Archiv der Kategorie: Methoden

Die Seite für Gedächtnis und Lernen: SuperMemo Guru

Ein Buch von der großen Dame des Trainings, Vera Birkenbihl hatte einst den Untertitel:

vom Gehirnbesitzer zu Gehirnbenutzer

In den heutigen Zeiten kann man gar nicht oft genug darauf hinweisen, dass es sich hierbei tatsächlich um einen kleinen aber feinen Unterschied handelt.

Dabei muss ich zugeben, dass ich kein Freund davon bin, meinen Denkapparat zu strapazieren, wenn ich keinen unmittelbaren Nutzen davon spüre. Ich bin also kein Freund von Denksportaufgaben, Knobeleien oder Spielen wie Dame oder Schach. Bei derlei Tätigkeiten spüre ich weniger Vergnügen als vielmehr die Anstrengung. Nichts für mich!

Vielleicht lässt dich das Gehirn aber auch anderweitig trainieren. Wie, das erfahren Sie auf der Website SuperMemo Guru. Dort finden Sie eine große Anzahl Artikel rund um das Denken:

  • Lernen und Lerntheorie
  • Kreativität
  • Schlaf (!)
  • Produktivität

und einiges mehr.

Falls nach der Lektüre der vielen Artikel noch Fragen offen bleiben, finden Sie vielleicht auf der FAQ-Seite die entsprechende Antwort.

Es sei mir noch eine Bemerkung erlaubt:
Ihr Gehirn ist ein Wunderwerk, hat aber dennoch begrenzte Kapazität. Verschwenden Sie diese nicht mit dem Speichern von Daten, sondern tatsächlich zum Denken. Oder wie David Allen sagt:

Your mind is for having ideas, not holding them.

Dem schließe ich mich gerne an!

ulleo / Pixabay

 

Buch von Vera Birkenbihl (Werbung)

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So kommen die ToolBlog-Beiträge automatisch zu Ihnen!

Ich habe es bereits erwähnt. Leider kann ich Ihnen die bequeme Benachrichtigung bei neuen Beiträgen und Kommentaren nicht mehr automatisch per E-Mail zukommen lassen. Sie ahnen es: Der Grund liegt in der DSGVO.

Wenn Sie dennoch keinen Beitrag aus dem ToolBlog verpassen möchten ohne eigens hier vorbeizukommen, dann ist das dennoch kein Problem.

Abonnieren sie die Beiträge doch einfach

Das ToolBlog stellt einen RSS-Feed zur Verfügung. Dabei handelt es sich um einen speziellen Code, der von sog. Feedreadern, aber auch von vielen E-Mail-Programmen gelesen und übersetzt werden kann. Wenn Sie mit einem solchen Programm den RSS-Feed vom ToolBlog abonniert haben, werden die neuesten Beiträge automatisch abgeholt und Ihnen angezeigt. Sie brauchen also nicht immer extra hier vorbei zu surfen.

Sie können den RSS-Feed abonnieren mit
(Linkliste ohne Anspruch auf Vollständigkeit):

Eine Empfehlung von ToolBlog-Leser S. Hartung ist der Dienst bloglovin, den ich aber selbst noch nicht probiert habe.

Wenn Sie neue Nachrichten und Kommentar immer noch gerne per E-Mail beziehen möchten, dann könnte IFTTT eine Möglichkeit sein. Mir wäre das allerdings zu kompliziert. Dann schon lieber direkt abonnieren.

Die Links zum ToolBlog-Feed (RSS)

Viel Spaß beim Lesen!

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Freie Vorlagen für Evernote

Sie kennen sicher Vorlagen für alle möglichen Programme. Excel, Word, LibreOffice & Co erleichtern derartige „Templates“, wie unsere amerikanischen Mitmenschen sagen, die Arbeit erheblich.

Auch unser beliebter Notizenknecht Evernote steht da nicht beiseite. Auf dem Evernote-Blog hat Pamela Rosen einige interessante Vorlagen veröffentlicht: Take Evernote to Work With These Free Business Templates. Sie finden dort Blaupausen für

  • Gesprächssnotizen
  • Zielvereinbarungen
  • eine Tagesordnung für Besprechungen
  • eine Checkliste für Dienstreisen und einiges mehr.

Diese Vorlagenliste ist aber nicht die einzige, die im Internet zu finden ist. Weitere Beispiele sind:

Natürlich können Sie Ihre Templates auch selber machen. Wie das geht, zeigt der Artikel Uncovering Templates, the Hidden Gem of Evernote. Auch in diesem Artikel finden Sie am Ende einige Vorlagen zum Herunterlade.

Sollten Sie ein(e) Freund(in) bewegter Bilder sein, dann zeigen Ihnen diese Videos, wie Sie auch selbst Ihre eigenen Vorlagen erstellen können, das erste lang, das zweite kurz:

 

Evernote TEMPLATES How to Create them Yourself | EVERNOTE PC

 

Sponchia / Pixabay

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Wie Sie Entscheidungen visualisieren

Irgendein schlauer Mensch hat einmal gesagt

Entscheidbares muss man nicht entscheiden.

Zugegeben, im ersten Moment verwirrt dieser Satz etwas. Aber wenn Sie eine Weile darüber nachdenken, wird Ihnen die Logik dahinter einleuchten. Wenn eine Sache klar und sicher voraussagbar ist, dann ist eine Entscheidung unnötig, denn dann wissen Sie ja, was zu tun ist. Entscheiden heißt, sich unter Unsicherheit eine aus zwei oder mehreren Optionen auszuwählen.

Leider gibt es keine Garantie dafür, dass sie schlussendlich die „richtige“ Entscheidung treffen. Daran ändern auch die vielen Entscheidungsmethoden nichts, die in Workshops immer wieder angwewandt werden. „You simply don’t know“, sagen die Amerikaner.

Allerdings können diese Techniken dazu verhelfen, die Entscheidungsfindung zu strukturieren und das Für und Wider der Optionen gegeneinander abzuwägen. Wenn die Entscheidungsfindung dann noch in geeigneter Form visualisiert wird, dann lässt sich über die Dokumentation auch später noch sagen, wie und warum man zu der entsprechenden Entscheidung gelangt ist. Dies ist eine gute Grundlage, um für zukünftige Entscheidung Lehren ziehen zu können.

Nun eignet sich nicht jede Technik für jede Entscheidungsfindung. Da gibt es Paarvergleiche, Entscheidungstabellen oder die Bildung von Rangfolgen.

Jan-Torsten Kohrs hat in zwei informative Artikel zu Entscheidungsmethoden veröffentlicht: Das kleine Trainer- und Moderatoren-1×1: Entscheidungen in Gruppen herbeiführen (Teil 1 und Teil 2). Alle Methoden werden kurz und knapp erklärt und durch Flipchartfotos illustriert.

Mir hat besonders die Visualisierung des Paarvergleichs in Form des „Entscheidungsstifts“ gefallen. Der Paarvergleich ist eigentlich einfach, die Durchführung führt jedoch manchmal zur Verwirrung. Der Entscheidungsstift hilft das Vorgehen zu vereinfachen.

GregMontani / Pixabay

BTW: Wenn jemand den Urheber des Zitats zu Anfang kennt, dann bitte ich darum, mich aufzuschlauen. Ich würde zu gerne wissen, wer das war.

 

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Scrum: Von null bis etwas Ahnung

Seit einigen Jahren bewege ich mich nun auf diversen PM-Camps und habe nie einen Hehl daraus gemacht, dass ich von einigen diskutierten Ansätzen wenig bis keine Ahnung habe. Insbesondere was Scrum angeht, habe ich zwar hier und da das eine oder andere aufgeschnappt, von soliden Kenntnissen konnte aber keine Rede sein.

Höchste Eisenbahn also, den Zustand der Unkenntnis zu beseitigen. Letzte Woche durfte ich nun in Berlin auf Einladung meines lieben Kollegen und Freundes Jan Fischbach an einem seiner Scrum-Master-Trainings teilnehmen. Und ich muss sagen, nun fühle ich mich für weitere einschlägige Erkundungen gut gerüstet. Ich weiß nun, was die Werte, die Rollen, Artefakte und Ereignisse sind. Vor allem aber ist mir klar geworden, das Scrum weniger eine Projektmanagementmethode, sondern vielmehr ein Rahmen für Teams ist, um Ziele mit hoher Produktivität zu erreichen (und natürlich noch ein paar andere Dinge mehr).

Nun ist es ja nicht etwa so, dass ich in den vergangenen Monaten nicht versucht hätte, mir Kenntnisse bez. Scrum anzueignen. Startpunkt für derlei Unternehmungen ist bei mir zumeist ein Buch aus der berühmten Dummie-Reihe. So auch hier:

Allerdings muss ich gestehen, dass ich beim ersten Lesen nur Bahnhof verstanden habe. Das wird sich nach dem Seminarbesuch sicher ändern. Also ein neuer Versuch.

Das Seminar hat großen Spaß gemacht, nicht zuletzt deshalb, weil wir Teilnehmer uns den Stoff in Kleingruppenarbeit und durch Simulationen selbst erarbeiten durften. Eduscrum heißt die Methode: Scrum lernen durch Scrum tun. Die notwendigen Inputs von Jan waren kurz, knapp, knackig und vor allem auch humorvoll. Und ganz neidlos muss ich anerkennen, dass Jan sein Handwerkszeug versteht. Nicht nur als Scrum-Spezialist, sondern gerade auch als Trainer.

Vielen Dank.

Jan und Stephan

Achtung! In Berlin habe ich Blut geleckt. Es kann also durchaus sein. dass in der Zukunft hier der eine oder andere Artikel über Scrum & Co. erscheint. Ich hoffe, das stört nicht.

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Die Cornell-Methode im Film

Für Notizen während Präsentationen, Vorlesungen oder in Besprechungen ist die Cornell-Methode vorzüglich geeignet. Ich habe die Vorgehensweise vor einiger Zeit hier beschrieben. Für die Freunde bewegter Bilder habe ich dieses Video aufgetan. Sehen Sie selbst:

Cornell Notes Method of Taking Notes

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Die Sammlung von To-do-Listen

Ich hatte es schon mehrfach erwähnt. Vorschläge für nützliche und vor allem praktikable Aufgabenlisten finden Sie im Netz wie Sand am Meer.  Man kann schon leicht den Überblick verlieren.

Da ist man froh, wenn sich jemand die Mühe macht und eine Übersicht gängiger Ansätze für To-do-Listen veröffentlicht. Eine derartige Zusammenstellung finden Sie auf der Website mit dem bezeichnenden Namen: Best To-do List. In der „A Collection of Successful To-Do List Approaches“ finden Sie alle möglichen Varianten der To-do-Liste, zum Beispiel:

  • Listen auf Karteikarten
  • Ein einfaches System für Gmail
  • Listen unter Verwendung von Screenshots (!)
  • Die Kombination aus Papier, Mind-Map und Smartphone

und manches mehr.

Ich muss zugeben, einiges finde ich schon etwas schräg, z. B. die Spielkartenmethode. Anderes verwende ich selbst mit einigem Erfolg, nämlich die „Total Workday Control“ – Liste nach Michael Linenberger.

Wenn Sie auf der Seite stöbern, dann beachten Sie auch die Recent To-Do Reviews in der rechten Spalte. Dort finden Sie noch ein paar Möglichkeiten mehr.

Alle Methoden sind eingehend beschrieben, teils mit Video, teils reichhaltig bebildert. Sie finden knappe Anleitungen ebenso wie eine Aufzählung von Pro und Contra.

Best To-do List ist allemal einen Blick wert, wie ich finde.

bohed / Pixabay

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Produktive Meetings mit der 3-Spalten-Agenda

Wenn es um effektive Meetings geht, betonen fast alle Experten, wie wichtig eine zweckmäßige Agenda ist. Gemeint ist nicht die LOP (Liste offener Punkte), in der die beschlossenen Aufgaben aufgezählt sind. Diese wird zumeist zu Anfang und zu Ende eines Meetings verlesen und gelangweilt zur Kenntnis genommen. Die Diskussion findet meist ziemlich ungesteuert dazwischen statt. Besonders effektiv sind solche Besprechungen nicht, wie wir wissen.

Die Agenda ist sicher nicht der einzige Erfolgsfaktor für ergebnisorientierte Meetings, aber sicher ein wichtiger. Könnte man diese wenig ergiebigen LOPs vielleicht durch eine andere wirkungsvolle Agenda ersetzen?
Ja, kann man, schreibt Sarah Harrison in ihrem Artikel The Meeting Trick Everyone at Work Will Want to Copy.

Die Agenda geht davon aus, dass in jeder Besprechung diese drei Fragen beantwortet werden sollen:

  1. Was ist das Thema, das ich ansprechen möchte?
  2. Welche besonderen Fragen habe ich dazu, was möchte ich diskutieren?
  3. Wie lauten die Antworten und was muss im folgenden getan werden?

Diesen Fragestellungen folgend bereiten Sie für die Besprechung als Agenda eine Tabelle mit drei Spalten vor. Sie können dies in einem Dokument tun, das Sie als Datei zur Bearbeitung zur Verfügung stellen (Sharepoint o.ä.). Ich bevorzuge die analoge Variante und bereite eine Pinnwand vor, die dann mit Haftklebezetteln befüllt werden kann. Über die Tabelle schreiben Sie das Datum. Die Tabellen beschriften Sie wie folgt:

  • Vor dem Meeting: Spalte 1 mit „Thema“
  • Vor und/oder im Meeting: Spalte 2 mit „Frage/Problem“
  • Im Meeting: Spalte 3 mit „Zu tun/Follow-up“

Drei-Spalten-Agenda

Füllen sie vor der Besprechung die 1. und die 2. Spalte aus. Die 2. Spalte muss im Meeting u. U. ergänzt werden. Die rechte 3. Spalte lassen Sie frei, diese wird während der Besprechung ausgefüllt. Hier hinein kommen dann:

  • Anworten
  • Neue Informationen, neue Aspekte
  • Getroffene Entscheidungen
  • Folgeaktionen

Vergessen Sie nicht, insbesondere bei den Folgeaktionen die Namen der „Kümmerer“ zu vermerken.

Nach dem Meeting haben Sie auf diese Weise auch schon Ihr Protokoll erstellt, dass Sie teilen können, entweder als geteiltes Dokument oder als Fotoprotokoll und können sich jederzeit darauf beziehen.

Diese 3-Spalten-Agenda eignet sich besonders für wiederkehrende Meetings. Nach einiger Zeit können Sie ältere Teile der Agenda archivieren, indem Sie das Dokument einfach teilen und unter einem bezeichnenden Namen abspeichern.

Ich denke, wenn Die diese Methode einsetzen, haben Sie tatsächlich einen großen Schritt in Richtung produktive Besprechungen getan. Probieren Sie es aus!

flockine / Pixabay

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Auf zum digitalen Frühjahrsputz!

Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber von Zeit zu Zeit sehe ich den Wald vor lauter Bäumen nicht (mehr). Nun habe ich mich bei den sozialen Medien schon auf das Wesentliche beschränkt und dennoch habe ich das Gefühl mich zu verzetteln. Verzetteln ist wiederum Gift für die persönliche Produktivität. Höchste Zeit zum Aufräumen also.

Bekanntlich gibt es keine Zufälle und so bin ich dieser Tage über einen Artikel gestolpert, der genau dies zum Thema hat: How to Eliminate Distractions and Organize Your Online Life in 8 Easy Steps. Der Verfasser Daniel Wallen empfiehlt:

  1. Schalten Sie alle Benachrichtigungen von sozialen Medien ab
    In meinen Workshops empfehle ich meinen Teilnehmern immer, die Benachrichtigunsfunktion von Outlook & Co auszuschalten. Es ist verführerisch, sofort im Eingangskorb nachzuschauen, was wohl gekommen sein mag. Warum wir das unbedingt wissen wollen, habe ich hier beschrieben. Leider finden Sie den Benachrichtigungsunfug auch anderswo, z. B. in Windows. Wie Sie ihn dort deaktivieren können, zeigt uns Roland Freist.
  2. Tragen Sie sich aus allen Newslettern u.ä. aus, die Ihnen keinen Mehrwert bringen
    Ja, ich gehe zu, ich kann die vielen Newsletter-Abos, die sich bei mir im Lauf der Jahre angesammelt haben, gar nicht mehr überschauen. Vielleicht werde ich mich des Tools unroll.me bedienen, mit der man ungenutzte Newsletter gleich bündelweise kündigen kann.
  3. Verlassen Sie alle Facebook-Gruppen, in denen Sie nicht aktiv sind
    Man könnte zwar die Abos der Nachrichten dieser Gruppen in der Timeline aufheben, aber warum nicht gleich Nägel mit Köpfen machen? Verlassen wir doch gleich die entsprechende Gruppe.
  4. Ent-liken Sie Facebookseiten, für die Sie sich nicht mehr interessieren
    Siehe (3)
  5. „Entfreunden“ Sie Menschen, mit denen Sie ohne besonderen Grund „befreundet“ sind
    Dieser Punkt trifft auf mich tatsächlich zu. Ich bin mal diesem Facebook beigetreten, um mit Familienmitgliedern und wirklichen Bekannten in Kontakt zu bleiben. Mittlerweise ist bei dem Konto doch eine Mischung aus dieser Gruppe, beruflichen Kontakten und völlig Unbekannten herausgekommen. Falls Sie also demnächst auf Facebook nicht mehr mit mir verbunden sein sollten, ist das nicht böse gemeint. Ich habe dann nur etwas aufgeräumt.
  6. Löschen Sie unbenutzte Telefonnummern
    Kalt erwischt. Die Zahl der Karteileichen in meiner Kontaktdatenbank wird immer größer. Auch hier ist die Folge wieder mangelnde Übersicht, nicht nur auf dem Desktop, sondern auch auf dem Mobilteil. Also: Kontakte sichern und dann gnadenlos „ausmisten“.
  7. Stoppen Sie unerwünschte Post und Telefonanrufe
    Obwohl bei uns die Regeln für derartigen Spam relativ eng gefasst sind, kommt es leider immer wieder vor, dass man ungebetene Post bekommt. Angeblich sollen die Robinsonlisten dagegen schützen. Ob das funktioniert, weiß ich nicht, ich habe es noch nicht ausprobiert.
  8. Gehen Sie diese Liste noch einmal in einem Monat durch
    Mit der persönlichen Produktivität ist es wie mit dem Gärtnern. Um Wildwuchs zu vermeiden, muss man immer wieder die Bäume zurückschneiden. Aus diesem Grund habe ich mir vorgenommen, zweimal im Jahr die o.a. Punkte abzuarbeiten.

Auch wenn die Liste sehr auf Facebook abhebt, so lässt sie sich doch sicher auch auf andere sozialen Netzt übertragen. Vielleicht sollte ich überhaupt einmal überlegen, in welchen Netzwerken ich Mitglied sein möchte. Eine Übersicht über die Abmeldung bei ausgewählten Netzwerken finden Sie hier.

Die Liste hat mich überzeugt, der digitale Frühlingsputz ist vorgemerkt.

orzalaga / Pixabay

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Sie wollen sich ändern? Das bremst Sie aus!

Man muss gar nicht vom Raucher zum Nichtraucher werden wollen, um zu wissen , wie schwer es ist, das eigene Verhalten zu ändern. Nicht umsonst lautet das amerikanische Sprichwort:

Old Habits Die Hard.

Ein feiner Trick besteht darin, die alte (ungewollte) Angewohnheit durch eine neue (gewollte) zu ersetzen. Zum Beispiel das Essen von Schokolade durch das Naschen von Nüssen. Sie merken schon, auch dieser Tipp lockt uns nicht hinter dem Ofen hervor. Vielleicht brauchen wir noch andere Tricks, die uns beim Verändern helfen.

Und tatsächlich lassen sich einige Hinweise ableiten, wenn wir die Fehler betrachten, die unsere Bemühungen sabotieren. Sam Thomas Davies nennt uns die  Top 10 Mistakes in Behaviour Change:

  1. Sie verlassen sich (allein) auf Ihre Willensstärke
    Eiserner Willen ist die harte Tour und tatsächlich schaffen es manche Menschen auf diese Weise. Meistens scheitern wir aber mit reiner Willensstärke: „Der Geist ist willig, das Fleisch ist schwach“. Schaffen Sie stattdessen kurze Feedbackschleifen für sich, indem Sie sich z.B. für kleine Schritte belohnen.
  2. Sie wollen Riesenfortschritte machen (anstatt Trippelschritte gehen)
    Einen großen Berg besteigt man, indem man (a) losläuft und (b) viele kleine Schritte macht. Eins nach dem anderen.
  3. Sie vernachlässigen die Umwelteinflüsse
    Wenn Sie Vegetarier werden wollen, dann sollten Sie Metzgereien meiden. Zumindestens zu Anfang.
  4. Sie wollen mit etwas aufhören, ohne es durch etwas anderes zu ersetzen
    Man verlernt am besten etwas dadurch, dass man etwas Neues lernt, das das „Vakuum“ füllt (s.o.).
  5. Sie führen Rückschläge auf mangelnde Motivation zurück
    Das hängt eng mit der Sache mit der Willensstärke zusammen. Gehen Sie ein Schritt nach dem anderen. Oder fragen Sie sich nach David Allen: Was ist der nächste physische Schritt?
  6. Sie ignorieren die Auslöser von Verhalten
    Analysieren Sie, was das ungewünschte Verhalten auslöst und versuchen Sie, in nächster Zeit diese Trigger zu vermeiden oder sich zumindest bewusst zu machen.
  7. Sie glauben, dass allein das Wissen ausreicht, um Verhalten zu ändern
    Verhaltensänderung erfolgt nur durch Wissen und Tun. Sie können zig Bücher über Achtsamkeit lesen, irgendwann sollten Sie mit dem Meditieren anfangen.
  8. Sie konzentrieren sich auf abstrakte Ziele anstatt auf konkretes Verhalten
    Noch einmal David Allen unter (5):
    Was ist der nächste Handlungsschritt? („What is the next action?“)
  9. Sie möchten Ihr Verhalten ein für alle mal ändern und nicht für eine kurze Zeit
    Gehen Sie nicht nur kleine Schritte, sondern setzen Sie sich auch kurze Fristen. Es ist leichter, etwas für einen Tag als für eine Woche als für einen Monat als für ein Jahr durchzuhalten.
  10. Sie folgen der Annahme, Verhaltensänderungen seien schwierig
    Es stimmt, wenn man nur den hohen Berg sieht, den man übersteigen will, dann kann das schon entmutigen. Aber das sollte nicht zur Lähmung führen. „Der längste Weg beginnt mit der ersten Schritt“, sagen die Chinesen.

In dem Artikel von Sam Thomas Davies finden Sie zu jedem Punkt einen Link, mit dem Sie das Thema vertiefen können.

BTW: Sam Thomas Davies folgt in seinem Artikel dem Ansatz Tiny Habits von BJ Fogg, über den ich selbst auch immer wieder gestolpert bin. Ein Zeichen, sich etwas näher damit zu beschäftigen.

Ein komplettes Programm zur Verhaltensänderung finden Sie auch bei Matthias Büttner:
Die THINK!-Methode.

PeterFranz / Pixabay

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