Archiv der Kategorie: WorkLife

Infografik: Wie Sie auf Konferenzen FOMO entgehen

Über FOMO habe ich bereits im ToolBlog geschrieben. Wie Sie sich vielleicht erinnern, ist FOMO die Abkürzung von Fear OMissing Out und bezeichnet laut Wikipedia

eine Form der gesellschaftlichen Beklemmung/Angst/Besorgnis. Das Phänomen beschreibt die zwanghafte Sorge eine soziale Interaktion, eine ungewöhnliche Erfahrung oder ein anderes befriedigendes Ereignis zu verpassen und nicht mehr auf dem Laufenden zu bleiben.

Auch ein entsprechende Infografik zur FOMO habe ich im ToolBlog bereits zitiert.

Sicher waren Sie schon auf größeren Events, wo mehrere Sessions oder Präsentationen parallel abgehalten wurden. Tatsächlich ist gerade bei solchen Veranstaltungen die Gefahr sehr groß, dass Sie nach der Qual der Wahl

  • bezweifeln, die „richtige“ Session zu besuchen
  • befürchten, die „richtige“ Session verpasst zu haben

Verstärkt wird dieses Gefühl noch dadurch, wenn Sie aufgrund einer Überfüllung des Saales gar nicht mehr zu der gewünschten Session eingelassen werden, wie das bei der re:publica leider öfters passiert. Ein gutes Mittel gegen die dann auftretende FOMO ist zum Beispiel das Verfolgen des Twitterstreams während der Veranstaltung. Diesen Nutzen von Twitter habe ich das erste Mal während dem GTD Summit 2009 in San Fransisco schätzen gelernt. Bei Gebrauch entsprechender Hashtags ist man zumindest über den Verlauf der anderen Sessions im Bilde.

Es gibt aber auch noch andere Möglichkeiten, FOMO zu entgehen, wie diese Infografik zeigt. Sehen Sie selbst:

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5 Irrtümer, die Sie Zeit und Geld kosten

Heute bin ich über einen Artikel von Stephanie Vozza gestolpert, den ich der werten Leserschaft nicht vorenthalten möchte: 5 Outdated Beliefs That Waste Time And Money. Hier sind die Glaubenssätze, die Ihre Produktivität einschränken:

  1. An alten Traditionen festhalten
    Eines der Merkmale, an den Sie einen Micromanager erkennen können, ist der Satz: „Das haben wir immer so gemacht.“ Mittlerweile hat sich herumgesprochen, dass dieser Satz nicht so gern gehört wird. Aber „Das ist State of the Art“ klingt nur etwas geschmeidiger, die Aussage ist die gleiche. Merke: Eine Sache ist nicht nur deshalb gut, weil sie bis jetzt immer erfolgreich war. Deshalb gehören alte Gewohnheiten immer wieder auf den Prüfstand.
  2. Probleme zu Herausforderungen umetikettieren
    Teilnehmer meiner Workshops wissen, das ist eines meiner Lieblingsthemen. Ein Problem wird nicht allein deshalb gelöst, indem man es mit einem anderen Label versieht. Stephanie zitiert Jeremy Eden mit einem Beispiel, das m. E. passt wie die Faust aufs Auge:

    What would have happened if Apollo 13 had said, ‘Houston, we have an opportunity?

  3. Alle „mitnehmen“ wollen
    Nichts gegen den Willen überzeugen zu wollen, aber man muss sich darüber im Klaren sein, dass man nicht alle Beteiligte ins Boot holen kann. Manchmal ist es besser, einfach anzufangen, viele Unentschlossene springen dann doch noch mit auf. Ja, und die anderen muss man dann manchmal zurücklassen.
  4. Die Phrase „Weil ich es Ihnen sage“ benutzen
    „Ober sticht Unter“ heißt ein altes Industrie-Sprichwort. Kann man so machen. Allerdings kann das Schulterklappenprinzip verheerende Auswirkungen haben, wenn sich dann niemand mehr traut, auf eventuelle Probleme, Fehler oder Hindernisse hinzuweisen. (Warum fällt mir jetzt Volkswagen ein?)
  5. Der Glaube, Sie sollten immer Ihr Bestes geben
    Nicht alle Aufgaben sind einen vollen Einsatz wert. Sie sollten überlegen, wann und wo es sich tatsächlich lohnt, „alles zu geben“ und wann „gut“ gut genug ist. Teilen Sie Ihre Kräfte ein!

BTW: Das Ding mit Apollo 13 muss ich mir merken. Das gefällt mir außerordentlich. 😉

GregPlom / Pixabay

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Die Lebenslügen der Vielbeschäftigten

Kennen Sie das? Sie haben eine Entscheidung getroffen, von der Sie intuitiv wissen, dass sie widersinnig ist. Danach reden Sie sich selbst so lange mit vermeintlich vernünftigen Argumenten besoffen, bis Sie diese Entscheidung für sachlich begründet und richtig halten. „Rationalisieren“ nennt dies der Fachmann. Dieses Verhalten funktioniert aber nicht nur bei Entscheidung, sondern hilft uns auch, unangenehme Dinge zu erklären und damit erträglich zu machen. Das Problem besteht jedoch darin, dass wir uns auf Dauer nicht selbst beschummeln können und das Unbehagen uns irgendwann wieder auf die Füße fällt.

Auch Vielbeschäftigte, die unter der Last der Vielzahl von Aufgaben stöhnen, benutzen das Mittel der Rationalisierung. Robert Locke hat in seinem Artikel 10 Lies People Tell Themselves To Rationalize Their Overwhelmed Schedules einige dieser „Lebenslügen“ aufgelistet:

  1. Ich muss weniger schlafen, damit ich mehr geschafft bekomme
    Das ist, mit Verlaub gesagt, Humbug. Wenn die Batterie leer ist, muss sie wieder geladen werden. Will heißen, Sie brauchen Ihren Schlaf, um leistungsfähig zu bleiben. Bedenken Sie dabei, dass es hier um Qualität und Quantität beim Schlafen geht. Und vergleichen Sie sich nicht mit Anderen. Bei jedem äußert sich das Schlafbedürfnis anders. Aber: Ohne ausreichend Schlaf geht es nicht.
  2. Mit längeren Arbeitszeiten kann ich mehr erreichen
    Die Effizienz nimmt mit zunehmender Arbeitsdauer ab. Der Grund: Wir werden einfach müde, sind nicht mehr in der Lage, uns zu konzentrieren, werden langsamer und sind anfällig für Fehler. Machen Sie es lieber wie Martin Luther, der in einem Brief an seine Frau schrieb: „Ich sitze hier und trinke mein gutes Wittenbergisch Bier und das Reich Gottes kommt von ganz alleine“.
  3. Ich bin zu beschäftigt, um Pausen einlegen zu können
    Hier gilt das bisher Gesagte. Körper und Geist brauchen Pausen, um sich zu regenerieren. Falls Sie es tröstet: Ihr Unbewußtes arbeitet weiter an dem Problem, Sie müssen also kein schlechtes Gewissen haben. Allerdings: Pause heißt auch wirklich Pause und nicht Checken von E-Mails.
  4. Niemals würde ich tagträumen oder Däumchen drehen
    Siehe Punkt 3.
  5. Mir fehlt die Zeit für einen Spaziergang oder für Sport
    Schon die alten Römer sagten: „Ein gesunder Geist in einem gesunden Körper“. Es ist nachgewiesen, dass körperliche Betätigung auch gut für die mentale Leistungsfähigkeit ist.
  6. Ich arbeite um mehr Geld zu verdienen (oder die Karriereleiter zu erklimmen)
    Sie haben in Ihrem Leben nur ein bestimmtes Zeitkontingent zur Verfügung. Was Sie für die Arbeit verwenden, knapsen Sie in anderen Lebensbereichen (Familie, Freunde etc.) ab. Überlegen Sie, ob Sie das wirklich wollen.
  7. Wenn ich einen ausgefüllten Kalender habe, werde ich als wichtig wahrgenommen
    Firmen, in denen die Arbeit des Mitarbeiters nach der abgesessenen Zeit bewertet wird, sterben (hoffentlich) langsam aus. Viel wichtiger ist das Resultat der Arbeit.
  8. Mir bleibt nichts anderes übrig, als mehrere Aufgaben parallel zu bearbeiten (Multitasking)
    Über den Unsinn des Multitasking ist schon viel geschrieben worden. In Wirklichkeit handelt es sich hierbei meist um schnelles „Umfokussieren“. Das bedeutet Unterbrechungen und damit Verlust an Effizienz.
  9. Ich habe nie genug Zeit
    Tja, das ist die menschliche Tragik. Das wird sich auch nicht ändern. Es liegt an Ihnen, die richtigen Entscheidungen zu treffen.
  10. Ich kann nicht Nein sagen
    Im Zeitmanagement ist das ein Klassiker. Falls Ihnen ein  innerer Antreiber im Nacken sitzt, der Ihnen verbietet, eine Aufgabe abzulehnen, dann wird es Zeit sich näher mit ihm zu beschäftigen. Zeigen Sie ihm, wer der Herr im Haus ist.

Eine Lebenslüge, die hier fehlt, die ich aber aus eigener Erfahrung kenne, ist die Illusion der Begrenztheit eines Zustands: „Wenn diese Aufgabe (dieses Projekt etc,) beendet ist, dann wird alles besser“.

Wenn Sie sich da mal nicht täuschen.

StockSnap / Pixabay

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Auf die Ohren: Feature „Digital First?“ zum Nachhören

Ich bekenne, dass ich den momentan populären Utopien zur vermeintlich neuen Arbeit („New Work“, „Working Out Loud“ etc.) äußerst skeptisch gegenüber stehe. Nicht nur das, anstatt Utopien gehen mir ständig Dystopien im Kopf herum, seit ich die Vorträge von Johannes Kleske auf der re:publica 2013 und 2015 gehört habe.

Im Bayerischen Rundfunk ist dieser Tage ein Feature veröffentlicht worden, das sich mit „Technologien, die die Gesellschaft verändern können“, beschäftigt. Es stammt von Kathrin Reikowski und trägt den Titel Digital first? Ein Mindset für den Wandel. Nach dem Hören dieser Sendung fühle ich mich in meinen Befürchtungen mehr als bestätigt. Mir ist es teilweise kalt den Rücken heruntergelaufen.

Sicher besteht die Gefahr, nach solchen Sendungen, Artikeln oder auch Büchern die Aspekte zu betonen, die in das eigene Weltbild passen. Ich bin mir sehr wohl der Gefahr meiner eigenen selektiven Wahrnehmung bewusst. Aber was für mich recht, ist auch die Optimisten in der Runde billig. Jeder sucht halt nach der Bestätigung der eigenen Glaubenssätze.

Wie auch immer, ich kann dieses Feature sehr empfehlen. Sie können es unter der o. a. Adresse nachhören oder auch als Manuskript herunterladen.

Hier ist der Vortrag von Johannes Kleske auf der #rp15:

geralt / Pixabay

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Wie Sie Ihr persönliches RIM bauen

Wenn Sie nicht wissen, was ein RIM ist, dann befanden Sie sich bis vor etwa einer Viertelstunde in bester Gesellschaft, in meiner nämlich. In der Zwischenzeit habe ich mich jedoch schlau gemacht und weiß, dass RIM für Records and Information Management steht. Im Deutschen wird dies wie immer etwas trocken mit dem Begriff Schriftgutverwaltung belegt.

Wie Sie sich eine solche Schriftgutverwaltung aufbauen können, erklärt Ihnen in einer sechsteiligen Artikelreihe Jacki Hollywood Brown. Diese Themen werden besprochen:

  1. Allgemein anerkannte Regeln der Schriftgutverwaltung
    Hier erfahren Sie, welchen Kriterien ein RIM genügen sollte.
  2. Dokumenttypen und Inventarisieren
    Jacki unterscheidet zwischen aktiven, inaktiven und unverzichtbaren Dokumenten. Sie lernen, wie man seine Dokumente inventarisieren kann,
  3. Verwalten von Aufbewahrungsfristen
    Sie wissen schon, Steuerkram und ähnliches.
  4. Effizientes Wegwerfen von Dokumenten
    Sie bekommen die Papier- und die elektronische Variante erklärt.
  5. Scannen von Dokumenten
    Interessant ist hier die rechtliche Seite. Inwieweit darf man zum Beispiel amtliche Dokument scannen ohne das Sie Ihre Gültigkeit verlieren? Wie das in der Juristenrepublik Deutschland (JRD) gehandhabt wird, können Sie hier, hier oder hier nachlesen.
  6. Aufbau eines Ablagesystems
    Über Philosophien zur Dateiablage kann man sicher ganze Bücher füllen. Hier finden Sie Hinweise sowohl für die Papierablage als auch für die elektronische Variante. Wichtig ist der Hinweis, dass der Aufbau beider Ablagen in etwa gleich sein sollte.

Zum letzten Punkt: Ich persönlich bin ja ein Freund der chaotischen Lagerhaltung. Warum soll ich mich mit irgendwelchen Ablagesystemen herumärgern, wo ich doch einen Rechenknecht habe? Das dieses Ablegen auch mit Dokumenten 1.0 funktioniert, beweist die Archivierungslösung fileee. Diese Anwendung kombiniert Smartphone und Pappkarton, wie ich im ToolBlog bereits früher beschrieben habe.

Ich finde Jackis Artikelreihe sehr nützlich. Hier bekommen Sie alle notwendigen Informationen zum Aufbau Ihrer persönlichen Schriftgutverwaltung (welch ein Wort!).

422737 / Pixabay

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Papst Franziskus über die Krankheiten der Führung

Auch wenn ich als Mitglied der evangelischen Kirche das andere Parteibuch in der Tasche trage, so muss ich doch gestehen, dass es sich für mich immer wieder lohnt, hinzuhören, wenn Papst Franziskus etwas zu sagen hat.

In einer Weihnachtsansprache Anno 2014 hat sich Papst Franziskus mit Führung beschäftigt und in dieser Rede (Predigt?) von den 15 Krankheiten der Führung gesprochen. Die Krankheiten, die er benennt, sind:

  1. Die Krankheit, sich „unsterblich“, „immun“ oder sogar „unentbehrlich“ zu fühlen
  2. Der „Martalismus“ (von „Marta“ abgeleitet), der übertriebene Fleiß
  3. Die geistige und geistliche „Versteinerung“
  4. Die Planungswut und der Funktionalismus
  5. Die schlechte Koordination
  6. Der geistliche Alzheimer
  7. Rivalität und Eitelkeit
  8. Die Krankheit der existenziellen Schizophrenie
  9. Die Krankheit des Geredes, des Gemunkels und des Tratsches
  10. Die Krankheit, den Vorgesetzten zu vergöttern
  11. Gleichgültigkeit gegenüber den Anderen
  12. Die Krankheit der Totengräbermiene
  13. Die Krankeit des Hortens

Sie sehen schon, Papst Franziskus diagnostiziert hier Krankheiten, die das ganze Spektrum des Management abdecken. Sie finden Hinweise zu persönlichem Verhalten ebenso wie zum Umgang mit den Mitmenschen, aber auch zu Projektmanagement und Selbstorganisation.

Papst Franziskus hat diese Krankheiten, ihrer Symptome und möglicher Heilung in seiner Ansprache näher erläutert (Download pdf-Datei). Natürlich nimmt er dabei stets Bezug auf die Heilige Schrift, wer wollte ihm das verübeln.

Aber selbst wenn Sie nicht viel mit Religion und Kirche am Hut haben, die Lektüre dieser Rede lohnt sich allemal. Gerade auch für die Menschen, die sich mit Arbeiten auf Augenhöhe oder New Work beschäftigen. Es steckt viel Weisheit in seinen Worten.

[via Gary Hamel in Harvard Business Review]

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Was wir von den Stoikern lernen können

Ich muss gestehen, meine Kenntnisse in der Philosophie gehen kaum über das hinaus, was ich während meiner Schulzeit im Latein- und Griechischunterricht mitbekommen habe. Allerdings muss mich das dort Gehörte sehr beeindruckt haben, denn es wirkt noch nach bis zum heutigen Tag.

Besonders beeindruckt haben mich immer die Werke der Stoiker. Leider kamen im Griechischunterricht die Urheber dieser Ideenschule etwas zu kurz, man konzentrierte sich damals in Latein eher auf die wohl berühmtesten römischen Vertreter der Stoa, Seneca und Marcus Aurelius. Nach der Schule bin ich dann irgendwann einmal über Epiktet gestolpert, der nicht viel an Menge, aber dafür viel an Gewicht hinterlassen hat. Sein Handbüchlein der Moral kann ich jedem nur wärmstens ans Herz legen.

Die Gedanken der Stoiker haben nichts an Aktualität verloren und können auch für das moderne (Wirtschafts-) Leben angewandt werden. Eric Barker gibt in seine Artikel Stoicism Reveals 4 Rituals That Will Make You Mentally Strong Tipps, wie Sie auf stoische Weise Ihren Alltag bewältigen können:

  1. Entscheiden: Was ist das Schlimmste, was passieren könnte?
    Manchmal lassen wir uns vor wichtigen Entscheidungen von Ängsten und Befürchtungen leiten. Es kann zwar nicht schaden, die Risiken abzuschätzen oft werden wir aber durch Ängste und Befürchtungen blockiert. Fragen Sie sich stattdessen, was das Schlimmste ist, was passieren könnte und weiter, wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, dass es auch tatsächlich eintritt. Ja, wenn Sie so wollen, die klassische Risikoanalyse: Tragweite mal Wahrscheinlichkeit.
  2. Misserfolg: Sie können nicht alles kontrollieren
    Wenn Sie sich über einen Misserfolg ärgern, dann bedenken Sie, dass Sie nicht alles unter Kontrolle haben können. Das soll nicht heißen, dass Sie sich in faulen Ausreden üben. Vielmehr ist dies die Bitte, mit sich selbst wertschätzend umzugehen. Sie können nicht alles im Griff haben, sonst wären Sie Gott gleich. Menschen sind nunmal fehlbar, da machen Sie keine Ausnahme.
  3. Übersicht und Detail: Beachten Sie das große Ganze
    Sie kennen sicher die Satellitenansicht von Google Maps. Schauen Sie doch einmal auf das Gebäude, in dem Sie sich gerade befinden und vergrößern Sie dann kontinuierlich den Maßstab. Sie sehen zuerst die Umgebung des Hauses, dann die Stadt, dann das Land, den Erdteil usw. Merken Sie, wie klein Sie sind? Wir sind nur ein Teil des Ganzen, das sollten wir uns immer wieder einmal bewusst machen. Nehmen wir uns also nicht so wichtig.
  4. Probleme lösen: Was würde N. N. tun?
    Sicher hat jeder von uns Menschen, deren Fähigkeiten, Leistungen oder Einstellungen er/sie sehr bewundert. Könnte dieser Mensch als Vorbild oder sogar Rollenmodell wirken? Wie haben sich bestimmte Menschen verhalten um diesen Erfolg zu haben? Wenn Sie also in einer kritischen Situation sind, hilft manchmal die Frage: „Was würde …. in dieser Situation jetzt tun?“

Diese vier Punkte sind nur ein Ausschnitt von Hinweisen der Stoiker bez. einer zufriedenen Lebensführung. Zur Vertiefung hier noch einige weitere Artikel:

Es ist immer Vorsicht geboten, wenn philosophische Gedanken aus dem Zusammenhang gerissen und zu stark vereinfacht werden. Aber vielleicht dienen der Artikel und die Linkhinweise für Sie als Anregung, sich eingehender mit dem Stoizismus zu beschäftigen. Wenn Sie dabei Ähnlichkeiten zur Achtsamkeit entdecken, dann dürften Sie nicht falsch liegen.

Für den Einstieg hilft Ihnen dabei vielleicht die Webstite des Philosophie-Professors Massimo Pigliucci: How to Be a Stoic.

Hier ein Video von Pigliucci zum Stoizismus:

Nachtrag (23. 10. 2017)

Massimos Pigliuccis Buch über Stoizismus im Alltag ist jetzt auch auf Deutsch erschienen. Gelesen habe ich es noch nicht, werde das aber sicher noch tun.

 

 

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Wie Sie E-Mail-Signaturen erstellen

Sie alle kennen Signaturen. Als Signatur wird ein

Textabschnitt bezeichnet, der häufig am Ende von E-Mails, Usenet-Postings oder Beiträgen in Internetforen steht und Angaben zum Absender enthält. (Wikipedia)

Mit Inhalt und Gestaltung einer solchen Signatur müssen Sie sich dann nicht besonders befassen, wenn Sie Mitarbeiter eines Unternehmens sind und ausschließlich geschäftlichen E-Mail-Verkehr pflegen. Denn dann stellt Ihr Arbeitgeber vermutlich bereits eine gesetzeskonforme Signatur bereit, um die Sie nicht herumkommen. Sollten Sie selbst ein Unternehmen Ihr Eigen nennen und noch keine entsprechende Signatur verwenden, dann sollten Sie sich schleunigst darum kümmern. Welche Informationen für die einzelnen Unternehmensformen bereit gestellt werden müssen, erklärt Ihnen z. B. Bea Brünen in Ihrem Beitrag Pflichtangaben in geschäftlichen E-Mails.

Andere Personengruppen wie Privatleute oder Freiberufler haben deutlich mehr Gestaltungsspielräume. Sie können eine Signatur auch für originelle (Werbe-) Botschaften verwenden.

Wie Sie eine sinnvolle E-Mail-Signatur gestalten können, zeigt Ihnen der Artikel von Joel Lee: 7 Tips for Creating the Perfect Professional Email Signature.
Hier seine Tipps:

  1. Benutzen Sie das richtige Trennzeichen
    Viele zeitgemäße E-Mail-Programme nutzen die Signatur, um die Kontaktliste zu vervollständigen. Bei Outlook funktioniert das, indem Sie die E-Mail per Drag & Drop aus dem Lesebereich über das Modul „Kontakte“ ziehen (Bezeichnungen). Wenn Sie loslassen wird ein neues Kontaktformular geöffnet, in dem die wesentlichen Informationen bereits eingetragen sind.
    Allerdings müssen die E-Mail-Clients erkennen, wann die Nachricht aufhört und die Signatur anfängt. Dies geschieht in einem Quasi-Standard über den Trenner – – (zwei aufeinanderfolgende Bindestriche), also:
    Nachricht
    – –
    Signatur
  2. Halten Sie die Signatur einfach
    Überlegen Sie sich, welche Informationen Sie dem Empfänger tatsächlich mitteilen wollen. In der Regel soll er mit Ihnen Kontakt aufnehmen können, nicht mehr und nicht weniger. Halten Sie evtl. Werbebotschaften knapp. Auch Zitate wollen sparsam eingesetzt werden, Ich gebe zu, ich bin kein großer Fan von ihnen.
  3. Fassen Sie sich kurz
    Es gilt der Grundsatz: So wenig Zeilen wie möglich, so viel wie nötig. Vielleicht können Sie zusammengehörende Infos über ein geeignetes Trennzeichen in eine Zeile packen. z. B.
    E-Mail | Telefon | Fax
  4. Gestalten Sie die Signatur dezent
    Erinnern Sie  sich noch einmal an Punkt (2). Die Signatur soll in erster Linie dem Adressaten ermöglichen, einfach mit Ihnen Kontakt aufzunehmen. Sie ist nicht das Mittel der Wahl, um Werbung zu betreiben. Auch sollten derartige Botschaften nicht von den eigentlichen Kontaktinformationen ablenken.
  5. Verwenden Sie je nach Zweck unterschiedliche Signaturen
    Manchmal kann es sinnvoll sein, je nach Empfängergruppe verschiedenen Signaturen zu verwenden. In Outlook können Sie das bequem verschiedene Variante über den Menüpunkt „Signatur“ im Menüband anlegen, wenn Sie eine neue E-Mail schreiben.
  6. Seien Sie vorsichtig mit HTML und vCards
    Ich weiß, viele sagen etwas anderes, aber ich bleiben dabei: Ich mag HTML-Mails aus verschiedenen Gründen nicht besonders. Outlook habe ich so eingestellt, dass ich nur reinen Text senden und schreiben kann. Mir kommt es auf die Information an und nicht auf bunte Bilder. Wenn Sie Ihre Signatur mit den relevanten Informationen versehen haben, können Sie auf das Versenden einer vCard getrost verzichten.
  7. Testen Sie die Signatur mit verschiedenen E-Mail-Programmen aus
    Schauen Sie sich im letzten Schritt noch einmal an, wie Ihre Signaturen in den gängigen Programmen (Oulook, GoogleMail usw.) dargestellt werden und nehmen Sie ggf. Korrekturen vor.

Den E-Mail-Disclaimer, der von vielen Unternehmen an die E-Mail gehängt wird, können Sie sich im übrigen sparen. Warum, können Sie hier oder hier nachlesen. Mit einer Signatur hat ein solcher Disclaimer überhaupt nichts zu tun.

Postkasten Arona
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Spielen wir eine Runde agile Bullshit-Bingo!

Bullshit-Bingo (aka Buzzword-Bingo) ist ein Spiel, dass mittlerweile allen Leserinnen und Lesern des ToolBlogs bekannt sein dürfte. So manchen frustrierten Mitmenschen hat Bullshit-Bingo während langatmiger Besprechungen über die Zeit geholfen.

Bullshit-Bingo kommt nie aus der Mode, denn entsprechenden Ausdrücke wachsen quasi immer wieder nach, sie gehen nie aus.
Momentan hört man zum Beispiel an allen Ecken und Enden das Wort „agil“ in allen möglichen und unmöglichen Zusammenhängen. Klar, dass Sie einen dazu gehörenden Spielvordruck im Internet herunterladen können: Agile Bingo.

Neben diesem höchst aktuellen Template finden Sie auf der Website noch eine große Zahl Vorducke für andere Themen, etwa Click-Bait– oder Cloud Computing Bingo. Falls nicht das Richtige dabei ist, können Sie natürlich auch Ihr ganz persönliches Bullshit-Bingo gestalten und ausdrucken.

Wenn Sie das Spiel lieber in Deutsch spielen möchten, dann geht das natürlich auch. Auf bsbingo.de können Sie aus verschiedenen Themen von Besprechung über Politiker bis Marketing wählen. Sie können sogar das Format des Vordrucks bestimmen.

Nun steht einer gepflegten Runde Bullshit-Bingo nichts mehr im Wege. Viel Spaß!

BTW: Sollten Sie Bullshit-Bingo tatsächlich noch nicht kennen, dann hilft Ihnen dieses (auch schon etwas ältere) Video weiter:

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Wie Sie mit Ablenkungen umgehen

Wie wir wissen, können wir nicht fokussiert und damit effizient arbeiten, wenn wir ständig abgelenkt werden. Dass das nicht nur eine subjektive Empfindung ist, zeigen wissenschaftliche Untersuchungen z. B. über den Zeigarnik-Effekt.

Nun sind Ablenkungen nicht ausschließlich negativ zu bewerten. Manchmal sind sie schlicht und einfach Bestandteil des Jobs. Wenn ich Vertriebsmitarbeiter bin, sollte ich mich nicht über den unerwarteten Anruf eines wichtigen Kunden beklagen.

Aber um diese Ablenkungen geht es hier nicht. Vielmehr um solche, die so unnötig sind wie ein Kropf. Zum Beispiel der Anruf eines Kollegen, der Ihnen eine Frage stellt, die er mit nur geringem Aufwand selbst hätte beantworten können. Sie kennen sicher noch mehr derartige Beispiele.

Monika Kristofferson unterscheidet in ihrem Beitrag How to Deal with Distractions zwischen internen und externen Ablenkungen.

Interne Ablenkungen kommen von innen heraus, wie etwa Gedanken, Ideen oder Einfälle, die so gar nicht zu der momentanen Aufgabe passen wollen. Auch Körpergefühle gehören dazu, wie Wärme, Kälte, Hunger, Müdigkeit usw.

Externe Ablenkungen sind die, die von außen an Sie herangetragen werden: Das Bimmeln des Telefons, dann wenn Sie es nicht brauchen können. Auch unnötig empfundene Besprechungen oder das ständige Aufpoppen von E-Mails können produktives Arbeiten beeinträchtigen.

Monika schlägt für diese Ablenkungen ein paar Gegenmaßnahmen vor. Vieles wird den Lesern bekannt vorkommen, wie etwa

  • das sofortige Aufschreiben der Einfälle („Everything off your head!“)
  • das Tragen komfortabler Kleidung
  • nicht zu Meetings zu erscheinen, in denen Sie weder etwas beitragen noch etwas lernen können
  • bei Gesprächen zu stehen anstatt zu sitzen

Darüber hinaus schlägt Sie vor, sich zu verpflichten, für 96 Minuten am Tag fokussiert ohne Unterbrechungen zu arbeiten. 96 Minuten sind 20% eines 8-Stunden-Tages.

Meiner Meinung nach ist die Zugehörigkeit der Ablenkungen zu den Kategorien fließend. Sicher kommen die E-Mails von außen, die Entscheidung, ob Sie sie gerade jetzt öffnen wollen, liegt jedoch bei Ihnen. Das gleiche gilt auch für die Frage, ob Sie an einem Meeting teilnehmen wollen oder nicht (wenn es der Chef nicht angeordnet hat),

Übrigens gibt es eine interessante Erklärung dafür, warum es vielen Menschen so schwer fällt, E-Mail E-Mail sein zu lassen und eben nicht jeder aufpoppende Nachricht zu öffnen. Lesen Sie hierzu meinen Artikel: Was das E-Mail-Programm mit einem einarmigen Banditen gemeinsam hat.

Mehr über Aufmerksamkeit und Ablenkung erfahren Sie von Jean-Philippe Lachaux:

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