Gastartikel: Gemeinsam effizient – Gründe für ein modernes Ideenmanagment

Wenn Sie eine bessere Idee haben, dann sagen Sie es hier in der großen Runde.

So in etwa klingen die Worte vieler Führungskräfte, wenn den Mitarbeitern wieder eine neue Maßnahme verkündet wird um Kosten zu sparen.
Die gängige Reaktion der Mitarbeiter: Schweigen. Und das obwohl meistens genau diese 5 Minuten die Gelegenheit wären eine „entscheidende“ Weiche zu stellen.
Da wundert es nicht, dass viele Führungskräfte davon überzeugt sind, dass Ihre Mitarbeiter keine guten Ideen haben und sich fortan lieber weiterhin auf ihre eigenen Ideen verlassen.

Eine solche Schlussfolgerung ist allerdings ein fataler Fehler.

Wer weiß schon warum die Mitarbeiter geschwiegen haben? Vielleicht hatten einige Mitarbeiter Angst sich zu blamieren, waren auf die Frage nicht vorbereitet oder hatten einfach erst nach Ende der Veranstaltung die zündende Idee.

Manager, die meinen, Mitarbeiter könnten ihnen ja auch nach der Veranstaltung ihre Ideen unter vier Augen mitteilen, machen sich selber etwas vor.
Zunächst müssten Mitarbeiter und Führungskraft die Zeit finden die Idee wirklich auszudiskutieren und zweitens müsste jede Idee entweder sofort festgehalten, oder direkt umgesetzt werden, damit diese auch eine Hilfe und keine Störung im Arbeitsalltag ist.

Schade. Untersuchungen von Dr. Alan G. Robinson zeigen jedenfalls, dass im Schnitt 80% des Verbesserungspotentials von Organisationen in den Ideen der Mitarbeiter liegen. Andere Studien zeigen ähnliche Ergebnisse.

Glaubt man diesen Untersuchungen, bleibt die Frage, wie sich die Ideen der Mitarbeiter nutzen lassen.

Auch wenn der Wandel von einem hierarchisch gesteuerten- zu einem ideengesteuerten Team nicht von heute auf morgen vonstatten gehen kann, hier einmal drei wichtige Punkte, die Sie kontinuierlich beachten sollten, wenn Sie wirklich auf das Verbesserungspotentials Ihres Teams zurückgreifen wollen:

  • Ideen einzureichen sollte einfach und niederschwellig sein
  • Die Ideen sollten schnell, transparent und nachvollziehbar bewertet werden
  • Das Feedback muss konstruktiv und wertschätzend sein

Klar, es geht hier um ein strategisches Thema und oft ´bleibt dafür im Tagesgeschäft nur wenig Zeit. Außerdem: Warum sollten sich Organisationen ausgerechnet mit dem Verbesserungswesen beschäftigen, bedeutet dies nach den vielen Erfahrungen nicht vielmehr, ein totes Pferd zu reiten?

Die Antwort ist klar: Keine Organisation kann es sich leisten, auf die kreativen Potenziale der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu verzichten. Jede Idee zählt, denn

Wer alleine denkt addiert, wer gemeinsam denkt multipliziert.

Knut Vicktor ist Gründer und Geschäftsführer von
Feedbank, der App für für Team-Netzwerk, Ideensystem & News. Dort finden Sie auch weitere interessante Artikel.

(Gastartikel geben ausschließlich die Meinung des Autoren wieder.)

 

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