Achtsam arbeiten!

Kennen Sie das auch? Sie kommen abends von der Arbeit nach Hause und fragen sich, was Sie eigentlich den ganzen Tag gemacht haben. Dennoch sind Sie abgek√§mpft und wieder einmal ist der Tag geradezu in Windeseile an Ihnen „vorbeigerauscht“.
Dies r√ľhrt daher, dass wir uns w√§hrend des Arbeitstages meistens im Autopilot-Modus befinden, wie der Achtsamkeitslehrer Shamash Alidina meint.

Dem Autopilot-Modus können Sie den Modus der achtsamen Aufmerksamkeit entgegen setzen. Wie das geht, zeigt Ihnen Shamash Alidina in seinem Artikel: 10 Ways to Be More Mindful at Work. Seine Tipps:

  1. Seien Sie bewusst im Hier und Jetzt
    Halten Sie einen Moment inne, bevor Sie an die Aufgabe gehen. Machen Sie sich den Zweck der Aufgabe klar und nehmen Sie mit allen Sinnen wahr, wo Sie sich gerade befinden.
    Widmen Sie auch den kleinen alltäglichen Tätigkeiten Ihre volle Aufmerksamkeit.
  2. Machen Sie kurze Achtsamkeits√ľbungen zwischendurch
    Sie können sich von dieser Anleitung inspirieren lassen, wenn Sie möchten:https://youtu.be/fjFPyAdolNQ
  3. Konzentrieren Sie sich auf lediglich eine einzige Aufgabe
    Fokussierung heißt das Zauberwort. Wenn Sie gleichzeitig an andere Tätigkeiten denken, sind Sie abgelenkt und damit unkonzentriert. Das sabotiert die Effizienz.
  4. Benutzen Sie Erinnerungshilfen zur Achtsamkeit
    Damit Sie nicht vor lauter Betriebsamkeit die Achtsamkeits√ľbungen vergessen, verwenden Sie irgendein Hilfsmittel, das Sie daran erinnert. Es gibt eine Menge Apps f√ľr so etwas. Aber es reicht auch schon, sich eine Erinnerung auf dem Smartphone zu setzen.
  5. Fahren Sie das Tempo herunter um dann wieder Gas geben zu können
    Denken Sie auch an die Pausen. Sie m√ľssen die Batterien auch wieder laden, damit Sie zum rechten Zeitpunkt Energie abgeben k√∂nnen.
  6. Verb√ľnden Sie sich mit dem Stress
    Stress h√§ngt sehr stark davon ab, wie wir √ľber eine bestimmte T√§tigkeit denken. Fragen Sie sich, ob eine T√§tigkeit tats√§chlich mit negativen Stress verbunden ist oder ob es auch andere Sichtweisen geben k√∂nnte. „Umdeutung“ oder „Reframing“ sagen die Fachleute dazu.
  7. Empfinden Sie Dankbarkeit
    Schreiben Sie doch einmal auf, f√ľr was Sie dankbar sein k√∂nnen und auch sind. Oft vergessen wir dabei Wesentliches, weil es uns einfach selbstverst√§ndlich erscheint.
  8. Kultivieren Sie Bescheidenheit
    √úberpr√ľfen Sie selbstkritisch Ihre Erwartungen an sich selbst und an andere. Und bedenken Sie immer, das Sie die Wahrheit nicht gepachtet haben, sondern es auch andere berechtigte und begr√ľndbare Sichtweisen gibt.
  9. Akzeptieren Sie, was Sie nicht ändern können
    Akzeptanz ist ein wichtiger Bestandteil der Achtsamkeit. Dinge st√§ndig zu hinterfragen, die wir nicht √§ndern k√∂nnen, f√ľhrt zur Verbitterung.
    Aber unterschätzen Sie Ihren eigenen Einfluss nicht. Und manchmal muss man auch einfach die Konsequenzen ziehen und loslassen können.
  10. Entwickeln Sie eine wachstumsorientierte Denkweise
    Denken Sie nicht in Beschr√§nkungen, sondern in M√∂glichkeiten. Lassen Sie Ihren Geist wachsen. Ich halte es da mit Heinz von Foerster:¬†„Handle stets so, dass die Anzahl der Wahlm√∂glichkeiten gr√∂√üer wird!“

Mir hat in diesem Zusammenhang gut gefallen, was der Philosoph und Kaiser Marcus Aurelius gesagt hat:

Einsamkeit suchen die Menschen auf l√§ndlichen Fluren, am Meeresufer, in den Bergen. Doch einer wie beschr√§nkten Ansicht entspringt dieser Wunsch! Kannst du dich doch, sooft du nur willst, in dich selbst zur√ľckziehen. Gibt es doch nirgends eine stillere und ungest√∂rtere Zufluchtsst√§tte als die Menschenseele.

Shamash Alidina hat ein Buch zur Achtsamkeit im Beruf geschrieben, das ich w√§rmstens empfehlen kann: Achtsamkeit im Beruf f√ľr Dummies.

BTW: Es gibt zu dem Artikel auch eine schöne Infografik. Sehen Sie selbst:

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