Ab wann lohnt sich Automatisierung?

Wenn Sie eine Aufgabe immer und immer wieder auf die gleiche Weise erledigen müssen, dann lohnt es sich darüber nachzudenken, ob Sie sie in irgendeiner Weise automatisieren können. So lautet der wohlmeinende Ratschlag, den ich in meinen Workshops gebe. Im Prinzip stimmen die Teilnehmer zu, aber in den Gesichtern steht ein großes Fragezeichen:

Ab wann lohnt sich eine Automatisierung?

Die Frage nach dem Return of Invest ist absolut berechtigt, denn schließlich muss mit einem Aufwand an Zeit und Mühe die Automatisierung erstellt werden, ganz egal, ob Sie für ein Programm ein Makro programmieren oder Textbausteine definieren.

Cory Doctorow hat in seinem Beitrag How much time should you spend automating a routine task? eine interessante Tabelle veröffentlicht. Diese zeigt, wie viel Zeit Sie in die Automatisierung von Routineaufgaben stecken müssen, damit Sie über einen Zeitraum von fünf Jahren einen bestimmten Zeitbetrag sparen können (auf die Grafik klicken).

 

Nun halte ich den Zeitraum von fünf Jahren für bei weitem zu hoch gegriffen. Ich hätte den Zeitrahmen ein bis drei Jahre für realistischer gehalten. Aber das kann man ja selbst einmal runterrechnen. Man muss nur die Zeit dazu haben.

BTW: Wenn Sie sich bez. der Automatisierung nicht sicher sind, dann denken Sie über den idealtypischen Ablauf nach und erstellen dafür eine Checkliste. Das ist zwar keine Vollautomatisierung, erleichtert die Arbeit aber dennoch außerordentlich. Und Zeit sparen Sie auch.

 

2 Antworten

2 Gedanken zu „Ab wann lohnt sich Automatisierung?

  1. Micha

    Die Tabelle stammt aus dem genialen Web-Comic xkcd: »Is It Worth the Time?«. Cory Doctorow ergänzt selbst eine wichtige Einschränkung, die ich oft vergesse, wenn ich über Automatisierung nachdenke:

    many of the routine tasks you automate will change in some significant way in less than five years and require further work

    Die Zeit eine Automatisierung einzurichten ist eine Sache, aber die Automatisierung aktuell zu halten und zu pflegen ist auch nicht zu vernachlässigen. Aber Zeit ist nicht der einzige Grund der für Automatisierung spricht. Automatisierte Aufgaben werden verlässlich durchgeführt, ich kann sie nicht vergessen. Und ich muss mich nicht darum kümmern; mein Gehirn braucht sich nicht daran zu erinnern. Ein gutes Beispiel wären wohl Backups…

  2. Probao

    Was nicht zu unterschätzen ist: Automatisierung macht häufig mehr Spaß als die Routinearbeit – zumindest mir geht es so.

    Außerdem lernt man bei der Automatisierung häufig etwas.

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