Auf zum digitalen Frühjahrsputz!

Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber von Zeit zu Zeit sehe ich den Wald vor lauter Bäumen nicht (mehr). Nun habe ich mich bei den sozialen Medien schon auf das Wesentliche beschränkt und dennoch habe ich das Gefühl mich zu verzetteln. Verzetteln ist wiederum Gift für die persönliche Produktivität. Höchste Zeit zum Aufräumen also.

Bekanntlich gibt es keine Zufälle und so bin ich dieser Tage über einen Artikel gestolpert, der genau dies zum Thema hat: How to Eliminate Distractions and Organize Your Online Life in 8 Easy Steps. Der Verfasser Daniel Wallen empfiehlt:

  1. Schalten Sie alle Benachrichtigungen von sozialen Medien ab
    In meinen Workshops empfehle ich meinen Teilnehmern immer, die Benachrichtigunsfunktion von Outlook & Co auszuschalten. Es ist verführerisch, sofort im Eingangskorb nachzuschauen, was wohl gekommen sein mag. Warum wir das unbedingt wissen wollen, habe ich hier beschrieben. Leider finden Sie den Benachrichtigungsunfug auch anderswo, z. B. in Windows. Wie Sie ihn dort deaktivieren können, zeigt uns Roland Freist.
  2. Tragen Sie sich aus allen Newslettern u.ä. aus, die Ihnen keinen Mehrwert bringen
    Ja, ich gehe zu, ich kann die vielen Newsletter-Abos, die sich bei mir im Lauf der Jahre angesammelt haben, gar nicht mehr überschauen. Vielleicht werde ich mich des Tools unroll.me bedienen, mit der man ungenutzte Newsletter gleich bündelweise kündigen kann.
  3. Verlassen Sie alle Facebook-Gruppen, in denen Sie nicht aktiv sind
    Man könnte zwar die Abos der Nachrichten dieser Gruppen in der Timeline aufheben, aber warum nicht gleich Nägel mit Köpfen machen? Verlassen wir doch gleich die entsprechende Gruppe.
  4. Ent-liken Sie Facebookseiten, für die Sie sich nicht mehr interessieren
    Siehe (3)
  5. „Entfreunden“ Sie Menschen, mit denen Sie ohne besonderen Grund „befreundet“ sind
    Dieser Punkt trifft auf mich tatsächlich zu. Ich bin mal diesem Facebook beigetreten, um mit Familienmitgliedern und wirklichen Bekannten in Kontakt zu bleiben. Mittlerweise ist bei dem Konto doch eine Mischung aus dieser Gruppe, beruflichen Kontakten und völlig Unbekannten herausgekommen. Falls Sie also demnächst auf Facebook nicht mehr mit mir verbunden sein sollten, ist das nicht böse gemeint. Ich habe dann nur etwas aufgeräumt.
  6. Löschen Sie unbenutzte Telefonnummern
    Kalt erwischt. Die Zahl der Karteileichen in meiner Kontaktdatenbank wird immer größer. Auch hier ist die Folge wieder mangelnde Übersicht, nicht nur auf dem Desktop, sondern auch auf dem Mobilteil. Also: Kontakte sichern und dann gnadenlos „ausmisten“.
  7. Stoppen Sie unerwünschte Post und Telefonanrufe
    Obwohl bei uns die Regeln für derartigen Spam relativ eng gefasst sind, kommt es leider immer wieder vor, dass man ungebetene Post bekommt. Angeblich sollen die Robinsonlisten dagegen schützen. Ob das funktioniert, weiß ich nicht, ich habe es noch nicht ausprobiert.
  8. Gehen Sie diese Liste noch einmal in einem Monat durch
    Mit der persönlichen Produktivität ist es wie mit dem Gärtnern. Um Wildwuchs zu vermeiden, muss man immer wieder die Bäume zurückschneiden. Aus diesem Grund habe ich mir vorgenommen, zweimal im Jahr die o.a. Punkte abzuarbeiten.

Auch wenn die Liste sehr auf Facebook abhebt, so lässt sie sich doch sicher auch auf andere sozialen Netzt übertragen. Vielleicht sollte ich überhaupt einmal überlegen, in welchen Netzwerken ich Mitglied sein möchte. Eine Übersicht über die Abmeldung bei ausgewählten Netzwerken finden Sie hier.

Die Liste hat mich überzeugt, der digitale Frühlingsputz ist vorgemerkt.

orzalaga / Pixabay

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