Archiv der Kategorie: Büchertipps

Buch: Microsoft Teams – Die verständliche Anleitung

Wenn ich gefragt werde, worin ich den Hauptunterschied zwischen den ewigen Konkurrenten Apple und Microsoft sehe, dann antworte ich gerne: In der Anwendung der 80/20 Regel. Was heißt das für mich als Anwender von Computerprogrammen?

In der Regel nutzt der Wald-und-Wiesen-Anwender 20% der Funktionen, um 80% der Aufgaben zu erledigen. Hierin liegt meines Erachtens der Erfolg von Apple begründet. Dort konzentriert man sich auf ebendiese 20% und macht diese Funktionen für den User in der Bedienung so einfach wie möglich. Ganz anders Microsoft. dort versucht man, 100% des Funktionsumfangs anzubieten. Leider wächst damit auch die Komplexität (oder besser: Kompliziertheit?) der Bedienung ins Bodenlose. Man braucht dann halt 80% der Funktionen, um auch noch die letzten 20% der Anforderungen abdecken zu können.

Auch wenn ich ein MacBook mein Eigen nenne, bevorzuge ich dennoch Windows und die dazugehörigen Programme. Denn ich finde es grundsätzlich gut, dass sie den „größtmöglichen“ Funktionsumfang bieten. Der Preis dafür ist allerdings nicht zu unterschätzen: Man muss sich einarbeiten.

Wie ich aus meinen vielen Workshops weiß, wird das in vielen Firmen nicht so gesehen. Oft wird den Mitarbeiter:innen ein Programm vor die Nase gesetzt mit der Maßgabe „Schau selbst, wie Du damit klar kommst“. Das führt dazu, dass viele das Potenzial der Anwendungen, für die teure Lizenzgebühren anfallen, nicht ausreichend ausschöpfen. MS Outlook ist ein typisches Beispiel für suboptimale Anwendung infolge unzureichender Kenntnisse in der Bedienung.

Nun also MS Teams.

Aus gegebenem Anlass, wie es so schön heißt, muss ich mich derzeit etwas intensiver mit MS Teams befassen. Und wie zu erwarten, ist auch bei diesem MS-Programm die Bedienung alles andere als trivial. Zwar bietet Microsoft durchaus Websites an, auf denen man sich eingehend informieren kann. Allerdings sind sie in Internet verteilt wie Kraut und Rüben, man muss sie mühselig für seine Zwecke zusammensuchen. Schon das ist ein erheblicher Aufwand.
Wie viele andere User bevorzuge ich daher zur Einarbeitung das gedruckte Buch. Nicole Enders hat eines geschrieben:

Microsoft Teams – Die verständliche Anleitung (Amazon-Link).

„Verständlich“ und „Anleitung“, der Untertitel ist Programm. Tatsächlich ist das Buch gedacht für Menschen, die zum ersten Mal mit Microsoft Teams konfrontiert sind bzw. denen es ohne entsprechende Einführung vor die Nase gesetzt wurde (s.o).

Zunächst erfahren die Leser:innen, was sie mit Teams überhaupt anfangen können. Manchen erscheint das banal, doch erleichtert es die spätere Arbeit erheblich, wenn man den Sinn und Zweck einer Anwendung verstanden hat. Aus diesem Grund halte ich die Beantwortung der Fragen „Wozu dieses Programm und was kann ich damit machen?“ hilfreich gerade für die Menschen, die nicht computeraffin durchs Leben gehen. Es gibt so gar einen eigenen Abschnitt zu den Faktoren, in dem kompakt die Erfolgsfaktoren für Teamarbeit behandelt werden.

Danach geht es ins Eingemachte. Systematisch werden die Funktionsbereiche von Teams besprochen:

Chat und Telefonie

Hier erfahren Sie, wie Sie mit einem oder mehreren Kolleg:innen chatten können und wie Sie diese Chats verwalten.

Gruppenchat und Teamraum:

Dieses Kapitel ist dem Einrichten und der Zusammenarbeit von Teams gewidmet. Sie erfahren, wie Sie gemeinsam an Dokumenten arbeiten und ein Wiki anlegen. Ganz wichtig (gerade für mich!) ist auch die Einbindung externer Mitarbeiter:innen, schließlich arbeiten Sie ja auch mit Menschen außerhalb Ihrer Organisation, wie Kunden und Lieferanten zusammen. Auch hier finden Sie eine Abschnitt über den richtigen Benimm im Teamraum.

Gemeinsames Arbeiten an Aufgaben:

Wenn Sie und Ihre Team die gemeinsamen Aufgaben über ein Taskboard organisieren, hier wird Ihnen erklärt, wie Sie das innerhalt von MS Teams bewerkstelligen können.

Kanäle und Tags

Hier zeigt Ihnen die Autorin, wie Sie Ihre Teamarbeit mit Kanälen und Tags strukturieren können. Sie lernen, was Kanäle und Tags sind, wofür sie dienen und wie man sie einrichtet und verwaltet.

Online-Besprechungen

Ich übertreibe wohl nicht, wenn ich behaupte, dass in diesen pandemischen Tagen die Funktion der online-Besprechungen die größte Aufmerksamkeit bekommt. Zoom ist in aller Munde und so war Microsoft gezwungen, bei der Besprechungsfunktion von Teams ordentlich nachzulegen. In diesem Kapitel bekommen Sie alle nötigen Informationen, damit Sie sicher online-Besprechungen abhalten können.

Es gibt noch weitere Kapitel, die über eine Einführung schon deutlich hinaus gehen, so erhalten Sie eine Praxistipps, Hinweise zu Geschäftsprozessen. Eigene Abschnitte widmen sich dem Einsatz von Teams in besonderen Kontexten wie im Privatbereich oder im Bildungssektor. Auch die gemeinsame Anwendung mit anderen Programmen der Office-Familie wird besprochen.

Mir hat dieses Buch gut gefallen. Die verständliche Sprache, die mehrfarbige Struktur und der reichliche Einsatz von Bildern machen es zum nützlichen Leitfaden für Einsteiger:innen in MS Teams. Man muss es nicht von Anfang bis Ende lesen, sondern kann sich auch die Kapitel zu den Themen herauspicken, bei denen man Klärungsbedarf hat. Interessant finde ich, dass die Autorin auch allgemeine Hinweise zur Teamarbeit einstreut. Gerade bei der Anwendung von online-Tools macht es Sinn, sich immer wieder die Erfolgsfaktoren für Teams in Erinnerung zu rufen.

Wie gesagt, ein Buch für Einsteiger:innen, aber für diese Zielgruppe von großem Nutzen.

Sollten Sie bereits Experte/in für MS Teams sein, dann gibt es anderes Lesefutter aus dem gleichen Haus: Microsoft Teams: Planung, Change Management, Deployment von Markus Widl. Allerdings habe ich dieses Buch nicht gelesen, wie gesagt, es richtet sich an Experten.

 

Das Buch wurde mir freundlicherweise vom Rheinwerk-Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür.

BTW: Ich freue mich, wenn ich ab und zu ein Buch zum Rezensieren geschickt bekomme. Die Bücher, die mir gut gefallen, bespreche ich, über die anderen schweige ich mich aus. Ich habe keinen Gefallen an Verrissen, schließlich bin ich kein Literaturpapst.

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Buch: Meine neue Freiheit 60+

In meinen Workshops zu Arbeits- und Selbstorganisation lässt sich meistens eine Diskussion über Sinn und Unsinn von Zielen nicht vermeiden. Ich mache dann aus meinem Herzen keine Mördergrube und bekenne öffentlich, dass ich dazu ein, sagen wir einmal, ambivalentes Verhältnis habe.

Ein Grund für meine skeptische Sichtweise liegt in den verschiedenen Lebensabschnitten, die wir alle durchlaufen dürfen. Nun gibt es sicher operative Ziele wie der nächste Urlaub oder der Kauf einer Eigentumswohnung. Aber die Frage nach dem Sinn des Lebens wird mit zwanzig sicher anders beantwortet als mit siebzig.

Oft erzähle ich meinen Teilnehmer:innen, dass ich es für mich am Horizont öfters blinkt und frage sie dann, ob sie wüssten, was das sei. Auf meine Antwort „das Werkzeug des Sensenmanns“ folgt dann oft verlegenes Schweigen.

Aber so ist das nun einmal. Irgendwann kommt die Zeit, wo einem die Endlichkeit bewusst wird und spätestens mit 60 stellen sich viele die Frage, was sie in den rund zwanzig Jahren aktiver Restzeit noch tun könnten (oder auch lassen sollten).

„Wie aktives und erfülltes Älterwerden gelingen kann“, will uns Senioren die Gisela Gehrmann in ihrem Buch Meine neue Freiheit 60+ zeigen. Was kommt, wenn man die Kröte des 60. Geburtstags erst einmal geschluckt hat? Was hilft dabei, diese Kröte auch zu verdauen?

Ein vielzitierte Weisheit lautet:

Alt werden will jede(r), Alt sein hingegen niemand.

Nun kommt es sehr darauf an, wie das Alt sein gestaltet wird. Wie so oft gilt auch hier der Grundsatz der Stoa, dass es nicht die Dinge selbst sind, die uns beunruhigen, sondern die Art und Weise, wie wir darüber denken. Laut der Autorin sollten wir nicht so sehr darüber sinnieren, was in unserem Leben alles nicht funktioniert hat. Vielmehr besteht der erste Schritt zu einem erfüllten Alter darin, auszuloten, was noch alles möglich ist.

In dem Kapitel „Mein Alter neu gestalten“ gibt sie einige praktische Hinweise zur Gestaltung, wie Ehrenamt, Senioren-WG, Mini-Selbstständigkeit oder auch das Leben als Single.

Einige Abschnitte sind den Veränderungen im und durch das Alter gewidmet und die tatsächlich irritierend sein können:

  • Wie steht es um das Gefühlsleben? Geht das überhaupt noch, Verliebt sein oder Sex im Alter? Darf man das?
  • Verändert sich das Gehirn? Und wenn ja, wie? Wie ist das mit der Vergesslichkeit? Kann ich mein Gehirn fit halten?
  • Welche Körpersignale gibt es und wie kann ich sie deuten?
    (Hier habe ich endlich gelernt, warum mir immer wieder die Nase tropft).

Irgendwann geschieht es immer häufiger, dass man hört, der Freund sein an diesem erkrankt, die Freundin an jenem verstorben. Dann spätestens merkt man, die Einschläge kommen immer näher. Und dann taucht es auf, das Bewusstsein für die eigene Vergänglichkeit. Spätestens dann. Auch darum drückt sich das Buch nicht. Wie können wir mit der Angst vor dem Sterben umgehen? Wir erfahren, welche Aufgaben und welche Funktion Hospiz und Palliativmedizin einnehmen.

Wir, die wir von den Jüngeren etwas despektierlich mit dem Wort „Boomer“ tituliert werden, sind vermutlich die erste Generation in einer Sandwichposition. Will sagen, wir haben nicht nur Kinder und Enkelkinder, sondern mitunter auch hochbetagte Eltern, um die wir uns kümmern müssen wollen. Das ist nicht immer einfach, besonders wenn eine beginnende oder fortgeschrittene Demenz das Verhältnis beeinträchtigt. Auch hier geht die Autorin auf alltägliche Probleme ein, die immer wieder auftreten. Was, wenn der Vater den Führerschein nicht abgeben möchte oder die Mutter keine Vorsorgevollmacht ausstellen will? Welchen Entscheidungen muss man sich eventuell stellen? Soll (muss?) der Vater oder die Mutter ins Pflegeheim?
Aus eigener Erfahrung weiß ich, es ist wichtig mit diesen Problemen auseinanderzusetzen. Allerdings glaube ich, dass dies eher den Zeitabschnitt 50+ betrifft. Die Angehörigen der Zielgruppe des Buches dürften mit 60+ diese Entscheidungen bereits früher, so oder so, getroffen haben.

In dem Buch werden viele Aspekte abgedeckt, die Menschen betreffen, wenn sie die sechzig überschreiten. Das ist die Stärke des Buchs, aber auch seine Schwäche. Es wird vieles behandelt, wenn auch nur an der Oberfläche. Allerdings steht für die tiefergehende Recherche ein umfangreiches Verzeichnis mit Links zu entsprechenden Websites zur Verfügung.

Wenn Sie eine Einführung in das Thema Altern und Älter werden suchen und dabei eine leicht verständliche unterhaltsame Sprache bevorzugen, dann dürfte das Buch genau das richtige für Sie sein. Es eignet sich wunderbar als Übersicht und als Ausgangspunkt für die weitere tiefer gehende Beschäftigung mit dem Thema.

Gisela Gehrmann:
Meine neue Freiheit 60+: Wie aktives und erfülltes Älterwerden gelingen kann.
(Link zu Amazon)

 

Das Buch wurde mir freundlicherweise vom herbig Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür.

BTW: Ich freue mich, wenn ich ab und zu ein Buch zum Rezensieren geschickt bekomme. Die Bücher, die mir gut gefallen, bespreche ich, über die anderen schweige ich mich aus. Ich habe keinen Gefallen an Verrissen, schließlich bin ich kein Literaturpapst.

 

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Buch: Moderne Technologie: Bescheid wissen. In eine bessere Zukunft starten.

„Build + Become“ heißt die Reihe von Büchern, mit denen Sie der Zürcher Verlag Edition Olms auf bestimmten Themengebieten auf den Stand der Dinge bringen möchte. Den Büchern ist eine Gebrauchsanweisung vorangestellt, die erklärt, wie das jeweilige Buch zu benutzen ist:

  • In den „Lektionen“ werden Ihnen grundlegende Konzepte des Fachgebiets nahegebracht („Build“)
  • Dort erfahren Sie auch, wie Sie das Beschriebene im Alltag anwenden können
  • Toolkits geben die einzelnen Aspekte in einem kurzen Absatz wieder und helfen Ihnen, das große Ganze im Blick zu behalten
  • Für die LeserInnen, die tiefer gehen möchten, gibt es am Ende jeden Kapitels Literaturtipps, Links u.ä. zur weiteren Recherche

In dieser Reihe erschien das Buch von Gerald Lynch:
Moderne Technologie: Bescheid wissen. In eine bessere Zukunft starten.,
das ich mir für Sie angesehen habe.

Alexa, Siri, autonomes Fahren, Pflegeroboter, dies alles sind Begriffe einer sich rapide entwickelnden Technik, die schon längst Einzug in unseren Alltag gehalten hat, mehr oder weniger. Gerald Lynch möchte uns mit seinem Buch über die letzten Entwicklungen (und Aussichten) auf den neuesten Stand bringen. Updaten, wie es neudeutsch heißt.

Das Buch ist gemäß der Reihe Build + Become strukturiert und stellt die neuesten Technologien vor auf den Gebieten

  1. Alltagsleben: Virtuelle und erweiterte Realität, Künstliche Intelligenz
  2. Exploration: Autonomes Fahren, Hyperloop, Exosuit, Marserkundung
  3. Überleben: Nanobots, Selbstoptimierung, Kernfusion, Asteroidenabwehr
  4. Sicherheit: Cybersicherheit, Biometrie, Blockchain, autonome Armee
  5. Transzendenz: Quantencomputer, Terraforming, Bionische Implantate, Transhumanismus

Wenn Ihnen diese Begriffe spanisch vorkommen sollten, dann ist das Buch für Sie gemacht. Alle diese Technologien werden kurz und knapp, auch mit Hilfe von eingängigen Illustrationen erklärt und so für den Laien verständlich.

Die Techniken werden aber nicht nur erklärt, sondern Lynch zeigt uns auch, welchen Nutzen sie für uns haben können, wenn man sie entsprechend einsetzt. Leider wird hier viel über die Chancen gesprochen, während die Risiken eher beiläufig erwähnt werden. Hier hätte ich mir in der Beschreibung der Folgen ein ausgewogenes Verhältnis von Chancen und Risiken gewünscht. Aber vielleicht unterscheidet genau dies den optimistischen britischen Autor vom nörgelnden deutschen Kritiker.

Für Technikfreaks ist dieses Buch sicher nicht gedacht, dazu bleibt es zu sehr an der Oberfläche. Newbies bietet dieses Buch aber einen sehr schönen Einstieg in das weite Thema der neuen Technologien. Es eignet sich mit den Abschnitten „Zur Vertiefung“ auch hervorragend als Ausgangspunkt für die weitere Recherche. Als solches wäre es ein schönes Geschenk Menschen, die noch neu auf dem Gebiet sind und sich erst einmal einen Überblick über die Materie verschaffen wollen.

Das Buch wurde mir freundlicherweise vom Verlag Edition Olms Zürich als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür.

BTW: Ich freue mich, wenn ich ab und zu ein Buch zum Rezensieren geschickt bekomme. Die Bücher, die mir gut gefallen, bespreche ich, über die anderen schweige ich mich aus. Ich habe keinen Gefallen an Verrissen, schließlich bin ich kein Literaturpapst.

Bild von PIRO4D auf Pixabay

 

Weitere Bücher aus der Reihe Build + Become (Werbung):

 

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Kurznachrichten: 3-D-Druck, Videos, W-Fragen, Ablage, Achtsamkeit, Job-Hopping

Pappe und 3D-Druck

Papieringenieurwesen habe ich zwar einmal studiert, übe aber den Beruf des Papiermachers schon seit 1991 nicht mehr aus. Dennoch bin ich natürlich nach wie vor sehr interessiert an allem, was mit Papier zu tun hat. Dass man diesen altehrwürdigen Werkstoff hervorragend mit neuen Technologien verbinden kann, zeigt XYZAidan in seinem Video Recycle Cardboard into Anything with 3D Printing!:

Recycle Cardboard into Anything with 3D Printing!

Wie Sie Videos auf dem iPhone bearbeiten

Ich gestehe, die Videofunktionn auf meinem iPhone benutze ich relativ selten. Meist bin ich von dem Ergebnis enttäuscht, denn die Meeresbrandung wirkt in echt eben doch anders als auf dem Bildschirm des Smartphones. Allerdings habe ich bislang auch noch nicht von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, die Videos nachträglich zu editieren. Wie das geht, können Sie in dem Artikel von Jackie Dove nachlesen: How to Edit Videos on Your iPhone or iPad.

Wie Sie relevanten Content produzieren: Das W-Fragen-Tool

Vielleicht hat es manche(r) LeserIn schon geahnt: Ich habe mich noch nie sonderlich um Keywords, die systematische Contentproduktion u.ä. gekümmert. Ich schreibe einfach so. Falls Sie Ihre Website professioneller als ich betreiben möchten, dann ist vielleicht das W-Fragen-Tool das richtige Werkzeug für Sie. Laut den Machern erhalten Sie damit „clevere Wortkombinationen für ansprechende Inhalte und damit für optimierte Texte“. Sehen Sie es mir nach, ich bleibe bei meinem suboptimalen Schreibstil.

Wie Sie Ihre Dokumente ablegen

Die Ablage von Dokumenten ist eine Wissenschaft für sich. Das gilt sowohl für analoge als auch für digitale Dateien. Interessant finde ich in diesem Zusammenhang, dass sich die gängigen Programme immer (noch) an den Strukturen herkömmlicher Büros orientieren. Auch im virtuellen Bereich gibt es Ordner, Mappen und dergleichen. Brooks Duncan stellt uns in The Most Effective Way of Organizing Your Files and Folders eine ausgeklügelte Ablagestrategie vor.

Was bringt Achtsamkeit wirklich?

Auch die „Achtsamkeit“ folgt der üblichen Lebensdauerkurve. Nachdem sich der größte Hype gelegt hat, mehren sich die Stimmen, die der Achtsamkeit kritisch gegenüber stehen. Nora Scharelka stellt diesen Ansatz in ihrem Artikel Gegen den Stress der Massen braucht es mehr als Achtsamkeit zumindest wieder auf den Boden der Realität. Ich selbst übe mich seit mehr als zehn Jahren in Achtsamkeitsmeditation, bin aber weit davon entfernt, in ihr ein Allheilmittel zur Rettung der Welt zu sehen. In diesem Zusammenhang kann ich nur wärmstens das Buch von Ronald Purser empfehlen: McMindfulness: How Mindfulness Became the New Capitalist Spirituality.

Die verdeckten Kosten des „Job-Hoppings“

Ab und zu die Nase in den Wind zu stecken und den Arbeitsmarkt zu beobachten, ist sicher von Vorteil. Sich regen bringt Segen und eine Veränderung kann sicher nicht schaden. Allerdings gibt es auch Zeitgenossen, die ggf. die Gunst der Konjunktur nutzen und schon nach kurzer Zeit die Stelle wechseln: Job-Hopper eben. Doch diese Vorgehensweise hat auch ihren Preis, wie 8 Hidden Costs of Job Hopping zeigt. Ein Kommilitone von mir durfte diese Erfahrungen machen. Als die Zeiten schlechter wurden, stand ihm sein Ruf als Job-Hopper bei der Jobsuche sehr im Wege.

 

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Vorab-Manuskript: Die ICH-Methode von Matthias Büttner

Mein Freund Matthias Büttner ist für mich der Philosoph unter den Zeitmanagement-Gurus. Ihm geht es nicht so sehr allein um die Organisation von Aufgaben und Tätigkeiten. Vielmehr hat er die Entfaltung der eigenen Persönlichkeit im Blick.

Einige LeserInnen kennen Matthias Büttner als Autor der Bücher

und einiger anderer mehr.

Demnächst legt er eine Art Zusammenfassung seiner Erkenntnisse vor: Die ICH-Methode – Wie führe ich mein Leben?. Das Meta-Buch zur ICH-Methode sozusagen. Matthias meint dazu:

Das Buch beschreibt ein Vorgehen in 11 Schritten, beginnend bei der Zielfindung und endend bei der Planung des Tages. Das Einzigartige an diesem Buch ist die Ganzheitlichkeit des Ansatzes, das Herausstellen wiederkehrender Aktivitäten.

Zu dem Buch gibt es auch eine (sehr!) umfangreiche Liste aller Aufgaben und der dafür geeigneten Werkzeuge. Sie können Sie schon jetzt hier als pdf-Datei herunterladen.

Außerdem bietet der Autor ein kostenfreies Vorab-Manuskript an. Wenn Sie es lesen wollen, dann schreiben Sie Matthias Büttner eine E-Mail.

Ich denke, es lohnt sich, denn Matthias weiß, von was er schreibt.

 

Bild von Arek Socha auf Pixabay

 

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Warum Sie in der Regel eben doch Ihrem Bauch trauen sollten

“Bauch oder nicht Bauch?”, das ist hier die Frage. In einem Artikel auf seinem Blog will Scott Berkun den Nachweis führen, warum “Always trust your gut” (“Verlass Dich immer auf Deinen Bauch”) kein guter Ratschlag ist: Should you always trust your gut?

In dem Artikel erklärt er auch, warum:

  1. Unsere Instinkte können widersprüchlich reagieren
    Gemeint ist hier die Angst vor dem Ja-Wort im Standesamt, obwohl man sich auf diesen Moment eigentlich freut.
    Mag sein. Und dennoch. Es geht hier beim Bauchgefühl nicht um Momentaufnahmen. Wenn mich vor einem wichtigen Ereignis immer und immer wieder Zweifel plagen, dann sollte ich sie ernst nehmen. Es geht nicht um den Augenblick, sondern um ein gewisses Grundgefühl. Ein typischer Fall ist die Beförderung. Eigentlich sollte ich mich darüber freuen, aber es quält mich ein Unbehagen, das nicht auszuräumen ist. Wenn dem so ist, dann sollte ich mich fragen, woher das Bauchgefühl kommt.
  2. Wir kennen uns selbst gar nicht so gut
    Das stimmt. Das Meiste schlummert eben im Unbewussten. Und gerade deshalb ist es ja so wichtig, in sich hineinzuhören, ob vom Bauch nicht wichtige Impulse kommen.
  3. Instinkte hängen von Situationen ab
    Das ist richtig. Und hier zeigt sich, dass es nicht zweckmäßig ist, Instinkt mit Bauchgefühl gleichzusetzen. Instinkt ist nicht Intuition. Instinkt liegt im Reptilienhirn und gehört zu unserem Überlebensprogramm.
  4. Manche unserer Instinkte sind besser ausgebildet als andere
    Mag sein, aber siehe 3.
  5. Gutes Urteilsvermögen rührt von Fehlern her, die wiederum von schlechtem Urteilsvermögen kommen
    Klar, man bildet (teilweise) aufgrund von Erfahrungen sein Bauchgefühl aus. Wenn die Batterie etwas abgeben soll, dann muss man sie vorher laden.
  6. Daten stechen Speicher
    Was Scott hier beschreibt, hat für mich nichts mit Pro oder Contra Bauchgefühl zu tun. Was will er mir damit sagen?
  7. Man kann aus den falschen Gründen Erfolg haben und Misserfolg aus den richtigen
    Ach ja, was ist “falsch” und was ist “richtig”? Auch das hat m. E. nichts mit dem Bauchgefühl zu tun.

Meine Folgerungen?

So sehr ich Scott Berkun schätze, aber hier hat er sich meiner Meinung nach vergaloppiert. Zum ist das Gleichsetzen von Bauchgefühl und Instinkt für mich nicht sinnvoll. Zum anderen zählt er Dinge auf, die nichts über Vor- und Nachteile von Bauchentscheidungen aussagen. Ich kann verstehen, dass es besonders den “Kopfgesteuerten” unter uns schwerfällt, die Überlegenheit des Bauchgefühls zu akzeptieren. Vielleicht hilft ihnen die Lektüre von Gigerenzer weiter.

Bauchentscheidungen: Die Intelligenz des Unbewussten und die Macht der Intuition (Taschenbuch)
by Gerd Gigerenzer

Price: EUR 10,00
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Für mich ist die Sache klar. Ich höre auf meinen Bauch. Denn die Entscheidungen, die ich in meinem Leben mit dem Kopf getroffen habe, gingen alle ordentlich in die Hose. Das heißt aber nicht, dass ich meinen Kopf ausschalte. Lassen Sie es mich auf auf folgende Formel bringen:

Vorbereitet werden die Entscheidungen mit dem Kopf, getroffen mit dem Bauch!

Wie so oft im Leben heißt die Devise “Sowohl als auch” und nicht “Entweder oder”. Ähnlich sieht es Scott wohl letztlich auch, wenn ich den Kommentarthread zu seinem Artikel richtig interpretiere.

 

 

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12 Gründe für das Unglücklichsein

Von Paul Watzlawick stammt der immerwährende Bestseller “Anleitung zum Unglücklichsein”. Er gibt in diesem Buch Ratschläge, wie Sie sich nachhaltig selbst das Leben versauen können. Er will damit das Gegenteil erreichen, paradoxe Intervention nennt das der Fachmann. Marc & Angel zählen in einem Beitrag in ihrem Blog 12 übliche Gründe für das Unglücklichsein auf und geben Hinweise, wie Sie diesen Tücken des Alltags entkommen können: 12 Common Causes and Proven Cures for Unhappiness. Die Hitliste der Miesmacher sieht so aus:

  1. Dem täglichen Leben fehlt es an Sinn
  2. Besessenes Fixieren auf Vergangenheit und Zukunft
  3. Aus der Form sein und sich ungesund fühlen
  4. Sich in nachteiliger Form mit anderen vergleichen
  5. Sich auf das Negative konzentrieren
  6. Vermeiden persönlicher Verantwortlichkeit
  7. Perfektionismus und die Angst vor dem Scheitern
  8. Wenig Selbstbewusstsein
  9. Schulden
  10. Dauernd arbeiten, kaum Zeit zum Spielen
  11. Vernachlässigen persönlicher Beziehungen
  12. Aufschieberitis

Eigentlich ist es ganz einfach. Sie müssen nur das Gegenteil von dem tun, was oben beschrieben wird. Ok, das war ein Scherz. “It’s simple, but not  easy”, sagen die Amerikaner. Vielleicht können Sie so vorgehen:

  1. Schauen Sie in der Liste, was Sie am meisten zwickt
  2. Nehmen Sie bewusst wahr, wenn sich der identifizierte Miesmacher bemerkbar macht. Erwischen Sie sich selbst!
  3. Formulieren Sie bewusst zielführende Gedanken, anstatt den Miesmachern zu erlauben, sich in Ihrem Kopf breit zu machen.
    Beispiel Nr. 8: Das kriege ich nie hin. Besser: Das wird schwierig und könnte in die Hose gehen. Aber ich bin so gut vorbereitet, dass ich das wahrscheinlich schaffe.

BTW: Das Buch von Watzlawick lohnt sich nach wie vor zu lesen. Hier liest der Meister selbst…

 

Anleitung zum Unglücklichsein – Paul Watzlawick

 

 

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Ein Loblied auf die Checklist!

Ich kenne einige Leute, die das Primat der Schriftlichkeit in der Arbeitsorganisation nur mit einem spöttischen Lächeln begleiten. „Wozu habe ich denn sonst mein Gehirn, wenn ich mir meine Aufgaben nicht mehr merken soll oder kann“, wird von diesen Menschen oft gefragt. Meine Antwort: Zum Denken! Das berühmte Zitat von David Allen lautet dazu:

Your Mind Is For Having Ideas, Not Holding Them.

Der Ratschlag lautet, lagern Sie alle Daten aus, damit Ihr Kopf Platz für Ideen hat. Oder wie es Vera Birkenbihl einmal ausgedrückt hat:

Vom Gehirnbesitzer zum Gehirnbenutzer.

So gibt es eine Menge intelligenter Menschen in anspruchsvollen Berufen, die Checklisten benutzen, um sich den Umfang und die Reihenfolge von Routinetätigkeiten eben nicht merken zu müssen. Denken Sie an Piloten oder Chirurgen. Für die Ausübenden dieser Berufe und noch mehr für deren „Kunden“ könnte es fatal enden, wenn eine Tätigkeit vergessen würde.

Ein (mir leider unbekannter) Autor gibt in seinem Artikel The Simple Genius of Checklists, from B-17 to the Apollo Missions einen kurzen Abriss über die Geschichte der Checklist.

Die Übersicht reicht von einer Checklist für die Piloten des Militärflugzeuges Boeing B-17 über die Checklisten der Apollo-Mission bis hin zum Gebrauch im modernen Operationssaal.

Und hier ist die Checkliste es Autors für die Erstellung von Checklisten:

  1. Untersuchen Sie die bisher aufgetretenen Fehler.
  2. Konzentrieren Sie sich auf vermeintlich „dummes Zeug“.
    (Beachten Sie in diesem Zusammenhang Murphys Gesetz).
  3. Halten Sie die Liste einfach.
  4. Entscheiden Sie sich zwischen der Variante „Getan und abgehakt“ und der Variante „Als nächstes zu tun“.

Wenn Sie mehr über Checklisten erfahren wollen, dann empfehle ich Ihnen das Buch von Atul Gawande Checklist-Strategie: Wie Sie die Dinge in den Griff bekommen.

 

Von NASA – http://grin.hq.nasa.gov/ABSTRACTS/GPN-2001-000013.html, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=32049

 

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Der Leitfaden für konzentriertes Arbeiten

Es gibt Bücher, die ich so interessant finde, dass ich sie sogar zweimal in die Hand nehme um sie noch besser zu verstehen. Konzentriert arbeiten: Regeln für eine Welt voller Ablenkungen von Cal Newport ist so ein Buch.
Newport beschreibt in seinem Buch die Segnungen des Deep Work. Er bezeichnet damit Phasen des konzentrierten Arbeitens unter Ausschaltung von Ablenkungen jedweder Art.

Es ist zwar sehr zu empfehlen, das Buch zu lesen, aber Sie müssen es nicht unbedingt. Fadeke Adegbuyi hat eine umfangreiche Anleitung vorgelegt, wie Sie Deep Work auch so erreichen können. In ihrem Artikel The Complete Guide to Deep Work zeigt sie Ihnen:

  • Wie Sie Deep Work am besten praktizieren
  • Wie Sie Ihre Fähigkeiten zu Deep Work verbessern
  • Wie Sie digitale Ablenkungen vermeiden
  • Wie Sie oberflächliches Tun aus Ihrem Leben verbannen
  • Wie Sie einen erfolgreichen Start mit Deep Work hinlegen

Wir sind ja gewohnt, dass unseren amerikanischen Freunde mit ihren Überschriften gerne etwas übertreiben. Neben dem Wort „ultimativ“ finden sich sehr oft auch andere Superlative, die versprechen, was dann der Artikel oft nicht halten kann.
Hier ist das anders. Fadeke kann m. E. schon mit einiger Berechtigung von einem complete guide sprechen. Sie finden hier wirklich eine nützliche Anleitung, die viele Facetten des Deep Work aufgreift. Sogar an eine Checkliste für eine erfolgreiche Umsetzung hat sie gedacht.

Lesens- und beachtenswert!

i410hlr / Pixabay

 

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Buch zu gewinnen: 47 Gründe, sich NICHT selbstständig zu machen

Seit 1996 verdiene ich meine Brötchen als Freiberufler oder Freelancer, wie das auf Denglisch heißt. Manche Menschen meinen auch etwas despektierlich, ich wäre ein „Einzelkämpfer“, was immer das auch heißen mag. Allerdings bin ich kein „Unternehmer“ und auf die Unterscheidung zwischen Freiberufler und Unternehmer habe ich immer Wert gelegt. Unternehmer spielen in einer anderen Liga und haben andere (zusätzliche) Verantwortlichkeiten, die auch andere Schwerpunkte in ihrer Arbeit setzen.

Auf die Frage, ob ich jungen Menschen heute zur Selbstständigkeit raten würde, gibt es eine klare Antwort: Kommt darauf an. Für mich war die Vorsilbe „Frei-“ beim Freiberufler immer das entscheidende Argument für meine Selbstständigkeit. Bei mir hat es ja auch gut funktioniert (und es funktioniert immer noch). Dennoch möge man den Schritt in die Selbstständigkeit gut überdenken, denn es wartet so manche Stolperfalle.

Der Unternehmer Matthias Büttner (X47 und der (sein?) Steuerberater Guido Joest haben in einem Buch 47 Gründe, sich nicht selbstständig zu machen, aufgelistet. Die Gründe sind zu finden in den Kapiteln

  1. Der Unternehmer
  2. Der Unternehmer und sein Umfeld
  3. Das Finanzamt als Feind des Unternehmers (!)
  4. Der Arbeitnehmer als Feind (!)
  5. Weitere Feinde des Unternehmers
  6. Fallen bei der Gründung

Sie sehen, da kommt schon einiges zusammen. Dennoch gilt „viel Feind, viel Ehr“ und wenn Sie nach der Lektüre immer noch in die Selbstständigkeit wollen, dann sind Sie für das Scheitern zumindest gut gerüstet.

(Na gut, der letzte Satz war ein Scherz, denn es gibt ja auch genug Beispiele für die erfolgreiche Selbstständigkeit. Büttner und Joest zum Beispiel.)

Allerdings frage ich mich, ob bei Matthias Büttner der Name seines Unternehmens X47 etwas mit den 47 Gründen zu tun hat. Aber vielleicht ist das nur ein Zufall.

Achtung!!
Sie können das Buch von Büttner und Joest gewinnen, einmal in analog und einmal in digital. Schreiben Sie mir bis 15. Juni d. J. eine entsprechenden E-Mail oder hinterlassen Sie einen Kommentar. Am 16. Juni benachrichtige ich dann die GewinnerInnen Das Werk geht ihnen dann schnellstmöglich zu. Viel Glück!

Vielen Dank fürs Mitmachen, sei es per Kommentar oder per E-Mail.
Die Gewinner wurden benachrichtigt. Herzlichen Glückwunsch!

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