Archiv der Kategorie: Allgemein

In eigener Sache: Das ToolBlog macht Pause

Wie die Leser:innen vielleicht schon bemerkt haben, ist in den letzten Wochen die Frequenz der Veröffentlichen auf meinem ToolBlog kontinuierlich zurückgegangen. Ich möchte mich dafür entschuldigen und gerne erklären, warum das so ist.

Immer häufiger ereilt mich die berĂĽchtigte Schreibblockade und mir fällt es zunehmend schwer, mir die Zeit und MuĂźe zu nehmen um einen Beitrag zu schreiben. Das ist eigentlich erstaunlich, denn Zeit wäre genug da. Die DurchfĂĽhrung von Workshops wurde von den Unternehmen aufgrund der Pandemie stark reduziert und uns Organisationsberatern und Trainerinnen geht es da in etwa so wie den KĂĽnstlern (…aber das ist wieder eine andere Baustelle).

Obwohl ich also genügend Zeit hätte, Artikel zu verfassen, muss ich mich dazu regelrecht überwinden. Offensichtlich schlägt mir die derzeitige Situation und Nachrichtenlage mehr aufs Gemüt als ich mir zugestehen möchte. Momentan ist mir einfach nicht nach Schreiben zumute. Stattdessen stecke ich meine Zeit und Energie lieber in andere Projekte.

So arbeite ich gerade daran, meinen populären Workshop ĂĽber Aufgabenorganisation und Zeitmanagement online anzubieten. Sollten Sie Interesse an einer Teilnahme haben, geben Sie mir doch bitte Bescheid, ich halte Sie dann auf dem Laufenden. Auch andere Themen wie „Problemlösungsmethoden“ oder „Umgang mit Psychischen Belastungen am Arbeitsplatz“ befinden sich in der Planung. Und ja, Sprintseminare halte ich nach wie vor und sie können gebucht werden.

Noch andere Pläne?

Nun ja, was in diesen Tagen (fast) Alle versuchen. Ich bemĂĽhe mich, gesund zu bleiben und die Dinge tun, die mir wichtig, aber bisher zu kurz gekommen sind: Lesen, Nachdenken, Meditieren, Gitarre lernen, Sprachen ĂĽben u.a. Und vor allem meine Enkeltochter bespaĂźen, die uns allen sehr viel Freude macht.

Abgeschrieben ist das Bloggen allerdings noch nicht. Oder sehr frei mit Marc Aurel gesprochen:

Entweder es ändern sich die Zeiten oder man ändert sich mit der Zeit.

Ich kann mir durchaus vorstellen, dass mich irgendwann wieder die Schreiblust überfällt, vielleicht im ToolBlog, vielleicht in anderer Form oder in einem anderen Blog, ich werde Sie es wissen lassen.

Mich wĂĽrde sehr freuen, wenn wir in Kontakt blieben, vielleicht auch ĂĽber Twitter (ToolBlog by (@stlist).

Dankeschön, Ihnen allen!

 

Bildquelle: Klick auf das Bild.

 

 

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Die Stufen des Widerspruchs

Immer wieder nehme ich mir vor, mich auf Twitter nicht auf Diskussionen einzulassen. Aber ich tue es immer wieder. Auch heute wieder. Allerdings bemerke ich diesen Fehler schneller als früher und begebe mich alsbald zum Ausgang. Meist bediene ich mich dann der komplementären Kommunikation, indem ich mich mit einer Unterlegenheitsgeste verabschiede. Wie es im Tierreich halt üblich ist. Ganz nach dem Motto meiner Großmutter:

Du hast Recht und ich habe meine Ruhe.

Vielleicht ist diese Vorgehensweise nicht immer befriedigend, aber sie schont die Nerven ungemein.

Trotzdem halte ich Twitter unterm Strich immer noch fĂĽr ein wertvolles Medium. Ăśber diesen Kanal habe ich schon manchen interessanten Kontakt geschmiedet und – ja – auch manchen interessanten DenkanstoĂź bekommen. So auch zum Thema Diskussion, Diskurs, Dialog von @JohanMalan. In einem Tweet weist er auf die Hierarchie der Gegenargumente nach Paul Graham hin:

Respekt fĂĽr die gegnerische Position ist proportional zur eingenommenen Stufe auf der Pyramide.

Graham's Hierarchy of Disagreement-de.svg
Mir fällt auf, dass Diskussionen auf Twitter sehr oft auf den vier unteren Ebenen dieser Pyramide stattfindet. Ich bin weder Kommunikationstheoretiker noch Medienwissenschaftler und so kann ich nur spekulieren, warum die Auseinandersetzung auf diesen Stufen in sozialen Netzwerken die Regel und nicht die Ausnahme sind (Vermutungen habe ich allerdings).

Hinweisen möchte ich auf den Originalbeitrag How to Disagree von Paul Graham, den Jens Oliver Meiert netterweise ins Deutsche übersetzt hat.

Mir gefällt dieses Modell von Graham ganz gut. „Ganz“ deswegen, weil ich mir bei WH2 „Kritik des Umgangtons“ nicht ganz schlĂĽssig bin. Was soll man davon halten, wenn mir zwar ein schlĂĽssiges Gegenargument genannt wird, dies aber in herablassendem belehrendem Unterton? Spätestens seit Watzlawick wissen wir, dass sich Sach- und Beziehungsebene schwer (oder besser gar nicht) trennen lassen. Ist dann nicht erlaubt, nicht nur das „Was“, sondern vielmehr das „Wie“ einer Konversation zu kritisieren?

Vielleicht lohnt es sich, dem Grahamschen Modell das Modell der Logischen Ebenen von Robert Dilts gegenĂĽberzustellen.

Aber nicht mehr heute am Sonntagabend, vielleicht nächste Woche.

 

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Kaufen! Kaufen! Kaufen!

In dem Buch des berühmten Finanzwesirs meine ich gelesen zu haben, dass eine der größten finanziellen Einnahmequellen darin besteht, gar nicht erst etwas auszugeben (Raucher, höret die Signale!).

Logisch, dass es eine Menge Leute da draußen gibt, die den ganzen Tag nichts anderes tun, als sich zu überlegen, wie sie derartigen Sparsamkeitsanwandlungen wirksam torpedieren können. Skrupel gibt es dabei keine und so kommen auch wissenschaftliche psychologische Erkenntnisse zum Tragen. Der Rubel muss schließlich rollen.

Wenn man die Tricks der das-Geld-aus-der-Tasche-zieh-Spezialisten kennt, dann kann man sich ein wenig vor ihren Nachstellungen schĂĽtzen. Carly Hallmann stellt eine Infografik vor, die einige dieser Taktiken ĂĽbersichtlich darstellt: 29 Psychological Pricing Tricks and Tactics Used to Make People Buy More.

 

Diejenigen, die meinen Sparsamkeits-Appell skeptisch betrachten, haben nicht ganz unrecht. Nur Sparsamkeit wird zur Erzeugung von Wohlstand nicht ausreichen. Warum das so ist, können Sie in dem anschaulichen Artikel von Joe Udo nachlesen: No One Ever Gets Rich by Being Frugal.

 

 

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Wie Sie eine Community pflegen

Ich habe lange ĂĽberlegt, wie ich das Wort „Community“ ĂĽbersetzen könnte und muss gestehen, mir ist nichts rechtes eingefallen. „Gemeinschaft“ trifft es nicht so richtig, „Gemeinde“ wohl eher. Im US-amerikanischen Kontext wird damit oft das Gemeinwesen angesprochen. Manchmal ist es vielleicht besser, den Ausdruck einfach stehen zu lassen.

Wie auch immer, auf der Website The Community Tool Box lernen Sie ein Vielzahl von Methoden kennen, mit denen Sie Communities bilden und unterstützen können. Sie erfahren auf der Website,

  • wie Sie die BedĂĽrfnisse einer Community herausarbeiten können
  • wie Sie die Ressourcen ermitteln können, die einer Community zur VerfĂĽgung stehen
  • wie Sie die Stellgrößen fĂĽr eine gesunde Entwicklung benennen und benutzen
  • welche Stakeholder es gibt und wie man sie einbeziehen kann
  • auf welche Weise FĂĽhrung entwickelt wird
  • welche MaĂźnahmen zur Entwicklung geplant, durchgefĂĽhrt und wie sie evaluiert werden können

Aufgrund des riesigen Umfangs des Gebotenen ist es sicher hilfreich sich zunächst mit dem Gebrauch der Toolbox zu beschäftigen. Auch hier für gibt es ein eigenes Kapitel.

Die Community Toolbox ist ein Angebot der Universität von Kansas und ist mit den wenigen Einschränkungen der Creative Commons Attribution-Noncommercial-Share Alike 3 frei zugänglich.

Da ich seit diesem Jahr das Ehrenamt des Kirchengemeinderats ausübe, werde ich mich in der nächsten Zeit eingehend mit der Community Toolbox befassen. Ich habe da so eine Ahnung, dass ich dort eine Menge für die Gemeindearbeit lernen kann.

BTW: Ich habe lange überlegt, ob es in Deutschland eventuell ein Gegenstück zur Community Toolbox geben könnte. Vielleicht ist es die Stiftung Mitarbeit zusammen mit dem Wegweiser Bürgergesellschaft und dem Netzwerk Bürgerbeteiligung. Schauen Sie doch einmal vorbei und überprüfen, ob ich richtig liege.

Übrigens hat die Community Toolbox auch einen eigenen YouTube-Kanal, wie könnte es auch anders sein.

 

Bild von Alexas_Fotos auf Pixabay

 

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In diesen Tagen wichtig: Allerhand digitales Zeug

Ich will kein Wort ĂĽber Corona verlieren. Da ist „alles schon gesagt, nur noch nicht von allen“ (Karl Valentin). Allerdings habe ich mir vorgenommen, interessante Ideen, Links, Apps und (auch analoge) Anregungen zu sammeln. Not macht bekanntlich erfinderisch, und da kommt schon einiges Be-Merkens-Wertes zutage.

AuĂźerdem wird es wieder eine Zeit danach geben und dann ist es vielleicht nĂĽtzlich, sich daran zu erinnern, was uns damals geholfen hat und was vielleicht auch nicht.

Da ich mich auch etwas in der evangelischen Kirche engagiere, stehen weiter unten auch Tipps aus und fĂĽr dieses Umfeld. Das ist mir persönlich sehr wichtig, wenn Sie das stören sollte, ĂĽberlesen Sie es einfach. Aber wer weiĂź, vielleicht finden Sie auch da die eine oder andere Anregung fĂĽr den „weltlichen“ Gebrauch.

Online-Werkzeuge zur Zusammenarbeit

Wenn wir uns schon nicht persönlich nahekommen dürfen, so sollten wir uns dennoch nahe sein. Dabei helfen Tools zur Kommunikation online:

Linksammlungen und Anleitungen

Empfehlungen fĂĽr einzelne Tools

[Dank an @AndreasPublic, @SCRUMschau, @robert_we, @spacedani, @selinafui2, @jepe92, @schlossblog, @SwiftLizard, @krolli53], @madiko

Ich habe mich sehr angestrengt, dass mir beim Dankeschön niemand durch die Lappen gegangen ist. Sollte mir es doch passiert sein, danke ich Euch anonym und bitte um Verzeihung.

Hier eine Video-Anleitung für die Arbeit mit Jitsi, gedacht als online-Klassenzimmer, aber auch für andere online-Konferenzen.

So gelingt das virtuelle Klassenzimmer 2 – Ein Tool fĂĽr die Onlinekonferenz

 

In diesem Zusammenhang ein (von ihm abgewandeltes) Zitat
meines geschätzten Kollegen Marcus Raitner. Denken Sie dran!

Wenn du eine ScheiĂźbesprechung digitalisierst, dann hast du eben eine scheiĂź digitale Besprechung!

Ideen, Anregungen

Wir werden in den nächsten Wochen und Monaten einiges anders machen müssen. Hier finden Sie ein paar Idee dazu:

 

Kirchlicher Bereich

Apps

Ich bin mir bewusst, dass diese Ăśbersicht nur ein Bruchteil der Ideen und Angebote darstellt. Daher meine Bitte: Sollten Sie auf etwas stoĂźen, auf das ich an dieser Stelle hinweisen sollte, dann lassen Sie mich es wissen. Bitte benutzen Sie dazu die Kommentarfunktion. Ich pflege Ihre Tipps dann ein.

Nochmals vielen Dank.
Besondere Umstände erfordern besondere Maßnahmen.

 

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Grundlegendes zu Arbeitsrecht & Co

Während des ScrumDays 2018 besuchte ich einen Workshop, in dem die Basics des Arbeitsrechts vermittelt werden sollten. Der Kenntnisstand zu diesem Thema hat mich doch einigermaßen erschreckt. Oder vornehm ausgedrückt: Es ist noch viel Luft nach oben. Offensichtlich hat sich seitdem nicht allzuviel verbessert, habe ich den Eindruck.

Zum eigenen unkomplizierten Aufschlauen möchte ich daher einige Broschüren empfehlen, die sämtlich kostenlos als pdf-Dateien heruntergeladen werden können:

Falls Sie in Ihrem Unternehmen HeimbĂĽrotage anbieten, dann emfpfehle ich Ihnen auĂźerdem:

Ich denke, wenn Sie diese BroschĂĽren durchgelesen haben, dann sind Sie erst einmal gerĂĽstet.

BTW: Natürlich bin ich selbst kein Jurist und daher auch kein Arbeitsrechtler. Allerdings hat mir die langjährige Zusammenarbeit mit einem solchen immer wieder gezeigt, wie komplex diese Materie ist. Ein paar Grundkenntnisse können also nicht schaden.

Beim Thema Arbeitssicherheit kenne ich mich als gelernter Sicherheitsingenieur schon besser aus. Insbesondere hinsichtlich der Gefährdungsbeurteilung psychischer Faktoren kann ich Ihnen schon weiterhelfen, wenn Sie wollen.

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

 

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RIP Lyle Mays

Ich war und bin immer noch ein großer Fan von Pat Metheny und seiner Musik. Der große Erfolg der Pat Metheny Group wäre sicher ohne den kongenialen Weggefährten und Mitgründer Lyle Mays kaum denkbar.

Lyle Mays starb am 19. Februar nach langer Krankheit. RIP.

Lyle Mays arbeitete gegen Ende seines Lebens in der Software-Industrie. Daher an dieser Stelle ein Auftritt auf der TEDxCaltech:  Lyle Mays and Friends.

TEDxCaltech – Lyle Mays and Friends

 

 

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FĂĽr Retro-Fans: Die Websites zum HP-41 und TI-59

Ich habe an der TH Darmstadt von 1980 – 1986 Papiererzeugung studiert, ein Teilgebiet des Maschinenbaus. Als ich anfing mit dem Studium, waren es Autos, die die Studentenschaft in zwei Gruppen spalteten. Wenn man überhaupt eines hatte, dann gehörte man entweder der Enten– oder der R4– Fraktion an. Das änderte sich schlagartig, als die ersten programmierbaren Taschenrechner auf den Markt kamen. Ab sofort gab es eine Gruppe von Studenten, die Anhänger der Umgekehrten Polnischen Notation und damit der Rechner von Hewlett-Packard (HP) waren und die anderen, die Rechner von Texas Instruments (TI) bevorzugten. HP-41 und TI-59 hießen die Flaggschiffe der beiden Unternehmen, über die die Studenten mit fast derselben Leidenschaft diskutierten, wie es heute die Apple- und Windowsjünger tun.

Dass die Leidenschaft bis heute ungebrochen ist, sieht man an der Überschrift zur TI-59-Fanseite:

This site is dedicated to Texas Instruments 59, the best programmable calculator in the world,

heißt es da. Klar, was sonst. Etwas sachlicher kommt die Seite der Konkurrenz HP-41 daher:

This site is dedicated to documenting and preserving this amazing machine.

Wie auch immer, Sie finden auf beiden Seiten eine FĂĽlle von Informationen zu beiden bemerkenswerten Maschinen, die uns Studenten zum Ă„rger der wissenschaftlichen Assistenten die Getriebeberechnung fast zum Kinderspiel machten.

Das waren noch Zeiten!

BTW: Wenn Sie noch nie eines der beiden Objekte der Begierden besessen haben oder besitzen und dennoch dem stolzen Gefühl nachspüren möchten, dann gibt es Emulatoren für den TI-59 und den HP-41. Ich selbst konnte mir damals als Student und bekennender Anhänger der  Umgekehrten Polnischen Notation einen HP-41 nicht leisten. Aber immerhin reichte die Kohle für einen HP-34C. Und mit dem habe ich auch sehr gerne gerechnet.

Nachtrag (17. 12. 2019)

Angefixt durch den eigenen Artikel habe ich in der Zwischenzeit recherchiert, ob es Simulationen der o.a. Rechner auch fĂĽr das Smartphone gibt. Und siehe da, die gibt es. Allerdings nicht immer kostenfrei. Hier meine Ausbeute fĂĽr das iPhone:

Übrigens sind das nur Emulatoren für die wissenschaftlichen Rechner. Diese gibt es auch für die kaufmännischen Rechner von TI und HP. Die interessierte Leserin möge danach googeln. Sie wird fündig werden.

 

Bild von Hans Braxmeier auf Pixabay

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