Archiv der Kategorie: Kreativität

Erhöhen Sie Ihre Wahlmöglichkeiten!

Vor einigen Jahren hatte ich eine schwere Entscheidung zu treffen. Mein Freund und Kollege Roger Drew rief mir seinerzeit ein wichtiges Prinzip zur Entscheidungsfindung ins Gedächtnis:

  • Wenn es nur einen Weg gibt, ein Ziel zu erreichen, dann hat man ein Problem
  • Wenn es zwei Wege gibt, dann steckt man in einem Dilemma
  • Erst drei oder mehr verschiedene Optionen verschaffen die Möglichkeit einer Wahl

Derek Sivers sieht das offensichtlich genauso. In seinem Artikel “There are always more than two options” schreibt er:

When they say they only have two options, beware. It means they got stuck. Once people get two options, they start comparing the pros and cons of those two, and forget to think of more options.

Anhand eines Beispiels beschreibt er, wie man weitere Wahlmöglichkeiten kreieren kann. Sie merken schon am Wort “kreieren”, das Ganze hat etwas mit Kreativität zu tun. Es gilt, so viel wie Alternativen zu finden, wie möglich. Werten können Sie später immer noch. So neu ist das alles nicht, oder? Wird aber oft vergessen.

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Apps für das Erstellen von Infografiken

Vielleicht haben Sie es schon bemerkt. Meine Kurznachrichten werden immer durch eine Infografik abgeschlossen. Ich mag diese Infografiken, denn Sie verschaffen einen Überblick zu Zahlen, Daten, Faken zu einem bestimmten Thema.

Sie möchten Ihre eigenen Infografiken erstellen? Versuchen Sie es doch einmal mit den 5 Best Free Tools to Make Infographics Online, die Kamosh Pathak in seinem Beitrag vorstellt. Wie der 30Titel verrät, sind diese Apps frei und webbasiert. Um die ersten Versuche zu starten, müssen Sie also kein Geld ausgeben und auch kein Programm installieren. Hier seine Auswahl:

  1. Canva
  2. Visme
  3. Piktochart
  4. Venngage
  5. Infogram

Dass die Programme kostenfrei sind, stimmt leider nicht so ganz, denn sie folgen dem Freemium-Modell. Meist können Sie nur eine begrenzte Anzahl an Infografiken mit ebenso begrenzten Programmfunktionen erstellen. Wenn Sie die Anwendung in ganzer Pracht nutzen wollen, wird ein Obolus fällig. Nun gut, für das Ausprobieren und die ersten Schritte dürften die kostenlosen Varianten erst einmal ausreichen.

Wenn Ihnen die o.a. Auswahl nicht ausreicht, dann gibt es auch noch andere Alternativen. Einige davon habe ich in Werkzeuge für Infografiken aufgeführt. Karl Gude hat darüber sogar eine [Präsentation auf Slideshare] erstellt.

Sie können Ihre Infografik aber auch mit dem erstellen, was bei Ihnen sowieso auf dem Rechner ist, mit Bordmitteln sozusagen. Lesen Sie hier, wie Sie Infografiken mit Powerpoint erstellen. Powerpoint dürfte auf jedem gut sortierten Rechner installiert sein.

Von Venngage gibt es auch eine nette Anleitung für Beginner, die Ihnen bei der Arbeit unter die Arme greift.

Ansonsten betrachten Sie einfach diese Infographic About Infographics:

 

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Das Museum des Scheiterns

Wenn man manche Tweets oder Blogeinträge liest, könnte man meinen, es gäber nichts Schöneres auf der Welt als zu Scheitern. Dass man aus Fehlschlägen lernen soll und kann, geschenkt, das steht außer Frage. Aber sie herbei sehnen muss man Sie trotzdem nicht finde ich.

Scheitern kann eine Menge Geld und Nerven kosten, manche Mitmenschen mussten aufgrund einschlägiger Verluste schon ihren Laden dicht machen. Außerdem wären da noch Selbstzweifel und die Angst vor Blamage und/oder Schadenfreude. Man kann nämlich sicher sein, es gibt Leute, die haben es ja gleich gesagt. Sie kennen das.

Aber wie, gesagt, dümmer wird man durch Misserfolge nicht. Das weiß auch der Psychologe Samuel West. Um einen Einblick in die Risiken von Innovationen zu geben und uns tiefere Einsichten zu verschaffen, hat er das Museum des Scheiterns gegründet. Offensichtlich war er gelangweilt von den immergleichen Erfolgsstories, die in der Regel weniger Lernerfahrungen versprechen als Misserfolgsgeschichten. Das Museum möchte daher zu Diskussionen über Fehlschläge anregen und uns Mut machen, sinnvolle Risiken einzugehen.
Viele der ausgestellten Informationen waren der Zeit einfach nur voraus und kamen zu früh auf den Markt. Manche sind wirklich pure Fehleinschätzungen.

Übrigens handelt es sich bei dem Museum of Failure nicht um ein digitales, sondern um ein analoges Museum, offensichlich in Form einer Wanderausstellung. Kommendes Frühjahr wird es in München eröffnen. Wie lange es dort beheimatet sein wird, konnte ich nicht in Erfahrung bringen. Einen Vorgeschmack bietet dieses Video:

Inside Sweden's "Museum of Failure" for failed gadgets and electronics

 

Ich werde auf jeden Fall hingehen, wenn sich die Gelegenheit bietet.

 

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Bauen Sie sich Ihren Amiga selbst!

Ich weiß, mein Freund Thilo ist ein großer Freund antiker Rechenknechte. Es vergeht kaum ein Tag, an dem er nicht über den Erwerb oder die Reparatur eines antiken Taschenrechners twittert. Und ich gebe zu, auch ich bekomme manchmal feuchte Augen, wenn ich z. B. ein Foto meines alten HP 34C sehe. Was für ein Taschenrechner!

Nun liegt es in der Natur der Dinge, dass solche Veteranen nur noch schwer aufzutreiben sind, denn sie werden naturgemäß immer seltener. Mein Vorschlag lautet daher: Basteln Sie sich doch selber so einen Rechenoldtimer. Der Designer Rocky Bergen zeigt Ihnen auf seiner Website, wie das geht. Im Angebot hat er zum Beispiel den Amiga 500, den Amstrad CPC 464 und naürlich auch den Klassiker, den Commodore 64. Es gibt sogar einen sog. Ghettoblaster zum Nachbau, den Conion C-100F, aber das ist ja nur eine coole Boombox und kein Rechner.

Vielleicht sollte ich Ihnen fairerweise noch sagen, dass die selbstgebauten Rechner nicht so funktionieren, wie Sie es sich vielleicht gedacht haben. Sie sind nämlich aus Pappe. Aber wenn Ihnen das nichts ausmacht, dann können Sie den entsprechenden Schnittbogen herunterladen, ausdrucken, aufkleben und sofort mit der Bastelei loslegen.

Thilos Bastelstunde für Arme, sozusagen.

Viel Spaß dabei.

Monfocus / Pixabay

 

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Brian Sun zur Philosophie hinter XMind

Vor einigen Jahren konnte ich der Preispolitik von MindJet nicht mehr folgen. Aus diesem Grund bin ich zu XMind gewechselt, habe es nie bereut und halte diesem Programm heute noch die Stange. Darüber hinaus habe ich auch mit iMindMap, der „offiziellen“ Software von Tony Buzan geliebäugelt, allerdings fällt der praktische Nutzwert, zumindest für meine Zwecke, weit hinter XMind zurück.

In der Zwischenzeit hatte ich auch mehrfach Kontakt mit Mitarbeitern des Unternehmens, das hinter XMind steht. Ich habe den E-Mail-Verkehr immer als sehr hilfreich und freundlich empfunden. Das (kleine) Unternehmen, das XMind herstellt und weiterentwickelt, befindet sich in Shenzhen in China und nicht im Silicon Valley, wie manche glauben.

Brian Sun ist der Gründer und CEO von XMind und hat auf der TEDxFutian 2018 Annual Conference einen Vortrag über die Entstehungsgeschichte XMind und die Philosphie dahinter gehalten: What Makes Me Say No to VC. Ich finde, es lohnt sich wirklich, diese Präsentation anzuschauen, denn sie gibt einen Einblick über

  • was Brian als Unternehmer antreibt
  • welche (Unternehmens-) Philosophie hinter XMind steckt
  • die Art, wie Menschen in kleinen Unternehmen erfolgreich zusammenarbeiten

Für mich ist XMind auch ein Beispiel für die geradezu mustergültige Anwendung der EKS-Strategie in der Praxis, auch wenn ich mir ziemlich sicher bin, dass Brian diesen Ansatz gar nicht kennt.

What Makes Me Say No to VC | Brian Sun | TEDxFutian Talk

 

Sie finden übrigens das Transkript des Vortrags in dem o.a. Beitrag, falls Sie des Chinesischen nicht mächtig sein sollten.

BTW: Wie gesagt, ich bin eingefleischter Nutzer von XMind Pro. In der Zwischenzeit ist XMind ZEN erschienen. Um ehrlich zu sein, erschließt sich mir der Sinn dieses Schritts bislang noch nicht. Außer einer ansprechenderen Optik kann ich keinen Mehrwert von ZEN erkennen. Vielleicht ändert sich das noch.

Meine Bitte an Brian und seine KollegInnen: Verzettelt Euch nicht!

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Warum Denken auf Papier zur Fokussierung führt

Ryder Caroll? Ryder Caroll? Grübel, grübel, studier, studier… Richtig! Das ist der Erfinder des hier so oft erwähnten Bullet Journals. In diesem Video erklärt er uns, warum das Denken mit Papier und (Blei-) Stift ein schneller Weg zu höherer Konzentration ist. Sehr sehenswert!

Why thinking on paper is a fast way to focus | Ryder Carroll

 

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Entscheidungen und mentale Modelle

Lange Zeit herrschte die Meinung vor, wir träfen unsere Entscheidungen rein rational auf Basis von Zahlen, Daten, Fakten. Die Neurowissenschaft hat uns diesen Zahn aber schon längst gezogen. Vielmehr liegen unseren Entscheidungen mentale Modelle zugrunde, die die Betrachtung und Wertung von Pro und Contra verzerren können. Im ToolBlog habe ich über derlei kognitive Verzerrungen einige Male berichtet (hier oder hier).

Nun sind mentale Modelle nicht per se schlecht. Wenn man Sie schon nicht ausschalten kann, dann sollte man sie wenigstens kennen und vielleicht sogar sinnvoll nutzen. Dies zeigt Shane Parrish in diesem Video:

Farnam Street: Mental Models

 

Der Filmschnipsel stammt von der Website Mental Models: The Best Way to Make Intelligent Decisions, auf der 113 (!) verschiedene Denkmodelle vorgestellt werden. Eingeteilt sind sie in die Kategorien:

  • Allgemeine Denkkonzepte
  • Rechnerisches Vorgehen
  • Das Multiplizieren mit 0
  • Denksysteme
  • Physik
  • Biologie
  • Menschliche Natur und Urteilsvermögen
  • Mikroökonomie und Strategie
  • Militär und Kriegskunst

Diese Kategorien sind bestimmt nicht selbsterklärend. Sie finden aber in jeder Kategorie einzelne Modell, die knapp aber ausreichend erklärt werden und teilweise sogar mit weiterführenden Links unterlegt sind.

Die Website ist sicher anspruchsvoll. Wenn Sie sich aber für derlei Themen interessieren, dann lohnt sich sicher die eingehende Beschäftigung. Viel Spaß beim Schmökern.

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Die Schönheit reiner Textdateien

Wie ich an dieser Stelle schon öfters kundgetan habe, bewundere ich die Zeitgenossen, die sich dem Minimalismus verschrieben haben. Mir gefällt die Idee, sich mit dem zu bescheiden, was zum Leben unbedingt notwendig ist, auch wenn ich von einem solchen Lebensstil meilenweit entfernt bin. Dabei gilt es, sich auf das Wesentliche zu beschränken und auf all den Schnickschnack zu verzichten, der das Leben kompliziert und teuer macht.

Wer nun meint, Minimalismus bezöge sich nur auf materielle Güter, der irrt. Einfachheit gibt es auch in der Arbeitsorganisation mit dem Computer. Scott Nesbitt hat sich dieser Idee verschrieben und das Plain Text Project ins Leben gerufen. Der Name ist Programm. Auf seiner – Sie ahnen es – klar und einfach gestalteten Website finden Sie alles zur Arbeit mit reinen Textdateien: Artikel, Vorlagen und Werkzeuge.

Besonders die letzte Rubrik, wie könnte es beim ToolBlog auch anders sein, hat es mir angetan. Sie finden Hinweise zu

und noch einiges mehr. Und wie gesagt, alles auf der Basis von reinen einfachen Textdateien oder plain text, wie unsere amerikanischen Freunde sagen.

Mich fasziniert dieses Projekt und ich werde mich sicher nicht nur einmal auf der Website des Plain Text Project tummeln. Hatte ich schon erwähnt, dass ich für Minimalismus etwas übrig habe?

Man muß die Dinge so einfach wie möglich machen. Aber nicht einfacher.
(Albert Einstein)

Dem ist nichts hinzuzufügen.

Humusak / Pixabay

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Wie man Glück kaufen kann

Über den Zusammenhang von materiellem Wohlstand und Glück ist schon immer spekuliert worden und solange es  Menschen gibt, wird sich wohl daran nichts ändern. Mittlerweile beschäftigt sich mit dem Thema sogar die Wissenschaft in der sogenannten Glücksforschung. Zu Recht wird immer wieder darauf hingewiesen, dass zunächst einmal der Begriff „Glück“ geklärt werden muss, denn sicher sind die Ansichten über ihn so unterschiedlich wie die Menschen, die ihn gebrauchen. Außerdem müsste geklärt werden, was materieller Wohlstand ist: Wann ist genug genug?

Wie auch immer, mittlerweile liegen aus der Glücksforschung ein paar Ergebnisse vor. Dunn, Gilbert und Wilson haben 2011 den Zusammenhang zwischen Geld und Glück untersucht. Die Grundfrage lautete:

Kann man Glück kaufen?

Die Antwort: Ja, man kann. Aber nur, wenn man gewisse Prinzipien befolgt, die Iris van de Pavert in ihrem Artikel Buying Happiness aufzählt:

  1. Kaufen Sie sich Erfahrungen anstatt materielle Güter
    Das ist eine alte Weisheit: Ein Auto oder ein Gadget kann kaputt gehen, eine Reise oder den Besuch eines schönen Konzerts kann Ihnen aber keiner mehr nehmen.
  2. Unterstützen Sie andere anstatt nur sich selbst
    Anderen etwas schenken ist oft befriedigender als selbst beschenkt zu werden oder sich selbst zu beschenken. Man freut sich einfach mit!
  3. Gönnen Sie sich viele kleine Freuden anstatt wenige große
    „Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft“, heißt ein Sprichwort und warum soll das nur für andere gelten. Gönnen Sie sich öfters eine kleine Freude.
  4. Schließen Sie weniger Versicherungen ab 
    (und das in Deutschland!)
    Überlegen Sie, ob Sie tatsächlich jede Versicherung brauchen, indem Sie sich fragen: (1) Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Schaden eintritt und (2) wie groß ist die Tragweite, wenn er eintritt. Vieles relativiert sich dann.
  5. Bezahlen Sie jetzt und verbrauchen Sie später
    Das kann ich nur bestätigen. Meine liebe Frau sagt oft vor Antritt einer Urlaubsreise: „Der Flug ist schon lange bezahlt.“ Wir lehnen uns dann zufrieden zurück, obwohl wir gar nicht wissen, warum.
  6. Beachten Sie die Nachteile Ihrer Wünsche
    Überlegen Sie immer auch, was Sie bekommen, wenn Sie bekommen, was Sie wollen. Oft gibt es unschöne Nebeneffekte, an die Sie gar nicht gedacht haben. Oder wie ein Schlauberger einmal sagte: „Hüten Sie sich vor Ihren Wünschen, sie könnten in Erfüllung gehen.“
  7. Tätigen Sie keine vergleichende Käufe
    Überlegen Sie, was Sie tatsächlich brauchen und das ist es dann. Sicher gibt es immer bessere Dinge, aber in der Regel kosten die auch mehr.
  8. Folgen Sie der Herde anstatt Ihrem Kopf
    Schauen Sie, was anderen Mitmenschen Freude bereitet hat und nehmen Sie dies als Anregung. Mit Verlaub, das halte ich für keine gute Idee, weil dann die Gefahr besteht, Vergleiche zu ziehen. Und das ist aller Unglück Anfang.

Wenn Sie tiefer in die Ergebnisse der Forschung von Dunn, Gilbert und Wilson eintauchen wollen, dann lesen Sie doch ihre Abhandlung If Money Doesn’t Make You Happy Then You Probably Aren’t Spending It Right  (pdf).

Eine andere Quelle, die ich wärmstens empfehlen kann, ist die Bibel. Hier steht einiges drin zum Thema Glück und Reichtum. Stöbern Sie ein bisschen. Sie werden staunen!

pixel2013 / Pixabay

 

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Kostenfreie Anwendung rund um die Website: PinTab

Wenn Sie mehr oder weniger professionell Websites einrichten oder betreuen, dann sollte Ihre Werkzeugkiste sorgfältig bestückt sein. Dabei sind es gar nicht immer die großen Programme, die Sie unterstützen, sondern vielmehr die kleinen Helferlein. Sie machen ohne großes Gedöns das was Sie sollen: Dem Anwender die tägliche Arbeit erleichtern.

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