Archiv der Kategorie: Allgemein

In diesen Tagen wichtig: Allerhand digitales Zeug

Ich will kein Wort ĂĽber Corona verlieren. Da ist „alles schon gesagt, nur noch nicht von allen“ (Karl Valentin). Allerdings habe ich mir vorgenommen, interessante Ideen, Links, Apps und (auch analoge) Anregungen zu sammeln. Not macht bekanntlich erfinderisch, und da kommt schon einiges Be-Merkens-Wertes zutage.

AuĂźerdem wird es wieder eine Zeit danach geben und dann ist es vielleicht nĂĽtzlich, sich daran zu erinnern, was uns damals geholfen hat und was vielleicht auch nicht.

Da ich mich auch etwas in der evangelischen Kirche engagiere, stehen weiter unten auch Tipps aus und fĂĽr dieses Umfeld. Das ist mir persönlich sehr wichtig, wenn Sie das stören sollte, ĂĽberlesen Sie es einfach. Aber wer weiĂź, vielleicht finden Sie auch da die eine oder andere Anregung fĂĽr den „weltlichen“ Gebrauch.

Online-Werkzeuge zur Zusammenarbeit

Wenn wir uns schon nicht persönlich nahekommen dürfen, so sollten wir uns dennoch nahe sein. Dabei helfen Tools zur Kommunikation online:

Linksammlungen und Anleitungen

Empfehlungen fĂĽr einzelne Tools

[Dank an @AndreasPublic, @SCRUMschau, @robert_we, @spacedani, @selinafui2, @jepe92, @schlossblog, @SwiftLizard, @krolli53], @madiko

Ich habe mich sehr angestrengt, dass mir beim Dankeschön niemand durch die Lappen gegangen ist. Sollte mir es doch passiert sein, danke ich Euch anonym und bitte um Verzeihung.

Hier eine Video-Anleitung für die Arbeit mit Jitsi, gedacht als online-Klassenzimmer, aber auch für andere online-Konferenzen.

So gelingt das virtuelle Klassenzimmer 2 – Ein Tool fĂĽr die Onlinekonferenz

 

In diesem Zusammenhang ein (von ihm abgewandeltes) Zitat
meines geschätzten Kollegen Marcus Raitner. Denken Sie dran!

Wenn du eine ScheiĂźbesprechung digitalisierst, dann hast du eben eine scheiĂź digitale Besprechung!

Ideen, Anregungen

Wir werden in den nächsten Wochen und Monaten einiges anders machen müssen. Hier finden Sie ein paar Idee dazu:

 

Kirchlicher Bereich

Apps

Ich bin mir bewusst, dass diese Ăśbersicht nur ein Bruchteil der Ideen und Angebote darstellt. Daher meine Bitte: Sollten Sie auf etwas stoĂźen, auf das ich an dieser Stelle hinweisen sollte, dann lassen Sie mich es wissen. Bitte benutzen Sie dazu die Kommentarfunktion. Ich pflege Ihre Tipps dann ein.

Nochmals vielen Dank.
Besondere Umstände erfordern besondere Maßnahmen.

 

2 Antworten

Grundlegendes zu Arbeitsrecht & Co

Während des ScrumDays 2018 besuchte ich einen Workshop, in dem die Basics des Arbeitsrechts vermittelt werden sollten. Der Kenntnisstand zu diesem Thema hat mich doch einigermaßen erschreckt. Oder vornehm ausgedrückt: Es ist noch viel Luft nach oben. Offensichtlich hat sich seitdem nicht allzuviel verbessert, habe ich den Eindruck.

Zum eigenen unkomplizierten Aufschlauen möchte ich daher einige Broschüren empfehlen, die sämtlich kostenlos als pdf-Dateien heruntergeladen werden können:

Falls Sie in Ihrem Unternehmen HeimbĂĽrotage anbieten, dann emfpfehle ich Ihnen auĂźerdem:

Ich denke, wenn Sie diese BroschĂĽren durchgelesen haben, dann sind Sie erst einmal gerĂĽstet.

BTW: Natürlich bin ich selbst kein Jurist und daher auch kein Arbeitsrechtler. Allerdings hat mir die langjährige Zusammenarbeit mit einem solchen immer wieder gezeigt, wie komplex diese Materie ist. Ein paar Grundkenntnisse können also nicht schaden.

Beim Thema Arbeitssicherheit kenne ich mich als gelernter Sicherheitsingenieur schon besser aus. Insbesondere hinsichtlich der Gefährdungsbeurteilung psychischer Faktoren kann ich Ihnen schon weiterhelfen, wenn Sie wollen.

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

 

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RIP Lyle Mays

Ich war und bin immer noch ein großer Fan von Pat Metheny und seiner Musik. Der große Erfolg der Pat Metheny Group wäre sicher ohne den kongenialen Weggefährten und Mitgründer Lyle Mays kaum denkbar.

Lyle Mays starb am 19. Februar nach langer Krankheit. RIP.

Lyle Mays arbeitete gegen Ende seines Lebens in der Software-Industrie. Daher an dieser Stelle ein Auftritt auf der TEDxCaltech:  Lyle Mays and Friends.

TEDxCaltech – Lyle Mays and Friends

 

 

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FĂĽr Retro-Fans: Die Websites zum HP-41 und TI-59

Ich habe an der TH Darmstadt von 1980 – 1986 Papiererzeugung studiert, ein Teilgebiet des Maschinenbaus. Als ich anfing mit dem Studium, waren es Autos, die die Studentenschaft in zwei Gruppen spalteten. Wenn man überhaupt eines hatte, dann gehörte man entweder der Enten– oder der R4– Fraktion an. Das änderte sich schlagartig, als die ersten programmierbaren Taschenrechner auf den Markt kamen. Ab sofort gab es eine Gruppe von Studenten, die Anhänger der Umgekehrten Polnischen Notation und damit der Rechner von Hewlett-Packard (HP) waren und die anderen, die Rechner von Texas Instruments (TI) bevorzugten. HP-41 und TI-59 hießen die Flaggschiffe der beiden Unternehmen, über die die Studenten mit fast derselben Leidenschaft diskutierten, wie es heute die Apple- und Windowsjünger tun.

Dass die Leidenschaft bis heute ungebrochen ist, sieht man an der Überschrift zur TI-59-Fanseite:

This site is dedicated to Texas Instruments 59, the best programmable calculator in the world,

heißt es da. Klar, was sonst. Etwas sachlicher kommt die Seite der Konkurrenz HP-41 daher:

This site is dedicated to documenting and preserving this amazing machine.

Wie auch immer, Sie finden auf beiden Seiten eine FĂĽlle von Informationen zu beiden bemerkenswerten Maschinen, die uns Studenten zum Ă„rger der wissenschaftlichen Assistenten die Getriebeberechnung fast zum Kinderspiel machten.

Das waren noch Zeiten!

BTW: Wenn Sie noch nie eines der beiden Objekte der Begierden besessen haben oder besitzen und dennoch dem stolzen Gefühl nachspüren möchten, dann gibt es Emulatoren für den TI-59 und den HP-41. Ich selbst konnte mir damals als Student und bekennender Anhänger der  Umgekehrten Polnischen Notation einen HP-41 nicht leisten. Aber immerhin reichte die Kohle für einen HP-34C. Und mit dem habe ich auch sehr gerne gerechnet.

Nachtrag (17. 12. 2019)

Angefixt durch den eigenen Artikel habe ich in der Zwischenzeit recherchiert, ob es Simulationen der o.a. Rechner auch fĂĽr das Smartphone gibt. Und siehe da, die gibt es. Allerdings nicht immer kostenfrei. Hier meine Ausbeute fĂĽr das iPhone:

Übrigens sind das nur Emulatoren für die wissenschaftlichen Rechner. Diese gibt es auch für die kaufmännischen Rechner von TI und HP. Die interessierte Leserin möge danach googeln. Sie wird fündig werden.

 

Bild von Hans Braxmeier auf Pixabay

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Warum Sie in der Regel eben doch Ihrem Bauch trauen sollten

“Bauch oder nicht Bauch?”, das ist hier die Frage. In einem Artikel auf seinem Blog will Scott Berkun den Nachweis führen, warum “Always trust your gut” (“Verlass Dich immer auf Deinen Bauch”) kein guter Ratschlag ist: Should you always trust your gut?

In dem Artikel erklärt er auch, warum:

  1. Unsere Instinkte können widersprüchlich reagieren
    Gemeint ist hier die Angst vor dem Ja-Wort im Standesamt, obwohl man sich auf diesen Moment eigentlich freut.
    Mag sein. Und dennoch. Es geht hier beim Bauchgefühl nicht um Momentaufnahmen. Wenn mich vor einem wichtigen Ereignis immer und immer wieder Zweifel plagen, dann sollte ich sie ernst nehmen. Es geht nicht um den Augenblick, sondern um ein gewisses Grundgefühl. Ein typischer Fall ist die Beförderung. Eigentlich sollte ich mich darüber freuen, aber es quält mich ein Unbehagen, das nicht auszuräumen ist. Wenn dem so ist, dann sollte ich mich fragen, woher das Bauchgefühl kommt.
  2. Wir kennen uns selbst gar nicht so gut
    Das stimmt. Das Meiste schlummert eben im Unbewussten. Und gerade deshalb ist es ja so wichtig, in sich hineinzuhören, ob vom Bauch nicht wichtige Impulse kommen.
  3. Instinkte hängen von Situationen ab
    Das ist richtig. Und hier zeigt sich, dass es nicht zweckmäßig ist, Instinkt mit Bauchgefühl gleichzusetzen. Instinkt ist nicht Intuition. Instinkt liegt im Reptilienhirn und gehört zu unserem Überlebensprogramm.
  4. Manche unserer Instinkte sind besser ausgebildet als andere
    Mag sein, aber siehe 3.
  5. Gutes Urteilsvermögen rührt von Fehlern her, die wiederum von schlechtem Urteilsvermögen kommen
    Klar, man bildet (teilweise) aufgrund von Erfahrungen sein BauchgefĂĽhl aus. Wenn die Batterie etwas abgeben soll, dann muss man sie vorher laden.
  6. Daten stechen Speicher
    Was Scott hier beschreibt, hat fĂĽr mich nichts mit Pro oder Contra BauchgefĂĽhl zu tun. Was will er mir damit sagen?
  7. Man kann aus den falschen GrĂĽnden Erfolg haben und Misserfolg aus den richtigen
    Ach ja, was ist “falsch” und was ist “richtig”? Auch das hat m. E. nichts mit dem Bauchgefühl zu tun.

Meine Folgerungen?

So sehr ich Scott Berkun schätze, aber hier hat er sich meiner Meinung nach vergaloppiert. Zum ist das Gleichsetzen von Bauchgefühl und Instinkt für mich nicht sinnvoll. Zum anderen zählt er Dinge auf, die nichts über Vor- und Nachteile von Bauchentscheidungen aussagen. Ich kann verstehen, dass es besonders den “Kopfgesteuerten” unter uns schwerfällt, die Überlegenheit des Bauchgefühls zu akzeptieren. Vielleicht hilft ihnen die Lektüre von Gigerenzer weiter.

Bauchentscheidungen: Die Intelligenz des Unbewussten und die Macht der Intuition (Taschenbuch)
by Gerd Gigerenzer

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Für mich ist die Sache klar. Ich höre auf meinen Bauch. Denn die Entscheidungen, die ich in meinem Leben mit dem Kopf getroffen habe, gingen alle ordentlich in die Hose. Das heißt aber nicht, dass ich meinen Kopf ausschalte. Lassen Sie es mich auf auf folgende Formel bringen:

Vorbereitet werden die Entscheidungen mit dem Kopf, getroffen mit dem Bauch!

Wie so oft im Leben heißt die Devise “Sowohl als auch” und nicht “Entweder oder”. Ähnlich sieht es Scott wohl letztlich auch, wenn ich den Kommentarthread zu seinem Artikel richtig interpretiere.

 

 

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Das Gegenskript zur Bekämpfung ungebetener Anrufe

Kürzlich ist es wieder passiert. Ich sitze gerade konzentriert bei der Arbeit, ein Pomodoro ist zur Hälfte abgelaufen und dann klingelt das Telefon.

Ärgerlich genug, aber dann ist auch noch jemand am anderen Ende der Leitung, der wissen will, ob man sein Geld (welches Geld?) sinnvoll angelegt hat oder ob man den Stromanbieter wechseln möchte. In letzter Zeit habe ich öfters Anrufe der Vereinigten Medien bekommen, mit denen ich nun wirklich nichts mehr zu tun haben möchte. Normalerweise lege ich bei derartigen Anrufen schnell auf und sperre die Nummer in meiner FritzBox.

Wenn Ihnen diese technische Lösung zu einfach ist und bei Ihnen der Ärger richtig hochkocht, dann können Sie sich auch anders wehren.

Wie wir wissen, benutzen die professionellen Nervensägen ein Skript, mit dem sie uns systematisch zu überrumpeln hoffen. Was liegt also näher, zur eigenen Verteidigung mit grimmigem Lächeln ein Gegenskript zu verwenden?
Mir leider unbekannt gebliebene Autoren haben ein solches Gegenskript entworfen und ins Netz gestellt. Sie können es als pdf-Datei herunterladen.

Klar, das Sperren ungebetener eingehender Anrufe ist einfacher, macht aber bestimmt nicht so viel Spaß. Aber ich gebe zu, ein bisschen gemein ist das Skript schon und das Tätigen von Anrufen zur kalten Akquise ist bestimmt auch kein Zuckerschlecken.

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Vorsicht Falle! Kennen Sie diese Verkaufstricks?

Ich will nicht päpstlicher sein als der Papst. Auch wenn ich der Minimalismusbewegung vieles abgewinnen kann, so möchte ich doch nicht ganz auf den Konsum verzichten. In Maßen allerdings, wofür ich für mich einige Kriterien definiert habe. Das für mich wichtigste Kriterium stammt aus Robert Wringhams Buch Ich bin raus: Wege aus der Arbeit, dem Konsum und der Verzweiflung:

Wir mĂĽssen nichts konsumieren, wenn wir gelernt haben, mit dem zufrieden zu sein, was bereits da ist.

Ich gebe es zu, das bewusste Verzichten ist ein ständiger Kampf gegen die Versuchung zu kaufen. Industrie und Handel möchten ihn naturgemäß gewinnen und wenden dabei allerlei Tricks an. Will man da nicht ins Hintertreffen geraten, sollte man die Tricks und Kniffe des Gegners kennen. Eva M. Krockow stellt uns in dem Artikel
From “Presuasion” to FOMO: How to Spot 6 Common Sales Traps einige davon vor:

1. Presuasion

Presuasion ist ein Kunstwort des Autoren Robert Cialdini. Zu Presuasion zählen die MaĂźnahmen, die Händler anwenden, um Sie in vor dem eigentlichen Kauf in die entsprechende Laune zu versetzen. In „Kauflaune“, wie es so schön heiĂźt. Dazu gehören kostenlose Proben, Sektempfang in angenehmer Atmosphäre, persönliche Dankschreiben u.ä.

2. Das Cocktail-Party-Phänomen

Wenn Sie sich auf einer Party unterhalten und irgendwo im Raum Ihren Namen hören, lenken Sie Ihre Aufmerksamkeit automatisch auf dieses Signal. Sie können gar nicht anders. Händler nutzen diesen Effekt durch persönliche Ansprache und personifizierte Angebote. Dadurch bekommen Sie das Gefühl der persönlichen Verbundenheit und der Einzigartigkeit.

3. Preistricks

Sie kennen das, das sind die Klassiker:

  • Preisreduzierungen, die gar keine sind, denn der „ursprĂĽngliche“ Preis wurde zu hoch angesetzt. Hier hilft nur eingehende Preisrecherche.
  • Scheinrabatte, wie „Kauf 2, nimm 3“, obwohl kein Mensch 3 StĂĽck von der Ware braucht.

4. Effekte von Framing

Händler versuchen, ihr Produkt in besonders gutem Licht dastehen zu lassen. Das ist auch legitim. Man kann nun wirklich nicht verlangen, dass die Nachteile eines Produkts herausgestellt werden. Achten Sie deswegen auf versteckte Informationen, auf das, was nicht gesagt wird. Ich hatte das einmal beim Kauf einer Waschmaschine: „Sie können das vor dem Waschgang einstellen“. Kann man das oder muss man das? Sie merken, ein ganz anderer Zungenschlag.

5. Gruppenkonformität

Wenn (fast) jeder das Produkt besitzt und (fast) jeder damit zufrieden ist, wer könnte da widerstehen? Branding funktioniert auf diese Weise. Wenn alle meine Klassenkameraden Sneakers der Marke XY tragen, dann möchte ich auch welche. Das hat immer schon funktioniert, selbst in meiner Schulzeit in den 1970ern mit Turnschuhen, die drei Streifen hatten.

5. FOMO

FOMO ist die AbkĂĽrzung von Fear of Missing Out, also die Angst, etwas zu verpassen. Unsere Lieblingsdiscounter arbeiten besonders gern auf diese Weise: „Nur noch diese Woche“. Und wenn Sie dieses Angebot verpassen, dann mĂĽssen Sie lange warten, bis es noch einmal kommt. Aber wer weiĂź, vielleicht gibt es die Ware auch woanders, vielleicht sogar gĂĽnstiger. Oder vielleicht brauchen Sie sie ĂĽberhaupt nicht…?

 

All diese Methoden können auch kombiniert werden, die Wirkung addiert potenziert sich dann.

Ich verstehe, wenn Händler ihre Produkte an die Frau und den Mann bringen wollen. Das ist nicht immer einfach und legale Tricks sind sicher nicht verwerflich.
Allerdings ist es ebenso nicht verwerflich, als Kunde diese Tricks zu kennen und entsprechend auf der Hut zu sein.

stevepb / Pixabay

 

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