Archiv der Kategorie: Lernen

Die Sammlung mentaler Modelle

Der Ausdruck „mentales Modell“ begegnete mir zu ersten Mal vor gefühlten 25 Jahren in dem bahnbrechenden Buch Die fünfte Disziplin: Kunst und Praxis der lernenden Organisation von Peter M. Senge. Laut Wikipedia

beziehen sich Mentale Modelle auf kritische Reflexionen, die unbewusst, unhinterfragt und oftmals stillschweigend vorausgesetzte Grundannahmen beinhalten. Individuelles Handeln wird aktiv durch die intendierten mentalen Modelle gesteuert.

Nun bin ich nicht ganz sicher, ob sich die Website Mental Models Box dieser o.a. Definition anschließt. Ich habe eher den Eindruck, dass es dort um eine Sammlung kognitiver Verzerrungen geht. Aber ich mag mich täuschen und sicherlich gibt es hier große Schnittmengen. Sei’s drum.

Aufschlussreich ist die Mental Models Box allemal. Sie finden dort eine Sammlung allerlei mentaler Konstrukte, die uns dabei helfen die Welt zu erklären. Ob sie „stimmen“, steht allerdings auf einem anderen Blatt. Die Sammlung ist unterteilt in die Kategorien:

  • Verzerrungen (biases)
  • Modelle
  • Problemlösung
  • Beziehungen
  • Soziale Phänomene

Alle Modelle werden in einer Art Steckbrief beschrieben und sind wenn möglich zu dem entsprechenden Artikel in/auf der Wikipedia verlinkt. Als kleines Bonbon gibt des das Mental Model der Woche.

Mir gefällt die Seite aufgrund der kompakten Information und auch wegen der schnörkellosen Aufmachung hervorragend. Den Menschen, die sich gerne mit den Möglichkeiten und Grenzen unseres Denkens beschäftigen, sei sie wärmstens ans Herz gelegt.

 

Bild von Carlos Ribeiro auf Pixabay

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Wie Sie einen Ratgeber in 90 Minuten lesen

Wenn ich in größeren Städten bin, besuche ich ab und zu eines dieser Buchkaufhäuser. Sie wissen schon, Dusshugen oder Thaldubel und wie sie alle heißen. Meistens gehe ich frustriert wieder hinaus, denn oft habe ich den Eindruck, ich sehe den Wald vor lauter Bäumen nicht. Die Zahl der Sachbücher und hier speziell der Ratgeber ist riesengroß und fast immer habe ich den Eindruck „kennst Du einen, dann kennst Du alle“. Es fällt mir schwer, aus dieser Fülle gleichförmiger Angebote das Buch zu finden, das mir wirklich ein Mehr an Nutzen verschafft.

Vielleicht sollte man auf das Lesen der Ratgeber daher auch nicht allzuviel Zeit ver(sch)wenden. Das meint auf jeden Fall Darius Foroux, der uns in einem Artikel zeigt How To Read A Self-Help Book In 90 Minutes.

Er beschreibt Ratgeberliteratur als das, was sie ist: Sie soll dem Leser/der Leserin einen Nutzen verschaffen. Es ist daher vollkommen nebensächlich, ob das Buch schön geschreiben ist. Und es ist auch unerheblich, wie viel Seiten es umfasst. Darius stellt die (steile) These auf, dass 90% des Inhalts tatsächlich nur Füllstoff sind. Damit befindet er sich in bester Gesellschaft. Ich meine, der Erfinder des Mind-Mappings, Tony Buzan, hätte dies auch in einigen seiner Bücher geschrieben. Schade, dass er sich selbst nicht daran gehalten hat.

Das Durcharbeiten eines Ratgebers erfolgt laut Darius in vier Schritten:

1. Wählen Sie das Buch sorgfältig aus

Denken Sie immer daran: Das Buch soll Ihnen einen Nutzen verschaffen. Es soll Ihnen helfen, ein bestehendes Problem zu lösen, eine akute Frage zu beantworten oder etwas zu lernen, was Sie in der Zukunft brauchen werden.

2. Machen Sie sich mit dem Inhaltsverzeichnis und der Struktur des Ratgebers vertraut (15 min)

Dies entspricht auch der Empfehlung von Tony Buzan. So gehen Sie vor:

  1. Lesen Sie die Rückseite des Umschlags und den Klappentext. Was erfahren Sie über den Autor und seinen Hintergrund. Die wohlwollenden Zitate berühmter Kolleg:innen können Sie ignorieren. Sie dienen nur der Werbung.
  2. Schauen Sie sich das Inhaltsverzeichnis genau an. Hier finden Sie Hinweise auf die Struktur des Buchs.
  3. Blättern Sie durch das Buch und verknüpfen Sie die Kapitel mit dem Inhaltsverzeichnis. Achten Sie hier auf Zusammenfassungen, Diagramme, Abbildungen und Infokästen.
  4. Sobald Sie die Struktur verstanden haben, wissen Sie auch, wo die wertvollen Ratschläge stehen.
  5. Überblättern Sie den Inhalt, der Sie nicht interessiert.
  6. Lesen Sie den relevanten Stoff sorgfältig. Das andere ignorieren Sie.

3. Stellen Sie sich einen Timer und lesen Sie konzentriert (45 min)

Lesen Sie die relevanten Teile des Ratgebers konzentriert durch. Lassen Sie sich dabei nicht unterbrechen. Fertigen Sie für die wichtigen Stellen des Ratgebers Lesezeichen an. Notieren Sie die Seitenzahlen auf einem Notizzettel oder auf einer Post-it-note. Wichtige Diagramme oder Bilder fotografieren Sie mit dem Smartphone. Das alles überführen Sie in ein geeignetes Programm, z. B. Evernote. Tony Buzan würde natürlich eine Mind-Map anfertigen.
Darius räumt ein, dass mitunter bei umfangreicheren Werken 45 min wohl nicht reichen werden. Dann benötigen Sie eben eine zweite Session à 45 min.

4. Schreiben Sie eine kurze Zusammenfassung (30 min)

Laut Darius sollte man das niemals unmittelbar nach der Lektüre tun, sondern sich ein paar Tage bis maximal eine Woche Pause gönnen. Der Grund: Das Unbewusste muss das Gelesene erst einmal verdauen.
Für die Zusammenfassung gehen Sie durch Ihre Lesezeichen und schreiben auf, was Sie mit diesen Informationen zu tun gedenken. Was möchten Sie umsetzen? Das ist Ihre Zusammenfassung.

 

Wenn Sie wollen, dass das Gelernte „sitzt“, dann bringen Sie es anderen bei. „Lernen durch Lehren“ nennt das der Fachmann.

Und noch ein Tipp von mir: Diese Methode sollten Sie wirklich nur auf Ratgeberliteratur anwenden. Für Thomas Manns „Zauberberg“ oder Tolstois „Krieg und Frieden“ ist sie nicht angemessen.

 

Bild von Hermann Traub auf Pixabay

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Wie Sie eine Community pflegen

Ich habe lange überlegt, wie ich das Wort „Community“ übersetzen könnte und muss gestehen, mir ist nichts rechtes eingefallen. „Gemeinschaft“ trifft es nicht so richtig, „Gemeinde“ wohl eher. Im US-amerikanischen Kontext wird damit oft das Gemeinwesen angesprochen. Manchmal ist es vielleicht besser, den Ausdruck einfach stehen zu lassen.

Wie auch immer, auf der Website The Community Tool Box lernen Sie ein Vielzahl von Methoden kennen, mit denen Sie Communities bilden und unterstützen können. Sie erfahren auf der Website,

  • wie Sie die Bedürfnisse einer Community herausarbeiten können
  • wie Sie die Ressourcen ermitteln können, die einer Community zur Verfügung stehen
  • wie Sie die Stellgrößen für eine gesunde Entwicklung benennen und benutzen
  • welche Stakeholder es gibt und wie man sie einbeziehen kann
  • auf welche Weise Führung entwickelt wird
  • welche Maßnahmen zur Entwicklung geplant, durchgeführt und wie sie evaluiert werden können

Aufgrund des riesigen Umfangs des Gebotenen ist es sicher hilfreich sich zunächst mit dem Gebrauch der Toolbox zu beschäftigen. Auch hier für gibt es ein eigenes Kapitel.

Die Community Toolbox ist ein Angebot der Universität von Kansas und ist mit den wenigen Einschränkungen der Creative Commons Attribution-Noncommercial-Share Alike 3 frei zugänglich.

Da ich seit diesem Jahr das Ehrenamt des Kirchengemeinderats ausübe, werde ich mich in der nächsten Zeit eingehend mit der Community Toolbox befassen. Ich habe da so eine Ahnung, dass ich dort eine Menge für die Gemeindearbeit lernen kann.

BTW: Ich habe lange überlegt, ob es in Deutschland eventuell ein Gegenstück zur Community Toolbox geben könnte. Vielleicht ist es die Stiftung Mitarbeit zusammen mit dem Wegweiser Bürgergesellschaft und dem Netzwerk Bürgerbeteiligung. Schauen Sie doch einmal vorbei und überprüfen, ob ich richtig liege.

Übrigens hat die Community Toolbox auch einen eigenen YouTube-Kanal, wie könnte es auch anders sein.

 

Bild von Alexas_Fotos auf Pixabay

 

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10 unveränderliche Gesetze über das Fehler machen

Keiner macht gern Fehler. Sie haben einen negativen Beigeschmack, denn oft sind Sie mit negativen Folgen verbunden, sei es finanzieller, emotionaler oder anderer Art. Und schon in der Schule würden wir für Fehler abgestraft. Dennoch, es gibt auch positive Seiten. Schließlich heißt ein altes deutsches Sprichwort: “Aus Erfahrung wird man klug.” Und genau so sollte man Fehler betrachten, als Chance nämlich, daraus zu lernen. Alan Norton hat aufgelistet was er für die “10 Immutable Laws of Mistakes” hält:

  1. Jeder macht Fehler
  2. Nicht alle Fehler sind schlimme Fehler
  3. Fehler, die von anderen nicht gesehen werden, sind keine
  4. Unwissenheit ist keine Entschuldigung für Ihre Fehler
  5. Fehler passieren immer zum blödesten Zeitpunkt
  6. Fehler ziehen neue Fehler nach sich
  7. Fehler, die mit dem Computer gemacht werden, verbreiten sich schneller und verursachen größeren Schaden
  8. Der Fehler der Tatenlosigkeit ist nichtsdestoweniger ein Fehler
  9. Nicht zu seinen Fehlern zu stehen, ist ein Fehler
  10. Nicht aus seinen Fehlern zu lernen, ist ein Fehler

Am Ende des Beitrags gibt es noch ein informatives Schaubild, das Ihnen zeigt, warum Sie vielleicht dieselben Fehler immer wieder machen. Es beschreibt, an welchen Stellen der Lernprozess möglicherweise unterbrochen wird.

Ach ja, kennen Sie Mae West’s Gesetz? Nein? Hier ist es:

Irren ist menschlich, das Gefühl dabei göttlich.

So kann man es auch sehen.

 

Bild von Andreas Schau auf Pixabay

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Wie Sie E-Mails richtig schreiben

Ich gebe zu, diese Überschrift ist etwas irreführend. Natürlich weiß ich, dass die LeserInnen des ToolBlogs ihre E-Mails sachlich korrekt und angemessen im Ton verfassen. Etwas schwieriger wird die Sache allerdings, wenn man den sicheren Hafen der Muttersprache verlässt und Nachrichten in einer Fremdsprache verfassen muss. Zum Beispiel in Englisch, der Lingua franca der heutigen Zeit.

Alex, ein Trainer bei engVid, zeigt uns, wie man in Englisch korrekte E-Mails schreibt. Zunächst formell im Geschäftsbereich…

How to write professional emails in English

 

…und dann auch informell im Privatleben:

How to write informal emails in English

 

Wenn Sie die Videos von Alex nützlich finden, er hat noch mehr unter seinem Videokanal Learn English with Alex [engVid] auf YouTube veröffentlicht.

Alex ist aber nicht der einzige Trainer auf engVid. Acht Kolleginnen und Kollegen helfen uns in einschlägigen Videos im Umgang mit der englischen Sprache.

Wenn Sie Ihr Englisch wirklich verbessern möchten, hier gibt es Material in Hülle und Fülle!

 

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Lernen mit digitalen Karteikarten

Ich bin ja ein großer Fan des Prinzips der Lernkartei nach Sebastian Leitner. Momentan lerne ich meine Vokabeln mit Anki. Ich gebe zu, ich habe eine ganze Zeitlang gebraucht, um die Arbeitsweise von Anki zu verstehen. Auch jetzt bin ich mir nicht sicher, ob ich das Programm richtig (aus-) nutze.

Vielleicht helfen mir die Hinweise von Polar: 13 Lucky Tips for using Anki and Spaced Repetition in 2019. Wenn alle Stricke reißen, dann kann man sich auch intensiv in Anki einarbeiten, mit dem offiziellen Handbuch oder den Artikeln des Anki-Spezialisten Stefan Moosmann.

Eine interessante Alternative zu Anki ist Mochi. Hier können Sie Notizen in Lernkarten umwandeln und nach dem Leitner-Prinzip memorieren. Das Programm gibt es für Mac, Windows und Linux. Ausprobieren können Sie Mochi im Browser. Das Besondere: Die Einträge können in Markdown geschrieben werden. Für mich ein gewichtiges Argument.

Wenn Sie gar nichts installieren möchten, dann versuchen Sie es doch einmal mit Quizlet. Sieht auch ganz vielversprechend aus.

 

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Wie Sie noch mehr Bücher lesen

Nachdem ich das Bücher lesen eine Zeit lang vernachlässigt habe, habe ich mich in den letzten Monaten durchaus wieder zum Bücherwurm entwickelt. Allerdings hat sich der Schwerpunkt des Interesses geändert. Ich lese mittlerweile mehr Belletristik oder Sachbücher über Philosophie & Co, weniger Bücher zu meinen beruflichen Themen.

Ich weiß nicht, wie es Ihnen beim Lesen geht. Für mich ist die Lektüre eines Buches wie das Aufschließen einer Tür zu einem neuen ZImmer, in dem es wieder viele verschlossene Türen zu weiteren Räumen gibt. Will sagen, wenn ich ein Buch lese, regen mich allein schon die Literaturangaben dazu an, noch mehr lesen zu wollen. Ein Menschenleben reicht dazu gar nicht aus, wie ich schon leicht resigniert feststellen musste. Ist es eine Lösung, in der verbleibenden Zeit die Anzahl der Bücher zu erhöhen? Mehr Bücher pro Zeiteinheit, gemessene Leseleistung sozusagen?

Nun bin ich etwas zwiegespalten, was Schnellesetechniken angeht. Um die Schönheit der Sprache in einem richtig erfassen zu können, muss das Buch mit einer gewissen Geschwindigkeitsbegrenzung nach oben gelesen werden. Nur so kann man m. E. die Arbeit des Autors (und evtl. des Übersetzers!) würdigen. Bei Sachbüchern ist das anders. Im Bereich der Managementliteratur habe ich ohnehin oft den Eindruck, dass sich die Inhalte über die Jahre ständig wiederholen. Hier macht es imo gar nichts, die Schlagzahl kräftig zu erhöhen.

Austin Kleon ist selbst Autor und gibt Ihnen Tipps, wie Sie es schaffen, mehr zu lesen: How to read more. Er empfiehlt uns:

1. Lesen Sie Bücher nicht zu Ende, die Sie nicht mögen

Ob ein Buch „gut“, d. h. nützlich oder berührend ist, liegt immer im Auge des Lesers, um ein bekanntes Wort abzuwandeln. Unsere Zeit ist begrenzt. Hören Sie also auf, sich durch ein Buch hindurchzuquälen, dass nach mehreren Seiten/Kapiteln immer noch nicht „anspringt“. Vergeuden Sie damit nicht Ihre wertvolle Lesezeit.
Übrigens bin ich auch dazu übergegangen, Veranstaltungen in der Halbzeitpause zu verlassen, wenn sie mir nicht gefallen. Ich sitze ja nicht meine Zeit ab, nur weil ich bezahlt habe.

2. Führen Sie stets ein Buch mit sich

Es gibt viele Gelegenheiten zu lesen: Der Bus, das Wartezimmer beim Arzt oder auf dem Amt. Anstatt sich durch das Smartphone zu wischen, greifen Sie zu Ihrem Buch oder Ihrem E-Book-Reader. Im Gegensatz zu Austin bin ich jedoch der Meinung, dass mitunter lesefreie Zeit nützlich sein kann, damit das Unbewusste das Aufgenommene auch verarbeiten kann.
Ob Sie mehrere Bücher gleichzeitig lesen sollten, hängt wohl von Ihren Vorlieben ab. Momentan lese ich drei Bücher gleichzeitig. Allerdings achte ich dann darauf, dass sie thematisch weit auseinander liegen. Damit versuche ich, der Ähnlichkeitshemmung zu entkommen.
Austins Tipp, immer ein Buch, das man als nächstes lesen will, in der „Pipeline“ zu haben, kann ich nur bestätigen. Ich habe dafür in meinem Bücherregal einen besonderen Platz für die Bücher reserviert, die als nächstes „drankommen“.

3. Versetzen Sie das Smartphone in den Flugmodus

Ach ja, das Smartphone. Für die meisten von uns ist das die Quelle für Ablenkungen aller Art. Anstatt im Bus E-Mails zu checken, Nachrichten zu lesen oder Gezwitscher zu verfolgen, schalten Sie das Smartphone auf Flugmodus und lesen stattdessen in Ihrem Buch. Oder deaktivieren Sie zumindest die Benachrichtigungsfunktion, damit sie nicht gestört werden.

4. Besuchen Sie regelmäßig die Bücherei oder die Buchhandlung

Speziell in der Welt der Romane, habe ich längst aufgehört, „nach Plan“ zu lesen. Ich schaffe ohnehin nicht mehr alle. Vielmehr besuche ich mindestens einmal die Woche die Stadtbücherei und schmökere dort in den Regalen herum. Dort gibt es auch Büchertische, auf denen die Empfehlungen der Mitarbeiter liegen. Wenn man dann ins Blättern kommt…
Übrigens informiere ich mich auch gerne via Podcasts (z. B. hier oder hier) über Bücher.

5. Teilen Sie Bücher, die Sie mögen, mit anderen

Austin empfiehlt, öffentlich zu machen, was man gerade liest, z. B. über die Plattform Goodreads. Ich selbst bin zwar auf librarything, habe es aber noch nicht zu diesem Zweck benutzt. Allerdings habe ich schon darüber nachgedacht, hier auf dem ToolBlog mitzuteilen, was ich gerade lese. Auf diese Weise könnte ich sicherlich den einen oder anderen ergänzenden Tipp erhalten.

Ich weiß, dass es unter den ToolBlog-Lesern wahre Leseratten gibt.
Wenn Sie sich angesprochen fühlen, haben Sie noch andere Tipps auf Lager?

ninocare / Pixabay

 

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Vom Arbeiten mit einfachen Textdateien

Dass mich Minimalismus in hohem Maß interessiert, dürfte dem geneigten Leser mittlerweile nun wirklich nicht entgangen sein. Das gilt nicht nur für die analoge Welt, sondern auch für die digitale. Insbesondere die Aufgabenorganisation mit einfachen Textdateien finde ich spannend, auch wenn ich mich bislang noch nicht dazu durchringen konnte, sie in der eigenen Arbeit zu verwenden. Immerhin habe ich im ToolBlog mehrfach darüber geschrieben:

Die Organisation ist aber noch nicht alles. Sie können mit reinen Textdateien eine ganze Menge mehr erledigen. Auf eine Zusammenstellung der verschiedenen Möglichkeiten habe ich im Beitrag Die Schönheit reiner Textdateien hingewiesen.

Wenn Sie systematisch lernen möchten, wie man mit einfachen Textdateien schreibt im Sinn vom Verfassen längerer Texte, dann sind Sie bei Mark Bruce richtig. Er hat einen einschlägigen Kurs aus sieben Lektionen entwickelt und veröffentlicht:

  1. Writing in Plain Text: A Tutorial for the Non-Techy Writer
  2. The Editor
  3. Markdown Elegance
  4. Pandoc Magic
  5. Detangling Your Footnotes
  6. Citation Witardry
  7. Markdown Resources and Editors

Falls Sie es nicht ohnehin schon wissen: Markdown ist eine vereinfachte Auszeichnungssprache, Pandoc ein freies Programm zur Umwandlung von Dateiformaten. Ich persönliche kann mir ein Schreiben ohne Markdown mittlerweile nicht mehr vorstellen und kann es nur wärmstens empfehlen.

Für mich besonders lesenswert sind die Lektionen über die Fußnoten (5) und das Zitieren (6). Diese Funktionen sind beim Verfassen von wissenschaftlichen Artikeln von besonderer Bedeutung.

Ich halte viel davon, die einzelnen Phasen Schreiben – Formatieren – Veröffentlichen voneinander zu trennen. Gleichzeitig Schreiben und Formatieren lenkt von der eigentlichen Aufgabe, einen nützlichen Text zu verfassen, ab. Deshalb mein Tipp: Benutzen Sie einen einfachen Markdown-Editor und schreiben Sie Ihren Text (zunächst) als einfache Textdateien. Sie sind damit produktiver. Vor dem Erlernen von Markdown brauchen Sie keine Angst haben. Es ist nicht schwer und geht schnell.

Free-Photos / Pixabay

 

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Kultur: Freibier für alle!

Es kann mitunter durchaus sinnvoll sein, ohne bestimmtes Ziel im Netz herumzustöbern. Auf diese Weise kommt man manchmal auf Websites, auf die man sonst nie getoßen wäre. Ein Vorstoß in unbekannte Welten sozusagen. Und so habe ich durch Surfen aus Langeweile diese interessante Seite gefunden: Open Cultur. Laut eigener Aussage beinhaltet diese Website

the best free cultural & educational media on the web.

Nun ja, das klingt wie immer etwas vollmundig, aber im Kern stimmt diese Aussage wohl doch. Sie finden auf dieser Seite:

  • 1300 kostenlose online Kurse
  • mehr als tausend MOOCs (Massive Open Online Course)
  • 1150 Filme zum freien Anschauen
  • 700 kostenlose Hörbücher
  • 800 E-Books (kostenlos, natürlich)
  • 200 freie Lehrbücher
  • 300 kostenfreie Sprachkurse und manches mehr

Die Titel in den Sammlungen decken vielerlei Themen aus Geistes- und Naturwissenschaften ab, auch Fachbücher über Informationstechnologie sind hier zu finden. Bei den Filmen finden Sie Dokumentationen genauso wie Werke von Chaplin oder Hitchcock.

Wie gesagt, dem eigenen Anspruch (s.o.) kommt diese Sammlung ziemlich nahe. Open Culture ist werbefrei, um Spenden wird gebeten.

Für die Architektur- und Designinteressierten unter den ToolBlog-Lesern hier ein besonderes Schmankerl: Download Original Bauhaus Books & Journals for Free: Gropius, Klee, Kandinsky, Moholy-Nagy & More.

Moonglow / Pixabay

 

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Virtuelle Lernkartei: Wie man Anki bedient

Kürzlich habe ich mich offen dazu bekannt, ein Brett vor dem Kopf zu haben. Das Brett bezieht sich auf Anki, einem kostenfreien Lernkarteiprogramm. Hilfsbereit wie Sie ist, hat mich meine sympathische Kollegin Alexandra Graßler auf ein Video hingewiesen, das den Umgang mit Anki erklärt. Dankeschön dafür.

How I Learn Everything : Anki Tutorial

 

Mal sehen, vielleicht werden Anki und ich doch noch Freunde.

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