Archiv der Kategorie: Methoden

Wie man Glück kaufen kann

Über den Zusammenhang von materiellem Wohlstand und Glück ist schon immer spekuliert worden und solange es  Menschen gibt, wird sich wohl daran nichts ändern. Mittlerweile beschäftigt sich mit dem Thema sogar die Wissenschaft in der sogenannten Glücksforschung. Zu Recht wird immer wieder darauf hingewiesen, dass zunächst einmal der Begriff „Glück“ geklärt werden muss, denn sicher sind die Ansichten über ihn so unterschiedlich wie die Menschen, die ihn gebrauchen. Außerdem müsste geklärt werden, was materieller Wohlstand ist: Wann ist genug genug?

Wie auch immer, mittlerweile liegen aus der Glücksforschung ein paar Ergebnisse vor. Dunn, Gilbert und Wilson haben 2011 den Zusammenhang zwischen Geld und Glück untersucht. Die Grundfrage lautete:

Kann man Glück kaufen?

Die Antwort: Ja, man kann. Aber nur, wenn man gewisse Prinzipien befolgt, die Iris van de Pavert in ihrem Artikel Buying Happiness aufzählt:

  1. Kaufen Sie sich Erfahrungen anstatt materielle Güter
    Das ist eine alte Weisheit: Ein Auto oder ein Gadget kann kaputt gehen, eine Reise oder den Besuch eines schönen Konzerts kann Ihnen aber keiner mehr nehmen.
  2. Unterstützen Sie andere anstatt nur sich selbst
    Anderen etwas schenken ist oft befriedigender als selbst beschenkt zu werden oder sich selbst zu beschenken. Man freut sich einfach mit!
  3. Gönnen Sie sich viele kleine Freuden anstatt wenige große
    „Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft“, heißt ein Sprichwort und warum soll das nur für andere gelten. Gönnen Sie sich öfters eine kleine Freude.
  4. Schließen Sie weniger Versicherungen ab 
    (und das in Deutschland!)
    Überlegen Sie, ob Sie tatsächlich jede Versicherung brauchen, indem Sie sich fragen: (1) Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Schaden eintritt und (2) wie groß ist dit Tragweite, wenn er eintritt. Vieles relativiert sich dann.
  5. Bezahlen Sie jetzt und verbrauchen Sie später
    Das kann ich nur bestätigen. Meine liebe Frau sagt oft vor Antritt einer Urlaubsreise: „Der Flug ist schon lange bezahlt.“ Wir lehnen uns dann zufrieden zurück, obwohl wir gar nicht wissen, warum.
  6. Beachten Sie die Nachteile Ihrer Wünsche
    Überlegen Sie immer auch, was Sie bekommen, wenn Sie bekommen, was Sie wollen. Oft gibt es unschöne Nebeneffekte, an die Sie gar nicht gedacht haben. Oder wie ein Schlauberger einmal sagte: „Hüten Sie sich vor Ihren Wünschen, sie könnten in Erfüllung gehen.“
  7. Tätigen Sie keine vergleichende Käufe
    Überlegen Sie, was Sie tatsächlich brauchen und das ist es dann. Sicher gibt es immer bessere Dinge, aber in der Regel kosten die auch mehr.
  8. Folgen Sie der Herde anstatt Ihrem Kopf
    Schauen Sie, was anderen Mitmenschen Freude bereitet hat und nehmen Sie dies als Anregung. Mit Verlaub, das halte ich für keine gute Idee, weil dann die Gefahr besteht, Vergleiche zu ziehen. Und das ist aller Unglück Anfang.

Wenn Sie tiefer in die Ergebnisse der Forschung von Dunn, Gilbert und Wilson eintauchen wollen, dann lesen Sie doch ihre Abhandlung If Money Doesn’t Make You Happy Then You Probably Aren’t Spending It Right  (pdf).

Eine andere Quelle, die ich zum wärmstens empfehlen kann, ist die Bibel. Hier steht einiges drin zum Thema Glück und Reichtum. Stöbern Sie ein bisschen. Sie werden staunen!

pixel2013 / Pixabay

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Brainstorming für Singles

Auch wenn in letzter Zeit das Brainstorming immer wieder Gegenstand deutlicher Kritik war, nimmt es dennoch in der Hitliste der Kreativitätsmethoden weit oben einen Dauerplatz ein. Allerdings ist diese Methode eher für Arbeitsgruppen gedacht.

Indes können Sie diese Methode zum Generieren von Ideen durchaus auch allein anwenden. Wie so etwas geht, beschreibt beispielsweise ein Artikel auf wikiHow: How to Brainstorm Alone. Vorgestellt werden Arbeitsweisen zur

  1.  Ideenfindung
  2. Organisation von Gedankengängen
  3. Überwindung mentaler Blockaden

Aber auch andere Autoren haben sich mit der Methode Brainstorming für Einzelkämpfer beschäftigt:

  • Gregg Fraley: Brainstoming Alone
    Allgemeine Tipps für die Ideenfindung mit Stift und Notizbuch. Interessant: Man setze sich bestimmte Anzahl von Ideen zum Ziel, die man erreichen muss. Vorher darf man nicht aufhören. Außerdem kann man die Rolle verschiedener Berühmtheiten einnehmen (Was würde Gandhi tun?).
  • Alex Bigman: 14 motivating ways to brainstorm by yourself
    Alex empfiehlt unter anderem, einen Tapetenwechsel vorzunehmen. Gehen Sie doch einmal für das Brainstorming an einen völlig anderen Ort, in ein Café zum Beispiel oder die Stadtbücherei. Weiter gibt Alex Tipps wie Wortspiele, Perspektivenwechsel, Darüber schlafen oder das Führen eines Bilder-Logbuchs z.B. mit Pinterest.
  • Saikat Basu: 8 Tips To Come Up With Winning Ideas When You Are Brainstorming Alone
    Besonders interessant finde ich den Hinweis, wild herumzugooglen oder willkürlich in einem Buch zu blättern. Auch Spazieren gehen kann helfen. Meine Ergänzung: Vergessen Sie das Tagträumen nicht. Besonders, wenn Sie Zug fahren oder im Wartezimmer sitzen. Vergessen Sie dabei Ihr Notizbuch nicht.
  • Andy Eklund: Brainstorming Alone   
    Andy weist hier auf Assoziationsmethoden hin. Er empfiehlt weiterhin, sich die Ideen woanders zu holen, z. B. im Gespräch mit völlig Unbeteiligten.
  • Alexis Anderson: Working Solo? 8 Great Ways to Brainstorm by Yourself  
    Im Prinzip eine Zusammenfassung der o.a. Artikel mit Zitaten mehr oder weniger berühmter Zeitgenossen

Ich persönlich ziehe die Methode vor, die Vera Birkenbihl einmal beschrieben hat:

  • Man nehme sich einen Stoß Karten und lege ihn vor sich auf den Tisch.
  • Nun nimmt man immer eine Karte vom Stapel weg, schreibe eine Idee auf die Karte und lege sie beiseite. Dann die nächste Karte mit der nächsten Idee, dann die nächste Karte mit der nächsten Idee usw.
  • Wenn einem nichts mehr einfällt, mache man eine kurze Pause, trinke einen Kaffee oder ähnliches.
  • Nach der Pause nehme man die Karten mit den Ideen, mische sie und teile diese Karten in zwei neue Stapel.
  • Nun nimmt man die jeweils obere Karte von den beiden Stapeln und notiere auf einer leeren Karte, was einem spontan bei Betrachtung der beiden gezogenen Karten einfällt. Gibt es Unterschiede, Gemeinsames, Verbindungen?
  • Fortsetzung mit den nächsten beiden Karten usw.

Anschließend erfolgt mit allen geschriebenen Karten (Ideen) die Auswertung: Was ist brauchbar, was ist weniger brauchbar, mit was sollte man sich weiter beschäftigen?

Mit diesem Vorgehen habe ich so manche Idee entwickelt oder manche Schreibblockade überwunden.

Wie kommen Sie auf Ideen, wenn Sie alleine sind? Welches Vorgehen führt bei Ihnen zum Erfolg?

qimono / Pixabay

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Szenarien als Ersatz für die Kristallkugel

Eines der Bücher, die in meinen über zwanzig Jahre Tätigkeit in der Organisationsentwicklung am meisten beeindruckt und beeinflusst hat, ist Peter Senges Die fünfte Disziplin und das dazu gehörende Fieldbook. Dort ist mir auch zum ersten Mal die Szenariotechnik begegnet,

eine Methode der Strategischen Planung und eine Prognosetechnik, die sowohl in der Politik, in der Wissenschaft als auch der Wirtschaft verwendet wird. Ziel ist, mögliche Entwicklungen der Zukunft zu analysieren und zusammenhängend darzustellen. (Wikipedia)

In den o.a. Buch wird die Royal Dutch Shell als leuchtendes Beispiel für die praktische Anwendung dieser Methode in der Praxis benannt. Von Shell stammen auch gefühlte  Videos, die die Szenariotechnik erläutern: Navigating an Uncertain Future und  Windows on the future: modelling scenarios.

Das ist aber bei weitem nicht alles. Sie finden auf YouTube noch eine Unzahl weiterer Videos zu Szenarios, die von Shell sind oder sich mit Shell beschäftigen.

Allerdings ist die Szenariotechnik vielleicht auch nur eine Methode, in die Glaskugel zu schauen. Denn trotz Szenarien hat sich Shell auch nicht immer mit Ruhm bekleckert. Es gilt eben immer noch das weise Wort eines amerikanischen Zeitgenossen:

You simply don’t know.

 

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OpenSpace zur Strategieentwicklung

Wie die geneigten Leserinnen und Leser (gar nicht) gemerkt haben, habe ich in der ersten Woche nichts zu Papier in den Blog gebracht. Der Grund war sehr angenehm für mich: Ich durfte wieder einmal einen OpenSpace begleiten. Es ging bei der Veranstaltung um Stratiegieentwicklung bei AX Semantics. Kurz das Fazit von meiner Warte aus:

  • Lasst Menschen über die Dinge nachdenken, die ihnen am Herzen liegen. Fragt die Leute einfach und nehmt sie ernst, dann kommen die Lösungen von alleine. Es war faszinierend mit anzusehen, mit welchem Engagement und welcher Konzentration die Menschen zusammenarbeiten. Da braucht man kein Motivationsgedöns.
  • Die Menge an Themen, die im OpenSpace bearbeitet werden, ist beeindruckend. Am Dienstag bearbeiteten rd. 30 Teilnehmer 16 verschiedene Themen.
  • Es ist wichtig dafür zu sorgen, dass die Themen am Ende der Veranstaltung so aufbereitet werden, dass nahtlos mit/an ihnen weitergearbeitet werden kann. Das ist gelungen, wie ich finde.
  • Zwischen Barcamp und OpenSpace gibt es tatsächlich Unterschiede, die den Unterschied machen. Ohne den Diskurs der vergangenen Wochen noch einmal aufgreifen zu wollen, fühle ich mich in meiner Ansicht bestätigt.

Danke dem sympathischen Team von AX Semantics für die Gastfreundschaft und das erwiesene Vertrauen!

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Methodensteckbriefe für Ihr Projektmanagement

Ich stimme den Mitmenschen zu, die vor allzu großer Methodengläubigkeit warnen. Auch ich erlebe immer wieder, dass Zeitgenossen bestimmte Methoden verwenden, ohne das „Big Picture“ zu kennen, in das sie eingebettet sind. Werkzeuge aber, die ohne entsprechende Hintergrundkenntnisse angewandt werden, sind oft im besten Fall nutzlos, im schlimmsten sogar schädlich.

Dennoch kann auch der talentierteste Handwerker nichts verrichten, wenn er nicht über entsprechende Tools verfügt. Wenn Sie viel in Projekten arbeiten und Ihre Werkzeugkiste füllen oder ergänzen möchten, empfehle ich Ihnen eine Website der US Regierung: 18F Method Cards.

Hier finden Sie im Format von kurzen Steckbriefen eine

collection of tools to bring human-centered design into your project.

Die Methoden sind in Kartenform gehalten und beschreiben:

  • Den Inhalt (Was)
  • Den Zweck (Wozu)
  • Das Verfahren (Wie)
  • Zusätzliches Hintergrundmaterial (Ressourcen)
  • Die Phase im Projektzyklus (s.u.)
  • Die Zeit, die benötigt wird

Eingeteilt sind die Methoden in die Kategorien

  • Discover
  • Decide
  • Make
  • Validate
  • Fundamentals

Praktisch: Sie können die Karten als pdf-Datei ausdrucken und so zurecht schneiden, dass Sie sie überall hin mitnehmen können. Und wer weiß, vielleicht sind diese Methoden ja auch der Grundstock für die eigene Sammlung.

bluebudgie / Pixabay

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Buch: Digital Cleaning

Wenn Sie tiefer in die Möglichkeiten der Notizsoftware Evernote einsteigen möchten, dann kommen Sie um Herbert Hertramph nicht herum. Er ist Autor des Standardwerks Mit Evernote Selbstorganisation und Informationsmanagement optimieren. Außerdem schreibt er regelmäßig über dieses Thema auf seinem Blog Evernote für Pfiffige. Egal, welches Problem ich bez. Evernote hatte, bislang bin ich auf dort noch immer fündig geworden.

Nun hat Herbert ein neues Buch veröffentlicht: Digital Cleaning. Nomen est omen und so erfahren Sie in diesem Buch das Wesentliche darüber, wie Sie

  1. wie Sie Ihren Arbeitsplatz aufräumen und strukturieren können
  2. diese Ordnung auch beibehalten und damit Zeit sparen können
  3. Ihre Daten sichern und verschlüsseln

zu (1)

In meinen Workshops werde ich immer wieder gefragt, was man mit den ganzen (alten) Daten machen soll, die über die langen Monate und Jahre die Festplatte zugemüllt haben. Meine Antwort lautet dann immer: Tabula rasa. In diesem Abschnitt zeigt Herbert Hertramph anhand eines 4-Punkte-Plans, wie das praktisch geht.
Außerdem bekommen Sie eine Fülle von Tipps, wie Sie Ihre Dateien benennen können, um eine Struktur in die Ablage zu bekommen. Und da Ablegen nur eine Seite der Medaille ist, das Wiederfinden aber eine andere, gibt es auch dazu nützliche Hinweise.

zu (2)

Damit das neue mehr oder weniger aufwändig aufgesetzte System nicht gleich wieder an seine Grenzen stößt, muss es gepflegt werden. Was also tun mit den Neueingängen? In diesem Abschnitt erfahren Sie, wie Sie die entsprechenden Abläufe automatisieren können.  Außerdem gibt es eine Reihe Hinweise zum papierlosen Büro und zum Umgang mit E-Mails.
Ich kann diesem Weg nicht immer folgen und lege nach wie vor einige Dokumente in Papierform ab. Wie der Leser weiß, bin ich hier überzeugter Anhänger der Noguchi-Methode, gebe aber zu, dass die Idee mit dem Paginierstempel mir auch gefallen könnte.
Der Abschnitt über die Verarbeitung von E-Mails ist etwas (zu) kurz geraten. Dazu hätte ich noch einige vertiefende Bemerkungen zu machen.

zu (3)

Ich muss zugeben, um die Datensicherung und die Datensicherheit hatte ich mir bislang keine wenig Gedanken gemacht. Datensicherung ja, aber nur rudimentär und das Thema Verschlüsselung blieb mir bislang, na ja, verschlüsselt eben. Da kamen mir die einschlägigen Tipps äußerst gelegen.

Fazit

Es gibt Bücher, die finde ich so gut, dass ich mich fast darüber ärgere, sie nicht selbst geschrieben zu haben. Dieses Buch von Herbert Hertramph gehört sicher dazu. Ich teile zwar nicht alle seine Vorgehensweisen und auch das Kapitel E-Mail ist mir etwas zu kurz gekommen, dennoch: Das Buch hat einen hohen Nutzwert, nicht zuletzt deshalb, weil der Autor zu jeder Aufgabenstellung auch passende (zumeist kostenlose) Tools vorstellt. Der Leser kann also sofort loslegen, gleichgültig, ob er Windows nutzt oder einen Mac besitzt. Einige Programme kannte ich noch nicht, bei manchen kenne ich gute Alternativen.

Ich kann das Buch wirklich jedem empfehlen, der Ordnung in sein datentechnisches Chaos bekommen und dann auch erhalten möchte.

Ein bisschen Motzen sei mir erlaubt: Wer ist eigentlich auf die glorreiche Idee gekommen für ein solches Arbeitsbuch gestrichenes Papier zu verwenden? Bitte das nächste Mal ungestrichenes  Papier verwenden, schließlich möchte der Leser unterstreichen und Notizen machen.

 

Das Buch wurde mir freundlicherweise von der mitp Verlags GmbH als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür.

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Die Werkzeugkiste von Daily PlanIt

Manchmal habe ich Glück und stoße in den unendlichen Weiten des World Wide Webs auf wahre Fundgruben. Dieser Tage ist mir das wieder passiert, nämlich auf der Website von Daily PlanIt, die von Rosemary Rice mit allerhand nützlichen Tipps befüllt wird.

Unter dem einfachen wie aussagekräftigen Titel Free Tools hat Sie eine umfangreiche Sammlung von – nun ja – eben kostenlosen Werkzeugen veröffentlicht. Die Auflistung ist unterteilt in die Kategorien:

  • Druckvorlagen
  • Allerhand Informationen zu David Allens GTD
  • Planungsmittel nicht nur für Projekte
  • Zielsetzung
  • Dateiablage
  • Gewohnheiten und wie immer am Schluss
  • Sonstige Instrumente

Ergänzt wird die Toolbox durch Hinweise auf Werkzeuge anderenorts, die entsprechend verlinkt sind.

Darüberhinaus gibt es unter der Seite Resources ganze Werkzeugsätze (Toolkits) für z.B. persönliches Wachstum, Personal Branding oder das Ab- und Anlegen von Gewohnheiten.

Fazit: Es lohnt sich, auf der Website zu stöbern. Das eine oder andere ist bestimmt dabei!

falconp4 / Pixabay

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Kanban mit Google Mail, Evernote und noch viel mehr

Während ich vor einigen Jahren dem Personal Kanban noch etwas skeptisch gegenüberstand, bin ich mittlerweile eines Besseren belehrt. Ich organisiere meine persönlichen Projekte ausschließlich nach dieser Methode und benutze dazu die Webanwendung Trello.

Die Menge der Software, die Personal Kanban unterstützt, ist mittlerweile riesengroß. Dabei müssen Sie gar keine besonderen Programme benutzen, wie einem Artikel von Melanie Pinola zu entnehmen ist: Kanban Everything: How to Add Trello-Like Boards to Gmail, Evernote, and More.

In ihrem Beitrag stellt Sie Erweiterungen vor, mit denen Sie

  • Gmail
  • Evernote
  • Chrome
  • Outlook
  • WordPress

als Grundlage für die Organisation Ihrer Projekte nach dem Personal-Kanban-Prinzip nutzen können.

Alle Programme werden mit ihren Funktionen und einem Screenshot kurz vorgestellt. Der Clou: Viele der vorgestellten Apps sind für ummesonscht zu haben.

Ich meine, ich hätte vor einigen Monaten eine einschlägige Erweiterung für Outlook ausprobiert. Allerdings habe ich sie nach kurzer Zeit wieder entnervt vom Rechner geworfen. Microsoft hat ja selbst mit dem Planner eine eigene Anwendung auf dem Markt. Inwieweit der Planner mit Outlook harmoniert, entzieht sich meiner Kenntnis.
Allerdings hat sich wohl einiges bei den einschlägigen Erweiterungen getan.

Zeit für eine neue Recherche!

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Bücher lesen für Vielbeschäftigte

Wenn ich eine Sache irgendwann einmal bereuen werde, dann ist das (1) zu wenig gelesen und (2) nichts geschrieben zu haben. Allerdings bin ich gerade dabei, zumindest den ersten Punkt etwas abzumildern.

Dabei geht es den meisten Menschen wie mir. Wie würden gerne mehr lesen, „kommen aber einfach nicht dazu“. Ein klassischer Fall der Tücken des Tagesgeschäfts. Die Auswirkungen können m. E. dramatisch sein. Gerade Menschen, die Verantwortung tragen (aka Macht ausüben“ könnte die Lektüre des einen oder anderen Buchs, sei es Belletristik, Philosophie oder Psychologie, nicht schaden. Ich habe schon Führungskräfte kennengelernt, die Aristoteles für eine griechische Weinbrandsorte hielten.

Eva Lantsoght hat ein paar Tipps für vielbeschäftigte Nichtleser, die dabei helfen sollen, doch das eine oder andere Buch „fertig zu bekommen“: 11 Ways Busy People Make Time To Read. Sie lauten:

  1. Leihen Sie sich mehr Bücher aus als Sie lesen können
    Ich weiß nicht recht und bezweifle, dass Bücherstapel auf dem Schreibtisch zu mehr Lesen motivieren. Bei mir ist eher das Gegenteil der Fall.
  2. Lesen Sie mehrere Bücher gleichzeitig
    Am Anfang war ich skeptisch. Mittlerweile lese ich aber zwei Bücher nebeneinander. Durchaus mit Gewinn. Man muss nur aufpassen, dass die Themen nicht zu ähnlich sind. Sonst kann es sein, dass eine Art Ähnlichkeitshemmung auftritt.
  3. Setzen Sie sich für jede Leseeinheit ein Ziel
    Wenn ich ein Buch lesen muss, weil ich mich in ein Thema einarbeiten muss, ist dies das Mittel der Wahl. Ich nehme mir dann vor, z. B. an einem Tag ein Kapitel durchzuarbeiten. Neuerdings unter Zuhilfenahme des Luhmannschen Zettelkastens.
  4. Lassen Sie sich nicht erzählen, was Sie lesen „sollten“
    Das kann ich nur unterstreichen. Ich bin ohnehin ein Verfechter des #essi-Prinzip („Einen Sch… sollte ich“). Bestsellerlisten haben mich noch in den wenigsten Fällen interessiert.
  5. Wenden Sie Schnelllesemethoden an
    Für Belletristik würde ich das nicht empfehlen, für Fachbücher kann ich mir das durchaus vorstellen. Wenn Sie iPhone-Nutzer sind, dann können Sie das schnelle Lesen mit der App Schneller lesen für iPhone erlernen. Ich bin noch nicht dazu gekommen, sie auszuprobieren. 😉
  6. Lesen Sie auf allen Ihren mobilen Geräten
    Auf diese Weise können Sie so manche „tote“ Minute in nützliche Zeit verwandeln. Lesen kann man auch im Wartezimmer beim Arzt oder in der Straßenbahn. Und das Smartphone hat man immer dabei.
  7. Lesen Sie vor dem Schlafen gehen
    Wenn Sie das richtige Buch lesen, kann das ein probates Mittel zum Einschlafen sein. 😉
  8. Bilden Sie einen Lesekreis
  9. Verfolgen Sie Ihren Lesefortschritt online
    Zu diesen beiden Tipps kann ich nichts sagen, ich habe Programme wie Goodreads noch nicht ausprobiert. Meine Bücher habe bei Librarything gelistet. Inwieweit diese beiden Portale vergleichbar sind, weiß ich nicht.
  10. Hören Sie auf, irgendwelche Artikel zu lesen, über die Sie gerade stolpern
    Sie lenken sich damit nur vom wesentlichen Lesestoff ab. Und bedenken Sie: Für den Preis einer Zeitschrift bekommen Sie in der Regel auch ein Buch zu einem Thema und nicht nur einen Artikel.
  11. Fordern Sie sich selbst heraus
    Nehmen Sie sich vor, pro Jahr x Bücher zu lesen oder noch besser: Erarbeiten Sie sich ein Thema mit Hilfe geeigneter Literatur.

Vielleicht haben Sie ja noch einen anderen Trick auf Lager. Was tun Sie, um die Zeit und Ruhe zu finden, die Bücher zu lesen, die Sie interessieren?

Lassen Sie es uns wissen.

AhmadArdity / Pixabay

 

 

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Wie Sie Ihr persönliches RIM bauen

Wenn Sie nicht wissen, was ein RIM ist, dann befanden Sie sich bis vor etwa einer Viertelstunde in bester Gesellschaft, in meiner nämlich. In der Zwischenzeit habe ich mich jedoch schlau gemacht und weiß, dass RIM für Records and Information Management steht. Im Deutschen wird dies wie immer etwas trocken mit dem Begriff Schriftgutverwaltung belegt.

Wie Sie sich eine solche Schriftgutverwaltung aufbauen können, erklärt Ihnen in einer sechsteiligen Artikelreihe Jacki Hollywood Brown. Diese Themen werden besprochen:

  1. Allgemein anerkannte Regeln der Schriftgutverwaltung
    Hier erfahren Sie, welchen Kriterien ein RIM genügen sollte.
  2. Dokumenttypen und Inventarisieren
    Jacki unterscheidet zwischen aktiven, inaktiven und unverzichtbaren Dokumenten. Sie lernen, wie man seine Dokumente inventarisieren kann,
  3. Verwalten von Aufbewahrungsfristen
    Sie wissen schon, Steuerkram und ähnliches.
  4. Effizientes Wegwerfen von Dokumenten
    Sie bekommen die Papier- und die elektronische Variante erklärt.
  5. Scannen von Dokumenten
    Interessant ist hier die rechtliche Seite. Inwieweit darf man zum Beispiel amtliche Dokument scannen ohne das Sie Ihre Gültigkeit verlieren? Wie das in der Juristenrepublik Deutschland (JRD) gehandhabt wird, können Sie hier, hier oder hier nachlesen.
  6. Aufbau eines Ablagesystems
    Über Philosophien zur Dateiablage kann man sicher ganze Bücher füllen. Hier finden Sie Hinweise sowohl für die Papierablage als auch für die elektronische Variante. Wichtig ist der Hinweis, dass der Aufbau beider Ablagen in etwa gleich sein sollte.

Zum letzten Punkt: Ich persönlich bin ja ein Freund der chaotischen Lagerhaltung. Warum soll ich mich mit irgendwelchen Ablagesystemen herumärgern, wo ich doch einen Rechenknecht habe? Das dieses Ablegen auch mit Dokumenten 1.0 funktioniert, beweist die Archivierungslösung fileee. Diese Anwendung kombiniert Smartphone und Pappkarton, wie ich im ToolBlog bereits früher beschrieben habe.

Ich finde Jackis Artikelreihe sehr nützlich. Hier bekommen Sie alle notwendigen Informationen zum Aufbau Ihrer persönlichen Schriftgutverwaltung (welch ein Wort!).

422737 / Pixabay

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