Archiv der Kategorie: WorkLife

Wie Sie einen Sch…tag doch noch drehen können

Sie kennen diese Tage. Nachdem Sie verschlafen haben, waren Sie in Eile. Auf dem Weg zur Arbeit wurden Sie dann geblitzt und alle Parkplätze in der Nähe vom Büro waren besetzt. Dann noch die ironische Bemerkung vom Chef und der überquellende Briefkasten in Outlook. Tage, an denen man am liebsten wieder nach Hause fahren und sich ins Bett legen möchte, um ihn schnell zu vergessen.




Vielleicht gibt es aber doch noch Möglichkeiten, den Tag nach einem unglücklichen Start noch gedreht zu bekommen. Wie das geht, zeigt uns Allison Ford: 10 Expert-Approved Ways To Turn Around A Crappy Day. Sie empfiehlt:

  1. Akzeptieren Sie, dass heute nicht Ihr Tag ist
    „Einsicht ist der erste Weg zur Besserung“, sagt der Volksmund. Tatsächlich macht es mitunter keinen Sinn mit aller Macht gegen den Schlamassel anzukämpfen. Auf diese Weise laufen Sie Gefahr, alles nur noch zu verschlimmrn. Stattdessen ist es oft besser, erst einmal zu akzeptieren, dass es gerade nicht optimal läuft. Dann fällt es auch leichter zu überlegen, wie Sie aus dem Zustand wieder herauskommen. Sie wissen schon: Aufstehen, Krönchen richten, weitermachen.
  2. Packen Sie Aufgaben an, die zu Ihrem Gemütszustand passen
    Wenn ohnehin gerade nichts rund läuft, macht es keinen Sinn, die kompliziertesten und wichtigsten Aufgaben anzugehen. Wählen Sie stattdessen einfachere überschaubare, damit Sie wieder in die Erfolgsspur kommen.
  3. Denken Sie darüber nach, welchen Anteil Sie selbst an der Misere haben
    Oft schieben wir die Misserfolge auf die „äußeren Umstände“. Fragen Sie sich, was Sie selbst dazu getan haben, dass es so ist, wie es gerade ist. Übertreiben Sie es aber nicht. Wenn die Selbstreflexion in Selbstkasteiung ausartet, schaden Sie sich selbst.
  4. Listen Sie Dinge auf, für die Sie dankbar sind
    Wenn wir in der Sackgasse sind, neigen wir oft dazu, alles schwarz und durch die negative Brille zu sehen. Wir neigen zur Verallgemeinerung. Eine solche Dankbarkeitsliste hilft Ihnen dabei, die positiven Seiten des Lebens den negativen entgegenzusetzen. Und siehe da, so schlimm ist es meistens gar nicht.
  5. Bitten Sie einen Freund, mit Ihnen spazieren zu gehen
    Bei einem gemeinsamen Spaziergang, können Sie Ihre Gedanken ordnen. Im Dialog funktioniert das am besten. Außerdem gewinnen Sie Abstand und sind an der frischen Luft.
  6. Denken Sie über ein Haustier nach
    Unbedingt. Ich möchte meine Katze Leni nicht missen. Es tut gut, ihr zuzuschauen und sie ab und zu zu streicheln. Eigentlich sind das Streicheleinheiten, die ich mir selbst gebe.
  7. Verwöhnen Sie sich mit etwas Zeit nur für sich selbst
    Machen Sie eine Weile etwas, was ihnen Spaß macht. Manchmal kommt man dadurch wieder in die Gänge.
  8. Verausgaben Sie sich körperlich
    Mein Nachbar macht das so. Immer wenn er sich bei der Arbeit geärgert hat, hackt er Holz und verausgabt sich dabei völlig. BTW: In letzter Zeit scheint er sich öfters zu ärgern. Seine Bevorratung an Brennholz deckt mittlerweile die nächste Eiszeit ab.
  9. Wandeln Sie Ihre schleche Stimmung in Perspektiven um
    Denken Sie daran, die Misserfolge des Tages nicht zu verallgemeinern. Wie sagen die Fußballspieler immer bei Interviews nach einem verlorenen Spiel? „Wir müssen jetzt nach vorne schauen“. Da ist was dran.
  10. Achten Sie auf den Silberstreif am Horizont
    Das Leben ist eine Achterbahn und auf Tiefs folgen auch wieder Höhen. Denn…

Morgen ist ein neuer Tag!

Gehen Sie zurück auf Start und machen Sie einen Reset!




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Wie Sie in Englisch eine E-Mail beenden

Wenn Sie international unterwegs sind und öfters E-Mails an englischsprachige Adressaten versenden, dann hilft es sicher zu wissen, wie man im anglo-amerikanischen Geschäftsverkehr eine Nachricht sauber beendet. Karen Hertzberg hat für Sie die wichtigsten Regeln zusammengestellt: How to End an Email: 9 Never-Fail Sign-Offs and 9 to Avoid.

Ich gebe gerne zu, mir war nicht klar, dass man „Looking forward to hearing from you“, „Respectfully / Respectfully yours“ oder „Yours truly“ lieber vermeiden sollte. Karen nennt uns stattdessen andere Grußformeln der mehr oder weniger formellen Art.
Interessant. Ein kleiner, aber feiner Artikel mit hohem Nutzwert.

Nun stellt sich allerdings die Frage, wie man im Deutschen eine E-Mail am besten beenden sollte. Nein, ich meine jetzt nicht die Signatur ;-).

Verwenden Sie neben den üblichen trockenen Grußformeln, auch noch andere originellere? Teilen Sie sie mit uns?

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Bauen Sie Papierflieger!

Während meines Studiums an der TH Darmstadt gab es einen inoffiziellen Wettbewerb. Gesucht wurde der Papierflieger mit dem besten Flugverhalten im Sinne von Schönheit (Loopings und Kurven), Flugdauer und Reichweite. Testgelände war aufgrund nahezu idealer Bedingungen das Audimax. Natürlich waren Professoren und Dozenten nicht immer begeistert von dieser Parallelveranstaltung.

Im Nachhinein waren die Konstruktionen, die im Audimax gezeigt wurden, nicht besonders einfallsreich. Genau genommen waren sie einer Technischen Universität unwürdig.

Damals, das war von 1980 bis 1986, tobte der Kampf um die Vorherrschaft der Programmiersprachen (Cobol! Fortran!) und statt Internet gab es BTX. Gott sei Dank sind wir diesem dunklen Zeitalter entronnen. Und so gibt es mittlerweile auch eigene Websites, die sich mit dem Bau von Papierfliegern beschäftigen. Sie finden anschauliche Bauanleitungen bei

Auf der letzteren Website finden Sie nicht nur Bauanleitungen, sondern auch allerlei andere einschlägige Informationen zur

  • Geschichte der Papierflieger
  • Materialkunde
  • Wettbewerbe  und zum
  • physikalischen Hintergrund

Ich glaube, die Seite Papierfliegerei muss kurz nach Erfindung des Internets entstanden sein, zumindest lässt dies das Design vermuten. Hoffentlich gibt hier es keine Korrelation zu der technischen Entwicklung der Papierflieger selbst.

Mittlerweile sind wir im Zeitalter des Smartphones angelangt und so ist es kein Wunder, dass Sie für Ihr Gerät auch eine App namens Paper Planes bekommen können. Lars Wienand hat darüber einen Artikel geschrieben: Smartphone als Papierflieger: „Paper Planes“ hebt gerade ab.

Warum ich das schreibe? Vielleicht haben Sie nun genug Anregungen, Leerzeiten im Besprechungsraum sinnvoll zu nutzen. Blöd ist nur, wenn das Teil gerade schön fliegt und der Chef betritt das Zimmer. Wenn Sie Ingenieur sind, dann sind Sie im Vorteil, denn es fällt Ihnen sicher leicht, eine vernünftige Erklärung zu basteln.

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[Foto von Steen Jepsen [via pixabay], (CC0 Public Domain)]

BTW: Wie es sich für Flieger aus Papier gehört, gibt es natürlich viel mehr Bücher darüber als Websites. Sie glauben es nicht? Dann schauen Sie hier.

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Burnout für Einsteiger

Mit Burnout ist es wie mit vielen Mode(?)- Begriffen. Jeder spricht davon, aber keiner weiß so richtig, was es ist. In der allwissenden Wikipedia heißt es dazu:

Burn-out oder Burnout, auch Burnout-Syndrom (englisch burn out ‚ausbrennen‘) ist ein Oberbegriff für Typen persönlicher Krisen, die eher mit unauffälligen Frühsymptomen beginnen und mit völliger Arbeitsunfähigkeit oder sogar Suizid enden können.

Der Begriff ist nicht eindeutig definiert, aber vielleicht deswegen so populär, weil das “Ausbrennen” eine starke Metapher ist und daher insbesondere von Journalisten und uns Trainern gerne und häufig benutzt wird.  Dennoch ist Burnout bis jetzt keine Behandlungs-, sondern lediglich Rahmen- oder Zusatzdiagnose.

Wenn Sie sich intensiver mit dem Thema beschäftigen möchten, empfehle ich Ihnen das Grundlagenwerk von Matthias Burisch: Das Burnout-Syndrom.

Ich habe das Buch jetzt bereits zum zweiten Mal gelesen und muss zugeben, dass für mich mehr Fragen aufwirft als beantwortet. Allerdings liegt das nicht an der Arbeit des Autors, sondern an der Materie.

Einfacher macht es sich Alan Henry in seinem Artikel How to Recognize the Signs of Burnout Before You’re Burned Out. Zunächst beschreibt er verschiedene Anzeichen des Phänomens und lehnt sich dabei stark an die Arbeit von Freudenberger an:

  • Unzufriedenheit bez. der Arbeit und abfällige Bemerkungen darüber
  • Schleichende Erschöpfung
  • Gefühlter Stillstand, Gefühl der Sinnlosigkeit
  • Langeweile und zunehmende Distanziertheit von der Aufgabe
  • Übermäßiger Drang zum Aufschieben
  • Undefinierbares Unwohlsein und Stressempfinden
  • Verzicht auf freie Zeit

So weit, so gut schlecht. Die Tipps von Alan zur Vermeidung von Burnout scheinen mir jedoch ein wenig hilflos zu sein:

  • Machen Sie so oft wie möglich Pause
  • Planen Sie sofort Ferien ein
  • Werfen Sie Ballast über Bord und konzentrieren Sie sich auf das, was Sie lieben
  • Führen Sie ein Tagebuch

Ähnliche simple Tipps gibt uns eine Dame namens Nicole: 6 Simple Ways to Avoid Burnout. Sie hat dazu auch eine schöne Infografik dazu erstellt.

Mir scheinen derlei Tipps allzu “simpel” zu sein und außerdem das Problem unzulässig zu individualisieren. Wirksamer Schutz vor derlei Unbill besteht aus zwei Komponenten:

Verhältnis- und Verhaltensprävention

Und zwar genau in dieser Reihenfolge.

Wenn Sie dazu mehr lesen wollen, dann empfehle ich Ihnen mein Fachblog Arbeit statt Stress. Dort schreibe ich zu Themen der psychischen Belastung am Arbeitsplatz aus der Sicht eines Sicherheitsingenieurs.

Wenn Sie sich dafür interessieren, wie sich die Begriffe “Stress” und “Burnout” im Laufe der Jahre verändert hat, dann empfehle ich Ihnen das Buch von Patrick Kury Der überforderte Mensch: Eine Wissensgeschichte vom Stress zum Burnout.

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[Foto von 445693 [via pixabay], (CC0 Public Domain)]

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Kurt Lewin im Radio

In meinen Workshops zitiere ich immer wieder das Kraftfeldmodell und die daraus abgeleitete Kraftfeldanalyse von Kurt Lewin. Er “gilt als einer der einflussreichsten Pioniere der Psychologie. Er analysierte nicht das Innenleben des Einzelnen, sondern den Gesamtzusammenhang, in dem sich menschliches Verhalten realisiert”. So steht es in der Beschreibung eines Hörbeitrags von Brigitte Kohn für den Bayerischen Rundfunk: Aktionsforschung, Feldtheorie und Gruppendynamik.

Wenn Sie an Organisationsentwicklung, “Change-Management” und derlei Dingen interessiert sind, dann hören Sie sich den Beitrag an, denn hier gelangen Sie zu den Wurzeln.

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Bild Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0 International

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Wie die Nachmittage genau so produktiv werden wie die Vormittage

In den guten alten Büchern über das Zeitmanagement wird den Leserinnen und Lesern oft empfohlen, die Phasen der eigenen Leistungsfähigkeit zu berücksichtigen. Jeder kennt seine Hochs und Tiefs über den Tag und es macht sicher Sinn, die bedeutenden Aufgaben dann zu erledigen, wenn man die meiste Energie besitzt (“am besten drauf ist”).

Diese persönlichen Leistungskurve fällt sicher bei uns unterschiedlich aus, es gibt Frühaufsteher und Nachteulen. Dennoch hat sich herausgestellt, dass bei den meisten Menschen der Vormittag produktiver ausfällt als der Nachtmittag. Zumindest nimmt dies Michael Simmons an, der uns 10 Ways to Make Your Afternoons As Productive As Mornings aufzählt, mit denen wir den Nachmittag zum Vormittag machen können. Er empfiehlt:

  1. Gehen Sie umher und bewegen Sie sich in den Pausen
  2. Nehmen Sie Ihre Mahlzeiten nie alleine ein
  3. Stellen Sie eine Kurzzeitwecker auf fünf Minuten und zerlegen Sie so große Aufgaben in viele kleine, die Sie schaffen können
  4. Nehmen Sie kleine Auszeiten in der Natur
  5. Nur ein Viertelstündchen: Machen Sie ein Nickerchen
  6. Lernen Sie, ein Musikinstrument zu spielen
  7. Duschen Sie mit geschlossenen Augen
  8. Erstellen Sie eine einfache Liste für das Ende des Tages
  9. Machen Sie Sport mit einem Personal Trainier oder mit einem Partner
  10. Legen Sie einfache Besprechungen auf den Nachmittag

Michael liefert zu jedem seiner Punkte eine ausführliche Begründung mit weiterführenden Links. Die Begründung für Tipp Nr. 7 klingt schon ein wenig esoterisch, aber sei’s drum.

Ich finde diese Tipps schon sinnvoll, allein mir fehlt der Glaube, sie in der Arbeitswelt zu beherzigen, wie sie mir in meinen Workshops geschildert wird. Sie wissen schon, wieder einmal geht es um Selbst- vs. Fremdbestimmung. Es gibt nicht viele Menschen, die ihren Tag nach ihrer persönlichen Leistungskurve ausrichten können.

Einige der o.a. Punkte sind aber sicher einen Versuch wert. Katze Leni zeigt, wie es geht:

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Tweet zur Aufschieberitis

Dieser Tweet “made my day”, wie unsere amerikanischen Freunde immer sagen:

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Wasser und Produktivität

Man kann es gar nicht oft genug wiederholen:

Trinken Sie genug!

Nein, nicht Kaffee, sondern Wasser. Für die Menge, die Sie täglich benötigen, gibt es den Richtwert von 1 bis 1,5 Liter am Tag. Diesen und andere Tipps zum Thema Wasser finden Sie in einem Artikel der Techniker Krankenkasse: Wie viel Wasser soll man trinken? Und wie soll man das schaffen?

Die Antwort auf die letzte Frage lautet wie immer: Dafür gibt es eine App.  Beispiele finden Sie in dem Beitrag von Justine Siegler: 5 Trink Apps, die dir helfen, mehr Wasser zu trinken.

Übrigens wirkt sich das Wasser trinken auch auf die Produktivität aus. Wie und warum, beschreibt Stephen Tamlin in seinem Artikel Hydration und Ihre Mitarbeiter. Dazu gibt es auch eine hübsche Infografik. Schauen Sie hier:

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Müssen Sie immer Ihre Meinung sagen?

Ich muss es zugeben: Oft, eigentlich fast immer, habe ich es bereut, auf sozialen Netzwerken eine Meinung geäußert oder etwas kommentiert zu haben. Nur in seltenen Fällen entspinnt sich aus einer Meinungsäußerung ein Dialog, meistens ergibt sich eine Diskussion oder gar eine Debatte.

Mit dieser Unterscheidung folge ich dem Buch die 5. Disziplin von Peter Senge. Kurz und knapp gesagt, geht es bei der Diskussion darum, den Gesprächspartner zu überzeugen und bei der Debatte darum, Unbeteiligte auf die eigene Seite zu ziehen. Der Dialog hat das Ziel, den Anderen zu verstehen.

Ziemlich schnell habe ich gemerkt, dass ein Dialog in sozialen Netzwerken nahezu unmöglich ist. Vermutlich war das eine naive Annahme, die diesen Medien nicht gerecht wird und sie überfordert.

Matthias Büttner hat sich in seinem Blog ebenfalls des Themas angenommen: Darf ich immer meine Meinung sagen? Nein!

Wie Sie an der Überschrift sehen können, ist seine Antwort klar. Nein, Sie dürfen nicht immer Ihre Meinung äußern. In dem Beitrag finden Sie ein Schaubild, dass Ihnen zeigt, wann nach Büttners Ansicht eine Meinungsäußerung erlaubt ist:

  1. Die Meinung ist positiv
  2. Die Meinung ist erbeten
  3. Die Meinung dient dem Selbstschutz, dem Schutz der Familie, zur Führung oder der sozialen Verantwortung

Ich selbst ziehe die drei Siebe vor, die auf Sokrates zurückgehen und die Sie leicht abgewandelt auch für die Meinungsäußerung anwenden können:

  1. Können Sie Ihre Meinung mit Zahlen, Daten, Fakten unterlegen?
  2. Hat es für irgendjemanden einen Nutzen, wenn Sie Ihre Meinung äußern?
  3. Ist es unbedingt notwendig, dass Sie Ihre Meinung äußern?

So manche meiner öffentlich gemachten Meinungen wären in einem dieser drei Siebe hängengeblieben. “Reden ist Silber, Schweigen ist Gold”, sagt der Volksmund und oft ist es besser, einfach mal die Klappe zu halten. Das ist schwer und gelingt mir nicht immer, aber mit zunehmendem Alter immer öfter.

Es gibt ohnehin zu viel Rauschen und zu wenig Signale.

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[Foto von Sasin Tipchai [via pixabay], (CC0 Public Domain)]

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Wie Sie mit Unterbrechungen umgehen

Wenn ich in meinen Workshops die Teilnehmer frage, welche Schlaglöcher auf ihrem Weg zu einer effizienten Arbeitsorganisation liegen, dann stehen “Unterbrechungen” oder “Störungen” ganz oben auf der Hitliste.

Unterbrechungen im Arbeitsablauf verringern die Effizienz. Beschrieben wird dies in der Literatur als Sägezahneffekt. Er bringt zum Ausdruck, dass Sie nach der Unterbrechung nie genau da weiter machen können, wo sie davor aufgehört haben, sondern i. d. R.  wieder von neuem anfangen müssen. Wenn Sie dies in einem Diagramm (Konzentration über der Zeit) darstellen, ergibt sich die charakteristische Form einer Säge (s. Beitrag von Svenja Thimm).

Es geht aber nicht nur um Effizienz. Unterbrechungen nerven im wahrsten Sinn des Wortes. Jürgen Rutenberg hat vor zehn (!) Jahren dazu einen Beitrag verfasst: Der Fluch der Unterbrechung.

Wie ernst die Lage ist, können Sie daran ermessen, dass sich sogar die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) mit dem Thema beschäftig. Sie gibt einen Ratgeber heraus, in dem Sie einige einschlägige Ratschläge erhalten: Bitte nicht stören! Tipps zum Umgang mit Arbeitsunterbrechungen und Multitasking ( Download pdf-Datei).

Allerdings sollten sie keine schnellen Patentrezepte erwarten. In der Broschüre geht es um grundlegende Dinge: Was können Sie gegen Unterbrechungen tun, was Ihre Kollegen? Es gibt sogar Hinweise darauf, wie man Störungen angehen kann, deren Ursachen in suboptimalen Abläufen auf der Ebene des Unternehmens liegen. Die Vermeidung letzterer nennt man übrigens Verhältnisprävention.

Für Leserinnen und Leser, die noch tiefer gehen möchten, empfehle ich eine weitere Schrift der BAuA: Auswirkung von Arbeitsunterbrechungen und Multitasking auf Leistungsfähigkeit und Gesundheit (Download pdf-Datei). Allerdings handelt es sich hier um die Zusammenfassung einer wissenschaftlichen Studie. Keine leichte Kost also, aber für den Interessierten sicher lohnend.

Unterbrechungen sind keine Schönheitsfehler, die ein bisschen der Effizienz schaden. Wenn sie oft und lange genug auftreten, können sie Ihre Gesundheit beeinträchtigen. Das sollte man sich immer mal wieder klarmachen.

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[Foto von Markus Spiske [via pixabay], (CC0 Public Domain)]

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Und was für ein A….och sind Sie?

Ein Zitat, das mir immer wieder zu allen passenden und unpassenden Gelegenheiten einfällt, stammt von Jean Paul Sartre:

Die Hölle, das sind die anderen.

Während wir uns selbst immer korrekt, rational, kooperativ, kurz: vernünftig verhalten, machen uns stets andere Zeitgenossen das Leben, naja “zur Hölle” eben, wie Sartre sagt.

Damit wir in Zukunft besser mit den Idioten um uns herum zurande kommen, hat Claudia Hochbrunn für uns einen Ratgeber geschrieben. Der Titel trifft ins Schwarze, sofort fühlt man sich angesprochen: Ein Arschloch kommt selten allein: So werden Sie mit schwierigen Zeitgenossen fertig.

Die Autorin bedient sich eines Pseudonyms, sie heißt gar nicht so. Viel wichtiger ist allerdings ihr beruflicher Hintergrund. Im wahren Leben ist sie nämlich Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie. Ihr ist also nichts Menschliches fremd und sie weiß, über was sie schreibt. In dem Buch werden die neun gängigsten A. vorgestellt, als da sind:

  1. Querulant
  2. Eigenbrödler
  3. Riesen-A.
  4. Unberechenbarer Gefühlschaot
  5. Die Diva unter den A.
  6. Das bürokratische A. (vornehm: Micro-Manager, Anm. von mir)
  7. Das feige A.
  8. Der Klammeraffe
  9. Das von sich selbst überzeugte A.

Nach dieser kurzen, aber fundierten Charakterisierung können Sie mit einem kurzen Test herausfinden, ob und wenn ja, zu welchem dieser Typen Sie tendieren.

Nachdem Sie nun das Ergebnis kennen, erfahren Sie in den folgenden Kapiteln, welche anderen A.-Typen zu Ihnen passen und wie Sie mit den Typen (6), (7), (8) und (9) am besten umgehen. Offensichtlich sind dies die A., mit denen man es im Alltag am meisten zu tun hat, denn die anderen Typen werden im Buch nicht besonders behandelt.

Das Buch ist leicht zu lesen und gut verständlich, streckenweise sogar unterhaltsam.  Es gibt darüber hinaus interessante Hintergrundinformationen zum Beispiel darüber, warum ein A. so ist wie es ist. Allerdings wird nach meinem Geschmack das A-Wort an manchen Stellen allzu häufig verwendet.

Wenn Sie leichte und dennoch nützliche Lektüre bevorzugen, dann kann ich Ihnen dieses Büchlein nur empfehlen.

BTW: Nach dem Test weiß ich nun, was ich für einer bin. Aber ich verrate es Ihnen nicht.

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[Foto von PixelAnarchy [via pixabay], (CC0 Public Domain)]

Das Buch wurde mir freundlicherweise vom Rowohlt-Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür.

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Warum Multitasking nicht funktioniert

Dass Multitasking generell nicht funktioniert, stimmt so natürlich nicht. Allerdings gelingt es uns in der Regel nur bei hoch automatisierten Tätigkeiten, mehrere Dinge auf einmal zu tun. Gehen und gleichzeitig reden zum Beispiel. Alles, was darüber hinausgeht ist schon schwerer zu bewerkstelligen.

Mir wurde das einmal während eines Lehrgangs bei der Berufsgenossenschaft eindrücklich vor Augen geführt. Während einer auf dem Bildschirm simulierten Autofahrt sollte ein Proband gleichzeitig neben dem Fahren einige Aufgaben lösen. Diese Aufgaben waren nicht etwa außergewöhnlich, sondern orientierten sich an dem, was im Alltag eben so zu beobachten ist: Telefonieren, am Radio drehen, das Navi bedienen usw. Gleichzeitig wurde der Puls und der Blutdruck des Fahrers gemessen.

Lange Rede, kurzer Sinn: Die Vorführung hat bei mir bleibenden Eindruck hinterlassen. Auch wenn ich einen Freisprechanlage in meinem Auto habe, so versuche ich dennoch, das Telefonieren während der Fahrt tunlichst zu vermeiden. Ich kann mich eben nur auf eine Sache voll konzentrieren.

Auch Wissenschaftler bestätigen, dass Multitasking, wenn schon nicht schädlich, so zumindest ineffizient bis nutzlos ist. Laurie Vazquez hat die Erkenntnisse in einem Artikel zusammengefasst: Why Monotasking Is the New Multitasking, According to Science.
Die vielen Argumente, die Laurie aufführt, werden durch Videos von Dan Harris, Daniel Levitin und James Doty informativ illustriert.

Auch unsere Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hat sich mit dem Thema „Multitasking“ ausführlich auseinandergesetzt. Die Ergebnisse ihrer Forschung sind in der Broschüre Bitte nicht stören! Tipps zum Umgang mit Arbeitsunterbrechungen und Multitasking zusammengefasst. Sie können sie kostenlos als pdf-Datei herunterladen.

In dem o.a. Artikel von Laurie Vazquez gefällt mir das Zitat am besten:

…multitasking causes heightened mental stress, ruins memory and concentration more than smoking pot,…

Das wusste ich auch noch nicht.

BTW: Wenn Sie nicht glauben, was Nebenbeschäftigungen während des Auto fahrens anrichten können, dann überzeugt Sie vielleicht dieses (nicht mehr ganz neue) Video.

Aber Vorsicht: Es handelt sich um starken Tobak und ist nichts für schwache Nerven!

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„Nein“ sagen auf einen Blick

„Nein“ ist so ein kleines Wort und dennoch fällt es vielen Mitmenschen schwer, es zu verwenden. Sie haben oft Angst, Andere mit einen „Nein“ vor den Kopf zu stoßen, als unkollegial zu gelten oder den Eindruck zu erwecken, die eigene Arbeit nicht im Griff zu haben. Das Konzept der inneren Antreiber hilft auch nicht immer weiter. Zwar weiß man dann vielleicht, warum man nicht „Nein“ sagen kann, aber  immer noch nicht, wie man das macht.

Wenn Sie Schwierigkeiten mit dem „Nein“ sagen haben, dann hilft Ihnen vielleicht der Artikel von Barbara Davidson weiter:How to Say No at Work. Hier gibt es die dazu gehörende Infografik:

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Sind Social Media Gift für Glück und Produktivität?

Seit ich auf der letzten re:publica den Vortrag von Kati Krause gehört habe, sehe ich Social Media mit anderen Augen. Ich bin zwar kein Arzt, kann mir aber gut vorstellen, dass Facebook und Co gerade Menschen, die schon etwas angeschlagen sind, den letzten Rest geben.

Wir sehen unsere Umgebung oft mit verzerrter Wahrnehmung. Sind wir verliebt, dann ist alles um uns herum rosarot und duftet. In dunklen Stunden nehmen wir gerne die Ausschnitte wahr, die unser Leid bestätigen. Damit sind nicht nur Berichte von Leidensgenossen gemeint, sondern gerade auch die Postings der „Shiny Happy People“. Guck mal, wie ich meinen Job liebe, an welcher Strandbar in Mauritius ich jetzt sitze und vieles mehr. Kaum jemand wird auf Facebook veröffentlichen, dass er/sie gerade einsam und mit Tränen auf einem fremden Hotelbett sitzt.

Der Leser möge das nicht falsch verstehen. Es ist nichts dagegen einzuwenden, dass wir unsere Glücksmomente teilen, allerdings kann bei manchen Betrachtern auch der Schuss nach hinten losgehen.

Siddhartha S nimmt sich in einem Artikel des Themas an und stellt die Frage: Is social media killing your happiness and productivity? Er nennt Social Media eine Insel der Seeligkeit und begründet dies mit den Themen, worüber gepostet wird:

  • Beförderungen und Entsendung ins Ausland
  • Einstellung und Stellenwechsel
  • Hochzeiten und Beziehungen
  • Urlaubsberichte
  • Artikel mit prahlerischem Anstrich

Man kann sich vorstellen, wie eine derartige Überflutung positiver Nachrichten auf Menschen wirkt, die sich ohnehin gerade im Tal befinden. Der Eindruck „alle sind erfolgreich und glücklich, nur ich nicht“ wird verstärkt, der subjektive Status der Verlierers gefestigt.

Das die Produktivität unter Social Media leiden kann, begründet Siddhartha durch die

  • die Flut von Meinungen
  • die Vielzahl von Ablenkungen

Wenn ich mich richtig erinnere, nennt man das in der Nachrichtentechnik „Rauschen“. Und ja, ich finde es auch immer schwieriger aus dem Rauschen die relevanten Signale herauszufiltern.

Hier noch einmal der Vortrag von Kati Krause auf der re:publica 2016

In dem Video kommt auch Uwe Hauck zu Wort, der zu Social Media eine ganz andere Ansicht hat. Den Königsweg gibt es eben nicht.

 

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Warum weiche Faktoren oft ganz hart sind

Weiche Faktoren werden im Arbeitsleben nicht immer angemessen gewürdigt. Wahrscheinlich liegt das daran, dass Ihr Einfluss auf die Produktivität nicht mit dem MKS-System beschrieben werden kann. Das hat es mir Zeit meines Berufslebens nicht immer einfach gemacht, den Nutzen meiner Tätigkeit nachzuweisen. McKinsey & Co haben es da sicher einfacher.

Aus diesem Grund habe ich mich sehr über diese Infografik gefreut: Why Grades Aren’t Enough: How to Really Get Ahead in the Job Market. Allerdings ist sie schon sehr den amerikanischen Glaubenssätzen verhaftet. Aber urteilen Sie selbst :

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Ist E-Mail tot?

Dass E-Mail im Grunde genommen ein totes Pferd ist, von dem man endlich absteigen sollte, wird schon seit geraumer Zeit behauptet. So in einem Artikel von Lionel Valdellon: 3 Reasons Why Email is Dead. Um seine These zu unterlegen, nennt er folgende Gründe:

  1. E-Mail ist ein Push-System
    Auf Deutsch: Sie holen sich die Nachrichten nicht selbst ab, wenn und wann Sie sie brauchen, sondern Sie werden Ihnen aufs Auge gedrückt.
    Ich denke, das ist tatsächliche ein gewichtiger Grund gegen die Verwendung von E-Mails, denn dieser Umstand verführt dazu, sich ständig von eingehenden Nachrichten ablenken zu lassen. Warum das so ist, habe ich an dieser Stelle bereits beschrieben: Was das E-Mail-Programm mit einem einarmigen Banditen gemeinsam hat.
  2. E-Mail ist ein unorganisierter Aufbewahrungsort für Informationen
    Diese Einschätzung teile ich nicht. Hier kommt es ganz darauf an, wie Sie Ihr E-Mail-Programm einsetzen und die Nachrichten weiterverarbeiten. ”Know your tools”, heißt hier die Devise.
  3. E-Mail hat keinen eingebauten Arbeitsablauf
    Einspruch, Euer Ehren, und zwar gewaltig! Natürlich kann man das E-Mail-Programm mit einem Aufgabenmanager kombinieren, um einem durchdachten Arbeitsablauf zu folgen. In Outlook sind diese Funktionen sogar integriert. Wie das geht, zeigt Michael Linenberger auf eindrucksvolle Weise in seinem Buch.

Viele teilen die Ansicht von Lionel übrigens gar nicht. Jordie van Rijn zum Beispiel. Er ist so sehr von der Lebendigkeit der E-Mail überzeugt, dass er dem Thema sogar eine Website mit eigener URL gewidmet hat: Email is not dead. Dort versucht er, mit einer beeindruckenden Anzahl von statistischen Kennzahlen seine Behauptung zu untermauern. Auch finden Sie auf seiner Seite ein große Anzahl weiterführender Links, die das Thema E-Mail und ihren angeblichen Tod behandeln und zu widerlegen versuchen.

Ich habe übrigens den Titel von Jordies Website etwas verstümmelt. Eigentlich muss er heißen: “Email is not dead. But email IS changing.”

Dem schließe ich mich gerne an. Der Blick in meine Glaskugel sagt mir, dass die E-Mail nicht mehr das Kommunikationsmedium der Zukunft sein wird, aber sicher immer noch ein bedeutendes. Dies gilt insbesondere für den Informationsaustausch zwischen unterschiedlichen Organisationseinheiten. E-Mail für den internen Nachrichtenaustausch wird vermutlich deutlich an Bedeutung abnehmen. Diesen Part werden Kollaborationssysteme übernehmen.

Warten wir es ab.

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Wie Sie Ihren Koffer packen

Das ToolBlog versteht sich auch als ein Magazin für Tipps und Tricks für die Reise. Schließlich gibt es Leser, die beruflich viel unterwegs sind. Wenn Sie dazu gehören, dann ist vielleicht das folgende Video interessant. Darin wird Ihnen erklärt, wie Sie Ihren Koffer effizient packen können: 8 Packing Techniques.

Wenn Sie bewegte Bilder nicht so gerne mögen, dann können Sie auch die entsprechende Infografik als Spickzettel zu Rate ziehen

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