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Papst Franziskus über die Krankheiten der Führung

Auch wenn ich als Mitglied der evangelischen Kirche das andere Parteibuch in der Tasche trage, so muss ich doch gestehen, dass es sich für mich immer wieder lohnt, hinzuhören, wenn Papst Franziskus etwas zu sagen hat.

In einer Weihnachtsansprache Anno 2014 hat sich Papst Franziskus mit Führung beschäftigt und in dieser Rede (Predigt?) von den 15 Krankheiten der Führung gesprochen. Die Krankheiten, die er benennt, sind:

  1. Die Krankheit, sich „unsterblich“, „immun“ oder sogar „unentbehrlich“ zu fühlen
  2. Der „Martalismus“ (von „Marta“ abgeleitet), der übertriebene Fleiß
  3. Die geistige und geistliche „Versteinerung“
  4. Die Planungswut und der Funktionalismus
  5. Die schlechte Koordination
  6. Der geistliche Alzheimer
  7. Rivalität und Eitelkeit
  8. Die Krankheit der existenziellen Schizophrenie
  9. Die Krankheit des Geredes, des Gemunkels und des Tratsches
  10. Die Krankheit, den Vorgesetzten zu vergöttern
  11. Gleichgültigkeit gegenüber den Anderen
  12. Die Krankheit der Totengräbermiene
  13. Die Krankeit des Hortens

Sie sehen schon, Papst Franziskus diagnostiziert hier Krankheiten, die das ganze Spektrum des Management abdecken. Sie finden Hinweise zu persönlichem Verhalten ebenso wie zum Umgang mit den Mitmenschen, aber auch zu Projektmanagement und Selbstorganisation.

Papst Franziskus hat diese Krankheiten, ihrer Symptome und möglicher Heilung in seiner Ansprache näher erläutert (Download pdf-Datei). Natürlich nimmt er dabei stets Bezug auf die Heilige Schrift, wer wollte ihm das verübeln.

Aber selbst wenn Sie nicht viel mit Religion und Kirche am Hut haben, die Lektüre dieser Rede lohnt sich allemal. Gerade auch für die Menschen, die sich mit Arbeiten auf Augenhöhe oder New Work beschäftigen. Es steckt viel Weisheit in seinen Worten.

[via Gary Hamel in Harvard Business Review]

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Was wir von den Stoikern lernen können

Ich muss gestehen, meine Kenntnisse in der Philosophie gehen kaum über das hinaus, was ich während meiner Schulzeit im Latein- und Griechischunterricht mitbekommen habe. Allerdings muss mich das dort Gehörte sehr beeindruckt haben, denn es wirkt noch nach bis zum heutigen Tag.

Besonders beeindruckt haben mich immer die Werke der Stoiker. Leider kamen im Griechischunterricht die Urheber dieser Ideenschule etwas zu kurz, man konzentrierte sich damals in Latein eher auf die wohl berühmtesten römischen Vertreter der Stoa, Seneca und Marcus Aurelius. Nach der Schule bin ich dann irgendwann einmal über Epiktet gestolpert, der nicht viel an Menge, aber dafür viel an Gewicht hinterlassen hat. Sein Handbüchlein der Moral kann ich jedem nur wärmstens ans Herz legen.

Die Gedanken der Stoiker haben nichts an Aktualität verloren und können auch für das moderne (Wirtschafts-) Leben angewandt werden. Eric Barker gibt in seine Artikel Stoicism Reveals 4 Rituals That Will Make You Mentally Strong Tipps, wie Sie auf stoische Weise Ihren Alltag bewältigen können:

  1. Entscheiden: Was ist das Schlimmste, was passieren könnte?
    Manchmal lassen wir uns vor wichtigen Entscheidungen von Ängsten und Befürchtungen leiten. Es kann zwar nicht schaden, die Risiken abzuschätzen oft werden wir aber durch Ängste und Befürchtungen blockiert. Fragen Sie sich stattdessen, was das Schlimmste ist, was passieren könnte und weiter, wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, dass es auch tatsächlich eintritt. Ja, wenn Sie so wollen, die klassische Risikoanalyse: Tragweite mal Wahrscheinlichkeit.
  2. Misserfolg: Sie können nicht alles kontrollieren
    Wenn Sie sich über einen Misserfolg ärgern, dann bedenken Sie, dass Sie nicht alles unter Kontrolle haben können. Das soll nicht heißen, dass Sie sich in faulen Ausreden üben. Vielmehr ist dies die Bitte, mit sich selbst wertschätzend umzugehen. Sie können nicht alles im Griff haben, sonst wären Sie Gott gleich. Menschen sind nunmal fehlbar, da machen Sie keine Ausnahme.
  3. Übersicht und Detail: Beachten Sie das große Ganze
    Sie kennen sicher die Satellitenansicht von Google Maps. Schauen Sie doch einmal auf das Gebäude, in dem Sie sich gerade befinden und vergrößern Sie dann kontinuierlich den Maßstab. Sie sehen zuerst die Umgebung des Hauses, dann die Stadt, dann das Land, den Erdteil usw. Merken Sie, wie klein Sie sind? Wir sind nur ein Teil des Ganzen, das sollten wir uns immer wieder einmal bewusst machen. Nehmen wir uns also nicht so wichtig.
  4. Probleme lösen: Was würde N. N. tun?
    Sicher hat jeder von uns Menschen, deren Fähigkeiten, Leistungen oder Einstellungen er/sie sehr bewundert. Könnte dieser Mensch als Vorbild oder sogar Rollenmodell wirken? Wie haben sich bestimmte Menschen verhalten um diesen Erfolg zu haben? Wenn Sie also in einer kritischen Situation sind, hilft manchmal die Frage: „Was würde …. in dieser Situation jetzt tun?“

Diese vier Punkte sind nur ein Ausschnitt von Hinweisen der Stoiker bez. einer zufriedenen Lebensführung. Zur Vertiefung hier noch einige weitere Artikel:

Es ist immer Vorsicht geboten, wenn philosophische Gedanken aus dem Zusammenhang gerissen und zu stark vereinfacht werden. Aber vielleicht dienen der Artikel und die Linkhinweise für Sie als Anregung, sich eingehender mit dem Stoizismus zu beschäftigen. Wenn Sie dabei Ähnlichkeiten zur Achtsamkeit entdecken, dann dürften Sie nicht falsch liegen.

Für den Einstieg hilft Ihnen dabei vielleicht die Webstite des Philosophie-Professors Massimo Pigliucci: How to Be a Stoic.

Hier ein Video von Pigliucci zum Stoizismus:

 

Bücher zum Thema (Werbung)

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Wie Sie E-Mail-Signaturen erstellen

Sie alle kennen Signaturen. Als Signatur wird ein

Textabschnitt bezeichnet, der häufig am Ende von E-Mails, Usenet-Postings oder Beiträgen in Internetforen steht und Angaben zum Absender enthält. (Wikipedia)

Mit Inhalt und Gestaltung einer solchen Signatur müssen Sie sich dann nicht besonders befassen, wenn Sie Mitarbeiter eines Unternehmens sind und ausschließlich geschäftlichen E-Mail-Verkehr pflegen. Denn dann stellt Ihr Arbeitgeber vermutlich bereits eine gesetzeskonforme Signatur bereit, um die Sie nicht herumkommen. Sollten Sie selbst ein Unternehmen Ihr Eigen nennen und noch keine entsprechende Signatur verwenden, dann sollten Sie sich schleunigst darum kümmern. Welche Informationen für die einzelnen Unternehmensformen bereit gestellt werden müssen, erklärt Ihnen z. B. Bea Brünen in Ihrem Beitrag Pflichtangaben in geschäftlichen E-Mails.

Andere Personengruppen wie Privatleute oder Freiberufler haben deutlich mehr Gestaltungsspielräume. Sie können eine Signatur auch für originelle (Werbe-) Botschaften verwenden.

Wie Sie eine sinnvolle E-Mail-Signatur gestalten können, zeigt Ihnen der Artikel von Joel Lee: 7 Tips for Creating the Perfect Professional Email Signature.
Hier seine Tipps:

  1. Benutzen Sie das richtige Trennzeichen
    Viele zeitgemäße E-Mail-Programme nutzen die Signatur, um die Kontaktliste zu vervollständigen. Bei Outlook funktioniert das, indem Sie die E-Mail per Drag & Drop aus dem Lesebereich über das Modul „Kontakte“ ziehen (Bezeichnungen). Wenn Sie loslassen wird ein neues Kontaktformular geöffnet, in dem die wesentlichen Informationen bereits eingetragen sind.
    Allerdings müssen die E-Mail-Clients erkennen, wann die Nachricht aufhört und die Signatur anfängt. Dies geschieht in einem Quasi-Standard über den Trenner – – (zwei aufeinanderfolgende Bindestriche), also:
    Nachricht
    – –
    Signatur
  2. Halten Sie die Signatur einfach
    Überlegen Sie sich, welche Informationen Sie dem Empfänger tatsächlich mitteilen wollen. In der Regel soll er mit Ihnen Kontakt aufnehmen können, nicht mehr und nicht weniger. Halten Sie evtl. Werbebotschaften knapp. Auch Zitate wollen sparsam eingesetzt werden, Ich gebe zu, ich bin kein großer Fan von ihnen.
  3. Fassen Sie sich kurz
    Es gilt der Grundsatz: So wenig Zeilen wie möglich, so viel wie nötig. Vielleicht können Sie zusammengehörende Infos über ein geeignetes Trennzeichen in eine Zeile packen. z. B.
    E-Mail | Telefon | Fax
  4. Gestalten Sie die Signatur dezent
    Erinnern Sie  sich noch einmal an Punkt (2). Die Signatur soll in erster Linie dem Adressaten ermöglichen, einfach mit Ihnen Kontakt aufzunehmen. Sie ist nicht das Mittel der Wahl, um Werbung zu betreiben. Auch sollten derartige Botschaften nicht von den eigentlichen Kontaktinformationen ablenken.
  5. Verwenden Sie je nach Zweck unterschiedliche Signaturen
    Manchmal kann es sinnvoll sein, je nach Empfängergruppe verschiedenen Signaturen zu verwenden. In Outlook können Sie das bequem verschiedene Variante über den Menüpunkt „Signatur“ im Menüband anlegen, wenn Sie eine neue E-Mail schreiben.
  6. Seien Sie vorsichtig mit HTML und vCards
    Ich weiß, viele sagen etwas anderes, aber ich bleiben dabei: Ich mag HTML-Mails aus verschiedenen Gründen nicht besonders. Outlook habe ich so eingestellt, dass ich nur reinen Text senden und schreiben kann. Mir kommt es auf die Information an und nicht auf bunte Bilder. Wenn Sie Ihre Signatur mit den relevanten Informationen versehen haben, können Sie auf das Versenden einer vCard getrost verzichten.
  7. Testen Sie die Signatur mit verschiedenen E-Mail-Programmen aus
    Schauen Sie sich im letzten Schritt noch einmal an, wie Ihre Signaturen in den gängigen Programmen (Oulook, GoogleMail usw.) dargestellt werden und nehmen Sie ggf. Korrekturen vor.

Den E-Mail-Disclaimer, der von vielen Unternehmen an die E-Mail gehängt wird, können Sie sich im übrigen sparen. Warum, können Sie hier oder hier nachlesen. Mit einer Signatur hat ein solcher Disclaimer überhaupt nichts zu tun.

Postkasten Arona
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Spielen wir eine Runde agile Bullshit-Bingo!

Bullshit-Bingo (aka Buzzword-Bingo) ist ein Spiel, dass mittlerweile allen Leserinnen und Lesern des ToolBlogs bekannt sein dürfte. So manchen frustrierten Mitmenschen hat Bullshit-Bingo während langatmiger Besprechungen über die Zeit geholfen.

Bullshit-Bingo kommt nie aus der Mode, denn entsprechenden Ausdrücke wachsen quasi immer wieder nach, sie gehen nie aus.
Momentan hört man zum Beispiel an allen Ecken und Enden das Wort „agil“ in allen möglichen und unmöglichen Zusammenhängen. Klar, dass Sie einen dazu gehörenden Spielvordruck im Internet herunterladen können: Agile Bingo.

Neben diesem höchst aktuellen Template finden Sie auf der Website noch eine große Zahl Vorducke für andere Themen, etwa Click-Bait– oder Cloud Computing Bingo. Falls nicht das Richtige dabei ist, können Sie natürlich auch Ihr ganz persönliches Bullshit-Bingo gestalten und ausdrucken.

Wenn Sie das Spiel lieber in Deutsch spielen möchten, dann geht das natürlich auch. Auf bsbingo.de können Sie aus verschiedenen Themen von Besprechung über Politiker bis Marketing wählen. Sie können sogar das Format des Vordrucks bestimmen.

Nun steht einer gepflegten Runde Bullshit-Bingo nichts mehr im Wege. Viel Spaß!

BTW: Sollten Sie Bullshit-Bingo tatsächlich noch nicht kennen, dann hilft Ihnen dieses (auch schon etwas ältere) Video weiter:

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Wie Sie mit Ablenkungen umgehen

Wie wir wissen, können wir nicht fokussiert und damit effizient arbeiten, wenn wir ständig abgelenkt werden. Dass das nicht nur eine subjektive Empfindung ist, zeigen wissenschaftliche Untersuchungen z. B. über den Zeigarnik-Effekt.

Nun sind Ablenkungen nicht ausschließlich negativ zu bewerten. Manchmal sind sie schlicht und einfach Bestandteil des Jobs. Wenn ich Vertriebsmitarbeiter bin, sollte ich mich nicht über den unerwarteten Anruf eines wichtigen Kunden beklagen.

Aber um diese Ablenkungen geht es hier nicht. Vielmehr um solche, die so unnötig sind wie ein Kropf. Zum Beispiel der Anruf eines Kollegen, der Ihnen eine Frage stellt, die er mit nur geringem Aufwand selbst hätte beantworten können. Sie kennen sicher noch mehr derartige Beispiele.

Monika Kristofferson unterscheidet in ihrem Beitrag How to Deal with Distractions zwischen internen und externen Ablenkungen.

Interne Ablenkungen kommen von innen heraus, wie etwa Gedanken, Ideen oder Einfälle, die so gar nicht zu der momentanen Aufgabe passen wollen. Auch Körpergefühle gehören dazu, wie Wärme, Kälte, Hunger, Müdigkeit usw.

Externe Ablenkungen sind die, die von außen an Sie herangetragen werden: Das Bimmeln des Telefons, dann wenn Sie es nicht brauchen können. Auch unnötig empfundene Besprechungen oder das ständige Aufpoppen von E-Mails können produktives Arbeiten beeinträchtigen.

Monika schlägt für diese Ablenkungen ein paar Gegenmaßnahmen vor. Vieles wird den Lesern bekannt vorkommen, wie etwa

  • das sofortige Aufschreiben der Einfälle („Everything off your head!“)
  • das Tragen komfortabler Kleidung
  • nicht zu Meetings zu erscheinen, in denen Sie weder etwas beitragen noch etwas lernen können
  • bei Gesprächen zu stehen anstatt zu sitzen

Darüber hinaus schlägt Sie vor, sich zu verpflichten, für 96 Minuten am Tag fokussiert ohne Unterbrechungen zu arbeiten. 96 Minuten sind 20% eines 8-Stunden-Tages.

Meiner Meinung nach ist die Zugehörigkeit der Ablenkungen zu den Kategorien fließend. Sicher kommen die E-Mails von außen, die Entscheidung, ob Sie sie gerade jetzt öffnen wollen, liegt jedoch bei Ihnen. Das gleiche gilt auch für die Frage, ob Sie an einem Meeting teilnehmen wollen oder nicht (wenn es der Chef nicht angeordnet hat),

Übrigens gibt es eine interessante Erklärung dafür, warum es vielen Menschen so schwer fällt, E-Mail E-Mail sein zu lassen und eben nicht jeder aufpoppende Nachricht zu öffnen. Lesen Sie hierzu meinen Artikel: Was das E-Mail-Programm mit einem einarmigen Banditen gemeinsam hat.

Mehr über Aufmerksamkeit und Ablenkung erfahren Sie von Jean-Philippe Lachaux:

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FOMO oder Fear of Missing Out

Wie Sie sich sicher nicht erinnern werden, habe ich im ToolBlog bereits schon einmal berichtet. Fear of Missing Out bezeichnet dabei die ständige Angst, etwas Wichtiges verpasst zu haben. Ich denke, dieses Gefühl kennt jede(r). Sie können sich allerdings damit trösten, dass Sie immer irgendwo irgendetwas verpassen, denn Sie können schließlich nicht überall sein. Wenn diese Angst Sie allerdings zu beherrschen beginnt, dann kann FOMO sogar Ihrer psychischen Gesundheit schaden.

Zu FOMO gibt es eine schöne Infografik, auf die ich dieser Tage gestoßen bin. Sie beschreibt die möglichen negativen Effekte von FOMO:

  • Negative Auswirkungen auf soziale Kontakte
  • Schlafstörungen
  • Angst und Stress bis hin zu depressiven Verstimmungen

Sehen Sie selbst:
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Womit Leute ihre Zeit vergeuden

Ab und zu frage ich die Teilnehmer in meinen Workshops, was sie als unnütze Zeitverschwendung betrachten. Ich habe die Antworten zwar nicht statistisch ausgewertet, aber hier ist die ewige Bestenliste als Mind-Map:

Die Autoren von OfficeTime haben eine hübsche Infografik mit ihren Top 10 Time Killers veröffentlicht. Die Grafik ist aber auch noch aus einem anderen Grund interessant. Wenn Sie weiter nach unten scrollen, dann finden Sie ein Ablaufschema, mit dem Sie bestimmen können, welcher Typ von Aufschieber Sie sind. Die Typisierung scheint immerhin wissenschaftlich abgesichert zu sein. Noch weiter unten gibt es ein paar Tipps, wie Sie mit den Zeitfressern umgehen können.

BTW: Mein geschätzter Kollege Wolfgang Hamm mag den Ausdruck „Zeitdiebe“ gar nicht. Warum, erläutert er in seinem Beitrag Zeitdiebe kann man nicht fangen – eine Polemik.

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Wie Sie sich vor der Hitze schützen

Auch wenn es heute etwas kühler zu sein scheint, die nächste Hitzewelle kommt bestimmt. Ich muss gestehen, die Temperaturen gestern haben mir sehr zu schaffen gemacht, zumal ich ohnehin leider einen labilen Kreislauf habe.

Falls Sie auch unter der Hitze stöhnen, dann empfehle ich Ihnen den umfangreichen Artikel der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA): Empfehlungen für heiße Sommertage in Arbeitsstätten. In diesem Beitrag können Sie sich umfassend informieren über:

  • Die Rechtslage (kommt in Deutschland immer zuerst)
  • Abkühlung und Schutz vor Überwärmung
  • Personenbezogene Maßnahmen und Verhalten
  • Schutz vor UV-Strahlung, sollten Sie im Freien arbeiten

und einiges Anderes mehr.

Der Artikel ist Bestandteil der Broschüre „Gesundes Klima und Wohlbefinden am Arbeitsplatz“, die Sie als pdf-Datei kostenlos herunterladen können.

Es lohnt sich im übrigen, die o.a. Website ganz nach unten zu scrollen. Sie finden dort nämlich Links zu kostenlosen Informationen zum Herunterladen wie

  • Sommerhitze im Büro – Hinweise und Tipps für die heißen Tage (pdf-Datei)
  • Hitzebeanspruchung und Leistungsfähigkeit in Büroräumen bei erhöhten Außentemperaturen (pdf-Datei)
  • Wirksamkeit von mobilen Klimageräten (pdf-Datei)
  • Sonnenbrillen – Sicherer Sonnenschutz für die Augen Faltblatt (pdf-Datei)

Es gibt sogar ein „Handbuch der thermischen Behaglichkeit – Sommerlicher Kühlbetrieb -“ (pdf-Datei).

Mit diesen Informationen sind Sie mehr als ausreichend in der Lage, der nächsten Hitzewelle wirksam zu begegnen. Das einzige Problem: Bis Sie das alles gelesen haben, ist es bereits Herbst oder sogar Winter.

[Foto von JuliaFalkner [via pixabay], (Pixabay-Lizenz)]

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Tipps für den Weg zur Arbeit

Dieser Tage wurde vermeldet, dass Deutschland einen „Pendler-Rekord“ (FAZ online) zu verzeichnen habe. Auch Spiegel online und die Tagesschau berichteten darüber. Man mag sich fragen, ob dies der Preis für die hohe Flexibilität ist, die von Politik und Wirtschaft immer wieder von den Arbeitnehmer gefordert wird.

Nun ist das ToolBlog kein politisches Magazin und ich bin auch nicht der Experte, der Ursache und Wirkung der ganzen Pendelei sachgerecht kommentieren könnte. Wenn Sie allerdings lange Strecken zu Ihrem Arbeitsplatz zurückzulegen haben, gibt es ein paar Hinweise, wie Sie diese Zeit sinnvoll nutzen können. Allen Henry zeigt Ihnen in seinem Beitrag Top 10 Ways to Improve Your Daily Commute wie:

  1. Hören Sie Hörbücher oder Podcasts
    Podcasts sind aus meinem Leben nicht mehr wegzudenken. Ich bevorzuge dazu die Beiträge der öffentlich-rechtlichen Radiosender. Eine Übersicht über die erhältlichen Podcasts finden Sie zum Beispiel hier oder hier. Wenn Sie Hörspiele bevorzugen, dann schauen Sie doch einmal beim WDR-Hörspiel-Speicher vorbei.
  2. Entdecken Sie neue Musik
    Zu diesem Zweck nutze ich Spotify. Dort bekommen Sie auch Vorschläge über Musik, die Ihrem Geschmack entsprechen. Allerdings besteht hier die Gefahr, im „eigenen Saft zu schmoren“. Deshalb schaue ich mir öfters die Playlists der Rundfunkanstalten an und höre die Musik auf dem Smartphone nach.
  3. Nehmen Sie die Zeit für sich selbst
    Lesen Sie ein interessantes Buch, lernen Sie eine Fremdsprache oder beschäftigen Sie sich mit Ihrem Hobby.
  4. Machen Sie langsam
    Ich bin immer wieder überrascht, wie manchen Mitmenschen morgens zur Arbeit hetzen. Manche nehmen in ihrer Eile sogar die Möglichkeit von Unfällen in Kauf. Nehmen Sie sich ausreichend Zeit. Eine Viertelstunde früher aufzustehen kann schon Wunder wirken.
  5. Lassen Sie den Tag Revue passieren
    Sie können dies sowohl auf der Hinfahrt als auch auf der Rückfahrt tun. Was ist heute zu tun bzw. wie ist der Tag gelaufen?
  6. Fahren Sie einmal auf einer anderen Strecke zur Arbeit
    Es schadet nicht, mehrere Strecken zum Arbeitsplatz zur Auswahl zu haben. Sie sollten öfter einmal die Route wechseln, das bringt Abwechslung. Manchmal kommt man auch auf „Schleichwegen“ besser zur Arbeit als auf den üblichen Strecken.
  7. Nutzen Sie die Zeit für neue Ideen
  8. Schalten Sie total ab
    Bei mir sind (7) und (8) eng miteinander verbunden. Im Zug schaue ich oft einfach aus dem Fenster und betrachte die Landschaft. Beim Tagträumen hatte ich oft schon die besten Ideen.
  9. Meditieren Sie
    Als geneigter ToolBlog-Leser wissen Sie, dass ich überzeugter Anhänger der Meditations-Praxis bin. Warum nicht auch die Fahrt vom/zum Arbeitsplatz dazu nutzen? Glauben Sie mir, es geht!
  10. Überlegen Sie, wie Sie die Zeit fürs Pendeln verkürzen können
    Denken Sie grundsätzlich einmal darüber nach, wie Sie das Pendeln komplett vermeiden oder zumindest verkürzen können, z. B. durch Telearbeit oder durch einen geeigneten Wohnort (denn auch Pendeln kostet Geld und Ressourcen).

Sie haben sicher schon bemerkt, viele der o.a. Tipps funktionieren nur, wenn Sie öffentliche Verkehrsmittel benutzen. Meditation im Auto geht eben schlecht.

Übrigens fahren immer mehr Leute mit dem Fahrrad zur Arbeit. Man ist an der frischen Luft kommt auf andere Gedanken und sorgt für die körperliche Grundinstandhaltung.

Die Vorteile des Fahrrads gegenüber dem Auto fasst diese Infografik zusammen.
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Achtsam arbeiten!

Kennen Sie das auch? Sie kommen abends von der Arbeit nach Hause und fragen sich, was Sie eigentlich den ganzen Tag gemacht haben. Dennoch sind Sie abgekämpft und wieder einmal ist der Tag geradezu in Windeseile an Ihnen „vorbeigerauscht“.
Dies rührt daher, dass wir uns während des Arbeitstages meistens im Autopilot-Modus befinden, wie der Achtsamkeitslehrer Shamash Alidina meint.

Dem Autopilot-Modus können Sie den Modus der achtsamen Aufmerksamkeit entgegen setzen. Wie das geht, zeigt Ihnen Shamash Alidina in seinem Artikel: 10 Ways to Be More Mindful at Work. Seine Tipps:

  1. Seien Sie bewusst im Hier und Jetzt
    Halten Sie einen Moment inne, bevor Sie an die Aufgabe gehen. Machen Sie sich den Zweck der Aufgabe klar und nehmen Sie mit allen Sinnen wahr, wo Sie sich gerade befinden.
    Widmen Sie auch den kleinen alltäglichen Tätigkeiten Ihre volle Aufmerksamkeit.
  2. Machen Sie kurze Achtsamkeitsübungen zwischendurch
    Sie können sich von dieser Anleitung inspirieren lassen, wenn Sie möchten:
  3. Konzentrieren Sie sich auf lediglich eine einzige Aufgabe
    Fokussierung heißt das Zauberwort. Wenn Sie gleichzeitig an andere Tätigkeiten denken, sind Sie abgelenkt und damit unkonzentriert. Das sabotiert die Effizienz.
  4. Benutzen Sie Erinnerungshilfen zur Achtsamkeit
    Damit Sie nicht vor lauter Betriebsamkeit die Achtsamkeitsübungen vergessen, verwenden Sie irgendein Hilfsmittel, das Sie daran erinnert. Es gibt eine Menge Apps für so etwas. Aber es reicht auch schon, sich eine Erinnerung auf dem Smartphone zu setzen.
  5. Fahren Sie das Tempo herunter um dann wieder Gas geben zu können
    Denken Sie auch an die Pausen. Sie müssen die Batterien auch wieder laden, damit Sie zum rechten Zeitpunkt Energie abgeben können.
  6. Verbünden Sie sich mit dem Stress
    Stress hängt sehr stark davon ab, wie wir über eine bestimmte Tätigkeit denken. Fragen Sie sich, ob eine Tätigkeit tatsächlich mit negativen Stress verbunden ist oder ob es auch andere Sichtweisen geben könnte. „Umdeutung“ oder „Reframing“ sagen die Fachleute dazu.
  7. Empfinden Sie Dankbarkeit
    Schreiben Sie doch einmal auf, für was Sie dankbar sein können und auch sind. Oft vergessen wir dabei Wesentliches, weil es uns einfach selbstverständlich erscheint.
  8. Kultivieren Sie Bescheidenheit
    Überprüfen Sie selbstkritisch Ihre Erwartungen an sich selbst und an andere. Und bedenken Sie immer, das Sie die Wahrheit nicht gepachtet haben, sondern es auch andere berechtigte und begründbare Sichtweisen gibt.
  9. Akzeptieren Sie, was Sie nicht ändern können
    Akzeptanz ist ein wichtiger Bestandteil der Achtsamkeit. Dinge ständig zu hinterfragen, die wir nicht ändern können, führt zur Verbitterung.
    Aber unterschätzen Sie Ihren eigenen Einfluss nicht. Und manchmal muss man auch einfach die Konsequenzen ziehen und loslassen können.
  10. Entwickeln Sie eine wachstumsorientierte Denkweise
    Denken Sie nicht in Beschränkungen, sondern in Möglichkeiten. Lassen Sie Ihren Geist wachsen. Ich halte es da mit Heinz von Foerster: „Handle stets so, dass die Anzahl der Wahlmöglichkeiten größer wird!“

Mir hat in diesem Zusammenhang gut gefallen, was der Philosoph und Kaiser Marcus Aurelius gesagt hat:

Einsamkeit suchen die Menschen auf ländlichen Fluren, am Meeresufer, in den Bergen. Doch einer wie beschränkten Ansicht entspringt dieser Wunsch! Kannst du dich doch, sooft du nur willst, in dich selbst zurückziehen. Gibt es doch nirgends eine stillere und ungestörtere Zufluchtsstätte als die Menschenseele.

Shamash Alidina hat ein Buch zur Achtsamkeit im Beruf geschrieben, das ich wärmstens empfehlen kann: Achtsamkeit im Beruf für Dummies.

BTW: Es gibt zu dem Artikel auch eine schöne Infografik. Sehen Sie selbst:

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