Markdown für WordPress

Ich musste direkt noch einmal nachschauen. Und tatsächlich, Anfang 2004 startete ich mein erstes Blog mit dem Namen „Interessante Zeiten.“ Das große Vorbild war damals der Schockwellenreiter, der übrigens nach nunmehr zwanzig Jahren immer noch seine Kreise zieht. Damals war die gängige Software Movable Type, danach kam WordPress, von da an bis heute der Platzhirsch unter den Blogprogrammen.

In all der Zeit habe ich mich immer wieder gefragt, wie ich auf möglichst effiziente Weise meine Texte in die Öffentlichkeit bekomme. Klar hatte WordPress immer den internen Editor, aber ich bin nie so ganz glücklich damit geworden. Eine Zeitlang verwendete ich den Windows Live Writer. Aber auch dieser war nicht das Gelbe von Ei, er nervte immer mal wieder durch Instabilitäten.

Letzter Stand der Dinge war für mich dann der Einsatz von Markdown, zuerst mit WriteMonkey, zuletzt und bis heute mit Typora. Das funktioniert ganz einfach: Text geschrieben, alles markiert, Markiertes als HTML kopieren und Kopiertes im WordPress-Editor einsetzen. Das war es. Funktioniert prima.

In der Zwischenzeit setzt WordPress beim Verfassen der Texte auf „Gutenberg“. Aus meiner Sicht handelt es sich hier weniger um einen Editor als vielmehr eine Art Satzprogramm wie man es aus dem Desktop-Publishing kennt (das Notizprogramm Notion macht es ähnlich). Gutenberg ist imho ohne gründliches Einarbeiten nicht zu benutzen. Außerdem habe ich den Eindruck, mit Kanonen auf Spatzen zu schießen. Deshalb werde ich wohl bei Markdown bleiben.

Es stellt sich nun fast zwangsläufig die Frage, ob man Gutenberg nicht intern durch einen Markdown-Editor ersetzen kann. Ich habe ein wenig recherchiert und tatsächlich gibt es solche Plugins. Hier meine Liste ohne Wertung:

Man kann natürlich auch den Markdown-Editor von Jetpack verwenden, wenn man denn überhaupt Jetpack verwenden will. Ich habe aus datenschutzrechtlichen Gründen gewisse Bedenken.

Auf Herz und Nieren geprüft habe ich die o.a. Plugins noch nicht. Die Philosophien hinter den Programmen sind höchst unterschiedlich. Bei manchen handelt es sich um komplette Editoren, die Gutenberg ersetzen, manche importieren Markdown-Texte lediglich. Auf den ersten Blick erscheinen mir WP Markdown Editor und WP Githuber ganz interessant.

Mal sehen. Vielleicht bleibe ich auch bei meinem gewohnten Workflow. Ein bisschen umständlich vielleicht, aber mittlerweile hervorragend eingespielt.

BTW/1: Es lohnt sich, Markdown näher anzuschauen. Die markdown.de | Markdown Syntax-Dokumentation ist sicher ein guter Einstiegspunkt.

BTW/2: Momentan arbeite ich an einer Neuveröffentlichung (Relaunch sagt die Fachfrau dazu) meines Blogs Interessante Zeiten. Der Untertitel lautet: Gedanken zu Gott und der Welt. Der Untertitel ist Programm. Stay tuned!

 

3 Antworten

3 Gedanken zu „Markdown für WordPress

  1. Steffen Bischoff

    Schön wieder einen Beitrag zu lesen, vielen Dank dafür!

    Tatsächlich nutze ich bereits Typora, um meine Blog-Einträge zu verfassen. Diese kopiere ich dann einfach nach WordPress, ganz ohne Plugin, sondern einfach mit Gutenberg. Alle Formatieren, Links, etc. bleiben dabei erhalten. 😉

    Viele Grüße
    Steffen

    1. Stephan List Beitragsautor

      Ja, nahezu genauso läuft es bei mir auch ab, allerdings bis dato noch mit dem „alten“ Editor.

  2. Dietmar

    Hallo, schön, dass es wieder einen Beitrag gibt, auch wenn die genommene Pause verständlich und gut ist. Ich erstelle zwar keine Blogs, aber habe ebenfalls markdown schätzen gelernt. Obsidian ist für mich super, weil ich Dateien, Anmerkungen schneller und leichter wieder finde als die Suchfunktion des Betriebssystems es tut.

Schreibe einen Kommentar zu Stephan List Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.