Archiv der Kategorie: Projektmanagement

Personal Kanban mit Evernote

Ich betreibe Personal Kanban mehr oder weniger intensiv und verwende dazu Trello wie so viele meiner Zeitgenossen. Weil ich darüber hinaus aber auch Evernote-User bin, stach mir eine Artikelreihe von Frank Degenaar sofort ins Auge. In dieser zeigt er uns, wie mit Evernote ein Personal-Kanban-System erstellt werden kann.

Für die Zeitgenossen, die noch nicht mit Personal Kanban vertraut sind, beschreibt er zunächst in Kanban Calendar: task management at its simplest den Hintergrund dieses Ansatzes und die grundsätzliche Vorgehensweise.

Und dann geht es ins Eingemachte. In 5 ausführlichen Beiträgen erfahren wir bis ins Detail, wie wir die Features von Evernote für Kanban einsetzen können. Starten Sie hier mit dem ersten Teil der Serie.

Ich selbst werde wohl bei Trello bleiben. Allerdings muss ich zugeben, dass es schon einen gewissen Charme hat, die Aufgaben mit so wenig Tools wie möglich zu erledigen. Den Nachteil sehe ich allerdings darin, Programme, die eigentlich für einen anderen Zweck gebaut wurden, für einen anderen zwangsweise hinzubiegen. “Suboptimal” nennt der Fachmann bisweilen das Ergebnis.

Ob dies zutrifft, können nur Sie selbst entscheiden. Probieren Sie es aus.

Kanban

[Foto von Jeff.lasovski [via Wikimedia Commons], (Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported)]

Schreibe eine Antwort

XMind für Projekte (Whitepaper)

Zwar möchte ich nicht behaupten, dass Projekte allein mit Mind-Maps gestemmt werden können, ein wertvolles Werkzeug sind sie aber allemal. Vor allem in der ersten Phase, bei der Entwicklung von Ideen, leisten sie wertvollen Dienste.

Aus diesem Grund bietet auch fast jedes  einschlägige Programm die Möglichkeit, Mind-Maps projektgerecht weiterzuverarbeiten, sei es in der Zuordnung von Ressourcen oder bei der Erstellung von Projektplänen, wie z. B. Gantt-Charts.

XMind macht da keine Ausnahme. Wenn Sie wissen möchten, wie Sie XMind für die Organisation von Projekten einsetzen können, dann können Sie eine Anleitung in Form einer pdf-Datei (zur Zeit noch) kostenlos herunterladen: Project Management White Paper 2017.

XMind_Projekt

Schreibe eine Antwort

Podcast 029: Im Gespräch mit Thilo Niewöhner

Diesmal habe ich mich mit dem Projektmanager und -consultant Thilo Niewöhner unterhalten.

Die Themen unseres Gesprächs:

  • Der Unterschied zwischen Dienst- und Werkverträgen
  • Die Dienstleistung, die er im Projektmanagement erbringt
  • Agile und „klassische“ Methoden des Projektmanagements
  • Iterationszyklen im klassischen Projektmanagement
  • Wie Risk-Management funktioniert
  • Wie man Projekte an die Wand fährt
  • Kommunikation innerhalb eines Projekts
  • State of the Art of „Führung“
  • Der Umgang mit Konflikten in Projekten und das Treffen von Entscheidungen
  • Die Bedeutung von „Blau“ und  „Rot“: Parallelkulturen in Unternehmen
  • Die Nachteile der Matrix-Organisation
  • Führen ohne Weisungsbefugnis
  • Die Besonderheiten des PM Camps in Dornbirn und anderswo
  • Informelle Strukturen im Unternehmen
  • Wie sich Thilo organisiert: OneNote und Outlook

Hier die Links zum Podcast::

1 Antwort

Der Grundkurs für Agile Results

Über den Ansatz “Agile Results” von J. D. Meyer habe ich im ToolBlog bereits mehrfach berichtet (“Agile Results in 7 Tagen” und “Getting Results the Agile Way: Das Wiki”). Damals hatte ich geschrieben, dass ich mit diesem Ansatz nicht so richtig warm werden konnte. Leider hat sich das bis jetzt noch nicht grundlegend geändert. Das sagt nichts über die Qualität dieser Methode aus, sondern eher etwas über meine begrenzte Aufnahmefähigkeit, denn wenn mein Freund und Kollege Thomas Mathoi diesen Ansatz empfiehlt, dann hat das sicher gewichtige Gründe.

Vielleicht bewegt mich die mehrteilige Einführung auf Asian Efficiency dazu, noch einmal den Versuch zu unternehmen, mich mit Agile Results zu beschäftigen. Die Autoren stellen die Methode in vier Teilen vor und beschäftigen sich darüber hinaus  mit diversen Einzelaspekten wie

  • Agile Results und Mind Mapping
  • Agile Results und OmniFocus
  • Agile Results Sprints
  • Agile Results und Evernote

Natürlich darf auch der direkte Vergleich mit der Konkurrenz nicht fehlen: 6 Ways Agile Results is Better than GTD.

Außerdem erhalten Sie allerhand weiterführende Links zur Vertiefung, unter anderem zur 30-Tage-Implementierungstour vom Erfinder der Methode JD Meier.

Für mich ist das Buch von JD Meier, sagen wir mal vorsichtig, schwer verdauliche Kost. Je nach Stimmung würde ich sogar den Ausdruck “unverdaulich” verwenden. Aber das liegt immer auch im Auge des Lesers. Deshalb hier noch einmal der Link zu Buch.

Nachtrag (9. 1. 2018)

Auch Thanh von Asian Efficiency hat eine ganze Serie zu Agile Results geschrieben. Sie finden Sie hier.

 

Schreibe eine Antwort

Die besten Projektmanagementblogs

Die Macher des ProjektassistenzBlogs haben heute eine Liste mit lesenswerten Projektmanagementblogs veröffentlicht: 15 großartige deutsche Projektmanagement-Blogs, die Sie kennen sollten.

Ich gebe zu, ich lese nicht alle diese Blogs, aber ich kenne die Menschen, die dahinter stehen und somit möchte ich mich dem ProjektassistenzBlog anschließen. Allen Leserinnen und Lesern, die sich für Projektmanagement interessieren, seien diese Blogs ans Herz gelegt.

Übrigens hatte ich einige genannte Autoren schon für meinen Podcast an der Strippe, nämlich

Demnächst folgt ein Gespräch mit Christian Botta von Visual Braindump und wer weiß, wen ich noch ans Mikrofon bekomme.

blog-684748_1920

[Foto von Sophie Janotta [via pixabay], (CC0 Public Domain)]

Schreibe eine Antwort

Office 365 Planner kommt!

Ich gebe zu, ich bin gespannt wie ein Flitzebogen. Dieser Tage wird MS Office 365 Planner auch für die deutschen Nutzer freigegeben. Als zufriedener Nutzer von Trello bin ich neugierig, ob auch für den Planner der Grundsatz gilt

Das Bessere ist der Feind des Guten.

Wir werden sehen. Einen ersten Eindruck vermittelt dieses Video:

2 Antworten

Nützliche Erweiterungen für Trello

Mittlerweile nutze ich für die Organisation meiner eigenen größeren Vorhaben Trello, das ich nach Art der Methode “Personal Kanban” gestalte. Ich gebe zu, von einer optimalen Verwendung des Werkzeugs trennen mich noch einige Meter, aber ich bin ja lernfähig und mit zunehmendem Gebrauch wird sich auch die nötige Meisterschaft einstellen.

Da ich weiß, das viele Leserinnen und Leser ebenfalls Trello nutzen, möchte ich auf einige Erweiterungen hinweisen, die Akshata Shanbhag in Ihrem Artikel beschreibt: 11 Essential Trello Integrations That Make Your Job Easier. Hierbei handelt es sich um

  1.  PomoDone, ein Timer für die Tomatentechnik den Sie mit Trello verbinden können
  2. Trello Bookmarklet Maker, ein raffiniertes Tool zur Erzeugung von Bookmarklets für Trello
  3. Gmail for Trello. Hier können Sie auf Knopfdruck E-Mails als Aufgaben an Trello senden
  4. Taco macht Ihre To-do-Liste in einem eigenen Tab im Chrome-Browser sichtbar. (Wer es braucht…)
  5. Mit Chromello  können Sie Trello Cards aus Chrome’s Omnibox erzeugen. (Was ist die Omnibox?)
  6. Timeneye ist ein Zeiterfassungstool, das mit Trello hervorragend zusammenarbeitet
  7. Mit Tab for Trello (Mac) haben Sie Zugang zu Trello von der Menüzeile
  8. Plus for Trello erzeugt Zwischenberichte Ihrer Projekte auf Trello
  9. Mit IFTTT lassen sich unzählige Verknüpfungen nutzen
  10. Echo for Trello hilft Ihnen, wiederkehrende Aufgaben in Trello zu erstellen
  11. Mit Websites for Trello können Sie Ihr Weblog mit Trello betreiben. Ein interessantes Konzept, finde ich

Wie ich gehört habe, bastelt Microsoft im Rahmen von Office 365 an einem eigenen Aufgabenboard unter dem Namen Office Planner. Das Programm ist aber noch nicht für alle Nutzer freigeschaltet. Ich bin gespannt, ob Microsoft den Vorsprung von Trello noch einholen kann. Naja, notfalls werden sie dann den Laden eben einfach kaufen.

post-it-1079361_1920

 

 

E-Buch zum Thema (Werbung)

Trello – Agiles Zeitmanagement: Mit mehr Produktivität endlich Dinge geregelt kriegen (Kindle Edition)
by Frank Albers

Price:
0 used & new available from
(0 customer reviews)

2 Antworten

OneNote für das Projektmanagement

Seit Jahren benutze ich für die Verwaltung meiner umfangreichen Notizen ausschließlich Evernote. Für eine kurze Zeit habe ich OneNote ausprobiert, bin aber relativ schnell wieder zu Evernote zurückgekehrt. OneNote orientiert sich sehr an realen Notizbüchern. Der Sinn dahinter hatte sich mir damals nicht erschlossen.

Momentan denke ich allerdings wieder darüber nach, meine Instrumente für Recherche und Notizen neu zu sortieren. Insbesondere für das eigene Projektmanagement könnte ich mir den Einsatz von OneNote durchaus vorstellen. Womit wir beim Thema wären. Tina Sieber hat einen umfangreichen Artikel genau darüber verfasst:  How You Can Use Microsoft OneNote for Project Management. Wir erfahren hier

  1. Wie wir Notizbücher, Abschnitte und Seiten nutzen können
  2. Wie man Notizbücher mit anderen Mitmenschen teilt
  3. Wie Daten in Listen und Tabellen organisiert werden
  4. Wie wir E-Mails nachverfolgen und Informationen teilen können
  5. Wie man ein Team Wiki aufsetzt
  6. Durch OneNote Besprechungen produktiver werden
  7. Wie man Projektvorlagen nutzt

Alle Abschnitte hat Tina mit entsprechenden Abbildungen und Videos versehen, so dass das Attribut “umfangreich” für ihren Beitrag wahrlich nicht zu hoch gegriffen ist.

Wie ich mich selbst entscheide, weiß ich noch nicht. Wenn OneNote für den Mac ebenso abgespeckt daher kommt wie Outlook für den Mac, dann hat der Flirt damit wohl ein schnelles Ende. Eine andere Variante wäre dann für mich, den bestehenden Evernote-Account einen langsamen Tod sterben zu lassen und ihn nur noch als “Datenhalde” zu benutzen. Gleichzeitig wird ein neues Evernote-Konto eröffnet, auf dem ich dann (hoffentlich) von Anfang an alles richtig mache: Tagging, IFTTT usw. usf.

Mal sehen…

 

Weitere Bücher zu OneNote (Werbung)

1 Antwort

Probleme lösen mit System

Seit dem Studium habe ich mich immer sehr dafür interessiert, wie man systematisch an die Lösung von Problemen herangehen kann. Wir erinnern uns:

Probleme stellen Hindernisse dar, die überwunden oder umgangen werden müssen, um von einer unbefriedigenden Ausgangssituation in eine befriedigendere Zielsituation zu gelangen. (Wikipedia)

In der Zwischenzeit beschäftige ich mich beruflich mit Problemlösungsmethoden und begleite sogar Workshops dazu. Besonderer Schwerpunkt liegt dabei in der Unterscheidung zwischen trivialen und nichttrivialen Problemen und der Auswahl der richtigen Strategie zu deren Lösung. Es genügt nicht, eine Kiste voll mit Werkzeugen zu besitzen, man muss auch wissen, wann man wozu welches Werkzeug einsetzen sollte und wie man sie zweckmäßig kombinieren kann.

Von Adam Sicinski stammt eine Artikelreihe, die sich ausdrücklich mit den verschiedenen Phasen der Problemlösung befasst:

  1. Define Your Problem
  2. Investigate Your Problem
  3. Re-Imagine Your Idea
  4. Engineer Plan of Action
  5. Execute and Master

Besonders hilfreich finde ich die Fragen, die in jeder dieser Phasen gestellt werden. Sie helfen, den Blick auf das Wesentliche zu lenken und „in der Spur zu bleiben“.

Wenn Sie möchten, können Sie dazu auch ansprechend gemachte Mind-Maps erwerben, auf der die einzelnen Problemlösungsphasen anschaulich dargestellt sind. Ganz billig ist das in Summe nicht, aber die Maps können sich wirklich sehen lassen.

Aber auch wenn Sie die Maps nicht kaufen, die Lektüre der dazu gehörenden Artikel lohnt sich allemal.

Schreibe eine Antwort

#PMCampDOR Nachlese (1): Session „Thesaurus Projekt“

Wie viele meiner Leserinnen und Leser nicht wissen, arbeite ich an einem E-Learning-Kurs zur Selbstorganisation. Ich habe mich in diesem Zusammenhang immer wieder gefragt, wie man Vorhaben betiteln könnte, die David Allen als „Projekte“ bezeichnet. Laut Allen ist ein Projekt etwas, das

  1. aus mehr als einem Handlungsschritt besteht und
  2. innerhalb eines Jahres zu erledigen ist

Sie als Eingeweihte sehen schnell , diese Beschreibung beißt sich mit dem Projektbegriff nach DIN 69901. Ich finde es immer störend, wenn Begriffe durcheinander gebracht werden. Deshalb habe ich mich auf die Suche nach einem anderen Ausdruck für „Projekt“ gemacht. Leider mit mäßigem Erfolg. Die Suche im Open Thesaurus ergab ein eher dürftiges Ergebnis (s. hier).

Auf dem PMCamp in Dornbirn hatte ich deswegen die spontane Idee, einfach die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu fragen, denn schließlich sind sie ja die Experten. Und tatsächlich kamen auch einige Mitmenschen zusammen, die dann in einem Brainstorming alles zusammengetragen haben, was ihnen zu dem Begriff „Projekt“ einfiel:

Die Mind-Map oben links war der Ausgangspunkt für den Gehirnsturm, die blauen Äste sind die Begriffe aus dem Open Thesaurus.

Wie man sieht, war die Ausbeute gewaltig. Das heißt aber nicht, dass die Sammlung abgeschlossen ist. Wenn Ihnen noch etwas zu dem Begriff „Projekt“ einfällt, dann bitte ich um einen kurzen Kommentar zu diesem Beitrag.

Den Teilnehmerinnen und Teilnehmern meiner Session in Dornbirn danke ich herzlich für ihre vielen Ideen. Die Quelle hat förmlich gesprudelt! 🙂

Jetzt liegt es an mir, etwas passendes auszuknobeln.

4 Antworten