Archiv der Kategorie: Allgemein

Digital oder Papier? Sie haben die Wahl!

Kürzlich gab es auf Twitter eine Antwort auf einen Tweet von mir. Ich diesem hatte ich auf den Corbanizer hingewiesen, den ich in einem ToolBlog-Artikel vorgestellt hatte. Hier ist die Antwort:

Die Argumente, die Luise Freese hier nennt, sind absolut nachvollziehbar und stichhaltig. Was mir allerdings nicht gefällt, ist der letzte Satz: „Statisch und tot“. Bei mir kommt das Statement so an, dass Menschen, die Papier und Stift benutzen, nun ja, zumindest antiquiert sind. Warum eigentlich immer Entweder-oder? Vielleicht gibt es auch ein Sowohl-als-auch?

Kylie Brown hat die Vorteile beider Optionen in ihrem Artikel Digital Or Paper? How To Choose The Best Planner System For You zusammengestellt. Nachdem in dem Antworttweet oben die Vorteile der elektronischen Variante aufgeführt wurden, hier die der analogen, wie Kylie sie beschreibt:

  • Papierplaner können ohne elektronisches Equipment benutzt werden und sind daher auch sehr kostengünstig, Man hat den Planer schnell zur Hand, ohne irgendetwas starten oder gar hochfahren zu müssen.
  • Das Schreiben auf Papier mit der Hand schafft eine starke Verbindung zum Gehirn. Dies betrifft vor allem Menschen, die den kinästhetischen Sinneskanal bevorzugt benutzen. Aus diesem Grund gibt es auch Mitmenschen, die handgemachte Mind-Maps den elektronisch angefertigten vorziehen.
  • Papierplaner können die ganze Übersicht auf einer Seite bieten. Die Notizen sind leichter zu überschauen und zu wahrzunehmen.
  • Papierplaner werden für sich benutzt. Sie finden, anders als bei elektronischen Apps, kein Klicki Bunti oder andere Apps, die Sie irgendwie ablenken könnten.
  • Papierplaner sind einfach zu benutzen. Zumindest ist das die Meinung vieler, die einen solchen besitzen. Zudem kann er beliebig an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden. Es gibt kein Korsett, das durch ein vorgegebenes Programm, wie flexibel es auch immer sein mag, vorgegeben ist.
  • Die Datensicherheit ist laut Kylie beim Papierplaner größer. Dieser Behauptung kann ich nicht zustimmen. Denn man kann den Planer mit den sensiblen Daten auch versehentlich im Besprechungszimmer liegen lassen. Dann wird er auch „gehackt“.

Nein, Frau Freese, nicht jeder, der Papier und Bleistift benutzt, ist von vorgestern. Denn es gibt durchaus Vorteile der analogen Variante, wie man sieht. Daher gilt:

Jede(r) wähle die Variante, mit der er/sie am besten zurechtkommt.

BarnImages / Pixabay

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Tausend Jahre wie ein Tag: Vom Umgang mit der Zeit

Ich bin begeisteter Podcast-Hörer. Kürzlich bin ich über einen interessanten solchen gestolpert, der sich mit dem Umgang mit der Zeit beschäftigt: Tausend Jahre wie ein Tag. Autor Hans Michael Ehl stellt vor, wie die Zeit aus der Sicht des Christentum, des (Zen-) Buddhismus und der jüdischen Religion betrachtet wird. Es ist doch erstaunlich. wie viel Gemeinsamkeiten diese Ansätze haben. Es geht um Achtsamkeit, Strukturieren des Tags und um Entschleunigung. Hören Sie selbst:

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Wie Sie Nomophobie bekämpfen

Es ist schon einige Wochen her, als ich hier im ToolBlog über das Phänomen der Nomophobie geschrieben habe.  Falls Sie sich nicht mehr daran erinnern können, was der Ausdruck bedeutet, hier noch einmal die Definition der Wikipedia:

Als Nomophobie bezeichnet man die Angst, ohne Mobiltelefon unerreichbar für soziale und geschäftliche Kontakte zu sein.

In dem Artikel hatte ich Ihnen einen Test vorgestellt, mit dem Sie überprüfen können, ob die Nomophobie von Ihnen Besitz ergriffen hat.

Was ich Ihnen in dem Beitrag schuldig geblieben bin, ist ein Hinweis, wie Sie aus dieser Zwangsnummer wieder herauskommen. Dies hole ich hiermit nach unter Berufung auf einen Artikel von Jillian D’Onfro: Here are some ways to curb your smartphone addiction this year. Hier sind ihre Tipps:

  1. Halten Sie sich an einen festen Zeitplan
    Stellen Sie einen Timer auf eine bestimmte Zeit ein. Gehen Sie nicht an Ihr Telefon, solange die eingestellte Zeit läuft. Nach Ablauf der Zeit dürfen Sie dann wieder für ein paar Minuten Ihre Nachrichten checken. Beginnen Sie mit 15 Minuten und steigern Sie die phonephfreie Zeit schrittweise auf bis zu 1 Stunde.
  2. Schalten Sie unnötige Push-Nachrichten aus
    Jedes Mal, wenn Sie einen neue App installieren, werden Sie gefragt, ob Sie Push-Nachrichten erhalten möchten. Wählen Sie hier sorgsam aus. Im Zweifel schalten Sie die Funktion aus und behalten nur die Benachrichtigungen, die Sie unbedingt benötigen.
  3. Verbannen Sie ablenkende Apps vom Hauptbildschirm
    Ein Plädoyer für einen aufgeräumten Bildschirm. Behalten Sie auf dem Hauptbildschirm, d.h. dem ersten sichtbaren Bildschirm nach dem Einschalten, nur die wichtigsten Apps. Hier gilt das berühmte 80/20-Prinzip: Es sollten nur die 20% Ihrer Apps zu sehen sein, mit denen Sie 80% Ihrer Aufgaben erledigen.
  4. Verwenden Sie Ihr Smartphone nicht im Bett
    Das sehe ich nicht ganz so streng. Ich benutze mein Smartphone abends im Bett gerne noch, um ein paar Vokabeln zu lernen. Allerdings weiß man aus Studien, dass der Blick auf einen Bildschirm für das Einschlafen abträglich ist.
  5. Benutzen Sie Amazon Echo, Google Home & Co
    Leider kann ich zu diesem Punkt nichts beisteuern. Derlei Geräte sind bei mir nicht im Einsatz und ich habe auch nicht vor, dies zu ändern.
  6. Schalten Sie Ihr Phone auf Schwarz-Weiß-Modus
    Ich gebe zu, ich wusste bis jetzt gar nicht, dass das geht. Zweck ist es, sich nicht von Blinki-Bunti-Icons ablenken zu lassen.
  7. Überprüfen Sie Ihre Gewohnheiten
    Um Ihr Smartphone-Verhalten nachzuvollziehen, gibt es – Sie ahnen es – geeignete Apps. Jillian nennt in dem Beitrag QualityTime (Android) oder Moment (iOS). Ehrlich gesagt, ich weiß nicht, was ich von dem Vorschlag halten soll. Solche Analyse-Apps können süchtig machen und das wäre dann kontraproduktiv.

Ich finde, einige von Jillians Vorschlägen sind einfach und schnell umzusetzen. Ich denke, dass damit schon viel zur Vermeidung von Nomophobie getan ist.

Haben Sie noch andere Tricks auf Lager um der Handy-Falle zu entgehen?

geralt / Pixabay

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Das etwas andere Periodensystem

Heute mal Off Topic, aber trotzdem interessant, wie ich finde.

Vielleicht haben Sie sich, genau so wie ich auch, in Ihrer Schulzeit mit dem Periodensystem der Elemente herumgequält. Was mir das Lernen damals sehr erschwert hat, war der Bezug zum praktischen Leben. Wofür zum Beispiel „Osmium“ gut sein sollte, hat sich mir nie erschlossen.

Damit sich das ändert, gibt es eine Website The Periodic Table of the Elements, in Pictures and Words. Hier finden Sie eine etwas andere Periodentafel, denn unter jedem Element ist auch erklärt, wo es seine alltäglich Verwendung findet. Kugelschreiberminen enthalten zum Beispiel Osmium, womit die Frage oben auch geklärt wäre. Die Tafel gibt es zum Ausdrucken, aber auch in interaktiver Form zum Anklicken der einzelnen Elemente.

Es gibt noch keine deutsche Variante. Vielleicht ist ein Chemielehrer oder -Student unter den ToolBlog-Lesern, der die Übersetzung besorgen möchte?

Übrigens gibt es das Periodensystem auch als Song, wie Sie hier sehen und hören können:

Ob diese Variante gelungen ist oder nicht, das zu beurteilen, bleibt Ihnen überlassen.

[via Futurism]

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Wie Sie Ihr Glück in der Arbeit finden

Ich bin ja ein bekennender Fan der Bücher von Shamash Alidina. Aus diesem Grund empfehle ich sie auch auf der Bücherseite des ToolBlogs. In einem Beitrag auf seinem Blog behauptet Shamash:

I have a confession to make. I love mondays!

Nun weiß ich nicht, inwieweit Sie so eine Aussage Menschen wie Shamash (oder auch mir) abnehmen können. Es ist für uns auch einfach, denn wenn Sie sich Ihre Zeit frei einteilen können, spielen die Wochentage nur noch eine untergeordnete Rolle.

Sei’s drum. In dem o.a. Artikel finden Sie eine schöne Infografik mit 10 Tipps, wie Sie auffe Maloche glücklich werden können. Ich mach es eine Nummer kleiner. Mit diesen Tipps können Sie selbst erheblich dazu beitragen, Ihre Arbeitszufriedenheit zu steigern.

Ich wünsche Ihnen mit diesen Tipps einen guten Start in die Woche!

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In eigener Sache: Es klemmt!

Liebe Leserinnen und Leser,

leider habe ich momentan keinen Internetanschluss mehr in meinen Büro. Das erschwert für mich das Schreiben im und die Recherche für das ToolBlog beträchtlich. Aus diesem Grund werden hier in der nächsten Zeit entweder gar keine oder nur wenige kurze Beiträge erscheinen.

Natürlich werde ich versuchen, dennoch den einen oder anderen Artikel über andere Kanäle hier zu platzieren. Inwieweit mir das gelingt, weiß ich noch nicht. Ich hoffe, das Drama ist bis 10. Oktober beendet, denn dann hat sich der Techniker erneut angesagt.

Telefonisch bin ich über Festnetz ebenfalls nicht zu erreichen. Schreiben Sie mir doch bitte eine E-Mail oder rufen Sie mich auf meinem Mobiltelefon an (Meine Kunden kennen die Nummer). Ich melde mich dann umgehend bei Ihnen.

Mittlerweile bin ich wieder am Netz angeschlossen. Aber es hat sich in der Zwischenzeit viel Arbeit angehäuft. Ich bitte also dennoch um Nachsicht, wenn hier die nächsten Tage etwas Ruhe einkehrt.

 

BTW: Ich habe zum ersten Mal eine Beschwerde bei der Bundesnetzagentur eingereicht und bin gespannt, was dabei herauskommt. Auf jeden Fall war die Dame am Telefon dort sehr hilfsbereit und freundlich.
Vielleicht ergibt sich aus der ganzen Sache auch ein eigener ToolBlog-Artikel. Wer weiß…

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Das Buch „Creability“ geht an…

Anja K.

Herzlichen Glückwunsch!

Bitte mir die Kontaktdaten schicken, damit ich das Buch versenden kann.

Allen Anderen ein  herzliches Dankeschön fürs Mitmachen.
Vielleicht das nächste Mal, ich verlose immer wieder mal ein Buch hier im ToolBlog.

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Aufgewärmt: Ein Helferlein zum Besiegen des inneren Schweinehunds

Mark Twain hat einmal über Gewohnheiten gesagt:

Eine Gewohnheit kann man nicht einfach zum Fenster hinauswerfen; man muss sie Stufe für Stufe die Treppe hinunterlocken.

Ja, es ist mühsam, alte Gewohnheiten einfach über Bord zu werfen oder neue zu implementieren. Können Sie sich noch an die Vorsätze erinnern, die Sie zum Jahreswechsel gefasst haben. Und wenn Sie sich an Sie erinnern, wie weit sind Sie in der Umsetzung? Nun gut, ich will hier kein Salz in offene Wunden streuen. Vielmehr gibt es ein kleines Helferlein, das Sie beim Ablegen alter Gewohnheiten oder dem Gegenteil unterstützen kann.

Der amerikanische Schauspieler Jerry Seinfeld hat einmal beschrieben, wie er sich selbst mit Gewohnheiten auf die Sprünge hilft (Quelle: Lifehacker):

Man nehme einen großen Wandkalender und einen dicken roten Filzstift. An jedem Tag, an dem Sie etwas vermieden haben (z. B. nicht geraucht haben) oder etwas getan haben (z.B. Frühsport), machen Sie an dem Datum ein großes Kreuz. Nach ein paar Tage ergibt das eine Kette. Und je länger diese Kette wird, desto weniger Lust haben Sie, die Kette zu unterbrechen. In seinen eigenen Worten:

After a few days you’ll have a chain. Just keep at it and the chain will grow longer every day. You’ll like seeing that chain, especially when you get a few weeks under your belt. Your only job next is to not break the chain. “Don’t break the chain!“

Nun geben wir Geeks uns nicht mit Papier und Bleistift zufrieden, zu was haben wir schließlich unseren Rechenknecht. Und tatsächlich, Don’t Break the Chain! ist ein Internetanwendung, mit der wir viele Ketten aufbauen können. Das Programm gibt es auch als Widget für iGoogle oder als Erweiterung für Chrome. Und in Ihr Blog können Sie Ihren Gewohnheitsaufbau- oder abbaufortschritt auch einbinden.

Eine einfache, aber wirkungsvolle Methode, zu der uns die Verhaltenstherapeuten sicherlich den theoretischen Hintergrund liefern könnten. Müssen sie aber nicht. Es funktioniert auch so.

[Dieser Artikel erschien im ToolBlog zuerst am 14. 01. 2011]

 

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