Archiv der Kategorie: Internet

15 nützliche Helferlein ganz ohne Registrieren

Sie kennen das. Manchmal braucht man für einen ganz bestimmten Zweck eine Anwendung, auf die man gerade keinen Zugriff hat. Entweder ist man unterwegs und hat den eigenen Rechenknecht nicht zur Hand oder man braucht die Anwendung so selten, dass man nicht extra ein Programm installieren möchte.

In diesem Fall schaffen diverse Webanwendungen Abhilfe. Hier müssen Sie zwar nichts installlieren, aber einen Nachteil haben diese Angebote aber doch: Zumeist verlangen Sie, dass Sie sich registrieren, bevor Sie sie nutzen können. Allerdings gibt es auch Ausnahmen von dieser Regel. Mihir Patkar stellt 15 Excellent No-Sign Up Websites for Everyday Use vor. Von diesen sind einige nur für den anglophonen Markt interessant, aber es gibt auch welche, die für uns in unseren Breitengraden nützlich sein könnten:

  • Daily Todo
    Mit diesem Programm können Sie Aufgabenlisten erstellen. Die besondere Stärke liegt in der Verwaltung wiederkehrender Tätigkeiten.
  • Pixabay
    ToolBlog-Leser wissen, dass ich mit den kostenlosen und rechtefreien Bildern meine Artikel verziere. Übrigens gibt es für WordPress auch ein geeignetes Plugin.
  • VirusTotal
    Der Name ist Programm. Hier können Sie Dateien auf evtl. Virenbefall überprüfen lassen. Die Größe der Datei ist allerdings beschränkt.
  • E.gg-Timer
    Ein Timer, dessen Besonderheit in seiner Einfachheit liegt. Ich greife für solche Fälle auf die Online Stopwatch zurück, die auch eine Countdown-Funktion bietet.
  • University of Reddit
    Ich muss gestehen, der Sinn von Reddit hat sich mir nie ganz erschlossen. Bei der „Reddit-Universität“ handelt es sich aber offensichtlich um Diskussionen zur ernsten Themen, die in bestimmte Kategorien eingeteilt sind.
  • Polls.io
    Mit dieser Anwendung können Sie unkompliziert und auf die Schnelle einfache Umfragen erstellen. Die Benutzerführung ist sogar in Deutsch.
  • Cloud Convert
    Hier können Sie Ihre Dateien in andere Formate übertragen: „Convert Anything to Anything“.
  • Maildrop
    Eine der vielen Angebote, mit denen Sie für sich eine Wegwerf-E-Mail-Adresse erstellen können. Das ist manchmal ganz praktisch, z. B. wenn Sie sich für bestimmte Websites registrieren sollen und Sie das gar nicht möchten.
    Nachtrag: Maildrop verhält sich merkwürdig, wenn man dem Link folgt. Hier gibt es Alternativen, die das Gleiche tun: Spoofmailbyom.de, Trash-Mail oder WegwerfE-Mail. Suchen Sie sich etwas aus. (Danke, Horst Saak-Winkelmann für den Hinweis.)
  • Compressor.io
    Mit diesem Tool können Sie die Dateigröße von Bilder reduzieren, ohne dass die Qualität darunter leidet.
  • pdf Escape
    Mit dieser App editieren und bearbeiten Sie pdf-Dateien online. Sie können auch Formulare ausfüllen oder einen Passwortschutz anbringen.

Ein Dankeschön an Mihir für diese Zusammenstellung. Am Schluss fragt er die Leser, ob sie noch andere nützliche Websites kennen, die man ohne Registrierung benutzen kann.

Diese Frage gebe ich gerne an Sie weiter!

xsmo / Pixabay

Nachtrag (17. 12. 2018)

Mittlerweile sind von ToolBlog-Lesern einige Ergänzungen zu den o.a. Anwendungen eingegangen:

  • bpmn.io: Dokumentation von Geschäftsprozessen (Danke Detlef Stern)
  • geojson.io:  Ermitteln der Luftlinie zwischen zwei Punkten (Danke Detlef Stern)
  • draw.io: Flowcharts und ähnliche Diagramme  (Danke Detlef Stern)
  • worldtimebuddy: Weltzeituhr und -converter (Danke Horst Saak-Winkelmann)
  • Hunter: E-Mail-Adressen suchen und finden
  • Xodo: U.a. für Anmerkungen an PDFs und Bildern (Danke Detlef Stern)
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Kultur: Freibier für alle!

Es kann mitunter durchaus sinnvoll sein, ohne bestimmtes Ziel im Netz herumzustöbern. Auf diese Weise kommt man manchmal auf Websites, auf die man sonst nie getoßen wäre. Ein Vorstoß in unbekannte Welten sozusagen. Und so habe ich durch Surfen aus Langeweile diese interessante Seite gefunden: Open Cultur. Laut eigener Aussage beinhaltet diese Website

the best free cultural & educational media on the web.

Nun ja, das klingt wie immer etwas vollmundig, aber im Kern stimmt diese Aussage wohl doch. Sie finden auf dieser Seite:

  • 1300 kostenlose online Kurse
  • mehr als tausend MOOCs (Massive Open Online Course)
  • 1150 Filme zum freien Anschauen
  • 700 kostenlose Hörbücher
  • 800 E-Books (kostenlos, natürlich)
  • 200 freie Lehrbücher
  • 300 kostenfreie Sprachkurse und manches mehr

Die Titel in den Sammlungen decken vielerlei Themen aus Geistes- und Naturwissenschaften ab, auch Fachbücher über Informationstechnologie sind hier zu finden. Bei den Filmen finden Sie Dokumentationen genauso wie Werke von Chaplin oder Hitchcock.

Wie gesagt, dem eigenen Anspruch (s.o.) kommt diese Sammlung ziemlich nahe. Open Culture ist werbefrei, um Spenden wird gebeten.

Für die Architektur- und Designinteressierten unter den ToolBlog-Lesern hier ein besonderes Schmankerl: Download Original Bauhaus Books & Journals for Free: Gropius, Klee, Kandinsky, Moholy-Nagy & More.

Moonglow / Pixabay

 

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Digitaler Minimalismus

Nach der Lektüre von Robert Wringhams Ich bin raus stellt sich bei mir die Frage, wie ich der Falle, immer und überall dabei sein zu wollen, entgehen kann. Das gilt gerade auch für soziale Netzwerke, die Gefahr von FOMO ist dort besonders groß. Ich habe bislang noch nicht gemessen, wie viel Zeit ich auf Twitter & Co verplempere. Vermutlich werde ich mir das auch ersparen, denn ich ahne, dass mich das Ergebnis wohl verunsichern würde, um frei einen deutschen Ex-Innenminister zu zitieren.

Da kommt mir ein Artikel von Cal Newport, dem Autor des Werkes Konzentriert arbeiten, gerade recht: On Digital Minimalism. In dem Beitrag definiert der Autor „Digital Minimalism“ wie folgt:

  • Digitaler Minimalismus hilft Ihnen zu hinterfragen, welche digitalen Kommunikationswerkzeuge Ihnen und Ihrem Leben den größten Mehrwert verleihen. Dies gilt auch für die damit verbundenen Verhaltensweisen.
  • Als Basis dient die Überzeugung, dass Ihr Leben erheblich verbessert wird, wenn Sie sinnloses digitales Rauschen minimiren und die Werkzeuge auswählen, die wirklich wichtig für Sie sind.

Laut Newport folgt Digitaler Minimalismus diesen Grundprinzipien:

Etwas zu verpassen, ist nicht zwangsläufig schlecht

Sie verpassen immer etwas, immer und überall. Wir können einfach nicht überall sein. Was für das analoge Leben gilt, trifft auch für das digitale zu. Hier ist mehr Gelassenheit angebracht. Wichtiges kommt wieder. Alles andere kann man vergessen. Oder wie der Hashtag #esmi sagt: Einen Scheiß muss ich.

Weniger ist oft mehr

Handeln Sie nach dem 80/20-P?rinzip. Finden Sie heraus, welche 20% Ihrer online-Aktivitäten 80% Nutzen stiften und lassen Sie die restlichen 80% weg. Sie sind es nicht Wert, dass Sie Ihre Zeit damit verplempern. (So, und jetzt räume ich gleich meine RSS-Feeds auf…)

Beginnen Sie mit Ihren eigenen Prinzipien

Was sind die Prinzipien, denen Sie in Ihrem Leben folgen? Wenn Sie hier ein klares Bild haben, fällt es Ihnen auch digital leichter, die Spreu vom Weizen zu trennen. Beantworten Sie dabei die Frage: Wird dieses Angebot, diese Tätigkeit usw. mein Leben bereichern?

Das Beste ist anders als der Rest

Auch wenn ein digitales Angebot dazu beiträgt, „Ihr Leben zu verbessern“, ist es wirklich der beste Weg, dies zu erreichen? Oder gibt es andere Möglichkeiten, die eher dazu geeignet sind? Es lohnt sich, dies von Zeit zu Zeit zu hinterfragen.

Digitaler Müll verursacht Stress

Sie kennen das von Ihrem Arbeitsplatz. Je mehr Dinge sinnlos herumliegen, desto abgelenkter sind Sie. Ablenkung ist Gift für die Effizienz. Was für die analoge Welt gilt, trifft auch für die digitale zu. Ordnung und Übersichtlichtlichkeit trägt zur Beruhigung und zur Konzentration bei.

Aufmerksamkeit ist knapp und brüchig

Ihre Aufmerksamkeit ist nicht endlos. Verschwenden Sie sie nicht. Bedenken Sie, dass vielen (den meisten?) digitalen Angeboten das Geschäftsmodell zugrunde liegt, soviel Ihrer Aufmerksamkeit wie möglich zu erhaschen. Gelingt ihnen das, dann haben Sie nicht mehr genügend Aufmerksamkeit für die Dinge übrig, die Ihnen wichtig sind.

Ein sinnvoller Umgang mit der online-Welt unterstützt dass Leben offline

Hüten Sie sich, digitale Produkte als Selbstzweck zu betrachten. Setzen Sie sie ein, um das „reale Leben“ zu bereichern. Dazu gehören Gemeinschaften oder auch Möglichkeiten, neue Dinge zu lernen.

Vorsicht vor Werkzeugen, die Probleme lösen, die es ohne sie nicht gäbe

Google Maps löst das Problem, von A nach B zu kommen, vor allem für Menschen, deren Orientierungssinn zu wünschen übrig lässt. Eine neue Lösung für ein altes Problem also. Es gibt auch andere. Hüten Sie sich vor Anwendung, die ein Problem lösen, das sie womöglich selbst erzeugt haben.

Aktivität schlägt Passivität

Ziehen Sie Angebote vor, bei denen Sie etwas schaffen können anstatt nur zu konsumieren. Helfen Sie etwa Ihren Mitmenschen, indem Sie Ihr Wissen teilen oder anderen aus einer Klemme helfen.

Ich habe mich im ToolBlog schon öfters als Fan des Minimalismus-Prinzips geoutet. Dabei ist es für mich wurscht, ob es sich um die analoge oder die digitale Welt handelt. Der Weg ist das Ziel:

Ich arbeite daran, Tag für Tag.

rawpixel / Pixabay

 

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Die Website zur Zeit: timeanddate

Vor einiger Zeit hatte ich im ToolBlog schon einmal über unterschiedliche Zeitbegriffe geschrieben: Zeit und Zeit: Ein wichtiger Unterschied!. Dem Zeitbegriff im Sinne von Chronos widmet sich die Website timeanddate. Hier finden Sie alles, was sich aus Messgrößen der Zeit berechnen lässt, z.B.

  • Zeitzonen
  • Kalender
  • Zeiträume zwischen zwei Daten
  • Countdowns uvm.

Das ist aber noch nicht alles. Es gibt dort auch Wettervorhersagen, Sonnenzeiten und Mondphasen und, für ToolBlog-Leser nicht ganu unwichtig, einen Konferenzplaner. Auch Kurioses wie ein Sternschnuppennächterechner wird geboten.
Natürlich können Sie allerlei Einstellungen auch personalisieren, wenn Sie sich registrieren.

Auf den ersten und auch den zweiten Blick lässt die Seite wirklich kaum noch Wünsche offen. Das Angebot gibt es in deutscher Sprache und ist kostenlos. Finanziert wird das Ganze durch Werbung und diverse Apps für iOS, Android und Windows.

Ich muss zugeben, ich bin beeindruckt. Mir fällt nichts ein, was auf dieser Seite zum Thmea messbarer Zeit nicht behandelt wird.

jarmoluk / Pixabay

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So bauen Sie Ihren eigenen RSS-Web-Feed

Mit einigem Schrecken musste ich zur Kenntnis nehmen, dass auf Twitter einige Experten vom Sterben des RSS-Feeds zwitscherten. Ich gebe zu, dass mir dies einen gehörigen Schreck eingejagt hat. Schließlich ist für mich der Web-Feed die Technik, um in der Informationsflut zu überleben. Außerdem ist er die Grundlage für viele Artikel, die hier im ToolBlog erscheinen.

Für die, die (schon wieder) vergessen haben, hier noch einmal in aller Kürze, wie das Ganze funktioniert. Eine Website (Blog, Forum, Wiki usw.) stellt einen standardisierten Code (z. B. eben RSS) bereit, der von dazu bestimmten Programmen, den Feedreadern, automatisch zu bestimmten Zeiten abgeholt wird. Der Nutzer kann die Informationen dann in diesen Readern lesen, ohne jedes Mal die entsprechenden Seite aufrufen zu müssen.

So ein RSS-Code wird (bis jetzt) von den meisten Websiteprogrammen automatisch erzeugt und bereit gestellt. Wenn Sie einen Feedreader installiert haben, müssen Sie diesen Code dann lediglich abonnieren. Den Code vom ToolBlog finden Sie beispielsweise unter https://toolblog.de/feed/.

Wenn allerdings immer mehr Websites auf das Bereitstellen von Web-Feed verzichten, wie manche Unken rufen, dann wird es eng. Allerdings besteht unter Umständen die Möglichkeit, den RSS-Code selbst zu stricken. Wie das geht, zeigt uns Ryan Dube in seinem Beitrag How to Create an RSS Feed for Your Site From Scratch.

Hier bekommen Sie erklärt, aus welchen Bausteinen ein RSS-Code besteht und wie Sie mit etwas Programmierkenntnissen diesen Code selbst erzeugen können. Ich gebe zu, für mich als DAU erscheint das bei weitem zu kompliziert.

Sollte Ihnen das auch so gehen, so müssen Sie deswegen nicht verzweifeln. Ryan stellt auch einfachere Alternativen zum Erstellen von RSS-Code vor. Es handelt sich dabei um webbasierte Apps, bei denen Sie nur einige Informationen über gewünschte Website eingeben müssen und schwuppdiwupp wird Ihnen der entsprechende Code geliefert. Als Beispiels hierfür werden FetchRSS, Feed Creator, Feed43 und Feedity aufgeführt.

Bis jetzt habe ich noch nicht den Eindruck, dass der Web-Feed dem Untergang geweiht ist. Nur selten erlebe ich Websites, die keinen RSS-Code bereitstellen. Solche Seiten fielen bei mir bis jetzt einfach durchs Raster, nach dem Grundsatz „Dann halt nicht“. Vielleicht werde ich das nächste Mal einen dieser Feedgeneratoren ausprobieren. Man kann ja nie wissen.

 

Nachtrag (8. August 2018)

Die o.a. Feed-Generatoren sind alle leider nicht kostenfrei. Schade. Aber ich konnte auch zwei kostenfreie Generatoren ausfindig machen: Feed Creator und RSS Feeds Generator.
Tiefer in die Materie können Sie einsteigen auf der Website Free News Feed Editors, Builders and Generators.

 

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Schluss mit Social Media!

Ohne dass ich dazu einen großartigen Entschluss gefasst hätte, habe ich mein Engagement auf Facebook drastisch zurück gefahren. Das mag an meiner starken Abneigung gegen FOMO liegen, vielleicht aber auch an den immer unerträglicher werdenden Äußerungen des Facebook-Gründers. Andere Netzwerke wie Instagram, Pinterest oder Google+ habe ich aus Angst vor Verzettelung ohnehin kaum bis gar nicht bedient. So kommt es, dass Twitter das einzige soziale Netzwerk ist, auf dem ich den einen oder anderen Gedanken in die Welt posaune.

Cal Newport, der Autor des Bestsellers Konzentriert arbeiten, ist ebenfalls kein Freund dieser Anwendungen. Seiner Meinung nach sind sie die Hauptstörenfriede für die persönliche Produktivität. Wie er das begründet, können Sie in diesem Video sehen.

Quit social media | Dr. Cal Newport | TEDxTysons

 

BTW: Es gibt für den Vortrag auch deutsche Untertitel.

 

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Die E-Mail-Selbstverpflichtung: Fasse Dich kurz

Manchmal bin ich schon erstaunt darüber, welchen Umfang e-Mails im Geschäftsverkehr annehmen. Man kann es nicht oft genug sagen: E-Mails sind nicht das Medium für längere Romane. Der Geschäftsbericht oder die Doktorarbeit gehört in den Anhang. Beschränkt Euch auf das Wesentliche. “Fasse Dich kurz”, stand früher in den Telefonzellen. Mittlerweile gibt es sogar die Website zu Selbstverpflichtung zu kurzen Nachrichten:  two.sentenc.es. Dort heißt es:

Treat all email responses like SMS text messages, using a set number of letters per response. Since it’s too hard to count letters, we count sentences instead.
two.sentenc.es is a personal policy that all email responses regardless of recipient or subject will be two sentences or less. It’s that simple.

Falls Ihnen zwei Sätze doch zu wenig sind, dann probieren Sie halt three.sentenc.es, four.sentenc.es oder five.sentenc.es. Das war es dann aber auch.

Es schadet übrigens auch nicht, sich die wichtigsten Grundregeln für E-Mails in Erinnerung zu rufen, die im Email Charter gelistet sind:

  1. Respektieren Sie die Zeit des Empfängers
  2. Kurz und knapp heißt nicht unhöflich
  3. Üben Sie sich in Klarheit
  4. Vermeiden Sie offene Fragen
  5. Vermeiden Sie überflüssige CCs
  6. Halten Sie den Gesprächsfaden kurz
  7. Denken Sie über Ihre Anhänge nach
  8. Nutzen Sie geläufige Kürzel
  9. Vermeiden Sie nutzlose Antworten
  10. Gehen Sie offline

Ich denke, diese Grundsätze sprechen für sich und bedürfen keiner weiteren Erklärung. Wenn doch, finden Sie ein paar Erläuterungen im Email Charter selbst.

cattu / Pixabay

 

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So kommen die ToolBlog-Beiträge automatisch zu Ihnen!

Ich habe es bereits erwähnt. Leider kann ich Ihnen die bequeme Benachrichtigung bei neuen Beiträgen und Kommentaren nicht mehr automatisch per E-Mail zukommen lassen. Sie ahnen es: Der Grund liegt in der DSGVO.

Wenn Sie dennoch keinen Beitrag aus dem ToolBlog verpassen möchten ohne eigens hier vorbeizukommen, dann ist das dennoch kein Problem.

Abonnieren sie die Beiträge doch einfach

Das ToolBlog stellt einen RSS-Feed zur Verfügung. Dabei handelt es sich um einen speziellen Code, der von sog. Feedreadern, aber auch von vielen E-Mail-Programmen gelesen und übersetzt werden kann. Wenn Sie mit einem solchen Programm den RSS-Feed vom ToolBlog abonniert haben, werden die neuesten Beiträge automatisch abgeholt und Ihnen angezeigt. Sie brauchen also nicht immer extra hier vorbei zu surfen.

Sie können den RSS-Feed abonnieren mit
(Linkliste ohne Anspruch auf Vollständigkeit):

Eine Empfehlung von ToolBlog-Leser S. Hartung ist der Dienst bloglovin, den ich aber selbst noch nicht probiert habe.

Wenn Sie neue Nachrichten und Kommentar immer noch gerne per E-Mail beziehen möchten, dann könnte IFTTT eine Möglichkeit sein. Mir wäre das allerdings zu kompliziert. Dann schon lieber direkt abonnieren.

Die Links zum ToolBlog-Feed (RSS)

Viel Spaß beim Lesen!

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DSGVO für Wald- und Wiesenblogger (4)

Achtung: Dies ist weder eine Rechtsberatung noch eine technische Anleitung! Weder kann ich garantieren, dass die Maßnahmen rechtlich korrekt noch dass sie vollständig sind.

Wer jetzt meint, mit der Überarbeitung seiner/ihrer WordPress-Seite wäre alles erledigt, der täuscht sich. Ein paar Dinge sind noch offen.

Blog auf https umstellen

Das führe ich nur der Vollständigkeit halber auf. Ist beim ToolBlog schon längst passiert. Wie das geht, beschreibt Dr. Katja Flinzner hier oder ein Beitrag von tiefenschaerfe.

Cookies

Es schadet sicher nicht, zum Abschluss noch einmal auf die Browsererweiterungen Ghostery und/oder Privacy Badger zu schauen. Auf diese Weise kann man herausbekommen, wer heimlich von der Website nach Hause telefoniert um das Nutzerverhalten zu melden.
Wie Cookies in Zukunft behandelt werden, ist wohl noch nicht abschließend geklärt, wie RA Max-Lion Keller schreibt. Dennoch sollte weiterhin ein Banner auf die Verwendung von Cookies hinweisen. Welche Möglichkeiten es dazu gibt, zeigt Michelle Retzlaff. Wenn Sie ganz tief in das Thema Cookies einsteigen wollen, dann empfehle ich die Seite What Are Cookies – Computer Cookies Explained.

Datenschutzerklärung

Bis jetzt steht auf dem ToolBlog eine Datenschutzerklärung, deren Text von einem Datenschutzgenerator erzeugt wurde. Dieser wurde dankenswerterweise von RA Dr. Thomas Schwenke zur Verfügung gestellt. Momentan wird er bez. der DSGVO überarbeitet. Ich harre sehnsüchtig auf die Veröffentlichung. Allerdings muss man dieses Mal wohl genauer hinschauen und die eine oder ander Anpassung vornehmen. Kleiner Tipp am Rande: Die IT Logic GmbH empfiehlt Impressum und Datenschutzerklärung mit einem noindex gegen Abmahnungen zu versehen.

Weitere Datenschutzgeneratoren findet man auch bei:

ADV-Verträge

Wenn Sie Dritte beschäftigen, die Ihre Daten weiterverarbeiten, dann handelt es sich um Auftragsdatenverarbeitung (ADV). Mit diesen Dritten müssen Sie einen ADV-Vertrag schließen. Dazu gehört u.a. auch der Provider (bei mir all-inkl). Welche Unternehmen derzeit schon einen solchen ADV-Vertrag bereitstellen, verrät uns wieder einmal Finn Hillebrandt: ADV-Verträge für Blogger: Liste mit Hostern, Newsletter-Tools etc.. Wichtig: Es geht nicht nur um das Internet, sondern auch um andere Unternehmen, die unsere Daten verarbeiten. Also muss man überprüfen, mit wem man noch entsprechende Geschäftsbeziehungen hat. Auch mit ihnen müssen ADV-Verträge geschlossen werden.

Sonstiges Zeug

Es gibt noch andere Dinge zu erledigen, die nicht unbedingt mit dem Bloggen zu tun haben, aber mit meiner Tätigkeit als Freiberufler. Zum Beispiel das Erstellen eines Verzeichnisses von Verarbeitungstätigkeiten. Näheres erfährt man bei Thomas Werning in seinem Artikel DSGVO – und nun ?. Auf jeden Fall zu empfehlen ist die Broschüre Erste Hilfe zur Datenschutz-Grundverordnung für Unternehmen und Vereine: Das Sofortmaßnahmen-Paket.

Weitere Informationen über die Kombination Freiberufler und DSGVO findet man unter:

Überprüfung der getroffenen Maßnahmen

Eine letzte Kontrolle darüber, ob unsere Maßnahmen ausreichend sind, könnte die Antwort auf einen (noch) fiktiven Albtraum-Brief sein. Roman Abashin hat ihn geschrieben: Der DSGVO-Albtraum-Brief: Ein Kunde will an seine Daten. Danke Franziska für den Tipp.

Ein letztes Wort

Mein Freund Detlef Stern, ein ausgewiesener IT-Experte meinte, WordPress DSGVO-sicher zu machen ist alles andere als trivial. Das liegt an den ganzen Plugins, die von dritter Seite gebastelt wurden. Ich denke, da hat er Recht. Man darf gespannt sein, inwieweit die DSGVO in späteren Versionen von WordPress berücksichtigt wird. Über die einzelnen Plug-ins, insbesondere über Jetpack habe ich mich ja bereits ausgelassen.

Ich denke, der Grundgedanke der DSGVO ist richtig. Ob man allerdings Großkonzerne, KMUs oder gar Einzelunternehmer über einen Kamm scheren sollte, ist eine andere Frage. Ein Konzern leistet sich halt einige Rechtsanwälte, die sich um nichts anderes als die Anwendung der DSGVO kümmern. Aus diesem Grund wird sich die Abmahnindustrie überlegen, Konzerne und große Unternehmen anzugehen. Das ist bei uns „kleinen Leuten“ leider anders. Und so liegt die Motivation, die DSGVO einzuhalten, nicht so sehr in dem Respekt vor dem Gesetzgeber, sondern vielmehr in der Angst vor den Abmahnhyänen, seien wir ehrlich. Abmahnungen sind mittlerweile ein lukratives Geschäftsmodell geworden. Die Politik weiß das, unternimmt aber nichts dagegen. Vielleicht schreien wir nicht laut genug. Damit sich das ändert, zeichnen Sie die Petition 77180

Unlauterer Wettbewerb – Reform des wettbewerbsrechtlichen Abmahnwesens vom 08.03.2018
(Zeichnen)

… und noch eine Bemerkung:

<sarkasmus> Als Sicherheitsingenieur wünschte ich mir, dass die zuständigen Stellen bei Umsetzung der Arbeitsschutzgesetzes, insbes. der Gefährdungsbeurteilung, nur halb so sorgfältig vorgingen wie bei der DSGVO. Aber vielleicht ist der Aufwand bei der Überprüfung zu hoch und das Abmahnen schwieriger. </sarkasmus>

darkmoon1968 / Pixabay

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DSGVO für Wald- und Wiesenblogger (3)

Achtung: Dies ist weder eine Rechtsberatung noch eine technische Anleitung! Weder kann ich garantieren, dass die Maßnahmen rechtlich korrekt noch dass sie vollständig sind.

In diesem Beitrag möchte ich mich mit dem Plug-in „Jetpack“ befassen. Man könnte ihn deshalb auch mit „Das Jetpack-Problem“ betiteln.

Leider kann man m.W. die Funktion zur Messung des Besucherverkehrs (Traffic) bei Jetpack nicht deaktivieren. Im Klartext: Sobald sich ein Besucher auf der Seite befindet, geht die Trackerei los. Momentan arbeitet Automattic offenbar mit Hochdruck daran, Jetpack DSGVO kompatibel zu machen. Sollte dies allerdings nicht rechtzeitig klappen, werde ich Jetpack bis auf weiteres komplett abschalten (müssen).

Über mögliche Alternativen für die Statistikfunktion habe ich im letzten Teil der Reihe geschrieben.

Mit dem Abschalten von Jetpack ist leider dann auch gleich ein ganzes Bündel nützlicher Funktionen weg, die ebenso bequem wie leicht einzurichten sind, wie:

  1. Das Jetpack Mobile-Theme
  2. Das Teilen meiner Beiträge automatisch in sozialen Netzwerken
  3. Funktion „Blog folgen“ und „Kommentaren folgen“
  4. Ähnliche Inhalte am Ende des Beitrags anzeigen

Ich gebe zu, dass ich diese Funktionen gerne nutze bzw. genutzt habe. Hier einige Ideen, wie sich die einzelnen Module vielleicht ersetzen lassen.

Das Jetpack Mobile-Theme

Ich weiß, mein derzeit benutztes mobiles Thema sollte responsiv sein. Ist es auch, nur bin ich damit aus verschiedenen Gründen sehr unzufrieden. Deshalb habe ich diese Funktion von Jetpack gerne genutzt. Leider habe ich noch keine vernünftige Alternative gefunden. WPtouchPro ist mir zu teuer. Außerdem hatte ich es schon einmal und wurde durch eine kundenunfreundliche Update-Politik verärgert. David Keulert hat noch eine andere Idee: Minileven Mobile Theme ohne Jetpack nutzen. Allerdings hat das bei mir nicht funktioniert.
Derzeitiger Stand: Ich suche nach einem ähnlich minimalistischen mobilen Theme á la Minileven. Wenn Sie eines kennen, lassen Sie es mich wissen.

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Das war eine äußerst bequeme Funktion von Jetpack, die ich sehr vermissen werde. Auch hier habe ich noch keine datenschutzgerechte Methode gefunden. Außer dem händischen Verlinkten natürlich. Aber ich bleibe am Ball.

Andere Funktionen wie Sharing oder Like Buttons sind bei mir schon jetzt nicht mehr im Einsatz. Siehe auch hier den zweiten Teil dieser Artikelreihe.

Funktion „Blog folgen“ und „Kommentaren folgen“

Momentan können Sie dank dieser Funktion ein Abo auf Blogartikel und Folgekommentare abschließen. Das funktioniert sogar wie es soll, nämlich mit Double-Opt-in und einfacher Abmeldemöglichkeit. Die E-Mail-Adressen werden bei wordpress.com gespeichert, wo ich jederzeit Zugriff auf sie habe. Ich weiß also, wo sie stehen und kann sie auf Wunsch sofort löschen. Soweit so gut, aber wenn Jetpack komplett abgeschaltet wird, wird auch diese Funktion abgeschaltet. Momentan denke ich über den Einsatz der Plug-ins Subscribe To Comments Reloaded oder Subscribe to Double-Opt-In Comments nach.
Derzeitiger Stand: Ersatz möglich, aber umständlich. Insbesondere das Abonnieren neuer Artikel via E-Mail ist für mich noch nicht befriedigend gelöst.

Ähnliche Inhalte am Ende des Beitrags anzeigen

Auch dies war eine schöne Funktion, die ich sehr vermissen werde. Als Alternative bietet sich Contextual Related Posts an.

Fazit

Auch wenn ich bei einigen WordPress-Spezialisten Naserümpfen erzeuge: Mir wird Jetpack fehlen. Allerdings gebe ich die Hoffnung nicht auf, dass den Macherinnen und Machern bei Automattic noch rechtzeitig bis Ende Mai das Richtige einfällt. Einige sind in Europa beheimatet, die DSGVO bzw. GDPR dürfte sie deswegen ausreichend beschäftigen. Ich würde mich jedenfalls freuen, wenn sie es bis zum Stichtag schaffen. Nicht ganz uneigennützig, wie ich zugebe.

burntpoet / Pixabay

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