Archiv der Kategorie: Methoden

Wie Sie Verbindlichkeit herstellen

Ein fixe Idee, die in den Managerköpfen offensichtlich unumstößlich fest verdrahtet ist, besagt, man müsse seine Mitarbeiter nicht kontrollieren. “Kontrolle” hat auch wirklich einen unbestritten negativen Beigeschmack. Man denkt sogleich an Diktatur, Geheimdienst und sonstige Begriffe aus der politischen Giftküche.

Es geht jedoch nicht darum, stets zu wissen, was mein Mitarbeiter denkt oder fühlt, sondern darum, wie weit er mit seinen Aufgaben ist, wie er damit klarkommt und ob er vielleicht Unterstützung braucht. Controlling im Sinne des englischen Sprachgebrauchs also: Nachsteuern oder – regeln. Außerdem, viele werden es nicht glauben, zeigt diese Art von “Kontrolle” auch Wertschätzung für die Arbeit meines Mitarbeiters. Ich zeige ihm/ihr, dass ich mich für das interessiere, was er/sie macht. Michael Hyatt benutzt das Wort “to track” für die Kontrolle in diesem Sinn. Übersetzt heißt das in etwa: Die Spur verfolgen oder nachvollziehen.

Wenn Sie “Tracking” in diesem Sinne betreiben wollen, dann benötigen Sie ein “trusted system”, etwas, das Sie im richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort an die Aufgaben erinnert, die Sie delegiert haben. Und hier kommt David Allens @WartenAuf- Kontext ins Spiel. Wie das geht, können Sie in einem Artikel von Michael Hyatt nachlesen: How To Better Track The Task You Delegate To Others. Hyatt beschreibt fünf Kriterien des guten Delegierens:

  1. Weisen Sie die Aufgabe einer Person zu
  2. Definieren Sie ein spezifisches Ergebnis
  3. Sagen Sie klar, in welchem Zeitrahmen die Aufgabe zu erledigen ist
  4. Machen Sie sich für evtl. Beratung verfügbar
  5. Verfolgen Sie die delegierte Aufgabe auf einer geeigneten Liste
    (da haben wir sie wieder, die @wartenauf-Liste)

Als Werkzeuge empfiehlt er:

  1. Eine eigene Seite im Notizbuch oder Tagesplaner
  2. Outlook & Co, sowie E-Mail-Ordner
  3. Outlook & Co als Aufgabenplaner
  4. Spezielle Aufgabenplaner (ToodleDo, Todoist, Remember The Milk und was es da noch alles gibt)

Wenn Sie das konsequent tun, dann bekommen Sie den vielleicht wichtigsten Effekt: Sie stellen in Ihrem Team Verbindlichkeit her, denn alle Ihre Mitarbeiter wissen, Sie sind und bleiben am Ball.

Elektro-Plan / Pixabay

 

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Wie Sie Ihre Dateien benennen und organisieren

Wenn Sie mich fragten, was ich in meinem Computerleben bereue und gerne ändern würde, dann würde ich Ihnen antworten, mich nie um die Benennung von Dateien gekümmert zu haben. Ich will es mit der Zerknirschung allerdings auch nicht übertreiben, es gibt Gründe dafür. Ich habe mich deshalb nie darum gekümmert, weil:

  • die Übersichtlichkeit der Dateien auch ohne besondere Benennung gewährleistet war. Schlicht und einfach, weil die Diskettenkapazität sehr begrenzt war. Man hat halt die Diskette beschriftet. Das hat sich dann auf anderen Speichermedien fortgesetzt
  • in grauen Windows-Vorzeiten eine systematische Benennung nur schwer möglich war. Die Dateinamen mussten eine bestimmte Länge haben, ohne Leerzeichen auskommen usw.

Heute ist das natürlich anders, der Speicherplatz ist nahezu unbegrenzt und bei der Benennung können Sie (beinahe) machen, was Sie wollen. Nun ist der große Speicherplatz Fluch und Segen zu gleicht. Auf der einen Seite können Sie so viel Dokumente abspeichern, wie Sie möchten, auf der anderen Seite entsteht so ein fürchterlicher Datenverhau, in dem man sich kaum mehr zurecht findet. Das ist auch der Grund dafür, dass ich immer mal wieder verzweifelt nach einem cleveren Programm Ausschau halte, das mir die Suche nach verschollenen Dateien abnimmt.

Zum Glück bin ich ein Einzelunternehmer und muss meinen Rechenknecht bzw. meine Dateiablage nicht mit anderen Mitmenschen teilen. Wenn in Teams die Dateien abgelegt werden wie bei Luis Trenker im Rucksack, dann kann die Sache dramatisch ausgehen. Spätestens dann nämlich, wenn ein Kollege auf die Dateien zugreifen muss und nicht weiß, wo er/sie mit der Suche überhaupt anfangen soll.

Das Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation hat auf der Website forschungsdaten bildung einen Ratgeber zum Dateimanagement veröffentlicht. Hier finden Sie allerhand Hinweise zur Dateibenennung, Ordnerstruktur und – ganz wichtig – zur Versionierung. Hier erfahren Sie auch, wie Sie den bestehenden Datenbestand analysieren und organisieren können. Allerdings ist mir das zu aufwändig, das bemühe ich doch lieber eine geeignete interne Suchmaschine.

Was für die Forschung recht ist, sollte für den Arbeitsalltag billig sein. Auch wenn das beschrieben Vorgehen sehr formal zu sein scheint, so finden Sie m.E. doch einige umsetzbare Hinweise für das Wald- und Wiesenbüro.

Was die Dateiorganisation in Projekten angeht, so möchte ich an dieser Stelle noch einmal auf das Grundlagenwerk von Fischbach und Steinbrecher hinweisen: Projektablage – Wie aus einer lästigen Pflicht eine mächtige Plattform für Zusammenarbeit wird.

Tama66 / Pixabay

 

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GTD: Vorlagen für Evernote und wie man damit umgeht

Wie die LeserInnen des ToolBlogs wissen, benutzte ich Evernote schon zu Zeiten, als das Wünschen noch geholfen hat. Auch die manches Mal unverständliche Geschäftspolitik hat es bislang (noch) nicht geschafft, mich hin zu anderen Produkten zu bewegen. Dafür ist Evernote einfach zu gut.

Eine Funktion, die ich gerade für mich neu entdecke, ist die Verwendung von Vorlagen. Mittlerweile gibt es eine Reihe vorgefertigter Templates, die auch in Deutsch heruntergeladen werden können und ggf. den eigenen Bedürfnissen angepasst werden können. Die Vorlagen sind in Kategorien unterteilt, wobei für die ToolBlog-Leser interessant sein dürften:

  • Management-Ressourcen
  • Meetings
  • Projektmanagement
  • Getting Things Done® (GTD)

Zu letzterem Thema ist im englischsprachigen Evernote-Blog auch ein umfangreicher Artikel erschienen: Getting Started with GTD (Getting Things Done) Templates. Dort können Sie nachlesen, wie die entsprechenden Vorlagen in den GTD-Workflow passen und wie Sie verwendet werden. Leider führen die Links zu den Vorlagen in englischer Sprache, lassen Sie sich davon nicht beirren, sie liegen auch in Deutsch vor (s.o.).

Ich selbst habe ein bisschen gebraucht, bis ich gelernt habe, wie man diese und andere Evernote-Vorlagen verwendet und erstellt, das liegt vermutlich an meiner Begriffstutzigkeit. Damit es bei Ihnen schneller geht empfehle ich Ihnen diese beiden Videoclips:

Wie Sie Evernote-Vorlagen verwenden

How to Use Templates in Evernote

Wie Sie Evernote-Vorlagen erstellen

How To Create Your Own Templates in Evernote

 

Ich habe es noch nicht ausprobiert, aber ich denke auf diese Weise lassen sich die Vorlagen auch den eigenen Bedürfnissen anpassen.

Auf jeden Fall sind diese Vorlagen ein hochinteressantes Feature, wie ich finde.

 

Nachtrag:

Ganz neu ist das Konzept mit Vorlage nicht. In meinen allerersten Beitrag zu Evernote schrieb ich am 10.  Mai 2006 (!):

Ein vielversprechendes Programm, mit dem man Notizen anlegen und an einem Ort verwalten kann, ist „EverNote“. Das Ganze ist organisiert wie eine Endlosrolle, auf der die einzelnen Notizen abgelegt werden. Ausgeklügelte Suchfunktionen helfen dabei, die Einträge schnell wieder zu finden. Der Clou für mich ist die Möglichkeit, Templates zu verwenden, um so für bestimmte Notizen strukturierte Eingabemasken zur Verfügung zu haben. Eine Reihe Templates wird bereits mitgeliefert, die lebhafte Community sorgt für ständigen Nachschub, so gibt es insbesondere für Getting Things Done einige interessante Vorlagen bei GTD Wannabe. EverNote könnte das Notizprogramm meiner Wahl werden. Das Allerbeste: Das Programm ist Freeware.

Tempus fugit.

 

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Wie Sie Ihre Bücher loswerden

Schon seit einiger Zeit trage ich mich mit dem Gedanken, meine Bibliothek zu verkleinern. Ich werde mich von einigen Büchern trennen, denn ich brauche Platz für neue. Eigentlich ganz einfach, müsste man meinen.

Allerdings schiebe ich dieses Vorhaben immer wieder hinaus. Der Grund steht oben, ich muss mich von einigen Büchern trennen und das verursacht Trennungsschmerzen. Da ich wie die meisten Menschen Schmerz vermeiden möchte, habe ich bislang noch gar nicht mit dem Aufräumen angefangen.

Doch ich schöpfe Hoffnung. Anderen geht es offensichtlich ebenso wie mir und so hat Jacki Hollywood Brown auf Anfrage beschrieben, wie man seine geliebten Bücher doch noch loswerden kann: Reader question: Letting go of books. Sie empfiehlt:

Spielen Sie Evakuierung

Stellen Sie sich vor, Sie müssten Ihr Haus oder Ihre Wohnung verlassen und hätten nur drei kleine Umzugskartons für Ihre Bücher. Welche würden Sie mitnehmen? Welche würden Sie zurücklassen? Für diese Entscheidung haben Sie genau 30 Minuten Zeit, nicht mehr. Die Bücher in den Umzugskartons sind die, die Sie behalten, die anderen sind verzichtbar.

Worst-case Szenario

Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Sie sich von einem Buch trennen sollten, dann überlegen Sie den Worst Case. Was wäre das Schlimmste, was passieren könnte, wenn Sie dieses Buch nicht mehr hätten? Wäre das tragbar für Sie? Wenn nicht, dann behalten Sie es.

Handeln Sie wie ein Bibliothekar

Sind Sie sicher, dass Sie Ihre Bücher zweckmäßig aufbewahren? Könnten Sie dadurch vielleicht noch etwas Platz schaffen? Gibt es Bücher, die gar nicht mehr aktuell sind und wirklich nur noch Platz wegnehmen?

Gamification

Bitten Sie einen Freund, ein beliebiges Buch aus Ihrem Regal zu entnehmen. Nachdem er Ihnen Autor und Titel genannt hat, erzählen Sie Ihrem Freund aus dem Kopf, was Sie (noch) über das Buch wissen. Je weniger Sie über das Buch wissen, desto eher sollten Sie das Buch entsorgen. Wenn Sie es noch gar nicht gelesen haben, dann nehmen Sie sich vor, es alsbald zu lesen. Sollten Sie das aus irgendwelchen Gründen in einer bestimmten Frist nicht schaffen, dann trennen Sie sich von dem Buch.

Übrigens weist Jacki auf einen Beitrag ihres Kollegen Jeri Danski hin. Dieser nennt in Uncluttering books: What to let go Bücher , die man getrost wegwerfen, verschenken oder weitergeben kann. Dies sind

  • Bücher, die man nicht noch einmal lesen wird
  • Bücher, die man nie lesen wird
  • Bücher, zu denen man einfach keinen Zugang bekommt
  • Bücher mit Informationen, die man auch online erhalten kann
  • Bücher, die keinen besonderen Nutzen stiften
  • Reiseführer von Orten, die man bereits besucht hat.

Ich bin mir nicht sicher, ob mir diese Tipps wirklich helfen werden.
Es hängt halt doch viel Herzblut an den Schwarten…

EliFrancis / Pixabay

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Alles über Schnürsenkel: Ian’s Shoelace Site

Heute morgen bin ich über einen Tweet von @awkwardgoogle gestolpert, in dem auf ein kleines Filmchen mit dem Titel 5 Cool Ways To Lace Your Shoes gezeigt wurde. Leider war es mir nicht möglich, den Streifen hier direkt einzubetten.

Schade, aber trotzdem nicht weiter schlimm, denn auf YouTube finden Sie derartige Schnürsenkel-Videos in Hülle und Fülle. Stellvertretend für die vielen anderen, hier ein Video mit 20 cool ideas how to tie shoe laces.

LACE SHOES – 20 cool ideas how to tie shoe laces

 

Nun müssen Sie sich aber nicht mit derlei Videos zufrieden geben. Wenn Sie ganz tief in die Materie einsteigen wollen, dann empfehle ich Ihnen Ian’s Shoelace Site. Sie lesen richtig, ein Zeitgenosse namens Ian W. Fieggen hat eine eigene Seite zum Gebrauch von Schnürsenkeln ins Netz gestellt. Ich weiß nicht, ob Sie auf dieser Seite Alles zu Schnürsenkeln finden, aber es dürfte dem ziemlich nahe kommen. Nicht umsonst trägt Ian den Ehrennamen „Professor Shoelace“.

Wie die Navigationsleiste auf der linken Seite zeigt, hat Ian bez. der Schnürsenkelwissenschaft tatsächlich an nahezu alles gedacht. Es gibt sogar ein Kapitel, in dem das Vorkommen von Schnürsenkeln in der Bibel diskutiert wird.

Bevor Sie jetzt den Kopf schütteln…
Ich habe mir dieses Jahr ein Paar Sneakers gekauft, bei denen Ösen durch einschneidende Senkel durchtrennt wurden. Die Schuhe waren prima, ich werde sie nächstes Jahr wieder kaufen. Dann schaue ich aber garantiert auf Ian’s Shoelace Site nach, wie ich sie ösenschonend binden kann.

cherylholt / Pixabay

 

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Bullet Journal: Eine Anleitung

In meiner Buchbesprechung zum Bullet Journal neulich hatte ich ein wenig herumgemeckert, dass dort die Beschreibung der Methode etwas zu kurz kommt.

Wenn Sie auch eher an der Methode als an der Optik interessiert sind, dann empfehle ich Ihnen den umfangreichen Artikel von Kim Alvarez: Thorough Guide to the Bullet Journal System. In dem Beitrag können Sie eine systematische und ausführliche Beschreibung des Ansatzes nachlesen.

Kim empfiehlt, vor der Lektüre ihres Artikels das offizielle Bullet-Journal-Video anzuschauen. Das können Sie direkt hier tun. Viel Spaß!

 

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Wie gehen Sie mit Totschlagargumenten um?

In vielen Diskussionen, insbesondere bei TV-Krawallsendungen á la „Hart, aber fair“, kann man beobachten, dass gar nicht auf Argumente sachlich, fachlich, logisch, kurz angemessen, reagiert wird. Vielmehr versuchen die Gesprächsgegnerpartner das Argument mit Scheinargumenten totzuschlagen.

Eine meiner Lieblingsfiguren ist der Whataboutism. Wenn ich beispielsweise Fahrradfahrer auf regelwidriges Verhalten gegenüber Fußgänger hinweise, bekomme ich oft die Antwort: „Und was ist mit den Autofahrern? Wie verhalten die sich gegenüber uns? Ist das etwa besser?“. Auf das ursprüngliche Argument wird also gar nicht eingegangen, vielmehr wird es mit Whataboutism totgeschlagen.

Es gibt aber noch mehr solcher Konstruktionen. Ligitas Nefas hat 20 Logical Fallacies That Dumb People Use To Win Arguments zusammengetragen. Mit dabei sind fiese Methoden wie

  • Auf die Person statt auf das Argument zielen
  • Das ausschließliche Verwenden von „Beweisen“, die die eigene Meinung untermauern oder
  • zirkuläres Begründen.

Nun kann man sich fragen, wer jemals durch derartige Rabulistik jemand anders überzeugt hat. Den Anwendern geht es aber oft auch gar nicht um das Überzeugen. Vielmehr wollen sie sich selbst erhöhen, indem sie andere klein machen. Oder sie ziehen es vor, in ihrem vermeintlich sicheren Meinungskokon zu verbleiben. Andere wiederum wollen vor dem Publikum glänzen. Es geht also weniger um die Sache, sondern um die eigene Person.

Leider bietet Ligitas Nefas keine Lösungen für seine Beipiele an. Vielmehr sind die Leser gefordert, in den Kommentaren ihre Vorschlage für den Umgang mit Totschlagargumenten zu hinterlassen. Allerdings muss man die sprachlichen Figuren erst einmal kennen, bevor man in der Lage ist sich zu wehren.

Zu diesem Zweck empfehle ich den Klassiker von Arthur Schopenhauer: Die Kunst, Recht zu behalten. Für den Kindle gibt es das Buch sogar umsonst.

Tumisu / Pixabay

 

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Lernen mit der Lernkartei

Schon im Studium, und das ist gefühlte hundert Jahre her, habe ich die Lernkartei nach Sebastian Leitner benutzt, um den Prüfungsstoff einzuprägen und, was genau so wichtig ist, auch zu behalten.

Das Lernen mit der Lernkartei trägt den Erkenntnissen von Herrmann Ebbinghaus Rechnung. Dieser gilt als Vater der experimentellen Gedächtnisforschung und erstellte die berühmte Lern- und Vergessenskurve. Diese besagt, dass

Der Vorgang des Vergessens muss durch mehrfaches Wiederholen des Lernstoffes abgemindert werden (Überlernen), wobei jede Wiederholung das Intervall, nach dem eine erneute Wiederholung nötig ist, vergrößert. Was man nicht im Alltag benutzt, vergisst man; und nur durch ständiges Benutzen des Wissens behält man es.

Der Volksmund wusste das auch schon vorher: „Übung macht den Meister“.

Die Lernkartei bietet dem Lernenden einen Rahmen, in dem der Stoff systematisch wiederholt wird. Außerdem wird vermieden, dass bereits Gelerntes noch einmal unnötig wiederholt wird. Das trägt zur Effizienz des Lernens bei.

Meiner Erfahrung nach eignet sich diese Methode vor allem zum Lernen von Zahlen, Daten, Fakten. Das könnten sein Geschichtsdaten, geographische Fakten oder – der Klassiker – Fremdsprachenvokabeln. Für Mathematik & Co ist die Lernkartei weniger geeignet, hier übt man besser durch das Lösen von Aufgaben.

Für die Haptiker unter den Lesern empfehle ich, tatsächlich einen Karteikasten mit den entsprechenden Karten zu benutzen. Sie können ihn selber bauen. Wie das geht, erfahren Sie auf der Seite lernkartei.de. Es empfiehlt sich, die Karten selbst zu schreiben, denn auf diese Weise erfolgt schon ein erstes Einprägen des Inhalts.

Natürlich gibt es auch Programme, die die Lernkartei virtuell abbilden. Sie können sich auch bei lernkartei.de kostenlos registrieren, um einen webbasierten virtuellen Karteikasten zu nutzen. Weitere Angebote finden Sie bei Sandy Writtenhouse: 8 Awesome Sites for Making Flashcards Online.

Wenn Sie den virtuellen Kasten lieber auf dem eigenen Rechner haben, dann gibt Ihnen der einschlägige Artikel in der Wikipedia eine erste Übersicht.
Ich selbst habe es einmal mit Anki probiert, es aber nach einiger Zeit wieder aufgegeben. Die Philosophie dieses Programms hat sich mir einfach nicht erschlossen. Ich fand die App viel zu kompliziert.

Vielleicht kennen Sie ja ein leicht zu bedienende Lernkartei-Programm.

Was können Sie empfehlen?

 

Bild: M.Blinky unter CC BY-SA 3.0

 

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Wie Sie Fotoprotokolle von Whiteboards erstellen

Whiteboards sind heute das, was früher einmal Kreidetafeln waren. Sie sind praktisch, denn man kann auf die Schnelle für Alle sichtbar Informationen festhalten und diese durch einfaches Auswischen auch wieder entfernen. Und genau darin liegt auch ein entscheidendender Nachteil solcher Schreibtafeln, denn man möchte mitunter doch gerne für die Nachwelt festhalten, was auf der Tafel geschrieben und gemalt wurde.

Wenn Sie allerdings mit Ihrem Smartphone versuchen, ein Bild von den Aufschrieben auf dem Whiteboard zu machen, dann werden Sie i.d.R. enttäuscht feststellen, dass das Foto wenig bis gar nicht zu gebrauchen ist. Der Grund liegt darin, dass die glatte Oberfläche der Tafel das Licht dermaßen stark reflektiert, dass das Geschiebene/Skizzierte auf dem Foto fast nicht zu erkennen ist.

Doch es gibt Abhilfe und wie Sie richtig vermuten, in Form von Apps. Ich kann Ihnen drei Möglichkeiten anbieten:

Die Korrektur per E-Mail

Ja, Sie haben richtig gelesen. Wie Mihir Patkar in seinem Artikel Unwhiteboard Cleans Whiteboard Photos With an Email schreibt, müssen Sie Ihr Foto nur an die Adresse please@make.unwhiteboard.com schicken und schwuppdiwupp bekommen Sie eine korrigierte lesbare Kopie als pdf-Datei zurück. Nähere Info erhalten Sie unter (Un)Whiteboard.

TurboScan für Android

Da ich Benutzer eines iPhones bin, kann ich Ihnen nichts Bedeutsames zu TurboScan für Android sagen. Falls Sie sich nicht damit anfreunden können, dann probieren Sie doch eine der Alternative aus, die Namrata Gogoi in dem Beitrag 5 Free Alternatives to CamScanner on Android vorstellt.

Office Lens für iPhone und Android

Ich benutze für Fotoprotokolle von Whiteboards mein iPhone und Office Lens und bin im Großen und Ganzen auch zufrieden mit den Ergebnissen. Office Lens gibt es auch für PC und Android-Smartphones.

Inwieweit dieser Anwendungen OCR-fähig sind, spielt meines Erachtens keine Rolle, denn die Erkennungsrate ist bei Handschriften ohnehin mehr als dürftig. Aber für die einfache Erstellung von Fotoprotokollen reichen diese Anwendungen allemal.

 

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Scrum: Stolperfallen und Lösungen

Scrum und Agilität sind derzeit in aller Munde. Bis April gehörte ich zu den Ahnungslosen, die sich unter Scrum nicht allzu viel bis gar nichts vorstellen konnten. Nach der Teilnahme an einem Seminar mit Jan Fischbach hat sich das etwas geändert, mittlerweile kann ich den Gesprächen der Fachleute wenigstens einigermaßen kompetent zuhören.

Jan hat es in dem Training geschafft, mich wirklich für das Thema „anzuspitzen“, der Scrum Day in Filderstadt tat sein Übriges. Nach der Lektüre vieler Fachartikel und Bücher zum Thema Scrum ist mir eines klar geworden:

It’s simple but not easy.

Übrigens muss man den Urhebern von Scrum, Jeff Sutherland und Ken Schwaber zugute halten, dass sie daraus nie einen Hehl gemacht haben. Im Scrum Guide (pdf-Datei] schreiben sie:

Scrum ist leichtgewichtig, einfach zu verstehen, schwierig zu meistern.

Der Teufel steckt im Detail und in der Anwendung von Scurm gibt es einige Fallstricke. Mishkin Berteig hat 24 Common Scrum Pitfalls zusammengefasst. Die Fallstricke reichen von „Exzessiver Vorbereitung/Planung“ über „Zuweisung von Aufgaben“ bis hin zur „Anwesenheit der Scrum Master“. Zu jedem Fallstrick gibt es eine kurze Beschreibung und einen Link zu einem weiterführenden Beitrag.

Leider sehe ich mich (noch) nicht in der Lage, den Nutzwert des Artikels von Mishkin zu beurteilen. Allerdings gibt es dazu viele Kommentare, die einen näheren Blick sicher wert sind.

Viele Fragen, die die Umsetzung von Scrum aufwirft, kommen mir als Organisationsentwickler bekannt vor, Déjà-vu sozusagen. Es würde sich für die Agilisten und Scrummer m. E. durchaus lohnen, einmal über den Tellerrand in Richtung Gruppendynamik oder Problemlösungsmethodik zu schauen.

Da gäbe es für sie einiges zu entdecken.

 

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