Archiv des Autors: Stephan List

Wir putzen Alles!

Vielleicht schaffen wir es nicht, die Welt zu retten, aber dann sollten wir zumindest versuchen, sie zu putzen. NatĂŒrlich nicht auf einmal im Ganzen, sondern StĂŒck fĂŒr StĂŒck. Eine Anleitung dazu liefert die Website HowToCleanStuff. Sie finden dort Anleitungen zum Sauber machen von Dingen aller Art, eingeteilt in die Kategorien:

Über ein einschlĂ€giges Blog können Sie sich mit den neuesten Nachrichten rund um das Putzen versorgen lassen. Wenn Sie möchten, funktioniert das sogar per RSS-Feed in Ihrem Newsreader.

Es ist unglaublich, was die Autoren an Putzbarem zusammengetragen haben. Sollten Sie trotzdem, was unwahrscheinlich ist, nicht fĂŒndig werden, dann steht Ihnen ein Formular zur VerfĂŒgung, auf dem Sie Ihr Putzproblem schildern können. Sie können dann auf kompetente Antwort hoffen:

HowToCleanStuff.net provides valuable cleaning information, tools for managing your household, and direct assistance with cleaning and maintenance questions. You can trust that our cleaning guides are well-researched and credible.

Monfocus / Pixabay

 

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Planen Sie rechtzeitig Ihre Weihnachtsfeier

Sie können es drehen und wenden, wie Sie wollen, die Vorweihnachtszeit nĂ€hert sich mit Riesenschritten, urplötzlich, wie jedes Jahr. Damit verbunden sind die unvermeidlichen BĂŒro-Weihnachtsfeiern. Vielleicht haben Sie dieses Jahr das kurze Streichholz gezogen und sind somit fĂŒr die Vorbereitung der Weihnachtsfeier fĂŒr Ihr BĂŒro verantwortlich?

Keine Bange, das ist gar nicht so schwer. Ein Artikel auf WikiHow zeigt Ihnen, an was Sie alles denken sollten: How to Plan an Office Christmas Party.

Und hier ist der Plan:

  1. Entscheiden Sie, wo die Party steigen soll (BĂŒro oder woanders)
  2. Legen Sie einen Termin fest (Es wird Zeit, Leute!)
  3. Laden Sie die GĂ€ste ein (Vorsicht, Falle!)
  4. WĂ€hlen Sie ein Motto (das ist amerikanisch, wir haben schließlich nicht Fasnet)
  5. Gibt es besondere Überlegungen fĂŒr die Speisen (Achtung! Vegan verbreitet sich gerade in Windeseile)
  6. Welche GetrĂ€nke soll es geben? (Nichts „Hartes“, manche Kollegen könnten peinlich werden)
  7. Gibt es ein Unterhaltungsprogramm und wie soll es aussehen? (Wichteln? 😉 )
  8. Wer bezahlt das Ganze?

Der 8. Punkt wurde von mir eingefĂŒgt. Aus Erfahrung.

Sie merken schon, so eine Weihnachtsfeier birgt eine Menge Fallstricke und Konfliktstoff. Da heißt es, umsichtig zu Werke gehen.

Pexels / Pixabay

 

 

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Wie Sie aus Tweets RSS-Feeds erstellen

Wenn Sie Ihre BlogbeitrĂ€ge automatisch als Tweets in Twitter unterbringen möchten, so ist das nicht weiter schwer. Hier gibt es Möglichkeiten in HĂŒlle und FĂŒlle, sei es ĂŒber geeignete Apps, ĂŒber entsprechende Erweiterungen oder ĂŒber Dienste wie IFTTT.
Wie geht das aber umgekehrt, also von Twitter via RSS zum Newsreader?

Ich fand es immer ein bisschen umstÀndlich, auf TweetDeck eine eigene Spalte mit einem Hashtag zu erstellen und dann hin- und herzuscrollen um die entsprechenden Tweets lesen zu können. Viel praktischer wÀre es, diese Nachrichten als RSS-Feed in den eigenen Newsreader einbinden zu können.

Und Leute, das geht!

Es war ein bisschen Recherchearbeit notwendig, um unter einigen kommerziellen Anwendungen die eine kostenfreie herauszufinden, die so etwas macht. Sie heißt RSS-Bridge und ist bei GitHub zu finden. Eigentlich ist das Programm zum Selbst-Hosten auf dem eigenen Serverspace gedacht, aber es gibt auch öffentlich zugĂ€ngliche Seiten, die RSS-Bridge anbieten. Ich habe meine Tweets mit der Hilfe von @amolith (Dankeschön!) verarbeitet und es hat prima funktioniert.

Und so bin ich vorgegangen:

  1. Eine RSS-Bridge-Seite aufrufen, z. B. diese
  2. In das Suchfeld „twitter“ eingeben
  3. Beim Suchergebnis „Twitter Bridge“ die SchaltflĂ€che „Show More“ anklicken
  4. AuswÀhlen, welche Art Tweets man als RSS-Feed haben möchte:
    1. #hashtag
    2. username
    3. List(e)
  5. Dann noch anwĂ€hlen, in welcher Form der Feed erstellt werden soll. Ich habe „Atom“ ausgewĂ€hlt
  6. Es erscheint eine Seite mit dem entsprechenden Code
  7. URL dieser Seite kopieren… und
  8. URL als neuen Feed in den Newsreader Ihres Vertrauens einbinden

Funktioniert prima, ist praktisch und kostenlos.

RSS-Bridge ist beileibe nicht auf Twitter beschrĂ€nkt, es gibt auch Verbindungen (Bridges) zu Instagram, Amazon und anderen bekannten Websites. Um diese Verbindungen zu finden, bemĂŒhen Sie einfach die RSS-Bridge-Suche.

Wie Sie ansonsten einen RSS-Feed basteln können, erklÀren Ihnen die Artikel:

 

 

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Wer ist Freund oder Feind in Ihrem Projekt?

Bevor man ein Projekt startet, macht es Sinn, das Spielfeld genauer anzuschauen und die darauf versammelten Mitspieler. Wer gehört zu den Gegnern, wer wird mich unterstĂŒtzen, wer steht dem Vorhaben neutral gegenĂŒber? Stakeholder nennt die Fachsprache diese Mitmenschen. Laut Wikipedia bezeichnet der Ausdruck

eine Person oder Gruppe, die ein berechtigtes Interesse am Verlauf oder Ergebnis eines Prozesses oder Projektes hat.

Und in der Tat sollte man sich vor allem bei VerĂ€nderungsprozessen in der Vorabanalyse nicht nur auf Zahlen, Daten, Fakten konzentrieren, sondern auch die zwischenmenschliche Seite in den Blick nehmen. Rachel Thompson zeigt uns ein Verfahren, wie man ein solche Stakeholderanalyse vornehmen kann: Stakeholder Analysis – Winning Support for Your Projects. Sie benutzt dazu die bekannte 4-Felder-Darstellung mit den Dimensionen “Macht” und “Interesse”. Die einzelnen “Mitspieler” werden dann in die Felder platziert und dann entsprechenden Kommunikationsoptionen zugeteilt.

Ich selbst habe eine solche Analyse bislang immer nach dem Kraftfeldmodell von Kurt Lewin vorgenommen. Die Grundfrage lautet hier: Wer bringt mich meinem Ziel nĂ€her, wer könnte mich auf dem Weg zum Ziel behindern? Wer könnten die Gewinner bei dem Projekt sein, wer die Verlierer? Allerdings gibt es hier keinen “objektiven” Maßstab. Ratsam ist es, sich immer in die Rolle des jeweiligen Stakeholders zu versetzen. Denn wenn sich jemand als Verlierer fĂŒhlt, dann ist das so. Subjektive Wahrheit nennt man das.

geralt / Pixabay

 

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Komplish: Die To-do-List fĂŒr Freelancer

NatĂŒrlich gilt das nicht nur fĂŒr Freiberufler, aber hauptsĂ€chlich fĂŒr sie. Bei der Bewerbung um einen Auftrag oder eine Mitarbeit in einem Projekt, wird man als solcher in der Regel nach den beruflichen Erfahrungen gefragt.

Hier kommt Komplish ins Spiel:

Komplish is a todo app that automatically builds a professional profile of your skills and accomplishments from your completed tasks!

Wenn ich den o. a. Satz richtig verstehe, dann bastelt Komplish aus den von Ihnen erledigten Aufgaben ein Jobprofil und hĂ€lt es auch noch aktuell.  Das ist sicher nicht nur fĂŒr Freelancer von Nutzen, auch als Angestellter kann man damit intern seinen Werdegang zur Geltung bringen.

Eine interessante Idee finde ich. Falls eine Leserin oder ein Leser Komplish ausprobieren möchte, dann wĂ€re ich fĂŒr einen kleinen Erfahrungsbericht sehr dankbar.

Alexas_Fotos / Pixabay

 

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Pocketmod 2.0: Das Paperphone (Android)

Können Sie sich noch an Pocketmod  (The Free Recyclable Personal Organizer) erinnern? Nein? Hier eine kleine Auffrischung. Es handelt sich bei Pocketmod um ein Programm, mit dem Sie allerhand Informationen auf Papier ausdrucken können. Danach können Sie auf raffinierte Weise das Blatt so zusammenfalten, dass es garantiert in jede Hosen- oder Jackentasche passt.

Im ToolBlog habe ich Pocketmod einige Male erwÀhnt:

Nun heben die Kreativbolzen von Google das Prinzip des Pocketmod auf eine höhere Stufe, Pocketmod 2.0 sozusagen. Sie haben einen Android-App entwickelt, mit der Sie Inhalte Ihres Smartphones zusammenstellen, ausdrucken und dann zusammenfalten können. Sinnigerweise haben Sie ihre Spielerei Paper Phone genannt.

Paper phone – A printable Paper Phone which helps you take a break away from your digital world

 

Leider (aber nur in diesem Fall) habe ich ein iPhone, so dass ich keine eigenen Erfahrungen beisteuern kann. Falls Sie aber stolzer Eigner eines Androiden sind, dann hinterlassen Sie doch einen Kommentar und erzÀhlen uns, wie Paper Phone funktioniert hat.

 

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Kurznachrichten: Post-its, Tomatentechnik, Hotel, Flipchart, 3-D-To-Do-Liste, Kleiderschrank

Projekte planen mit Post-its und Trello

FĂŒr mich ist der Haftklebezettel eine der genialsten Erfindungen des 20. Jahrhunderts. FĂŒr mich sind diese selbstklebenden Helferlein das Mittel der Wahl beim Erstellen von Workshopkonzepten oder der Planung von Projekten. FĂŒr letzteres verwende ich auch gerne Trello, wie meine Leser wissen. Alexia erklĂ€rt in dem Beitrag From Ideas To Action: How To Turn Post-it Notes Into Trello Cards, wie Sie das Analog mit dem Digitalen verbinden. Mit der Post-it-Note-App, die es jetzt nicht nur fĂŒr iOS, sondern auch fĂŒr Android gibt.

MissverstÀndnisse bez. der Tomatentechnik

Die Pomodoro-Technik nach Francesco Cirillo ist nicht unumstritten. WĂ€hrend einige Zeitgenossen auf diese besondere Form des Time-Boxing schwören, können andere damit gar nichts anfangen. Vielleicht gibt es bei Letztern aber auch nur einige MissverstĂ€ndnisse bez. der Tomatentechnik. Zumindest meint das Alice Coleman in ihrem Artikel Common misconceptions of the pomodoro technique. FĂŒr Eilige gibt es dieses Video:

The common misconceptions of the pomodoro technique

Tricks fĂŒr den Aufenthalt im Hotel

Wenn Sie, so wie ich, öfters in Hotels ĂŒbernachten, dann stolpern Sie sicher auch manchmal ĂŒber das eine oder andere Ärgernis. Dinge, die eigentlich nicht der Rede wert sind, aber eben nerven. Wie zum Beispiel die TĂŒrentriegelungskarte, die man eingesteckt haben muss, damit im Zimmer elektrischer Strom fließt. Dabei ist die Lösung so einfach, dass es schon fast peinlich ist. Dies und noch einige mehr hilfreich Kniffe fĂŒr das Hotel erfahren Sie in dem Beitrag von Jonas Grinevičius und Li Nefas: 25 People Share Their Hotel Hacks And Traveling Might Never Be The Same Again.

Kein Flipchart? Macht nichts!

FĂŒr mich ist das Flipchart zusammen mit den Haftklebezetteln (s.o.) die eierlegende Wollmilchsau in der Moderation. Aber es soll tatsĂ€chlich noch RĂ€umlichkeiten geben, in denen nicht einmal dieses Allroundwerkzeug vorhanden ist. Kein Grund zur Panik meint Jörg Jelden und stellt Seine 7 besten Flipchart-Alternativen vor. Ich möchte gerne noch ergĂ€nzen: Die Moderationtools von Stange-Design und das Tisch-Flipchart von 3m fĂŒr kleinere Gruppen.

Die dreidimensionale To-Do-Liste

Über diese Vierfelderdiagramme muss ich Ihnen wahrlich nichts mehr erzĂ€hlen. Durch ein zweidimensionales Achsenkreuz werden vier Felder definiert, mit denen unterschiedliche ZustĂ€nde beschrieben werden können. Das Eisenhower-Diagramm ist wohl die bekannteste Anwendung dieser Darstellung. Wenn man bei besagtem Diagramm neben Wichtigkeit und Dringlichkeit noch die Dimension „Aufwand“ hinzufĂŒgt, bekommt man ein dreidimensionales Diagramm, in das man seine Aufgaben eintragen kann. Geht nicht? Geht eben doch, und zwar bei ToDo3D.

Wie Sie Ihren Kleiderschrank „ausmisten“

Es soll Mitmenschen geben, die vor lauter Klamotten den Kleiderschrank nicht mehr sehen. Wenn Sie glauben, zu dieser Gruppe zu gehören und schon immer mal Ihren Schrank „ausmisten“ wollten, dann kann Ihnen das folgende Flowchart bei der Entscheidung helfen, was mit Ihren KleidungsstĂŒcken zu tun ist: This Flowchart Helps Clean Your Closet with Quick Decisions.

 

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Zwei kostenlose Taskboard-Apps: Nullboard und TaskBoard

Bis vor einigen Jahren hatte ich noch relativ wenig mit IT-Unternehmen zu tun. Und wie alle Leute, die keine Ahnung haben, hatte ich ein VorverstĂ€ndnis davon, wie die Menschen dort zusammenarbeiten wĂŒrden. Alle sĂ€ĂŸen wie gebannt vor ihren Bildschirmen und hackten ihren Code in die Rechner, so war meine Vorstellung.

Nachdem ich nun einige Male fĂŒr IT-Firmen arbeiten durfte, weiß ich es besser. Die Arbeitsmittel sind oft erstaunlich analog, das Whiteboard und die Haftklebezettel erfreuen sich großer Beliebtheit, besonders wenn es um die Erstellung und die Pflege von Task Boards geht. Ich kann einem solchen analogen Taskboard einiges abgewinnen, vor allem weil es allen Teammitgliedern einen Überblick im wahrsten Sinn des Wortes bietet. Da ist der Bildschirm schon von der FlĂ€che her recht begrenzt

Das Ganze geht auch wieder in einer Rolle rĂŒckwĂ€rts von analog auf digital. Es gibt eine Vielzahl von Apps da draußen im Netz, die ein Taskboard digital abbilden. Der bekannteste Vertreter dĂŒrfte wohl Trello sein. Trello gibt es in einer kostenfreien und einer kostenpflichtigen Version, wobei die erstere fĂŒr den Otto Normalverbraucher wohl ausreichend sein dĂŒrfte.

Ein völlig kostenloses Taskboard ist Nullboard. Der Name ist Programm. Nullboard kommt absolut minimalistisch daher. Es lĂ€uft im Browser Ihres Vertrauens. Sie mĂŒssen nichts installieren, Sie brauchen sich nirgendwo registrieren, sondern können sofort loslegen. Das MenĂŒ ist nicht ganz einfach zu finden. Es befindet sich im rechten oberen Fenstereck hinter drei kleinen Strichen.

Ein weiteres kostenfreies (um Spenden wird gebeten!) Tool ist TaskBoard. Sie können es einfach auf Ihrem Server installieren und von dort aus starten. TaskBoard ist nicht ganz so minimalistisch und bietet einige Möglichkeiten mehr als das Nullboard. Sie können zum Beispiel fĂŒr die Erstellung Ihrer Aufgaben-Karten Markdown benutzen. Das ist doch schon mal was!
Mir gefÀllt TaskBoard gut und ich werde es sicher einmal probieren, wenn es sich ergibt und der Tag verregnet ist.

 

 

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Matthew Cornell testet Methoden

Wenn Sie Matthew Cornell nicht kennen, dann befinden Sie sich in bester Gesellschaft. Ich kenne ihn nÀmlich auch nicht, zumindest nicht persönlich. Er hat aber einen bemerkenswerten Artikel auf seinem Blog veröffentlicht, in dem er mehr oder weniger bekannte ProduktivitÀtstricks in seinem persönlichen Arbeitsalltag testet und uns seine Erfahrungen mitteilt: Just do it! But HOW?.

Die Veröffentlichung des Artikels ist zwar schon einige Jahre her, aber dennoch hat der Beitrag kaum an AktualitĂ€t eingebĂŒĂŸt. Matthew bewertet AnsĂ€tze, die heute immer noch diskutiert, angewendet oder verworfen werden. Beispiele sind die Vierfeldermatrix, Tagesplanung oder die BuchfĂŒhrung ĂŒber Unterbrechungen.

Mir gefĂ€llt, dass Matthew nicht nur erzĂ€hlt, was gut funktioniert, sondern auch, was ĂŒberhaupt nicht geklappt hat. Beispielsweise die kĂŒnstliche Deadline (“It was a disaster, and I hated it”). Kann ich nur bestĂ€tigen.

Pavlofox / Pixabay

 

 

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Ein großes Lob auf die Tafel!

Vor lauter Projektoren, Internet und anderem Technikgedöns vergessen wir ab und zu die VorzĂŒge der einfachen Tafel. Die Tafel ist zwar von der Schieferversion zum Whiteboard mutiert, an ihren grundsĂ€tzlichen VorzĂŒgen hat das aber nichts geĂ€ndert. Das findet auch Kevin Purdy. In seinem Artikel “How a Whiteboard Helped a Terrible Delegator Keep a Team On-Task” benennt er folgende Vorteile:

  • Tafeln sind so groß, dass jeder sehen kann, was darauf geschrieben steht
  • Tafeln regen zu Ideen an, denn wir alle möchten gerne leere Stellen fĂŒllen
    (das kennen wir vom Mind-Mapping)
  • Tafeln fördern den Gedankenfluss durch die physische TĂ€tigkeit des Schreibens an
    (da hÀtten vielleicht die KinÀstheten etwas dazu zu sagen)
  • Tafeln zwingen uns nicht zur Selbstverpflichtung (“commitment”), sondern fördern das Ausspucken von Gedanken zum weiteren Erörtern
  • Tafeln kann man kaum mit samt einem Rucksack verlieren

Na gut, die letzten zwei Vorteile lassen wir einmal dahingestellt, aber ich habe noch andere Punkte beizusteuern:

  • Man kann Whiteboards immer wieder auswischen und so die Inhalte neu strukturieren
  • Whiteboards lassen sich mit Haftklebezetteln als Pinnwandersatz verwenden
  • Whiteboards kann man als spezielle Tafeln verwenden, z. B. als Kanbanboard oder fĂŒr die Maßnahmenplanung. Ach ja, Sie können darauf auch prima MindMaps malen.

Ganz ohne Nachteile geht es allerdings nicht. Wenn Sie etwas ausgewischt haben, ist es weg. FĂŒr immer. Es sei denn, Sie fotografieren vorher das Ergebnis. Das ist bei Whiteboards gar nicht so einfach, denn einfallendes Licht wird stark reflektiert. Allerdings können Sie sich von entsprechenden Apps helfen lassen, zum Beispiel von MS Office Lens (iOS, Android) oder 3M Post-it (iOS, Android), wenn Sie Ihr Whiteboard mit Haftklebezettel verziert haben.

Tipps und Tricks in HĂŒlle und FĂŒlle finden Sie auch auf dem Blog meines verehrten Kollegen Tim Themann. Einfach in das Suchfeld oben rechts „Whiteboard“ eingeben. Sie werden staunen ĂŒber die FĂŒlle der Ergebnisse.

 

Sie sehen, mitunter macht es Sinn, sich auf alte Medien zu besinnen.
Warum? Weil sie sich bewÀhrt haben.

 

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