Archiv des Autors: Stephan List

Buch: Meine neue Freiheit 60+

In meinen Workshops zu Arbeits- und Selbstorganisation lässt sich meistens eine Diskussion über Sinn und Unsinn von Zielen nicht vermeiden. Ich mache dann aus meinem Herzen keine Mördergrube und bekenne öffentlich, dass ich dazu ein, sagen wir einmal, ambivalentes Verhältnis habe.

Ein Grund für meine skeptische Sichtweise liegt in den verschiedenen Lebensabschnitten, die wir alle durchlaufen dürfen. Nun gibt es sicher operative Ziele wie der nächste Urlaub oder der Kauf einer Eigentumswohnung. Aber die Frage nach dem Sinn des Lebens wird mit zwanzig sicher anders beantwortet als mit siebzig.

Oft erzähle ich meinen Teilnehmer:innen, dass ich es für mich am Horizont öfters blinkt und frage sie dann, ob sie wüssten, was das sei. Auf meine Antwort „das Werkzeug des Sensenmanns“ folgt dann oft verlegenes Schweigen.

Aber so ist das nun einmal. Irgendwann kommt die Zeit, wo einem die Endlichkeit bewusst wird und spätestens mit 60 stellen sich viele die Frage, was sie in den rund zwanzig Jahren aktiver Restzeit noch tun könnten (oder auch lassen sollten).

„Wie aktives und erfülltes Älterwerden gelingen kann“, will uns Senioren die Gisela Gehrmann in ihrem Buch Meine neue Freiheit 60+ zeigen. Was kommt, wenn man die Kröte des 60. Geburtstags erst einmal geschluckt hat? Was hilft dabei, diese Kröte auch zu verdauen?

Ein vielzitierte Weisheit lautet:

Alt werden will jede(r), Alt sein hingegen niemand.

Nun kommt es sehr darauf an, wie das Alt sein gestaltet wird. Wie so oft gilt auch hier der Grundsatz der Stoa, dass es nicht die Dinge selbst sind, die uns beunruhigen, sondern die Art und Weise, wie wir darüber denken. Laut der Autorin sollten wir nicht so sehr darüber sinnieren, was in unserem Leben alles nicht funktioniert hat. Vielmehr besteht der erste Schritt zu einem erfüllten Alter darin, auszuloten, was noch alles möglich ist.

In dem Kapitel „Mein Alter neu gestalten“ gibt sie einige praktische Hinweise zur Gestaltung, wie Ehrenamt, Senioren-WG, Mini-Selbstständigkeit oder auch das Leben als Single.

Einige Abschnitte sind den Veränderungen im und durch das Alter gewidmet und die tatsächlich irritierend sein können:

  • Wie steht es um das Gefühlsleben? Geht das überhaupt noch, Verliebt sein oder Sex im Alter? Darf man das?
  • Verändert sich das Gehirn? Und wenn ja, wie? Wie ist das mit der Vergesslichkeit? Kann ich mein Gehirn fit halten?
  • Welche Körpersignale gibt es und wie kann ich sie deuten?
    (Hier habe ich endlich gelernt, warum mir immer wieder die Nase tropft).

Irgendwann geschieht es immer häufiger, dass man hört, der Freund sein an diesem erkrankt, die Freundin an jenem verstorben. Dann spätestens merkt man, die Einschläge kommen immer näher. Und dann taucht es auf, das Bewusstsein für die eigene Vergänglichkeit. Spätestens dann. Auch darum drückt sich das Buch nicht. Wie können wir mit der Angst vor dem Sterben umgehen? Wir erfahren, welche Aufgaben und welche Funktion Hospiz und Palliativmedizin einnehmen.

Wir, die wir von den Jüngeren etwas despektierlich mit dem Wort „Boomer“ tituliert werden, sind vermutlich die erste Generation in einer Sandwichposition. Will sagen, wir haben nicht nur Kinder und Enkelkinder, sondern mitunter auch hochbetagte Eltern, um die wir uns kümmern müssen wollen. Das ist nicht immer einfach, besonders wenn eine beginnende oder fortgeschrittene Demenz das Verhältnis beeinträchtigt. Auch hier geht die Autorin auf alltägliche Probleme ein, die immer wieder auftreten. Was, wenn der Vater den Führerschein nicht abgeben möchte oder die Mutter keine Vorsorgevollmacht ausstellen will? Welchen Entscheidungen muss man sich eventuell stellen? Soll (muss?) der Vater oder die Mutter ins Pflegeheim?
Aus eigener Erfahrung weiß ich, es ist wichtig mit diesen Problemen auseinanderzusetzen. Allerdings glaube ich, dass dies eher den Zeitabschnitt 50+ betrifft. Die Angehörigen der Zielgruppe des Buches dürften mit 60+ diese Entscheidungen bereits früher, so oder so, getroffen haben.

In dem Buch werden viele Aspekte abgedeckt, die Menschen betreffen, wenn sie die sechzig überschreiten. Das ist die Stärke des Buchs, aber auch seine Schwäche. Es wird vieles behandelt, wenn auch nur an der Oberfläche. Allerdings steht für die tiefergehende Recherche ein umfangreiches Verzeichnis mit Links zu entsprechenden Websites zur Verfügung.

Wenn Sie eine Einführung in das Thema Altern und Älter werden suchen und dabei eine leicht verständliche unterhaltsame Sprache bevorzugen, dann dürfte das Buch genau das richtige für Sie sein. Es eignet sich wunderbar als Übersicht und als Ausgangspunkt für die weitere tiefer gehende Beschäftigung mit dem Thema.

Gisela Gehrmann:
Meine neue Freiheit 60+: Wie aktives und erfülltes Älterwerden gelingen kann.
(Link zu Amazon)

 

Das Buch wurde mir freundlicherweise vom herbig Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür.

BTW: Ich freue mich, wenn ich ab und zu ein Buch zum Rezensieren geschickt bekomme. Die Bücher, die mir gut gefallen, bespreche ich, über die anderen schweige ich mich aus. Ich habe keinen Gefallen an Verrissen, schließlich bin ich kein Literaturpapst.

 

Schreibe eine Antwort

In eigener Sache: Das ToolBlog macht Pause

Wie die Leser:innen vielleicht schon bemerkt haben, ist in den letzten Wochen die Frequenz der Veröffentlichen auf meinem ToolBlog kontinuierlich zurückgegangen. Ich möchte mich dafür entschuldigen und gerne erklären, warum das so ist.

Immer häufiger ereilt mich die berüchtigte Schreibblockade und mir fällt es zunehmend schwer, mir die Zeit und Muße zu nehmen um einen Beitrag zu schreiben. Das ist eigentlich erstaunlich, denn Zeit wäre genug da. Die Durchführung von Workshops wurde von den Unternehmen aufgrund der Pandemie stark reduziert und uns Organisationsberatern und Trainerinnen geht es da in etwa so wie den Künstlern (…aber das ist wieder eine andere Baustelle).

Obwohl ich also genügend Zeit hätte, Artikel zu verfassen, muss ich mich dazu regelrecht überwinden. Offensichtlich schlägt mir die derzeitige Situation und Nachrichtenlage mehr aufs Gemüt als ich mir zugestehen möchte. Momentan ist mir einfach nicht nach Schreiben zumute. Stattdessen stecke ich meine Zeit und Energie lieber in andere Projekte.

So arbeite ich gerade daran, meinen populären Workshop über Aufgabenorganisation und Zeitmanagement online anzubieten. Sollten Sie Interesse an einer Teilnahme haben, geben Sie mir doch bitte Bescheid, ich halte Sie dann auf dem Laufenden. Auch andere Themen wie „Problemlösungsmethoden“ oder „Umgang mit Psychischen Belastungen am Arbeitsplatz“ befinden sich in der Planung. Und ja, Sprintseminare halte ich nach wie vor und sie können gebucht werden.

Noch andere Pläne?

Nun ja, was in diesen Tagen (fast) Alle versuchen. Ich bemühe mich, gesund zu bleiben und die Dinge tun, die mir wichtig, aber bisher zu kurz gekommen sind: Lesen, Nachdenken, Meditieren, Gitarre lernen, Sprachen üben u.a. Und vor allem meine Enkeltochter bespaßen, die uns allen sehr viel Freude macht.

Abgeschrieben ist das Bloggen allerdings noch nicht. Oder sehr frei mit Marc Aurel gesprochen:

Entweder es ändern sich die Zeiten oder man ändert sich mit der Zeit.

Ich kann mir durchaus vorstellen, dass mich irgendwann wieder die Schreiblust überfällt, vielleicht im ToolBlog, vielleicht in anderer Form oder in einem anderen Blog, ich werde Sie es wissen lassen.

Mich würde sehr freuen, wenn wir in Kontakt blieben, vielleicht auch über Twitter (ToolBlog by (@stlist).

Dankeschön, Ihnen allen!

 

Bildquelle: Klick auf das Bild.

 

 

5 Antworten

Digitale Whiteboards – Eine Übersicht

In letzter Zeit bekomme ich immer wieder Anfragen, ob ich meine Sprintseminare auch online durchführe. Insbesondere das Sprintseminar zum Thema Zeitmanagement wird immer wieder nachgefragt. Ob die vermehrte Arbeit von zuhause aus und die damit verbundene Notwendigkeit zur Selbstorganisation der Grund dafür ist? Ich weiß es nicht, aber es spricht einiges dafür.

Bis auf einige wenige Gelegenheiten habe ich meine Workshops noch nicht online durchgeführt, aber aufgrund der Anfragen denke ich ernsthaft darüber nach. Momentan suche ich gerade Werkzeuge zusammen, die mich bei der Ausführung des Vorhabens unterstützen können.

Unter anderem habe ich ein wenig zu digitalen Whiteboards recherchiert. Die Ergebnisse waren recht interessant und ich möchte sie der verehrten Leserschaft auf keinen Fall vorenthalten. Es gibt eine Fülle ansprechender Lösungen, momentan bin ich dabei eine Sichtung vorzunehmen. Aus diesem Grund kann ich noch gar nicht sagen, für welche App ich mich letztendlich entscheiden werde. Vielleicht kann mir ja auch der eine Leser oder die andere Leserin noch einen wertvollen Hinweis geben.

Hier die Liste der Apps, auf die ich bei der Recherche gestoßen bin:

Amazing Online Whiteboard with Collaboration and its FREE!

 

  • NoteBookCast
    Eine kostenlose Whiteboard-App für alle gängigen Webbrowser und Geräte, auf denen diese Browser laufen.
  • Whiteboard Fox – Simple Online Whiteboard
    Die Betonung bei diesem Programm liegt auf „simple“. Aber genau aus diesem Grund hat mich diese App sofort angesprungen. Weniger ist sehr oft mehr.
    Auch hier ein kleines Video dazu:
WhiteboardFox Demonstration Version 2 HD

 

IdeaBoardz walkthrough

 

Natürlich gibt es auch Whiteboardlösungen zum Herunterladen und Installieren. Microsoft hat im Rahmen seines Office 365 so ein Programm kostenlos im Angebot Microsoft Whiteboard – Ihre digitale Online-Whiteboard-App. Aber andere Mütter Unternehmen haben auch schöne Programme. Diese hier zum Beispiel:

Andere Möglichkeiten, wie Sie ein Whiteboard für das online-Lernen einsetzen können, zeigt Ihnen der Artikel 10 online whiteboard options for remote learning von Matt Miller. Hier erfahren Sie u.a., wie man auch mit PowerPoint die Arbeit am Whiteboard simulieren kann. Auch der Aufnahme realer Whiteboard-Sequenzen ist ein Abschnitt gewidmet.

 

BTW: Wenn auch Sie an einem Sprint-Webinar zum „Zeitmanagement“, aber auch an anderen Themen interessiert sind, lassen Sie mich es wissen. Das motiviert mich ungemein!

Ich halte Sie dann auch gerne über den Stand der Dinge auf dem Laufenden!

 

Bildquelle: Klick auf das Bild.

Schreibe eine Antwort

Die Stufen des Widerspruchs

Immer wieder nehme ich mir vor, mich auf Twitter nicht auf Diskussionen einzulassen. Aber ich tue es immer wieder. Auch heute wieder. Allerdings bemerke ich diesen Fehler schneller als früher und begebe mich alsbald zum Ausgang. Meist bediene ich mich dann der komplementären Kommunikation, indem ich mich mit einer Unterlegenheitsgeste verabschiede. Wie es im Tierreich halt üblich ist. Ganz nach dem Motto meiner Großmutter:

Du hast Recht und ich habe meine Ruhe.

Vielleicht ist diese Vorgehensweise nicht immer befriedigend, aber sie schont die Nerven ungemein.

Trotzdem halte ich Twitter unterm Strich immer noch für ein wertvolles Medium. Über diesen Kanal habe ich schon manchen interessanten Kontakt geschmiedet und – ja – auch manchen interessanten Denkanstoß bekommen. So auch zum Thema Diskussion, Diskurs, Dialog von @JohanMalan. In einem Tweet weist er auf die Hierarchie der Gegenargumente nach Paul Graham hin:

Respekt für die gegnerische Position ist proportional zur eingenommenen Stufe auf der Pyramide.

Graham's Hierarchy of Disagreement-de.svg
Mir fällt auf, dass Diskussionen auf Twitter sehr oft auf den vier unteren Ebenen dieser Pyramide stattfindet. Ich bin weder Kommunikationstheoretiker noch Medienwissenschaftler und so kann ich nur spekulieren, warum die Auseinandersetzung auf diesen Stufen in sozialen Netzwerken die Regel und nicht die Ausnahme sind (Vermutungen habe ich allerdings).

Hinweisen möchte ich auf den Originalbeitrag How to Disagree von Paul Graham, den Jens Oliver Meiert netterweise ins Deutsche übersetzt hat.

Mir gefällt dieses Modell von Graham ganz gut. „Ganz“ deswegen, weil ich mir bei WH2 „Kritik des Umgangtons“ nicht ganz schlüssig bin. Was soll man davon halten, wenn mir zwar ein schlüssiges Gegenargument genannt wird, dies aber in herablassendem belehrendem Unterton? Spätestens seit Watzlawick wissen wir, dass sich Sach- und Beziehungsebene schwer (oder besser gar nicht) trennen lassen. Ist dann nicht erlaubt, nicht nur das „Was“, sondern vielmehr das „Wie“ einer Konversation zu kritisieren?

Vielleicht lohnt es sich, dem Grahamschen Modell das Modell der Logischen Ebenen von Robert Dilts gegenüberzustellen.

Aber nicht mehr heute am Sonntagabend, vielleicht nächste Woche.

 

1 Antwort

Wer ist eigentlich für die Arbeitssicherheit verantwortlich?

Vor einigen Jahren durfte ich während eines Scrum-Day einen Workshop besuchen, in dem Arbeitssicherheit behandelt wurde. Über diese Veranstaltung habe ich hier und hier berichtet. Der Kenntnisstand der Teilnehmer:innen hatte mich damals schon etwas erschreckt. Um die abgedroschene Phrase zu benutzen: Wir bewegen uns beim Arbeitsschutz nicht im rechtsfreien Raum. Man sollte in seiner Rolle als Unternehmer, Führungskraft und/oder Mitarbeiter:in seine Rechte und Pflichten schon kennen.

Denn ein Verstoß gegen Sicherheitsvorschriften oder das Arbeitsschutzgesetz kann rechtliche Folgen haben, schreibt Manuela Müller in ihrem Artikel Der Verantwortung ins Auge sehen. Sie fasst in dem Beitrag in leicht verständlicher Form zusammen, was in den Verantwortungsbereich einer Führungskraft gehört. Besonders informativ ist der Kasten, in dem Sie weitere Hinweise und Links zu entsprechenden Informationsbroschüren finden:

Etwas skeptisch bin ich beim Abschnitt „Konsequenzen unterlassener Aufsicht“. Hier werden Fälle beschrieben, um nicht zu sagen, an die Wand gemalt, in dem Geschäftsführer nach Unfällen zu Geldbußen verurteilt wurden. Die Autorin will verdeutlichen, „wie weit die Folgen bei vorsätzlichen Pflichtverletzungen und grober Fahrlässigkeit reichen können.“ Nun bin ich kein Jurist, weiß aber, dass der Umgang mit dem Fahrlässigkeitsbegriff nicht trivial ist und Nachweise für insbesondere grobe Fahrlässigkeit oft schwer zu führen sind. Leider fehlt für die beschriebenen Fälle die Quellenangabe mit dem Aktenzeichen. Ich hätte die Urteile gerne einmal nachgelesen.

Mir wäre es lieber, wenn die vorgeschriebene Aufsicht enger kontrolliert und ihre Unterlassung nicht erst dann sanktioniert würde, wenn etwas passiert ist. Das klingt vielleicht hart, aber in diesen Zeiten kann man besonders gut beobachten, wie das mit der Selbstverantwortung funktioniert (oder eben nicht).

Noch ein Tipp: Schauen Sie doch einmal auf der Website der Berufsgenossenschaft vorbei, der Ihr Unternehmen angehört. Sie finden dort Seminare auch für Führungskräfte, die Sie sämtlich kostenlos besuchen können. Auch Ihr Unternehmen kostet das nichts extra.

 

Bild von succo auf Pixabay

 

1 Antwort

Besser denken lernen: Das Mentat Wiki

Wenn man heutzutage einen Streifzug durch die sozialen Medien unternimmt, dann könnte man meinen, das Denken ist völlig aus der Mode gekommen. Wenn Sie so wie ich zu den Zeitgenoss:innen zählen, die sich nicht damit abfinden wollen, dann ist das Mentat Wiki vielleicht etwas für Sie. Das Wiki ist

eine kollaborative Umgebung, um Wege zu erkunden, wie man ein besserer Denker wird.

In dem Wiki werden behandelt:

  • Merktechniken
  • Kopfrechnen
  • Kritisches Denken
  • Brainstorming
  • Kurzschrifttechniken
  • Notizen und sogar
  • Smarte Drogen (aka Nootropika)

Während ich mit letzterem gar nichts anfangen kann (ich bin bei Pillen & Co äußerst vorsichtig), scheinen mir die anderen Themen in Zeiten wie diesen sehr wertvoll und nützlich zu sein.

Sie finden auf der Website eine Fülle von Artikeln und Hinweisen, besonders das Thema Critical Thinking hat mich angesprochen.

Das Wiki ist schon etwas älteren Datums und scheint nicht mehr aktiv gepflegt zu werden. Ein Fundgrube ist es allemal. Mir gefällt besonders die minimalistische Aufmachung und die klare Struktur. Aktuell sind die Themen immer noch oder um einen alten Werbespruch abgewandelt zu zitieren:

Nie war Denken so wertvoll wie heute.

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Schreibe eine Antwort

David Allen: Vom Umgang mit To-do-Listen

In letzter Zeit ist es etwas stiller um ihn geworden. Und ich finde, das hat er sich auch verdient. Nun bin ich aber über ein Video gestolpert, in dem sich David Allen u.a. über Aufgabenlisten auslässt: Manage Your To-Do List. Sehen Sie selbst.

Exclusive David Allen Interview! Manage Your To-Do List – AppJudgment

 

 

1 Antwort

Wenn die Hand schmerzt: Alternativen zu Maus & Co

Vor einiger Zeit bekam ich Schmerzen in den Endgliedern der Zeigefinger beider Hände. Zunächst dachte ich an Gicht, Arthrose oder ähnliche Unannehmlichkeiten. Dinge halt, mit denen Mann in meinem vorgerückten Alter langsam rechnen muss. Auch mein Hausarzt äußerte sich in dieser Richtung.

Wir lagen beide meterweit daneben! Als ich einmal zufällig auf meine Hand sah, als ich das Mausrad zum Scrollen betätigte, war mir sofort klar, das die Mausbenutzung die Ursache dieser schmerzhaften Fingergelenke war. Dazu passte auch, dass die anderen Finger völlig beschwerdefrei und ohne äußere Veränderung waren und bis heute noch sind. Bingo!

Natürlich habe ich nach dieser Beobachtung sofort Dr. med. Google konsultiert und tatsächlich bin ich fündig geworden, RSI heißt der Fachausdruck:

  1. Wikipedia: Repetitive-Strain-Injury-Syndrom
  2. Gerlinde Felix: RSI Syndrom: Mausklicken kann krank machen

Es gibt sogar eine eigene Website, die sich mit dem leidigen Thema befasst: Maushand & Mausarm – Was tun gegen schmerzende Mausklicks?.

Zwar werden Schädigungen unter dem Begriff RSI-Syndrom laut o.a. Wikipedia-Artikel nur bedingt als Berufskrankheit anerkannt, aber die Berufsgenossenschaft, die es betrifft, kümmert sich dennoch um dieses Thema.

Die Verwaltungs-BG (VBG) hat eine Broschüre veröffentlicht, in der „Alternative Eingabemittel an Bildschirmarbeitsplätzen“ vorgestellt werden (pdf-datei). Sie finden hier Checklisten zur ergonomischen Anwendung von Tastatur und Maus und zu entsprechenden Alternativen.

Seit meinen schmerzhaften Erkenntnissen verwende ich statt der herkömmlichen Maus einen Trackball und bin sehr zufrieden damit. Geheilt sind die Gelenke noch nicht, aber es hat sich auch nichts verschlimmert. Das ist ja auch schon mal was.

Wenn Sie Ihre Kenntnisse zur Gesundheit im Büro vertiefen wollen, dann laden Sie doch die gleichnamige Veröffentlichung der VBG herunter: Gesundheit im Büro – Fragen und Antworten (pdf-Datei). Hier bekommen Sie umfangreiche Informationen zu:

  • Belastungen am Arbeitsplatz
  • Belastungen durch die Arbeitsumgebung
  • Gefahrstoffe im Büro
  • Psychische Belastungen

und vieles mehr.

BTW: Bevor mich pfiffige Leser:innen fragen, warum ich mir beide Zeigefinger ruiniert habe, gebe ich gleich die Antwort vorneweg . Meine Tochter empfahl mir in bester Absicht zur Schonung der Schulter, immer mal wieder zu wechseln und die Maus mit der anderen Hand zu bedienen. Es hat funktioniert, denn Schulterprobleme habe ich keine.

Tja, so kann es gehen…

 

Bild von Shutterbug75 auf Pixabay

 

Schreibe eine Antwort

Alte Tricks, die auch heute noch funktionieren

Nur weil Tipps und Tricks aus alten Zeiten stammen, heißt es nicht, dass sie heute nicht mehr wirksam sind. Darauf habe ich in den Beiträgen

bereits hingewiesen. Mit 100 Vintage Home Hacks That are Still Brilliant Today kommt nun eine weitere Website hinzu die sich den produktiven Oldies but Goldies widmet. Hier finden Sie eine Vielzahl von Tricks und Kniffen aus nahezu allen Lebensbereichen. Vor allem die Heimwerker unter den Leser:innen dürften dabei auf ihre Kosten kommen.

Schreibe eine Antwort

Kurznachrichten: Diagramme, Wochendurchsicht, Covey, Arbeitswelt im Wandel, Schweinehund, Masken, Mastery

Diagramme online zeichnen

Wenn Sie ab und zu ein Diagramm zeichnen möchten, aber nicht häufig genug, um ein eigenes Programm zu installieren, dann probieren Sie doch einmal diagrams.net aus. Diese Anwendung läuft im Browser Ihrer Wahl und ermöglicht die Erstellung durchaus anspruchsvoller Flussdiagramme. Aber auch Abbildungen aus Hydraulik, Elektrotechnik und anderen Gebieten sind möglich. Sichern können Sie Ihr Diagramm auf Google Drive, OneDrive oder Ihrem lokalen Laufwerk.

Die Wochendurchsicht: Eine Anleitung

Als ich 2009 auf dem GTD Summit in San Francisco war, ist mir ein Satz besonders in Erinnerung geblieben:

Das Weekly Review ist so wichtig, dass man es mindestens einmal im Monat durchführen sollte.

Spaß beiseite, ich bin auch der Meinung, dass Vernachlässigung der Wochendurchsicht mit am sichersten dazu beiträgt, bei GTD und auch bei anderen Organisationsansätzen aus der Kurve zu fliegen. Bei mir ist die Wochendurchsicht ein Muss am Samstagmorgen. Fadeke Adegbuyi hat dazu eine nützliche Anleitung geschrieben: The Weekly Review: A Productivity Ritual to Get More Done.

Wie man Coveys „7 Habits“ liest

Die 7 Wege zur Effektivität von Stephen Covey gehören wohl zu den Klassikern aus dem Bereich der Literatur zur Produktivität und Arbeitsorganisation. Ich gestehe, bei mir fristet das Buch seit zig Jahren ein jämmerliches Dasein im Bücherregal. Leider bin ich nie über die ersten 30 Seiten hinausgekommen. Für mich ist das Buch derartig zäh und langweilig, dass ich es schließlich aufgegeben habe, es zu lesen. Nun ist das Buch ja nicht umsonst ein Bestseller gewesen, dafür muss es Gründe geben. Vielleicht verschafft der A Reading Guide for the ‚7 Habits of Highly Effective People‘ von Jacqueline Detwiler einen leichteren Zugang. Probieren Sie es aus!

BAuA: Die Arbeitswelt im Wandel

Nomen est Omen: Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) ist die Denkfabrik für Themen… sie wissen schon. In regelmäßigen Abständen beschreibt die BAuA die aktuellen Trends in der Arbeitswelt und weist auf Herausforderungen, Risiken und Chancen hin. Den Report für 2020 können Sie auf der einschlägigen Website als pdf-Datei herunterladen. Auf der Seite finden Sie auch die wichtigsten Statistiken und die dazu gehörigen Grafiken in Einzeldarstellungen.

Wie Sie sich zu unangenehmen Dingen motivieren

Ich denke, Sie kennen das auch. Mitunter tun wir alle möglichen Dinge, nur um die Tätigkeiten zu vermeiden, die uns unangenehm sind. Der „innere Schweinehund“ hindert uns oft erfolgreich daran, wichtige, aber unangenehme Dinge geregelt zu kriegen. Aber Sie können den inneren Schweinehund überwinden. Wie zeigt Ihnen das Video von BetterThanYesterday: How I Tricked My Brain To Like Doing Hard Things:

How I Tricked My Brain To Like Doing Hard Things (dopamine detox)

 

Über das Tragen von Masken im Büro

Dass das Tragen von MNS-Masken eine der Vorbeugungsmaßnahmen gegen das vermaledeite Virus ist, das uns derzeit den Alltag versaut, dürfte sich mittlerweile herumgesprochen haben. Vernunft ist Einsicht in die Notwendigkeit, auch wenn es einige Mitmenschen an dieser Einsicht fehlen mag. Damit das Masken tragen den vollen Nutzen entfalten kann, sollte man die Funktionsweise kennen. Sascha Zoske hat ihre Anwendung im Büro unter die Lupe genommen: Welche Masken im Büro am besten gegen Corona wirken.

Vielleicht sollte man in diesem Zusammenhang auch noch einmal auf die grundsätzlichen Hygienemaßnahmen (Präsentation als pdf-Datei) hinweisen.

Die 10 Stufen der Meisterschaft

Ich gebe zu, bislang kannte ich nur die 4 Stufen des Lernens, aber ich lerne ja gerne dazu. Prakhar Verma erweitert in 10 Stages Of Creating Masterpieces In Your Crowded Field dieses Konzept um weitere sechs Schritte. Einen Überblick verschafft die entsprechende Infografik:

 

 

 

1 Antwort