Archiv der Kategorie: Allgemein

Womit Leute ihre Zeit vergeuden

Ab und zu frage ich die Teilnehmer in meinen Workshops, was sie als unnütze Zeitverschwendung betrachten. Ich habe die Antworten zwar nicht statistisch ausgewertet, aber hier ist die ewige Bestenliste als Mind-Map:

Die Autoren von OfficeTime haben eine hübsche Infografik mit ihren Top 10 Time Killers veröffentlicht. Die Grafik ist aber auch noch aus einem anderen Grund interessant. Wenn Sie weiter nach unten scrollen, dann finden Sie ein Ablaufschema, mit dem Sie bestimmen können, welcher Typ von Aufschieber Sie sind. Die Typisierung scheint immerhin wissenschaftlich abgesichert zu sein. Noch weiter unten gibt es ein paar Tipps, wie Sie mit den Zeitfressern umgehen können.

BTW: Mein geschätzter Kollege Wolfgang Hamm mag den Ausdruck „Zeitdiebe“ gar nicht. Warum, erläutert er in seinem Beitrag Zeitdiebe kann man nicht fangen – eine Polemik.

Weiterlesen

Schreibe eine Antwort

Aufgewärmt: Der Papierplaner zum selber Falten

Pocketmod ist für mich eine Killer-Applikation, wie unsere Freunde jenseits des großen Teichs immer sagen. Bei Pocketmod handelt es sich um ein raffiniertes Kalender- und Notiz“buch“system. Die Raffinesse bezieht sich auf ein auf ein ausgeklügeltes Faltsystem, mit dem Sie Ihren Kalender so klein und handlich bekommen, dass Sie ihn tatsächlich überall hinstecken können. Raum ist in der kleinsten Tasche sozusagen. In früheren Zeiten gab es auch einmal eine offline-Version von Pocketmod, sie soll demnächst wieder erhältlich sein. Damit beim Falten garantiert nichts schiefgeht, gibt es ein einschlägiges Video:

Ach ja, noch was. Sie können sich auch jede pdf-Datei in ein Pocketmod-Faltpapier umwandeln lassen, mit dem PDF to PocketMod Converter. Wie das geht, zeigt Ihnen wiederum dieses Video:

Viel Spaß beim Falten!

[Dieser Artikel erschien im ToolBlog zuerst am 12. 10. 2008]

 

Buch zum Thema (Werbung)

PocketMod Get Started (Taschenbuch)
by James Booth

Price: EUR 7,62
7 used & new available from EUR 7,62
( customer reviews)

Schreibe eine Antwort

In eigener Sache: Wieder da!

Sie haben vielleicht bemerkt (oder auch nicht), dass es hier auf dem ToolBlog in den letzten Tagen sehr still gewesen ist. Leider hatte ich etwas Schwierigkeiten mit meiner Gesundheit und konnte nicht so wie ich wollte.

Nun ist alles wieder soweit behoben und in Ordnung oder frei nach Wilhelm Busch:

Zwei Wochen war der List so krank!
Jetzt schreibt er wieder. Gott sei Dank!

Busch_Frosch

Ab Montag gibt es hier auf diesem Bildschirm wieder etwas zu Lesen.

Versprochen!

Schreibe eine Antwort

ToolBlog-Kurs „Effizientes Zeitmanagement“ zum Pfingstpreis

Es sind bald Pfingstferien und vielleicht finden Sie Zeit und Lust, endlich Ihre Arbeitsorganisation zu optimieren.

Genau dafür gibt es den

ToolBlog-Kurs „Effizientes Zeitmanagement“
bis zum 11. Juni 2017
zum Sonderpreis von  € 49 anstatt wie sonst für € 89.

Greifen Sie zu! 

Nähere Infos auf der Kursseite.

Schreibe eine Antwort

Bauen Sie Papierflieger!

Während meines Studiums an der TH Darmstadt gab es einen inoffiziellen Wettbewerb. Gesucht wurde der Papierflieger mit dem besten Flugverhalten im Sinne von Schönheit (Loopings und Kurven), Flugdauer und Reichweite. Testgelände war aufgrund nahezu idealer Bedingungen das Audimax. Natürlich waren Professoren und Dozenten nicht immer begeistert von dieser Parallelveranstaltung.

Im Nachhinein waren die Konstruktionen, die im Audimax gezeigt wurden, nicht besonders einfallsreich. Genau genommen waren sie einer Technischen Universität unwürdig.

Damals, das war von 1980 bis 1986, tobte der Kampf um die Vorherrschaft der Programmiersprachen (Cobol! Fortran!) und statt Internet gab es BTX. Gott sei Dank sind wir diesem dunklen Zeitalter entronnen. Und so gibt es mittlerweile auch eigene Websites, die sich mit dem Bau von Papierfliegern beschäftigen. Sie finden anschauliche Bauanleitungen bei

Auf der letzteren Website finden Sie nicht nur Bauanleitungen, sondern auch allerlei andere einschlägige Informationen zur

  • Geschichte der Papierflieger
  • Materialkunde
  • Wettbewerbe  und zum
  • physikalischen Hintergrund

Ich glaube, die Seite Papierfliegerei muss kurz nach Erfindung des Internets entstanden sein, zumindest lässt dies das Design vermuten. Hoffentlich gibt hier es keine Korrelation zu der technischen Entwicklung der Papierflieger selbst.

Mittlerweile sind wir im Zeitalter des Smartphones angelangt und so ist es kein Wunder, dass Sie für Ihr Gerät auch eine App namens Paper Planes bekommen können. Lars Wienand hat darüber einen Artikel geschrieben: Smartphone als Papierflieger: „Paper Planes“ hebt gerade ab.

Warum ich das schreibe? Vielleicht haben Sie nun genug Anregungen, Leerzeiten im Besprechungsraum sinnvoll zu nutzen. Blöd ist nur, wenn das Teil gerade schön fliegt und der Chef betritt das Zimmer. Wenn Sie Ingenieur sind, dann sind Sie im Vorteil, denn es fällt Ihnen sicher leicht, eine vernünftige Erklärung zu basteln.

paper-1565157_1920

[Foto von Steen Jepsen [via pixabay], (CC0 Public Domain)]

BTW: Wie es sich für Flieger aus Papier gehört, gibt es natürlich viel mehr Bücher darüber als Websites. Einige Beispiele finden Sie hier im Amazon-Werbefunk:

Schreibe eine Antwort

Goethes “Faust” in 229 (!) Handschriften

Vor einigen Wochen hat mich Matthias Büttner eingeladen, bei einem interessanten Projekt mitzuwirken. Er wollte ein Buch veröffentlichen mit Goethes “Faust” in verschiedenen Handschriften von allerlei Zeitgenossen.

Nun ist es veröffentlicht worden. Tatsächlich wurde des Deutschen liebstes Schauspiel “von 229 Personen Seite für Seite abgeschrieben”, wie Matthias Büttner sagt. Das Vorwort stammt von Christian Mähler, der vielen als Autor des Notizbuch-Blogs kennen.

In diesem Video sagt Matthias selbst einige Worte zu dem bemerkenswerten Projekt:

Meinen Beitrag werden Sie in dem Buch leider vergeblich suchen. Ich habe es vermasselt, indem ich die Einladung von Matthias schlicht habe im Sande verlaufen lassen. Was ich hiermit bereue, Asche auf mein Haupt. Ich bitte Matthias um Entschuldigung.

Allerdings habe ich bei einem ähnlichen Projekt schon einmal mitgemacht. Bei der Vertonung von David Foster Wallace Jahrhundertwerk “Unendlicher Spaß”. Meinen Beitrag finden Sie hier: Auszüge aus einer Schadensmeldung über den Unfall eines Maurers an die Versicherung.

Immerhin.

1 Antwort

Kurt Lewin im Radio

In meinen Workshops zitiere ich immer wieder das Kraftfeldmodell und die daraus abgeleitete Kraftfeldanalyse von Kurt Lewin. Er “gilt als einer der einflussreichsten Pioniere der Psychologie. Er analysierte nicht das Innenleben des Einzelnen, sondern den Gesamtzusammenhang, in dem sich menschliches Verhalten realisiert”. So steht es in der Beschreibung eines Hörbeitrags von Brigitte Kohn für den Bayerischen Rundfunk: Aktionsforschung, Feldtheorie und Gruppendynamik.

Wenn Sie an Organisationsentwicklung, “Change-Management” und derlei Dingen interessiert sind, dann hören Sie sich den Beitrag an, denn hier gelangen Sie zu den Wurzeln.

Lewin_kurt

Bild Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0 International

Schreibe eine Antwort

Tipp: Workshop “Visualisieren und schreiben für Kanban und Post-its”

Wenn Sie öfters am Flipchart Abläufe erklären müssen, und welcher Projektschaffende muss das nicht, dann könnte der Workshop „Visualisieren und schreiben für Kanban und Post-its” für Sie interessant sein. Trainer ist Tim Themann, der in Fachkreisen auch als Computermaler bekannt ist.

Der Workshop findet am 4. April in Hamburg statt. Wenn Sie also den hohen Norden schnell erreichen können, dann hurtig, hurtig mit der Anmeldung, viel Zeit bleibt nicht mehr.

Demnächst finden Sie hier im ToolBlog die Aufzeichnung eines Gesprächs, dass ich mit Tim Themann im Rahmen meiner Podcast-Reihe führen durfte. Bleiben Sie am Ball!

1 Antwort

Und was für ein A….och sind Sie?

Ein Zitat, das mir immer wieder zu allen passenden und unpassenden Gelegenheiten einfällt, stammt von Jean Paul Sartre:

Die Hölle, das sind die anderen.

Während wir uns selbst immer korrekt, rational, kooperativ, kurz: vernünftig verhalten, machen uns stets andere Zeitgenossen das Leben, naja “zur Hölle” eben, wie Sartre sagt.

Damit wir in Zukunft besser mit den Idioten um uns herum zurande kommen, hat Claudia Hochbrunn für uns einen Ratgeber geschrieben. Der Titel trifft ins Schwarze, sofort fühlt man sich angesprochen: Ein Arschloch kommt selten allein: So werden Sie mit schwierigen Zeitgenossen fertig.

Die Autorin bedient sich eines Pseudonyms, sie heißt gar nicht so. Viel wichtiger ist allerdings ihr beruflicher Hintergrund. Im wahren Leben ist sie nämlich Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie. Ihr ist also nichts Menschliches fremd und sie weiß, über was sie schreibt. In dem Buch werden die neun gängigsten A. vorgestellt, als da sind:

  1. Querulant
  2. Eigenbrödler
  3. Riesen-A.
  4. Unberechenbarer Gefühlschaot
  5. Die Diva unter den A.
  6. Das bürokratische A. (vornehm: Micro-Manager, Anm. von mir)
  7. Das feige A.
  8. Der Klammeraffe
  9. Das von sich selbst überzeugte A.

Nach dieser kurzen, aber fundierten Charakterisierung können Sie mit einem kurzen Test herausfinden, ob und wenn ja, zu welchem dieser Typen Sie tendieren.

Nachdem Sie nun das Ergebnis kennen, erfahren Sie in den folgenden Kapiteln, welche anderen A.-Typen zu Ihnen passen und wie Sie mit den Typen (6), (7), (8) und (9) am besten umgehen. Offensichtlich sind dies die A., mit denen man es im Alltag am meisten zu tun hat, denn die anderen Typen werden im Buch nicht besonders behandelt.

Das Buch ist leicht zu lesen und gut verständlich, streckenweise sogar unterhaltsam.  Es gibt darüber hinaus interessante Hintergrundinformationen zum Beispiel darüber, warum ein A. so ist wie es ist. Allerdings wird nach meinem Geschmack das A-Wort an manchen Stellen allzu häufig verwendet.

Wenn Sie leichte und dennoch nützliche Lektüre bevorzugen, dann kann ich Ihnen dieses Büchlein nur empfehlen.

BTW: Nach dem Test weiß ich nun, was ich für einer bin. Aber ich verrate es Ihnen nicht.

graffiti-53819_1920

[Foto von PixelAnarchy [via pixabay], (CC0 Public Domain)]

Das Buch wurde mir freundlicherweise vom Rowohlt-Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür.

3 Antworten