Archiv der Kategorie: Projektmanagement

Die 70/20/10 Regel nach Google

Es gibt viele Ansätze, wie Sie Ihre Arbeitszeit ansetzten können. Auf eine interessante Weise der Arbeitseinteilung bin ich in einem Artikel von Noah Weiss gestoßen: Manage your time like Google invests its resources: 70/20/10..

Noah zitiert in seinem Beitrag einen Aussage von Eric Schmidt aus dem Jahr 2005:

Wir verwenden 70% unserer Zeit auf unser Kerngeschäft Suche und Werbung. Wir verwenden 20% auf angrenzende Geschäftsfelder: Google News, Google Earth und Google Local. Und 10% sind den Dingen gewidmet, die tatsächlich ganz neu sind.

In dem Artikel gibt Noah Beispiele für die Zeiteinteilung für verschiedene Rollen: Designer, Techniker und Vertriebsmitarbeiter.

Noah, der auch VP Product bei Foursquare ist, überträgt dieses Prinzip auf sein Konzept „#now, #next, #later„. Er teilt die Projektarbeit in diese drei Kategorien ein:

* #now: Zeitraum von 2 – 4 Wochen („be-weekly sprints“)
* #next: Zeitraum von 1 – 3 Monaten
* #later: mehr als 3 Monate

Ich bin mir nicht sicher, ob sich diese Vorgehensweise 1:1 auf die persönliche Selbstorganisation anwenden lässt. Aber für mich war insbesondere der erste Artikel ein Anstoß, darüber nachzudenken, wie die Einteilung der eigenen Arbeitszeit auch vorgenommen werden kann.

Die Botschaft: Reservieren Sie einen gewichtigen Anteil Ihrer Zeit für die eigene Entwicklung.

Schreibe eine Antwort

Die Galerie für Personal Kanban

Personal Kanban findet als Methode zum Organisieren von persönlichen Projekten immer mehr Anhänger. Aus diesem Grund hatte ich diesen Ansatz schon öfter im ToolBlog auf dem Schirm  auch wenn ich sie persönlich nicht anwende.

Gerry Kirk ist Trainer und Berater für Personal Kanban. In der Personal Kanban Gallery stellt er eine vielzahl von Beispielen zur Methode mit zahlreichen Bildern und einer knappen Beschreibung des Hintergrunds vor. Wenn Sie noch nicht recht wissen, wie Sie Personal Kanban einsetzen sollen, dann ist seine Übersicht bestimmt das richtige für Sie.

Schreibe eine Antwort

Podcast 014: Im Gespräch mit Andreas Tremel

Andreas Tremel

 

Gestern Abend habe ich mit Andreas Tremel geplaudert. Andreas ist Geschäftsführer der InLoox GmbH. Das unternehmen entwickelt die gleichnamige Anwendung, mit der man Projekte innerhalb von MS Outlook planen und organisieren kann. Ich habe Andreas auf dem letzten PM Camp in Dornbirn kennengelernt (wo sonst?)-

Unsere Themen:

  • Wie InLoox entstanden ist und wie sich das Unternehmen entwickelt hat
  • Nach welchen Kriterien Projektmanagementsoftware ausgewählt wird
  • Glaskugel: Wohin sich Microsoft entwickelt und wie die Zusammenarbeit funktioniert
  • Möglichkeiten und Grenzen des Cloud Computing
  • Wie sich Andreas organisiert
  • Die Teilnahme an PMCamps (natürlich!)
  • u. v. m.

 

 

Hier die  Links zum Podcast:

Und hier das Foto mit den vielen Tools vom PMCamp 2014 in Dornbirn:

foto

 

Viel Spaß beim Hören!

Schreibe eine Antwort

Podcast 013: Im Gespräch mit Thomas Mathoi

Mathoi

 

Nach längerer, teils unfreiwilliger, Pause freue ich mich, wieder einen Podcast veröffentlichen zu können. Diesmal habe ich mich mit Thomas Mathoi unterhalten. Thomas ist Bauingenieur und Baumeister in Graz. Als solcher begleitet er Bauherren bei Hochbauprojekten. Klar, wenn einer was über Projekte erzählen kann, dann er.

Unsere Themen:

  • Die Besonderheiten der Arbeit von Thomas
  • Projekte im allgemeinen und besonderen
  • Agile Prinzipien im Bauwesen?
  • Risk Management
  • Wie sich Thomas organisiert
  • Das PMCamp 2015 in Dornbirn
  • u. v. m.

 

 

Hier die  Links zum Podcast:

Viel Spaß beim Hören!

 

Schreibe eine Antwort

WordPress für das Projektmanagement

Wenn ich richtig informiert bin, dann ist WordPress die ungeschlagene Nr. 1 der Blogging – Software. Unzählige Erweiterungen machen WordPress mittlerweile zur eierlegenden Wollmilchsau. Es gibt Plugins für alle möglichen und unmöglichen Aufgabengebiete.

Brenda Barron stellt im Beitrag „Top 8 Project Management Plugins For WordPress“ vor. Der Name ist Programm, mit diesen Erweiterungen können Sie im Team Dokumente erstellen, Aufgaben verteilen und anderes tun, was für den Projekterfolg wichtig ist.

Zu jedem der acht Programme gibt es eine knappe, aber aussagekräftige Beschreibung. Viele der vorgestellte Erweiterungen sind kostenlos, manche aber nur in einer abgespeckten Version. Sie kennen das.

Wenn Sie sich in WordPress auskennen und ein funktionierendes Kollaborationstool installieren möchten, schauen Sie sich Brendas Artikel einmal näher an. Vielleicht ist genau das Plugin dabei, das Sie brauchen.

 

1 Antwort

Wie Sie Flowcharts mit MS Word erstellen

Ein wichtiges Hilfsmittel zur Visualisierung komplizierter Vorgänge sind Flowcharts oder Fließschemata, um in unserer Muttersprache zu bleiben. Zum Erstellen gibt es eine Menge spezieller Programme, die teilweise sogar kostenlos sind. Dia beispielsweise ist ein Vertreter dieser Gattung.

Wenn Sie aber nur ausnahmsweise ein Fließschema erstellen müssen, dann können Sie das auch in Ihrer gewohnten Office-Umgebung tun. Wie das geht, zeigt Ihnen Saikat Basu in seinem Beitrag: How To Create Stunning Flowcharts With Microsoft Word. Sie lernen Schritt für Schritt werden Sie mit vielen Abbildungen durch den „Herstellungsprozess“ geführt.

Ich denke, so etwas braucht man immer einmal.

 

2 Antworten

Gastbeitrag: Fokus, Fokus, Fokus – Wieso Priorisierung über den Erfolg eines Projektes entscheidet

Heute ein Gastbeitrag von Philip Schilling. Ein herzliches Dankeschön dafür.

Ein Projekt erfolgreich zum Ziel zu führen ist kein Hexenwerk, wenn man das Wichtigste nie aus den Augen verliert. Dazu setzt man Prioritäten. Wie genau das funktioniert, lesen Sie hier.

Zwei Dinge sollten Sie allerdings im Vorfeld geklärt haben: Definieren Sie ein konkretes Ziel Ihres Projekts und legen Sie fest, welche Ressourcen Sie einsetzen können. Jetzt kann es losgehen.

Weiterlesen

Schreibe eine Antwort

Warum „Trello“ so erfolgreich ist

Ich weiß, es gibt eine Menge Leser des Toolblogs, die „Trello“ wärmstens empfehlen. Hinter dem putzigen Namen steckt eine Anwendung, die die Kanban-Methode auf Projekte abbildet, die im Team gestemmt werden müssen. Trello ist mittlerweile sehr erfolgreich und warum das so ist, hat Klint Finley in einem Artikel beschrieben: Why a Simple To-Do List Tool Is Winning Over Legions of Fans.

In dem Beitrag porträtiert Klint nicht nur die Macher von Trello, sondern gibt auch noch einen kleinen Einblick in die Funktionsweise von Kanban im Projektmanagement. Auch auf dem Toolblog wird Kanban für die persönliche Aufgabenorganisation erklärt, nämlich hier und hier.

Ich selbst setze übrigens für meine persönlichen Projekte nicht auf Personal Kanban. Ich ziehe es vor, diese Aufgaben, die aus mehr als einem Schritt bestehen und innerhalb eines Jahres zu erledigen sind (so die Definition nach David Allen), mit Mind-Maps zu strukturieren und zu planen. Für die Arbeit in Teams hat die Kanban-Methodik jedoch durchaus ihren Charme, finde ich.

 

2 Antworten

Das Fischgrätendiagramm, nochmal erklärt

Eines der bekanntesten Methoden der Problemlösung ist das Fischgrätendiagramm. Manche der Leser werden es auch unter den Namen „Ursache-Wirkungs-Diagramm“ oder „Ishikawa-Diagramm“ (dem angeblichen Erfinder der Methode) kennen. Der Zweck dieser Darstellung ist es, die möglichen Ursachen für einen bestimmten Effekt zu sammeln, ihre Vernetzung zu erkennen, entsprechende Schlüsse zu ziehen und Maßnahmen abzuleiten (Wikipedia):

  1. U-W-Diagramm zeichnen und die Haupteinflussgrößen eintragen
  2. Haupt- und Nebenursachen erarbeiten
  3. Vollständigkeit überprüfen
  4. Auswahl der wahrscheinlichen Aussagen
  5. Überprüfung der wahrscheinlichsten Ursache auf Richtigkeit

Ich denke, die Verwendungsmöglichkeiten werden in der Literatur und in der Praxis unnötig eingeschränk. So kann man mit dem Diagramm nicht nur Probleme aus der Vergangenheit untersuchen, sondern auch potentielle Eventualitäten. Von da ist auch der Schritt zu Zielen nicht weit: „Was müsste eintreten, damit wir dies und das erreichen?“

Die klassischen Haupteinflussgrößen nach Ishikawa sind: Mensch, Maschine, Material, Methode. Ich kann Ihnen versichern, im produktionsnahen Bereichen passen diese Haupteinflussgrößen immer. Wie ist das jedoch in anderen Unternehmensbereichen?  nennt uns mögliche Hauptursachen in seinem Beitrag „Fishbone (Cause and Effect or Ishikawa) Diagram“ für die Bereiche Marketing und Dienstleistung.

Wie ich beobachten kann, ist das Fischgrätendiagramm in der Industrie aus der Mode gekommen. M. E. ist der Grund dafür der Versuch, diese Methode als eierlegende Wollmilchsau einzusetzen. Auf diese Weise ist schon so manche gute Methode zu Grabe getragen worden. Leider.

BLW_Meyer's_Butterfly_Fish

[Foto von Dave Russ [via Wikipedia]]

 

Schreibe eine Antwort

Podcast 012: Im Gespräch mit Jan Fischbach

Jan Fischbach

Diesmal war ich im Gespräch mit Jan Fischbach. Jan betreibt mit seinen Kolleginnen und Kollegen das Teamwork-Blog und berät Projektteams in den Bereichen Teameffektivitä und -Effizienz. Darüber haben wir uns unterhalten:

  • Die Arbeitsfelder von Jan
  • Teamarbeit im Projekt
  • Ansätze und Tools im Projektmanagement
  • Das Teamwork-Blog
  • u. v. m.

 

 

Hier die  Links zum Podcast:

Viel Spaß beim Hören!

Achtung, das Buch gibt’s ummesonscht!

Die ersten zwanzig Hörer, die sich bei Jan Fischbach bis 15. 7. per E-Mail unter
jan_ fischbach [ätt] yahoo. com
melden, erhalten ein pdf-frei-Exemplar des Buchs „Projektablage“.
Stichwort „Toolblog-Podcast“. Name und E-Mail-Adresse nicht vergessen.

Ist doch nett von ihm, oder? 🙂

 

Schreibe eine Antwort

Projektmanagement mit WordPress

Im Bereich der Bloggerei scheint es nur zwei Arten entsprechender Software zu geben: WordPress und die anderen. Für WordPress gibt es mittlerweile Erweiterungen für alle möglichen Anwendungen in schwindelerregender Menge.

Wussten Sie etwa, dass Sie WordPress auch zur Projektorganisation einsetzen können? In „The 6 Best Free WordPress Project Management Plugins“ stellt Brandon Gaille entsprechende Erweiterungen vor:

  1. SP Client Document and Project Manager
  2. Freelancer
  3. TaskFreak!
  4. iProject Web
  5. Orbis
  6. BP GTM

Zu Project Manager und TaskFreak! finden Sie in Brandons Beitrag auch einführende Videos.

 

Schreibe eine Antwort

Wie Sie Teambesprechungen gestalten

Ist das eigentlich nicht doppelt gemoppelt? Wie sollte man sonst eine Besprechung abhalten, wenn nicht im Team? Sei’s drum. Hier erklärt die Chefin von projectmanager.com, wie Sie das machen können:

BTW: projectmanager.com hat einen eigenen Videokanal auf Youtube. Stöbern Sie doch dort ein bisschen herum Vielleicht ist das eine oder andere dabei.

 

Schreibe eine Antwort

Werkzeuge für persönliche Projekte

Dieser Tage wurde das Ergebnis einer Umfrage des Lifehackers veröffentlicht, bei der das „beste“ (was immer das ist) Werkzeug für das persönliche Projektmanagement gesucht wurde, veröffentlicht: Five Best Personal Project Management Tools. Diese sind (Bermerkungen von mir):

  1. Asana (erscheint mir für den persönlichen Gebrauch überdimensioniert)
  2. Trello (ein Kanban-Board für die Zusammenarbeit)
  3. Microsoft OneNote (hatte ich auch mal im Einsatz, es kann aber m. E. der Nr. 4 nicht das Wasser reichen)
  4. Evernote (es erschließt sich mir noch nicht so recht der Einsatz für das persönliche Projektmanagement, gilt auch für OneNote)
  5. Azendoo (höre ich das erste Mal, scheint auch eine Art Kanban-Board zu sein)

Azendoo arbeitet reibungslos mit Evernote und anderen Clouddiensten zusammen. Trello wurde mir vor einiger Zeit auch von einigen Lesern empfohlen. Es gibt für Trello sogar eine Anleitung, wie Sie das Programm für den Gebrauch mit GTD (R) einrichten können: Rocking GTD with Trello.

Mir persönlich gefällt das Kanban-Board als Werkzeug für meine eigenen Projekte sehr gut. Ich benutze dazu den MindManager in Kombination mit MS Outlook (s. hier). Für die Zusammenarbeit mit Kollegen an gemeinsamen Projekten könnte ich mir Trello gut vorstellen. Es gibt aber auch dazu eine interessante Alternative. Wenn Sie ohnehin Ihre Kolleginnen und/oder Kollegen in einem Hangout bei Google+ treffen, wie wäre es mit der Hangout – Erweiterung Symphonical? Wir haben kürzlich während eines Hangouts etwas damit herumgespielt und waren durchaus angetan. Leider läuft Symphonical in allen möglichen Sprachen außer in Deutsch. Hier ein kurzes Video, wie das Ganze funktioniert:

1 Antwort

Podcast 006: Im Gespräch mit Stefan Hagen

Hagen-Stefan

 

Letzten Freitag hatte ich das Vergnügen, mit Stefan Hagen zu plaudern, den viele Leser von seinem Projektmanagement-Blog kennen. Dies waren unsere Themen:

  • Projektmanagement: Wie ist der Stand der Dinge und wo geht die Reise hin?
  • Projektmanagement und Organisationsentwicklung
  • Mechanistische Organisationen und systemische Sichtweise
  • PMCamp Dornbirn 2013 und openPM
  • Die Werkzeuge für Stefans persönliche Arbeitsorganisation

 

 

Hier die Links zum Podcast:

Die Musik im Hintergrund dieser Podcast-Folge stammt von J.Lang / CC BY 3.0

>> Podcast abonnieren 1359768796_podcast <<<

 

 

Schreibe eine Antwort

Nehmt die Beine in die Hand: PMCamp 2013

Heute morgen habe ich eine längeres Gespräch mit meinem Freund und Kollegen Stefan Hagen, einem der Menschen hinter dem PMCamp Dornbirn, geführt. Es sieht ganz so aus, als ob man sich ranhalten muss, denn die Teilnehmerzahl bewegt sich rapide in Richtung Maximum.

Also, wenn Sie bei diesem höchst interessanten Event teilnehmen wollen, dann nüscht wie anmelden! Und zwar hier.

BTW: Stefan Hagen und meine Wenigkeit sind natürlich in Dornbirn dabei.

BTW 2: Das Gespräch mit Stefan Hagen finden Sie am Montag als Podcast auf dem Toolblog.

PMCamp Dornbirn

Schreibe eine Antwort

10 Tipps für das Projektmanagement

Laut Wikipedia versteht man unter Best Practice so etwas wie „Erfolgsmethoden“. Das schien mir dann doch etwas hoch gegriffen für das, was Jason Freih in seinem Artikel „10 Project Management Best Practices“ aufzählt. Ich würde die Punkte eher als Tipps bezeichnen, die das Leben eines Projektmanagers einfacher machen. Meine Lieblingstipps:

  • Es gibt keine technische Projekte, sondern nur wirtschaftliche Projekte mit technischem Hintergrund
    (Interessant, so habe ich das noch gar nicht gesehen.)
  • 1 Stunde Planung heute vermeidet 2 Stunden Arbeit morgen
    (Das Plädoyer für gute Vorbereitung)
  • Wenn etwas nicht aufgeschrieben wird, wird es nicht passieren
    (Klar, alles aus dem Kopf, wir kennen das)

Aber auch die anderen Punkte verdienen es durchaus, beachtet zu werden. Eine interessante Liste.

2 Antworten

Freedcamp: Die kostenfreie Alternative zu Basecamp

Die Projektmanager unter den Lesern kennen sicher Basecamp. Diese Programm war eine der ersten Anwendungen, die die gemeinsame Bearbeitung von Projektaufgaben im Team unterstützen sollte. Infolgedessen ist Basecamp sehr gut eingeführt und bei vielen Projektteams im Einsatz.

Es gibt aber auch eine kostenfreie Alternative namens Freedcamp. Diese Software verspricht ähnliche Funktionen und Vorteile wie das große Vorbild, allerdings ohne die damit verbundenen Kosten. In diesem Video erhalten Sie einen kleinen Eindruck vom Leistungsumfang:

1 Antwort

Modernes Projektmanagement mit Marcus Raitner

Dem geneigte Toolblog-Leser wird der Name Marcus Raitner bekannt vorkommen. Er war vor einiger Zeit Gast in meiner Podcastreihe “Im Gespräch mit…”. Das Portal ununi.TV hat nun ebenfalls mit Marcus ein Interview zum Thema “Modernes Projektmanagement für Freelancer” geführt. Sie finden die Aufzeichnung auf der entsprechenden Website oder gleich hier:

Schreibe eine Antwort

Im Team Aufwände schätzen – Planning Poker im Netz (Gastbeitrag)

Ein Gastbeitrag von Jan Fischbach vom Teamworkblog (Vielen Dank dafür!)…

Ich glaube, dass sich Stephans Berührungsängste zu Scrum mittlerweile gelegt haben. Scrum hilft Teams sehr gut dabei, produktiver zu arbeiten. Das gilt nicht nur für Software-Entwickler, sondern für alle Teams. Bart Vermijlen schreibt zum Beispiel in einem Beitrag, wie er Scrum nutzt, um mit einer Band Musik im Studio aufzunehmen.

Vor der eigentlichen Arbeit sammelt ein Scrum-Team alle Aufgaben in einer Liste (das Backlog) zusammen. Eine Person kümmert sich darum, die Aufgaben nach Wichtigkeit zu sortieren. Das Team plant immer (nur) für einen gewissen Zeitraum (z. B. für 2 Wochen). Jede Aufgabe, die in dieser Zeit bearbeitet werden soll, muss geschätzt werden. Ist es eher eine große oder eine kleine Aufgabe?

Damit die Teammitglieder möglichst unbeeinflusst voneinander schätzen, hat sich James Grenning Planning Poker ausgedacht. Alle Aufgaben werden nacheinander vorgestellt und jeder zieht aus seinem Kartenstapel ein Wert. Auf Kommando zeigen alle ihre Karten gleichzeitig vor. Entweder sind die Werte nah beieinander. Dann wird der Wert in die Planungsliste übernommen. Wenn die Werte sehr unterschiedlich sind, muss das Team vor dem erneuten Schätzen klären, woher die Unterschiede kommen.

Teams, deren Mitglieder alle an einem Ort versammelt sind haben es einfach. Sie schätzen mit echten Karten. Schätzen in verteilten Teams ist etwas aufwändiger. Das verteilte Team kann Skype- oder Hangout-Konferenzen abhalten und sich dort die Karten legen. Aber glücklicherweise gibt es auch für Planning Poker einige Tools im Netz:

  • Mike Cohns Firma Mountain Goat Software stellt kostenlos eine Online-Version bereit: planningpoker.com
  • Mir gefällt auch hat.jit.su von Unboxed Consulting gut. Diese Seite bietet auch unterschiedliche virtuelle Kartensets an.

Wie bei einer Telefonkonferenz bekommt das Team bei diesen Lösungen eine Raumnummer. In diesem virtuellen Raum wird dann geschätzt. Wen es interessiert, der findet weitere Ideen bei der Diskussion Planning poker on virtual teams bei Project Management Stack Exchange.

hatjitsu

Schreibe eine Antwort