vielseitig verwenden:

  • für To-do-Listen
  • im Projektmanagement als Projektjournal
  • als Verfahrenshandbuch,
  • für Checklisten
  • zur Planung von Veranstaltungen
  • zum Verfolgen von Kundenaufträgen
  • zum Nachfassen bei Rechnungen
  • für Notizen und Schnipsel,
  • für eine Zusammenstellung häufig gestellter Fragen (FAQ)
  • Für Anleitungen und als Wissensspeicher aufziehen
  • u.v.m.

Um Literaturexzerpte anzulegen und zu sammeln, habe ich mich der Vorteile des Wikis erinnert und auf meinem Serverplatz DokuWiki installiert. Vielleicht bin ich schwer von Begriff, aber ich finde zu diesem Programm keinen Zugang. Und wenn ich nach einer Woche ein Progremm immer noch nicht begriffen habe, dann nehme ich davon Abstand.

Detlef Stern hat mich in einem Tweet wieder an TiddlyWiki erinnert, das er als Autorensystem einsetzen will. Grund genug, in der Weiten meines Archivs zu stöbern. Hier die Ergebnisse meiner Recherchen:

  • Die offizielle Website von TiddlyWiki
  • TiddlyVault: Hier finden Sie Erweiterungen, mit denen Sie den Funktionsumfang von TiddlyWiki erweitern können. Vorsicht: Die Seite ist nicht mehr taufrisch!
  • Wenn Sie ohne USB-Stick von überall arbeiten wollen, dann hilft Ihnen vielleicht tiddlyspot weiter. Sie können sowohl private als auch öffentliche Wikis anlegen. Noch einmal Vorsicht, Ihre Daten sind nicht besonders gesichert!
  • MPTW TiddlyWiki ist ein aufgemotztes TiddlyWiki. Worin der Mehrwert besteht, weiß ich leider nicht. Ich bitte Sie, es selbst herauszufinden.
  • Unter TiddlyTools finden Sie eine Reihe von „Technologies, Techniques, Tricks, Tips, Tweaks and Tutorials“

Für Menschen, die TiddlyWiki für ihr Aufgabenmanagement verwenden möchten, gibt es einige Ableger, die sich vornehmlich an David Allens GTD© orientieren:

Wenn Ihnen die Sache mit dem Browser nicht geheuer ist, dann können Sie TiddlyWiki auch auf Ihrem Serverspace einrichten. Wie das geht, verrät Ihnen Dirk ? oder Sie nutzen den MicroTiddlyServer. Wie letzterer genau funktioniert, konnte ich allerdings nicht in Erfahrung bringen.

Gerne verweise ich die Leserinnen und Leser auf die anderen Artikel im ToolBlog:

Detlef Stern hat übrigens vorgeschlagen, mit TiddlyWiki den Zettelkasten nach Luhmann zu realisieren. Ich bin von der Idee begeistert, nur müsste ich dann endlich mal begreifen, wie der Zettelkasten funktioniert. Aber ich werde mit Detlef in Kontakt bleiben. Über den Stand der Dinge halte ich Sie auf dem Laufenden.

TiddlyWiki

Screenshot Wikipedia unter CC BY-SA 4.0

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Auf zum digitalen Frühjahrsputz!

Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber von Zeit zu Zeit sehe ich den Wald vor lauter Bäumen nicht (mehr). Nun habe ich mich bei den sozialen Medien schon auf das Wesentliche beschränkt und dennoch habe ich das Gefühl mich zu verzetteln. Verzetteln ist wiederum Gift für die persönliche Produktivität. Höchste Zeit zum Aufräumen also.

Bekanntlich gibt es keine Zufälle und so bin ich dieser Tage über einen Artikel gestolpert, der genau dies zum Thema hat: How to Eliminate Distractions and Organize Your Online Life in 8 Easy Steps. Der Verfasser Daniel Wallen empfiehlt:

  1. Schalten Sie alle Benachrichtigungen von sozialen Medien ab
    In meinen Workshops empfehle ich meinen Teilnehmern immer, die Benachrichtigunsfunktion von Outlook & Co auszuschalten. Es ist verführerisch, sofort im Eingangskorb nachzuschauen, was wohl gekommen sein mag. Warum wir das unbedingt wissen wollen, habe ich hier beschrieben. Leider finden Sie den Benachrichtigungsunfug auch anderswo, z. B. in Windows. Wie Sie ihn dort deaktivieren können, zeigt uns Roland Freist.
  2. Tragen Sie sich aus allen Newslettern u.ä. aus, die Ihnen keinen Mehrwert bringen
    Ja, ich gehe zu, ich kann die vielen Newsletter-Abos, die sich bei mir im Lauf der Jahre angesammelt haben, gar nicht mehr überschauen. Vielleicht werde ich mich des Tools unroll.me bedienen, mit der man ungenutzte Newsletter gleich bündelweise kündigen kann.
  3. Verlassen Sie alle Facebook-Gruppen, in denen Sie nicht aktiv sind
    Man könnte zwar die Abos der Nachrichten dieser Gruppen in der Timeline aufheben, aber warum nicht gleich Nägel mit Köpfen machen? Verlassen wir doch gleich die entsprechende Gruppe.
  4. Ent-liken Sie Facebookseiten, für die Sie sich nicht mehr interessieren
    Siehe (3)
  5. „Entfreunden“ Sie Menschen, mit denen Sie ohne besonderen Grund „befreundet“ sind
    Dieser Punkt trifft auf mich tatsächlich zu. Ich bin mal diesem Facebook beigetreten, um mit Familienmitgliedern und wirklichen Bekannten in Kontakt zu bleiben. Mittlerweise ist bei dem Konto doch eine Mischung aus dieser Gruppe, beruflichen Kontakten und völlig Unbekannten herausgekommen. Falls Sie also demnächst auf Facebook nicht mehr mit mir verbunden sein sollten, ist das nicht böse gemeint. Ich habe dann nur etwas aufgeräumt.
  6. Löschen Sie unbenutzte Telefonnummern
    Kalt erwischt. Die Zahl der Karteileichen in meiner Kontaktdatenbank wird immer größer. Auch hier ist die Folge wieder mangelnde Übersicht, nicht nur auf dem Desktop, sondern auch auf dem Mobilteil. Also: Kontakte sichern und dann gnadenlos „ausmisten“.
  7. Stoppen Sie unerwünschte Post und Telefonanrufe
    Obwohl bei uns die Regeln für derartigen Spam relativ eng gefasst sind, kommt es leider immer wieder vor, dass man ungebetene Post bekommt. Angeblich sollen die Robinsonlisten dagegen schützen. Ob das funktioniert, weiß ich nicht, ich habe es noch nicht ausprobiert.
  8. Gehen Sie diese Liste noch einmal in einem Monat durch
    Mit der persönlichen Produktivität ist es wie mit dem Gärtnern. Um Wildwuchs zu vermeiden, muss man immer wieder die Bäume zurückschneiden. Aus diesem Grund habe ich mir vorgenommen, zweimal im Jahr die o.a. Punkte abzuarbeiten.

Auch wenn die Liste sehr auf Facebook abhebt, so lässt sie sich doch sicher auch auf andere sozialen Netzt übertragen. Vielleicht sollte ich überhaupt einmal überlegen, in welchen Netzwerken ich Mitglied sein möchte. Eine Übersicht über die Abmeldung bei ausgewählten Netzwerken finden Sie hier.

Die Liste hat mich überzeugt, der digitale Frühlingsputz ist vorgemerkt.

orzalaga / Pixabay

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Die allumfassende App für Checklisten

Einige Male schon habe ich im ToolBlog auf den Nutzen von Checklisten hingewiesen. Wenn Sie diese Listen elektronisch aufsetzen wollen, dann haben Sie die Qual der Wahl. Die Zahl der einschlägigen Apps ist nahezu unüberschaubar. Außerdem gehört bei manchen Herstellern ein Checklistenprogramm zur Grundausstattung, beim Mac zum Beispiel. Auch viele Notizprogramme wie Evernote stellen eine entsprechende Funktion bereit.

Nun bin ich über eine App gestolpert, die speziell für das Erstellen von Checklisten gemacht ist. Sie heißt, was Wunder, Checklist und steht für alle möglichen Formate kostenlos zur Verfügung. Es gibt Varianten für iOS und Android, aber auch für den Kindle oder sogar als WordPress-Plugin. Desktopversionen gibt es hingegen nicht. Das macht aber nichts, sie können Ihre Listen auch über das Web erstellen und pflegen. Außerdem müssen Sie nicht das Rad von neuem erfinden, sondern können in einer Sammlung unterschiedlichster Business- und Heimchecklisten stöbern und schauen, ob etwas für Ihre Zwecke dabei ist.

Übrigens können Sie Checklisten auch in Ihre Website einbinden, so wie hier.

Tutorial for a Tutorial Format

Mir gefällt Checklist auf den ersten Blick sehr gut und ich werde die App einmal ausprobieren. Ist ja ummesonscht.

geralt / Pixabay

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