Archiv der Kategorie: Allgemein

Zimbardo’s Zeitparadox im Video

Eines der faszinierendsten Bücher, die ich in den letzten Jahren gelesen habe, ist Philip Zimbardos Die neue Psychologie der Zeit. Ich habe hier im ToolBlog bereits darüber geschrieben: Zimbardos Zeitparadox. Nun habe ich die grafische Zusammenfassung eines Vortrags von Zimbardo gefunden. Autoren sind die Macher von von RSAnimates: The Secret Powers of Time. Sehen Sie selbst:

 

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Tipps zur virtuellen Zusammenarbeit: Ein Leitfaden

Die Arbeit von zuhause aus ist mittlerweile fast zum Standard geworden. Das Spektrum der Telearbeit ist sehr weit gefasst. Viele Firmen geben ihren Mitarbeitern die Gelegenheit, ein oder zwei Tage von zuhause aus ihre Arbeit zu erledigen. Andere Unternehmen machen nichts anderes als Telearbeit, sie bilden je nach Aufgabenstellung komplett virtuelle Teams. Die Project Wizards zum Beispiel arbeiten in dieser Weise. Der Geschäftsführer Frank Blome hat darüber beim PM Camp Dornbirn 2013 berichtet.
Ich erinnere mich gut an seinen Vortrag, in dem er auch freimütig die Schwierigkeiten schilderte, die bei dieser Arbeitsweise auftreten können.

Der Teufel liegt auch hier wie so oft im Detail. Damit die Telearbeit reibungsarm funktioniert, haben nette Menschen bei Trello einen Leitfaden veröffentlicht: The Best Advice For Remote Work Success From 10 Global Teams. In dem Manual, das Sie kostenlos als pdf-Datei herunterladen können, erfahren Sie

  • weitverbreitete Vorurteile über Telearbeit und was von ihnen zu halten ist
  • Best Practices für die Kommunikation
  • wie Sie den Austausch zwischen Telearbeitern und dem Betrieb sicherstellen
  • welche Software Sie nützen können
  • Tipps zur Jobsuche als Telearbeiter
  • welche Atmosphäre für die virtuelle Zusammenarbeit förderlich ist

Bei dem Leitfaden mitgearbeitet haben so namhafte Unternehmen wie Evernote, Buffer, Atlassion und Zapier. Der Clou: Der Text ist in der Art von Infografiken aufgemacht. So können Sie einzelne Seiten ohne Änderung ausdrucken, vergrößern und als Poster an die Wand hängen. Schöne Idee.

aitoff / Pixabay

PS: Über den Ausdruck virtuelle Zusammenarbeit bin ich nicht glücklich, auch wenn er im Internet und in der Presse oft verwendet wird. Schließlich bedeutet virtuell „gefühlt, nicht real, scheinbar“ (Quelle). Und „scheinbar“ ist die Zusammenarbeit über mehr oder weniger große Distanzen sicher nicht. Detlef Stern hat mich auf Twitter auf diesen Umstand hingewiesen. Daraus ist ein kleiner Diskussionsfaden entstanden. Vielleicht fällt Ihnen ein passender Ausdruck ein?

PPS: Gibt es eine Möglichkeit, einen komplette Twitter-Thread einzubetten? Vielleicht weiß einer der Experten Rat. TIA!

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Ich bitte um Ihr Verständnis

Hier wäre heute ein Artikel erschienen, der mir besonders gelungen erschien.

Leider hat ihn WordPress kurz vor der Fertigstellung völlig zerschossen.

Zu meinem Bedauern kann ich den Artikel nicht ohne weiteres aus dem Gedächtnis rekonstruieren. Ich bitte Sie daher um Verständnis, dass die Fläche heute unbeschrieben bleibt.

In der Zwischenzeit versuche ich, mit meinem Ärger zurechtzukommen. Wenn er verraucht ist, mache ich mich wieder an die Arbeit.

Zum Ausgleich gibt es hier ein schönes Katzenfoto von meiner Leni:

Leni schläft

Merke: An der Resilienz Leni’scher Prägung muss ich noch arbeiten!

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Kurznachrichten: Bullet-Journal, Deep Work, Checklisten, Pocket, Suchen in Win, Bionik

Erfolgreiches Zeitmanagement – Die Arbeit im Griff

Die Technische Akademie in Schwäbisch Gmünd veranstaltet mit mir einen 1-Tages-Workshop mit dem Titel Erfolgreiches Zeitmanagement – Die Arbeit im Griff. Sie erfahren dort alles das Meiste über Strategien, mit denen Sie Ihre Arbeit organisieren und gelassen Ihre Arbeit erledigen können. Weitere Infos zu Inhalt und Anmeldung gibt es hier. Falls Sie weitere Fragen haben, melden Sie sich gerne bei mir.
Ort: Schwäbisch Gmünd, Zeit: Donnerstag, 22.02.2018, 08:00 Uhr – 16:00 Uhr

Das Bullet-Journal auf dem Mac

Eine Organisationsmethode, die in den letzten Monaten für viel Furore gesorgt hat, ist das Bullet Journal. Ich habe auch schon im ToolBlog einige Male darüber berichtet. Akshata Shanbhag unternimmt nun den Versuch diesen analogen Ansatz ins Digitale zu übertragen: Create a Bullet Journal on Your Mac With Reminders, Calendar, or Notes. Ich bin mir nicht sicher, ob diese Transformation sinnvoll ist. Entscheiden Sie selbst.
Cal Newport steht dem Bullet Journal an sich skeptisch gegenüber. Warum und was er stattdessen vorschlägt, hat er in On Simple Productivity Systems and Complex Plans aufgeschrieben.

Deep Work: Eine Einführung

Von Cal Newport stammt auch das Buch Deep Work (dt. Konzentriert Arbeiten), indem er Strategien beschreibt, mit denen Sie es schaffen, Ablenkungen zu vermeiden und sich auf eine Aufgabe zu konzentrieren. Mir hat das Buch gut gefallen und ich konnte die eine oder andere Anregung daraus entnehmen. Wenn Sie wissen möchten, ob das Buch für Sie die Anschaffung wert ist, dann verschaffen Sie sich doch einen Überblick mit dem Beitrag Introduction to Deep Work von Kristina Ich-weiß-nicht-wie.

Der Segen einer guten Checkliste

Immer wenn Sie eine Tätigkeit wiederholen müssen, die aus einer Abfolge von Schritten besteht (und nicht nur dann), empfiehlt sich der Gebrauch einer Checkliste. Dinnie Muslihat hat in How the simple checklist can improve your productivity zusammengestellt, welchen Nutzen eine Checkliste hat und wie sie zweckmäßig aufgebaut sein sollte. Auch ich habe mich zu diesem Thema bereits ausgelassen. Wenn Sie tiefer in dieses Thema einsteigen möchten, dann empfehle ich Ihnen das Buch von Atul Gawande.

Wie Sie Pocket richtig nutzen

Sie kennen das. Beim Surfen im Internet stoßen Sie auf eine interessante Website, die Sie unbedingt lesen möchten, nur gerade nicht jetzt. Ich benutze dann immer Evernote, um die Seite für die spätere Lektüre abzulegen. Eine bekannte Software, die demselben Zweck dient, ist Pocket. Auch ich habe früher schon mit Pocket herumgespielt, konnte für mich aber keinen rechten Mehrwert entdecken. Vielleicht habe ich das Programm aber auch falsch bedient. Eric Ravenscraft zeigt uns in How to Use Pocket Like a Pro to Save Everything from the Web, wie es richtig geht.

Suchwerkzeuge für Windows

Ein Thema, das mich immer wieder beschäftigt hat, ist die Suche unter Windows. War der Gebrauch der internen Suchfunktion bisher lange ein Drama, so scheint sich mittlerweile einiges verbessert zu haben. Dennoch möchten Sie vielleicht nicht auf ein externes Suchwerkzeug für Ihre Computerdaten verzichten. Joel Lee hat die 10 Best Free Search Tools for Windows 10 für Sie zusammengestellt. Ich selbst benutze derzeit Everything und bin recht zufrieden damit.

Produktivität: Lernen von der Natur

Ein Gebiet, das mich immer schon fasziniert hat, ist die Bionik. Bei einem gegebenen Problem schaut man, wie diese Frage von Mutter Natur beantwortet wurde und versucht, die Lösung auf die Technik zu übertragen. Ähnliches hatten wohl die Macher der Infografik Boosting Productivity With The Help Of Nature im Sinn. Ob ihnen das gelungen ist, können Sie selbst beurteilen:

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Digital oder Papier? Sie haben die Wahl!

Kürzlich gab es auf Twitter eine Antwort auf einen Tweet von mir. In diesem hatte ich auf den Corbanizer hingewiesen, den ich in einem ToolBlog-Artikel vorgestellt hatte. Hier ist die Antwort:

Die Argumente, die Luise Freese hier nennt, sind absolut nachvollziehbar und stichhaltig. Was mir allerdings nicht gefällt, ist der letzte Satz: „Statisch und tot“. Bei mir kommt das Statement so an, dass Menschen, die Papier und Stift benutzen, nun ja, zumindest antiquiert sind. Warum eigentlich immer Entweder-oder? Vielleicht gibt es auch ein Sowohl-als-auch?

Kylie Brown hat die Vorteile beider Optionen in ihrem Artikel Digital Or Paper? How To Choose The Best Planner System For You zusammengestellt. Nachdem in dem Antworttweet oben die Vorteile der elektronischen Variante aufgeführt wurden, hier die der analogen, wie Kylie sie beschreibt:

  • Papierplaner können ohne elektronisches Equipment benutzt werden und sind daher auch sehr kostengünstig. Man hat den Planer schnell zur Hand, ohne irgendetwas starten oder gar hochfahren zu müssen.
  • Das Schreiben auf Papier mit der Hand schafft eine starke Verbindung zum Gehirn. Dies betrifft vor allem Menschen, die den kinästhetischen Sinneskanal bevorzugt benutzen. Aus diesem Grund gibt es auch Mitmenschen, die handgemachte Mind-Maps den elektronisch angefertigten vorziehen.
  • Papierplaner können die ganze Übersicht auf einer Seite bieten. Die Notizen sind leichter zu überschauen und wahrzunehmen.
  • Papierplaner werden für sich benutzt. Sie finden, anders als bei elektronischen Apps, kein Klicki Bunti oder andere Apps, die Sie irgendwie ablenken könnten.
  • Papierplaner sind einfach zu benutzen. Zumindest ist das die Meinung vieler, die einen solchen besitzen. Zudem kann er beliebig an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden. Es gibt kein Korsett, das durch ein vorgegebenes Programm, wie flexibel es auch immer sein mag, vorgegeben ist.
  • Die Datensicherheit ist laut Kylie beim Papierplaner größer. Dieser Behauptung kann ich nicht zustimmen. Denn man kann den Planer mit den sensiblen Daten auch versehentlich im Besprechungszimmer liegen lassen. Dann wird er auch „gehackt“.

Nein, Frau Freese, nicht jeder, der Papier und Bleistift benutzt, ist von vorgestern. Denn es gibt durchaus Vorteile der analogen Variante, wie man sieht. Daher gilt:

Jede(r) wähle die Variante, mit der er/sie am besten zurechtkommt.

BarnImages / Pixabay

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Tausend Jahre wie ein Tag: Vom Umgang mit der Zeit

Ich bin begeisteter Podcast-Hörer. Kürzlich bin ich über einen interessanten solchen gestolpert, der sich mit dem Umgang mit der Zeit beschäftigt: Tausend Jahre wie ein Tag. Autor Hans Michael Ehl stellt vor, wie die Zeit aus der Sicht des Christentum, des (Zen-) Buddhismus und der jüdischen Religion betrachtet wird. Es ist doch erstaunlich. wie viel Gemeinsamkeiten diese Ansätze haben. Es geht um Achtsamkeit, Strukturieren des Tags und um Entschleunigung. Hören Sie selbst:

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Wie Sie Nomophobie bekämpfen

Es ist schon einige Wochen her, als ich hier im ToolBlog über das Phänomen der Nomophobie geschrieben habe.  Falls Sie sich nicht mehr daran erinnern können, was der Ausdruck bedeutet, hier noch einmal die Definition der Wikipedia:

Als Nomophobie bezeichnet man die Angst, ohne Mobiltelefon unerreichbar für soziale und geschäftliche Kontakte zu sein.

In dem Artikel hatte ich Ihnen einen Test vorgestellt, mit dem Sie überprüfen können, ob die Nomophobie von Ihnen Besitz ergriffen hat.

Was ich Ihnen in dem Beitrag schuldig geblieben bin, ist ein Hinweis, wie Sie aus dieser Zwangsnummer wieder herauskommen. Dies hole ich hiermit nach unter Berufung auf einen Artikel von Jillian D’Onfro: Here are some ways to curb your smartphone addiction this year. Hier sind ihre Tipps:

  1. Halten Sie sich an einen festen Zeitplan
    Stellen Sie einen Timer auf eine bestimmte Zeit ein. Gehen Sie nicht an Ihr Telefon, solange die eingestellte Zeit läuft. Nach Ablauf der Zeit dürfen Sie dann wieder für ein paar Minuten Ihre Nachrichten checken. Beginnen Sie mit 15 Minuten und steigern Sie die phonephfreie Zeit schrittweise auf bis zu 1 Stunde.
  2. Schalten Sie unnötige Push-Nachrichten aus
    Jedes Mal, wenn Sie einen neue App installieren, werden Sie gefragt, ob Sie Push-Nachrichten erhalten möchten. Wählen Sie hier sorgsam aus. Im Zweifel schalten Sie die Funktion aus und behalten nur die Benachrichtigungen, die Sie unbedingt benötigen.
  3. Verbannen Sie ablenkende Apps vom Hauptbildschirm
    Ein Plädoyer für einen aufgeräumten Bildschirm. Behalten Sie auf dem Hauptbildschirm, d.h. dem ersten sichtbaren Bildschirm nach dem Einschalten, nur die wichtigsten Apps. Hier gilt das berühmte 80/20-Prinzip: Es sollten nur die 20% Ihrer Apps zu sehen sein, mit denen Sie 80% Ihrer Aufgaben erledigen.
  4. Verwenden Sie Ihr Smartphone nicht im Bett
    Das sehe ich nicht ganz so streng. Ich benutze mein Smartphone abends im Bett gerne noch, um ein paar Vokabeln zu lernen. Allerdings weiß man aus Studien, dass der Blick auf einen Bildschirm für das Einschlafen abträglich ist.
  5. Benutzen Sie Amazon Echo, Google Home & Co
    Leider kann ich zu diesem Punkt nichts beisteuern. Derlei Geräte sind bei mir nicht im Einsatz und ich habe auch nicht vor, dies zu ändern.
  6. Schalten Sie Ihr Phone auf Schwarz-Weiß-Modus
    Ich gebe zu, ich wusste bis jetzt gar nicht, dass das geht. Zweck ist es, sich nicht von Blinki-Bunti-Icons ablenken zu lassen.
  7. Überprüfen Sie Ihre Gewohnheiten
    Um Ihr Smartphone-Verhalten nachzuvollziehen, gibt es – Sie ahnen es – geeignete Apps. Jillian nennt in dem Beitrag QualityTime (Android) oder Moment (iOS). Ehrlich gesagt, ich weiß nicht, was ich von dem Vorschlag halten soll. Solche Analyse-Apps können süchtig machen und das wäre dann kontraproduktiv.

Ich finde, einige von Jillians Vorschlägen sind einfach und schnell umzusetzen. Ich denke, dass damit schon viel zur Vermeidung von Nomophobie getan ist.

Haben Sie noch andere Tricks auf Lager um der Handy-Falle zu entgehen?

geralt / Pixabay

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Das etwas andere Periodensystem

Heute mal Off Topic, aber trotzdem interessant, wie ich finde.

Vielleicht haben Sie sich, genau so wie ich auch, in Ihrer Schulzeit mit dem Periodensystem der Elemente herumgequält. Was mir das Lernen damals sehr erschwert hat, war der Bezug zum praktischen Leben. Wofür zum Beispiel „Osmium“ gut sein sollte, hat sich mir nie erschlossen.

Damit sich das ändert, gibt es eine Website The Periodic Table of the Elements, in Pictures and Words. Hier finden Sie eine etwas andere Periodentafel, denn unter jedem Element ist auch erklärt, wo es seine alltäglich Verwendung findet. Kugelschreiberminen enthalten zum Beispiel Osmium, womit die Frage oben auch geklärt wäre. Die Tafel gibt es zum Ausdrucken, aber auch in interaktiver Form zum Anklicken der einzelnen Elemente.

Es gibt noch keine deutsche Variante. Vielleicht ist ein Chemielehrer oder -Student unter den ToolBlog-Lesern, der die Übersetzung besorgen möchte?

Übrigens gibt es das Periodensystem auch als Song, wie Sie hier sehen und hören können:

Ob diese Variante gelungen ist oder nicht, das zu beurteilen, bleibt Ihnen überlassen.

[via Futurism]

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