Archiv der Kategorie: Gesundheit

12 Gründe für das Unglücklichsein

Von Paul Watzlawick stammt der ewigwährende Bestseller “Anleitung zum Unglücklichsein”. Er gibt in diesem Buch Ratschläge, wie Sie sich nachhaltig selbst das Leben versauen können. Natürlich will er damit das Gegenteil erreichen, paradoxe Intervention nennt das der Fachmann. Marc & Angel zählen in einem Beitrag in ihrem Blog 12 übliche Gründe für das Unglücklichsein auf und geben Hinweise, wie Sie diesen Tücken des Alltags entkommen können: 12 Common Causes and Proven Cures for Unhappiness. Die Hitliste der Miesmacher sieht so aus:

  1. Dem täglichen Leben fehlt es an Sinn
  2. Besessenes Fixieren auf Vergangenheit und Zukunft
  3. Aus der Form sein und sich ungesund fühlen
  4. Sich in nachteiliger Form mit anderen vergleichen
  5. Sich auf das Negative konzentrieren
  6. Vermeiden persönlicher Verantwortlichkeit
  7. Perfektionismus und die Angst vor dem Scheitern
  8. Wenig Selbstbewusstsein
  9. Schulden
  10. Dauernd arbeiten, kaum Zeit zum Spielen
  11. Vernachlässigen persönlicher Beziehungen
  12. Aufschieberitis

Eigentlich ist es ganz einfach. Sie müssen nur das Gegenteil von dem tun, was oben beschrieben wird. Ok, das war ein Scherz. “It’s simple, but not easy”, sagen die Amerikaner. Vielleicht können Sie so vorgehen:

  1. Schauen Sie in der Liste, was Sie am meisten zwickt
  2. Nehmen Sie bewusst wahr, wenn sich der identifizierte Miesmacher bemerkbar macht. Erwischen Sie sich selbst!
  3. Formulieren Sie bewusst zielführende Gedanken, anstatt den Miesmachern zu erlauben, sich in Ihrem Kopf breit zu machen.
    Beispiel Nr. 8: Das kriege ich nie hin. Besser: Das wird schwierig und könnte in die Hose gehen. Aber ich bin so gut vorbereitet, dass ich das wahrscheinlich schaffe.

BTW: Das Buch von Watzlawick lohnt sich nach wie vor.

Hier liest der Meister selbst…

Die Geschichte mit dem Hammer – Paul Watzlawick

 

[Dieser Beitrag erschien zuerst am 18. Oktober 2011 im ToolBlog]

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Wie man Mücken im Schlafzimmer bekämpft

Dem Dalai Lama wird das Zitat zugeschrieben:

Falls du glaubst, dass du zu klein bist, um etwas zu bewirken, dann versuche mal zu schlafen, wenn eine Mücke im Raum ist.

Ob der Ausspruch tatsächlich von ihm ist, sei dahingestellt, aber die Situation hat sicher jeder schon einmal erlebt. Man liegt müde im Bett und so ein Quälgeist summt dauernd um den Kopf herum und sticht an (fast) allen Stellen, die nicht bedeckt sind. In der Sommerhitze sind das eine Menge dieser ungeschützten Stellen!

Höchste Zeit, den Mücke Widerstand zu leisten und die Tipps von Patrick Allen zu befolgen: How to Find and Kill That Single Mosquito Buzzing Around Your Room. Patrick hat nach ausführlicher Recherche zwei erfolgversprechende Techniken ausgemacht:

  1. Die Taschenlampenjagd
  2. Die Technologiefalle

Die Taschenlampenjagd

  1. Nehmen Sie eine Taschenlampe zur Hand und löschen Sie alle Lichter im Schlafzimmer.
  2. Schalten Sie eine kleine Lichtquelle an, z.B. eine Lampe, ein Smartphone oder ein Tablet. Ihre Taschenlampe lassen Sie noch ausgeschaltet.
  3. Streifen Sie langsam durch das Zimmer und achten Sie auf die Summgeräusche des Feindes.
  4. Nach einer Weile wird sich der Feind in Richtung Lichtquelle bewegen und sich auf der Wand in der Nähe des Lichts niederlassen.
  5. Schalten Sie Ihre Taschenlampe an und halten Sie flach zur Wand. Dann bewegen Sie den Lichtstrahl wie einen Suchscheinwerfer langsam über die Wand.
  6. Wenn Sie Glück haben, dann wirft die Mücke einen langen Schatten. Nichts wie hin und drauf gehauen!

Achtung! Dieses Vorgehen kann unschöne Spuren auf weißen Wänden hinterlassen, wenn sich die erlegte Mücke kurz vor ihrem Ableben mit Blut vollgesaugt hat. Hier heißt es Prioritäten setzen…

Die Technologiefalle

  1. Sie liegen auf dem Rücken und legen Ihr Smartphone oder besser noch Ihr Tablet flach auf die Brust. Schalten Sie den Bildschirm auf maximale Leuchtstärke.
  2. Wenn Sie ein helles Laken haken, dann beugen Sie Ihre Knie. Auf diese Weise erzeugen Sie mit dem Laken vor Ihren Augen eine Art Bildschirm (Leinwand!), auf dem die Mücken gut zu sehen sind. Das Tablett ist quasi die Bühne, das Laken der Hintergrund.
  3. Holen Sie tief Luft und atmen aus auf das Tablet auf Ihrer Brust. Das Kohlendioxyd aus dem Atem lockt zusammen mit dem Licht die Mücke an.
  4. Legen Sie sich auf die Lauer. Mit etwas Glück landet die Mücke genau auf dem Tablet. Nun machen Sie ihr gnadenlos den Garaus.

Achtung! Bei dieser Methode ist Fingerspitzengefühl beim finalen Schlag gefragt. Schlagen Sie zu schwach, überlebt der Feind, schlagen Sie zu stark, dann zerstören Sie das Display Ihres Geräts.

Ich wünsche Ihnen Waidmanns Heil!

FotoshopTofs / Pixabay

 

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Drogen am Arbeitsplatz: Ein Diskussionspapier

Den Ausdruck Doping kennen wir vor allem aus dem Sport, wo ehrgeizige Aktive, Trainer und Funktionäre mehr oder weniger illegale Drogen zur Leistungssteigerung einsetzen. Was wir in der Diskussion oft vergessen: Doping ist auch am Arbeitsplatz weit verbreitet.

Bei zunehmender Leistungsdichte und damit eingehender Versagensangst ist die Versuchung sehr groß, zu einer Pille zu greifen, die verspricht, das Leistungsvermögen in irgendeiner Form zu steigern. Dabei stehen vor allem Mittel zu Verbesserung mentaler Fähigkeiten im Vorderung: Konzentration, Stimmungen oder Aufmerksamkeit. Die zwei bis drei Red Bull während der Nachtschicht zum Wach bleiben gehören da eher schon zu den Kinkerlitzchen.

Die Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (EU-OSHA) hat dazu ein Diskussionspapier mit dem sperrigen Titel Umgang mit leistungssteigernden Drogen am Arbeitsplatz aus der Perspektive von Sicherheit und Gesundheitsschutz verfasst. Es

versucht, die Umstände zu ergründen, unter denen Arbeitnehmer leistungssteigernde Drogen konsumieren, indem die soziale und wirtschaftliche Situation untersucht wird, in der jemand derartige Drogen wahrscheinlich konsumieren wird. Ein weiterer Aspekt ist die Art und Weise, wie darüber in den Medien berichtet wird.

Sie können das Papier als pdf-Datei direkt herunterladen. Leider ist nur eine englischsprachige Fassung erhältlich.

Meine Bitte:
Keine Arbeit ist es wert, die eigene Gesundheit aufs Spiel zu setzen. Wenn Sie sich öfters dabei erwischen, das Arbeitspensum nur mit irgendwelchen rezeptfreien oder -pflichtigen Mitteln zu schaffen, dann ist es Zeit, über Ihr Leben nachzudenken. Dasselbe gilt auch, wenn Sie regelmäßig das „kleine Gläschen Rotwein“ am Abend brauchen um „runterzukommen“.

Denken Sie neu. Es geht auch anders.

Pexels / Pixabay

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Entfernen Sie Ihre mentalen Bremsklötze (Teil 2)

Hier und heute der zweite Teil von Gilbert Ross‘
20 Mental Barriers You Should Let Go Of :

  1. Ängste und Befürchtungen
    Sorgen gehören zum Leben. Unbegründete Sorgen verzerren allerdings die Wahrnehmung und trüben die Urteilsfähigkeit. Fragen Sie sich, wie groß die Wahrscheinlichkeit für das Eintreten des befürchteten Ereignisses ist und welche Tragweite es hat. Oft relativierten sich die Befürchtungen dann.
  2. Kummer aus der Vergangenheit
    Verletzungen heilen manchmal langsam. Doch irgendwann ist es Zeit, ein Kapitel abzuschließen.
  3. Schlechte Erinnerungen
    Dasselbe gilt für unangenehme Erfahrungen, wie Peinlichkeiten oder Fehler, die Sie gemacht habe. So etwas kann man lange mit sich herumschleppen, doch was geschehen ist, ist geschehen. Lernen Sie daraus für die Zukunft und seien Sie nicht allzu streng mit sich.
  4. Unnütze Dinge
    Was schleppen Sie an unnützen Zeug mit sich herum? Vielleicht ist es Zeit, gründlich aufzuräumen und sich von überflüssigem Krempel zu befreien. Das gilt übrigens nicht nur für materielle Dinge.
  5. Schlechter Umgang
    Mit welchen Leuten umgeben Sie sich? Sind diese Menschen für Sie eine Stütze oder werden Sie von ihnen eher „heruntergezogen“? Ich habe vor einiger Zeit beschlossen, mich von Einbahnstraßenbeziehungen zurückzuziehen. Das sind Beziehungen, bei denen in der Hauptteil in der Beziehung von mir geleistet wird, aber wenig bis gar nichts zurückkommt.
  6. Die Idee, ein Produkt der Vergangenheit zu sein
    Sicher wirft die Vergangenheit ihre Schatten in die Gegenwart. Dennoch: Wollen Sie sich von der Vergangenheit lähmen lassen oder ziehen Sie einen Neuanfang vor. Sie entscheiden!
  7. Sich selbst gleichsetzen mit dem Job oder/und der Rolle
    Hüten Sie sich davor, sich lediglich über Ihren Beruf oder Ihre Rolle zu definieren. Sie und Ihre Arbeit sind nicht identisch. Nehmen Sie sich als der/die, der/die Sie sind, nämlich als einzigartigen Menschen.
  8. Kontraproduktive Angewohnheiten
    Haben Sie Angewohnheiten, die Ihnen schaden und/oder Sie daran hindern, das zu tun, was Sie wirklich möchten? Dies kann alles sein: Rauchen, zu wenig Bewegung, übermäßiges Essen und Trinken usw.
  9. Dinge zu persönlich nehmen
    Wir sollten uns immer wieder fragen, ob eine Bemerkung oder auch Kritik wirklich an uns persönlich gerichtet ist. Niemand möchte gerne zurückgewiesen werden. Vielleicht sind wir aber gar nicht persönlich gemeint, sondern es wird etwas ganz anderes adressiert.
  10. Die tickende Uhr
    Denken Sie nicht immer an die tickende Uhr. Sie müssen nicht immer produktiv sein. Sie dürfen sich auch erlauben, ab und zu die Zeit zu verplempern. Oder wie Astrid Lindgren sagt:

Und dann muss man ja auch noch Zeit haben,
einfach da zu sitzen und vor sich hin zu schauen.

annca / Pixabay

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Entfernen Sie Ihre mentalen Bremsklötze (Teil 1)

Wir alle kennen Sie, diese mentalen Blockaden, die uns davon abhalten, Dinge zu tun, die wir tun möchten, sollen oder müssen. Der „innere Schweinehund“ ist so ein Bremsklotz, aber es gibt noch einige mehr. Gilbert Ross kennt sie und hat sie in seinem Artikel Reboot Your Life: 20 Mental Barriers You Should Let Go Of beschrieben. Hier sind die ersten zehn:

  1. Unnötige Bindungen
    Ist es notwendig, sich von so vielen Dingen abhängig zu machen? Wir meinen, so viel zu brauchen, aber benötigen wir dies alles tatsächlich? Abhängigkeit schränkt ein, macht uns unflexibel. Übrigens gilt das auch für Beziehungen. Ist es jede Beziehung wert, das sie einseitig von mir gepflegt wird?
  2. Schuldgefühle
    Machen Sie sich nicht klein durch Schuldgefühle. Gewiss, manchmal hat man allen Grund zu bereuen. Dennoch ist es besser, Fehler als Chance zu begreifen, es das nächste Mal besser zu machen, als sich in Selbstanklagen zu ergehen.
  3. Negatives Denken
    Hüten Sie sich vor Catastrophizing. Stets das Schlechtestes anzunehmen, beeinträchtigt Ihr Leben und das Ihrer Umgebung.
  4. Übertriebene Selbstkritik
    Verwechseln Sie Selbstkritik nicht mit Selbstkasteiung. Wir alle machen Fehler, sonst wären wir keine Menschen.
  5. Voreingenommenheit
    Infolge von Vorurteilen verpassen wir manch günstige Gelegenheit, interessante Mitmenschen näher kennen zu lernen. Setzen Sie Ihre Vorannahmen auf den Prüfstand!
  6. Zwanghaftes Denken
    Behalten Sie nicht Dinge bei, nur weil Sie es so gewohnt sind. Entrümpeln Sie von Zeit zu Zeit. Sind sie immer noch nützlich?
  7. Gier nach Anerkennung
    Wir alle brauchen die Anerkennung durch Andere. Aber auch hier gilt: Die Dosis macht das Gift (Paracelsus). Hüten Sie sich, etwas nur deshalb zu machen, damit Sie anderen gefallen. Entwickeln Sie für Ihren Erfolg Ihren eigenen Maßstab.
  8. Einschränkende Glaubenssätze
    Die Transaktionsanalytiker setzen den Antreibern die Erlauber entgegen. Was treibt Sie an?
  9. Groll
    Jeder hat das Recht, enttäuscht oder wütend zu sein. Allerdings wird es problematisch, wenn daraus Groll wird. Groll führt zur Verbitterung, die im schlimmsten Fall einsam machen kann.
  10. Aufschieberitis
    Wenn Sie Angst vor dem Scheitern haben, dann fangen Sie manche Aufgaben wahrscheinlich gar nicht erst an. Das Problem, damit sind Sie schon gescheitert, bevor Sie überhaupt begonnen haben. Scheitern ist nicht schön, gehört aber mit zum Leben. Aller Anfang ist schwer (aber nicht unmöglich).

Kennen Sie auch solche Blockaden?

Sackgasse

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Wie Sie sich etwas abgewöhnen

Letzten Montag habe ich einen Beitrag mit dem Titel Sie wollen sich ändern? Das bremst Sie aus! veröffentlicht. In Ergänzung dazu möchte ich Ihnen den Artikel von Judson Brewer empfehlen: A Simple Way to Break a Bad Habit.  Welche Zusammenhänge es zwischen der Achtsamkeit und Suchtverhalten gibt, erklärt Judson Brewer hier:

A simple way to break a bad habit | Judson Brewer

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Machen Sie sich keine Sorgen!

Es gibt Menschen, die ständig von Sorgen geplagt werden. Ich kann das gut nachvollziehen, denn ich neige auch dazu, das Glas eher halb leer als halb voll zu sehen. Sorgen sind nicht per se schlecht, denn sie zwingen uns, über Alternativen nachzudenken, mit denen wir unsere Zukunft gestalten können. Sie kennen das unter dem berühmten Namen „Plan B“.
Oft können Sorgen aber auch lähmen, man sitzt wie das Kaninchen vor der Schlange und ist zu überhaupt keinen Handlungen mehr fähig.

Aus diesem Grund ist es heilsam, sich weniger oder zumindest weniger große Sorgen zu machen. Wie so oft, ist dies leichter gesagt als getan. Vielleicht hilft es, den Verstand einzuschalten und die Fragen zu beantworten, die uns Robert L. Leahy in seinem Beitrag Ten Steps to Freeing Yourself from Your Worry stellt:

  1. Was ist es genau, was Sie vorhersagen?
    Es kommt darauf an, genau zu beschreiben, was Sie befürchten. Zu welchen Voraussagen neigen Sie? Beantworten Sie die Fragen schriftlich und seien Sie so genau wie möglich. Dann überlegen Sie auf einer Skala von 0-10, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, das Ihre Vorhersage eintritt.
  2. Was ist das schlechteste, das beste und das wahrscheinlichste Szenario
    „Es wird alles nicht so heiß gegessen, wie es gekocht wird“, sagt zu Recht der Volksmund. Was wäre ein schlechter, was ein guter Ausgang. Die Wahrheit liegt vermutlich in der Mitte. Die ganze Bandbreite möglicher Ergebnisse steht zur Verfügung.
  3. Was sind Belege für und gegen Ihre Vorhersage?
    Woran machen Sie Ihre Prophezeiung fest? Gibt es auch Dinge, die dagegen sprechen?
  4. Wie oft haben Sie sich in der Vergangenheit schon geirrt?
  5. Was sind die Kosten und der Nutzen Ihrer Sorgen?
    Was haben Sie davon sich Sorgen zu machen. Verschafft es Ihnen irgendwelche Vorteile? Die Frage ist ernst gemeint. Gibt es etwas, das Sie durch Sorgen vielleicht vermeiden können, z. B. eine unangenehme Entscheidung zu treffen?
  6. Gibt es irgendeinen Beleg dafür, dass Sorgen Ihnen wirklich jemals geholfen haben?
  7. Was könnten Sie tun, wenn es tatsächlich schlecht ausgeht?
    Denken Sie über Handlungsalternativen nach. Sie brauchen mindestens drei. Denn eine Möglichkeit ist Zwang, zwei Möglichkeiten ist ein Dilemma und erst ab drei Möglichkeiten haben Sie eine echte Auswahl.
  8. Mit welchen Schwierigkeiten sind Sie in Ihrem Leben schon fertig geworden?
    Sie haben eine Menge Ressourcen. Stellen Sie Ihr Licht nicht unter einen Scheffel. Sie haben sicher schon so manche Hürden überwunden.
  9. Werden Sie sich in einer Woche, einem Monat, einem Jahr immer noch Sorgen machen?
    Wenn wir eine schlechte Nachricht erhalten, neigen wir oft dazu, die Zukunft besonders schwarz zu sehen. Überlegen Sie, wie Sie wohl in der Zukunft das Problem beurteilen.
  10. Was würden Sie einem Freund raten?
    Wenn ein Freund Ihr Problem hätte, was würden Sie ihm mit auf den Weg geben?

Sie merken, diese Fragen dienen dazu, eine Außenperspektive einzunehmen, sich auf seine Ressourcen zu besinnen und die Herausforderungen realistisch einzuschätzen. Ziel ist es, sich nicht von Zukunftsängsten übermannen zu lassen, sondern die Handlungsfähigkeit zurück zu gewinnen.

Wie gesagt, ich selbst bin so ein Mensch, der gerne zum „Catastrophizing“ neigt, wie unsere anglo-amerikanischen Freunde sagen. Wenn ich merke, es ist wieder so weit, denke ich immer an diesen Satz aus der Bibel (Matthäus 6,27):

Wer von euch kann mit all seiner Sorge sein Leben auch nur um eine kleine Spanne verlängern?

Dem ist nichts hinzuzufügen.

ifinnsson / Pixabay

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So schlagen Sie das Suppenkoma

Für die meisten von uns ist die Stunde nach dem Mittagessen die unproduktivste Tageszeit. Manche nennen sie daher auch „Suppenkoma“ oder „Schnitzelstarre“. Komplizierten Aufgaben sollten man dann aus dem Weg gehen, denn es kommt ohnehin nichts Vernünftiges dabei heraus. Vielleicht bekommt das Gehirn zuwenig Sauerstoff, weil der Organismus das Blut in den Verdauungstrakt schickt. Ich weiß es nicht, ich bin kein Arzt.

Vielleicht kann man aber die Not zur Tugend machen, dachte sich Allison Stadd und beschreibt 8 Super-Productive Ways to Beat the Afternoon Slump. Und das können Sie tun:

Betreiben Sie ein wenig Büroyoga oder sonst etwas Gymnastik

Geben Sie nicht der Versuchung nach und hängen Sie herum wie ein Schluck Wasser in der Kurve Hier bekommen Sie von der netten Dame einen Crash Kurs in Büroyoga.

Yoga im Büro, Office, Arbeitsplatz | Sitting Lunch Break Yoga

Halten Sie eine Besprechung im Gehen ab

Gehen Sie an der frischen Luft ein wenig Spazieren. Wenn Sie möchten, können Sie dabei sogar eine Besprechung abhalten. Meine sympathische Kollegin Franziska Köppe hat solche Besprechung zu einer regelrechten Methode entwickelt: Walk to Talk. Manchmal ist es aber auch sinnvoll, beim Gehen gar nichts zu machen und einfach die Gedanken schweifen zu lassen.

Trainieren Sie Ihren Denkapparat

Halten Sie mit geeigneten Rätseln und Denksportaufgaben Ihr Gehirn in Schwung. Anregungen finden Sie bei Brain-fit, der FAZ oder Neuronation.

Gehen Sie Ihre Wunschliste durch

Manche kennen die Wunschliste auch unter dem Namen @irgendwann/vielleicht. Gehen Sie doch Ihre Liste einmal durch: Was möchten Sie hinzufügen, was wegstreichen und was möchten Sie in Angriff nehmen?

Lesen Sie Artikel, die auf Ihrer Liste stehen

Wenn ich in den Weiten des Internets unterwegs bin, speichere ich Artikel, die ich später einmal lesen möchte, in Evernote ab. Manche Zeitgenossen benutzen Pocket zu diesem Zweck. Wie auch immer, wie wäre es die „tote“ Zeit zu nutzen, um einen oder mehrere Artikel zu lesen?

Lernen Sie etwas zwischendurch

Ich lerne für mein Leben gerne Sprachen. Ob mit Erfolg, sein jetzt einmal dahingestellt. Meine Programme bzw. Apps, mit denen ich übe, sind duolingo (kostenlos) und busuu (kostenpflichtig). Die Lektionen sind angenehm kurz gefasst und eignen sich daher wunderbar für das Lernen zwischendurch. Derlei Apps gibt es auch für das Smartphone, so dass Sie sich während des Spaziergangs (s.o) zum Büffeln auch auf eine Parkbank setzen können.

Räumen Sie Ihr Smartphone auf

Der Tipp spricht für sich. Entschlacken Sie Ihr Smartphone von Apps, die Sie ohnehin nicht benutzen. Organisieren Sie die Anordnung neu, so dass Sie schnellen Zugriff auf die am meisten verwendeten Apps haben.

Pflegen Sie Ihre Passwörter

Die Welt ist voller Spitzbuben und großer Gefahren. Das gilt auch für den digitalen Raum. Aus diesem Grund sollten Sie immer mal wieder Ihre Passwörter ändern. Damit das einfacher von der Hand geht, können Sie dazu einen geeigneten Passwortmanager wie 1Password (kostenpflichtig) oder KeePass (ummesonscht) verwenden.

Allisons Aufzählung ist bestimmt alles andere als vollständig. Es gibt bestimmt noch viele andere Dinge, mit denen man die Zeit des Suppenkomas sinnvoll gestalten kann.

Was machen Sie während der Schnitzelstarre? Lassen Sie es uns wissen!

skeeze / Pixabay

2 Antworten

Essen Sie achtsam!

Als ich Ende der 1970er Jahre meine Lehre in der Papierfabrik absolvierte, kochte man in der Kantine streng nach dem Motto: Das Essen soll nicht schmecken, sondern satt machen. Später in der Mensa der Universität war es nicht anders.

In der Zwischenzeit hat sich Gott sei Dank einiges getan. Die Qualität der Speisen hat sich nahezu flächendeckend zum Positiven verändert. Viele Kantinen bieten mittlerweile gesunde und leichte Kost an, eine Salatbar ist fast schon die Regel. Und auch die professionellen Caterer bieten den Mitarbeitern kleinerer Unternehmen durchaus gesundes Essen auf Rädern an.

Dass das Essen für viele dennoch zum gesundheitlichen Problem wird, liegt weniger am „Was“, sondern vielmehr am „Wie“. Oft nehmen wir die Mahlzeiten gar nicht wahr, sondern befinden uns im Autopilot-Modus. Während wir die Zeitung lesen oder die E-Mails auf dem Smartphone checken, nehmen wir die Speisen quasi nebenbei zu uns, denn wir haben ja Wichtigeres zu tun. Wir wollen schließlich die vermeintlich tote Mahlzeit sinnvoll, d.h. produktiv nutzen. Dass diese Essunkultur nicht gesund sein kann, sagt einem schon der gesunde Menschenverstand, belegen aber auch wissenschaftliche Studien.

Sie ahnen bereits, wir landen wieder beim Thema Achtsamkeit. Wie wäre es, wenn Sie den Autopiloten ausschalteten und bewusst, nämlich achtsam die Speisen zu sich nähmen? Auf was es dabei ankommt, beschreibt Olivia Petter in ihrem Artikel: How to Eat Mindfullyi in Eight Simple Steps. Sie empfiehlt

  1. Setzen Sie sich hin zum Essen
    Für mich ist das Essen im Stehen eine Untugend, denn es verbreitet Unruhe. Ich versuche dies, soweit wie möglich zu vermeiden.
  2. Nehmen Sie sich ausreichend Zeit für die Mahlzeit
    Lassen Sie sich nicht hetzen und schlingen Sie nicht. Planen Sie genügend Zeit ein um zu genießen. Wenn Sie essen, dann essen Sie, wenn Sie arbeiten, dann arbeiten Sie. Alles hat seine Zeit! Aus diesem Grund mag ich auch die sog. „Arbeitsessen“ nicht.
  3. Lassen Sie alle elektronischen Geräte ausgeschaltet
    Der Gebrauch von Gadgets, auch von analogen wie der Zeitung, lenkt nur vom Essen ab. Das Essen wird dann zur Beiläufigkeit und das hat diese wichtige Tätigkeit nicht verdient.
  4. Legen Sie die Gabel zwischen den einzelnen Bissen immer wieder ab
    Dieses Vorgehen verhindert das Hineinschaufeln und das Schlingen.
  5. Essen Sie ab und zu in vollkommener Stille
    Konzentrieren Sie sich auf das Essen und versuchen Sie, es mit allen Sinnen wahrzunehmen: Wie sieht es aus, wie duftet es, wie fühlt es sich an, wie schmeckt es?
  6. Lernen Sie, zwischen emotionalem und physischem Hunger zu unterscheiden
    Beantworten Sie die Frage, warum Sie gerade jetzt etwas essen wollen. Haben Sie wirklich Hunger oder wollen Sie etwas knabbern nur um Stress abzubauen?
  7. Fragen Sie sich, inwiefern diese Mahlzeit nahrhaft für Sie ist
    Hier kann es Sinn machen, Lebens-, Nahrungs- und Genussmittel zu unterscheiden. Achten Sie darauf, Genussmittel maßvoll zu verzehren (Sie wissen schon, Schokoriegel, Zucker etc.).
  8. Denken Sie darüber nach, wie Ihre Nahrung hergestellt worden ist
    Nun gut, vielleicht will man das nicht immer wissen. Achten Sie dennoch darauf, ob Sie etwas über die Herkunft der Nahrung und der Art der Zubereitung in Erfahrung bringen können.

Auch wenn ich, wie Sie wissen, ein Anhänger der MBSR und der Achtsamkeit bin, so muss ich gestehen, dass ich diesen Vorschläge auch nicht immer folge, Asche auf mein Haupt. Aber ich bemühe mich und mache Fortschritte.

BTW: Kennen Sie die Rosinenübung? Sie ist ein Klassiker aus dem Bereich MBSR. Wie das geht, zeigt Ihnen dieses Video von und mit Niels Altner. Eine gute Übung, sehr lehrreich, aber gar nicht so einfach.

achtsam eine Rosine essen

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