Archiv der Kategorie: Teamwork

Wie Sie Entscheidungen visualisieren

Irgendein schlauer Mensch hat einmal gesagt

Entscheidbares muss man nicht entscheiden.

Zugegeben, im ersten Moment verwirrt dieser Satz etwas. Aber wenn Sie eine Weile darüber nachdenken, wird Ihnen die Logik dahinter einleuchten. Wenn eine Sache klar und sicher voraussagbar ist, dann ist eine Entscheidung unnötig, denn dann wissen Sie ja, was zu tun ist. Entscheiden heißt, sich unter Unsicherheit eine aus zwei oder mehreren Optionen auszuwählen.

Leider gibt es keine Garantie dafür, dass sie schlussendlich die „richtige“ Entscheidung treffen. Daran ändern auch die vielen Entscheidungsmethoden nichts, die in Workshops immer wieder angwewandt werden. „You simply don’t know“, sagen die Amerikaner.

Allerdings können diese Techniken dazu verhelfen, die Entscheidungsfindung zu strukturieren und das Für und Wider der Optionen gegeneinander abzuwägen. Wenn die Entscheidungsfindung dann noch in geeigneter Form visualisiert wird, dann lässt sich über die Dokumentation auch später noch sagen, wie und warum man zu der entsprechenden Entscheidung gelangt ist. Dies ist eine gute Grundlage, um für zukünftige Entscheidung Lehren ziehen zu können.

Nun eignet sich nicht jede Technik für jede Entscheidungsfindung. Da gibt es Paarvergleiche, Entscheidungstabellen oder die Bildung von Rangfolgen.

Jan-Torsten Kohrs hat in zwei informative Artikel zu Entscheidungsmethoden veröffentlicht: Das kleine Trainer- und Moderatoren-1×1: Entscheidungen in Gruppen herbeiführen (Teil 1 und Teil 2). Alle Methoden werden kurz und knapp erklärt und durch Flipchartfotos illustriert.

Mir hat besonders die Visualisierung des Paarvergleichs in Form des „Entscheidungsstifts“ gefallen. Der Paarvergleich ist eigentlich einfach, die Durchführung führt jedoch manchmal zur Verwirrung. Der Entscheidungsstift hilft das Vorgehen zu vereinfachen.

GregMontani / Pixabay

BTW: Wenn jemand den Urheber des Zitats zu Anfang kennt, dann bitte ich darum, mich aufzuschlauen. Ich würde zu gerne wissen, wer das war.

 

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Scrum: Von null bis etwas Ahnung

Seit einigen Jahren bewege ich mich nun auf diversen PM-Camps und habe nie einen Hehl daraus gemacht, dass ich von einigen diskutierten Ansätzen wenig bis keine Ahnung habe. Insbesondere was Scrum angeht, habe ich zwar hier und da das eine oder andere aufgeschnappt, von soliden Kenntnissen konnte aber keine Rede sein.

Höchste Eisenbahn also, den Zustand der Unkenntnis zu beseitigen. Letzte Woche durfte ich nun in Berlin auf Einladung meines lieben Kollegen und Freundes Jan Fischbach an einem seiner Scrum-Master-Trainings teilnehmen. Und ich muss sagen, nun fühle ich mich für weitere einschlägige Erkundungen gut gerüstet. Ich weiß nun, was die Werte, die Rollen, Artefakte und Ereignisse sind. Vor allem aber ist mir klar geworden, das Scrum weniger eine Projektmanagementmethode, sondern vielmehr ein Rahmen für Teams ist, um Ziele mit hoher Produktivität zu erreichen (und natürlich noch ein paar andere Dinge mehr).

Nun ist es ja nicht etwa so, dass ich in den vergangenen Monaten nicht versucht hätte, mir Kenntnisse bez. Scrum anzueignen. Startpunkt für derlei Unternehmungen ist bei mir zumeist ein Buch aus der berühmten Dummie-Reihe. So auch hier:

Allerdings muss ich gestehen, dass ich beim ersten Lesen nur Bahnhof verstanden habe. Das wird sich nach dem Seminarbesuch sicher ändern. Also ein neuer Versuch.

Das Seminar hat großen Spaß gemacht, nicht zuletzt deshalb, weil wir Teilnehmer uns den Stoff in Kleingruppenarbeit und durch Simulationen selbst erarbeiten durften. Eduscrum heißt die Methode: Scrum lernen durch Scrum tun. Die notwendigen Inputs von Jan waren kurz, knapp, knackig und vor allem auch humorvoll. Und ganz neidlos muss ich anerkennen, dass Jan sein Handwerkszeug versteht. Nicht nur als Scrum-Spezialist, sondern gerade auch als Trainer.

Vielen Dank.

Jan und Stephan

Achtung! In Berlin habe ich Blut geleckt. Es kann also durchaus sein. dass in der Zukunft hier der eine oder andere Artikel über Scrum & Co. erscheint. Ich hoffe, das stört nicht.

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10 einfache E-Mail-Regeln für Teams

Immer mehr Teams ersetzen in ihrer Zusammenarbeit die gute alte Tante E-Mail durch eigens dafür konzipierte Software (Groupware). Bekannte Beispiele für solche Anwendungen sind etwa Asana, Trello, Jira & Co. (hier eine kleine Übersicht).
Dennoch weiß ich von meinen Kunden, dass auch heute noch besonders innerhalb gemeinsamer Projekte unterschiedlicher Firmen immer noch auf das Medium E-Mail zurückgegriffen wird.

Für solche Fälle hat Boris Veldhuijzen van Zanten seinen Artikel 10 simple rules to make email (within teams) more efficient geschrieben. Er empfiehlt.

  1. Antworten Sie nicht auf jede Nachricht
    Auch wenn Sie ein höflicher Mensch sind, sollten Sie sich fragen, ob tatsächlich jeder Mail ein „Dankeschön“ folgen muss. Das bläht den Eingangskorb Ihrer Partner auf und lenkt sie ab. Sparen Sie sich überflüssige Reaktionen.
  2. Schreiben Sie nicht wegen jeder Kleinigkeit
    Nicht jeder Gedankenblitz muss sofort in eine E-Mail umgesetzt werden. Machen Sie sich stattdessen Notizen und gehen Sie diese später noch einmal durch. Dann können Sie immer noch entscheiden, ob Sie eine Nachricht absetzen möchten.
  3. Fragen Sie die E-Mail-Vorlieben Ihrer Partner ab
    Klären Sie im Team ab, wie die E-Nachrichten gestaltet werden sollen. Kann man Sie irgendwie standardisieren. Sie merken schon, wenn Sie das konsequent zu Ende denken, landen Sie zwangsläufig bei der Groupware.
  4. Je kürzer die Mail, desto besser
    Das muss nicht weiter erklärt werden. Die E-Mail ist digital das, was die Postkarte analog ist. Kennen Sie die zwei-, drei-, vier-, fünf-Sätze-Verpflichtung?
  5. Ist die E-Mail tatsächlich das beste Medium für die Nachricht?
    Manchmal ist es besser von schriftlich auf mündlich zu wechseln. Insbesondere, wenn es um heikle oder konfliktbeladene Dinge geht. Es gibt ja auch noch andere Medien, wie z.B. Skype oder das gute alte Telefon. Für extrem kurze Fragen, die einer extrem kurzen Antwort bedürfen, ist der firmeninterne Messenger die richtige Lösung.
  6. Halten Sie Ihre Gefühle außen vor
    Ich habe in meiner Laufbahn schon die schlimmsten Dinge infolge missverstandener E-Mails erlebt. Da helfen auch keine Emojis. Schreiben Sie keine E-Mails, wenn Sie ärgerlich sind. Greifen Sie stattdessen zum Telefonhörer oder noch besser: Gehen Sie hin und suchen das persönliche Gespräch.
  7. Verschicken Sie keine ellenlange Anhänge
    Nicht alle Unternehmen stellen ihren Mitarbeitern unbegrenzten Speicherplatz zur Verfügung. Richten Sie für die Zusammenarbeit ein gemeinsames Laufwerk für Dokumente ein. Wie Sie so etwas professionell bewerkstelligen, zeigen Ihnen Jan Fischbach und Wolf Steinbrecher im Praxisbuch Informationsmanagement.
  8. Verwenden Sie CC sparsam
    Benutzen Sie CC bitte nicht nur deshalb, weil Sie es können. Je mehr Leute Sie im Verteiler stehen haben, desto weniger von diesen Leuten werden Ihre Nachricht lesen. Oft ist ein aufgedunsener CC-Verteiler doch nur ein Merkmal einer ausgeprägten Absicherungsmentalität
  9. Benutzen Sie BCC, wenn es angebracht ist
    Wenn Sie doch einmal eine Nachricht an viele Absender schicken müssen, verwenden Sie die BCC-Funktion. Nicht jeder will jedem seine E-Mail-Adresse zukommen lassen.
  10. Verschicken Sie überhaupt keine E-Mail
    Das Versenden von E-Mails ist zwar einfach, aber nicht immer angebracht. Gehen Sie bitte verantwortungsvoll mit E-Mails um. Ihre Partner werden es Ihnen danken.

Postkasten Arona

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Was Google über die Effektivität von Teams denkt

Ich bin ja ein bisschen skeptisch, wenn ich höre, dass Google als Modell für die neue Arbeitswelt hingestellt wird. Aber sei’s drum, interessant sind die Impulse aus diesem Unternehmen allemal.

In einem Vortrag erzählt Julia Rozovsky, was ein effektives Team von den anderen unterscheidet: How Google thinks about team effectiveness. Sie beruft sich dabei auf Studien, die intern bei Google angestellt wurden. Rozovsky beantwortet in ihrem Vortrag die Fragen:

  1. Können wir als Team Risiken eingehen ohne Angst vor Unsicherheit oder Verlegenheit zu haben?
  2. Können wir aufeinander zählen um rechtzeitig Ergebnisse hoher Qualität zu erreichen?
  3. Sind unsere Ziele, Rollen und Maßnahmenpläne klar?
  4. Arbeiten wir an etwas, das auch jedem von uns persönlich etwas bedeutet?
  5. Sind wir davon überzeugt, dass die Arbeit, die wir tun, von Bedeutung ist?

Wenn diese Fragen im Team mit „Ja“ beantwortet werden, dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass ein Team auch als effektiv anzusehen ist.

Aber sehen und hören Sie selbst;

Julia Rozovsky How to Build a Great Team

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OpenSpace zur Strategieentwicklung

Wie die geneigten Leserinnen und Leser (gar nicht) gemerkt haben, habe ich in der ersten Woche nichts zu Papier in den Blog gebracht. Der Grund war sehr angenehm für mich: Ich durfte wieder einmal einen OpenSpace begleiten. Es ging bei der Veranstaltung um Stratiegieentwicklung bei AX Semantics. Kurz das Fazit von meiner Warte aus:

  • Lasst Menschen über die Dinge nachdenken, die ihnen am Herzen liegen. Fragt die Leute einfach und nehmt sie ernst, dann kommen die Lösungen von alleine. Es war faszinierend mit anzusehen, mit welchem Engagement und welcher Konzentration die Menschen zusammenarbeiten. Da braucht man kein Motivationsgedöns.
  • Die Menge an Themen, die im OpenSpace bearbeitet werden, ist beeindruckend. Am Dienstag bearbeiteten rd. 30 Teilnehmer 16 verschiedene Themen.
  • Es ist wichtig dafür zu sorgen, dass die Themen am Ende der Veranstaltung so aufbereitet werden, dass nahtlos mit/an ihnen weitergearbeitet werden kann. Das ist gelungen, wie ich finde.
  • Zwischen Barcamp und OpenSpace gibt es tatsächlich Unterschiede, die den Unterschied machen. Ohne den Diskurs der vergangenen Wochen noch einmal aufgreifen zu wollen, fühle ich mich in meiner Ansicht bestätigt.

Danke dem sympathischen Team von AX Semantics für die Gastfreundschaft und das erwiesene Vertrauen!

 

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Vom Umgang mit schwierigen Kollegen

Wir kennen sie alle, die Zeitgenossen, die uns tierisch auf den Geist gehen. Wir selbst gehören natürlich nicht dazu, denn wir sind ja edel, hilfreich und gut.

J.D. Meier, der Autor des Buches Getting Results the Agile Way, identifiziert Ten Types of Difficult People und gibt Tipps, wie wir, die Guten, mit ihnen umgehen können. Die zehn Typen sind:

  1. Der Panzer
    Menschen, die ohne Rücksicht auf Verluste alles niederwalzen, was sich ihnen in den Weg stellt (Tipps zum Umgang)
  2. Der Heckenschütze
    Menschen, die mehr oder weniger heimlich darauf lauern, dass andere einen Fehler machen und dies nutzen um sie dann schlecht aussehen zu lassen (Tipps zum Umgang)
  3. Der Alleswisser (aka Klugscheißer)
    Diese Leute korrigieren immer und überall, auch die kleinsten Fehler und das mit einer großen Portion Überheblichkeit. J.D. Meier hält sie für die Schwierigsten der Schwierigen und gibt diese Tipps zum Umgang
  4. Die Leute, die sich für Alleswisser halten (aka Klugscheißer light)
    Labertaschen hat oder wie der Volksmund sagt: „Große Klappe und nichts dahinter“.
    (Tipps zum Umgang)
  5. Die Handgranate
    Leute, die plötzlich und unerwartet explodieren (Tipps zum Umgang)
  6. Der Ja-Sager
    Menschen, die immer zu allem Ja und Amen sagen. Meist wollen sie damit Konflikten aus dem Weg gehen. (Tipps zum Umgang)
  7. Die Indifferenten 
    Menschen, die sich nicht festlegen wollen und daher keine Entscheidungen treffen können.
    (Tipps zum Umgang)
  8. Menschen, die gar nicht in Erscheinung treten (aka die grauen Mäuse)
    Wir kennen Sie von Besprechungen. Sie sitzen nur da und tragen nichts zur Wahrheitsfindung bei. Menschliche Hüllen sozusagen. (Tipps zum Umgang)
  9. Der Nein-Sager
    Das Gegenstück  zu Nummer (6). Egal, wie vernünftig ein Argument oder ein Vorschlag ist, sie lehnen es/ihn ab. (Tipps zum Umgang)
  10. Der Jammerfritze
    Diese Klagenden sind oft gar nicht an der Lösung des beklagten Problems interessiert. Dann müssten sie nämlich aufhören zu jammern und das wollen sie nicht. (Tipps zum Umgang)

Grundsätzlich halte ich das Stecken von Menschen in vorgefertigte Schubladen für problematisch. Vielleicht können aber diese Typisierung und die Schlüsse doch den einen oder anderen Hinweis zum richtigen Umgang mit schwierigen Zeitgenossen geben.

J.D. Meier bezieht sich in seinen Ausführungen übrigens auf die Autoren Dr. Brinkman and Dr. Rick Kirschner und ihr Buch In Dealing with People You Can’t Stand: How to Bring Out the Best in People at Their Worst. Ich glaube, ich werde mir das Werk einmal näher anschauen.

Wenn Sie deutsche Lektüre bevorzugen, dann empfehle ich Ihnen das Buch von Claudia Hochbrunn Ein Arschloch kommt selten allein: So werden Sie mit schwierigen Zeitgenossen fertig, das ich hier besprochen habe.

 

Falls sie sich noch unsicher sind, ob Ihr Kollege wirklich ein A-loch ist, dann können Sie es schnell herausfinden. Folgen Sie einfach dem Flowchart aus einem Beitrag von Erik Devaney: Is Your Coworker Actually an A-hole? Hier ist es:

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Methodensteckbriefe für Ihr Projektmanagement

Ich stimme den Mitmenschen zu, die vor allzu großer Methodengläubigkeit warnen. Auch ich erlebe immer wieder, dass Zeitgenossen bestimmte Methoden verwenden, ohne das „Big Picture“ zu kennen, in das sie eingebettet sind. Werkzeuge aber, die ohne entsprechende Hintergrundkenntnisse angewandt werden, sind oft im besten Fall nutzlos, im schlimmsten sogar schädlich.

Dennoch kann auch der talentierteste Handwerker nichts verrichten, wenn er nicht über entsprechende Tools verfügt. Wenn Sie viel in Projekten arbeiten und Ihre Werkzeugkiste füllen oder ergänzen möchten, empfehle ich Ihnen eine Website der US Regierung: 18F Method Cards.

Hier finden Sie im Format von kurzen Steckbriefen eine

collection of tools to bring human-centered design into your project.

Die Methoden sind in Kartenform gehalten und beschreiben:

  • Den Inhalt (Was)
  • Den Zweck (Wozu)
  • Das Verfahren (Wie)
  • Zusätzliches Hintergrundmaterial (Ressourcen)
  • Die Phase im Projektzyklus (s.u.)
  • Die Zeit, die benötigt wird

Eingeteilt sind die Methoden in die Kategorien

  • Discover
  • Decide
  • Make
  • Validate
  • Fundamentals

Praktisch: Sie können die Karten als pdf-Datei ausdrucken und so zurecht schneiden, dass Sie sie überall hin mitnehmen können. Und wer weiß, vielleicht sind diese Methoden ja auch der Grundstock für die eigene Sammlung.

bluebudgie / Pixabay

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Die große Methodensammlung zur Erwachsenenbildung

Seit meine Tochter als Grundschullehrerin im Schuldienst ist, habe ich aufgehört, über Lehrerinnen und Lehrer zu lästern. Sozusagen als Zaungast durfte ich während ihres Studiums und auch danach miterleben, wie viel an Theorie und Praxis für einen guten Unterricht nötig ist. Jeder von uns hat die Schule besucht und so meinen viele, sie verstünden etwas von Pädagogik. Dem ist nicht so, denn auf diese Weise sieht man nur eine Seite der Medaille.

Wie facettenreich die Methoden sind, die derzeit an vielen unserer Schulen verwendet werden, zeigt die Methodensammlung der Qualitäts- und UnterstützungsAgentur – Landesinstitut für Schule (QUA-LiS NRW). Lassen Sie sich von diesem grauenhaften Bürokratennamen nicht täuschen. Sie finden in der Methodensammlung eine bunte Palette von aktivierenden Methoden nicht nur für die Schule, sondern auch für die Erwachsenenbildung. Sie soll helfen (Zitat):

  • Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu motivieren und zu aktivieren,
  • Problemerleben und Erwartungen transparent zu machen,
  • Erfahrungen und Kompetenzen aufzurufen und zu nutzen,
  • Mitbestimmungs- und Selbstorganisationsprozesse zu organisieren,
  • ein Klima kollegialer Kooperation herzustellen.

Die Methodensammlung ist nicht nur sehr umfangreich, sondern auch bedienerfreundlich. Sie können in einer Matrix vorauswählen, für welche Phase sie Methoden benötigen, z.B. zum Kennenlernen, für Partnerarbeit, Gruppenarbeit usw. Es werden Ihnen dann nur die Methoden angezeigt, die für den jeweiligen Zweck geeignet sind. Zu allen Methoden gibt es einen kompakten Steckbrief, in dem der Verlauf und die benötigten Materialien beschrieben werden. Sie finden dort auch einen Kommentar, der Sie mit dem Einsatzzweck und evtl. Stolperstellen vertraut macht.

Alle Methoden können Sie auch als pdf-Datei herunterladen. Für die Kinästheten unter den Lesern gibt es die Methodensammlung auch in Form von Karteikarten in einer ansprechenden Box. Allerdings kostet sie dann etwas, wenn auch nicht die Welt.

Wenn Sie Trainerkollegin oder -kollege sind oder sonst öfters mit dem Thema Seminar und/oder Workshop befasst sind, dann kann ich Ihnen diese Methodensammlung nur ans Herz legen.

Seminar - Gruppenarbeit

 

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Coaching selbst gemacht: Die Kollegiale Beratung

Wo Menschen zusammenarbeiten, läuft es nicht immer rund und manchmal entstehen Konflikte. Vielleicht hatten Sie dabei auch schon einmal das Gefühl, mit Ihren Problemen allein auf weiter Flur zu stehen ohne sich darüber lösungsorientiert austauschen zu können.
„Lösungsorientiert“ beschreibt hierbei den Unterschied, der den Unterschied macht. Wenn Sie Glück haben, stoßen Sie zwar in der Kaffeeküche auf das offene Ohr des einen oder anderen Kollegen. Wie Sie dann aber mit den Schwierigkeiten weiter zurecht kommen oder gar den Konflikt lösen, bleibt im weiteren Verlauf Ihnen überlassen.

Kein Wunder, dass Sie dann das Gefühl beschleicht, mit Ihrem einzigartigen Problem allein fertig werden zu müssen. Das muss nicht so sein, denn zumeist ist Ihr Problem (a) nicht einzigartig und (b) müssen Sie nicht als Einzelkämpfer eine Lösung suchen.
Oftmals ist es so, dass auch schon anderswo Kolleginnen oder Kollegen ein ähnliches Problem gelöst haben. Warum also nicht die „Weisheit“ dieser Menschen anzapfen?

Zu diesem Zweck gibt es die „Kollegiale Beratung“. Coaching ohne Coach, so könnte man die Kollegiale (Fall-) Beratung (Intervision) auch beschreiben. Nach einer festen Vorgehensweise tauschen sich die Teilnehmer über anstehende Problemfälle aus, unterstützen sich gegenseitig und geben Lösungshinweise aus ihrem eigenen Erfahrungshintergrund.

Und so geht man dabei vor:

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Spielen wir eine Runde agile Bullshit-Bingo!

Bullshit-Bingo (aka Buzzword-Bingo) ist ein Spiel, dass mittlerweile allen Leserinnen und Lesern des ToolBlogs bekannt sein dürfte. So manchen frustrierten Mitmenschen hat Bullshit-Bingo während langatmiger Besprechungen über die Zeit geholfen.

Bullshit-Bingo kommt nie aus der Mode, denn entsprechenden Ausdrücke wachsen quasi immer wieder nach, sie gehen nie aus.
Momentan hört man zum Beispiel an allen Ecken und Enden das Wort „agil“ in allen möglichen und unmöglichen Zusammenhängen. Klar, dass Sie einen dazu gehörenden Spielvordruck im Internet herunterladen können: Agile Bingo.

Neben diesem höchst aktuellen Template finden Sie auf der Website noch eine große Zahl Vorducke für andere Themen, etwa Click-Bait– oder Cloud Computing Bingo. Falls nicht das Richtige dabei ist, können Sie natürlich auch Ihr ganz persönliches Bullshit-Bingo gestalten und ausdrucken.

Wenn Sie das Spiel lieber in Deutsch spielen möchten, dann geht das natürlich auch. Auf bsbingo.de können Sie aus verschiedenen Themen von Besprechung über Politiker bis Marketing wählen. Sie können sogar das Format des Vordrucks bestimmen.

Nun steht einer gepflegten Runde Bullshit-Bingo nichts mehr im Wege. Viel Spaß!

BTW: Sollten Sie Bullshit-Bingo tatsächlich noch nicht kennen, dann hilft Ihnen dieses (auch schon etwas ältere) Video weiter:

Bullshit Bingo SPIKE.flv

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