Arbeiten an der Leistungsgrenze

Vergangenes Wochenende war ich auf dem jährlichen Symposium der Papieringenieure in Köln. Auch wenn meine aktive Zeit in diesem Beruf lange her ist, fahre ich dorthin um Kommilitonen zu treffen und zu erfahren, wie es meiner „alten“ Branche so geht.

„Digitalisierung in der Papierindustrie“ lautete das Thema diesmal und es kam die Zusammenarbeit von Papierunternehmen (groß) und Start-ups (klein) zur Sprache. Ein Vortragender pries als Vorteil der Start-ups, dass deren Mitarbeiter ohne Probleme eben auch einmal 12 bis 14 Stunden arbeiten würden, was in der Old Economy aufgrund Betriebsrat etc. pp. eben so nicht möglich sei.

Als Sicherheitsingenieur, der ich auch bin, finde ich solche Aussagen grob fahrlässig. Vielen ist offensichlich gar nicht bekannt, dass es so etwas wie ein Arbeitszeitgesetz (ArbZG) gibt. Und für alle nochmal zum Mitschreiben: Ein Gesetz ist ein Gesetz ist ein Gesetz. Es hat bindenden und nicht etwa empfehlenden Charakter. Dieses Gesetz ist nicht dazu da, zu gängeln, sondern es soll den Arbeitnehmer schützen.

Warum man solche und ähnliche Gesetze braucht, zeigt ein Faktenblatt der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin: Arbeiten an der Leistungsgrenze (pdf-Datei). Auf zwei Seiten sind die wesentlichen Erkenntnisse zur Arbeit am Limit zusammengefasst.

Das gilt übrigens auch für Start-ups.

lukasbieri / Pixabay

 

 

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