Archiv des Autors: Stephan List

Die Sammlung mentaler Modelle

Der Ausdruck „mentales Modell“ begegnete mir zu ersten Mal vor gefĂŒhlten 25 Jahren in dem bahnbrechenden Buch Die fĂŒnfte Disziplin: Kunst und Praxis der lernenden Organisation von Peter M. Senge. Laut Wikipedia

beziehen sich Mentale Modelle auf kritische Reflexionen, die unbewusst, unhinterfragt und oftmals stillschweigend vorausgesetzte Grundannahmen beinhalten. Individuelles Handeln wird aktiv durch die intendierten mentalen Modelle gesteuert.

Nun bin ich nicht ganz sicher, ob sich die Website Mental Models Box dieser o.a. Definition anschließt. Ich habe eher den Eindruck, dass es dort um eine Sammlung kognitiver Verzerrungen geht. Aber ich mag mich tĂ€uschen und sicherlich gibt es hier große Schnittmengen. Sei’s drum.

Aufschlussreich ist die Mental Models Box allemal. Sie finden dort eine Sammlung allerlei mentaler Konstrukte, die uns dabei helfen die Welt zu erklĂ€ren. Ob sie „stimmen“, steht allerdings auf einem anderen Blatt. Die Sammlung ist unterteilt in die Kategorien:

  • Verzerrungen (biases)
  • Modelle
  • Problemlösung
  • Beziehungen
  • Soziale PhĂ€nomene

Alle Modelle werden in einer Art Steckbrief beschrieben und sind wenn möglich zu dem entsprechenden Artikel in/auf der Wikipedia verlinkt. Als kleines Bonbon gibt des das Mental Model der Woche.

Mir gefÀllt die Seite aufgrund der kompakten Information und auch wegen der schnörkellosen Aufmachung hervorragend. Den Menschen, die sich gerne mit den Möglichkeiten und Grenzen unseres Denkens beschÀftigen, sei sie wÀrmstens ans Herz gelegt.

 

Bild von Carlos Ribeiro auf Pixabay

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Wie Sie einen Ratgeber in 90 Minuten lesen

Wenn ich in grĂ¶ĂŸeren StĂ€dten bin, besuche ich ab und zu eines dieser BuchkaufhĂ€user. Sie wissen schon, Dusshugen oder Thaldubel und wie sie alle heißen. Meistens gehe ich frustriert wieder hinaus, denn oft habe ich den Eindruck, ich sehe den Wald vor lauter BĂ€umen nicht. Die Zahl der SachbĂŒcher und hier speziell der Ratgeber ist riesengroß und fast immer habe ich den Eindruck „kennst Du einen, dann kennst Du alle“. Es fĂ€llt mir schwer, aus dieser FĂŒlle gleichförmiger Angebote das Buch zu finden, das mir wirklich ein Mehr an Nutzen verschafft.

Vielleicht sollte man auf das Lesen der Ratgeber daher auch nicht allzuviel Zeit ver(sch)wenden. Das meint auf jeden Fall Darius Foroux, der uns in einem Artikel zeigt How To Read A Self-Help Book In 90 Minutes.

Er beschreibt Ratgeberliteratur als das, was sie ist: Sie soll dem Leser/der Leserin einen Nutzen verschaffen. Es ist daher vollkommen nebensĂ€chlich, ob das Buch schön geschreiben ist. Und es ist auch unerheblich, wie viel Seiten es umfasst. Darius stellt die (steile) These auf, dass 90% des Inhalts tatsĂ€chlich nur FĂŒllstoff sind. Damit befindet er sich in bester Gesellschaft. Ich meine, der Erfinder des Mind-Mappings, Tony Buzan, hĂ€tte dies auch in einigen seiner BĂŒcher geschrieben. Schade, dass er sich selbst nicht daran gehalten hat.

Das Durcharbeiten eines Ratgebers erfolgt laut Darius in vier Schritten:

1. WÀhlen Sie das Buch sorgfÀltig aus

Denken Sie immer daran: Das Buch soll Ihnen einen Nutzen verschaffen. Es soll Ihnen helfen, ein bestehendes Problem zu lösen, eine akute Frage zu beantworten oder etwas zu lernen, was Sie in der Zukunft brauchen werden.

2. Machen Sie sich mit dem Inhaltsverzeichnis und der Struktur des Ratgebers vertraut (15 min)

Dies entspricht auch der Empfehlung von Tony Buzan. So gehen Sie vor:

  1. Lesen Sie die RĂŒckseite des Umschlags und den Klappentext. Was erfahren Sie ĂŒber den Autor und seinen Hintergrund. Die wohlwollenden Zitate berĂŒhmter Kolleg:innen können Sie ignorieren. Sie dienen nur der Werbung.
  2. Schauen Sie sich das Inhaltsverzeichnis genau an. Hier finden Sie Hinweise auf die Struktur des Buchs.
  3. BlĂ€ttern Sie durch das Buch und verknĂŒpfen Sie die Kapitel mit dem Inhaltsverzeichnis. Achten Sie hier auf Zusammenfassungen, Diagramme, Abbildungen und InfokĂ€sten.
  4. Sobald Sie die Struktur verstanden haben, wissen Sie auch, wo die wertvollen RatschlÀge stehen.
  5. ÜberblĂ€ttern Sie den Inhalt, der Sie nicht interessiert.
  6. Lesen Sie den relevanten Stoff sorgfÀltig. Das andere ignorieren Sie.

3. Stellen Sie sich einen Timer und lesen Sie konzentriert (45 min)

Lesen Sie die relevanten Teile des Ratgebers konzentriert durch. Lassen Sie sich dabei nicht unterbrechen. Fertigen Sie fĂŒr die wichtigen Stellen des Ratgebers Lesezeichen an. Notieren Sie die Seitenzahlen auf einem Notizzettel oder auf einer Post-it-note. Wichtige Diagramme oder Bilder fotografieren Sie mit dem Smartphone. Das alles ĂŒberfĂŒhren Sie in ein geeignetes Programm, z. B. Evernote. Tony Buzan wĂŒrde natĂŒrlich eine Mind-Map anfertigen.
Darius rÀumt ein, dass mitunter bei umfangreicheren Werken 45 min wohl nicht reichen werden. Dann benötigen Sie eben eine zweite Session à 45 min.

4. Schreiben Sie eine kurze Zusammenfassung (30 min)

Laut Darius sollte man das niemals unmittelbar nach der LektĂŒre tun, sondern sich ein paar Tage bis maximal eine Woche Pause gönnen. Der Grund: Das Unbewusste muss das Gelesene erst einmal verdauen.
FĂŒr die Zusammenfassung gehen Sie durch Ihre Lesezeichen und schreiben auf, was Sie mit diesen Informationen zu tun gedenken. Was möchten Sie umsetzen? Das ist Ihre Zusammenfassung.

 

Wenn Sie wollen, dass das Gelernte „sitzt“, dann bringen Sie es anderen bei. „Lernen durch Lehren“ nennt das der Fachmann.

Und noch ein Tipp von mir: Diese Methode sollten Sie wirklich nur auf Ratgeberliteratur anwenden. FĂŒr Thomas Manns „Zauberberg“ oder Tolstois „Krieg und Frieden“ ist sie nicht angemessen.

 

Bild von Hermann Traub auf Pixabay

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12 Dinge, die Sie auf keinen Fall tun sollten

Wie viele meiner KollegInnen bin auch ich der Meinung, dass es sinnvoller ist, darĂŒber nachzudenken, was man tun soll anstatt darĂŒber, was man nicht tun soll. Gebote statt Verbote, wenn Sie so wollen. Allerdings ist dieser Grundsatz nicht in Stein gemeißelt, es gibt Ausnahmen.

Damit Sie ProduktivitĂ€tsbremsen vermeiden („weg von“) können, um Ihre Produktion zu steigern („hin zu“), hat Marina Khidekel 12 Items to Take Off Your To-Do List to Increase Productivity notiert, die Sie in Zukunkt lassen sollten. Hören Sie auf,

  1. Unangenehme Aufgaben aufzuschieben
  2. BĂŒcher zu Ende zu lesen, mit denen Sie nichts anfangen können
  3. Aufgaben selbst zu erledigen, die Sie delegieren können
  4. in den spÀten Abendstunden oder in der Nacht zu arbeiten
  5. an jedem Treffen teilzunehmen, nur weil Sie dazu eingeladen wurden
  6. Ihre Zeit mit OberbedenkentrÀgern zu verbringen
  7. sich zu zwingen, eine Aufgabe noch zu Ende zu bringen, obwohl Ihnen inzwischen die Puste ausgegangen ist. Gönnen Sie sich stattdessen eine Pause zum Auftanken
  8. Ihren Tag mit einem geschÀftlichen Telefonanruf zu beginnen (ErgÀnzung: Oder die E-Mails zu checken)
  9. nach dem Aufwachen sofort zu Smartphone & Co zu greifen
  10. mehrere Meetings direkt hintereinander in Folge zu besuchen
  11. die SteuererklÀrung selbst zu machen
  12. Ihre Gedankenkreisel außer Kontrolle geraten zu lassen

Zu allen diesen Tipps lÀsst Marina CEOs, Manager und andere illustre Zeitgenossen in Zitaten ihren Senf dazugeben.

Nicht mit allem bin ich einverstanden. So gibt es ausgesprochene Nachteulen, die gerade spĂ€t abends oder gar in der Nacht besonders produktiv sind. Das Sprichwort „Morgenstund hat Gold im Mund“ gilt halt auch nicht fĂŒr jeden.

Die SteuererklĂ€rung ist ein Fall fĂŒr sich, gerade in Deutschland. Ich habe mal irgendwo gelesen, dass kein Land so ein kompliziertes Steuersystem hat wie das unsere. Wenn Sie als Angestellter immer die gleichen monetĂ€ren Zu- und AbflĂŒsse haben, schaffen Sie die SteuererklĂ€rung mit Hilfe geeigneter Apps vielleicht allein. FĂŒr SelbststĂ€ndige kann ich mir das nicht vorstellen. Sie wĂŒrden verrĂŒckt.

Gedankenkreisel sind besonders perfide. Sie können dazu fĂŒhren, dass Sie in eine gedankliche Sackgasse geraten, aus der Sie nur schwer wieder herauskommen. „Stuck state“ nennen das die NLPer. Eine gutes Hilfsmittel dagegen sind Übungen der Achtsamkeit, mit denen Sie lernen, solche Gedanken bewusst wahrzunehmen. Sie lernen, zwischen Gedanken und Tatsachen zu unterscheiden. Das hilft ungemein, ĂŒbrigens auch bei nĂ€chtlicher GrĂŒbelei (siehe auch Was tun in schlaflosen NĂ€chten?).

Übrigens empfiehlt Marina den geneigten LeserInnen, sich diese Punkt auf eine Not-to-do-List zu schreiben. So können Sie sich immer wieder vor Augen fĂŒhren, was Sie nicht tun sollten um Ihre ProduktivitĂ€t nicht zu sabotieren.

Keine schlechte Idee, finde ich.

 

Bild von NickyPe auf Pixabay

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Kurznachrichten: Laptop im Bett, Spickzettel, Windows-Extras, Dateinamen, Nomophobie

Mit dem Laptop im Bett

Ich gehörte zu den Menschen, die mit dem grĂ¶ĂŸten VergnĂŒgen im Bett lesen. Das funktioniert hervorragend mit dem klassischen Buch aus Papier und fast ebenso gut mit dem Tablet. Etwas schwieriger wird es mit dem Laptop. Wenn es dumm kommt, können Sie sich aufgrund unbeabsichtigter Fehlhaltungen irgendwelche Zerrungen oder sonstige Unannehmlichkeiten einfangen. Damit das nicht passiert, befolgen Sie am besten die Tipps aus dem Artikel What Is The Best Position To Use Laptop In Bed? – Physiotherapy & Alternative Medicine. Übrigens: Im Schneidersitz vor dem Laptop zu sitzen, wie so oft auf Symbolbildern dargestellt, ist ein absolutes No-go.

In diesem Zusammenhang ein Klassiker fĂŒr kulturell Interessierte:

Bill Ramsey – Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett 1962

 

Wie Sie sich den perfekten Spickzettel basteln

Es gibt Experten, die empfehlen SchĂŒlern und Studentinnen zur Vorbereitung auf PrĂŒfung einen Spickzettel zu schreiben. Nein, natĂŒrlich nicht zum Besch…, sondern zum besseren EinprĂ€gen des Stoffes. Eine Technik, deren Wirksamkeit ich ĂŒbrigens bestĂ€tigen kann. Aber nicht nur fĂŒr PrĂŒfungen kann man Spickzettel gebrauchen. Stellt sich nur noch die Frage, wie man das Blatt Papier in eine handhabbare GrĂ¶ĂŸe ĂŒberfĂŒhrt. Dillon Pilorget zeigt Ihnen in diesem Video, wie Sie sich mit einigen FaltvorgĂ€ngen ein kleines BĂŒchlein zusammenbasteln.

How to make a zine from one piece of printer paper

 

Hier gibt es noch drei andere Anleitungen: Eins, Zwei und Drei.

Versteckte Extras in Windows 10

Wenn Sie zu den Windows-ExpertInnen gehören, dann kennen Sie das wahrscheinlich schon. FĂŒr alle anderen ein kleiner Kniff. Sie können mit ein paar Tastenkombinationen einige durchaus interessante Helferlein aktivieren. Wie das geht, zeigt Ihnen Joe Keeley in seinem Artikel Windows 10 Optional Features: A Quick Guide to the Best Extras You May Want. Bleiben Sie am Ball, es werden stĂ€ndig neue kleine Utilities hinzugefĂŒgt.

Sinnvolle Dateinamen: Tipps von der Uni

Aus dem Benennen von Dateien kann man in der Tat eine Wissenschaft machen. Dies dachten sich wohl auch die Menschen in der Bibliothek der berĂŒhmten Stanford UniversitĂ€t. Die ExpertInnen geben Ihnen auf Best practices for file naming einige Hinweise fĂŒr zweckmĂ€ĂŸige Dateinamen. Und wie es in akademischen Kreisen guter Brauch ist, finden Sie in dem Artikel auch zwei Fallstudien.

So heilen Sie sich selbst von der Nomophobie

Vor einiger Zeit habe ich im ToolBlog die Frage gestellt Leiden Sie an Nomophobie?? Ich habe auch darĂŒber geschrieben wie Sie Nomophobie bekĂ€mpfen können. Was war noch einmal gleich Nomophobie? Sie erinnern sich, es ist „die Angst, ohne Mobiltelefon unerreichbar fĂŒr soziale und geschĂ€ftliche Kontakte zu sein.“ (Quelle: Wikipedia). Ryan Holiday scheint dieses Phönomen zu kennen, denn er hat einen A Radical Guide to Spending Less Time on Your Phone. Er scheint sich erfolgreich von der „Krankheit“ geheilt zu haben, denn im Untertitel zu seinem Beitrag verspricht er: „When I used these strategies, I finally took back my life.“

Ein Diagramm fĂŒr Ihre nĂ€chste Agenda

Dass eine gute Agenda sehr dabei hilft, eine Besprechung effektiv und effizient zu machen, dĂŒrfte sich mittlerweile herumgesprochen haben. Doch wie erstellt man eine „gute“ Agenda? Barbara Davidson weiß, wie es geht und stellt einen Visual Guide to a Meeting Agenda That Actually Works vor. Ob die Grafik hĂ€lt was Sie verspricht? Probieren Sie es aus!

 

 

 

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12 GrĂŒnde fĂŒr das UnglĂŒcklich sein

Von Paul Watzlawick stammt der ewigwĂ€hrende Bestseller Anleitung zum UnglĂŒcklichsein”. Er gibt in diesem Buch RatschlĂ€ge, wie Sie sich nachhaltig selbst das Leben versauen können. NatĂŒrlich ist sein Absicht eine andere und er will damit das genaue Gegenteil erreichen. Paradoxe Intervention nennt das die Fachfrau/der Fachmann. Marc & Angel zĂ€hlen in einem Beitrag in ihrem Blog 12 ĂŒbliche GrĂŒnde fĂŒr das UnglĂŒcklich sein auf und geben Hinweise, wie Sie diesen TĂŒcken des Alltags entkommen können: 12 Common Causes and Proven Cures for Unhappiness. Die Hitliste der Miesmacher sieht so aus:

  1. Dem tÀglichen Leben fehlt es an Sinn
  2. Besessenes Fixieren auf Vergangenheit und Zukunft
  3. Aus der Form sein und sich ungesund fĂŒhlen
  4. Sich in nachteiliger Form mit anderen vergleichen
  5. Sich auf das Negative konzentrieren
  6. Vermeiden persönlicher Verantwortlichkeit
  7. Perfektionismus und die Angst vor dem Scheitern
  8. Wenig Selbstbewusstsein
  9. Schulden
  10. Dauernd arbeiten, kaum Zeit zum Spielen
  11. VernachlÀssigen persönlicher Beziehungen
  12. Aufschieberitis

Eigentlich ist es ganz einfach. Sie mĂŒssen nur das Gegenteil von dem tun, was oben beschrieben wird. Ok, das war ein Scherz. “It’s simple, but not easy”, sagen die Amerikaner. Vielleicht können Sie so vorgehen:

  1. Schauen Sie in der Liste, was Sie am meisten zwickt
  2. Nehmen Sie bewusst wahr, wenn sich der identifizierte Miesmacher bemerkbar macht. Erwischen Sie sich selbst!
  3. Formulieren Sie bewusst zielfĂŒhrende Gedanken, anstatt den Miesmachern zu erlauben, sich in Ihrem Kopf breit zu machen.
    Beispiel Nr. 8: Das kriege ich nie hin. Besser: Das wird schwierig und könnte in die Hose gehen. Aber ich bin so gut vorbereitet, dass ich das wahrscheinlich schaffe.

BTW: Das Buch von Watzlawick lohnt sich nach wie vor zu lesen. Hier können Sie ein Interview mit dem Autor nachhören. Leider weiß ich nicht, wer der GesprĂ€chspartner ist (GĂŒnter Gaus vielleicht?)

Paul Watzlawick Anleitung zum UnglĂŒcklichsein

 

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EinfachBesuchen: Die App zum Verfolgen von Infektionsketten

Vielleicht muss man das ja bald nicht mehr machen, aber bei der Unvernunft vieler Zeitgenossen muss man es sicher bald wieder tun: Das Sich-registrieren beim Besuch von GaststÀtten. Diese soll dazu dienen, im Fall eines Falles Infektionsketten leichter nachvollziehen zu können.

Bei der letzten ApParade hatte ich ein kleines Programm vorgestellt, die Wirten und ihren GĂ€sten die Prozedur erleichtern soll (Herein!).

Aber es geht auch ganz ohne Smartphone. Von der Evangelischen Bank stammt die Anwendung EinfachBesuchen.app. Sie wendet sich nicht nur an das Gastgewerbe, sondern an Veranstalter aller Art.

Und so geht es: Sie legen Ihr Event auf der Website an, dort wird ein QR-Code erzeugt. Diesen drucken Sie aus, hÀngen ihn an prominenter Stelle, z.B. am Eingang aus. Die GÀste scannen ihn mit dem Smartphone ab, es poppt ein Formular auf, in das die GÀste ihre persönlichen Daten eintragen. Am Ende der Veranstaltung melden sich die GÀste dann einfach ab, indem sie den QR-Code erneut einscannen. So einfach ist das. Man muss dazu auf dem Smartphone noch nicht einmal eine eigene App installieren.

Die Daten werden verschlĂŒsselt auf sicheren Servern im EuropĂ€ischen Raum und DSGVO-konform gespeichert, womit auch das geklĂ€rt wĂ€re.

Weitere Fragen werden Ihnen auf der FAQ-Seite beantwortet oder Sie laden sich einen entsprechenden Info-Flyer herunter.

Praktische Sache, keine Frage!

 


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Multi Commander: Ein kostenloser Dateimanager fĂŒr Windows

Die Ă€lteren unter den LeserInnen werden sich mit Sicherheit noch an den legendĂ€ren Norton Commander erinnern. Charakteristisch fĂŒr das Programm war die Zweifenster-Darstellung, die das Kopieren oder Verschieben von Dateien in andere Verzeichnisse stark vereinfachte. In der Zwischenzeit gibt es viele Dateimanager, die auf der Grundlage dieses Prinzips funktionieren, kostenlos und kostenpflichtig. Ich selber benutze seit Jahren den SpeedCommander, den ich vor allem wegen seiner SynchronisierungsfĂ€higkeiten schĂ€tze.

Ein kostenloser Vertreter dieser Dateimanager ist der Multi Commander. Die Liste seiner Leistungsmerkmale kann sich durchaus sehen lassen. Es besteht offensichtlich auch die Möglichkeit, das Programm mit einer deutschsprachigen BenutzeroberflÀche zu versehen.

Sie können den Multi Commander sowohl fĂŒr die 32- als auch fĂŒr die 64-bit-Version von Windows herunterladen.

FĂŒr Videofreunde hier eine kleine EinfĂŒhrung:

MultiCommander – multi-tabbed File Manager

 

 

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Kleine Helferlein fĂŒr Ihren Browser: Bookmarklets

Bookmarklets werden die meisten LeserInnen gar nicht mehr auf dem Schirm haben. Den Experten sind diese kleinen Helferlein so selbstverstĂ€ndlich geworden, dass sie schon lange nicht mehr darĂŒber diskutieren. Den weniger Beschlagenen werden Bookmarklets vielleicht genau deswegen unbekannt sein. Schade eigentlich, denn sie können sehr praktisch sein.

Wenn Sie jetzt tatsĂ€chlich nicht wissen, was Sie mit dem Begriff “Bookmarklet” anfangen sollen, dann hilft Ihnen der Blick in die Wikipedia:

Ein Bookmarklet (auch: Favelet) ist ein kleines in JavaScript geschriebenes Makro, das als Bookmark abgespeichert wird und dadurch die Funktionen eines Webbrowsers erweitert. Es erlaubt beispielsweise, Aussehen oder FunktionalitĂ€t von Webseiten clientseitig zu verĂ€ndern. Technisch gesehen ist ein Bookmarklet ein Lesezeichen auf das Pseudoprotokoll javascript:, das ermöglicht, Code durch den Browser auszufĂŒhren.

Bookmarklets haben gegenĂŒber Erweiterungen gewisse Vorteile. Sie sind in der Regel browserĂŒbergreifend einsetzbar und mĂŒssen nicht besonders installiert werden. Amit Agarwal scheint der Spezialist fĂŒr die Konstruktion und Verwendung dieser Mini-Programme zu sein. Auf seiner Seite hat er ĂŒber 400 (!) einschlĂ€gige Artikel verfasst. Es ist wirklich unglaublich, was Sie mit Bookmarklets alles machen können.

Wenn Sie wissen wollen, was es an „fertigen“ Bookmarklets gibt, dann schauen Sie doch einmal bei Jesse’s Bookmarklets Site vorbei. Seine Website ist zwar schon etwas Ă€lteren Datums, bietet Ihnen aber dennoch eine große Auswahl. Eine andere gute Adresse ist die Sammlung von Honkiat Lim: 100+ Useful Bookmarklets For Better Productivity.

Wenn Sie dort keinen Schnipsel fĂŒr Ihre Zwecke finden, dann mĂŒssen Sie wohl selbst ein Bookmarklet schreiben. Wie das geht, zeigt Ihnen Silke SchlĂŒter in Bookmarklet oder Favelet erstellen.

FĂŒr die Videofreunde gibt es hier etwas Passendes:

11.2: Bookmarklets – Programming with Text

 

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Websites fĂŒr kĂŒhle Rechner

Wenn Sie schon einmal angloamerikanische LĂ€nder bereist haben, dann haben Sie sicher festgestellt, dass Sie mit unserem Einheitensystem nicht weit kommen. Auch wenn das MKS-Einheitensystem bestechend logisch ist und weltweit akzeptiert wird, tun sich unsere FreundInnen auf der anderen Seite des Atlantiks und teilweise auch des Ärmelkanals immer noch schwer damit.

Wenn man also in Irland ein Auto mietet und die (noch) imaginĂ€re Grenze nach Nordirland ĂŒberquert (mph), dann muss man die Geschwindigkeit von km/h in mph umrechnen, wenn man kein Knöllchen riskieren will. Links gefahren wird in beiden LĂ€ndern, wenigstens da muss man sich nicht umstellen.

Aber auch auf anderen Gebieten ist es mitunter notwendig, Einheiten umzurechnen. Damit Sie sich dabei nicht verkĂŒnsteln mĂŒssen, stellt die Website Unit Converter die wichtigsten Werkzeuge zur Umrechnung von Einheiten aus den Bereichen

  • Zahlen und Zahlensystemen
  • Mathematische Berechnungen
  • Finanzen
  • Datum und Zeit
  • Heim und Freizeit
  • Wetterberechnungen
  • WĂ€hrungen und Sonstiges

Leider wird die Website der Überschrift nicht ganz gerecht. So habe ich fĂŒr das o.a. Problem, km/h in mph hin- und her zu rechnen trotz lĂ€ngerem Suchen keine Lösung gefunden. DafĂŒr finden Sie allerlei KuriositĂ€ten. So können Sie das Alter Ihrer Katze oder Ihres Hundes in das entsprechende Menschenalter umrechnen. Wer es braucht…

Wenn Sie es seriöser möchten, dann weichen Sie einfach auf die Konkurrenz aus. Bei Unit Converter finden Sie den entsprechenden km/h-mph-Rechner. Diese Seite verzichtet auf sinnfreie MerkwĂŒrdigkeiten und orientiert sich völlig an den Naturwissenschaften. Ich finde sie auch wesentlich ĂŒbersichtlicher, denn Sie macht das, was sie soll: Einheiten umrechnen.

Sollten Sie sich öfters in der Finanzmathematik tummeln, dann ist Calculator.net vielleicht die richtige Website fĂŒr Sie. Dort gibt es eine eigene Rubrik zum Thema (Finance Calculator).

Aber was dem „Einen sin Uhl, ist dem Anderen sin Nachtigall“. Finden Sie selbst heraus, mit welchem Angebot Sie lieber arbeiten möchten.

Bild von 2427999 auf Pixabay

 

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Mentale IrrtĂŒmer, die gute Entscheidungen erschweren

Ja, ich gebe zu, auch mich stört der Ausdruck „gute“ Entscheidungen. Vielleicht sollte es korrekt heißen „gute“ Entscheidungsfindung. Und außerdem, was genau heißt „gut“?

Wie auch immer. James Clear beschreibt in einem Artikel die 5 Common Mental Errors That Sway You From Making Good Decisions. Diese sind:

  1. Überlebensirrtum (Survivorship Bias)
  2. Verlustaversion
  3. VerfĂŒgbarkeitsheuristik
  4. Ankerheuristik
  5. BestÀtigungfehler

Insbesondere der Überlebensirrtum kommt mir sehr bekannt vor. Diese Art der verzerrten Wahrnehmung beobachte ich bei manchen Kollegen, die aus der Leuchtturmposition einiger Unternehmen auf die Zukunft des gesamten Wirtschaftslebens schließen.

Um diese Wahrnehmungsverzerrungen zu minimieren, scheint eine Entscheidungsfindung im Team sinnvoll. Doch vollstÀndig gefeit davor ist man auch dann nicht, insbesondere wenn die Mitglieder des Teams bereits eine funktionierende Echokammer bilden.

Weitere Hinweise auf kognitive Verzerrungen geben Shana Lebowitz und Drake Baer in ihrem Beitrag  Cognitive biases that hurt your success – Business Insider. Ebenfalls von Shana Lebowitz, aber diesmal zusammen, stammt ein Diagramm, in dem weitere Wahrnehmungsverzerrungen zusammengefasst sind: 20 cognitive biases that screw up your decisions [via Lifehacker].

Welche Auswirkungen kognitive Verzerrungen auf das Lernen haben können, erfahren Sie in What Are Yours? Top Ten Cognitive Biases in Learning von Andrea May. Auch dazu gibt es ein informatives Schaubild:

 

BĂŒcher zum Thema (Werbung)

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