Archiv der Kategorie: Allgemein

Kaufen! Kaufen! Kaufen!

In dem Buch des berühmten Finanzwesirs meine ich gelesen zu haben, dass eine der größten finanziellen Einnahmequellen darin besteht, gar nicht erst etwas auszugeben (Raucher, höret die Signale!).

Logisch, dass es eine Menge Leute da draußen gibt, die den ganzen Tag nichts anderes tun, als sich zu überlegen, wie sie derartigen Sparsamkeitsanwandlungen wirksam torpedieren können. Skrupel gibt es dabei keine und so kommen auch wissenschaftliche psychologische Erkenntnisse zum Tragen. Der Rubel muss schließlich rollen.

Wenn man die Tricks der das-Geld-aus-der-Tasche-zieh-Spezialisten kennt, dann kann man sich ein wenig vor ihren Nachstellungen schĂĽtzen. Carly Hallmann stellt eine Infografik vor, die einige dieser Taktiken ĂĽbersichtlich darstellt: 29 Psychological Pricing Tricks and Tactics Used to Make People Buy More.

 

Diejenigen, die meinen Sparsamkeits-Appell skeptisch betrachten, haben nicht ganz unrecht. Nur Sparsamkeit wird zur Erzeugung von Wohlstand nicht ausreichen. Warum das so ist, können Sie in dem anschaulichen Artikel von Joe Udo nachlesen: No One Ever Gets Rich by Being Frugal.

 

 

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Wie Sie eine Community pflegen

Ich habe lange ĂĽberlegt, wie ich das Wort „Community“ ĂĽbersetzen könnte und muss gestehen, mir ist nichts rechtes eingefallen. „Gemeinschaft“ trifft es nicht so richtig, „Gemeinde“ wohl eher. Im US-amerikanischen Kontext wird damit oft das Gemeinwesen angesprochen. Manchmal ist es vielleicht besser, den Ausdruck einfach stehen zu lassen.

Wie auch immer, auf der Website The Community Tool Box lernen Sie ein Vielzahl von Methoden kennen, mit denen Sie Communities bilden und unterstützen können. Sie erfahren auf der Website,

  • wie Sie die BedĂĽrfnisse einer Community herausarbeiten können
  • wie Sie die Ressourcen ermitteln können, die einer Community zur VerfĂĽgung stehen
  • wie Sie die Stellgrößen fĂĽr eine gesunde Entwicklung benennen und benutzen
  • welche Stakeholder es gibt und wie man sie einbeziehen kann
  • auf welche Weise FĂĽhrung entwickelt wird
  • welche MaĂźnahmen zur Entwicklung geplant, durchgefĂĽhrt und wie sie evaluiert werden können

Aufgrund des riesigen Umfangs des Gebotenen ist es sicher hilfreich sich zunächst mit dem Gebrauch der Toolbox zu beschäftigen. Auch hier für gibt es ein eigenes Kapitel.

Die Community Toolbox ist ein Angebot der Universität von Kansas und ist mit den wenigen Einschränkungen der Creative Commons Attribution-Noncommercial-Share Alike 3 frei zugänglich.

Da ich seit diesem Jahr das Ehrenamt des Kirchengemeinderats ausübe, werde ich mich in der nächsten Zeit eingehend mit der Community Toolbox befassen. Ich habe da so eine Ahnung, dass ich dort eine Menge für die Gemeindearbeit lernen kann.

BTW: Ich habe lange überlegt, ob es in Deutschland eventuell ein Gegenstück zur Community Toolbox geben könnte. Vielleicht ist es die Stiftung Mitarbeit zusammen mit dem Wegweiser Bürgergesellschaft und dem Netzwerk Bürgerbeteiligung. Schauen Sie doch einmal vorbei und überprüfen, ob ich richtig liege.

Übrigens hat die Community Toolbox auch einen eigenen YouTube-Kanal, wie könnte es auch anders sein.

 

Bild von Alexas_Fotos auf Pixabay

 

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In diesen Tagen wichtig: Allerhand digitales Zeug

Ich will kein Wort ĂĽber Corona verlieren. Da ist „alles schon gesagt, nur noch nicht von allen“ (Karl Valentin). Allerdings habe ich mir vorgenommen, interessante Ideen, Links, Apps und (auch analoge) Anregungen zu sammeln. Not macht bekanntlich erfinderisch, und da kommt schon einiges Be-Merkens-Wertes zutage.

AuĂźerdem wird es wieder eine Zeit danach geben und dann ist es vielleicht nĂĽtzlich, sich daran zu erinnern, was uns damals geholfen hat und was vielleicht auch nicht.

Da ich mich auch etwas in der evangelischen Kirche engagiere, stehen weiter unten auch Tipps aus und fĂĽr dieses Umfeld. Das ist mir persönlich sehr wichtig, wenn Sie das stören sollte, ĂĽberlesen Sie es einfach. Aber wer weiĂź, vielleicht finden Sie auch da die eine oder andere Anregung fĂĽr den „weltlichen“ Gebrauch.

Online-Werkzeuge zur Zusammenarbeit

Wenn wir uns schon nicht persönlich nahekommen dürfen, so sollten wir uns dennoch nahe sein. Dabei helfen Tools zur Kommunikation online:

Linksammlungen und Anleitungen

Empfehlungen fĂĽr einzelne Tools

[Dank an @AndreasPublic, @SCRUMschau, @robert_we, @spacedani, @selinafui2, @jepe92, @schlossblog, @SwiftLizard, @krolli53], @madiko

Ich habe mich sehr angestrengt, dass mir beim Dankeschön niemand durch die Lappen gegangen ist. Sollte mir es doch passiert sein, danke ich Euch anonym und bitte um Verzeihung.

Hier eine Video-Anleitung für die Arbeit mit Jitsi, gedacht als online-Klassenzimmer, aber auch für andere online-Konferenzen.

So gelingt das virtuelle Klassenzimmer 2 – Ein Tool fĂĽr die Onlinekonferenz

 

In diesem Zusammenhang ein (von ihm abgewandeltes) Zitat
meines geschätzten Kollegen Marcus Raitner. Denken Sie dran!

Wenn du eine ScheiĂźbesprechung digitalisierst, dann hast du eben eine scheiĂź digitale Besprechung!

Ideen, Anregungen

Wir werden in den nächsten Wochen und Monaten einiges anders machen müssen. Hier finden Sie ein paar Idee dazu:

 

Kirchlicher Bereich

Apps

Ich bin mir bewusst, dass diese Ăśbersicht nur ein Bruchteil der Ideen und Angebote darstellt. Daher meine Bitte: Sollten Sie auf etwas stoĂźen, auf das ich an dieser Stelle hinweisen sollte, dann lassen Sie mich es wissen. Bitte benutzen Sie dazu die Kommentarfunktion. Ich pflege Ihre Tipps dann ein.

Nochmals vielen Dank.
Besondere Umstände erfordern besondere Maßnahmen.

 

2 Antworten

Grundlegendes zu Arbeitsrecht & Co

Während des ScrumDays 2018 besuchte ich einen Workshop, in dem die Basics des Arbeitsrechts vermittelt werden sollten. Der Kenntnisstand zu diesem Thema hat mich doch einigermaßen erschreckt. Oder vornehm ausgedrückt: Es ist noch viel Luft nach oben. Offensichtlich hat sich seitdem nicht allzuviel verbessert, habe ich den Eindruck.

Zum eigenen unkomplizierten Aufschlauen möchte ich daher einige Broschüren empfehlen, die sämtlich kostenlos als pdf-Dateien heruntergeladen werden können:

Falls Sie in Ihrem Unternehmen HeimbĂĽrotage anbieten, dann emfpfehle ich Ihnen auĂźerdem:

Ich denke, wenn Sie diese BroschĂĽren durchgelesen haben, dann sind Sie erst einmal gerĂĽstet.

BTW: Natürlich bin ich selbst kein Jurist und daher auch kein Arbeitsrechtler. Allerdings hat mir die langjährige Zusammenarbeit mit einem solchen immer wieder gezeigt, wie komplex diese Materie ist. Ein paar Grundkenntnisse können also nicht schaden.

Beim Thema Arbeitssicherheit kenne ich mich als gelernter Sicherheitsingenieur schon besser aus. Insbesondere hinsichtlich der Gefährdungsbeurteilung psychischer Faktoren kann ich Ihnen schon weiterhelfen, wenn Sie wollen.

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

 

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RIP Lyle Mays

Ich war und bin immer noch ein großer Fan von Pat Metheny und seiner Musik. Der große Erfolg der Pat Metheny Group wäre sicher ohne den kongenialen Weggefährten und Mitgründer Lyle Mays kaum denkbar.

Lyle Mays starb am 19. Februar nach langer Krankheit. RIP.

Lyle Mays arbeitete gegen Ende seines Lebens in der Software-Industrie. Daher an dieser Stelle ein Auftritt auf der TEDxCaltech:  Lyle Mays and Friends.

TEDxCaltech – Lyle Mays and Friends

 

 

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FĂĽr Retro-Fans: Die Websites zum HP-41 und TI-59

Ich habe an der TH Darmstadt von 1980 – 1986 Papiererzeugung studiert, ein Teilgebiet des Maschinenbaus. Als ich anfing mit dem Studium, waren es Autos, die die Studentenschaft in zwei Gruppen spalteten. Wenn man überhaupt eines hatte, dann gehörte man entweder der Enten– oder der R4– Fraktion an. Das änderte sich schlagartig, als die ersten programmierbaren Taschenrechner auf den Markt kamen. Ab sofort gab es eine Gruppe von Studenten, die Anhänger der Umgekehrten Polnischen Notation und damit der Rechner von Hewlett-Packard (HP) waren und die anderen, die Rechner von Texas Instruments (TI) bevorzugten. HP-41 und TI-59 hießen die Flaggschiffe der beiden Unternehmen, über die die Studenten mit fast derselben Leidenschaft diskutierten, wie es heute die Apple- und Windowsjünger tun.

Dass die Leidenschaft bis heute ungebrochen ist, sieht man an der Überschrift zur TI-59-Fanseite:

This site is dedicated to Texas Instruments 59, the best programmable calculator in the world,

heißt es da. Klar, was sonst. Etwas sachlicher kommt die Seite der Konkurrenz HP-41 daher:

This site is dedicated to documenting and preserving this amazing machine.

Wie auch immer, Sie finden auf beiden Seiten eine FĂĽlle von Informationen zu beiden bemerkenswerten Maschinen, die uns Studenten zum Ă„rger der wissenschaftlichen Assistenten die Getriebeberechnung fast zum Kinderspiel machten.

Das waren noch Zeiten!

BTW: Wenn Sie noch nie eines der beiden Objekte der Begierden besessen haben oder besitzen und dennoch dem stolzen Gefühl nachspüren möchten, dann gibt es Emulatoren für den TI-59 und den HP-41. Ich selbst konnte mir damals als Student und bekennender Anhänger der  Umgekehrten Polnischen Notation einen HP-41 nicht leisten. Aber immerhin reichte die Kohle für einen HP-34C. Und mit dem habe ich auch sehr gerne gerechnet.

Nachtrag (17. 12. 2019)

Angefixt durch den eigenen Artikel habe ich in der Zwischenzeit recherchiert, ob es Simulationen der o.a. Rechner auch fĂĽr das Smartphone gibt. Und siehe da, die gibt es. Allerdings nicht immer kostenfrei. Hier meine Ausbeute fĂĽr das iPhone:

Übrigens sind das nur Emulatoren für die wissenschaftlichen Rechner. Diese gibt es auch für die kaufmännischen Rechner von TI und HP. Die interessierte Leserin möge danach googeln. Sie wird fündig werden.

 

Bild von Hans Braxmeier auf Pixabay

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Warum Sie in der Regel eben doch Ihrem Bauch trauen sollten

“Bauch oder nicht Bauch?”, das ist hier die Frage. In einem Artikel auf seinem Blog will Scott Berkun den Nachweis führen, warum “Always trust your gut” (“Verlass Dich immer auf Deinen Bauch”) kein guter Ratschlag ist: Should you always trust your gut?

In dem Artikel erklärt er auch, warum:

  1. Unsere Instinkte können widersprüchlich reagieren
    Gemeint ist hier die Angst vor dem Ja-Wort im Standesamt, obwohl man sich auf diesen Moment eigentlich freut.
    Mag sein. Und dennoch. Es geht hier beim Bauchgefühl nicht um Momentaufnahmen. Wenn mich vor einem wichtigen Ereignis immer und immer wieder Zweifel plagen, dann sollte ich sie ernst nehmen. Es geht nicht um den Augenblick, sondern um ein gewisses Grundgefühl. Ein typischer Fall ist die Beförderung. Eigentlich sollte ich mich darüber freuen, aber es quält mich ein Unbehagen, das nicht auszuräumen ist. Wenn dem so ist, dann sollte ich mich fragen, woher das Bauchgefühl kommt.
  2. Wir kennen uns selbst gar nicht so gut
    Das stimmt. Das Meiste schlummert eben im Unbewussten. Und gerade deshalb ist es ja so wichtig, in sich hineinzuhören, ob vom Bauch nicht wichtige Impulse kommen.
  3. Instinkte hängen von Situationen ab
    Das ist richtig. Und hier zeigt sich, dass es nicht zweckmäßig ist, Instinkt mit Bauchgefühl gleichzusetzen. Instinkt ist nicht Intuition. Instinkt liegt im Reptilienhirn und gehört zu unserem Überlebensprogramm.
  4. Manche unserer Instinkte sind besser ausgebildet als andere
    Mag sein, aber siehe 3.
  5. Gutes Urteilsvermögen rührt von Fehlern her, die wiederum von schlechtem Urteilsvermögen kommen
    Klar, man bildet (teilweise) aufgrund von Erfahrungen sein BauchgefĂĽhl aus. Wenn die Batterie etwas abgeben soll, dann muss man sie vorher laden.
  6. Daten stechen Speicher
    Was Scott hier beschreibt, hat fĂĽr mich nichts mit Pro oder Contra BauchgefĂĽhl zu tun. Was will er mir damit sagen?
  7. Man kann aus den falschen GrĂĽnden Erfolg haben und Misserfolg aus den richtigen
    Ach ja, was ist “falsch” und was ist “richtig”? Auch das hat m. E. nichts mit dem Bauchgefühl zu tun.

Meine Folgerungen?

So sehr ich Scott Berkun schätze, aber hier hat er sich meiner Meinung nach vergaloppiert. Zum ist das Gleichsetzen von Bauchgefühl und Instinkt für mich nicht sinnvoll. Zum anderen zählt er Dinge auf, die nichts über Vor- und Nachteile von Bauchentscheidungen aussagen. Ich kann verstehen, dass es besonders den “Kopfgesteuerten” unter uns schwerfällt, die Überlegenheit des Bauchgefühls zu akzeptieren. Vielleicht hilft ihnen die Lektüre von Gigerenzer weiter.

Bauchentscheidungen: Die Intelligenz des Unbewussten und die Macht der Intuition (Taschenbuch)
by Gerd Gigerenzer

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Für mich ist die Sache klar. Ich höre auf meinen Bauch. Denn die Entscheidungen, die ich in meinem Leben mit dem Kopf getroffen habe, gingen alle ordentlich in die Hose. Das heißt aber nicht, dass ich meinen Kopf ausschalte. Lassen Sie es mich auf auf folgende Formel bringen:

Vorbereitet werden die Entscheidungen mit dem Kopf, getroffen mit dem Bauch!

Wie so oft im Leben heißt die Devise “Sowohl als auch” und nicht “Entweder oder”. Ähnlich sieht es Scott wohl letztlich auch, wenn ich den Kommentarthread zu seinem Artikel richtig interpretiere.

 

 

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Das Gegenskript zur Bekämpfung ungebetener Anrufe

Kürzlich ist es wieder passiert. Ich sitze gerade konzentriert bei der Arbeit, ein Pomodoro ist zur Hälfte abgelaufen und dann klingelt das Telefon.

Ärgerlich genug, aber dann ist auch noch jemand am anderen Ende der Leitung, der wissen will, ob man sein Geld (welches Geld?) sinnvoll angelegt hat oder ob man den Stromanbieter wechseln möchte. In letzter Zeit habe ich öfters Anrufe der Vereinigten Medien bekommen, mit denen ich nun wirklich nichts mehr zu tun haben möchte. Normalerweise lege ich bei derartigen Anrufen schnell auf und sperre die Nummer in meiner FritzBox.

Wenn Ihnen diese technische Lösung zu einfach ist und bei Ihnen der Ärger richtig hochkocht, dann können Sie sich auch anders wehren.

Wie wir wissen, benutzen die professionellen Nervensägen ein Skript, mit dem sie uns systematisch zu überrumpeln hoffen. Was liegt also näher, zur eigenen Verteidigung mit grimmigem Lächeln ein Gegenskript zu verwenden?
Mir leider unbekannt gebliebene Autoren haben ein solches Gegenskript entworfen und ins Netz gestellt. Sie können es als pdf-Datei herunterladen.

Klar, das Sperren ungebetener eingehender Anrufe ist einfacher, macht aber bestimmt nicht so viel Spaß. Aber ich gebe zu, ein bisschen gemein ist das Skript schon und das Tätigen von Anrufen zur kalten Akquise ist bestimmt auch kein Zuckerschlecken.

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