GTD ist nichts für Kreative, meint Dave Lee

Keine Methode hat nur Vorteile und so gab es auch bei GTD immer wieder Autoren, die sich kritisch über den Ansatz von David Allen geäußert haben. Dave Lee gehört dazu. Insbesondere für die „kreative“ Arbeit (was immer das ist), sieht er erhebliche Nachteile. Er drückt das ziemlich drastisch im Titel einer Artikelreihe, in der er sein eigenes System zur persönlichen Produktivität vorstellt: GTD sucks for creative work. Here’s an alternative system.

Die Artikelreihe besteht aus 5 Teilen:

  1. GTD sucks for creative work. Here’s an alternative system.
  2. GTD sucks for creative work, part 2
  3. Introducing the Week Chart
  4. The Daily Focus Area is a simple habit that helps you focus better
  5. The Timer Knows Best: Why I Love the Pomodoro Technique

Im ersten Teil begründet Dave sein negatives Urteil über GTD (R) und beschreibt die Prinzipien seines eigenen Vorgehens. David Allen hat übrigens prompt in einem Kommentar zum ersten Teil auf diesen „Vorwurf“ geantwortet. Im zweiten Teil geht Dave auf diesen Kommentar ein. Er schreibt:

IMO the GTD system looks at actual work through the lens of the task-based time management era of the past. The focus was to manage projects and tasks.

In den Teilen 3 bis 5 folgen Details von Daves Fokus-orientiertem Ansatz für den praktischen Anwendung im Arbeitsalltag.

Ich finde die Artikelreihe sehr interessant, auch wenn ich nicht alle Punkte teile.

Was meinen Sie?

Alexas_Fotos / Pixabay

 

1 Antwort

Ein Gedanke zu „GTD ist nichts für Kreative, meint Dave Lee

  1. Frank Semrau

    Hallo Stephan,

    ich befasse mich seit mehreren Jahren mit Zeitmanagement und der persönlichen Organisation der vielen Todos, die so zusammenkommen. Ich habe lange auch GTD favorisiert, das Buch von David Allen gelesen, die Dinge mit Outlook umgesetzt. Letztendlich hat es schon nach einiger Zeit, manchmal wenigen Tagen, nicht funktioniert. Und ich finde gut, dass sich die Dinge weiterentwickeln. Ich finde Davids Ansatz einen Weg. Man sollte ihn für sich ausprobieren und dann weiterentwickeln.
    Bei mir funktioniert z.B. die Projekt-Liste ganz gut. Da habe ich einen guten Überblick und ein gutes Gefühl nichts zu vergessen.

    Dagegen funktioniert die 2-Minuten-Regel gar nicht. Damit werde ich zu sehr aus dem Arbeitsfluss rausgerissen. Lieber jedes Todo auf eine Art NextStep-Liste und dann erst mal priorisieren. Denn nicht alles muss man auch machen, was einem einfällt. Damit würde ich auch den Schluss zu Dave und auch Cordula Nussbaum sehen. Als kreativer, oder vielleicht auch an vielem interessierter Mensch kann man sich sehr verzetteln, wenn man GTD so einsetzt.
    Quasi agil.

    Mich würde Deine Erfahrung interessieren.

    Beste Grüße
    Frank

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