Tipps für die Arbeit zuhause

Gestern fand in der Ravensburger Weststadt ein Workshop zur Stadtteilplanung statt. Unter anderen ging es dabei um neue Wohnformen. In diesem Zusammenhang sollte auch berücksichtigt werden, dass die Arbeit von zuhause aus einen immer wichtigeren Stellenwert bekommen wird. Manche der TeilnehmerInnen hatten dies gar nicht auf dem Schirm, sahen aber schnell, dass dies Auswirkungen auf das Wohnen hat. Zumindest wäre eine ruhige Arbeitsecke mit einem schnellen Internetanschluss von großer Wichtigkeit. Und bei letzterem ist in Ravensburg noch viel Luft nach oben.

Wo Licht ist, ist auch Schatten, das gilt auch für die Telearbeit. Um die Vorteile groß und die Nachteile klein zu halten, sollte man ein paar Dinge beachten, meint Megan Jones. In ihrem Artikel How to Get More Done If You Work From Home gibt sie uns folgende Hinweise:

Definieren Sie klar, was für Sie unter „Arbeit“ fällt

Gerade bei der Arbeit zuhause ist die Gefahr groß, Arbeit und andere Tätigkeiten zu vermischen. Im schlimmsten Fall kann das zur Konfusion durch Verzettelung führen. Planen Sie deshalb feste Arbeitszeiten ein und listen Sie auf, was Sie dann erledigt haben möchten.

Grenzen Sie Ihren Arbeitsplatz visuell ab

Ihr Arbeitsplatz sollte sich von den anderen Orten in Ihrer Umgebung unterscheiden. Das Ziel: Sobald Sie an Ihren Arbeitsplatz gehen, schalten Ihr Gehirn automatisch in den Arbeitsmodus. Örtliches Ankern nennt das der Fachmann.

Verlassen Sie ab und zu die eigenen vier Wände

Manchmal kann es auch sinnvoll sein, den o.a. heimischen Arbeitsplatz zu verlassen und andere Orte aufzusuchen. Manche arbeiten gerne in Coworking Spaces oder in Cafés. Ich persönlich ziehe die örtliche Stadtbücherei vor, wenn ich schreiben will. Dort ist es ruhig und die vielen Bücher haben auf mich eine anregende Wirkung.

Halten Sie sich an einen Tagesplan

Was für den Ort gilt, passt auch für die Zeiten. Planen Sie nach Möglichkeiten feste Zeiten ein, zu denen Sie arbeiten möchten. Falls Sie nicht in den Fluss kommen, denken Sie an geeignete Arbeitsmethoden, wie z.B. die Tomatentechnik.

Vergessen Sie die Pausen nicht

Im Büro wird der Tag oft durch feste Pausenzeiten strukturiert und Ihre Kolleginnen erinnern Sie schon daran, dass es Zeit ist, in die Kantine zu gehen. Zuhause gibt es das vielleicht nicht. Besonders, wenn man gerade „drin“ ist, vergisst man oft die Zeit. Gönnen Sie sich eine Pause. Bewegen Sie sich zwischendurch oder noch besser, tanken Sie Frischluft.

Treffen täglich Sie Leute ( in echt!)

Achten Sie darauf, dass Sie nicht wie Major Tom lange Zeit allen in Ihrem Cockpit sitzen. Pflegen Sie Kontakte mit echten Menschen.

Megan empfiehlt darüber hinaus, mit Freunden und Familie in engem Kontakt zu bleiben und etwas Neues zu lernen. Nun weiß ich ja nicht, wen sie beim Verfassen ihres Beitrags vor Augen hatte, aber ich glaube nicht, dass man dies besonders empfehlen muss. Wer Kinder hat, weiß schon, dass sie sich bemerkbar machen, sollten sie Aufmerksamkeit brauchen.

Wenn ich mich richtig erinnere, wurde Marcel Reich-Ranicki einmal gefragt, ob er nicht auch im Pyjama schreiben könne. Schließlich fiele das ja niemandem auf, denn er säße ja ohnehin unbeobachtet am heimischen Schreibtisch. Fast schon entrüstet antwortete er, er ziehe sich einen Anzug samt Schlips und Kragen an, schließlich handele es sich ja um Arbeit und nicht um Freizeit. Wenn diese Geschichte nicht wahr sein sollte, dann ist sie zumindest gut erfunden.

Die Unterscheidung hat Vorteile:

Dienst ist Dienst und Schnaps ist Schnaps.

Free-Photos / Pixabay

 

Schreibe eine Antwort

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.