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Entfernen Sie Ihre mentalen Bremsklötze (Teil 2)

Hier und heute der zweite Teil von Gilbert Ross‘
20 Mental Barriers You Should Let Go Of :

  1. Ängste und Befürchtungen
    Sorgen gehören zum Leben. Unbegründete Sorgen verzerren allerdings die Wahrnehmung und trüben die Urteilsfähigkeit. Fragen Sie sich, wie groß die Wahrscheinlichkeit für das Eintreten des befürchteten Ereignisses ist und welche Tragweite es hat. Oft relativierten sich die Befürchtungen dann.
  2. Kummer aus der Vergangenheit
    Verletzungen heilen manchmal langsam. Doch irgendwann ist es Zeit, ein Kapitel abzuschließen.
  3. Schlechte Erinnerungen
    Dasselbe gilt für unangenehme Erfahrungen, wie Peinlichkeiten oder Fehler, die Sie gemacht habe. So etwas kann man lange mit sich herumschleppen, doch was geschehen ist, ist geschehen. Lernen Sie daraus für die Zukunft und seien Sie nicht allzu streng mit sich.
  4. Unnütze Dinge
    Was schleppen Sie an unnützen Zeug mit sich herum? Vielleicht ist es Zeit, gründlich aufzuräumen und sich von überflüssigem Krempel zu befreien. Das gilt übrigens nicht nur für materielle Dinge.
  5. Schlechter Umgang
    Mit welchen Leuten umgeben Sie sich? Sind diese Menschen für Sie eine Stütze oder werden Sie von ihnen eher „heruntergezogen“? Ich habe vor einiger Zeit beschlossen, mich von Einbahnstraßenbeziehungen zurückzuziehen. Das sind Beziehungen, bei denen in der Hauptteil in der Beziehung von mir geleistet wird, aber wenig bis gar nichts zurückkommt.
  6. Die Idee, ein Produkt der Vergangenheit zu sein
    Sicher wirft die Vergangenheit ihre Schatten in die Gegenwart. Dennoch: Wollen Sie sich von der Vergangenheit lähmen lassen oder ziehen Sie einen Neuanfang vor. Sie entscheiden!
  7. Sich selbst gleichsetzen mit dem Job oder/und der Rolle
    Hüten Sie sich davor, sich lediglich über Ihren Beruf oder Ihre Rolle zu definieren. Sie und Ihre Arbeit sind nicht identisch. Nehmen Sie sich als der/die, der/die Sie sind, nämlich als einzigartigen Menschen.
  8. Kontraproduktive Angewohnheiten
    Haben Sie Angewohnheiten, die Ihnen schaden und/oder Sie daran hindern, das zu tun, was Sie wirklich möchten? Dies kann alles sein: Rauchen, zu wenig Bewegung, übermäßiges Essen und Trinken usw.
  9. Dinge zu persönlich nehmen
    Wir sollten uns immer wieder fragen, ob eine Bemerkung oder auch Kritik wirklich an uns persönlich gerichtet ist. Niemand möchte gerne zurückgewiesen werden. Vielleicht sind wir aber gar nicht persönlich gemeint, sondern es wird etwas ganz anderes adressiert.
  10. Die tickende Uhr
    Denken Sie nicht immer an die tickende Uhr. Sie müssen nicht immer produktiv sein. Sie dürfen sich auch erlauben, ab und zu die Zeit zu verplempern. Oder wie Astrid Lindgren sagt:

Und dann muss man ja auch noch Zeit haben,
einfach da zu sitzen und vor sich hin zu schauen.

annca / Pixabay

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Entfernen Sie Ihre mentalen Bremsklötze (Teil 1)

Wir alle kennen Sie, diese mentalen Blockaden, die uns davon abhalten, Dinge zu tun, die wir tun möchten, sollen oder müssen. Der „innere Schweinehund“ ist so ein Bremsklotz, aber es gibt noch einige mehr. Gilbert Ross kennt sie und hat sie in seinem Artikel Reboot Your Life: 20 Mental Barriers You Should Let Go Of beschrieben. Hier sind die ersten zehn:

  1. Unnötige Bindungen
    Ist es notwendig, sich von so vielen Dingen abhängig zu machen? Wir meinen, so viel zu brauchen, aber benötigen wir dies alles tatsächlich? Abhängigkeit schränkt ein, macht uns unflexibel. Übrigens gilt das auch für Beziehungen. Ist es jede Beziehung wert, das sie einseitig von mir gepflegt wird?
  2. Schuldgefühle
    Machen Sie sich nicht klein durch Schuldgefühle. Gewiss, manchmal hat man allen Grund zu bereuen. Dennoch ist es besser, Fehler als Chance zu begreifen, es das nächste Mal besser zu machen, als sich in Selbstanklagen zu ergehen.
  3. Negatives Denken
    Hüten Sie sich vor Catastrophizing. Stets das Schlechtestes anzunehmen, beeinträchtigt Ihr Leben und das Ihrer Umgebung.
  4. Übertriebene Selbstkritik
    Verwechseln Sie Selbstkritik nicht mit Selbstkasteiung. Wir alle machen Fehler, sonst wären wir keine Menschen.
  5. Voreingenommenheit
    Infolge von Vorurteilen verpassen wir manch günstige Gelegenheit, interessante Mitmenschen näher kennen zu lernen. Setzen Sie Ihre Vorannahmen auf den Prüfstand!
  6. Zwanghaftes Denken
    Behalten Sie nicht Dinge bei, nur weil Sie es so gewohnt sind. Entrümpeln Sie von Zeit zu Zeit. Sind sie immer noch nützlich?
  7. Gier nach Anerkennung
    Wir alle brauchen die Anerkennung durch Andere. Aber auch hier gilt: Die Dosis macht das Gift (Paracelsus). Hüten Sie sich, etwas nur deshalb zu machen, damit Sie anderen gefallen. Entwickeln Sie für Ihren Erfolg Ihren eigenen Maßstab.
  8. Einschränkende Glaubenssätze
    Die Transaktionsanalytiker setzen den Antreibern die Erlauber entgegen. Was treibt Sie an?
  9. Groll
    Jeder hat das Recht, enttäuscht oder wütend zu sein. Allerdings wird es problematisch, wenn daraus Groll wird. Groll führt zur Verbitterung, die im schlimmsten Fall einsam machen kann.
  10. Aufschieberitis
    Wenn Sie Angst vor dem Scheitern haben, dann fangen Sie manche Aufgaben wahrscheinlich gar nicht erst an. Das Problem, damit sind Sie schon gescheitert, bevor Sie überhaupt begonnen haben. Scheitern ist nicht schön, gehört aber mit zum Leben. Aller Anfang ist schwer (aber nicht unmöglich).

Kennen Sie auch solche Blockaden?

Sackgasse

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Wie Sie sich etwas abgewöhnen

Letzten Montag habe ich einen Beitrag mit dem Titel Sie wollen sich ändern? Das bremst Sie aus! veröffentlicht. In Ergänzung dazu möchte ich Ihnen den Artikel von Judson Brewer empfehlen: A Simple Way to Break a Bad Habit.  Welche Zusammenhänge es zwischen der Achtsamkeit und Suchtverhalten gibt, erklärt Judson Brewer hier:

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Machen Sie sich keine Sorgen!

Es gibt Menschen, die ständig von Sorgen geplagt werden. Ich kann das gut nachvollziehen, denn ich neige auch dazu, das Glas eher halb leer als halb voll zu sehen. Sorgen sind nicht per se schlecht, denn sie zwingen uns, über Alternativen nachzudenken, mit denen wir unsere Zukunft gestalten können. Sie kennen das unter dem berühmten Namen „Plan B“.
Oft können Sorgen aber auch lähmen, man sitzt wie das Kaninchen vor der Schlange und ist zu überhaupt keinen Handlungen mehr fähig.

Aus diesem Grund ist es heilsam, sich weniger oder zumindest weniger große Sorgen zu machen. Wie so oft, ist dies leichter gesagt als getan. Vielleicht hilft es, den Verstand einzuschalten und die Fragen zu beantworten, die uns Robert L. Leahy in seinem Beitrag Ten Steps to Freeing Yourself from Your Worry stellt:

  1. Was ist es genau, was Sie vorhersagen?
    Es kommt darauf an, genau zu beschreiben, was Sie befürchten. Zu welchen Voraussagen neigen Sie? Beantworten Sie die Fragen schriftlich und seien Sie so genau wie möglich. Dann überlegen Sie auf einer Skala von 0-10, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, das Ihre Vorhersage eintritt.
  2. Was ist das schlechteste, das beste und das wahrscheinlichste Szenario
    „Es wird alles nicht so heiß gegessen, wie es gekocht wird“, sagt zu Recht der Volksmund. Was wäre ein schlechter, was ein guter Ausgang. Die Wahrheit liegt vermutlich in der Mitte. Die ganze Bandbreite möglicher Ergebnisse steht zur Verfügung.
  3. Was sind Belege für und gegen Ihre Vorhersage?
    Woran machen Sie Ihre Prophezeiung fest? Gibt es auch Dinge, die dagegen sprechen?
  4. Wie oft haben Sie sich in der Vergangenheit schon geirrt?
  5. Was sind die Kosten und der Nutzen Ihrer Sorgen?
    Was haben Sie davon sich Sorgen zu machen. Verschafft es Ihnen irgendwelche Vorteile? Die Frage ist ernst gemeint. Gibt es etwas, das Sie durch Sorgen vielleicht vermeiden können, z. B. eine unangenehme Entscheidung zu treffen?
  6. Gibt es irgendeinen Beleg dafür, dass Sorgen Ihnen wirklich jemals geholfen haben?
  7. Was könnten Sie tun, wenn es tatsächlich schlecht ausgeht?
    Denken Sie über Handlungsalternativen nach. Sie brauchen mindestens drei. Denn eine Möglichkeit ist Zwang, zwei Möglichkeiten ist ein Dilemma und erst ab drei Möglichkeiten haben Sie eine echte Auswahl.
  8. Mit welchen Schwierigkeiten sind Sie in Ihrem Leben schon fertig geworden?
    Sie haben eine Menge Ressourcen. Stellen Sie Ihr Licht nicht unter einen Scheffel. Sie haben sicher schon so manche Hürden überwunden.
  9. Werden Sie sich in einer Woche, einem Monat, einem Jahr immer noch Sorgen machen?
    Wenn wir eine schlechte Nachricht erhalten, neigen wir oft dazu, die Zukunft besonders schwarz zu sehen. Überlegen Sie, wie Sie wohl in der Zukunft das Problem beurteilen.
  10. Was würden Sie einem Freund raten?
    Wenn ein Freund Ihr Problem hätte, was würden Sie ihm mit auf den Weg geben?

Sie merken, diese Fragen dienen dazu, eine Außenperspektive einzunehmen, sich auf seine Ressourcen zu besinnen und die Herausforderungen realistisch einzuschätzen. Ziel ist es, sich nicht von Zukunftsängsten übermannen zu lassen, sondern die Handlungsfähigkeit zurück zu gewinnen.

Wie gesagt, ich selbst bin so ein Mensch, der gerne zum „Catastrophizing“ neigt, wie unsere anglo-amerikanischen Freunde sagen. Wenn ich merke, es ist wieder so weit, denke ich immer an diesen Satz aus der Bibel (Matthäus 6,27):

Wer von euch kann mit all seiner Sorge sein Leben auch nur um eine kleine Spanne verlängern?

Dem ist nichts hinzuzufügen.

ifinnsson / Pixabay

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So schlagen Sie das Suppenkoma

Für die meisten von uns ist die Stunde nach dem Mittagessen die unproduktivste Tageszeit. Manche nennen sie daher auch „Suppenkoma“ oder „Schnitzelstarre“. Komplizierten Aufgaben sollten man dann aus dem Weg gehen, denn es kommt ohnehin nichts Vernünftiges dabei heraus. Vielleicht bekommt das Gehirn zuwenig Sauerstoff, weil der Organismus das Blut in den Verdauungstrakt schickt. Ich weiß es nicht, ich bin kein Arzt.

Vielleicht kann man aber die Not zur Tugend machen, dachte sich Allison Stadd und beschreibt 8 Super-Productive Ways to Beat the Afternoon Slump. Und das können Sie tun:

Betreiben Sie ein wenig Büroyoga oder sonst etwas Gymnastik

Geben Sie nicht der Versuchung nach und hängen Sie herum wie ein Schluck Wasser in der Kurve Hier bekommen Sie von der netten Dame einen Crash Kurs in Büroyoga.

Halten Sie eine Besprechung im Gehen ab

Gehen Sie an der frischen Luft ein wenig Spazieren. Wenn Sie möchten, können Sie dabei sogar eine Besprechung abhalten. Meine sympathische Kollegin Franziska Köppe hat solche Besprechung zu einer regelrechten Methode entwickelt: Walk to Talk. Manchmal ist es aber auch sinnvoll, beim Gehen gar nichts zu machen und einfach die Gedanken schweifen zu lassen.

Trainieren Sie Ihren Denkapparat

Halten Sie mit geeigneten Rätseln und Denksportaufgaben Ihr Gehirn in Schwung. Anregungen finden Sie bei Brain-fit, der FAZ oder Neuronation.

Gehen Sie Ihre Wunschliste durch

Manche kennen die Wunschliste auch unter dem Namen @irgendwann/vielleicht. Gehen Sie doch Ihre Liste einmal durch: Was möchten Sie hinzufügen, was wegstreichen und was möchten Sie in Angriff nehmen?

Lesen Sie Artikel, die auf Ihrer Liste stehen

Wenn ich in den Weiten des Internets unterwegs bin, speichere ich Artikel, die ich später einmal lesen möchte, in Evernote ab. Manche Zeitgenossen benutzen Pocket zu diesem Zweck. Wie auch immer, wie wäre es die „tote“ Zeit zu nutzen, um einen oder mehrere Artikel zu lesen?

Lernen Sie etwas zwischendurch

Ich lerne für mein Leben gerne Sprachen. Ob mit Erfolg, sein jetzt einmal dahingestellt. Meine Programme bzw. Apps, mit denen ich übe, sind duolingo (kostenlos) und busuu (kostenpflichtig). Die Lektionen sind angenehm kurz gefasst und eignen sich daher wunderbar für das Lernen zwischendurch. Derlei Apps gibt es auch für das Smartphone, so dass Sie sich während des Spaziergangs (s.o) zum Büffeln auch auf eine Parkbank setzen können.

Räumen Sie Ihr Smartphone auf

Der Tipp spricht für sich. Entschlacken Sie Ihr Smartphone von Apps, die Sie ohnehin nicht benutzen. Organisieren Sie die Anordnung neu, so dass Sie schnellen Zugriff auf die am meisten verwendeten Apps haben.

Pflegen Sie Ihre Passwörter

Die Welt ist voller Spitzbuben und großer Gefahren. Das gilt auch für den digitalen Raum. Aus diesem Grund sollten Sie immer mal wieder Ihre Passwörter ändern. Damit das einfacher von der Hand geht, können Sie dazu einen geeigneten Passwortmanager wie 1Password (kostenpflichtig) oder KeePass (ummesonscht) verwenden.

Allisons Aufzählung ist bestimmt alles andere als vollständig. Es gibt bestimmt noch viele andere Dinge, mit denen man die Zeit des Suppenkomas sinnvoll gestalten kann.

Was machen Sie während der Schnitzelstarre? Lassen Sie es uns wissen!

maxlkt / Pixabay

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Essen Sie achtsam!

Als ich Ende der 1970er Jahre meine Lehre in der Papierfabrik absolvierte, kochte man in der Kantine streng nach dem Motto: Das Essen soll nicht schmecken, sondern satt machen. Später in der Mensa der Universität war es nicht anders.

In der Zwischenzeit hat sich Gott sei Dank einiges getan. Die Qualität der Speisen hat sich nahezu flächendeckend zum Positiven verändert. Viele Kantinen bieten mittlerweile gesunde und leichte Kost an, eine Salatbar ist fast schon die Regel. Und auch die professionellen Caterer bieten den Mitarbeitern kleinerer Unternehmen durchaus gesundes Essen auf Rädern an.

Dass das Essen für viele dennoch zum gesundheitlichen Problem wird, liegt weniger am „Was“, sondern vielmehr am „Wie“. Oft nehmen wir die Mahlzeiten gar nicht wahr, sondern befinden uns im Autopilot-Modus. Während wir die Zeitung lesen oder die E-Mails auf dem Smartphone checken, nehmen wir die Speisen quasi nebenbei zu uns, denn wir haben ja Wichtigeres zu tun. Wir wollen schließlich die vermeintlich tote Mahlzeit sinnvoll, d.h. produktiv nutzen. Dass diese Essunkultur nicht gesund sein kann, sagt einem schon der gesunde Menschenverstand, belegen aber auch wissenschaftliche Studien.

Sie ahnen bereits, wir landen wieder beim Thema Achtsamkeit. Wie wäre es, wenn Sie den Autopiloten ausschalteten und bewusst, nämlich achtsam die Speisen zu sich nähmen? Auf was es dabei ankommt, beschreibt Olivia Petter in ihrem Artikel: How to Eat Mindfullyi in Eight Simple Steps. Sie empfiehlt

  1. Setzen Sie sich hin zum Essen
    Für mich ist das Essen im Stehen eine Untugend, denn es verbreitet Unruhe. Ich versuche dies, soweit wie möglich zu vermeiden.
  2. Nehmen Sie sich ausreichend Zeit für die Mahlzeit
    Lassen Sie sich nicht hetzen und schlingen Sie nicht. Planen Sie genügend Zeit ein um zu genießen. Wenn Sie essen, dann essen Sie, wenn Sie arbeiten, dann arbeiten Sie. Alles hat seine Zeit! Aus diesem Grund mag ich auch die sog. „Arbeitsessen“ nicht.
  3. Lassen Sie alle elektronischen Geräte ausgeschaltet
    Der Gebrauch von Gadgets, auch von analogen wie der Zeitung, lenkt nur vom Essen ab. Das Essen wird dann zur Beiläufigkeit und das hat diese wichtige Tätigkeit nicht verdient.
  4. Legen Sie die Gabel zwischen den einzelnen Bissen immer wieder ab
    Dieses Vorgehen verhindert das Hineinschaufeln und das Schlingen.
  5. Essen Sie ab und zu in vollkommener Stille
    Konzentrieren Sie sich auf das Essen und versuchen Sie, es mit allen Sinnen wahrzunehmen: Wie sieht es aus, wie duftet es, wie fühlt es sich an, wie schmeckt es?
  6. Lernen Sie, zwischen emotionalem und physischem Hunger zu unterscheiden
    Beantworten Sie die Frage, warum Sie gerade jetzt etwas essen wollen. Haben Sie wirklich Hunger oder wollen Sie etwas knabbern nur um Stress abzubauen?
  7. Fragen Sie sich, inwiefern diese Mahlzeit nahrhaft für Sie ist
    Hier kann es Sinn machen, Lebens-, Nahrungs- und Genussmittel zu unterscheiden. Achten Sie darauf, Genussmittel maßvoll zu verzehren (Sie wissen schon, Schokoriegel, Zucker etc.).
  8. Denken Sie darüber nach, wie Ihre Nahrung hergestellt worden ist
    Nun gut, vielleicht will man das nicht immer wissen. Achten Sie dennoch darauf, ob Sie etwas über die Herkunft der Nahrung und der Art der Zubereitung in Erfahrung bringen können.

Auch wenn ich, wie Sie wissen, ein Anhänger der MBSR und der Achtsamkeit bin, so muss ich gestehen, dass ich diesen Vorschläge auch nicht immer folge, Asche auf mein Haupt. Aber ich bemühe mich und mache Fortschritte.

BTW: Kennen Sie die Rosinenübung? Sie ist ein Klassiker aus dem Bereich MBSR. Wie das geht, zeigt Ihnen dieses Video von und mit Niels Altner. Eine gute Übung, sehr lehrreich, aber gar nicht so einfach.

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Wie man Glück kaufen kann

Über den Zusammenhang von materiellem Wohlstand und Glück ist schon immer spekuliert worden und solange es  Menschen gibt, wird sich wohl daran nichts ändern. Mittlerweile beschäftigt sich mit dem Thema sogar die Wissenschaft in der sogenannten Glücksforschung. Zu Recht wird immer wieder darauf hingewiesen, dass zunächst einmal der Begriff „Glück“ geklärt werden muss, denn sicher sind die Ansichten über ihn so unterschiedlich wie die Menschen, die ihn gebrauchen. Außerdem müsste geklärt werden, was materieller Wohlstand ist: Wann ist genug genug?

Wie auch immer, mittlerweile liegen aus der Glücksforschung ein paar Ergebnisse vor. Dunn, Gilbert und Wilson haben 2011 den Zusammenhang zwischen Geld und Glück untersucht. Die Grundfrage lautete:

Kann man Glück kaufen?

Die Antwort: Ja, man kann. Aber nur, wenn man gewisse Prinzipien befolgt, die Iris van de Pavert in ihrem Artikel Buying Happiness aufzählt:

  1. Kaufen Sie sich Erfahrungen anstatt materielle Güter
    Das ist eine alte Weisheit: Ein Auto oder ein Gadget kann kaputt gehen, eine Reise oder den Besuch eines schönen Konzerts kann Ihnen aber keiner mehr nehmen.
  2. Unterstützen Sie andere anstatt nur sich selbst
    Anderen etwas schenken ist oft befriedigender als selbst beschenkt zu werden oder sich selbst zu beschenken. Man freut sich einfach mit!
  3. Gönnen Sie sich viele kleine Freuden anstatt wenige große
    „Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft“, heißt ein Sprichwort und warum soll das nur für andere gelten. Gönnen Sie sich öfters eine kleine Freude.
  4. Schließen Sie weniger Versicherungen ab 
    (und das in Deutschland!)
    Überlegen Sie, ob Sie tatsächlich jede Versicherung brauchen, indem Sie sich fragen: (1) Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Schaden eintritt und (2) wie groß ist die Tragweite, wenn er eintritt. Vieles relativiert sich dann.
  5. Bezahlen Sie jetzt und verbrauchen Sie später
    Das kann ich nur bestätigen. Meine liebe Frau sagt oft vor Antritt einer Urlaubsreise: „Der Flug ist schon lange bezahlt.“ Wir lehnen uns dann zufrieden zurück, obwohl wir gar nicht wissen, warum.
  6. Beachten Sie die Nachteile Ihrer Wünsche
    Überlegen Sie immer auch, was Sie bekommen, wenn Sie bekommen, was Sie wollen. Oft gibt es unschöne Nebeneffekte, an die Sie gar nicht gedacht haben. Oder wie ein Schlauberger einmal sagte: „Hüten Sie sich vor Ihren Wünschen, sie könnten in Erfüllung gehen.“
  7. Tätigen Sie keine vergleichende Käufe
    Überlegen Sie, was Sie tatsächlich brauchen und das ist es dann. Sicher gibt es immer bessere Dinge, aber in der Regel kosten die auch mehr.
  8. Folgen Sie der Herde anstatt Ihrem Kopf
    Schauen Sie, was anderen Mitmenschen Freude bereitet hat und nehmen Sie dies als Anregung. Mit Verlaub, das halte ich für keine gute Idee, weil dann die Gefahr besteht, Vergleiche zu ziehen. Und das ist aller Unglück Anfang.

Wenn Sie tiefer in die Ergebnisse der Forschung von Dunn, Gilbert und Wilson eintauchen wollen, dann lesen Sie doch ihre Abhandlung If Money Doesn’t Make You Happy Then You Probably Aren’t Spending It Right  (pdf).

Eine andere Quelle, die ich wärmstens empfehlen kann, ist die Bibel. Hier steht einiges drin zum Thema Glück und Reichtum. Stöbern Sie ein bisschen. Sie werden staunen!

pixel2013 / Pixabay

 

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Tausend Jahre wie ein Tag: Vom Umgang mit der Zeit

Ich bin begeisteter Podcast-Hörer. Kürzlich bin ich über einen interessanten solchen gestolpert, der sich mit dem Umgang mit der Zeit beschäftigt: Tausend Jahre wie ein Tag. Autor Hans Michael Ehl stellt vor, wie die Zeit aus der Sicht des Christentum, des (Zen-) Buddhismus und der jüdischen Religion betrachtet wird. Es ist doch erstaunlich. wie viel Gemeinsamkeiten diese Ansätze haben. Es geht um Achtsamkeit, Strukturieren des Tags und um Entschleunigung. Hören Sie selbst:

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Wissenswertes zum „Kater“

Nach der stürmisch gefeierten Silvesternacht wird sich wohl morgen bei vielen Mitmenschen die ungeliebte Folge des ausgelassenen Feierns einstellen: Der Katzenjammer oder Kater. Nachdem sich das ToolBlog auch als Service-Blog versteht, hier ein paar Quellen zum Umgang mit dem ungeliebten Haustier:

Eine Methode, den Kater zu vermeiden, besteht übrigens darin, gar keinen Alkohol zu trinken. Zu Silvester läuft dieser Tipp allerdings vermutlich ins Leere. Ist ja auch verständlich.

Wenn Sie wissen wollen, wie ein Kater funktioniert, dann schauen Sie sich dieses Video an, das aus dem letzten der o.a. Beiträge stammt. Prosit Neujahr!

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