Archiv des Autors: Stephan List

Alles ist wichtig? Priorisieren Sie trotzdem!

Immer wieder beklagen sich die TeilnehmerInnen in meinen Workshops ĂŒber das Priorisieren. Es funktioniere schlecht bis gar nicht, weil im beruflichen Alltag alles „wichtig“ sei. Ich gebe zu, es ist vielleicht wirklich alles wichtig, aber man sollte hinterfragen, ob wirklich alles gleich wichtig ist (mal davon abgesehen: Was ist ĂŒberhaupt wichtig und wer definiert das?).

Um besser zwischen der Tragweite von Aufgaben differenzieren zu können und vielleicht doch eine Rangfolge aufstellen zu können, gibt es da draußen eine ganze Reihe von Priorisierungstechniken. Jessica Greene stellt in Ihrem Artikel How to Prioritize When Everything Feels Important neun dieser Techniken vor:

1. Die Priorisierungsmatrix

Hier handelt es sich um die berĂŒhmte Vierfeldermatrix, deren bekannteste Vertreterin die Eisenhower-Matrix. Dringlichkeit und Wichtigkeit sind aber beileibe nicht die einzigen zwei Elemente, zwischen denen man die Matrix aufspannen kann. Es gibt auch noch andere, wie Jessica zeigt.
Mittlerweile bin ich ein Fan der Vierfeldermatrix geworden. Es ist erstaunlich, welche ZusammenhĂ€nge man damit aufzeigen kann. Sogar „Dummheit“ lĂ€sst sich darĂŒber definieren.

2. MoSCoW

Dieses Merkwort steht fĂŒr: M_ust do, S_hould do, C_ould do, W_on’t do. Eine solche Einteilung der Aufgaben kann man gut mit Programmen wie Trello visualisieren, meint Jessica. Mir ist das zu kompliziert. Ich unterscheide frei nach Michael Linenberger lediglich zwischen Critical Now, Opportunity Now und @Irgendwann/Vielleicht.

3. ABCDE

Im Prinzip handelt es sich hierbei um eine Variante von MoSCoW, erweitert und D fĂŒr D_elegation. Diese Einteilung geht auf Brian Tracy zurĂŒck, was bei mir sofort Skepsis auslöst.

4. Priorisieren nach Scrum

Laut Jessica wird hier eine Rangfolge hergestellt, indem man die Aufgaben miteinander vergleicht. Es handelt sich somit um ein relativierendes Vorgehen. Wichtig ist dabei, dass Sie das richtige Kriterium wÀhlen. In Scrum geht es um den wirtschaftlichen Beitrag der Aufgabe am Gesamtprojekt.

5. Bubble Sort

Im Artikel wird eine Variante des Paarvergleichs vorgestellt, auch bekannt unter dem Namen „Swap Sort“. Sie können auch eine App dafĂŒr verwenden, im ToolBlog hatte ich vor einiger Zeit ĂŒber eine solche Anwendung geschrieben: Choicing.

6. Most Importang Task (MIT)

Bei dieser Methode wĂ€hlen Sie sich fĂŒr den betreffenden Arbeitstag die 1-3 wichtigste Aufgaben aus. Ein einfaches, geradezu minimalistisches Prinzip. Kein Wunder, es stammt auch von Leo Babauta. Allerdings stehen Sie auch hier vor der Qual, die wichtigsten drei TĂ€tigkeiten fĂŒr den Tag herauszusuchen.

7. Die Ivy-Lee-Methode

Auch hier mĂŒssen Sie eine Rangfolge Ihrer Aufgaben bilden. Die Aufgaben werden dann strikt und konsequent gemĂ€ĂŸ ihrer Stellung in der Rangfolge abgearbeitet. Ich habe das Verfahren in Aufgaben erledigen wie Ivy Lee beschrieben.

8. 1-3-9

Hier gruppieren Sie Ihre Aufgaben in 1 sehr wichtige Aufgabe, 3 mittelwichtige (was immer das ist) und 9 weniger wichtige Aufgaben. Sie können zur Einteilung die Eisenhowermatrix benutzen. Ich bin skeptisch.

9. Zwei-Listen-Technik

Diese Methode geht auf Warren Buffet zurĂŒck. Bei den zwei Listen handelt es sich um eine To-Do-Liste und eine Don’t-Do-List. Auf letztere kommen die Dinge, die Sie auf keinen Fall tun sollten. Dieses Vorghen soll Ablenkung und Verzettelung vorbeugen. NĂ€here Informationen finden Sie bei James Clear oder Trent Hamm.

 

Sie haben es schon bemerkt, die Methode, die ich bevorzuge, fĂŒhrt Jessica nicht auf. Ich priorisiere nach der One Minute To-Do-List nach Michael Linenberger in einer abgewandelten Variante. Wenn Sie NĂ€heres darĂŒber erfahren möchten, dann holen Sie sich das kostenlose E-Book vom Meister persönlich.

 

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Nutzen Sie @WartenAuf?

Warten Sie auch manchmal vergeblich auf Informationen, die Kollegen, der Chef oder auch Kunden Ihnen bis zu einem bestimmten Zeitpunkt versprochen haben? Und dann Àrgern Sie sich, wenn Sie von Ihren Partnern einfach vergessen werden?

Die Grundfrage lautet: Wie stellen Sie Verbindlichkeit her?

Sie brauchen etwas, das Sie ganz sicher daran erinnert, was Sie wann von wem zu bekommen haben. So etwas wie die @WartenAuf-Liste nach David Allen. Hier tragen Sie ein, wer Ihnen bis wann was zugesagt hat und gehen sie tÀglich durch. Falls etwas nicht zum versprochenen Zeitpunkt geliefert wird, haken Sie nach. Erinnern Sie, fragen Sie, seien Sie penetrant.

Ich nenne das den Schmeißfliegen-Effekt. Der ist schnell erklĂ€rt: Wenn von Ihnen fĂŒnf Kollegen etwas wollen und einer verhĂ€lt sich wie dieses Insekt, wem werden Sie liefern? Genau, Sie ahnen es.

Aber vergessen Sie bitte nicht die Regeln der Höflichkeit. Der Ton macht die Musik. Nachhaken kann man in vielen Varianten und Sie sollten nicht mit Kanonen auf Spatzen schießen. Sie wollen ja schließlich nicht mit der Fliegenklatsche erschlagen werden.

Alan Henry hat einen Artikel zu diesem Thema verfasst: A Stress-Free Guide to Remembering to Follow Up at Work. Dort finden Sie auch Hinweise zu einigen Softwaretools, die Ihnen bei der Nachverfolgung helfen können. Ich selbst organisiere meine Nachverfolgung mit Outlook und zwar “zu Fuß”. Alan verweist in diesem Zusammenhang auf einen Beitrag von Kelly Forrister: Cool GTD tip for tracking Waiting For items in Outlook.

 

mikadago / Pixabay

 

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Warum Sie in der Regel eben doch Ihrem Bauch trauen sollten

“Bauch oder nicht Bauch?”, das ist hier die Frage. In einem Artikel auf seinem Blog will Scott Berkun den Nachweis fĂŒhren, warum “Always trust your gut” (“Verlass Dich immer auf Deinen Bauch”) kein guter Ratschlag ist: Should you always trust your gut?

In dem Artikel erklÀrt er auch, warum:

  1. Unsere Instinkte können widersprĂŒchlich reagieren
    Gemeint ist hier die Angst vor dem Ja-Wort im Standesamt, obwohl man sich auf diesen Moment eigentlich freut.
    Mag sein. Und dennoch. Es geht hier beim BauchgefĂŒhl nicht um Momentaufnahmen. Wenn mich vor einem wichtigen Ereignis immer und immer wieder Zweifel plagen, dann sollte ich sie ernst nehmen. Es geht nicht um den Augenblick, sondern um ein gewisses GrundgefĂŒhl. Ein typischer Fall ist die Beförderung. Eigentlich sollte ich mich darĂŒber freuen, aber es quĂ€lt mich ein Unbehagen, das nicht auszurĂ€umen ist. Wenn dem so ist, dann sollte ich mich fragen, woher das BauchgefĂŒhl kommt.
  2. Wir kennen uns selbst gar nicht so gut
    Das stimmt. Das Meiste schlummert eben im Unbewussten. Und gerade deshalb ist es ja so wichtig, in sich hineinzuhören, ob vom Bauch nicht wichtige Impulse kommen.
  3. Instinkte hÀngen von Situationen ab
    Das ist richtig. Und hier zeigt sich, dass es nicht zweckmĂ€ĂŸig ist, Instinkt mit BauchgefĂŒhl gleichzusetzen. Instinkt ist nicht Intuition. Instinkt liegt im Reptilienhirn und gehört zu unserem Überlebensprogramm.
  4. Manche unserer Instinkte sind besser ausgebildet als andere
    Mag sein, aber siehe 3.
  5. Gutes Urteilsvermögen rĂŒhrt von Fehlern her, die wiederum von schlechtem Urteilsvermögen kommen
    Klar, man bildet (teilweise) aufgrund von Erfahrungen sein BauchgefĂŒhl aus. Wenn die Batterie etwas abgeben soll, dann muss man sie vorher laden.
  6. Daten stechen Speicher
    Was Scott hier beschreibt, hat fĂŒr mich nichts mit Pro oder Contra BauchgefĂŒhl zu tun. Was will er mir damit sagen?
  7. Man kann aus den falschen GrĂŒnden Erfolg haben und Misserfolg aus den richtigen
    Ach ja, was ist “falsch” und was ist “richtig”? Auch das hat m. E. nichts mit dem BauchgefĂŒhl zu tun.

Meine Folgerungen?

So sehr ich Scott Berkun schĂ€tze, aber hier hat er sich meiner Meinung nach vergaloppiert. Zum ist das Gleichsetzen von BauchgefĂŒhl und Instinkt fĂŒr mich nicht sinnvoll. Zum anderen zĂ€hlt er Dinge auf, die nichts ĂŒber Vor- und Nachteile von Bauchentscheidungen aussagen. Ich kann verstehen, dass es besonders den “Kopfgesteuerten” unter uns schwerfĂ€llt, die Überlegenheit des BauchgefĂŒhls zu akzeptieren. Vielleicht hilft ihnen die LektĂŒre von Gigerenzer weiter.

Bauchentscheidungen: Die Intelligenz des Unbewussten und die Macht der Intuition (Taschenbuch)
by Gerd Gigerenzer

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FĂŒr mich ist die Sache klar. Ich höre auf meinen Bauch. Denn die Entscheidungen, die ich in meinem Leben mit dem Kopf getroffen habe, gingen alle ordentlich in die Hose. Das heißt aber nicht, dass ich meinen Kopf ausschalte. Lassen Sie es mich auf auf folgende Formel bringen:

Vorbereitet werden die Entscheidungen mit dem Kopf, getroffen mit dem Bauch!

Wie so oft im Leben heißt die Devise “Sowohl als auch” und nicht “Entweder oder”. Ähnlich sieht es Scott wohl letztlich auch, wenn ich den Kommentarthread zu seinem Artikel richtig interpretiere.

 

 

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Der Tag in 4 mal 2 Stunden

Es gibt ja viele Anregungen, wie Sie Ihren Arbeitstag einteilen können.

Einen interessanten Ansatz habe ich bei Donna McGeorge gesehen. In How to boost your productivity in 2-hour blocks und The 2 hour technique that could supercharge your productivity empfiehlt sie, den Arbeitstag in 4 Blöcke å 2 Stunden aufzuteilen.

Sie beruft sich dabei auf Daniel Kahneman, der zwei Arten des Denkens unterscheidet:

  1. Schnelles Denken:
    Schnelle Auffassung und Verarbeitung, braucht wenig Energie (IntensitÀt)
  2. Langsames Denken:
    Tiefes Durchdringen eines Themas, benötigt tiefe IntensitÀt

 

Dieser Unterscheidung fĂŒgt Donna noch die Dimension Bedeutung, Tragweite, Auswirkung einer TĂ€tigkeit hinzu. Sie schlĂ€gt vor, 2-Stunden-Blöcke fĂŒr die Erledigung vorzusehen:

  1. Die ersten zwei Stunden des Arbeitstages sollten Sie fĂŒr die Arbeiten mit hoher Tragweite und hoher IntensitĂ€t reservieren.
  2. In den zweiten zwei Stunden fĂŒhren Sie die TĂ€tigkeiten mit (noch) geringer Trageweite und hoher IntensitĂ€t aus.
  3. Die dritten zwei Stunden sind weniger anspruchsvollen und weniger wichtigen Aufgaben gewidmet, RoutinetÀtigkeiten wie die Beantwortung von E-Mails etwa.
  4. In vierten zwei Stunden erledigen Sie die Aufgaben, die eine gewisse Tragweite haben, aber nur geringen Energieaufwand erfordern. Planung, „Wartung“ des Organisationssystems (z.B. Wochendurchsicht) und Vorbereitung des Folgetages etwa.

 

Ob diese Reihenfolge allgemeingĂŒltig ist, weiß ich nicht. Ich denke, Sie können auch eine andere wĂ€hlen, wenn Ihre Energieverlauf ĂŒber den Tag ein anderer ist. Im Prinzip handelt es sich bei Donnas Vorgehen um eine Variante des alten Tipps „Beachten Sie Ihre persönliche Leistungskurve„.

Mir leuchtet dieser Tipp und die erweiterte Version von Donna zwar ein, allerdings „höre ich die Botschaft wohl, allein mir fehlt der Glaube“. Sie ist praktikabel fĂŒr Menschen, die weitgehend autonom ihre Arbeitszeit gestalten können. Den anderen werden wohl Kollegen, Chefs und andere UmstĂ€nde in die Suppe spucken und dieses Schema scheitern lassen.

 

Oder bin ich wieder mal ein Schwarzseher?
Was meinen Sie?

 

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Software: Alt, aber nicht verstaubt

Sicher haben Sie sich bei so manchem Softwareupdate gefragt, was denn nun an der neuen Version besser sein soll. Oft gibt es gar keine Verbesserung, sondern eher eine Ver“schlimm“besserung, wie ein Kommilitone von mir immer sagte.

Es lohnt sich also manchmal, bei der alten Version zu bleiben oder zu einer alten zurĂŒckzukehren. Manchmal hat das sogar den Vorteil, dass diese alten Versionen kostenlos zu haben sind.

Sie finden alte Prorammversionen fein sÀuberlich aufgelistet bei OldApps.com oder OldVersion.com. Sie werden sehen, das Stöbern lohnt sich.

 

 

 

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Kurznachrichten: Bucharchiv, GroßraumbĂŒro, Notizen, GTD, Minimalismus, Papierschnitte, Apps

BĂŒcher archivieren mit Evernote

Dass Evernote eine eierlegende Wollmilchsau ist, dĂŒrfte sich mittlerweile herumgesprochen haben. Es gibt viele Einsatzgebiete, vom bloßen Sammeln von Notizen bis zur ausgeklĂŒgelten Aufgabenorganisation. Rob Nightingale fĂŒgt dieser Palette eine Verwendungsmöglichkeit hinzu. Er setzt Evernote fĂŒr die Verwaltung seiner BĂŒchersammlung ein: How to Search Your Entire Book Collection With This Evernote System. Ich persönlich habe Robs Vorschlag noch nicht ausprobiert. Ich werde wohl bei LibraryThing bleiben.

Wie man im GroßraumbĂŒro ĂŒberlebt

GroßraumbĂŒros waren schon zu frĂŒheren Zeiten nicht unumstritten. Ich kann mich erinnern, dass ich schon Mitte der 1980er Jahre Klagen darĂŒber gehört habe. Daran Ă€ndern auch gelegentlich Faceliftings nichts, die uns als Neukonzeption verkauft wurden. Jan Harasym hat einen Artikel verfasst, wie Sie im GroßraumbĂŒro zurechtkommen können, wenn Sie in einem solchen arbeiten (mĂŒssen): How to survive an open office.
Das Video in dem Artikel können Sie auch hier anschauen:

The open-concept office: Is this modern setup sabotaging our productivity?

Wie Sie Notizen markieren

Es gibt ja vielen Zeitgenossen, die, aus guten GrĂŒnden ĂŒbrigens, auf die Organisation mit Papier und Stift nicht verzichten wollen. Auch ich schreibe wĂ€hrend Besprechungen oder Konferenzen meine Gedanken immer noch gern in ein Notizbuch. Zur Verwaltung handgeschriebener Notizen empfiehlt Patrick Rhone das Dash/Plus System. Dazu gibt es ein Set von Icons, die ganz bestimmte VorgĂ€nge kennzeichnen. Nicht neu, aber wirkungsvoll. Ich mache das Ă€hnlich, komme allerdings mit drei KĂŒrzeln aus.

GTD mit dem Bullet Journal

Noch ein Hinweis fĂŒr die Freunde des analogen Arbeitens. Wenn Sie mit einem Notizbuch arbeiten, dann haben Sie sich schon von der Bullet Journal Methode gehört. Ich habe dazu auch einige Male im ToolBlog geschrieben. Wenn Sie jetzt darĂŒber nachdenken, ob und wenn ja, wie, Sie das Bullet Journal mit David Allens GTD verbinden können, dann hilft Ihnen vielleicht dieser Artikel weiter: GTD + bullet journal: the perfect organization combo. Wer die Autorin ist, konnte ich leider nicht herausfinden.

Cal Newport ĂŒber Digitalen Minimalismus

Seit lĂ€ngerer Zeit begeistere ich mich fĂŒr Minimalismus, auch wenn ich selbst noch lange nicht so weit bin wie die prominenten Vertreter dieser Denkrichtung. Was analog recht ist, sollte digital billig sein, denkt sich Cal Newport und hat einen Artikel On Digital Minimalism verfasst. Viele seiner Thesen teile ich und habe auch einige Konsequenzen daraus gezogen. Mein Facebook-Account musste dran glauben und auf Twitter habe ich mich rar gemacht. Was soll ich sagen? Mir hat es gut getan!

Autsch! Warum Schnitte mit Papier so weh tun

Als ich noch als Papiermacher tĂ€tig war, habe ich mich beim Kennzeichnen eines Tambours ordentlich in die Hand geschnitten. Durch die Kennzeichnungsfarbe war ich fĂŒr ein paar Monate regelrecht tĂ€towiert. Alle, die mit Flipcharts arbeiten, haben sicherlich auch schon erfahren, wie schmerzhaft es sein kann, wenn man sich an einer Blattkante schneidet. Warum das so ist, erklĂ€rt Jasen G. Goldman in Why paper cuts hurt so much.

ProduktivitĂ€ts-Apps in der Übersicht

ProduktivitĂ€ts-Apps gibt es mittlerweile wie Sand am mehr. Um den Überblick etwas zu erleichtern verweist Cheryle Ramos auf eine Infografik mit den 26 Best Productivity Apps. Neben der Tatsache, dass die Liste alles andere als vollstĂ€ndig ist, kann man sich die Frage stellen, was „best“ heißt. Letztendlich können das nur Sie selbst entscheiden. Ein paar Kriterien dazu finden Sie hier: Wie Sie das richtige Werkzeug zur Organisation Ihrer Arbeit wĂ€hlen.

 

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Das Gegenskript zur BekÀmpfung ungebetener Anrufe

KĂŒrzlich ist es wieder passiert. Ich sitze gerade konzentriert bei der Arbeit, ein Pomodoro ist zur HĂ€lfte abgelaufen und dann klingelt das Telefon.

Ärgerlich genug, aber dann ist auch noch jemand am anderen Ende der Leitung, der wissen will, ob man sein Geld (welches Geld?) sinnvoll angelegt hat oder ob man den Stromanbieter wechseln möchte. In letzter Zeit habe ich öfters Anrufe der Vereinigten Medien bekommen, mit denen ich nun wirklich nichts mehr zu tun haben möchte. Normalerweise lege ich bei derartigen Anrufen schnell auf und sperre die Nummer in meiner FritzBox.

Wenn Ihnen diese technische Lösung zu einfach ist und bei Ihnen der Ärger richtig hochkocht, dann können Sie sich auch anders wehren.

Wie wir wissen, benutzen die professionellen NervensĂ€gen ein Skript, mit dem sie uns systematisch zu ĂŒberrumpeln hoffen. Was liegt also nĂ€her, zur eigenen Verteidigung mit grimmigem LĂ€cheln ein Gegenskript zu verwenden?
Mir leider unbekannt gebliebene Autoren haben ein solches Gegenskript entworfen und ins Netz gestellt. Sie können es als pdf-Datei herunterladen.

Klar, das Sperren ungebetener eingehender Anrufe ist einfacher, macht aber bestimmt nicht so viel Spaß. Aber ich gebe zu, ein bisschen gemein ist das Skript schon und das TĂ€tigen von Anrufen zur kalten Akquise ist bestimmt auch kein Zuckerschlecken.

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Wie Sie sich ohne Smartphone in einer fremden Stadt zurechtfinden

Als ich vor urvordenklicher Zeit meinen Wehrdienst absolvierte, lernten wir uns im freien GelĂ€nde zu orientieren. Ich erinnere mich an Moosbewuchs an Steinen, an Farne oder das Bestimmen der Himmelsrichtung mit der (analogen) Armbanduhr. Ich gebe zu, allzu viel ist von diesen Kenntnissen nicht hĂ€ngen geblieben. Außerdem hat uns damals niemand erklĂ€rt, wie die Navigation in fremden StĂ€dten funktioniert. Offensichtlich hatte die Verteidigung in den lĂ€ndlichen Gebieten zu erfolgen. Die BBC holt das nach, in einem Artikel mit dem Titel: Six ways to never get lost in a city again. Die empfohlenen Hilfsmittel sind:

  1. SatellitenschĂŒsseln
  2. Religiöse Bauten
  3. Verwitterungsspuren
  4. Die Bewegung von Menschenmengen
  5. Die Ausrichtung von Straßen
  6. Wolken

Wer weiß, vielleicht können Sie die Hinweise irgendwann einmal gebrauchen, schließlich halten die Batterien vom Smartphone ja nicht ewig.

Aber wenn der Saft noch reicht…

dann scheint Crowsflight eine interessante App (iOS) zu sein. Hier wird nicht einfach auf einer normalen Straßenkarte ĂĄ la Google Maps navigiert, sondern es wird lediglich die Richtung vorgegeben, die dann (hoffentlich) zum Ziel fĂŒhrt. Auf dieses Weise lĂ€sst sich im Urlaub so einiges entdecken, was abseits der Hauptroute liegt. Allerdings spricht jetzt der FußgĂ€nger, die Tauglichkeit fĂŒr andere Verkehrsmittel als die eigenen Beine wage ich zu bezweifeln.

Die Anwendung kommt von der Designschmiede CW&T, die auch noch andere merk-wĂŒrdige Dinge im Angebot fĂŒhren.

 

 

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12 GrĂŒnde fĂŒr das UnglĂŒcklichsein

Von Paul Watzlawick stammt der immerwĂ€hrende Bestseller “Anleitung zum UnglĂŒcklichsein”. Er gibt in diesem Buch RatschlĂ€ge, wie Sie sich nachhaltig selbst das Leben versauen können. Er will damit das Gegenteil erreichen, paradoxe Intervention nennt das der Fachmann. Marc & Angel zĂ€hlen in einem Beitrag in ihrem Blog 12 ĂŒbliche GrĂŒnde fĂŒr das UnglĂŒcklichsein auf und geben Hinweise, wie Sie diesen TĂŒcken des Alltags entkommen können: 12 Common Causes and Proven Cures for Unhappiness. Die Hitliste der Miesmacher sieht so aus:

  1. Dem tÀglichen Leben fehlt es an Sinn
  2. Besessenes Fixieren auf Vergangenheit und Zukunft
  3. Aus der Form sein und sich ungesund fĂŒhlen
  4. Sich in nachteiliger Form mit anderen vergleichen
  5. Sich auf das Negative konzentrieren
  6. Vermeiden persönlicher Verantwortlichkeit
  7. Perfektionismus und die Angst vor dem Scheitern
  8. Wenig Selbstbewusstsein
  9. Schulden
  10. Dauernd arbeiten, kaum Zeit zum Spielen
  11. VernachlÀssigen persönlicher Beziehungen
  12. Aufschieberitis

Eigentlich ist es ganz einfach. Sie mĂŒssen nur das Gegenteil von dem tun, was oben beschrieben wird. Ok, das war ein Scherz. “It’s simple, but not  easy”, sagen die Amerikaner. Vielleicht können Sie so vorgehen:

  1. Schauen Sie in der Liste, was Sie am meisten zwickt
  2. Nehmen Sie bewusst wahr, wenn sich der identifizierte Miesmacher bemerkbar macht. Erwischen Sie sich selbst!
  3. Formulieren Sie bewusst zielfĂŒhrende Gedanken, anstatt den Miesmachern zu erlauben, sich in Ihrem Kopf breit zu machen.
    Beispiel Nr. 8: Das kriege ich nie hin. Besser: Das wird schwierig und könnte in die Hose gehen. Aber ich bin so gut vorbereitet, dass ich das wahrscheinlich schaffe.

BTW: Das Buch von Watzlawick lohnt sich nach wie vor zu lesen. Hier liest der Meister selbst


 

Anleitung zum UnglĂŒcklichsein – Paul Watzlawick

 

 

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Wie Sie Aufschieberitis ĂŒberwinden

Sie kennen das. Es gibt TĂ€tigkeiten, die sind derartig öde, dass wir schon beim bloßen Gedanken daran die Flucht ergreifen möchten. Ganz nach dem Motto

Arbeit geh weg, ich komme!

schieben wir diese Horroraufgaben so lange vor uns her, bis uns aus TermingrĂŒnden nichts anderes mehr ĂŒbrig bleibt, als endlich anzufangen. Vielleicht hoffen wir insgeheim, dass die Aufgabe sich von selbst erledigt. Meistens stellt sich diese Hoffnung jedoch als Trugschluss heraus.

So weit, so gut. Jeder kennt diese einfache Form der Aufschieberitis. Es gibt jedoch Mitmenschen, die regelrecht unter einer Art LĂ€hmung leiden, die sie daran hindert, eine Aufgabe endlich anzufangen. Das kann durchaus pathologische ZĂŒge annehmen, aus der harmlosen Aufschieberitis wird dann die Prokrastination.

Damit es erst gar nicht so weit kommt, wehren Sie am besten den AnfĂ€ngen. Helfen lassen können Sie sich dabei von der Website How to Stop Procrastinating: A Guide for People Who Want to Overcome Procrastination and Start Getting Things Done – Solving Procrastination.

Der Titel ist Programm. GestĂŒtzt auf wissenschaftliche Befunde können Sie lernen die Aufschieberitis zu besiegen und endlich aus dem Quark zu kommen. Es erwarten Sie umfangreiche Informationen, die Ihnen nicht nur zeigen, wie und warum die Prokrastination funktionert, sondern auch, wie Sie stoppen können.

Sie mĂŒssen jetzt nur noch anfangen, sich mit dem Problem zu beschĂ€ftigen!

Und hier gibt es noch ein Video zum Thema:
Self Worth Theory: The Key to Understanding & Overcoming Procrastination von Nic Voge.

Self Worth Theory: The Key to Understanding & Overcoming Procrastination | Nic Voge | TEDxPrincetonU

 

 

BTW: Bitte sehen Sie von Tweets mit Inhalten wie „Ich lese den Artikel, wenn ich mal Zeit habe“, ab. Die Pointe ist hundertmal durchgekaut. Danke.

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