Archiv der Kategorie: Lernen

Notizen machen wie die Profis

Eine hilfreiche Art, sich wĂ€hrend PrĂ€sentationen oder Vorlesungen Notizen zu machen, ist die Cornell-Methode. Ich habe immer mal wieder im ToolBlog darĂŒber geschrieben, allerdings zu urvordenklichen Zeiten. Nun bin ich ĂŒber einen Kurs des Learning Strategies Center der Cornell University gestolpert, in dem Sie lernen können, wie man effektiv und effizient Notizen anfertigen kann: Note-Taking-Strategies.

In rund einem Dutzend Modulen erfahren Sie, wie Sie die Cornell-Methode sinnvoll anwenden und in ein komplettes System integrieren können. Den Kurs können Sie schnell absolvieren, allzu schwer ist der Stoff nicht. Falls Sie nicht mehr wissen, was das Besondere an der Cornell-Methode ist und wie sie funktioniert, hier ein einfĂŒhrendes Video, weitere Videos finden Sie im Kurs.

 

 

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Die Sammlung mentaler Modelle

Der Ausdruck „mentales Modell“ begegnete mir zu ersten Mal vor gefĂŒhlten 25 Jahren in dem bahnbrechenden Buch Die fĂŒnfte Disziplin: Kunst und Praxis der lernenden Organisation von Peter M. Senge. Laut Wikipedia

beziehen sich Mentale Modelle auf kritische Reflexionen, die unbewusst, unhinterfragt und oftmals stillschweigend vorausgesetzte Grundannahmen beinhalten. Individuelles Handeln wird aktiv durch die intendierten mentalen Modelle gesteuert.

Nun bin ich nicht ganz sicher, ob sich die Website Mental Models Box dieser o.a. Definition anschließt. Ich habe eher den Eindruck, dass es dort um eine Sammlung kognitiver Verzerrungen geht. Aber ich mag mich tĂ€uschen und sicherlich gibt es hier große Schnittmengen. Sei’s drum.

Aufschlussreich ist die Mental Models Box allemal. Sie finden dort eine Sammlung allerlei mentaler Konstrukte, die uns dabei helfen die Welt zu erklĂ€ren. Ob sie „stimmen“, steht allerdings auf einem anderen Blatt. Die Sammlung ist unterteilt in die Kategorien:

  • Verzerrungen (biases)
  • Modelle
  • Problemlösung
  • Beziehungen
  • Soziale PhĂ€nomene

Alle Modelle werden in einer Art Steckbrief beschrieben und sind wenn möglich zu dem entsprechenden Artikel in/auf der Wikipedia verlinkt. Als kleines Bonbon gibt des das Mental Model der Woche.

Mir gefÀllt die Seite aufgrund der kompakten Information und auch wegen der schnörkellosen Aufmachung hervorragend. Den Menschen, die sich gerne mit den Möglichkeiten und Grenzen unseres Denkens beschÀftigen, sei sie wÀrmstens ans Herz gelegt.

 

Bild von Carlos Ribeiro auf Pixabay

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Wie Sie einen Ratgeber in 90 Minuten lesen

Wenn ich in grĂ¶ĂŸeren StĂ€dten bin, besuche ich ab und zu eines dieser BuchkaufhĂ€user. Sie wissen schon, Dusshugen oder Thaldubel und wie sie alle heißen. Meistens gehe ich frustriert wieder hinaus, denn oft habe ich den Eindruck, ich sehe den Wald vor lauter BĂ€umen nicht. Die Zahl der SachbĂŒcher und hier speziell der Ratgeber ist riesengroß und fast immer habe ich den Eindruck „kennst Du einen, dann kennst Du alle“. Es fĂ€llt mir schwer, aus dieser FĂŒlle gleichförmiger Angebote das Buch zu finden, das mir wirklich ein Mehr an Nutzen verschafft.

Vielleicht sollte man auf das Lesen der Ratgeber daher auch nicht allzuviel Zeit ver(sch)wenden. Das meint auf jeden Fall Darius Foroux, der uns in einem Artikel zeigt How To Read A Self-Help Book In 90 Minutes.

Er beschreibt Ratgeberliteratur als das, was sie ist: Sie soll dem Leser/der Leserin einen Nutzen verschaffen. Es ist daher vollkommen nebensĂ€chlich, ob das Buch schön geschreiben ist. Und es ist auch unerheblich, wie viel Seiten es umfasst. Darius stellt die (steile) These auf, dass 90% des Inhalts tatsĂ€chlich nur FĂŒllstoff sind. Damit befindet er sich in bester Gesellschaft. Ich meine, der Erfinder des Mind-Mappings, Tony Buzan, hĂ€tte dies auch in einigen seiner BĂŒcher geschrieben. Schade, dass er sich selbst nicht daran gehalten hat.

Das Durcharbeiten eines Ratgebers erfolgt laut Darius in vier Schritten:

1. WÀhlen Sie das Buch sorgfÀltig aus

Denken Sie immer daran: Das Buch soll Ihnen einen Nutzen verschaffen. Es soll Ihnen helfen, ein bestehendes Problem zu lösen, eine akute Frage zu beantworten oder etwas zu lernen, was Sie in der Zukunft brauchen werden.

2. Machen Sie sich mit dem Inhaltsverzeichnis und der Struktur des Ratgebers vertraut (15 min)

Dies entspricht auch der Empfehlung von Tony Buzan. So gehen Sie vor:

  1. Lesen Sie die RĂŒckseite des Umschlags und den Klappentext. Was erfahren Sie ĂŒber den Autor und seinen Hintergrund. Die wohlwollenden Zitate berĂŒhmter Kolleg:innen können Sie ignorieren. Sie dienen nur der Werbung.
  2. Schauen Sie sich das Inhaltsverzeichnis genau an. Hier finden Sie Hinweise auf die Struktur des Buchs.
  3. BlĂ€ttern Sie durch das Buch und verknĂŒpfen Sie die Kapitel mit dem Inhaltsverzeichnis. Achten Sie hier auf Zusammenfassungen, Diagramme, Abbildungen und InfokĂ€sten.
  4. Sobald Sie die Struktur verstanden haben, wissen Sie auch, wo die wertvollen RatschlÀge stehen.
  5. ÜberblĂ€ttern Sie den Inhalt, der Sie nicht interessiert.
  6. Lesen Sie den relevanten Stoff sorgfÀltig. Das andere ignorieren Sie.

3. Stellen Sie sich einen Timer und lesen Sie konzentriert (45 min)

Lesen Sie die relevanten Teile des Ratgebers konzentriert durch. Lassen Sie sich dabei nicht unterbrechen. Fertigen Sie fĂŒr die wichtigen Stellen des Ratgebers Lesezeichen an. Notieren Sie die Seitenzahlen auf einem Notizzettel oder auf einer Post-it-note. Wichtige Diagramme oder Bilder fotografieren Sie mit dem Smartphone. Das alles ĂŒberfĂŒhren Sie in ein geeignetes Programm, z. B. Evernote. Tony Buzan wĂŒrde natĂŒrlich eine Mind-Map anfertigen.
Darius rÀumt ein, dass mitunter bei umfangreicheren Werken 45 min wohl nicht reichen werden. Dann benötigen Sie eben eine zweite Session à 45 min.

4. Schreiben Sie eine kurze Zusammenfassung (30 min)

Laut Darius sollte man das niemals unmittelbar nach der LektĂŒre tun, sondern sich ein paar Tage bis maximal eine Woche Pause gönnen. Der Grund: Das Unbewusste muss das Gelesene erst einmal verdauen.
FĂŒr die Zusammenfassung gehen Sie durch Ihre Lesezeichen und schreiben auf, was Sie mit diesen Informationen zu tun gedenken. Was möchten Sie umsetzen? Das ist Ihre Zusammenfassung.

 

Wenn Sie wollen, dass das Gelernte „sitzt“, dann bringen Sie es anderen bei. „Lernen durch Lehren“ nennt das der Fachmann.

Und noch ein Tipp von mir: Diese Methode sollten Sie wirklich nur auf Ratgeberliteratur anwenden. FĂŒr Thomas Manns „Zauberberg“ oder Tolstois „Krieg und Frieden“ ist sie nicht angemessen.

 

Bild von Hermann Traub auf Pixabay

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Wie Sie eine Community pflegen

Ich habe lange ĂŒberlegt, wie ich das Wort „Community“ ĂŒbersetzen könnte und muss gestehen, mir ist nichts rechtes eingefallen. „Gemeinschaft“ trifft es nicht so richtig, „Gemeinde“ wohl eher. Im US-amerikanischen Kontext wird damit oft das Gemeinwesen angesprochen. Manchmal ist es vielleicht besser, den Ausdruck einfach stehen zu lassen.

Wie auch immer, auf der Website The Community Tool Box lernen Sie ein Vielzahl von Methoden kennen, mit denen Sie Communities bilden und unterstĂŒtzen können. Sie erfahren auf der Website,

  • wie Sie die BedĂŒrfnisse einer Community herausarbeiten können
  • wie Sie die Ressourcen ermitteln können, die einer Community zur VerfĂŒgung stehen
  • wie Sie die StellgrĂ¶ĂŸen fĂŒr eine gesunde Entwicklung benennen und benutzen
  • welche Stakeholder es gibt und wie man sie einbeziehen kann
  • auf welche Weise FĂŒhrung entwickelt wird
  • welche Maßnahmen zur Entwicklung geplant, durchgefĂŒhrt und wie sie evaluiert werden können

Aufgrund des riesigen Umfangs des Gebotenen ist es sicher hilfreich sich zunĂ€chst mit dem Gebrauch der Toolbox zu beschĂ€ftigen. Auch hier fĂŒr gibt es ein eigenes Kapitel.

Die Community Toolbox ist ein Angebot der UniversitÀt von Kansas und ist mit den wenigen EinschrÀnkungen der Creative Commons Attribution-Noncommercial-Share Alike 3 frei zugÀnglich.

Da ich seit diesem Jahr das Ehrenamt des Kirchengemeinderats ausĂŒbe, werde ich mich in der nĂ€chsten Zeit eingehend mit der Community Toolbox befassen. Ich habe da so eine Ahnung, dass ich dort eine Menge fĂŒr die Gemeindearbeit lernen kann.

BTW: Ich habe lange ĂŒberlegt, ob es in Deutschland eventuell ein GegenstĂŒck zur Community Toolbox geben könnte. Vielleicht ist es die Stiftung Mitarbeit zusammen mit dem Wegweiser BĂŒrgergesellschaft und dem Netzwerk BĂŒrgerbeteiligung. Schauen Sie doch einmal vorbei und ĂŒberprĂŒfen, ob ich richtig liege.

Übrigens hat die Community Toolbox auch einen eigenen YouTube-Kanal, wie könnte es auch anders sein.

 

Bild von Alexas_Fotos auf Pixabay

 

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10 unverĂ€nderliche Gesetze ĂŒber das Fehler machen

Keiner macht gern Fehler. Sie haben einen negativen Beigeschmack, denn oft sind Sie mit negativen Folgen verbunden, sei es finanzieller, emotionaler oder anderer Art. Und schon in der Schule wĂŒrden wir fĂŒr Fehler abgestraft. Dennoch, es gibt auch positive Seiten. Schließlich heißt ein altes deutsches Sprichwort: “Aus Erfahrung wird man klug.” Und genau so sollte man Fehler betrachten, als Chance nĂ€mlich, daraus zu lernen. Alan Norton hat aufgelistet was er fĂŒr die “10 Immutable Laws of Mistakes” hĂ€lt:

  1. Jeder macht Fehler
  2. Nicht alle Fehler sind schlimme Fehler
  3. Fehler, die von anderen nicht gesehen werden, sind keine
  4. Unwissenheit ist keine Entschuldigung fĂŒr Ihre Fehler
  5. Fehler passieren immer zum blödesten Zeitpunkt
  6. Fehler ziehen neue Fehler nach sich
  7. Fehler, die mit dem Computer gemacht werden, verbreiten sich schneller und verursachen grĂ¶ĂŸeren Schaden
  8. Der Fehler der Tatenlosigkeit ist nichtsdestoweniger ein Fehler
  9. Nicht zu seinen Fehlern zu stehen, ist ein Fehler
  10. Nicht aus seinen Fehlern zu lernen, ist ein Fehler

Am Ende des Beitrags gibt es noch ein informatives Schaubild, das Ihnen zeigt, warum Sie vielleicht dieselben Fehler immer wieder machen. Es beschreibt, an welchen Stellen der Lernprozess möglicherweise unterbrochen wird.

Ach ja, kennen Sie Mae West’s Gesetz? Nein? Hier ist es:

Irren ist menschlich, das GefĂŒhl dabei göttlich.

So kann man es auch sehen.

 

Bild von Andreas Schau auf Pixabay

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Wie Sie E-Mails richtig schreiben

Ich gebe zu, diese Überschrift ist etwas irrefĂŒhrend. NatĂŒrlich weiß ich, dass die LeserInnen des ToolBlogs ihre E-Mails sachlich korrekt und angemessen im Ton verfassen. Etwas schwieriger wird die Sache allerdings, wenn man den sicheren Hafen der Muttersprache verlĂ€sst und Nachrichten in einer Fremdsprache verfassen muss. Zum Beispiel in Englisch, der Lingua franca der heutigen Zeit.

Alex, ein Trainer bei engVid, zeigt uns, wie man in Englisch korrekte E-Mails schreibt. ZunĂ€chst formell im GeschĂ€ftsbereich…

How to write professional emails in English

 

…und dann auch informell im Privatleben:

How to write informal emails in English

 

Wenn Sie die Videos von Alex nĂŒtzlich finden, er hat noch mehr unter seinem Videokanal Learn English with Alex [engVid] auf YouTube veröffentlicht.

Alex ist aber nicht der einzige Trainer auf engVid. Acht Kolleginnen und Kollegen helfen uns in einschlÀgigen Videos im Umgang mit der englischen Sprache.

Wenn Sie Ihr Englisch wirklich verbessern möchten, hier gibt es Material in HĂŒlle und FĂŒlle!

 

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Lernen mit digitalen Karteikarten

Ich bin ja ein großer Fan des Prinzips der Lernkartei nach Sebastian Leitner. Momentan lerne ich meine Vokabeln mit Anki. Ich gebe zu, ich habe eine ganze Zeitlang gebraucht, um die Arbeitsweise von Anki zu verstehen. Auch jetzt bin ich mir nicht sicher, ob ich das Programm richtig (aus-) nutze.

Vielleicht helfen mir die Hinweise von Polar: 13 Lucky Tips for using Anki and Spaced Repetition in 2019. Wenn alle Stricke reißen, dann kann man sich auch intensiv in Anki einarbeiten, mit dem offiziellen Handbuch oder den Artikeln des Anki-Spezialisten Stefan Moosmann.

Eine interessante Alternative zu Anki ist Mochi. Hier können Sie Notizen in Lernkarten umwandeln und nach dem Leitner-Prinzip memorieren. Das Programm gibt es fĂŒr Mac, Windows und Linux. Ausprobieren können Sie Mochi im Browser. Das Besondere: Die EintrĂ€ge können in Markdown geschrieben werden. FĂŒr mich ein gewichtiges Argument.

Wenn Sie gar nichts installieren möchten, dann versuchen Sie es doch einmal mit Quizlet. Sieht auch ganz vielversprechend aus.

 

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Wie Sie noch mehr BĂŒcher lesen

Nachdem ich das BĂŒcher lesen eine Zeit lang vernachlĂ€ssigt habe, habe ich mich in den letzten Monaten durchaus wieder zum BĂŒcherwurm entwickelt. Allerdings hat sich der Schwerpunkt des Interesses geĂ€ndert. Ich lese mittlerweile mehr Belletristik oder SachbĂŒcher ĂŒber Philosophie & Co, weniger BĂŒcher zu meinen beruflichen Themen.

Ich weiß nicht, wie es Ihnen beim Lesen geht. FĂŒr mich ist die LektĂŒre eines Buches wie das Aufschließen einer TĂŒr zu einem neuen ZImmer, in dem es wieder viele verschlossene TĂŒren zu weiteren RĂ€umen gibt. Will sagen, wenn ich ein Buch lese, regen mich allein schon die Literaturangaben dazu an, noch mehr lesen zu wollen. Ein Menschenleben reicht dazu gar nicht aus, wie ich schon leicht resigniert feststellen musste. Ist es eine Lösung, in der verbleibenden Zeit die Anzahl der BĂŒcher zu erhöhen? Mehr BĂŒcher pro Zeiteinheit, gemessene Leseleistung sozusagen?

Nun bin ich etwas zwiegespalten, was Schnellesetechniken angeht. Um die Schönheit der Sprache in einem richtig erfassen zu können, muss das Buch mit einer gewissen Geschwindigkeitsbegrenzung nach oben gelesen werden. Nur so kann man m. E. die Arbeit des Autors (und evtl. des Übersetzers!) wĂŒrdigen. Bei SachbĂŒchern ist das anders. Im Bereich der Managementliteratur habe ich ohnehin oft den Eindruck, dass sich die Inhalte ĂŒber die Jahre stĂ€ndig wiederholen. Hier macht es imo gar nichts, die Schlagzahl krĂ€ftig zu erhöhen.

Austin Kleon ist selbst Autor und gibt Ihnen Tipps, wie Sie es schaffen, mehr zu lesen: How to read more. Er empfiehlt uns:

1. Lesen Sie BĂŒcher nicht zu Ende, die Sie nicht mögen

Ob ein Buch „gut“, d. h. nĂŒtzlich oder berĂŒhrend ist, liegt immer im Auge des Lesers, um ein bekanntes Wort abzuwandeln. Unsere Zeit ist begrenzt. Hören Sie also auf, sich durch ein Buch hindurchzuquĂ€len, dass nach mehreren Seiten/Kapiteln immer noch nicht „anspringt“. Vergeuden Sie damit nicht Ihre wertvolle Lesezeit.
Übrigens bin ich auch dazu ĂŒbergegangen, Veranstaltungen in der Halbzeitpause zu verlassen, wenn sie mir nicht gefallen. Ich sitze ja nicht meine Zeit ab, nur weil ich bezahlt habe.

2. FĂŒhren Sie stets ein Buch mit sich

Es gibt viele Gelegenheiten zu lesen: Der Bus, das Wartezimmer beim Arzt oder auf dem Amt. Anstatt sich durch das Smartphone zu wischen, greifen Sie zu Ihrem Buch oder Ihrem E-Book-Reader. Im Gegensatz zu Austin bin ich jedoch der Meinung, dass mitunter lesefreie Zeit nĂŒtzlich sein kann, damit das Unbewusste das Aufgenommene auch verarbeiten kann.
Ob Sie mehrere BĂŒcher gleichzeitig lesen sollten, hĂ€ngt wohl von Ihren Vorlieben ab. Momentan lese ich drei BĂŒcher gleichzeitig. Allerdings achte ich dann darauf, dass sie thematisch weit auseinander liegen. Damit versuche ich, der Ähnlichkeitshemmung zu entkommen.
Austins Tipp, immer ein Buch, das man als nĂ€chstes lesen will, in der „Pipeline“ zu haben, kann ich nur bestĂ€tigen. Ich habe dafĂŒr in meinem BĂŒcherregal einen besonderen Platz fĂŒr die BĂŒcher reserviert, die als nĂ€chstes „drankommen“.

3. Versetzen Sie das Smartphone in den Flugmodus

Ach ja, das Smartphone. FĂŒr die meisten von uns ist das die Quelle fĂŒr Ablenkungen aller Art. Anstatt im Bus E-Mails zu checken, Nachrichten zu lesen oder Gezwitscher zu verfolgen, schalten Sie das Smartphone auf Flugmodus und lesen stattdessen in Ihrem Buch. Oder deaktivieren Sie zumindest die Benachrichtigungsfunktion, damit sie nicht gestört werden.

4. Besuchen Sie regelmĂ€ĂŸig die BĂŒcherei oder die Buchhandlung

Speziell in der Welt der Romane, habe ich lĂ€ngst aufgehört, „nach Plan“ zu lesen. Ich schaffe ohnehin nicht mehr alle. Vielmehr besuche ich mindestens einmal die Woche die StadtbĂŒcherei und schmökere dort in den Regalen herum. Dort gibt es auch BĂŒchertische, auf denen die Empfehlungen der Mitarbeiter liegen. Wenn man dann ins BlĂ€ttern kommt

Übrigens informiere ich mich auch gerne via Podcasts (z. B. hier oder hier) ĂŒber BĂŒcher.

5. Teilen Sie BĂŒcher, die Sie mögen, mit anderen

Austin empfiehlt, öffentlich zu machen, was man gerade liest, z. B. ĂŒber die Plattform Goodreads. Ich selbst bin zwar auf librarything, habe es aber noch nicht zu diesem Zweck benutzt. Allerdings habe ich schon darĂŒber nachgedacht, hier auf dem ToolBlog mitzuteilen, was ich gerade lese. Auf diese Weise könnte ich sicherlich den einen oder anderen ergĂ€nzenden Tipp erhalten.

Ich weiß, dass es unter den ToolBlog-Lesern wahre Leseratten gibt.
Wenn Sie sich angesprochen fĂŒhlen, haben Sie noch andere Tipps auf Lager?

ninocare / Pixabay

 

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Vom Arbeiten mit einfachen Textdateien

Dass mich Minimalismus in hohem Maß interessiert, dĂŒrfte dem geneigten Leser mittlerweile nun wirklich nicht entgangen sein. Das gilt nicht nur fĂŒr die analoge Welt, sondern auch fĂŒr die digitale. Insbesondere die Aufgabenorganisation mit einfachen Textdateien finde ich spannend, auch wenn ich mich bislang noch nicht dazu durchringen konnte, sie in der eigenen Arbeit zu verwenden. Immerhin habe ich im ToolBlog mehrfach darĂŒber geschrieben:

Die Organisation ist aber noch nicht alles. Sie können mit reinen Textdateien eine ganze Menge mehr erledigen. Auf eine Zusammenstellung der verschiedenen Möglichkeiten habe ich im Beitrag Die Schönheit reiner Textdateien hingewiesen.

Wenn Sie systematisch lernen möchten, wie man mit einfachen Textdateien schreibt im Sinn vom Verfassen lÀngerer Texte, dann sind Sie bei Mark Bruce richtig. Er hat einen einschlÀgigen Kurs aus sieben Lektionen entwickelt und veröffentlicht:

  1. Writing in Plain Text: A Tutorial for the Non-Techy Writer
  2. The Editor
  3. Markdown Elegance
  4. Pandoc Magic
  5. Detangling Your Footnotes
  6. Citation Witardry
  7. Markdown Resources and Editors

Falls Sie es nicht ohnehin schon wissen: Markdown ist eine vereinfachte Auszeichnungssprache, Pandoc ein freies Programm zur Umwandlung von Dateiformaten. Ich persönliche kann mir ein Schreiben ohne Markdown mittlerweile nicht mehr vorstellen und kann es nur wÀrmstens empfehlen.

FĂŒr mich besonders lesenswert sind die Lektionen ĂŒber die Fußnoten (5) und das Zitieren (6). Diese Funktionen sind beim Verfassen von wissenschaftlichen Artikeln von besonderer Bedeutung.

Ich halte viel davon, die einzelnen Phasen Schreiben – Formatieren – Veröffentlichen voneinander zu trennen. Gleichzeitig Schreiben und Formatieren lenkt von der eigentlichen Aufgabe, einen nĂŒtzlichen Text zu verfassen, ab. Deshalb mein Tipp: Benutzen Sie einen einfachen Markdown-Editor und schreiben Sie Ihren Text (zunĂ€chst) als einfache Textdateien. Sie sind damit produktiver. Vor dem Erlernen von Markdown brauchen Sie keine Angst haben. Es ist nicht schwer und geht schnell.

Free-Photos / Pixabay

 

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Kultur: Freibier fĂŒr alle!

Es kann mitunter durchaus sinnvoll sein, ohne bestimmtes Ziel im Netz herumzustöbern. Auf diese Weise kommt man manchmal auf Websites, auf die man sonst nie getoßen wĂ€re. Ein Vorstoß in unbekannte Welten sozusagen. Und so habe ich durch Surfen aus Langeweile diese interessante Seite gefunden: Open Cultur. Laut eigener Aussage beinhaltet diese Website

the best free cultural & educational media on the web.

Nun ja, das klingt wie immer etwas vollmundig, aber im Kern stimmt diese Aussage wohl doch. Sie finden auf dieser Seite:

  • 1300 kostenlose online Kurse
  • mehr als tausend MOOCs (Massive Open Online Course)
  • 1150 Filme zum freien Anschauen
  • 700 kostenlose HörbĂŒcher
  • 800 E-Books (kostenlos, natĂŒrlich)
  • 200 freie LehrbĂŒcher
  • 300 kostenfreie Sprachkurse und manches mehr

Die Titel in den Sammlungen decken vielerlei Themen aus Geistes- und Naturwissenschaften ab, auch FachbĂŒcher ĂŒber Informationstechnologie sind hier zu finden. Bei den Filmen finden Sie Dokumentationen genauso wie Werke von Chaplin oder Hitchcock.

Wie gesagt, dem eigenen Anspruch (s.o.) kommt diese Sammlung ziemlich nahe. Open Culture ist werbefrei, um Spenden wird gebeten.

FĂŒr die Architektur- und Designinteressierten unter den ToolBlog-Lesern hier ein besonderes Schmankerl: Download Original Bauhaus Books & Journals for Free: Gropius, Klee, Kandinsky, Moholy-Nagy & More.

Moonglow / Pixabay

 

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