Wie man ein Tagebuch führt

Ich habe in meinem Freundes- und Bekanntenkreis eine Menge Leute, die darauf schwören, ihr Leben in einem Tagebuch zu protokollieren. Auch eine meiner Töchter schreibt unermüdlich ihr tägliches Resümee.

Nun habe ich mich selbst noch nicht dazu durchringen können, das Tagebuch schreiben zu einem festen Bestandteil meines Tagesablaufs zu machen. Momentan reichen mir die Inhalte meines Notizbuchs, dass ich situativ und nach Bedarf mit Inhalt fülle. Wer weiß, vielleicht bereue ich dies einmal, wenn ich mich entschließen sollte meine Memoiren zu schreiben.

Zum Beispiel weiß man vom Dichter und Sänger Wolf Biermann, dass er penibel jeden Tag schriftlich Revue passieren ließ. Diese Einträge waren dann die Grundlage für seine Autobiographie, deren Lektüre ich übrigens wärmstens empfehlen kann.

Über die Art und Weise, wie am besten ein Tagebuch zu führen ist, gibt es höchst unterschiedliche Ansichten. Bekannt geworden ist das 5-Minuten-Journal, das in diesem Video erklärt wird:

How The Five Minute Journal works

 

Wenn Sie über diesen einfachen Ansatz hinausgehen möchten und tiefer in die Materie einsteigen möchten, dann könnte die Anleitung von Michal Korzonek für Sie richtig sein: Journal Writing for Intelligent People: The Ultimate Guide. Dem Inhaltsverzeichnis zufolge werden viele Aspekte rund um das Tagebuch behandelt:

  • Wie es funktioniert
  • Welche Fallstricke es gibt
  • Beispiel berühmter Mitmenschen
  • Werkzeuge für die Erstellung eines Journals
  • Ressourcen: FAQ, Tools usw.

Schade, manchmal bereue ich schon ein wenig, dass ich nicht früh mit so etwas angefangen habe. Nun wird es wohl doch nicht nichts mit der Autobiographie.

Pexels / Pixabay

 

5 Antworten

5 Gedanken zu „Wie man ein Tagebuch führt

  1. Matthias

    Hallo Stephan,
    mit dem Tagebuch schreiben kann man immer beginnen.
    Also auch, wenn man schon jenseits der 20 ist.
    Und für den fall, dass Du den inneren Schweinehund nicht überwinden kannst, dann könntest Du es ja auch mal mit dem Jahresbuch probieren.
    Deinen persönlichen Jahresabschluß.
    Dafür nimmst Du Dir dann einmal ein paar Stunden Zeit und reflektierst über das Jahr.
    Du checkst dann Deine Emails, Deine Fotos und Deinen Terminkalender und schreibst Deine Gedanken dazu auf.

    Dann klappt es vielleicht doch noch mit der Autobiografie – in ein paar Jahren ..

    P.S. Der persönliche Jahresabschluß hat den Vorteil, dass man den inneren Schweinehund nur einmal überwinden muß! 🙂

    1. Stephan List Beitragsautor

      Ich weiß nicht. Für das Führen eines Tagebuchs würde ich die analoge Form mit Notizbuch und Schreibstift bevorzugen. Das Schreiben von Hand schafft offensichtlich einen Zugang zum Gehirn von ganz anderer Qualität als das Tippen auf einer Tastatur (sagen manche, die etwas davon verstehen). Mir geht es jedenfalls so. Deshalb male ich wichtige Mind-Maps auch von Hand.

      1. Michel

        Ich liebe und nutze Beides. Sowohl handschriftlich als auch 10-Finger-Tippen.

        Und ich merke, beim handschriftlichen Tagebuch bin ich ein bissel langsamer und nachdenklicher in meiner Schreibe und beim Tippen auf dem Notebook bin ich schon ziemlich schnell und dementsprechend auch zackiger von der Denke her.

        Zusätzlich nutze ich noch seit einiger Zeit die Sprachmemo-Funktion vom IPhone. Während eines langen Spaziergangs spreche ich einfach das, was so in meinem Köpfchen vor sich geht.

        Alles in allem sind das ganz wunderbare unterschiedliche Ansätze, bei denen ich mich nicht wirklich entscheiden möchte.

        Bin mal gespannt, was für weitere Möglichkeiten sich da sonst noch auftun. 😉

        Gruß, Michel

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