Archiv der Kategorie: Software

So entkommen Sie aus dem PowerPoint-Knast

Ehrlich gesagt, ein wenig hat sich beim  Schreiben dieser Überschrift schon der Stift die Tastatur gesträubt. Denn ich bin der Meinung, dass man für schlechte Präsentationen nicht das Werkzeug verantwortlich machen sollten, sondern denjenigen der das Werkzeug missbraucht. Ich möchte dies nicht vertiefen, ich habe darüber im ToolBlog schon öfters geschrieben.




Und so führt uns Paul McFredies mit dem Titel seines Artikels in die Irre: How to Escape the PowerPoint Prison. Denn eigentlich geht es in seinem Beitrag gar nicht um die vielgescholtene Software von Microsoft, sondern um alternative Präsentationsformate, wie

  • Pecha Kucha und verwandte
    Hier werden 20 Folien verwendet, von denen jede Folie nur höchstens 20 Sekunden gezeigt werden darf.  Eine Abwandlung ist der Ignite Talk, bei Sie für die 20 Folien insgesamt nur 5 Minuten zur Verfügung haben.
    (Wikipedia)
  • Die Takahashi-Methode
    Hier darf auf der Folie nur ein einziges (!) Wort stehen und das so groß wie möglich.
    (Wikipedia eng.)
  • Der Ansatz von Lawrence Lessig
    Dieses Format ist schon länger in Gebrauch. Es funktioniert ähnlich wie die Takahashi-Methode, nur dass Sie anstatt nur einem Wort auch einen ganzen Satz oder ein Zitat verwenden dürfen. Man ist ja schließlich großzügig.

Speed Geeking (Wikipedia engl.) wiederum ist eigentlich gar kein Präsentationsformat, sondern eine Methode, das Auditorium ständig in Bewegung und im Gespräch zu halten. Man teilt die Zuhörer in Kleingruppen auf und ordnet die Gruppen unterschiedlichen Vorträgen zu.  Die Vorträge laufen nun simultan, wenn sie beendet sind, rotieren die Gruppen so lange, bis jede Gruppe jedes Referat gehört hat.
Ich selbst praktiziere das seit urvordenklichen Zeiten in meinen Workshops zur Vorstellung von Ergebnissen von Gruppenarbeiten. Dass das Ganze “Speed Geeking” heißt, habe ich aus diesem Artikel zum ersten Mal erfahren.

Zu jedem dieser Ansätze finden Sie in dem Artikel von McFredies weiterführende Links. Lassen Sie sich inspirieren.

Übrigens: Wenn Sie Mac-Nutzer sind, und Takahashi oder Lessig einmal ausprobieren möchten, dann empfehle ich Ihnen Deckset. Hier können Sie mit Markdown in Windeseile ansprechende Folien erstellen.

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[Foto von Chelsea Creekmore [via pixabay], (CC0 Public Domain)]

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Personal Kanban mit Evernote

Ich betreibe Personal Kanban mehr oder weniger intensiv und verwende dazu Trello wie so viele meiner Zeitgenossen. Weil ich darüber hinaus aber auch Evernote-User bin, stach mir eine Artikelreihe von Frank Degenaar sofort ins Auge. In dieser zeigt er uns, wie mit Evernote ein Personal-Kanban-System erstellt werden kann.

Für die Zeitgenossen, die noch nicht mit Personal Kanban vertraut sind, beschreibt er zunächst in Kanban Calendar: task management at its simplest den Hintergrund dieses Ansatzes und die grundsätzliche Vorgehensweise.

Und dann geht es ins Eingemachte. In 5 ausführlichen Beiträgen erfahren wir bis ins Detail, wie wir die Features von Evernote für Kanban einsetzen können. Starten Sie hier mit dem ersten Teil der Serie.

Ich selbst werde wohl bei Trello bleiben. Allerdings muss ich zugeben, dass es schon einen gewissen Charme hat, die Aufgaben mit so wenig Tools wie möglich zu erledigen. Den Nachteil sehe ich allerdings darin, Programme, die eigentlich für einen anderen Zweck gebaut wurden, für einen anderen zwangsweise hinzubiegen. “Suboptimal” nennt der Fachmann bisweilen das Ergebnis.

Ob dies zutrifft, können nur Sie selbst entscheiden. Probieren Sie es aus.

Kanban

[Foto von Jeff.lasovski [via Wikimedia Commons], (Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported)]

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XMind: Wie Sie die Zeitleiste verwenden

Das Programm meiner Wahl, wenn es um Mind-Maps geht, ist XMind, wie die werten Leser sicher schon bemerkt haben. In der neuen Version 8 finden Sie als neue Strukturvorlage die Zeitleiste. Im XMind-Blog ist nun ein Artikel erschienen, der erklärt, wie man diese Vorlage für Notizen benutzen kann: Tipps zur Verbesserung Ihrer Fähigkeit des Notizenmachens mit XMind.

Ich finde den Titel der Artikels etwas irreführend. Es geht tatsächlich um den Gebrauch der Zeitleiste anhand des Lernstoffs aus dem Geschichtsunterricht. Das ist aber nur ein kleiner Schönheitsfehler. Ich finde den Beitrag sehr nützlich, weil lehrreich.

XMind_Zeitleiste

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Die illustrierte Geschichte von PowerPoint

Das passt! Gestern hatte ich noch geschrieben, wie Sie Ihren Vortrag zweckmäßig strukturieren können, heute stolpere ich über einen Artikel über die Entstehung des wohl meistverwendeten Präsentationsprogramms: How Microsoft PowerPoint Began. Genau genommen handelt es sich um eine Infografik. Schauen Sie hier:

Weiterlesen

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XMind für Projekte (Whitepaper)

Zwar möchte ich nicht behaupten, dass Projekte allein mit Mind-Maps gestemmt werden können, ein wertvolles Werkzeug sind sie aber allemal. Vor allem in der ersten Phase, bei der Entwicklung von Ideen, leisten sie wertvollen Dienste.

Aus diesem Grund bietet auch fast jedes  einschlägige Programm die Möglichkeit, Mind-Maps projektgerecht weiterzuverarbeiten, sei es in der Zuordnung von Ressourcen oder bei der Erstellung von Projektplänen, wie z. B. Gantt-Charts.

XMind macht da keine Ausnahme. Wenn Sie wissen möchten, wie Sie XMind für die Organisation von Projekten einsetzen können, dann können Sie eine Anleitung in Form einer pdf-Datei (zur Zeit noch) kostenlos herunterladen: Project Management White Paper 2017.

XMind_Projekt

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Symbolschriften in Hülle und Fülle!

So geht es manchmal. Vor einigen Tagen habe ich hier im ToolBlog einen Beitrag über die Verwendung von Symbolschriften für Präsentationen usw. veröffentlicht. Heute bin ich über einen Artikel gestolpert, in dem Tom Kuhlmann zeigt, wo Sie solche Dingbats in den Weiten des Internets finden können: Dozens of Free Dingbat Fonts for Commercial Use.

Wie immer sollten Sie auch bei vermeintlich “freien” Daten immer vor der Verwendung das Kleingedruckte lesen, damit es keine bösen Überraschungen gibt.

Hier ein schönes Beispiel aus den vorgestellten Symbolschriften: PWToonZ Font.

PWToonz
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Vom Nutzen der Checklist

Wenn Sie in den Urlaub fliegen, das Flugzeug betreten und vielleicht dabei einen kurzen Blick in die Kanzel werfen können, dann sollten Sie darauf achten, ob die Piloten konzentriert ihre Checklist(e) abarbeiten. Wenn sie dies nicht tun, dann haben Sie jetzt noch die Gelegenheit, das Flugzeug zu verlassen.

Spaß beiseite, Checklisten sind ein wichtiges, aber oft unterschätztes Hilfsmittel bei der Arbeitsorganisation. Leider erledigen wir Routineaufgaben viel zu oft “aus dem Kopf” und wundern uns dann, wenn wir etwas Wichtiges vergessen.

Checklisten sind immer dann von Vorteil, wenn Sie für wiederkehrende Aufgaben immer wieder die gleichen Schritte abarbeiten müssen und, das ist wichtig, dabei keinen Schritt bzw. kein Element auslassen dürfen. Aus diesem Grund setzen Piloten vor dem Start Checklisten ein. Sie sind bestimmt hochintelligente und –qualifizierte Menschen, aber weil sie nichts vergessen dürfen, überprüfen Sie Flugzeug und Instrumente mit diesem Hilfsmittel.

Was Piloten recht ist kann uns nur billig sein. Connie Malamed hat die Vorteile von Checklisten in ihrem Artikel The World Needs More Checklists zusammengefasst:

  • Sie sind billig zu erstellen
  • einfach zu verwenden
  • leicht anzuwenden
  • für andere Anwendungen gut anzupassen
  • sie verringern Fehler und
  • nutzen unmittelbar bei Gebrauch

Leider hat das schönste Tool auch seine Nachteile. Bei der Checkliste sind dies:

  • Sie können evtl. unvollständig sein
  • in manchen Situationen sind sie schwer anzuwenden
  • manchmal passen sie nicht zur Aufgabe, weil sie zu einfach gestrickt sind
  • sie werden gerade von vermeintlichen Experten nicht immer akzeptiert

Den letzten Punkt kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. Es ist wie immer: Für eine nützliche Checkliste muss man etwas Zeit und Gehirnschmalz investieren. Erst später kommt der Nutzen. Manchmal kann als Argumentationshilfe das Pilotenbeispiel dienen.

In dem Artikel wird auch beschrieben, für welchen Zwecke Checklisten verwendet werden können:

  • Schritt-für-Schritt-Verfahren (das hatten wir schon)
  • Überprüfung und Inspektion
  • Evaluation
  • Troubleshooting
  • Beobachtung

Natürlich können Sie sich beim Erstellen von Checklisten auch von geeigneter Software unterstützen lassen. Neben den Vorschlägen in dem o.a. Beitrag empfehle ich Ihnen Checkli, eine Webanwendung, die auch noch kostenlos ist. Auch Checklist lohnt einen Blick, es läuft auf allen wichtigen Plattformen.

Atul Gawande hält die Checkliste für so ein wichtiges Instrument, dass er sogar ein ganzes Buch darüber geschrieben hat: Checklist-Strategie: Wie Sie die Dinge in den Griff bekommen. Ich selbst habe das Werk noch nicht gelesen, es steht aber auf meiner Bücher-Checkliste. 😉

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[Foto von StockSnap [via pixabay], (CC0 Public Domain)]

Nachtrag (14. 03. 2017)

Besonders wertvoll sind natürlich die Checklisten, die Sie selbst erstellen. Aus pädagogischen Gründen sozusagen. Aber wenn Sie keine Lust oder keine Zeit für die Eigenentwicklung haben, dann schauen Sie doch einmal bei Checklisten.de nach. Fein säuberlich in Kategorien eingeteilt, finden Sie Listen für alle möglichen Zwecke.

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Das Bullet Journal in Evernote

In letzter Zeit ist ein regelrechter Hype um das Bullet Journal ausgebrochen. Auch hier im ToolBlog gab es schon einige Beiträge darüber:

Das Bullet Journal ist eigentlich ein richtiges Notizbuch, so mit Papier und (Blei-) Stift. Vielleicht möchten Sie aber auf Ihren Rechenknecht nicht verzichten und dennoch ein Bullet Journal führen. Das geht und zwar mit Evernote. Wie Sie dabei vorgehen müssen, erklärt Nancy Messieh: How to Use Evernote as a Bullet Journal.

Damit Sie sich nicht alle Informationen zusammensuchen müssen, gibt Ihnen Nancy zunächst eine kompakte Übersicht über die Grundprinzipien dieses Ansatzes.
Danach zeigt sie Schritt für Schritt, wie Sie ein Bullet Journal in Evernote anlegen können. Sie sehen, wie “Future Logs”, “Monthly Logs” und “Daily Logs” aussehen können. Nancy empfiehlt, zu diesem Zweck in Evernote Templates anzulegen.

So richtig scheint sich aber auch die Autorin mit der Evernote-Lösung nicht anfreunden zu können. Gegen Ende ihres Beitrags weist sie nochmals auf die Papierlösung hin und zeigt ein paar schöne Beispiele für das analoge Bullet Journal.

Wenn Sie eine Anleitung zum Bullet Journal in deutscher Sprache vorziehen, dann bemühen Sie bei YouTube die Suche. Dort gibt es Videos in Hülle und Fülle. Fast alle der Filme sind von weiblicher Hand. Ob das Zufall ist?

Mir hat dieses Video am besten gefallen:

Nachdem schon Camilla Kutzner im letzten Podcast vom Bullet Journal schwärmte, habe ich mir vorgenommen: Wenn ich jetzt noch einmal über dieses Konzept stolpere, dann probiere ich es aus. Computer hin oder her!

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Warum ich (immer noch) Evernote nutze

Der erste Artikel, der im ToolBlog Evernote zum Thema hatte, erschien vor über 10 Jahren am 10. Mai 2006: EverNote: Alle Notizen an einem Platz. Damals gab es die Version 2 (nicht zu verwechseln mit Business 2.0!), die im Prinzip eine Endlos-Papierrolle simulierte, auf der die Notizen untereinander weg geschrieben wurden. Auf der Seite befand sich eine Zeitleiste, die das Wiederfinden der Schnipsel erleichtern sollte. Schade, dass ich keinen Screenshot von damals zeigen kann, denn die Idee fand ich prima.

Mein Verhältnis zu Evernote durchlief danach einige Höhen und Tiefen. Das Programm wurde über die Jahre immer vielseitiger und damit leider auch komplizierter. Auch die Preispolitik von Evernote stieß mir gerade in der letzten Zeit sauer auf.

Aus diesem Grund habe ich immer wieder mit dem größten Rivalen von Evernote geliebäugelt: Microsoft OneNote. Schließlich ist das Programm umsonst und die Migration von Evernote zu OneNote wird von Microsoft sogar mit einer eigenen Software unterstützt.

Nun hat der geschätzte Kollege Ivan Blatter einen Artikel geschrieben, in dem er die beiden Platzhirsche gegeneinander antreten lässt: OneNote vs. Evernote: Welche App ist besser für Notizen?
Mit derlei Vergleichen habe ich so meine Probleme, denn “was dem einen sin Uhl, ist dem anderen sin Nachtigall”, wie der Volksmund sagt. Allerdings wurde mir beim Lesen von Ivans Artikel noch einmal klar, warum ich bei Evernote geblieben bin.
Hier meine Gründe:

  1. OneNote bildet ein Papiernotizbuch nach. M. E. wird dies den Möglichkeiten des Computers nicht gerecht. Ein Notizbuch aus Papier ist etwas anderes als ein Notizprogramm auf dem Rechenknecht. Die Nachbildung hat mich schon vor gefühlten hundert Jahren beim Lotus Organizer (Bilder) gestört, die Altvorderen werden sich erinnern. Ich war froh, als Microsoft damals mit Outlook ein Programm herausbrachte, dass auf eine derartige Nachbildung verzichtete. Warum Microsoft mit OneNote genau den anderen Weg gegangen ist, erschließt sich mir nicht.
    (BTW: Dass dieses Vorgehen Skeuomorphismus heißt, wusste ich bislang auch noch nicht. Wieder etwas gelernt. Danke Ivan.)
  2. Evernote ist plattformübergreifend. Neben meinem Windows-Bürocomputer benutze ich auch noch ein MacBook, iPhone und iPad. Evernote läuft auf allen diesen Plattformen tadellos. Leider kann die Mac-Version von OneNote nur ein Bruchteil von dem, was die Windows-Version vermag. Ein Umstand, der mich auch bei Outlook oft in die Verzweiflung treibt.
  3. Auch wenn die Integration von OneNote in die Office-Welt zumindest unter Windows nahezu perfekt ist, kann ich über das Zusammenwirken von Office und Evernote nicht maulen. Für viele Programme, auch außerhalb von Office, gibt es mittlerweile eine Menge Erweiterungen, die das Zusammenspiel mit Evernote klaglos bewerkstelligen.

Kurz und knapp: Wenn ich irgendwann einmal von Evernote auf OneNote wechseln sollte, dann nicht, weil OneNote so gut ist, sondern weil Evernote mich dann zu sehr geärgert hat. Entweder durch erhebliche Preiserhöhungen oder durch weiteres Überladen des Programms. Zumindest bei letzterem scheint Evernote dazu gelernt zu haben. Man darf gespannt sein.

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[Foto von Unsplash [via pixabay], (CC0 Public Domain)]

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Wie Sie mit Dingbats Ihre Präsentation aufpeppen

Sie kennen sicher diese Symbolschriften unter Windows. Hierbei werden die “normalen” Buchstaben durch kleine Bildsymbole ersetzt. Die bekanntesten dieser “Schriften” dürften wohl Dingbats oder Wingdings sein. Es gibt aber noch mehr davon, manche kostenlos, manche in mehr oder weniger kostenpflichtigen Schriftsammlungen, z.B. hier oder hier.

Vor einiger Zeit habe ich in einem Beitrag beschrieben, wie Sie solche Bildschriften verwenden können, um auf einfache Weise Ihre Dokumente oder Präsentationsfolien aufzupeppen: Visualisieren mit Dingbats & Co.

Tom Kuhlmann ergänzt diese Hinweise durch seinen Artikel: Create Free Icons and Images in PowerPoint Using Dingbat Fonts. Er beschreibt für PowerPoint ab Version 2013, wie Sie Dingbat-“Buchstaben” in Vektorgrafiken umwandeln. Es gibt auch ein kurzes Video dazu:

Wenn Sie etwas tiefer einsteigen wollen, dann schauen Sie sich ein anderes Video mit einer detaillieren Beschreibung des Vorgehens an.

Mir gefällt die Idee. Vielleicht ist sie auch für den einen oder anderen Leser interessant.

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Michael Linenberger: Wie Sie TaskTask richtig einrichten

Ich mag Outlook für Windows (nicht für den Mac!) ja wirklich gerne. Für mich ist es die Schaltzentrale zur Organisation meiner Aufgaben. Ein Manko ist allerdings die Synchronisation von Outlook mit iOS-Geräten via Office 365/Exchange Server.

Während sich Kalenderdaten und Kontakte hervorragend mit den  eingebauten Apps von iPhone und iPad vertragen, sieht das beim Abgleich der Aufgaben ganz anders aus. Auch der Einsatz von Outlook für iOS hilft da nicht wirklich weiter. Aus diesem Grund empfehle ich in meinen Workshops gerne eine eigene App, die eigens für diesen Zweck entwickelt wurde: TaskTask.

Nun ist meine Aufgabenleiste in Outlook nach dem 1MTD-Prinzip (1-Minute-To-Do-List) nach Michael Linenberger eingerichtet. Wenn Sie diesem Ansatz auch mit TaskTask folgen möchten, dann kommen Sie um ein wenig Herumschrauben unter der Motorhaube nicht herum.

Doch keine Bange, es gibt eine ausführliche Komplettanleitung und zwar vom Meister selbst. In TaskTask iOS Tasks App for 1MTD & MYN, Complete Guide zeigt Ihnen Michael Linenberger höchstpersönlich, wie Sie TaskTask so einrichten, dass Sie die gewohnte Darstellung auch auf Ihrem iPhone/iPad wiederfinden.

Ich selbst habe TaskTask auf diese Weise konfiguriert, muss aber gestehen, dass ich die App dennoch so gut wie nie nutze. Das liegt aber weniger an dem Programm, sondern daran, dass ich Smartphone oder Tablet sehr selten für die tägliche Arbeit nutze. Ich brauche eine ordentliche Tastatur und bin deshalb beim Laptop geblieben.

Wenn Sie gerne mit iOS-Geräten arbeiten, dann sollten Sie auf TaskTask ein Auge werfen. Die App kostet mit $ 4,99 schließlich nicht die Welt.

BTW: Der o.a. Artikel ist ein Update eines älteren Beitrags, auf den ich im ToolBlog an anderer Stelle bereits hingewiesen habe.

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[Foto von Lia Leslie [via pixabay], (CC0 Public Domain)]

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10 Add-ons für Thunderbird und das Exchange-Problem

Dass ich meine Aufgaben unter Windows mit Outook organisiere, dürfte den Leserinnen und Lesern des ToolBlogs nicht entgangen sein. Für mich ist Outlook unter Windows in vielerlei Hinsicht das Mittel der Wahl, auch wenn das manche Mitmenschen gar nicht glauben können.

Wie gesagt, das gilt für Windows. Wenn ich unterwegs bin, nutze ich ein MacBook Air. Naiv, wie ich bin, habe ich mir auf diesem Laptop ebenfalls Outlook eingerichtet, natürlich in der Mac-Version. Mein Urteil über diese Programmversion ist vernichtend. M. E. hat Mac-Outlook mit dem Bruder für Windows nur den Namen gemeinsam. Das mag für Mac-User nicht weiter schlimm sein, denn sie kennen den Leistungsumfang von Outlook für Windows vielleicht gar nicht. Kurz und gut: Gefühlt können Sie mit der Mac-Variante nur 30% von dem tun, was mit Outlook für Windows möglich ist. Es ist z. B. nicht möglich, direkt aus einer E-Mail eine Aufgabe machen, es gibt keine Aufgabenleiste u.v.m.

Aus diesem Grund suche ich schon seit langem nach einer Alternative für Outlook für den Mac. Immer wieder stolpere ich dabei über den freien E-Mail-Client Thunderbird, der mir aus früheren Zeiten gut in Erinnerung geblieben ist.

Thunderbird lässt sich durch den Einsatz entsprechender Add-ons zu einem umfassende Organisationstool aufbohren. Hier wäre zu allererst Lightning zu nennen, ein Kalender- und Aufgabenmodul. Es gibt aber auch noch andere, wie z. B. tasks & mails. Darüberhinaus finden Sie dort Schnittstellen-Add-ons von Thunderbird zu bekannten Aufgabenmanagern wie Wunderlist, ToodleDo u.v.m.

Akshata Shanbhag hat eine Liste von Add-ons für Thunderbird zusammengestellt, die sie für unerlässlich hält: 10 Must-Have Thunderbird Addons (+ 25 More). Leider ist in der Zusammenstellung kein ausgesprochener Aufgabenmanager dabei. Offensichtlich bin ich der Einzige, der sich so etwas wünscht.

Bleibt noch das Problem, ob und wenn ja, wie man die Aufgaben mit Office 365 oder einem anderen Exchange-Server synchronisieren kann. Das ist beim reinen E-Mail-Verkehr kein Problem, da richtet man sich eine entsprechende IMAP-Verbindung ein. Aber wie geht das bei den Aufgaben?

Nach längerer Recherche bin ich auf eine Erweiterung gestoßen, die dieses Problem vielleicht lösen könnte: exchangecalendar. Leider ist es mir bislang noch nicht gelungen, dieses Add-on zum laufen zu bringen. Ich bin kein Geek und deshalb fehlen mir offensichtlich die nötigen Kenntnisse. Deshalb meine Bitte an die Leser: Wenn jemand eine Idee hat, wie dieses Add-on funktionieren könnte, dann melden Sie sich bitte.

Mein Dank wird Ihnen ewig nachschleichen!

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[Quelle Logo Thunderbird unter CC-BY 3.0]

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GTD auf dem Mac, ganz einfach

Ich muss gestehen, wenn ich eine Aufgabe auf dem Rechner lösen will, bin ich immer schnell dabei spezielle Software für das Problem zu suchen. Das hat mich in meinem Leben schon manches gekostet, sowohl an Zeit als auch an Geld. Dabei lassen sich viele Dinge schon mit den Bordmitteln erledigen, die den Computern bzw. Betriebssystemen beiliegen. Auf diese Möglichkeit hatte ich kürzlich hinsichtlich der Verarbeitung von pdf-Dateien hingewiesen.

Zur Grundausstattung jeden Mac gehört auch ein kleines, aber feines Programm namens Erinnerungen. Mit diesem kleinen Helferlein können Sie auf einfache Weise Listen aller Art erstellen, also auch To-do-Listen. Warum sollte man also diese unkomplizierte App nicht auch für die Aufgabenorganisation á la GTD verwenden?

Dies dachte sich wohl auch Sven Fechner und schrieb einen detaillierten Artikel darüber, wie er mit den „Erinnerungen“ sein System aufgesetzt hat: Simple GTD® with Apple’s Reminders App.

Im Prinzip besteht seine Variante aus Listen für

  • Das eingehende Zeug (in GTD-Jargon: „Stuff“)
  • Projekte und die damit verbundenen Ziele
  • To-do-Listen geordnet nach Kontexten (@Einkaufen, @Büro usw.)
  • Die Warten-auf-Liste
  • Eine Liste für @Irgendwann/Vielleicht
  • Eine Liste, die er „Tickler“ nennt und mit der er sich an bestimmte Dinge erinnern lässt. (Wer’s braucht…)

Wenn Sie iCloud nutzen, dann können Sie Ihre Listen auch mit Ihren anderen Apple-Geräten wie iPad oder iPhone synchronisieren. Sven gibt seinen Lesern auch noch ein paar weiterführende Tipps auf den Weg, mit denen man „Erinnerungen“ noch effizienter machen kann, z. B. mit #Tags.

Für mich als Möchte-gern-Minimalisten haben diese Lösungen großen Charme, denn sie sind simpel und preiswert bis kostenlos. Meine amerikanische Freundin und Kollegin hat mich einmal kopfschüttelnd „Software Junkie“ genannt. Ich gelobe, ich werde mich bessern. Durch die konsequente Anwendung von Bordmitteln.

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Wozu Sie pdf-Datein und –Editoren brauchen

Letzten Freitag habe ich einen kleinen Beitrag zu kostenlosen pdf-Tools geschrieben. Darin habe ich auch ein paar Gründe aufgezählt, warum ich pdf-Dateien sehr gerne einsetze. Der pdf-Spezialist foxit kann das natürlich viel besser und hat das in einer schönen Infografik dargestellt: Our 10 Cool Ways to Use PDFs.

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Und als namhafter Hersteller von Software zur Verarbeitung von pdf-Dateien gibt er gleich noch eine Infografik obendrauf: 10 Epic Reasons to Use a pdf Editor.

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Der Foxit-Reader ist übrigens sehr zu empfehlen. Die schlanke Variante unter den Leseprogrammen.

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5 kostenfreie pdf-Tools

Ein Datenformat, auf das ich schwer bis gar nicht verzichten kann, ist das Portable Document Format. Nahezu alle meine Arbeitsblätter, Angebote und vieles andere veröffentliche ich in diesem Format. Auch gibt es eine Vielzahl von Broschüren, die man im Internet herunterladen kann. Dank des pdf-Formats sehen sie dann im wahrsten Sinn des Wortes auch auf dem Bildschirm aus wie gedruckt.

Während das Erzeugen und Lesen von pdf-Dokumenten mittlerweile schmerz- und kostenlos funktioniert, ist das nachträgliche Bearbeiten schon schwieriger und oft nicht mehr ganz so günstig. Allerdings gibt es nette Anbieter, die Sie auch beim Editieren von pdf-Dateien nicht im Regen stehen lassen. Dan Price stellt 5 Free Tools to Edit PDF Files vor:

  1. Mit PdfBooklet können Sie aus pdf-Dokumenten kleine Broschüren erstellen. Die Einstellmöglichkeiten dieses kleinen Helferleins sind erstaunlich. So etwas ist immer nützlich, wenn man papiersparend die Information auf mehrere Seiten verteilt darstellen möchte. [Win, Linux]
  2. IlovePDF ist ein einschlägiges online-Portal, auf dem Sie unterschiedlichste Aufgaben erledigen können, z. B. die Umwandlung von Office-Daten in pdf und umgekehrt, das Zusammenführung verschiedener Dokumente oder die Komprimierung umfangreicher Dateien. Zum Bearbeiten müssen die entsprechenden Files hochgeladen werden.
  3. So wie ich das verstanden habe, ist der YACReader vor allem zum Lesen von Comics (!) entwickelt worden. Aber auch für andere Zeitgenossen ist er insofern interessant, als dass sich mit ihm Bilder in pdf-Dateien editieren lassen. Wer so etwas braucht…
  4. Warum der Gaaiho PDF Reader 4 ein besonderes Tool sein soll, erschließt sich mir auf dem ersten Blick nicht. Dan führt als Feature an, dass der Reader besonders ressourcenschonend daherkommt. Dennoch böte er viele Möglichkeiten, den Text z. B. mit Anmerkungen (Text, Form und Farbe) zu versehen.
  5. Viele wissen gar nicht, dass sie zum Erzeugen von pdf-Dateien unter Windows gar kein spezielles Programm benötigen. Das geht unter Windows 10 auch mit Bordmitteln.  Wie, das beschreibt Robert Schanze in einem Artikel (mit Videos): Windows 10: PDF erstellen – So geht’s. Was für Windows gilt, funktioniert beim Mac schon lange, wie ein Beitrag von MacEinsteiger beweist: PDF-Dateien erstellen & bearbeiten.

Mein Tipp: Schreiben Sie doch einmal auf, wie Sie wie oft auf welche Weise Ihre pdf-Dateien bearbeiten wollen. Für eine gelegentliche einfache Bearbeitung reichen die unter (5) beschriebenen Mittel sicher aus.

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Lernen mit Karteikarten: Anki

Sie kennen sicherlich das alte deutsche Sprichwort:




Übung macht den Meister.

Damit drückt der Volksmund eine Binsenweisheit des Lernens aus. Vor Vergessen können Sie sich nur dadurch schützen, dass Sie das einmal Gelernte ständig üben bzw. wiederholen.  Wissenschaftlich untersucht hat den Vorgang des Vergessens und Wiederholens zuerst der deutsche Psychologe Herrmann Ebbinghaus. Nach ihm benannt ist die berühmte Vergessenskurve (“ebbinghaussche Kurve”), die den Zusammenhang zwischen der vergangenen Zeit und dem Vergessen aufzeigt.

Im Prinzip versucht jede Lernmethode, dieser Vergessenskurve ein Schnippchen zu schlagen. Im Bereich des Lernens von Fremdsprachen hat sich die Lernkartei nach Leitner durchgesetzt, bei der z. B. Vokabeln durch eine ausgeklügeltes System so lange wiederholt werden, bis sie “sitzen”.

Während die Haptiker gerne mit einem realen Karteikasten aus Holz oder Pappe arbeiten, den sie manchmal sogar selbst gebastelt haben (Anleitung als pdf-Datei), greifen die computeraffinen Menschen lieber zur digitalen Version. Die Suche nach dem geeigneten Programm gestaltet sich allerdings etwas schwierig, denn das Angebot ist unübersichtlich. So haben Sie die Qual der Wahl. Ein kleine Auswahlhilfe bietet Ihnen eine einschlägige Übersicht in der Wikipedia.

Ich selbst habe heute Anki installiert, um damit meinen Spanisch-Wortschatz zu trainieren. Ausschlaggebend für die Wahl waren für mich:

  • Anki ist äußerst flexibel (um nicht zu sagen mächtig)
  • Das Programm läuft auf allen erdenklichen Plattformen
  • Die Karteikarten lassen sich beliebig gestalten
    (Lückentext, Bilder, sogar Videos)
  • Über AnkiWeb lassen sich die Karteikarten, Lernfortschritte etc. synchronisieren
  • Die Lernsoftware ist völlig ummesonscht

Die Mächtigkeit von Anki ist gleichzeitig auch ein  Nachteil. Man muss sich schon ein wenig damit befassen, leichte Bedienung geht anders. Zum Glück steht eine umfangreiche deutsche Dokumentation zur Verfügung. Außerdem gibt es auf YouTube Anleitungsvideos in Hülle und Fülle.

Natürlich kann man mit einem derartigen System nicht nur Vokabeln lernen.
Es eignet sich für alle Art von Wissen, das irgendwie abgefragt werden kann. Hier ein Beispiel für Jura-Lernbegeisterte:

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Ist E-Mail tot?

Dass E-Mail im Grunde genommen ein totes Pferd ist, von dem man endlich absteigen sollte, wird schon seit geraumer Zeit behauptet. So in einem Artikel von Lionel Valdellon: 3 Reasons Why Email is Dead. Um seine These zu unterlegen, nennt er folgende Gründe:

  1. E-Mail ist ein Push-System
    Auf Deutsch: Sie holen sich die Nachrichten nicht selbst ab, wenn und wann Sie sie brauchen, sondern Sie werden Ihnen aufs Auge gedrückt.
    Ich denke, das ist tatsächliche ein gewichtiger Grund gegen die Verwendung von E-Mails, denn dieser Umstand verführt dazu, sich ständig von eingehenden Nachrichten ablenken zu lassen. Warum das so ist, habe ich an dieser Stelle bereits beschrieben: Was das E-Mail-Programm mit einem einarmigen Banditen gemeinsam hat.
  2. E-Mail ist ein unorganisierter Aufbewahrungsort für Informationen
    Diese Einschätzung teile ich nicht. Hier kommt es ganz darauf an, wie Sie Ihr E-Mail-Programm einsetzen und die Nachrichten weiterverarbeiten. ”Know your tools”, heißt hier die Devise.
  3. E-Mail hat keinen eingebauten Arbeitsablauf
    Einspruch, Euer Ehren, und zwar gewaltig! Natürlich kann man das E-Mail-Programm mit einem Aufgabenmanager kombinieren, um einem durchdachten Arbeitsablauf zu folgen. In Outlook sind diese Funktionen sogar integriert. Wie das geht, zeigt Michael Linenberger auf eindrucksvolle Weise in seinem Buch.

Viele teilen die Ansicht von Lionel übrigens gar nicht. Jordie van Rijn zum Beispiel. Er ist so sehr von der Lebendigkeit der E-Mail überzeugt, dass er dem Thema sogar eine Website mit eigener URL gewidmet hat: Email is not dead. Dort versucht er, mit einer beeindruckenden Anzahl von statistischen Kennzahlen seine Behauptung zu untermauern. Auch finden Sie auf seiner Seite ein große Anzahl weiterführender Links, die das Thema E-Mail und ihren angeblichen Tod behandeln und zu widerlegen versuchen.

Ich habe übrigens den Titel von Jordies Website etwas verstümmelt. Eigentlich muss er heißen: “Email is not dead. But email IS changing.”

Dem schließe ich mich gerne an. Der Blick in meine Glaskugel sagt mir, dass die E-Mail nicht mehr das Kommunikationsmedium der Zukunft sein wird, aber sicher immer noch ein bedeutendes. Dies gilt insbesondere für den Informationsaustausch zwischen unterschiedlichen Organisationseinheiten. E-Mail für den internen Nachrichtenaustausch wird vermutlich deutlich an Bedeutung abnehmen. Diesen Part werden Kollaborationssysteme übernehmen.

Warten wir es ab.

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Wie Sie bessere E-Mails schreiben

Eigentlich müssten wir uns jetzt darüber einigen, was das Wort “besse” in der Überschrift heißen soll. Ich sag mal so: Wenn ich eine E-Mail bekomme, möchte ich sofort im Betreff erkennen können, was der Absender eigentlich von mir will. Zum anderen sollte der Inhalt knapp gehalten werden, in einem Umfang, der in urvordenklichen Zeiten dem Inhalt einer Postkarte entsprochen hätte. Weiteres Text- und Datenmaterial gehört für mich in den Anhang. Über den Abschluss einer E-Mail müssen wir uns in der Juristenrepublik Deutschland keinen Gedanken machen. Wie eine Signatur auszusehen hat, regeln (natürlich) entsprechende Vorschriften.

Auf einem Video der Zeitschrift Forbes sind noch einmal die wichtigsten Aspekte zusammengefasst:

[via Forbes]

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CmapTools in neuem Gewand

Es gibt Aufgabenstellungen, die sich sehr gut mit Mind-Maps bearbeiten lassen. Wie jede andere Methode auch, gibt es für die Anwendungen von Mind-Maps gewissen Grenzen. Diese liegen in der Baustruktur der Map, so dass dynamische Zusammenhänge wie Rückbezüglichkeiten nur schwer darzustellen sind.

Für “die Visualisierung von Begriffen (Concepts) und ihren Zusammenhängen” (Wikipedia) ist die Concept-Map das Mittel der Wahl. Dort werden durch gerichtete Pfeile die Abhängigkeiten zwischen den aufgeführten Elementen dargestellt. Eine fertige Concept-Map ähnelt dann einem Netzwerk.

Ich selbst habe Concept-Maps vor vielen Jahren in einer Weiterbildung zum vernetzten Denken nach Gomez und Probst kennen gelernt. Dort kamen damals mangels geeigneter digitaler Werkzeuge Pinnwände und Post-it®-Notes oder Whiteboards zum Zug. Tools, die gerade bei der Erstellung von Concept-Maps im Team nach wie vor großen Charme besitzen.

Nun kann man zwar auch mit Software zum Mind-Mapping Concept-Maps erstellen, wie z.B. auf dem Blog von XMind beschrieben wird. Allerdings ist diese Vorgehenweise etwas umständlich.

Ein bewährtes Programm, dass ausschließlich für Concept-Maps konzipiert ist, ist CmapTools vom Florida Institute for Human & Machine Cognition (IHMC). Mittlerweile ist eine regelrechte Suite erschienen, bestehend aus den Programmen CMapTools für PCs aller Plattformen, für iPad und für die Cloud. Zum Download müssen Sie sich registrieren und können etwas spenden, müssen aber nicht.

Wenn Sie mit der Erstellung von Concept-Maps noch nicht allzu vertraut sind, dann hilft Ihnen eine umfangreiche Einführung weiter, natürlich visualisiert mit einer Concept-Map. Auch für eine tiefergehende Dokumentation ist gesorgt.

Ich habe mit CmapTools bislang gute Erfahrungen gemacht und kann die Software nur empfehlen.

CmapTools

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GTD® mit Thunderbird

Wie die Leserinnen und Leser dieses Blogs wissen, bin ich bekennender Outlook-Fan. Zumindest, wenn es sich um die Windows – Version dieses mächtigen Personal Information Managers geht. Leider ist der Funktionsumfang von Outlook für den Mac bei weitem nicht so mächtig und in der neuen letzten Version wurden m. E. sogar noch ein paar “Verschlimmbesserungen” gegenüber dem Vorgänger vorgenommen. Sehr unbefriedigend das Ganze.

Aus diesem Grund bin ich für meinen Mac immer noch auf der Suche nach einem adäquaten Ersatz. Ein Programm, das mir schon zu früheren Zeiten sehr gut gefallen hat, ist der bekannte E-Mail-Client Thunderbird. Weil ein reines E-Mail-Programm jedoch Outlook nicht ersetzen kann, muss Thunderbird mit entsprechende Plugins aufgebohrt und auch sonst entsprechend angepasst werden.

Wie das geht, zeigen diese Artikel:

Leider sind die Artikel schon etwas älter. In der Zwischenzeit sind für einige wichtige Produktivitäts-Apps eigene Erweiterungen für Thunderbird erschienen, so etwa für Todoist, Remember the Milk der Toodledo, die aber schon wieder eingestellt oder zwar noch erhältlich sind, aber nicht mehr gepflegt werden. Schade.

Thunderbird und der Exchange-Server

Für mich sind solche Lösungen auch nur eingeschränkt interessant, vielmehr würde ich mit Thunderbird & Co gerne auf meinen Exchange-Server unter Office 365 zugreifen. Das scheint mit einiger Pfriemelei zu gehen, wie man z. B. in der Anleitung der TU Dresden nachlesen kann: Konfiguration von Thunderbird als Client für den Exchange-Dienst der TU-Dresden. Beschrieben wird hier die Anbindung der E-Mail- und der Kalenderfunktion.

Dass E-Mail und Kalender sich hervorragend mit einem Exchange-Server vertragen, wusste ich schon von iPhone und iPad. Was ist aber mit dem Aufgabenmanager? Für mich ist der Aufgabenmanager unverzichtbarer Bestandteil meiner Arbeitsorganisation. Leider konnte ich bislang noch keine befriedigende Lösung für dieses Problem finden. Bislang, denn es gibt einen Silberstreifen am Horizont, in Form des Exchange EWS Provider. Die Erweiterung ist ummesonscht, herunterladen können Sie das Plugin unter GitHub. Ein Pferdefuß hat das Ganze allerdings. Auch wenn das Programm von der Fa. Ericsson gepflegt wird, sieht das ganze doch nach Technikkram für Fortgeschrittene aus. Daran ändert auch die umfangreiche Dokumentation nichts. Ich zumindest traue mir die Installation und Einrichtung nicht so ohne weiteres zu.

Deshalb eine Bitte: Wenn Sie mehr Ahnung von der Materie haben als ich und Lust verspüren, den Exchange EWS Provider einmal auszuprobieren, dann lassen Sie uns an Ihren Erfahrungen teilhaben. Ewiger Ruhm ist Ihnen sicher!

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[Quelle Logo Thunderbird unter CC-BY 3.0]

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