Archiv der Kategorie: Selbstorganisation

Wie Sie Ihre Dateien zweckmäßig benennen

Das Einzige, was ich den Teilnehmern meiner Workshops zum effizienten Zeitmanagement nicht so gern zeige, ist die Verwaltung der Dateien. Ich muss gestehen, ich bin sehr unzufrieden damit, denn die Ordnung der Ablage ist nicht besonders durchdacht. Eigentlich ist sie gar nicht durchdacht, denn sie ist seit den Uraltversionen von Windows mehr oder weniger im Wildwuchs entstanden. Damals habe ich mir z. B. bei der Vergabe von Dateinamen keinen großen Kopf gemacht. Vielmehr wurde die Datei danach bezeichnet, was ich gerade im Kopf hatte. Systematisch geht anders und die Quittung bekomme ich immer dann, wenn ich in den Weiten meiner Festplatte nach einer bestimmten Datei suche, die ich sonst selten brauche.

Leider hat sich bei mir bis heute an dieser, wie ich zugebe, unprofessionellen Vorgehensweise nicht allzu viel geändert. Allerdings bin ich heute über Evan Troxels Artikel The Best Way to Name Your Files  gestolpert und ich denken, das Dateileben wendet sich ab sofort zum Besseren. Evan bezieht sich in seinem Artikel wiederum auf David Spark und seinen Beitrag How I name files on my Mac, der auch sehr lesenswert ist.

Evan nennt 6 Grundregeln für effektive Dateibezeichungen:

  1. Die Dateinamen sollten anschaulich sein
  2. Sie sollten durchgängig nach demselben Schema aufgebaut sein
  3. Verwenden Sie nur Kleinbuchstaben
  4. Vermeiden Sie Sonderzeichen
  5. Sie sollten das Datum enthalten
  6. Die Versionsnummer sollte enthalten sein

Zu 1 erteilt uns Evan den Rat, Ausdrücke wie „endgültig“, „letzt“ und ähnliche tunlichst zu vermeiden. Anhänger agiler Methoden werden sofort verstehen warum: Perpetual Beta. Wann ist eine Version schon „endgültig“.

Wenn Sie den o.a. Regeln folgen, dann könnte ein Dateiname für diesen Artikel so aussehen:

170731 toolblog – artikel – bezeichnung von dateien 01.txt

Zuerst kommt das Datum. Evan schlägt das Format nach ISO 8601 vor, ich benutze das oben genannte, einfach weil ich es jetzt schon verwende. Ich habe damit gute Erfahrungen gemacht, besonders beim Sortieren. Es folgt eine klare Beschreibung. Das kann sein der Name eines Projekts, eines Kunden usw.   hier sehe ich, dass die Datei für das ToolBlog benutzt wird. „artikel“ ist selbsterklärend, bei der Datei handelt es sich um einen Artikel. Der Inhalt wird kurz durch „bezeichnung von dateien“ gekennzeichnet, es folgt die Versionsnummer. Bitte vergessen Sie nie das Dateiformat, sonst wissen Sie in ein paar Jahren vielleicht nicht mehr, mit welchem Programm Sie die Datei öffnen können. Ich weiß, von was ich spreche.

Mir leuchtet dieser Aufbau von Dateinamen ein und ich habe mir vorgenommen, ihn in Zukunft für meine Ablage zu verwenden. Darüber hinaus sehe ich auch eine analoge Verwendung für meine Notizen in Evernote.

Sollten Sie einen Mac benutzen, dann gibt Ihnen Evan in seinem Artikel weitere Tipps, mit denen Sie Ihre Ablage automatisieren können. Er verwendet dazu die Apps TextExpander und Default Folder X. Alternativen für Window könnten TastenTrick oder RecentX sein.

Ich werde diese Art der Dateibezeichnung auf jeden Fall ausprobieren, denn ich verspreche mir mit ein wenig Selbstdisziplin einen großen Nutzen.

Haben Sie auch ein System, wie Sie Ihre Dateien bezeichnen? Wenn Sie es mit uns teilen möchten, dann hinterlassen Sie doch einen Kommentar.

Nachtrag (17. 8.2017)

Ein paar Gedanken insbesondere zur Ablage elektronischer Dokument finden Sie auch bei K. J. McCorry: How to Organize Computer Documents.

 

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Aufgewärmt: GTD in der Hosentasche

Pocketmod kennt der werte Leser dieses Blogs bereits. Dabei handelt es sich um raffiniert aus DIN A 4 Blättern gefaltete Minibroschüren, die man jederzeit und immer mit sich herumtragen kann. Neben einer Fülle von von Vordrucken für Notizen usw. gibt es auch einen Spickzettel für GTD: Daily Guide to Getting Things Done (pdf). Leider gibt es in Amerika kein Impressum, ich hätte den Autoren gerne genannt. Auf dem Blog dieses Anonymus namens Life Learning Today gibt es noch andere interessante Vordrucke für Pocketmod:

Ich benutze diese Pocketmods zwar derzeit nicht, aber wer weiß, sie passen hervorragend ins Notizbuch.

[Dieser Artikel erschien im ToolBlog zuerst am 22. 09. 2009]

Zeitmanagement auf Karteikarten

[Foto von AnnasPhotography [via pixabay], (CC0 Public Domain)]

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Die große Seite der kleinen Kniffe: easyhack.de

Es gibt englische Ausdrücke, die sich nicht so einfach übersetzen lassen. „Lifehack“ ist so einer. Zu verstehen sind darunter kleine Alltags-Kniffe, die das Leben erleichtern und die Effizienz erhöhen sollen. Im Internet gibt es eine ganze Reihe von Blogs, die sich mit nichts anderem als mit Lifehacks beschäftigen. Das bekannteste Blog dürfte hierzulande wohl der Lifehacker sein, sozusagen das Urblog zum Thema. Auch YouTube ist eine wahre Fundgrube, Sie müssen nur einmal die Suchfunktion bemühen.

Manchmal kommt es vor, dass man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht. So ist mir bisher entgangen, dass es neben den vielen englischsprachigen Websites auch ein Angebot in Deutsch gibt: easyhack.de.

Auf easyhack.de finden Sie mehr als 500 Kniffe, die Ihnen auf Deutsch erklärt werden. Sie finden Sie in Kategorien wie:

  • Freizeit
  • Geld
  • Kleidung
  • Essen und Trinken
  • Technik
  • und vieles mehr

Sogar einen eigenen Unterpunkt zur Motivation gibt es.

Einen wichtigen Umstand gilt es allerdings zu beachten. Die Menge hat noch nichts mit der Qualität  der Lifehacks zu tun. Ob es sich bei dem Kniff um eine Perle handelt oder um einen Flop, müssen Sie selbst herausfinden. Oder Sie bemühen diesen YouTube-Kanal: So geht das. Ich finde die Art der Moderatorin etwas nervend, deswegen bleibe ich beim Englisch und verweise auf dieses Video von Mental Floss:

[via Wikipedia]

 

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Wikipedia: Das Buch zum Zeitmanagement

Aus gegebenem Anlass, wie es so schön heißt, habe ich unlängst wieder einmal in der Wikipedia gestöbert. Ich war auf der Suche nach einem Begriff aus dem Zeitmanagement. Den habe ich zwar nicht gefunden, aber dafür andere interessante Beiträge zu diesem Themengebiet.

Was ich auch entdeckt habe, ist die Buchfunktion. Damit können Sie als eingetragener Wikipedia-Nutzer interessante Seiten in einer pdf-Ansicht abspeichern und Ihre Sammlung dann als Buch zusammenstellen. Genau das habe ich gemacht und herausgekommen ist ein Wikipedia-Buch zum Zeitmanagement. Es besteht derzeit aus 20 Artikeln (Wikipedia-Seiten), die grob geordnet sind nach grundsätzlichen Begriffen (wie ALPEN), Methoden (wie Pomodoro-Technik) und Namen (wie Peter Drucker).

Ich finde die Druckqualität gut, die Darstellung sehr aufgeräumt. Wenn Sie das Buch herunterladen möchten, dann können Sie das hier tun. Vielleicht möchten Sie das Buch aber auch ergänzen, denn ich bin mir sicher, dass es noch unentdeckte Wikipedia-Schätze zu heben gibt. Allerdings bin ich noch nicht ganz durchgestiegen, wie das in direkter Weise auf der entsprechenden Seite funktioniert. Aber es geht auch so: Hinterlassen Sie einfach einen Kommentar mit einem Link zum entsprechenden Wikipedia-Artikel und ich werde das Buch um ein weiteres Kapitel ergänzen.

Wenn Sie finden, dass ein wichtiger Begriff zum Zeitmanagement in der Wikipedia noch gar nicht vorhanden ist, dann schreiben Sie doch selbst einen neuen Artikel. Ich nehme ihn dann in das Buch auf. Wie Sie aus dem ersten Absatz dieses Artikels entnehmen können, steht dies bei mir bereits auf der Liste.

Buch zum Zeitmanagement

[Foto von Pexels [via pixabay], (CC0 Public Domain)]

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Aufgewärmt: E-Mail, ganz einfach

David Allen und sein Team pflegen immer zu sagen: “GTD is tool-agnostic”. Auf deutsch, GTD funktioniert unabhängig vom Werkzeug, das Sie einsetzen. Wichtig ist, das Wesentliche der Methode erfasst zu haben und zu wissen, warum man das macht, was man macht. Insofern halte ich die endlosen Diskussionen über das technische Instrumentarium für mitunter überzogen. Im Gegenteil: Ich finde es besser, z. B. Outlook oder Notes “zu Fuß” einzurichten, anstatt ein Add-on zu verwenden, das mir eine Lösung vorkaut, mit der ich letztlich auch wieder nicht zufrieden bin. Eine gute Hilfestellung bieten da die einschlägigen Broschüren der David Allen Company, die mit 10$ ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis aufweisen.

Scott Scheper hat vor langen Jahren einen hervorragenden Artikel über den Umgang mit E-Mail geschrieben: Email and Focus. Er ist es wert, noch einmal aufgewärmt zu werden. Zu Anfang seines Beitrags schreibt er:

There’s thousands of applications out there for email productivity. You’ll find long sales letter pages preaching the next “magic bullet” or “ultimate email productivity success system.” Yet, most productivity applications do a better job in confusing chaos than solving chaos.

Eben, und weiter…

Effective email use is simple.

Wie einfach es ist, zeigt Scott in seinem Fließschema zur E-Mail-Verarbeitung, das Sie in dem Beitrag betrachten können (ich traue mich aus rechtlichen Gründen nicht, die Skizze hier abzubilden.

[via Lifehacker]

Wer es komplizierter mag, der greife auf diese Infografik von NetCredit zurück: How to Prioritize Your Inbox.
Weiterlesen

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15 Angewohnheiten, die Ihre Produktivität zerstören

Ich muss gestehen, dass es mir auch nicht immer gelingt, meine Produktivität auf dem Niveau zu halten, das ich selbst von mir erwarte. Es hat sich daher als nützlich herausgestellt, in gewissen Abständen meine Arbeitsweise zu überprüfen. Es lässt sich nämlich kaum vermeiden, dass sich nach einer gewissen Zeit Gewohnheiten einschleichen, die die eigene Leistungsfähigkeit wirkungsvoll sabotieren. Und dann muss man eben die eigenen Gewohnheiten von überflüssigem Ballast befreien. Schließlich stutzt auch jeder Gärtner in festen Abständen seine Sträucher, weil sie sonst zu wuchern anfangen und aus der Form geraten.

Rashelle Isip beschreibt in ihrem Beitrag 15 Bad Habits Which Always Destroy Your Productivity einige dieser schlechten Angewohnheiten:

  1. Sie brauchen für einfache Aufgaben einfach zu lange
    Wenn Sie feststellen, dass Sie für einfache Routinearbeiten zu viel Zeit aufwenden müssen, dann haben Sie verschiedene Möglichkeiten. Sie könnten diese Aufgabe zum Beispiel delegieren, vielleicht an einen (virtuellen) Assistenten. Outsourcing heißt das im Managersprech. Eine andere Option wäre die Automatisierung der Tätigkeit. Gibt es ein Programm, z.B. für Tastaturkürzel, das Sie schneller machen könnte?
  2. Sie gehen mit sich selbst zu hart ins Gericht, wenn Sie nicht fertig werden
    Sehen Sie der Wahrheit ins Auge. Jeder hat sich schon mal bei der Dauer einer Tätigkeit verschätzt. Oder es ist etwas Wichtiges dazwischengekommen und hat Ihre Kreise gestört. Dann nützt es nicht, trübsinnig zu werden. Vielmehr ist es besser, das Unvermeidliche zu akzeptieren. Fassen Sie das bisher Erreichte zusammen und definieren Sie klar, wie und mit was Sie Ihre Tätigkeit nach der Unterbrechung wieder aufnehmen werden.
  3. Sie verbringen den ganzen Tag mit Planung
    Es soll tatsächlich Leute geben, die sich halbtot planen. Vielleicht um gar nicht erst anfangen zu müssen, denn wenn man nichts tut, dann macht man auch nichts falsch. Aber zumindest erweckt man den Anschein etwas zu tun, denn schließlich plant man ja. Das ist nichts anderes als das Werfen von Nebelkerzen. Allerdings verzieht sich der Rauch auch wieder und dann sind Sie kein Stück weiter gekommen. Fangen Sie also endlich an.
  4. Sie sitzen stundenlang am Schreibtisch
    Sie können nicht endlos konzentriert arbeiten. Bei Cal Newport habe ich gelesen, dass man „Deep Work“ allenfalls vier Stunden durchhalten kann. Die meisten von uns schaffen nicht mal das. Sorgen Sie also für regelmäßige Pausen, in denen Sie sich am besten an der frischen Luft bewegen. Das ist gut für Ihre Konzentrationsfähigkeit und Ihre Kreativität.
  5. Sie lassen regelmäßig das Essen ausfallen
    „Ein gesunder Geist in einem gesunden Körper“, meinten schon die alten Römer. Neben Pausen und Bewegung gehört auch die gesunde Ernährung dazu.
  6. Sie quälen sich mit Apps ab, die Sie eigentlich nicht mögen
    Ich persönlich habe mir eine Limit gesetzt: Wenn ich nicht nach spätestens einer Woche Einarbeitung mit einem Programm zurecht komme, dann fliegt es wieder von meinem Rechner. Umgekehrt, wenn sich etwas bewährt hat, dann probiere ich nicht etwas Neues aus.
  7. Sie warten auf den perfekten Moment um eine Arbeit zu beginnen
    Den „perfekten“ Moment gibt es nicht, kann es auch gar nicht geben.  Es gilt das unter (3) Gesagte: Fangen Sie endlich an!
  8. Sie schauen alle naselang nach neuen E-Mails
    Ein Klassiker, der keiner weiteren Erläuterung bedarf.
  9. Sie tun das Erstbeste, das auf Ihren Schreibtisch kommt
    In der Regel können Sie (noch) nicht beurteilen, was „da rein kommt“. Machen Sie sich zuerst einmal klar, was mit dem „Zeug“ verbunden ist. Verarbeiten Sie die Information. Ist sie  überhaupt mit einer Tätigkeit verbunden? Müssen Sie überhaupt irgendetwas tun?
  10. Sie betreiben Multitasking
    Ein Klassiker, der keiner weiteren Erläuterung bedarf.
  11. Sie gehen unvorbereitet in Besprechungen
    Entweder Sie wollen in einer Besprechung etwas lernen oder Sie möchten etwas beitragen. In beiden Fällen ist Vorbereitung nötig: Was wollen Sie erfahren, was können Sie beitragen?
  12. Sie machen keine regelmäßige Durchsicht
    Es ist sinnvoll, von Zeit zu Zeit das System zu überprüfen. Einmal am Tag, einmal in der Woche. Wo stehen Sie gerade? Was müssen Sie „einstielen“?
  13. Sie schieben die Schuld auf Ihre Werkzeuge
    Wenn Ihr Werkzeug tatsächlich nichts taugt, dann wird es Zeit, es schleunigst auszutauschen (s. Punkt 6). Wenn das nicht geht, dann sollten Sie schnellstmöglich den Gebrauch erlernen und sich darin üben: Know your tools!
  14. Sie warten bis zum letzten Drücker
    Hier bin ich nicht uneingeschränkt der Meinung von Rashelle. Man kann das durchaus unterschiedlich betrachten, so wie z. B. Lorin MacCann: Getting Things Done vs. Procrastinate on Purpose: Hacking Time Management. Ich selbst schiebe durchaus manche Tätigkeiten so lange auf, bis mir ein gewisser Druck im Nachen sitzt und bin bis jetzt gut damit gefahren.
  15. Sie weigern sich, neue Fertigkeiten zu erlernen
    Ich gehe noch einen Schritt weiter. Man muss das Erlernte dann auch anwenden und damit üben. Nur so erreicht man die Meisterschaft, die für eine hohe Produktivität notwendig ist.

Ich denke, es kann nur von Vorteil sein, die eigene Arbeitsweisen in gewissen Abständen kritisch zu hinterfragen. Die Liste von Rashelle kann zu diesem Zweck als Checkliste dienen.

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Was Ihnen hilft, etwas zu Ende zu bringen

Sicher kennen Sie Menschen, die einfach alles, was Sie in die Hand nehmen, auch erfolgreich zu Ende bringen. Andere wiederum arbeiten an zig Baustellen und bekommen einfach nichts fertig. Im Studium hatte ich zwei Kommilitonen, die genau diese zwei entgegengesetzten Eigenschaften verkörperten. Während des Praktikums im Papierlabor war der eine ständig am Wirbeln und musste trotz immenser Anstrengung feststellen, dass er den Fertigstellungstermin wohl wieder nicht einhalten konnte. Dem anderen konnten Sie sprichwörtlich beim Gehen die Schuhe besohlen und dennoch konnte er immer weit vor dem Endtermin seine Laborarbeit beenden. Kein Handgriff zuviel und trotzdem gerade deshalb erfolgreich.

Was trennt nun die Spreu vom Weizen, woran liegt es, dass manche ihre Arbeit zum gewünschten Zeitpunkt zu Ende bringen können und andere nicht?

Mary C. Lama ist Psychologin und hat genau darüber ein Buch geschrieben, deren wichtigste Erkenntnisse Martin Zwilling in seinem Artikel These Are the 7 Things That Drive People to Get Things Done, According to Psychology zusammenfasst. Die Antreiber für Menschen, die immer ihre Aufgaben und Projekte rechtzeitig zu Ende bringen, sind demnach:

  1. Der Akt des Zu-Ende-Bringens regt sie an
    Für viele Menschen ist es ein befriedigendes Gefühl, „einen Haken dran zu machen“. Es ist bekannt, dass die meisten Menschen einen Drang haben etwas abzuschließen und „rund zu machen“. Beachten Sie dazu auch den Zeigarnik-Effekt, der das Gegenteil davon beschreibt.
  2. Das Einhalten eines Endtermins motiviert sie
    Viele werden dadurch motiviert, dass sie sich ständig das zu erreichende Ziel vor Augen halten. Das Gilt auch für die Deadline.
  3. Sie möchten Scham, Angst und die Furcht vor dem Misserfolg vermeiden
    In diesem Zusammenhang möchte ich Sie an die Angst des Studierenden vor dem Abgabetermin erinnern. Kenne ich aus eigener Erfahrung.
  4. Sie freuen sich über die Anerkennung von Anderen
  5. Das Streben des Perfektionisten nach vorzüglicher Leistung
    Aufpassen! Hier ist nicht die schädliche Ausprägung im Sinne der inneren Antreiber gemeint, sondern vielmehr die Freude an der eigenen Leistung.
  6. Eine starke emotionale Verpflichtung bezüglich persönlicher Ziele
  7. Die Bereitschaft und Fähigkeit schnell aus Fehlern zu lernen
    Hier geht es um enge Feedbackschleifen, „agiles“ Arbeiten, wenn Sie so wollen.

Sie merken schon hier geht es nicht um Tipps und Tricks zur Erreichung von größtmöglicher Effizienz. Vielmehr werden grundsätzliche Einstellungen und Eigenschaften für erfolgreiches Arbeiten beschrieben.

Erfolgreiches Arbeiten als eine Frage der Haltung sozusagen.

Wie Sie Ihre Ziele erreichen

[Foto von David Mark [via pixabay], (CC0 Public Domain)]

 

Das Buch zum Artikel

WHAT MOTIVATES GETTING THINGS (Gebundene Ausgabe)
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Papierplaner zum Ausdrucken

Für die Haptiker unter den Leserinnen und Lesern habe ich einige Male schon auf Papierplaner zur Organisation der eigenen Aufgaben hingewiesen. Ich darf erinnern an:

Diese Aufzählung möchte ich ergänzen um einen Beitrag von Mihir Patkar: 7 Single-Page Productivity Planners To Organize Your To-Do List. Vorgestellt werden der

  1. 1-Page Productivity Planner
    Dieses Arbeitsblatt dient der Verfolgung von drei persönlichen Projekten, die jeweils in 5 Einzelschritte zerlegt werden. Außerdem finden Sie eine Rubrik für Menschen, die Sie kontaktieren müssen sowie einen Abschnitt für @WartenAuf (Sie wissen schon…). Abgerundet wird das ganze durch Aufgaben (Prioritäten), die heute unbedingt noch erledigt werden müssen. Freunden des Ansatzes von Michael Linenberger kennen dies als „Critical-Now“-Aufgaben. Der Autor des Arbeitsplatzes, Brendon Burchard, erklärt hier die Vorgehensweise genauer, ein bisschen laut, wie ich finde:
  2. Storyline Productivity Schedule
    Donald Miller heißt der Erfinder dieses Worksheets. Er geht davon aus, das es besser sei, seine mentale Energie statt seiner Aufgaben zu verwalten.
    Diese To-do-Liste ist schon etwas anspruchsvoller, denn es geht hier um den Zweck des eigenen Daseins (nach V. Frankl) und um das, was man mit Freude tut (nach N. Fiore). Trotzdem fehlen auch hier nicht die Felder für einzelne Aufgaben und Termine. Anschließend können Sie täglich Ihr Lebensmotto oder -Thema notieren, damit Sie es immer vor Augen haben. Zu dem Arbeitsblatt wird eine ausführliche Anleitung mit theoretischem Hintergrund gleich mitgeliefert.
  3. 3×5 do-to
    Hier handelt es sich um einfache Vorlagen im Format einer Karteikarte, aufgeteilt lediglich für Aufgaben am Vormittag und für welche am Nachmittag. So etwas kennen Sie in etwas raffinierterer Form vom Hipster PDA oder von den X17-MindPapers.
  4. Jillee’s Daily Planner
    Auch dieser Planer ist eher einfach gestrickt und stellt Ihnen, allerdings schön bunt, die Felder „To-Do“, Termine, Pausen (!) und Notizen zur Verfügung.
    Interessant finde ich tatsächlich, dass Sie sich für Frühstück, Mittag- und Abendessen Vermerke machen können. M.E. sollte dies aber nicht dazu führen, dass Sie auch diese Pausen noch mit Arbeit ausfüllen. Allein beim Ausdruck „Arbeitsessen“ sträuben sich bei mir die Nackenhaare.
  5. The Emergent Task Planner
    Dieser Planer ist eine ausgeklügelte Kreation von David Seah, über die ich im ToolBlog auch schon berichtet habe. Allerdings habe ich den Artikel im Archiv abgelegt. Wenn Interesse besteht, wärme ich ihn gerne auf. David Seah selbst hat dazu eine kleine Anleitung geschrieben. BTW: Es gibt auch eine deutsche Fassung (in Farbe oder s/w), dann fällt das Verständnis vielleicht leichter.
  6. The Productivity Jumpstarter
    Dies ist nur eine von vielen Arbeitsblättern, die Sie auf der Website von ProductiveFlourishing kostenlos herunterladen können. Zu allen gibt es auch ausführliche Hintergrundinformationen.
  7.  The Daily Routine
    Ein Planer von Andrea Dekker, der sich insbesonere an Mitmenschen mit heimischem Arbeitsplatz richtet. Wie der Name schon sagt, geht es hier um den Aufbau und die Beibehaltung täglicher Routinen. Im Vordruck finden Sie z. B. einen Speiseplan oder Abschnitte für Leibesübungen und Wasser trinken.

Wenn Sie gerne mit Papier und (Blei-) Stift arbeiten, dann finden Sie sicher bei dieser Auswahl einige Anregungen.

Alle Templates erhalten Sie im pdf-Format zum sofortigen Download und Ausdruck. Sie können die Vorlagen natürlich auch an Ihre Bedürfnisse anpassen.

[Foto von Steve Buissinne [via pixabay], (CC0 Public Domain)]

 

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Die Liste der alternativen Zeitbegriffe

In Peter Senges „Fieldbook zur Fünften Disziplin“ finden Sie eine interessante Übung mit dem Namen „Die linke Spalte“. Es geht darum, herauszufinden, was wirklich hinter einer Aussage steckt.

Die Vorgehensweise ist einfach: Sie bereiten einen Zettel mit zwei Spalten vor. Als Überschrift über die linke Spalte schreiben Sie „Was ich gedacht habe“ und über die rechte „Was wir gesagt haben“. Die Übung soll dazu dienen, Kommunikationsblockade zum Beispiel in Besprechungen zu identifizieren. Wenn Sie Näheres zu der Übung erfahren möchten, Georg Dietrich hat eine Anleitung dazu verfasst (pdf-Datei).

An etwas ähnliches muss auch Marco Kaye bei seinem Artikel Corporate Time Equivalents gedacht haben. In seinem Beitrag listet er Zeitbegriffe auf, die in Unternehmen oft verwendet werden und liefert die Übersetzung gleich mit:

“Just a sec” = 5 minutes

“Quick meeting” = 3 hours

“Brainstorming session” = the entire afternoon, but everyone involved gets to sneak out early

Ich denke, Sie haben das Prinzip verstanden. Eins zu eins sind die Begriffe sicher nicht auf deutsche Verhältnisse zu übertragen. Immerhin spielen kulturelle Aspekte immer eine Rolle, wenn es um Zeitbegriffe geht. Während eines Aufenthalts im Mexiko wurde mir z. B. erklärt, dass die Aussage eines Kellners „Momentito“ alles bedeuten könne, von 3 Minuten bis 3 Jahre.

Vielleicht können wir ja gemeinsam eine Übung „linke Spalte“ machen. Kennen Sie derartige Ausdrücke auch aus Ihrem Arbeitsalltag, z. B. dem Projektmanagement? Sie müssen ja nicht auf die Zeit begrenzt sein, derartige „Umschreibungen“ gibt es schließlich auch für andere Gebiete. Was wird gesagt, was ist tatsächlich gemeint?

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GTD® mit TiddlyWiki

Vor einiger Zeit habe ich hier im ToolBlog darüber geschrieben, wie Sie sich mit TiddlyWiki organisieren. TiddlyWiki ist unter den Personal Wikis quasi ein Methusalem und da wundert es nicht, dass es auch Anpassungen gibt, mit denen Sie Ihre Aufgaben organisieren können.

Eine der ersten Anwendungen dieser Art war MonkeyGTD. Dieses Programm ist mittlerweile in mGSD übergegangen.

Auch GSD5 ist eine Anpassung von TiddlyWiki an David Allens Methode. Die Autoren geben zu, sich stark an mGSD anzulehnen. Sogar an ein Tickler File wurde gedacht und in Form eines Plugins realisiert.

Wenn Sie eine deutschsprachige Lösung bevorzugen, dann lohnt sich vielleicht ein Blick auf tbGTD.

Übrigens liefern alle Autoren brauchbare Dokumentationen für ihre Anwendungen. Das soll lobend erwähnt werden, denn nicht immer bekommt man derartigen Luxus geboten.

Ein Vorteil hat die TiddlyWiki-Lösung allemal. Sie müssen sich weder irgendwo registrieren noch ein eigenes Programm installieren. Ihr Browser genügt zum Betrieb vollständig.

Ist doch auch etwas.

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