Was Sie tun können um produktiver zu werden

Entschuldigen Sie die drastische Ausdrucksweise, aber es gibt Sprüche, die so oft zitiert werden, dass Sie mir mittlerweile schon fast zum Hals heraus hängen. Einer dieser Sprüche lautet:

Work Smarter, not harder

Ehrlich gesagt, dieses Zitat wird nicht weniger platt, wenn es häufig wiederholt wird. Leider leitet auch CamMi Pham ihren Artikel 7 Things to Start Being More Productive, Today damit ein. Fast hätte ich daraufhin den Beitrag in die Tonne gesteckt. Zu Unrecht, denn es stehen durchaus einige merkenswerte Dinge darin. Hier Ihre Vorschläge:

  1. Hören Sie auf, Überstunden zu machen
  2. Beschränken Sie das „Ja“ sagen
  3. Hören Sie auf, alles selbst machen zu wollen und lassen Sie sich helfen
  4. Begraben Sie den Wunsch, perfekt sein zu wollen
  5. Nutzen Sie Automatisierungsmöglichkeiten
  6. Spekulieren Sie nicht, sondern arbeiten Sie mit harten Daten
  7. Nehmen Sie sich die Zeit, überhaupt nichts zu tun.

Gut, gerade die Punkte 2 oder 3 gehören zu den Tipps, die man an jeder Ecke hören kann. Ich finde aber interessant, wie die Autorin diese Hinweise begründet. Sie macht ihrem eingenen Vorschlag Nr. 6 alle Ehre und untermauert diese Tipps mit Zahlen, Daten, Fakten.

Zu Punkt 5: Automatisierung

Meiner Erfahrung nach wird die Nutzung von Automatisierungsmöglichkeiten viel zu wenig beachtet. Dabei fasse ich mich durchaus an der eigenen Nase. Auch bei mir gibt es einige Routinearbeiten, die sich durchaus automatisieren ließen. Leider muss man zur Automatisierung zu Anfang etwas Zeit investieren und dann hoffen, dass sich das auszahlt. Das scheint das Problem zu sein.

Zu Punkt 6: Zahlen, Daten, Fakten

Jeff Sutherland, einer der Erfinder von Scrum, wird nicht müde darauf hinzuweisen, wie wichtig empirisches Vorgehen ist. Deshalb gílt der Punkt Nummer 6 auch für den privaten Bereich. Wie soll man ohne geeignete Datenbasis wissen, in welche Richtung sich die eigene Produktivität entwickelt? Die Wochendurchsicht wäre m.E. für eine solche Analyse gut geeignet:

  • Was habe ich erreicht?
  • Was lief gut, was lief weniger gut?
  • Was kann ich verbessern?

Wenn Sie es ernst meinen, eignen sich diese Fragen natürlich auch für den Tagesabschluss.

Zu Punkt 7: Nichts tun

Sie können auf Dauer nicht produktiv sein, wenn Sie Ihren Akku nicht ab und zu wieder aufladen. Hüten Sie sich vor der Versuchung, auch die freie Zeit produktiv zu verbringen. Sie dient der Erholung. Astrid Lindgren bringt es auf den Punkt:

Und dann muss man ja auch noch Zeit haben, einfach da zu sitzen und vor sich hin zu schauen.

So ist es.

Free-Photos / Pixabay

 

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