Wie Sie richtig Notizen machen: 10 Prinzipien

Nach wie vor bin ich ein Freund handschriftlicher Notizen. Ich sammle sie in einem linierten Notizbuch der Größe DIN A 5 und sichte meine Aufschriebe einmal pro Woche während des Weekly Reviews.

Wie man Notizen schreibt und verwaltet, dazu gibt es Artikel und Literatur wie Sand am Meer. Geben Sie auf diesem Bildschirm oben rechts in das Suchfeld nur mal das Stichwort „Notiz“ ein. Für mich der Maßstab bez. Tipps für Notizen ist immer noch Die Megaseite über das Notizen machen.

Nun wurde mir ein Artikel von Tiago Forte in den Posteingang gespült, der sich auch diesem Thema widmet: How To Take Smart Notes: 10 Principles to Revolutionize Your Note-Taking and Writing. Tiago hat das bekannte (aber von mir nie verstandene) Zettelkastenprinzip von Nicklas Luhmann analysiert und leitet daraus diese Prinzipien ab.

  1. Schreiben ist nicht das Ergebnis des Denkens, sondern das Medium,
    durch das Denken stattfindet
  2. Tun Sie so, als ob allein das Schreiben zählt
  3. Niemand beginnt etwas total von Anfang an
  4. Werkzeuge und Techniken sind nur so gut wie der Arbeitsablauf
  5. Standardisierung ermöglicht Kreativität
  6. Unsere Arbeit wird nur besser, wenn wir ständig hochwertiges Feedback einholen
  7. Arbeiten Sie an mehreren gleichzeitigen Projekten (!)
  8. Organisieren Sie Ihre Notizen nach Kontext, nicht nach Thema
  9. Folgen Sie immer dem interessantesten Pfad
  10. Halten Sie widersprüchliche Ideen fest

Wenn sich Ihnen bei dem einen oder anderen Prinzip die Nackenhaare sträuben, dann sind Sie nicht allein. Mir ging es zum Beispiel bei Nummer 7 so. Tiago liefert daher zu jedem einzelnen Prinzip eine ausführliche Erklärung. Ob Ihnen diese einleuchtet, ist dann wieder eine andere Sache.

Er ist natürlich nicht der Einzige, der sich mit Notizen beschäftigt. Hier noch einige Fundstücke mehr, die ich der geneigten Leserschaft nicht vorenthalten will:

Fortsetzung folgt…

Bild von Pexels auf Pixabay.

 

3 Antworten

3 Gedanken zu „Wie Sie richtig Notizen machen: 10 Prinzipien

  1. Matthias Büttner

    Hallo Stephan,

    warum in die Ferne schweifen … wenn das Gute liegt so nah?
    Hier ein paar Anregungen für Deine Fortsetzung:
    Der Chef aller Notizbücher, Christian Mähler (Notizbuchblog) schrieb das Büchlein: „Notizbuchregeln“.
    Gibt es im freien Download: http://www.notizbuchblog.de/2011/08/23/kostenloses-e-book-mit-25-notizbuchregeln/
    Hier der Link zu Deinem Blog: https://toolblog.de/?s=Notizbuchregeln
    Und dann gibt es zudem auch ein Buch „MbN – Management by Notizbuch“.

    Viele Grüße Matthias

  2. Michael H. Gerloff

    Hallo, Stephan, ich lese gerade Sönke Ahrens‘ „Zettelkasten-Prinzip“ (das Tiago – hüstel, hüstel – „zusammenfaßt“), weil ich mit meinem schlechten Verhältnis von Input (viiiiiel) und Output (ist da was?) unzufrieden bin. Auch wenn ich noch nicht ganz fertig bin, hat mir das Buch schon einiges an Anregungen gegeben und mir meine Arbeitsfehler gezeigt. Es ist mit Sicherheit kein PM-Tool, eher ein Produktivitäts-Werkzeug.

    Normalerweise würde ich Punkt 7 auch „kritisch“ sehen, wenn damit das *wirklich gleichzeitige* Arbeiten an mehreren *Kunden-*Projekten gemeint wäre. So, wie es Luhmann für seine Arbeitsweise beschrieben hat, finde ich es aber ganz einleuchtend: Wenn er mal mit einem Gedankengang nicht weiterkam, hat er sich einem anderen zugewandt. Ich meine, das auch mal von einem Schriftsteller gehört zu haben, in der Malerei ist das üblich. Und mehrere Projekte, die auch in sehr unterschiedlichen Bereichen angesiedelt sein können, können ungewöhnliche, neue Zusammenhänge zeigen, über die dann geschrieben werden kann.

    Mein größtes Problem ist momentan: Für welche Karteikarten-Größe soll ich mich entscheiden? 😂

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