Arbeitsorganisation und Sinneskanäle

In Zeiten, als das Wünschen noch geholfen hat, habe ich eine Ausbildung in Neurolinguistischen Programmieren (NLP) absolviert. Ich weiß, dieser Ansatz ist alles andere als unumstritten, dennoch habe ich in diesen Monaten einen Menge fürs Leben und meine Arbeit gelernt.

Ein Basisbaustein des NLP ist das Konzept der Repräsentationssysteme. Demnach nimmt der Mensch die Umwelt mit seinen fünf Sinnen wahr:

  • Visuell: Sehen
  • Auditiv: Hören
  • Kinästhetisch: Spüren, Fühlen, Wahrnehmung mit Hilfe der Haptik
  • Olfaktorisch: Geruch
  • Gustatorisch: Geschmack

Nach den Anfangsbuchstaben wird dieses Konzept auch VAKOG-Modell genannt. Nun stehen uns in der Regel alle diese Sinneskanäle zur Verfügung. Dennoch gibt es Zeitgenossen, die den einen oder anderen Sinneskanal bevorzugt verwenden. So gibt es ausgesprochen visuell („das sehe ich nicht so,“), auditiv („das klingt aber nicht gut.“) und kinestätisch orientierte Menschen („Da habe ich ein schlechtes Gefühl dabei.“)

Vielleicht ahnen Sie jetzt, dass eine Diskussion über das „beste“ Werkzeug zur Aufgabenorganisation viel zu kurz springt. Es geht eben nicht nur darum, dass ein Notizbuch unpraktisch ist, weil man Veränderungen nicht so leicht vornehmen kann und man radieren muss. Dem Kinästheten ist das reichlich egal. Er/sie möchte etwas in der Hand halten. Nur wenn er/sie eine Aufgabe dick durchgestrichen hat, dann hat er/sie das Gefühl (!), dass die Aufgabe auch wirklich erledigt ist.
Der visuelle Typ bevorzugt wahrscheinlich eher den Computer. Für ihn reicht der Mausklick aus, denn er/sie sieht ja auf dem Bildschirm, was passiert.

Ähnliche Gedanken haben wohl Erin Doland bewogen, seinen zweiteiligen Artikel Understanding how you process information to help you get organized (Teil 1 und Teil 2) zu schreiben.

Im ersten Teil des Artikels können Sie selbst anhand von Fragen herausbekommen, ob Sie tatsächlich einen der Sinneskanäle „visuell“, „auditiv“ oder „kinästhetisch“ bevorzugen. Ich möchte Sie noch einmal daran erinnern, dass der eine Kanal nicht besser als der andere ist. Es ist wie es ist, Ihnen stehen alle Kanäle zur Verfügung, nur bevorzugen Sie vielleicht einen und das ist nicht gut und nicht schlecht, sondern es ist einfach.

Falls Sie tatsächlich einen Sinneskanal bevorzugen sollten, dann bekommen Sie im zweiten Teil einige Hinweise, wie Sie Ihre Aufgabenorganisation und Ihren Arbeitsplatz Ihrem Kanal entsprechend gestalten können.

Wenn Sie noch etwas Zeit erübrigen können, dann überfliegen Sie doch einmal die Kommentare zum Artikel, auch da finden sich interessante Hinweise. Vielleicht haben Sie ja sogar eigene einschlägige Erfahrungen gemacht, die Sie teilen möchten.

In meinem Artikel GTD® für Haptiker habe ich schon einmal David Allen zitiert:

GTD ist tool-agnostic.

Recht hat er. Ein gutes Organisationskonzept muss unabhängig vom eingesetzten Werkzeug funktionieren. Man kann auch sagen, es muss funktionieren, egal welchen Sinneskanal der Anwender bevorzugt.

geralt / Pixabay

 

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