Archiv der Kategorie: Methoden

Lernen mit digitalen Karteikarten

Ich bin ja ein großer Fan des Prinzips der Lernkartei nach Sebastian Leitner. Momentan lerne ich meine Vokabeln mit Anki. Ich gebe zu, ich habe eine ganze Zeitlang gebraucht, um die Arbeitsweise von Anki zu verstehen. Auch jetzt bin ich mir nicht sicher, ob ich das Programm richtig (aus-) nutze.

Vielleicht helfen mir die Hinweise von Polar: 13 Lucky Tips for using Anki and Spaced Repetition in 2019. Wenn alle Stricke reißen, dann kann man sich auch intensiv in Anki einarbeiten, mit dem offiziellen Handbuch oder den Artikeln des Anki-Spezialisten Stefan Moosmann.

Eine interessante Alternative zu Anki ist Mochi. Hier können Sie Notizen in Lernkarten umwandeln und nach dem Leitner-Prinzip memorieren. Das Programm gibt es für Mac, Windows und Linux. Ausprobieren können Sie Mochi im Browser. Das Besondere: Die Einträge können in Markdown geschrieben werden. Für mich ein gewichtiges Argument.

Wenn Sie gar nichts installieren möchten, dann versuchen Sie es doch einmal mit Quizlet. Sieht auch ganz vielversprechend aus.

 

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Der Leitfaden für konzentriertes Arbeiten

Es gibt Bücher, die ich so interessant finde, dass ich sie sogar zweimal in die Hand nehme um sie noch besser zu verstehen. Konzentriert arbeiten: Regeln für eine Welt voller Ablenkungen von Cal Newport ist so ein Buch.
Newport beschreibt in seinem Buch die Segnungen des Deep Work. Er bezeichnet damit Phasen des konzentrierten Arbeitens unter Ausschaltung von Ablenkungen jedweder Art.

Es ist zwar sehr zu empfehlen, das Buch zu lesen, aber Sie müssen es nicht unbedingt. Fadeke Adegbuyi hat eine umfangreiche Anleitung vorgelegt, wie Sie Deep Work auch so erreichen können. In ihrem Artikel The Complete Guide to Deep Work zeigt sie Ihnen:

  • Wie Sie Deep Work am besten praktizieren
  • Wie Sie Ihre Fähigkeiten zu Deep Work verbessern
  • Wie Sie digitale Ablenkungen vermeiden
  • Wie Sie oberflächliches Tun aus Ihrem Leben verbannen
  • Wie Sie einen erfolgreichen Start mit Deep Work hinlegen

Wir sind ja gewohnt, dass unseren amerikanischen Freunde mit ihren Überschriften gerne etwas übertreiben. Neben dem Wort „ultimativ“ finden sich sehr oft auch andere Superlative, die versprechen, was dann der Artikel oft nicht halten kann.
Hier ist das anders. Fadeke kann m. E. schon mit einiger Berechtigung von einem complete guide sprechen. Sie finden hier wirklich eine nützliche Anleitung, die viele Facetten des Deep Work aufgreift. Sogar an eine Checkliste für eine erfolgreiche Umsetzung hat sie gedacht.

Lesens- und beachtenswert!

i410hlr / Pixabay

 

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Welches Diagramm eignet sich für welche Daten?

Als ausgesprochenes Augentier war ich schon immer ein großer Anhänger von Visualisierungsmethoden, wie dem geneigten Leser dieses Blogs nicht entgangen sein dürfte. „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“, sagt schon der Volksmund. Das trifft besonders auf die berüchtigten Zahlenfriedhöfe zu, die als Diagramme meist leichter zu verdauen sind.

Wenn Sie sich bei der Auswahl des geeigneten Diagramms helfen lassen wollen, benutzen Sie doch den Chart Chooser. Zunächst wählen Sie, was mit der Darstellung verdeutlicht werden soll. Dann klicken Sie einfach die geeignete Diagrammform an, wählen, ob Sie Excel oder Powerpoint benutzen wollen und schon können Sie die fertige Diagrammvorlage herunterladen. Ansprechend und praktisch obendrein.

Etwas ähnliches stellt ExtremePresentation zur Verfügung, sogar auf Deutsch: Chart Chooser in German (pdf-Datei). Der Chart Chooser dient als einfache Entscheidungshilfe, welche Daten mit welchen Grafiken zweckmäßig dargestellt werden können. Für den Schreibtisch dient eine pdf-Datei der Übersicht, die Sie sich kostenlos herunterladen können.
Nebenbei bemerkt, ist die Website ExtremePresentation ein Fundgrube mit Tipps über das Erstellen und Gestalten von Präsentationen.

Lesenswert, weil umfangreich und sehr informativ, ist auch der einschlägige Artikel von Steven Franconeri: Multiple views on how to choose a visualization. Zu dem Artikel gibt es auch eine Infographik zum Download als pdf-Datei.

 

Buch zum Thema (Werbung)

 

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Apps für das Erstellen von Infografiken

Vielleicht haben Sie es schon bemerkt. Meine Kurznachrichten werden immer durch eine Infografik abgeschlossen. Ich mag diese Infografiken, denn Sie verschaffen einen Überblick zu Zahlen, Daten, Faken zu einem bestimmten Thema.

Sie möchten Ihre eigenen Infografiken erstellen? Versuchen Sie es doch einmal mit den 5 Best Free Tools to Make Infographics Online, die Kamosh Pathak in seinem Beitrag vorstellt. Wie der 30Titel verrät, sind diese Apps frei und webbasiert. Um die ersten Versuche zu starten, müssen Sie also kein Geld ausgeben und auch kein Programm installieren. Hier seine Auswahl:

  1. Canva
  2. Visme
  3. Piktochart
  4. Venngage
  5. Infogram

Dass die Programme kostenfrei sind, stimmt leider nicht so ganz, denn sie folgen dem Freemium-Modell. Meist können Sie nur eine begrenzte Anzahl an Infografiken mit ebenso begrenzten Programmfunktionen erstellen. Wenn Sie die Anwendung in ganzer Pracht nutzen wollen, wird ein Obolus fällig. Nun gut, für das Ausprobieren und die ersten Schritte dürften die kostenlosen Varianten erst einmal ausreichen.

Wenn Ihnen die o.a. Auswahl nicht ausreicht, dann gibt es auch noch andere Alternativen. Einige davon habe ich in Werkzeuge für Infografiken aufgeführt. Karl Gude hat darüber sogar eine [Präsentation auf Slideshare] erstellt.

Sie können Ihre Infografik aber auch mit dem erstellen, was bei Ihnen sowieso auf dem Rechner ist, mit Bordmitteln sozusagen. Lesen Sie hier, wie Sie Infografiken mit Powerpoint erstellen. Powerpoint dürfte auf jedem gut sortierten Rechner installiert sein.

Von Venngage gibt es auch eine nette Anleitung für Beginner, die Ihnen bei der Arbeit unter die Arme greift.

Ansonsten betrachten Sie einfach diese Infographic About Infographics:

 

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Time-Boxes: Wie viel Zeit für welches Meeting?

Seit ich mich mit Scrum und der Tomatentechnik auseinandergesetzt habe, bin ich ein Fan von Time-Boxes. Wie der Name sagt, werden bei diesem Ansatz bestimmte Zeitspannen für das Arbeiten definiert, die nicht überschritten werden dürfen.

In der Regel berechnem wir unseren Arbeitstag stundenweise und planen ihn dementsprechend. Auch in Programmen wie Outlook hat der (Arbeits) -tag 8 Stunden á 60 Minuten. Infolgedessen blocken wir Zeitfenster zum Beispiel für Besprechungen auch stundenweise. Warum wir das machen? Wir wissen es selbst nicht, vermutlich weil das Programm es einfach so vorgibt.

Dabei ist diese 60-Minuten-Lösung schon aus organisatiorischen Gründen nicht optimal. So brauchen die Teilnehmer Zeit, um von einem Ort zum anderen zu wechseln, sich einzufinden und „anzukommen“. Zeit, die man braucht, an die aber oft nicht gedacht wird.

Das weiß auch Alison Davis und hat andere Ideen zur Zeitplanung. In ihrem Artikel Why Changing The Length of Your Next Meeting Will Make It Dramatically Better empfiehlt sie die 10-30-50-90-Regel, um die Effektivität von Meetings entscheidend zu steigern.

Bei den Zahlen handelt es sich um Time-Boxes, die Allison für bestimmte Besprechungstypen vorsieht:

  • 10 Minuten für Besprechungen, in denen eine offene Frage kurz und knapp beantwortet werden muss oder Feedback zu einem Vorschlag eingeholt werden soll
  • 30 Minuten werden eingeplant für Gespräche unter 4 Augen zur fokussierten Behandlung eines Problems
  • 50 Minuten ist die Zeitvorgabe, wenn das Thema komplizierter ist oder mehrere Punkte zu besprechen sind
  • 90 Minuten sind vorgegeben zur Ideenfindung, für Strategiediskussionen oder Problemlösungen

Wenn Sie jetzt noch dokumentieren, ob sie die vorgesehenen Ziele tatsächlich in der vorgesehenen Zeit erreichen konnten, dann haben Sie eine hervorragende Ausgangsbasis für künftige Verbesserungen. Empirisches Arbeiten auf der Grundlage von Daten eben.

[via Lifehacker]

olafpictures / Pixabay

 

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Wie Sie ein Notizbuch für die Jackentasche verwenden

Vor ein paar Wochen habe ich im ToolBlog beschrieben, wie ich mein Notizbuch führe. Ich benutze derzeit ein Buch im Format DIN A 5. Ich dachte, das wäre praktisch, da ich es immer mit mir herumtragen könne. Lange Rede, kurzer Sinn, ich werde beim nächsten Mal wieder reumütig zum „Großformat“ DIN A 4 zurückkehren. Es schreibt sich damit einfach besser, besonders mit dem Füller.

Wie sich herausgestellt hat, brauche ich für unterwegs nicht unbedingt ein analaloges Notizbuch. Mir genügen mein iPhone und Apps wie Braintoss oder Captio, mit denen ich mir kurze Nachrichten direkt in den Eingangskorb von Outlook verschicke.

Vielleicht möchten Sie aber dennoch auch unterwegs nicht auf ein Notizbuch zum Anfassen verzichten. Für mich bietet sich in diesem Fall der Hipster PDA an (Artikel im ToolBlog). Er besteht aus nichts anderem als einem Stoß Karteikarten, die mit einer Klammer zusammengehalten werden. Es gibt auch eine Luxusversion, die MindPapers von X17.

3 Easy Hipster PDA Hacks

 

Und wenn Sie doch ein „gebundenes Buch“ bevorzugen? Während des GTD Summits in San Francisco habe ich die Field Notes kennengelernt, die mir sehr gut gefallen haben.

Trent Hamm beschreibt in seinem sehr ausführlichen Artikel How to Use a Simple Pocket Notebook to Change Your Life, wie er diese Notizbücher im Alltag einsetzt. Sie erfahren dort:

  • Warum er solche analoge Notizbücher verwendet
  • Was beim Kauf von Stift und Buch zu beachten ist und warum er sich für die Field Books entschieden hat
  • Wie er das Notizheft führt
  • Wie er die Notizen verarbeitet
  • Was er mit gefüllten alten Heften macht

Einiges wird Ihnen bekannt vorkommen. Die Vorgehensweise ähnelt dem, was ich in meinem Artikel auch schon beschrieben habe. Ich möchte an dieser Stelle noch einmal betonen, dass ich im Gegensatz zu Trent das Notizheft nicht für To-do-Listen, sondern nur als Behälter für Informationen nutzen würde.

 

Field Notes & Co (Werbung)

 

 

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Medien in Workshops: Eine Übersicht

Mehrfach haben mich Teilnehmer gefragt, welche Medien ich in meinen Workshops einsetze und warum gerade hier an dieser Stelle, dort an jener aber nicht. Für mich ein willkommener Anlass, noch einmal darüber nachzudenken, welche Vor- und Nachteile die unterschiedlichen Medien haben.

Im Folgenden finden Sie eine kleine Übersicht über die Hardware, die in meinen Workshops zum Einsatz kommt. Zu jedem Werkzeug finden Sie die Vor- und Nachteile und ein paar besondere Hinweise. Es versteht sich von selbst, dass die Auswahl subjektiv ist. Was für mich ein Nachteil darstellt, mag für einen anderen gerade der Grund sein, dieses Medium zu verwenden. Eine subjektive Liste also, die Ihnen Anregungen geben soll und hoffentlich von Nutzen sein wird.

Die Medien:

fxxu / Pixabay

Sprache

Vorteile

  • Immer vorhanden, außer bei Husten und Heiserkeit

Nachteile

  • Kann leicht monoton werden
  • Dynamik ist nicht immer leicht herzustellen

Materialien

  • In großen Räumen: Mikrofon

Bemerkung

  • Sprachmelodie, -tempo und Tonhöhe variieren (Dynamik)
  • Verständliche Sprache verwenden
  • Kurz und präzise Sätze
  • Klar und deutlich sprechen
  • Die Kehle feucht halten: Viel Wasser oder Tee trinken

Daten- oder Arbeitsblatt (neudeutsch: Handout)

Vorteile

  • Fertig vorbereitet, wiederverwendbar
  • Auch nach dem Workshop verfügbar (ggf. auch vorher)
  • Anzahl der Kopien kann angepasst werden
  • Man kann einen Pool von Handouts anlegen, aus dem man sich immer wieder bedienen kann

Nachteile

  • Erstellen, Formatieren und Vervielfältigen kann aufwändig werden
  • Nur unterstützend, z. B. bei Referaten, Lehrgesprächen usw.

Bemerkung

  • Inhalt knapp halten. 1-Blatt Prinzip: Das Wesentliche muss auf ein Blatt passen
  • Beschränkung auf Zahlen, Daten, Fakten („ZDF“)
  • Arbeitsblätter sollten übersichtlich strukturiert und ansprechend gestaltet werden

Whiteboard (früher: Tafel)

Vorteile

  • In den meisten Besprechungsräumen vorhanden, fast immer verfügbar
  • Inhalt kann entwickelt werden, ggf. gemeinsam mit den Teilnehmern
  • Kann situativ nach Bedarf eingesetzt werden
  • Kann auch als Fläche für Haftklebezettel oder für Magnete verwendet werden

Nachteile

  • Einmal Gelöschtes steht nicht weiter zur Verfügung
  • Oft eingetrocknete Farbreste infolge schlechter Pflege
  • Schreiber stehen mit dem Rücken zum Publikum
  • Meist fest an der Wand montiert und daher unflexibel
  • Fotografieren manchmal schwierig, da das Licht zu stark reflektiert (Abhilfe: s.u.)

Materialien

  • Spezielle Filzstifte für Whiteboards
  • Reinigungsflüssigkeit mit Wischtuch
  • Spezielle App zur Dokumentation, z. B. Office Lens

Bemerkung

  • Groß und deutlich schreiben
  • Die richtigen Stifte verwenden, Whiteboardstifte nicht mit Flipchartstiften verwechseln!
  • Sorgfältige Reinigung erforderlich
  • Vor dem Löschen des Inhalts ggf. zur Dokumentation ein Foto machen

Pinnwand

Vorteile

  • Interaktives Arbeiten möglich (Kartenabfrage, Ishikawa-Diagramm usw.)
  • Arbeitsergebnisse können durch Abfotografieren schnell dokumentiert werden
  • Zettel bzw. Karten können umgeordnet werden, dadurch Strukturieren möglich
  • Wand für Poster, Plakate und Fotografien
  • Komplexe Sachverhalte können dargestellt werden, da gute Übersicht
  • Wenig Aufwand

Nachteile

  • Pinnwände sind leicht, aber sperrig, daher nicht immer leicht zu transportieren
  • In Unternehmen nicht immer vorhanden
  • Wird oft nur im Seminarkontext gesehen und deswegen oft als „Spielzeug“ betrachtet
  • Packpapier als Trägermaterial im richtigen Format muss vorhanden sein

Materialien

  • Pinnwand (Material: Schaumstoff oder Wellpappe, kein Kork!)
  • Pinnwandpapier im passenden Format, braun oder weiß
  • Haftklebezettel (Post-its) oder Metaplankärtchen mit Pinnnadeln

Bemerkung

  • Auf Zettel klar und deutlich schreiben. Blockbuchstaben in max. drei Zeilen
  • Schwarze Filzstifte benutzen
  • Wenn Metaplankärtchen, dann bitte nur mit richtigen Pinnnadeln verwenden. Keine Stecknadeln, da Verletzungsgefahr
  • Möglichst Haftzettel verwenden, spart gegenüber Kärtchen ein paar Arbeitsgänge
  • Filzstifte für Haftzettel mit Rundspitze
  • Haftzettel plan ankleben

Post It Notes Lay Flat Tip

Flipchart

Vorteile

  • Als Arbeitsgerät das eierlegende Wollmilchschwein. Vielfältige Verwendungsmöglichkeiten
  • Vorbereitung von Flipchartblättern möglich
  • Einfach zu handhaben
  • Kann situativ nach Bedarf eingesetzt werden
  • Transportabel und daher flexibel zu platzieren
  • Erstellen einer Flipchartgalerie zur Dokumentation des Arbeitsfortschritts und der Ergebnisse
  • Leichte Dokumentation durch Abfotografieren

Nachteile

  • Manchmal sind die Flipcharts schwer und schwer zu bewegen
  • Oft sind Flipcharts mangels Wartung nicht kippsicher und können umfallen
  • Spezielle Flipchartblöcke erforderlich. Die Bohrung der Löcher passt nicht immer
  • Das Mitschreiben am Flipchart erfordert Übung

Materialien

  • Flipchart
  • Flipchartblock
  • Geeignete Filzmarker möglichst mit Keilspitze in verschiedenen Farben und ggf. mit unterschiedlicher Strichbreite
  • Wachsmalblöcke zu Hervorheben und Aufhübschen des Inhalts

Bemerkung

  • Vor der Verwendung immer auf Funktionssicherheit überprüfen: Steht das Flipchart stabil und kippsicher?
  • Sind die Flipchartstifte gefüllt?
  • Groß und deutlich schreiben
  • Flipchartbögen nummerieren, damit der richtige Ablauf nachvollzogen werden kann
  • Man kann mit Haftzetteln und zwei Flipcharts nebeneinander eine Pinnwand ersetzen.

Datenprojektor (neudeutsch: Beamer)

Vorteile

  • Nahezu in allen Workshopräumen vorhanden
  • Präsentationen können vorbereitet und mehrfach verwendet werden
  • Als Medium allgemein akzeptiert (wenn auch selten geliebt)
  • Helle Projektionsfläche und Verdunkelung notwendig
  • Einsatz von Videos möglich
  • In kleinen Gruppen effizientes Arbeiten durch Vorgabe der Handlungsschritte möglich

Nachteile

  • Anspruchsvolles teures Equipment
  • Oft schlechte Erfahrungen der Zuhörer mit langweiligen Präsentationen
  • Fördert die Passivität der Teilnehmer
  • Für gute Präsentationen hoher Vorbereitungsaufwand
  • Sitzordnung oft durch feste Montage des Projektors schwer veränderbar

Materialien

  • Laptop, Tablet oder Smartphone
  • Datenprojektor
  • Geeignete Kabel, Anschlüsse und Adapter

Bemerkung

  • Unbedingt vor der Veranstaltung die Funktionstüchtigkeit der Anlage überprüfen: Anschlüsse, Adapter etc.
  • Falls Ton verwendet wird, überprüfen, ob die Lautsprecher des Laptops ausreichen. Wenn nicht, ist im Raum ein Lautsprecher mit Anschluss vorhanden? Ansonsten portablen Lautsprecher verwenden

 

Das wäre meine kleine subjektive Zusammenstellung. Sie erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, besonders, was die Bemerkungen angeht. Falls Sie aus eigener Erfahrung noch zusätzliche Punkte beisteuern möchten, freue ich mich auf Ihren Kommentar.

Ich werde diese Liste auch immer wieder einmal aktualisieren. Entweder, weil mir in der Praxis etwas auf- oder einfällt oder ich ein neues Medium ausprobiere.

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Ab wann lohnt sich Automatisierung?

Wenn Sie eine Aufgabe immer und immer wieder auf die gleiche Weise erledigen müssen, dann lohnt es sich darüber nachzudenken, ob Sie sie in irgendeiner Weise automatisieren können. So lautet der wohlmeinende Ratschlag, den ich in meinen Workshops gebe. Im Prinzip stimmen die Teilnehmer zu, aber in den Gesichtern steht ein großes Fragezeichen:

Ab wann lohnt sich eine Automatisierung?

Die Frage nach dem Return of Invest ist absolut berechtigt, denn schließlich muss mit einem Aufwand an Zeit und Mühe die Automatisierung erstellt werden, ganz egal, ob Sie für ein Programm ein Makro programmieren oder Textbausteine definieren.

Cory Doctorow hat in seinem Beitrag How much time should you spend automating a routine task? eine interessante Tabelle veröffentlicht. Diese zeigt, wie viel Zeit Sie in die Automatisierung von Routineaufgaben stecken müssen, damit Sie über einen Zeitraum von fünf Jahren einen bestimmten Zeitbetrag sparen können (auf die Grafik klicken).

 

Nun halte ich den Zeitraum von fünf Jahren für bei weitem zu hoch gegriffen. Ich hätte den Zeitrahmen ein bis drei Jahre für realistischer gehalten. Aber das kann man ja selbst einmal runterrechnen. Man muss nur die Zeit dazu haben.

BTW: Wenn Sie sich bez. der Automatisierung nicht sicher sind, dann denken Sie über den idealtypischen Ablauf nach und erstellen dafür eine Checkliste. Das ist zwar keine Vollautomatisierung, erleichtert die Arbeit aber dennoch außerordentlich. Und Zeit sparen Sie auch.

 

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Wie Sie noch mehr Bücher lesen

Nachdem ich das Bücher lesen eine Zeit lang vernachlässigt habe, habe ich mich in den letzten Monaten durchaus wieder zum Bücherwurm entwickelt. Allerdings hat sich der Schwerpunkt des Interesses geändert. Ich lese mittlerweile mehr Belletristik oder Sachbücher über Philosophie & Co, weniger Bücher zu meinen beruflichen Themen.

Ich weiß nicht, wie es Ihnen beim Lesen geht. Für mich ist die Lektüre eines Buches wie das Aufschließen einer Tür zu einem neuen ZImmer, in dem es wieder viele verschlossene Türen zu weiteren Räumen gibt. Will sagen, wenn ich ein Buch lese, regen mich allein schon die Literaturangaben dazu an, noch mehr lesen zu wollen. Ein Menschenleben reicht dazu gar nicht aus, wie ich schon leicht resigniert feststellen musste. Ist es eine Lösung, in der verbleibenden Zeit die Anzahl der Bücher zu erhöhen? Mehr Bücher pro Zeiteinheit, gemessene Leseleistung sozusagen?

Nun bin ich etwas zwiegespalten, was Schnellesetechniken angeht. Um die Schönheit der Sprache in einem richtig erfassen zu können, muss das Buch mit einer gewissen Geschwindigkeitsbegrenzung nach oben gelesen werden. Nur so kann man m. E. die Arbeit des Autors (und evtl. des Übersetzers!) würdigen. Bei Sachbüchern ist das anders. Im Bereich der Managementliteratur habe ich ohnehin oft den Eindruck, dass sich die Inhalte über die Jahre ständig wiederholen. Hier macht es imo gar nichts, die Schlagzahl kräftig zu erhöhen.

Austin Kleon ist selbst Autor und gibt Ihnen Tipps, wie Sie es schaffen, mehr zu lesen: How to read more. Er empfiehlt uns:

1. Lesen Sie Bücher nicht zu Ende, die Sie nicht mögen

Ob ein Buch „gut“, d. h. nützlich oder berührend ist, liegt immer im Auge des Lesers, um ein bekanntes Wort abzuwandeln. Unsere Zeit ist begrenzt. Hören Sie also auf, sich durch ein Buch hindurchzuquälen, dass nach mehreren Seiten/Kapiteln immer noch nicht „anspringt“. Vergeuden Sie damit nicht Ihre wertvolle Lesezeit.
Übrigens bin ich auch dazu übergegangen, Veranstaltungen in der Halbzeitpause zu verlassen, wenn sie mir nicht gefallen. Ich sitze ja nicht meine Zeit ab, nur weil ich bezahlt habe.

2. Führen Sie stets ein Buch mit sich

Es gibt viele Gelegenheiten zu lesen: Der Bus, das Wartezimmer beim Arzt oder auf dem Amt. Anstatt sich durch das Smartphone zu wischen, greifen Sie zu Ihrem Buch oder Ihrem E-Book-Reader. Im Gegensatz zu Austin bin ich jedoch der Meinung, dass mitunter lesefreie Zeit nützlich sein kann, damit das Unbewusste das Aufgenommene auch verarbeiten kann.
Ob Sie mehrere Bücher gleichzeitig lesen sollten, hängt wohl von Ihren Vorlieben ab. Momentan lese ich drei Bücher gleichzeitig. Allerdings achte ich dann darauf, dass sie thematisch weit auseinander liegen. Damit versuche ich, der Ähnlichkeitshemmung zu entkommen.
Austins Tipp, immer ein Buch, das man als nächstes lesen will, in der „Pipeline“ zu haben, kann ich nur bestätigen. Ich habe dafür in meinem Bücherregal einen besonderen Platz für die Bücher reserviert, die als nächstes „drankommen“.

3. Versetzen Sie das Smartphone in den Flugmodus

Ach ja, das Smartphone. Für die meisten von uns ist das die Quelle für Ablenkungen aller Art. Anstatt im Bus E-Mails zu checken, Nachrichten zu lesen oder Gezwitscher zu verfolgen, schalten Sie das Smartphone auf Flugmodus und lesen stattdessen in Ihrem Buch. Oder deaktivieren Sie zumindest die Benachrichtigungsfunktion, damit sie nicht gestört werden.

4. Besuchen Sie regelmäßig die Bücherei oder die Buchhandlung

Speziell in der Welt der Romane, habe ich längst aufgehört, „nach Plan“ zu lesen. Ich schaffe ohnehin nicht mehr alle. Vielmehr besuche ich mindestens einmal die Woche die Stadtbücherei und schmökere dort in den Regalen herum. Dort gibt es auch Büchertische, auf denen die Empfehlungen der Mitarbeiter liegen. Wenn man dann ins Blättern kommt…
Übrigens informiere ich mich auch gerne via Podcasts (z. B. hier oder hier) über Bücher.

5. Teilen Sie Bücher, die Sie mögen, mit anderen

Austin empfiehlt, öffentlich zu machen, was man gerade liest, z. B. über die Plattform Goodreads. Ich selbst bin zwar auf librarything, habe es aber noch nicht zu diesem Zweck benutzt. Allerdings habe ich schon darüber nachgedacht, hier auf dem ToolBlog mitzuteilen, was ich gerade lese. Auf diese Weise könnte ich sicherlich den einen oder anderen ergänzenden Tipp erhalten.

Ich weiß, dass es unter den ToolBlog-Lesern wahre Leseratten gibt.
Wenn Sie sich angesprochen fühlen, haben Sie noch andere Tipps auf Lager?

ninocare / Pixabay

 

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Wie ich mein Notizbuch führe

In meinen Workshops zur Arbeitsorganisation lege ich großen Wert auf den Bezug zur Praxis, das Herumtheoretisieren ist nicht so meine Sache. Aus diesem Grund zeige ich den TeilnehmerInnen gerne Arbeitsweisen und Kniffe, die ich selbst praktiziere. Ausnahmen bestätigen die Regel, doch begründe ich diese immer sorgfältig.

Immer wieder werde ich nach Einzelheiten zu meinem Notizbuch gefragt: Was ist der Zweck, wie ist es aufgebaut und wie wird es geführt? Die Antwort will ich Ihnen nicht vorenthalten.

Zweck und Hintergrund

Mein Notizbuch folgt dem Konzept des „Superbuchs“ (an diesen dämlichen Ausdruck kann und will ich mich einfach nicht gewöhnen).

Bekanntlich ist unser Gehirn zwar ein Wunderwerk, hat aber dennoch seine Grenzen. An die stößt es gelegentlich, wenn Sie es gleichzeitig zum Denken und zum Merken verwenden wollen. Aus diesem Grund vergessen wir oft Dinge, die wir nicht vergessen sollten oder sie poppen zur falschen Zeit am falschen Ort auf. Dann, wenn wir so gar nichts mit der Information anfangen können. Durch Auslagern der Daten auf einen externen Datenträger können wir das Gehirn wirkungsvoll entlasten.

Allerdings haben Haftklebe-, Schmier- und sonstige Notizzettel den Nachteil, dass sie schnell verloren gehen. Ein Notizbuch beseitigt diese „Zettelwirtschaft“. Die Vorteile des Notizbuchs:

  • Alle Informationen liegen zentral an einem Ort. Das erleichtert das Wiederfinden
  • Ein Notizbuch kennt weder Hochfahren, noch Einfrieren, noch Abstürze. Es hängt weder am Strom noch am Internet
  • Es schafft Ordnung und verhindert Ablenkung, denn es gibt keine lose herum liegenden Zettel auf dem Schreibtisch oder Post-it-Notes, die um den Bildschirm herum kleben.
  • Es dient der Dokumentation, z. B. durch Gesprächsnotizen oder Gedächtnisprotokolle. Ein Freund von mir, Jurist, hat mit seinem Notizbuch einmal einen Prozess gewonnen. Die Gegenseite hatte keins

Grundsätze

Damit ein Notizbuch wirklich funktioniert, sollten einige (wenige) Grundsätze beachtet werden:

  1. Schreiben Sie Alles (ja, Alles!) auf!
    Das Notizbuch dient als externes Gedächtnis und entlastet damit das Gehirn. Es sollte nichts „durch die Lappen“ gehen. Wenn Sie im Zweifel sind, ob Sie etwas notieren sollen, dann tun Sie es!
  2. Alle Notizen an einem Ort
  3. Führen Sie Ihr Notizbuch mit System

Ausführung des Notizbuchs

Wenn Sie ein Notizbuch kaufen, dann benutzen Sie die folgende Aufzählung als Checkliste:

  • Solide Qualität: Geschäftsbuch mit festem strapazierfähigem Einband, evtl. abwaschbar
  • Ein Gummibandverschluss vermeidet Eselsohren und andere Unansehnlichkeiten
  • Format: DIN A 4, wenn Sie viel am Schreibtisch sitzen, DIN A 5, wenn Sie viel unterwegs sind
  • Papier: Liniert oder kariert, wenn Sie lieber schreiben. Blanko, wenn Sie visuelle Notizen machen oder gerne kritzeln
  • Seitlicher Rand für das Datum, Kürzel, Icons u. ä. (können Sie auch selber machen)
  • Umfang: Form eines Buchs, also mehr als 100 Seiten
  • Seitenzahlen (können Sie auch selber machen)
  • Einstecktasche für Visitenkarten etc.
  • Evtl. Lesebändchen
  • Zusätzlich hilfreich sind Haft-Lesezeichen von Post-it & Co

Wenn Sie sich die Mühe sparen wollen, dann können Sie ein solches „Superbuch“ auch fix und fertig kaufen.

Systematisch Arbeiten

Noch einmal: Schreiben Sie alles auf. Aber mit System:

  • Führen Sie das Buch immer bei sich oder weisen Sie ihm einen festen Platz zu
  • Schreiben Sie zu jeder Notiz das Datum und eine aussagekräftige Überschrift
  • Sie wollen nicht den Büchner-Preis gewinnen oder einen Schönschreibwettbewerb. Verfassen Sie aber die Notizen so, dass Sie auch nach Tagen oder Wochen noch lesen können und wissen, was mit dem Inhalt gemeint war
  • Verwenden Sie aussagekräftige Kürzel oder Symbole auf dem Seitenrand. Meine Kürzel/Icons sind: A – Aufgabe, RD – Recherche, Blitz – Widerspruch, ? – Zu überlegen, ! – Idee
  • Benutzen Sie Farben zum Hervorheben, aber sparsam. Bei mir: Blau – Allg. Hervorhebung, Gelb – Datum und Überschrift, Rot – Gesprächsnotiz. Die Farben setze ich dann ein, wenn ich am Ende des Tages die Notizen durchsehe
  • Lassen Sie hinteren Seiten frei für den Index bzw. ein Inhaltsverzeichnis

Pflege des Notizbuchs

An dieser Stelle möchte ich betonen, dass das Notizbuch für mich kein Organisationsmittel, sondern lediglich ein externer Datenträger ist, der das Gehirn unterstützt. Aus diesem Grund sollten Sie die Notizen weiterverarbeiten, indem Sie sie in Ihr Organisationssystem einpflegen.

  • Das Einpflegen erfolgt in einer Tages- oder Wochendurchsicht (bei mir eher letzteres).
  • Aufgaben, Kontaktdaten, Termine werden in Outlook übernommen. Entsprechendes Symbol durchstreichen, wenn die Notiz verarbeitet ist (z. B. „A“ für Aufgabe)
  • Die Stelle, bis zu der die Informationen eingepflegt wurden, wird im Notizbuch durch einen Querstrich markiert.
  • Vergessen Sie nicht, die Einstecktasche zu leeren
  • Ergänzen Sie das Inhaltsverzeichnis und/oder den Index

Archivieren

Wenn das Notizbuch voll ist, etikettieren Sie den Buchrücken mit dem Start- und dem Enddatum und stellen es ins Bücherregal. Mit der Zeit haben Sie ein schönes Archiv. Schauen Sie ruhig ab und an noch einmal alte Notizbücher durch. Sie werden staunen, über welch umfangreichen Fundus Sie verfügen.

 

Ich verwende Notizbücher seit vielen Jahren und möchte sie nicht mehr missen. Ich möchte Sie dazu ermuntern das Gleiche zu tun und zitiere David Allen:

Your mind is for having ideas, not holding them.

 

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