Kategorie-Archiv: WorkLife

Trainieren Sie Ihr Affenhirn!

Nein, ich wollte Sie mit dieser Überschrift wirklich nicht beleidigen. Es geht um etwas anderes. Oft bekomme ich in meinen Workshops Sätze zu hören wie:




  • Vieles schwirrt mir im Kopf herum
  • Ich möchte endlich einmal meinen Kopf frei bekommen
  • Alles wächst mir über den Kopf

Ich denke, derartige Sprüche kennen Sie auch. Die Buddhisten sagen, die “Gedanken springen wie Affen von Baum zu Baum”. Damit beschreiben sie, dass unsere Gedanken nie stillzustehen scheinen.

Nun ist der Irrglaube weit verbreitet, Meditation diene dazu, die Gedanke quasi “abzustellen”. Dem ist mitnichten so, wie uns Mingyur Rinpoche in dem folgenden Video erklärt.

Ich selbst versuche mich seit mittlerweile 5 Jahre im Meditieren. Nahezu täglich eine halbe Stunde. Meditation hat mein Leben verändert und ist aus meinem Leben nicht mehr wegzudenken. Falls Sie einen Einstieg suchen, dann schauen Sie doch einmal im entsprechenden Abschnitt (Achtsamkeit) meiner Büchertipps nach.

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"Erfolg von Strategieprojekten" – Einladung zu einer explorativen Studie (Gastbeitrag)

Christian Fischbach vom Lehrstuhl für allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Controlling an der Friedrich-Schiller-Universität Jena betreut eins Studie, zu der er die Leserinnen und Leser des ToolBlogs einladen möchte. Er wird uns auch an dieser Stelle über die Fortschritte der Forschungsarbeit auf dem Laufenden halten. Hier sein erster Beitrag:

Die Veränderungen der heuten Zeit werden meist mittels Projekten in die Unternehmen getragen. Insbesondere strategische Projekte erzeugen mitunter einschneidende Eingriffe in die Entwicklung des betroffenen Unternehmens. Obwohl von hoher Bedeutung, sind die Wirkweise und die Erfolgsbeurteilung von Strategieprojekten, insb. auch mit externer Beraterunterstützung, nicht abschließend geklärt.

Wann sind Strategieprojekte erfolgreich und wie kann man den Erfolg messen?
Welche Ursachen hat der Erfolg von Strategieprojekten?
Was können wir praktisch daraus lernen?

Mit diesen Fragen beschäftigt sich deshalb eine Studie der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

In unregelmäßigen Abständen werde ich an dieser Stelle über dieses Vorhaben berichten. Heute möchte ich Sie zu einer kurzen Vorerhebung zur Spezifizierung des Untersuchungsraums (3 Minuten) einladen.

Anbei der Link:

https://www.soscisurvey.de/Erfolgsv/

Auch werden noch Teilnehmer für Experteninterviews gesucht. Am Ende der Umfrage besteht die Möglichkeit, sich hierfür zu melden.

Die Beantwortung ist selbstverständlich anonym. Eine Verwendung der gewonnenen Daten und Ergebnisse erfolgt nur zu wissenschaftlichen Zwecken.

Mit Ihrer Teilnahme an der Vorerhebung würden Sie mir einen sehr großen Gefallen tun.

Vielen Dank und liebe Grüße
Christian Fischbach

Also, dann nichts wie los! 🙂

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Die Prinzipien der menschlichen Dummheit

Wenn es um menschliche Dummheit geht, wird immer wieder gerne Albert Einstein zitiert:

Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.




Ich kenne keinen, der dieses Zitat nicht unterschreiben würde. Wir alle setzen dabei ein gemeinsames Verständnis von Dummheit voraus. Kann man dies tatsächlich oder wäre es vielleicht nicht angebracht, erst einmal zu definieren, was man unter Dummheit versteht?

Gunther Dueck hat auf der re:publica 2015 in seinem Vortrag über Schwarmdummheit Carlo M. Cipolla erwähnt, der in seinem Essay “Allegro ma non troppo”  eine interessante Definition der menschlichen Dummheit versucht hat. Cipolla benutzt dazu die Vier-Felder-Darstellung, die Ihnen sicher aus anderen Zusammenhängen bekannt ist.

Dummheit

Es handelt sich um zwei Partner, die interagieren (Geschäft, Deal o.ä.). Wir nehmen einmal an, Hinz ist der Handelnde, Kunz muss die Konsequenzen tragen. Dann haben wir vier Möglichkeiten:

  1. Hinz und Kunz haben beide einen Vorteil (oben rechts)
    Dann hat Hinz intelligent gehandelt, denn beide haben etwas davon.
  2. Hinz hat einen Vorteil, Kunz trägt den Nachteil (unten rechts)
    Hinz hat wie ein Bandit gehandelt, denn er hat sich einen Vorteil verschafft, indem er Kunz schadet.
  3. Hinz handelt zu seinem Nachteil und Kunz profitiert davon (oben links)
    Hinz zeigt sich unbedarft (naiv?), denn er hat sich selbst geschadet und Kunz trägt den Nutzen davon.
  4. Hinz schadet sich selbst ohne dem Kunz zu nutzen, oder noch schlimmer:
    Hinz schadet sich und dem Kunz (unten links)
    Das ist Dummheit, denn hier hat niemand etwas davon.

Cipolla erklärt in seinem lesenswerten Essay das Diagramm genauer und schildert die Konsequenzen in aller Tiefe. Besonders verstörend ist sein Befund:

Der dumme Mensch zählt zu den gefährlichsten Menschen,
die es gibt.

Nun wissen wir ja, dass (frei nach Sartre) “die Dummen die Anderen sind.” Wie oben schon gesagt, jeder wird das Zitat von Einstein unterschreiben, aber niemand sich in irgendeiner Weise angesprochen fühlen. Die Definition von Cipolla mag vielleicht zu einer besseren Selbsterkenntnis verhelfen. Wir sollten vor unseren Handlungen überlegen, in welchen der vier Quadranten wir landen werden, wenn wir sie ausführen.

Einige Befürworter des Brexit haben dies offensichtlich nicht getan (nur mal so).

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Wie glücklich sind Sie in Ihrem Beruf?

Wenn Sie einmal eine Visualisierung Ihrer Arbeitszufriedenheit sehen möchten, dann schauen Sie sich doch einmal das Triangle of Happiness an. Hierbei handelt es sich um eine kleine Spielerei, mit der Ihre Arbeitszufriedenheit als Dreieck mit den Eckpunkten Einkommen, Kollegen und Arbeit selbst dargestellt wird.

Zum Erstellen Ihres persönlichen Dreiecks geben Sie mittels Schiebereglern an, wie zufrieden Sie mit den o.a. Elementen sind und wie hoch sie diese gewichten. Auf Knopfdruck bekommen Sie dann Ihr Dreieck samt einer kurzen Erklärung angezeigt.

Wie gesagt, es handelt sich um eine schöne Spielerei, allzu ernst sollten Sie das Diagramm wahrscheinlich nicht nehmen. Aber wer weiß, vielleicht kann es als Ausgangspunkt für weitergehende Überlegungen dienen.

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Schreiben Sie klare Betreffs, bitte!

In Deutschland gibt es für nahezu alle Bereiche des täglichen Lebens ein Gesetz, eine Vorschrift, eine Regel oder zumindest eine Norm. Glauben Sie nicht unseren Politikern, die in diesem Zusammenhang immer mit dem Finger auf Brüssel zeigen. Das war bei uns schon immer so. Um bürokratischen Wildwuchs zu erzeugen, brauchen wir keine EU, das können wir schon selber.

Dabei soll aber nicht verschwiegen werden, dass manche Normen durchaus von großem Nutzen sind. Die DIN 5008 ist ein solche Norm. Sie “legt Schreib- und Gestaltungsregeln für die Textverarbeitung fest” (Wikipedia). Sie merken schon, es geht hier um Geschäftsbriefe. Wie ein solcher normierter Geschäftsbriefbogen aussehen sollte, zeigt Ihnen eine eigene einschlägige Website.

Für besonders nützlich in einem Geschäftsbrief halte ich die Betreffzeile. Sie sollte so kurz wie möglich sein und dem Leser auf einem Blick darüber informieren, worum es in dem Schreiben überhaupt geht.

Während sich die meisten Briefeschreiber in der Geschäftswelt daran halten, ein aussagekräftiges und kompaktes Betreff zu schreiben, ist dies bei Betreffzeilen von E-Mails oft nicht der Fall. Und das, obwohl es sich oft um die gleichen Personen handelt, die da schreiben.

Dabei ist ein aussagekräftiges Betreff bei E-Mails mindestens genauso sinnvoll wie bei Briefen, wenn nicht sogar noch wichtiger. Denn bei der großen Menge von E-Mails, denen viele Empfänger ausgesetzt sind, ist es geradezu überlebenswichtig, schnell zu erfassen, um was es geht, wenn man nicht in der E-Mail-Flut absaufen will. Zudem unterstützen auch die meisten E-Mail-Programme durch ihr Layout das schnelle Erfassen (“Screening”) der Betreffzeilen.

Wenn Sie schon die Absender nicht dazu bringen können, vernünftige E-Mails zu schreiben, dann gehen Sie wenigstens mit gutem Beispiel voran. Versetzen Sie sich in die Rolle des Empfängers. Was muss in den Betreff, damit er entscheiden kann, ob etwas und wenn ja, was mit der E-Mail zu tun ist?

Sean Blanda empfiehlt dem eigentlichen Betreff bestimmte fest definierte Kürzel voranzustellen: 5 Prefixes You Should Be Using in Your Email Subject Lines. Im amerikanische Sprachraum sind dies:

  • FYI: For your information
  • Urgent: Dringend (echt jetzt!)
  • EOM: End of Message
  • NRN: No Reply Needed
  • NFA: No Further Action

Ich weiß nicht, ob wir bei uns solche Kürzel schon einmal in Gebrauch hatten. Wenn ja, dann konnten sie sich nicht durchsetzen. Schade eigentlich. Sie würden den E-Mail-Verkehr und vor allem die Weiterverarbeitung der Nachrichten erheblich vereinfachen.

Allerdings können Sie auch bei uns einen entsprechenden Hinweis dem Betreff voranstellen, z.B.

  • Nur zur Ihrer Information
  • Bitte um Entscheidung
  • Bitte um Rückruf usw.

Um die Arbeit zu vereinfachen, können Sie sich dafür zum Beispiel Textbausteine und Tastaturkürzel zurechtlegen.

Denken Sie einmal darüber nach, Ihre Korrespondenzpartner werden es Ihnen danken!

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[Foto von 422737 [via pixabay], (CC0 Public Domain)]

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Wie Sie Ihr Pausenbrot richtig einpacken

Wenn ich die letzten Jahre Revue passieren lassen, dann muss ich sagen, dass sich in den Kantinen unserer Unternehmen viel getan hat. Ich mag gar nicht an das Angebot während meiner Lehrzeit denken, da schüttelt es mich jetzt noch.

Aber auch, wenn die Werksküchen mittlerweile gesundes und schmackhaftes Essen anbieten, so ziehen es doch viele Mitarbeiter vor, das eigene Pausenbrot mitzubringen. Im Internet gibt es sicher eine ganze Menge von Beschreibungen, was auf ein ordentliches Pausenbrot drauf muss, Elana Carlson geht es in ihrem Artikel darum, wie man es richtig verpackt: How to Wrap a Sandwich.

Es gibt noch eine andere Methode. Man nehme eine massive Brotbüchse. Dann bleibt die Stulle ebenfalls frisch und zerquetscht wird auch nichts. Allerdings trägt das Teil mehr auf.

[Foto von Ken Boyd [via pixabay], (CC0 Public Domain)]

[via Lifehacker]

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Tagen in der JuHe? Warum eigentlich nicht?

Ich gebe zu, als mir ein Kunden vor einigen Jahren vorschlug, ein Strategiemeeting in einer Jugendherberge zu moderieren, habe ich, ob merklich oder nicht, weiß ich nicht mehr, die Stirn gerunzelt. Mir gingen sofort Erlebnisse meines Landschulheimaufenthaltes durch den Kopf, Zimmer mit Mehrfachbelegung und Stockbetten, Küchendienst und strenge Herbergseltern in kurzen Hosen, die grimmig darauf achteten, dass keine Regel übertreten wurde.

Ich wurde eines besseren belehrt. Der Workshop damals in der Jugendherberge in Bingen am Rhein war ein voller Erfolg. Dies lag nicht zuletzt an dem großzügigen hellen Tagungsraum mit Blick auf den Rhein, ausgestattet mit allem, was das Moderatorenherz begehrt.

Mittlerweile hat das Deutsche Jugendherbergswerk (DJH) sein Angebot ausgeweitet. Es gibt sogar eine eigene Übersicht im Netz, auf der man sich ausführlich über das Tagungsangebot informieren kann.

Auch die Jugendherberge in Überlingen bietet Räumlichkeiten für Seminare, Tagungen und Workshops an. Das DJH lud mich ein, mir selbst ein Bild von den Tagungsmöglichkeiten im Martin-Buber-Haus in Überlingen zu machen.

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Das Wichtigste gleich vorweg: Auch in Überlingen kann man hervorragend tagen. Das Haus wurde erst vor wenigen Monaten komplett renoviert. Schön ist es geworden, modern, aber nicht steril, großzügig und doch nicht ungemütlich. Hier die Fakten:

Anreise
Die Jugendherberge ist mit dem Auto über die Singener Autobahn und die B31 gut zu erreichen. Auch die Anreise mit dem ÖPNV ist kein Problem, der nächste Bahnhof ist nur 300 m entfernt.

Lage

Über den Bodensee braucht sicher nichts zu erzählen. Die Jugendherberge liegt oberhalb des Sees fußläufig zu erreichen ist. Die meisten Zimmer haben Seeblick.
Die Umgebung bietet einiges: Die Pfahlbauten, Schloss Salem, Schiff fahren u.v.m.

Tagungsräume
Das Haus bietet fünf Tagungsräume, die unterschiedlich bestuhlt werden können. Mit einem atriumartigen Innenhof und einer großzügigen Lobby und zwei Präsentationsräumen im obersten Stockwerk (Seeblick!) gibt es genug Möglichkeiten für Teilnehmer, sich für Kleingruppenarbeit zurückzuziehen.

Alle Räume sind tagungstechnisch voll ausgestattet. Es gibt überall fest installierte oder flexible Datenprojektoren, Flipcharts, eine Tonanlage und ein Rednerpult, wenn man so etwas braucht. Was noch fehlt, sind Pinnwände. WLAN ist überall vorhanden, wird aber von einem externen Anbieter kostenpflichtig bereitgestellt. Eine Lösung, mit der ich nicht immer gute Erfahrungen gemacht habe.

Unterkunft
Die Zimmer entsprechen dem Standard, wie er für eine moderne Jugendherberge üblich ist. Auf Anfrage können die Mehrbettzimmer natürlich auch einzeln belegt werden, wenn nicht gerade sommerliche Hochsaison herrscht. Auch Zimmerservice ist auf Anfrage möglich.

Verpflegung
Wenn Sie in einer Jugendherberge fade Kost befürchten, dann liegen Sie hier völlig falsch. Das Essen braucht den Vergleich mit einer Hotelküche nicht zu scheuen. Es hat außerordentlich gut geschmeckt. Und das Frühstück war vom feinsten, wenn da noch Wünsche offen bleiben, dann weiß ich auch nicht. Ein Kompliment an die Küche!

Rahmenprogramm

Das Martin-Buber-Haus bietet eine Fülle von Pauschalprogrammen, von der Weinprobe bis hin zur Vermittlung von Outdooraktivitäten. Geocaching oder Floßbau sind Aktiviäten, die manches Training gut ergänzen können. Es ist auch möglich, Programme aus Einzelbausteinen zusammenstellen zu lassen.

Ich könnte mir gut vorstellen, Seminare, Tagungen oder Konferenzen im Martin-Buber-Haus durchzuführen. Beeindruckt haben mich die hohe Flexibilität der Mitarbeiter mit der Bereitschaft, auch auf individuelle Wünsche einzugehen.
Ein paar Dinge sind noch zu erledigen. So ist ein zusätzlicher Seminarraum in Arbeit, der auch größere Gruppen aufnehmen kann. Auch Pinnwände sollten noch angeschafft werden. Sie gehören heute zur Standardausstattung von Tagungsstätten.
Eine Einschränkung gibt es doch. Ich persönlich halte das Haus für die Anwendung von Großgruppenmethoden wie OpenSpace oder Barcamps aufgrund des baulichen Zuschnitts für eher weniger geeignet.

Ein Nachsatz: Mit einer „Herberge“, wie ich sie noch von meiner eigenen Jugend her kenne, hat das Martin-Buber-Haus nun wirklich nichts mehr zu tun. Dennoch ist es von der Philosophie her immer noch eine Jugendherberge und so werden Sie in der Regel auf Jugendgruppen und Familien treffen. Wen das nicht stört, der kann hier gut und günstig tagen. Und so nutzen auch immer mehr Firmen das Tagungsangebot des Hauses.

Das Deutsche Jugendherbergswerk (DJH) ist Partner des Artikels, ich möchte mich an dieser Stelle noch einmal für die Einladung ins Martin-Buber-Haus in Überlingen herzlich bedanken.

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Benehmen Sie sich!

Man kann über Benimmregeln denken wie man will, aber oft vereinfachen Sie durch eine Art gemeinsamer Code die Kommunikation zwischen uns Menschen. Nun gibt es viele Leute, die meinen, Etikette sei verstaubt und lediglich ein Ausdruck gesellschaftlicher Zwänge. Ich möchte mich in diese Diskussion nicht einmischen, glaube aber, dass es das Zusammenleben enorm vereinfacht, wenn man sich an gewisse Regeln hält. Es macht einfach keinen Sinn, eine Präsentation beim Kunden in kurzen Hosen und Flip-Flops zu halten, wenn die Zuhörerschaft einen gedeckten Anzug trägt. Sicher, der Redner kann mit diesem Auftreten damit rechnen, bei den Anwesenden lang im Gedächtnis zu bleiben. Fragt sich nur, auf welche Weise.

Die Beachtung gemeinsam akzeptierter Codes ist eine wichtige Voraussetzung für eine gemeinsame Wellenlänge oder den Rapport, wie die Fachleute sagen. Dass es hierbei kulturelle Unterschiede gibt, steht außer Frage. Nicht umsonst werden zukünftige Expats in den Benimmregeln des zukünftigen Gastlandes geschult, um den Einstieg für beide (!) Seiten zu erleichtern.

Benimmregeln sind nicht statisch, sondern ändern sich mit der Zeit. Deshalb ist es sinnvoll, sich ab und zu auf den Stand der Dinge zu bringen. Das gilt insbesondere für Berufsanfänger, die oft genug erst mit dem Eintritt in das Arbeitsleben mit Umgangsformen konfrontiert werden. (Das klingt vielleicht hart, ist aber so.)

Genau für diese Zielgruppe hat Susanne Beckmann ihr Buch verfasst: #Benehmen: Aktuelle Umgangsformen für Berufseinsteiger.

Das Buch bringt Benehmen auf den Punkt. Schnörkellos, kurz und knapp bringt es die Leser auf den aktuellen Stand hinsichtlich:

  • Optik (persönliches Erscheinungsbild)
  • Umgang mit anderen Menschen
  • Direkter und indirekter Kommunikation
  • Unterwegs beim Kunden und auf Messen
  • Esskultur und Tischsitten

Das Buch ist knapp geschrieben, deckt aber dennoch die wesentlichen Herausforderungen ab, vor denen Berufsanfänger (und nicht nur die) im gesellschaftlichen Umgang gestellt werden. Der Umgang mit Visitenkarten wird genauso behandelt wie das Verhalten im Small Talk.

Bleibt die Frage: Muss man sich um all diese Konventionen scheren? Nein, das muss man vermutlich nicht und die Welt ist voll von Menschen, die es auch ohne dieses ganze Benimmgedöns „geschafft“ haben. Allerdings hätten Sie es vielleicht einfacher haben können, wenn sie sich an ein paar Regeln gehalten hätten. So schwer ist das nun auch wieder nicht.

BTW: Untrennbar verbunden sind Verhaltensregeln mit dem Namen Freiherr Adolph Franz Friedrich Ludwig Knigge. Leider wird das Werk dieses Mannes auf Regeln wie „man den Löffel zum Mund führt“ und ähnliches reduziert. Sein Buch „Über den Umgang mit Menschen“ geht darüber aber weit hinaus. Vielmehr handelt es davon, wie man generell mit Menschen umgehen sollte. Es lohnt sich allemal, einen Blick hinein zu werfen. Sie können es für 0,99 € für Ihren Kindle erwerben.

BTW/2: Offenbar gibt es momentan Schwierigkeiten, das Buch von Susanne Beckmann über Amazon zu erwerben. Sie können es auch über die Website der Autorin erhalten (Link). Dort finden Sie auch weitere Informationen und ein nettes Quiz, wo Sie überprüfen können, wo Sie benimmtechnisch gerade stehen.

[Foto von Nenad Maric [via pixabay], (CC0 Public Domain)]

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Tipps zum Geld sparen

Wie die geneigten Leser wissen, schaue ich immer wieder fasziniert auf die Anhänger der Minimalismus-Bewegung. Vor allem auf die, die diesen Ansatz nicht nur predigen, sondern auch leben. Leo Babauta ist so einer. Besonders inspiriert hat mich jedoch Jacob Lund Fisker und sein Buch “Early Retirement Extreme”. 

Dabei ist der Ausdruck “Retirement” etwas irreführend. Tatsächlich geht es gar nicht um den Ruhestand. Vielmehr geht es darum, sich den Zwängen unnützen Konsums zu entziehen, um mit der gewonnenen Freiheit das zu tun, was man gerne möchte. Freiheit, die man dadurch gewinnt, nicht das Geld verdienen zu müssen, um all die Bedürfnisse befriedigen zu können, die man zu haben glaubt, getreu nach dem Motto:

Der größte Reichtum ist die Armut an Bedürfnissen.

Choo Woon Lim gibt in seinem/ihrem Artikel Tipps, wie wir im Alltag durch kleine Maßnahmen Geld sparen können: Top 10 life hacks for your wallet. Hier sind sie (Bemerkungen von mir):

  1. Kochen Sie zu Hause
    Stimmt. Das auswärts Essen geht ordentlich in die Kasse. Und wenn das Essen billig ist, dann taugt es meistens nichts. Für mich ist das Essen im Restaurant etwas Besonderes. Ich genieße es ganz bewusst und dann darf es ruhig auch etwas kosten, wenn die Qualität stimmt.
  2. Verfolgen Sie Ihre Einnahmen und Ausgaben
    Es ist immer wichtig zu wissen, wo das Geld “rausgeht”, wie der Schwabe sagt. Bedienen Sie sich dazu eines Haushaltsbuchs. So etwas können Sie hier, hier oder hier beziehen. Kostenlos, aber garantiert nicht umsonst.
  3. Achten Sie auf Angebote
    Passen Sie auf. Angebote sind nicht immer Angebote. Manchmal sind sie auch nur ein Trick, noch mehr vom gleichen abzusetzen. Sie wissen schon “Kauf 2, nimm 3”, obwohl 1 schon mehr als genug ist.
  4. Brauen Sie Ihren Kaffee selbst
    Im Gegensatz zu Italien, wo es den köstlichsten Kaffee für einen Appel und ein Ei gibt, ist das Kaffee trinken in Deutschland wirklich teuer. Meistens schmeckt er auch nicht. Wie im Fußball können die Deutschen die Italiener auch im Kaffee zubereiten nicht schlagen. Also sparen Sie sich das Geld und trinken Sie Ihren Kaffee zuhause. Das ärgert zwar Starbucks & Co, entlastet aber Ihren Geldbeutel.
  5. Kaufen Sie größere Mengen zum günstigen Preis
    Das gilt aber nur für Güter, die Sie tatsächlich verbrauchen werden. Siehe dazu (3).
  6. Sparen Sie sich teures Entertainment
    Auch hier gilt das unter (1) Gesagte. Lassen Sie den Kinobesuch nicht zur Routine werden. Er sollte etwas Besonderes bleiben.
  7. Wählen Sie sorgfältig aus
    Was benötigen Sie tatsächlich und wie oft benötigen Sie es? Auch ein billiges Werkzeug oder Kleidungsstück wird teuer, wenn es nicht benutzt wird.
  8. Vermeiden Sie die Kreditkartenzahlung bei kleinen Beträgen
    Bei uns ist das nicht das Problem, weil nirgendwo die Kreditkartenakzeptanz so gering ist wie hier, bei Kleinbeträgen sowieso.
  9. Halten Sie Ihr Fahrzeug in Schuss
    Das gilt auch für all die anderen Geräte, Werkzeuge, Klamotten, Schuhe usw.
  10. Handeln Sie umweltbewusst
    Denken Sie an langlebige Produkte, die sich auch wiederverwenden lassen. Bevor Sie etwas wegwerfen, überlegen Sie, ob vielleicht jemand anderes es verwenden könnte und verschenken Sie es.

Ähnliche Tipps gibt Ihnen auch Christoph Herrmann in seinem Artikel “25 Tipps, wie Du minimalistischer leben kannst (innerhalb einer Stunde)”. Und das sogar in Deutsch.

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[Foto von Steve Buissinne [via pixabay], (CC0 Public Domain)]

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Scott Hanselman über Informationsflut

Scott Hanselman ist leitender Programmmanager bei Microsoft, einflussreicher Blog- und Buchautor. Hier widerlegt er die These, dass Microsoft-Mitarbeiter nicht präsentieren können. Der Titel des Vortrags: Information Overload and Managing the Flow. Ein Referat über die Grundlagen..

Scott Hanselman – Information Overload and Managing the Flow from Øredev Conference on Vimeo.

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Wie Sie Verbindlichkeit herstellen

Ein fixe Idee, die in den Managerköpfen offensichtlich unumstößlich fest verdrahtet ist, besagt, man müsse seine Mitarbeiter nicht kontrollieren. “Kontrolle” hat auch wirklich einen unbestritten negativen Beigeschmack. Man denkt sogleich an Diktatur, Geheimdienst und sonstige Begriffe aus der politischen Giftküche.

Es geht jedoch nicht darum, stets zu wissen, was mein Mitarbeiter denkt oder fühlt, sondern darum, wie weit er mit seinen Aufgaben ist, wie er damit klarkommt und ob er vielleicht Unterstützung braucht. Controlling im Sinne des englischen Sprachgebrauchs also: Nachsteuern oder – regeln. Außerdem, viele werden es nicht glauben, zeigt diese Art von “Kontrolle” auch Wertschätzung für die Arbeit meines Mitarbeiters. Ich zeige ihm/ihr, dass ich mich für das interessiere, was er/sie macht. Michael Hyatt benutzt das Wort “to track” für die Kontrolle in diesem Sinn. Übersetzt heißt das in etwa: Die Spur verfolgen oder nachvollziehen.

Wenn Sie “Tracking” in diesem Sinne betreiben wollen, dann benötigen Sie ein “trusted system”, etwas, das Sie im richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort an die Aufgaben erinnert, die Sie delegiert haben. Und hier kommt David Allens @WartenAuf- Kontext ins Spiel. Wie das geht, können Sie in einem Artikel von Michael Hyatt nachlesen: How To Better Track The Task You Delegate To Others. Hyatt beschreibt fünf Kriterien des guten Delegierens:

  1. Weisen Sie die Aufgabe einer Person zu
  2. Definieren Sie ein spezifisches Ergebnis
  3. Sagen Sie klar, in welchem Zeitrahmen die Aufgabe zu erledigen ist
  4. Machen Sie sich für evtl. Beratung verfügbar
  5. Verfolgen Sie die delegierte Aufgabe auf einer geeigneten Liste
    (da haben wir sie wieder, die  @wartenauf-Liste)

Als Werkzeuge empfiehlt er:

  1. Eine eigene Seite im Notizbuch oder Tagesplaner
  2. Outlook & Co, sowie E-Mail-Ordner
  3. Outlook & Co als Aufgabenplaner
  4. Spezielle Aufgabenplaner (Things for Mac, Nozbe, OmniFocus und was es da noch alles gibt)

Wenn Sie das konsequent tun, dann bekommen Sie den vielleicht wichtigsten Effekt: Sie stellen in Ihrem Team Verbindlichkeit her, denn alle Ihre Mitarbeiter wissen, Sie sind und bleiben am Ball.

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Wie Sie “Nein” per E-Mail sagen

Auch wenn Ihnen nicht der innere Antreiber “Mach es allen recht” im Nacken sitzt, so kann dennoch das “Nein” sagen äußerst unangenehm sein. Oft schieben wir das “Nein” vor uns her und hoffen, dass das Anliegen sich von allein erledigt oder im Sande verläuft. Oder, wir sagen schließlich doch “Ja”, obwohl wir wissen, dass wir die Bitte gar nicht erfüllen können oder wollen. Ein furchtbarer Eiertanz, der oft in einem ebensolchen Gemurkse endet. Damit ist letztlich keinem gedient.

Wie wir es schaffen, freundlich “Nein” zu sagen, verrät uns Alexandra Franzen in ihrem Artikel “How to Say No to Anyone (Even a Good Friend)”.  Sie schlägt vor, eine ablehnende E-Mail nach folgendem Muster zu schreiben:

Hallo [Name ],

Danke für Deine Nachricht.

Es ehrt mich sehr, dass Du gerade mich um [Anliegen] gebeten hast.
Ich war hin- und hergerissen und habe lange überlegt.
Auch wenn es mir schwer fällt, kann ich leider Deine Bitte nicht erfüllen, weil/denn [Grund].

Vielleicht kann ich Dich aber in anderer Weise unterstützen.
[Beschreibung, was Sie anderweitig tun könnten/möchten]

Nochmals Danke, dass Du an mich gedacht hast und Danke auch für Dein Verständnis.

[Ihr Name]

Wie Sie sich denken können, habe ich die englische Vorlage eingedeutscht, denn der amerikanische Ton ist für unsere Verhältnisse doch etwas dick aufgetragen. Ich bitte dies nicht als Wertung, sondern als Feststellung aufzufassen. Vielleicht ist ja selbst die eingedeutschte Variante dem einen oder anderen Leser zu “soft”.
Es müssen auch nicht alle Elemente benutzt werden, manchmal können oder wollen Sie keine andere Unterstützung anbieten. Dann schreiben Sie eben gar nichts in dieser Richtung.

Zu welchem Schluss Sie auch kommen, allzu lange sollten Sie mit der Ablehnung des Anliegens nicht warten. Bringen Sie es hinter sich, dann kann Ihr Partner sich rechtzeitig nach Alternativen umsehen.

Außerdem empfehle ich Ihnen eine Ablehnung per E-Mail nur dann, wenn Sie die Bitte auch per E-Mail erhalten haben. Kam Sie mündlich, dann würde ich auch mündlich antworten.

Eines bleibt: Die Ablehnung einer Bitte ist immer unangenehm. Allerdings macht oft der Ton die Musik. Wenn es Ihnen gelingt, den richtigen zu treffen, dann ist die Chance groß, dass die Beziehung intakt bleibt

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[Grafik von Gerd Altmann [via pixabay], (CC0 Public Domain)]

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Warum sollte ich Ihre E-Mail lesen?

In Deutschland gibt es für alles eine Norm. So auch für den Geschäftsbrief. Wie er auszusehen hat, ist bei uns in DIN 5008 geregelt. Eine der wichtigsten Elemente ist der Betreff.  Warum er so wichtig ist, steht in dem gleichnamigen Artikel in Wikipedia:

Eine kurze, prägnante Betreffzeile ermöglicht dem Empfänger die schnelle thematische Zuordnung und Bearbeitung der Nachricht. Anhand eines sinnvollen und eindeutigen Betreffs kann die Nachricht geordnet werden und Sachverhalte lassen sich besser nachverfolgen.

Es lohnt sich, den Abschnitt zweimal zu lesen und sich den Inhalt auf der Zunge zergehen zu lassen. Meines Wissens nach ist die E-Mail zwar noch nicht normiert, folgt aber in der Formatierung dem Geschäftsbrief. Das heißt, auch bei der E-Mail finden Sie den “Betreff”, der Zweck ist der gleiche.
Allerdings packt einen das Grauen, wenn man sich die Betreffs in den Posteingängen der E-Mail-Programme der deutschen Wirtschaft betrachtet. Von Prägnanz und Aussagekraft kann oft keine Rede sein und manchmal mag man die E-Mail gar nicht erst öffnen.

Geoffrey James behauptet, dass Otto Normalverbraucher in der Regel in nur 2 (zwei!) Sekunden entscheidet, ob er eine E-Mail öffnet oder nicht. In einem Artikel listet er “9 Questions People Ask Before Opening an Email” auf. Der Adressat fragt sich:

  1. Habe ich gerade die Zeit, mich mit der Nachricht zu befassen?
  2. Kenne ich den Absender?
  3. Arbeitet der Schreiber im gleichen Unternehmen oder in meinem Netzwerk?
  4. Handelt es sich um einen Profi oder um einen Amateur?
    (Das meint man an der E-Mail-Adresse erkennen zu können: *@Firma.de oder *@gmx.de?)
  5. Kennt mich der Absender?
  6. Ist die Nachricht für mich relevant?
  7. Handelt es sich vielleicht um SPAM?
  8. Riecht die E-Mail nach Verkauf oder Werbung?
  9. Ist die Nachricht wohl eher interessant oder langweilig?

Nur 2 Sekunden. Wenn das stimmt, dann ist das tatsächlich nicht viel. Sie können daran ermessen, wie wichtig ein aussagekräftiger Betreff wirklich ist.

Ich selbst schätze im übrigen E-Mails, deren Betreffs mir gleich mitteilen, was von mir erwartet wird bzw. was ich tun soll. Zum Beispiel:

  • Bitte um Entscheidung: Einbau Kurbelwelle Projekt XY
  • FYI (Zur Kenntnis): Protokoll Meeting Reklamationsstand vom 25. 4.16

Das erleichtert mir gegebenenfalls das Überführen der E-Mail in eine Aufgabe, wie ich es im ToolBlog schon mehrere Mal beschrieben habe.

Betrachten Sie die o.a. Fragen als Checkliste für Ihre nächsten E-Mails und richten Sie sich danach. Dann wird Ihre E-Mail auch gelesen.

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[Foto von 422737 [via pixabay], (CC0 Public Domain)]

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Die 10-3-2-1-0-Formel für mehr Produktivität

Wenn Sie die Überschrift lesen und vermuten, das sich hinter der Ziffernfolge ein neues Rezept für das Time-Boxing verbirgt, dann liegen Sie diesmal falsch. Vielmehr handelt es sich um eine Formel, die Sie daran erinnern soll, mit einer gesunden Lebensweise produktiver zu werden. Gefunden habe ich sie in einem Artikel von Craig Ballantyne mit dem Titel: 10-3-2-1-0 Formula to Get More Done. Hier die Bedeutung dieser Zahlen:

  • 10 Stunden vor dem Schlafen gehen kein Koffein mehr
  • 3 Stunden vor dem Schlafen gehen keine Essen und kein Alkohol
  • 2 Stunden davor nicht mehr arbeiten
  • 1 Stunde davor Verzicht auf Bildschirme aller Art (egal ob Smartphone, Fernsehen oder Computer)
  • 0 mal auf die Schlummertaste drücken, wenn der Wecker morgens klingelt

Laut Craig führt die Einhaltung dieser Formel dazu, rechtzeitig ins Bett zu kommen, zu besserem Schlaf und einem frischen Start in den Tag.

Ich muss schon sagen, das ist schon starker Tobak, was Craig empfiehlt. Im Grunde genommen kommt dies einer kompletten Änderung der Lebensgewohnheiten gleich. Zumindest für mich. Die ersten drei Punkte halte ich jetzt schon mehr oder weniger ein. Aber von “1” und “0” bin ich weit entfernt. Besonders die Schlummertaste ist für mich die Erfindung des Jahrhunderts. Von ihr mache ich regen Gebrauch. Aber sei’s drum. Vielleicht probiere ich, in den nächsten Tagen direkt aus dem Bett zu springen.

Vielleicht nützt es ja was, auch wenn man nicht dran glaubt.

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[Foto von Štepán Vraný [via pixabay], (CC0 Public Domain)]

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Wie Sie eine Konferenz organisieren

Auch wenn Sie keine Konferenz vom Zuschnitt einer re:publica oder eines GTDSummits organisieren möchten, nützlich sind die Hinweise von Louis Rosenfeld allemal: How to Organize a Conference: 18 Amazingly Useful Tips. Sie lauten:

  1. Klären Sie ab, ob die Konferenz wirklich nötig ist
    Es gibt eine Menge Veranstaltungen auf dem Markt. Analysieren Sie ihn. Wozu der ganze Aufwand? Mit welchen anderen Events gehen Sie ins Rennen? Wo liegt der besondere Nutzen Ihrer Konferenz, den andere nicht bieten?  Was könnte jemanden dazu veranlassen, an Ihrer Veranstaltung teilzunehmen?
  2. Welche Art von Konferenz soll es denn sein?
    Denken Sie über das Format der Konferenz nach. Möchten Sie informieren oder möchten Sie Probleme lösen? Welches Format unterstützt die Absicht Ihrer Konferenz am besten? Ist das klassische Format am besten geeignet oder eine Format wie OpenSpace oder Barcamp? Kann man Elemente kombinieren?
  3. Achten Sie auf den Teufel, der im Detail steckt
    Je mehr Sie Kleinigkeiten vernachlässigen, desto mehr fallen Sie Ihnen während der Konferenz auf die Füße. Man kann es auch anders sehen: Wenn Sie sich nicht um die Details kümmern, dann werden es Ihre Teilnehmer tun.
  4. Lassen Sie sich von Profis unterstützen
    Eventmanagement ist ein Studiengang. Es gibt Leute, die sich professionell mit so etwas beschäftigen. Lassen Sie sich helfen, wenn nötig. Das gilt auch für die Fachleute vor Ort, die sich in der Logistik oder im Catering auskennen.
  5. Stellen Sie ein Organisationsteam zusammen
    Auch hier: Kümmern Sie sich um helfende Hände. Vielleicht ist jemand bereit, als Freiwillige zu helfen und im Gegenzug kostenlos an der Konferenz teilnehmen zu können. Ich habe das während meiner Studienzeit gern und oft gemacht.
  6. Seien Sie ein Rollen-Vorbild
    Walk the Talk!
  7. Betrachten Sie die Konferenz als ein Business
    Kalkulieren Sie scharf und rechnen Sie mit spitzer Feder. Ich habe schon Menschen gesehen, die scharf am Ruin vorbeigeschlittert sind. Sie haben richtig gelesen: Ruin!
  8. Verkaufen Sie an Sponsoren, aber verkaufen Sie nicht Ihre Seele
    Sponsoren sind wichtig für jede Konferenz, denn Sie helfen, einen Großteil der Kosten abzudecken. Dafür bekommen Sie etwas, aber nicht alles. Es ist Ihre Konferenz, nicht die Konferenz der Sponsoren.
  9. Sorgen Sie für ausreichend Luft
    Das ist auch im übertragenen Sinn gemeint. Gerade bei klassischen Konferenzen ist es wichtig, dass die Teilnehmer trotz des Programms ausreichend Zeit für die Kommunikation untereinander und persönliche Bedürfnisse haben.
  10. Speaker sind nicht umsonst zu haben
    Viele Menschen leben davon, bei Konferenzen als Redner aufzutreten. Überlegen Sie, was Ihnen der Auftritt eines solchen Menschen wert ist. Vielleicht ist es aber auch dem Redner etwas wert, bei Ihrer Konferenz gehört zu werden? Achten Sie aber darauf, das durch den Vortrag ein Mehrwert für die Zuhörer entsteht.
  11. Kümmern Sie sich um die Redner, bis sie auf dem Podium stehen
    Wenn Sie jetzt an den berühmten Sack Flöhe denken, den es zu hüten gilt, dann liegen Sie nicht falsch.
  12. Wählen Sie die Örtlichkeit mit Bedacht aus
    Orte haben großen Einfluss auf die Atmosphäre einer Veranstaltung. Orte können als Anker wirken. Teilnehmer erinnern sich manchmal später genau  so stark an die Location wie an Begegnungen und Inhalte. Und ja, es gibt Magic Places, ich habe solche selbst erlebt.
    Achten Sie bei der Auswahl auch darauf, mit Medien und Räumen flexibel agieren zu können.
  13. Achten Sie auf einen logischen Zusammenhang
    Wenn Sie dem klassischen Format folgen, dann vermeiden Sie ein wild zusammengewürfeltes Sammelsurium von Referaten, sondern sorgen Sie für inhaltliche Struktur.
  14. Überlegen Sie, wie Sie ungeplante Hohlzeiten überbrücken können
    Ich selbst habe einmal einem Veranstalter angekündigt, nicht über eine Viertelstunde reden zu wollen. Er hat mir nicht geglaubt und hatte anschließend ein Problem. Es entstand eine Lücke und  er wusste nicht, wie er sie schließen sollte. Er ist bis heute beleidigt mit mir.
  15. Denken Sie darüber nach, auf welche Weise Sie Feedback einholen möchten
    Was möchten Sie wissen und welcher Kanal ist dafür geeignet? Wollen Sie das Feedback unmittelbar nach der Veranstaltung oder möchten Sie etwas Zeit ins Land gehen lassen?
  16. Überlegen Sie sorgfältig, was Sie tun?
    Sie können nicht jederzeit wieder aussteigen. Deshalb überlegen Sie sorgfältig etwaige Konsequenzen.
  17. Planen Sie für Ihre eigene Teilnahme Zeit ein
    Dies dient dazu, Ihre eigene Konferenz aus der Perspektive der Teilnehmer zu betrachten. Vielleicht ist auch ein Thema für Sie so interessant, dass Sie sich einbringen möchten. Planen Sie Zeit dafür ein.
  18. Vergessen Sie nicht, “Dankeschön” zu sagen
    Denken Sie dabei auch an die vielen unscheinbaren Helferlein im Hintergrund.

Ein nützliche umfangreiche Checkliste, finde ich.

Wenn Sie sich tiefer mit dem Thema auseinandersetzen möchten, empfehle ich Ihnen das Buch von Susan Friedmann: Meetings und Events organisieren. Ein Wermutstropfen gibt es bei dem Buch allerdings. Es behandelt nur klassische Konferenzen. Tipps zu Barcamps & Co finden Sie dort nicht.

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Schreiben Sie eine Gebrauchsanweisung für sich selbst

Vor einigen Tagen  bin ich über einen kleinen, aber feinen Artikel gestolpert, der eine interessante Idee beschreibt. Wie wäre es, wenn Sie eine Gebrauchsanweisung für sich selbst schrieben oder korrekt ausgedrückt, für die Zusammenarbeit mit Ihnen? Brad Feld hat den Artikel geschrieben, er trägt die bezeichnende Überschrift “A User Manual To Working With Me”.

Um diese Gebrauchsanweisung zu erstellen, sollten Sie im Vorfeld einige Fragen beantworten, aufgeteilt in einen Bereich zu Ihrer Person und in einen Bereich, der sich auf die Zusammenarbeit mit anderen bezieht.

Persönlicher Bereich

  • Welche Eigenschaften charakterisieren Sie?
  • Was macht Sie wahnsinnig?
  • Welche Macken haben Sie?
  • In welchen Bereichen kann man mit Ihnen Pferde stehlen?
  • Welche Fähigkeiten bringen Sie mit, die für Andere wertvoll sein könnten?
  • Welche Missverständnisse über Sie möchten Sie von vornherein klarstellen?

Zusammenarbeit

  • Wie verhelfen Sie Anderen, Bestleistungen zu erreichen?
  • Auf welche Weise sollte man mit Ihnen kommunizieren?
  • Wie möchten Sie mit Feedback umgehen, sowohl aktiv als auch passiv?

Brad bezieht sich in seinem Beitrag auf David Politis, der diese Gebrauchsanweisung allen Führungskräften ans Herz legt: This is How You Revolutionize the Way Your Team Works Together… And All It Takes is 15 Minutes.
Es gibt auch ein praktisches Beispiel. Es stammt von Adam Bryant und ist hier zu finden.

Ich finde diese Idee interessant. Auch wenn Sie diese Gebrauchsanweisung gar nicht veröffentlichen sollten, haben Sie nach der Beantwortung der o.a. Fragen sicher einiges über sich selbst gelernt. Das kann nur nützlich sein, denn “Selbsterkenntnis ist der Weg zur Besserung”, wie wir alle wissen.

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[Foto von delphinmedia [via pixabay], (CC0 Public Domain]

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Praxistipps für Pendler

Als ich noch in der Papierfabrik gearbeitet habe, benutzte ich für den Weg zur und von der Arbeit mein Fahrrad. Hin und Zurück waren das etwa zehn Kilometer, Berg rauf und Berg runter. Groß war diese Distanz sicherlich nicht, aber die Tour leistete einen wesentlichen Beitrag zur gesundheitlichen Grundinstandhaltung. Zumindest meiner subjektiven Beobachtung nach fahren mittlerweile viele Mitarbeiter mit dem Fahrrad zur Arbeit, gerne auch weitere Strecken. Das ist löblich und das Zentralorgan, das Herz, wird es seinen Eigentümern danken.

Aber es gibt nach wie vor Mitmenschen, die auf das Fahrrad verzichten, aus welchen Gründen auch immer und im Auto oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit pendeln. Für diese hat das Auto Insurance Center eine Infografic mit Tipps zum Pendeln veröffentlicht: 6 Ways To Reduce Commuter Stress. „Achtsam pendeln“, heißt einer der Tipps, die die Autoren für uns bereit halten. Nun ja.

BTW: Eines der Bilder zeigt eine Dame, die sich im Bus (oder der Bahn) gut festhält. Ich kann das nur unterstreichen. Kürzlich durfte ich in Berlin erleben, wie die Tram eine Vollbremsung aus dem Schritttempo hingelegt hat. Manche der Fahrgäste hatten sich nicht festgehalten, da sie sich schon in Richtung Tür bewegt hatten. Die fanden sich nach dem Bremsmanöver sämtlich auf dem Boden wieder. Ein eindrucksvolle Vorführung in Experimentalphysik. Halten Sie sich also fest, auch wenn die Bahn vermeintlich im Schneckentempo unterwegs ist. So ein Sturz kann weh tun.

Hier die Infografik [via Lifehacker]:

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Wie man sich richtig entschuldigt

Wenn man Mist gebaut hat, dann sollte man sich entschuldigen. Dabei ist noch niemandem eine Zacke aus der Krone gebrochen, wie der Volksmund sagt. Dennoch haben wir manchmal den Eindruck, dass eine Entschuldigung nicht „echt“, sondern nur vorgetäuscht ist. So habe ich das schon öfters bei Personen des öffentlichen Lebens erlebt. Es entsteht manchmal der Eindruck, die Entschuldigung erfolgt lediglich auf dringenden Rat des PR-Beraters.

Vielleicht liegt es aber auch daran, dass die Entschuldigung nicht in der richtigen Art und Weise vorgetragen wurde. Forscher der Ohio State University glauben herausgefunden zu haben, aus welchen Elementen eine effektive Entschuldigug besteht. Jeff Grabmeier beschreibt sie in seinem Beitrag „The 6 elements of an effective apology, according to science“:

  1. Ausdruck von Bedauern
  2. Erklärung, was schief gelaufen ist
  3. Anerkennen der eigenen Verantwortung
  4. Zeigen von Reue
  5. Angebot der Wiedergutmachung
  6. Bitte um Verzeihung

Am besten funktionieren demnach die Entschuldigungen, die alle diese Elemente einschließen, wenngleich nicht alle Elemente die gleiche Gewichtung haben. So scheinen die wichtigsten die Anerkennung der eigenen Verantwortung und das Angebot der Wiedergutmachung zu sein. Das am wenigsten wichtigste Element ist die Bitte um Verzeihung, die „Sie auch getrost weglassen könnten“.

Mich würde an dieser Stelle interessieren, ob dieser Befund nur für den amerikanischen Kulturkreis gilt oder ob er interkulturell gültig ist. Letzteres kann ich mir nur schwer vorstellen.

Wie auch immer: Auf jeden Fall werde ich das nächste Mal bei einer dieser „öffentlichen“ Entschuldigungen auf diese Elemente achten.

[via C|Net]

 

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Die Hitparade der digitalen Ignoranz

…hat heute Frank Widmayer getweetet. Gefällt mir und ist wert, festgehalten zu werden:

Hier ist noch eine andere Quelle.

 

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Die Anleitung zum persönlichen Minimalismus

Seit ich das Buch “Early Retirement Extreme” von Jacob Lund Fisker gelesen habe, fasziniert mich der Gedanke des Minimalismus. Nicht, dass wir uns falsch verstehen, Faszination bedeutet nicht, dass ich Minimalismus praktiziere, davon bin ich noch weit weg, denn alte Gewohnheiten sind schwer zu ändern, wie Sie wissen. Dennoch versuche ich, das eine oder andere in meine Lebensgewohnheiten aufzunehmen und bemerke doch den einen oder anderen Fortschritt.

So bin ich schon recht weit darin, meine Wünsche nach ihrer Sinnhaftigkeit zu hinterfragen. Auf diese Weise konnte ich Neuanschaffungen schon erheblich reduzieren. Früher habe ich oft viel zu schnell ohne weitere Überlegung zugegriffen. Was mir jedoch immer noch schwer fällt, ist der Verzicht auf einmal erworbene Besitztümer, auch wenn ich sie eigentlich nicht mehr brauche. Woran das liegt, kann ich nicht genau sagen, vielleicht bin ich als Angehöriger der Kriegsenkelgeneration doch ein Jäger und Sammler (“Wer weiß, wozu man es noch mal brauchen kann”).

Brianna Wiest hat einen Artikel darüber verfasst, wie man einer realistischen einfachen Lebensführung ein Stück weit näher kommen kann: The Ultimate Guide To Realistic Minimalism (What You Need, What You Don’t, And How To Break The Cycle Of Wanting). Minimalistisch ist der Titel zwar nicht (“Ultimate” darf nicht fehlen), der Inhalt dafür aber nützlich.

Brianna führt uns Leser durch die Sparten Kleidung, Bücher, Wohnungsausstattung, Möbel und Gerätschaften. Zu jedem dieser Bereiche gibt es nachdenkenswerte Hinweise. Am besten gefallen mir die Absätze “How to break the cycle of wanting”, in denen sie Tipps gibt, wie wir dem Teufelskreis des Immer-mehr-haben-Wollens entrinnen können.

Ein kleiner, aber feiner Artikel, den ich sicher mehrmals lesen werde.

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