Archiv der Kategorie: Präsentieren

Wie Sie vor einem Vortrag die Ruhe bewahren

Die meisten von uns haben Bammel davor, vor einer große Anzahl von Menschen zu sprechen. Ich erinnere mich, in einem Buch gelesen zu haben, der Grund liege darin, dann nicht mehr die Geborgenheit der Gruppe zu spüren. Im Gegenteil, das Reden vor  der Gruppe wäre eine Art Außenpostition, die Grundängste des Ausgeschlossenseins hervorrufe. Vielleicht mag das eine Erklärung für das Lampenfieber sein, ich weiß es nicht.




Wie auch immer, das Lampenfieber hat nicht nur negative Aspekte. Es gibt Experten, die bahaupten, erst durch eine gewissen Grundnervosität könne überhaupt Höchstleistung entstehen. Wichtig ist nur, dass diese Nervosität nicht überhand nimmt und der Referent nicht durch sie paralysiert wird.

Wenn man Lampenfieber auch nicht verhindern kann, so haben wir es doch selbst in der Hand, wie wir damit umgehen. Jaquelyn Smith gibt uns dazu “11 tips for calming your nerves before a big presentation”:

  1. Bereiten Sie sich gut vor!
  2. Machen Sie sich mit der Umgebung vertraut
  3. Üben Sie
  4. Stellen Sie sich den ganzen Vorgang bildlich vor
  5. Lernen Sie Ihre Zuhörer kennen
  6. Reden Sie sich selbst gut zu
  7. Machen Sie einige kleine körperliche Übungen und atmen Sie tief durch, bevor es losgeht
  8. Denken  Sie an die “3 Wahrheiten über Ihre Zuhörerschaft”
  9. Lernen Sie Ihre die Eröffnung Ihres Referats auswendig
  10. Lächeln Sie (Ach ja, die Amerikaner)
  11. Vergessen Sie nicht: Sie wirken nie so nervös, wie Sie sich fühlen

Wären noch zu erklären, was die “3 Wahrheiten über Ihre Zuhörerschaft” sind:

  1. Die Zuhörer halten Sie für den Experten, also erzählen Sie Ihnen nicht das Gegenteil
  2. Sie möchten, dass Sie Erfolg haben, sind also auf Ihrer Seite
  3. Sie wissen nicht, dass Sie einen Fehler machen, also weisen Sie sie nicht darauf hin

Ich gebe zu, die 2. Wahrheit hat mir eine wenig Stirnrunzeln bereitet, denn nicht immer ist das Publikum dem Referenten wohl gesonnen. Es gab durchaus schon Situationen, wo der eine oder die andere nur darauf gewartet haben, dass der Redner durchfällt. Auf diese “Wahrheit” kann man sich also nicht immer verlassen. In diesem Fall hilft nur, die anderen Punkte umso konsequenter zu verfolgen.

[via Lifehacker]

IMG_6123
Schreibe eine Antwort

12 Tipps für großartige Präsentationen

Präsentationen sind ein wichtiger Bestandteil von Besprechungen. Viele fürchten solche Vorträge, nicht so sehr in der Rolle als Redner, sondern vielmehr in der Rolle als Zuhörer. Viele Referate sind überladen, zu lang und ziemlich langweilig, so dass das Publikum oft einen harten Kampf mit dem Schlaf austrägt. Ich persönlich vertreibe mir dann immer die Zeit mit Achtsamkeitskeitsmeditation (!) oder schreibe fleißig mit. Was ich da schreibe, weiß ja keiner.

Zielführend ist das alles nicht. Mein Tipp: Sorgen Sie lieber dafür, dass Ihre Präsentation Ihre Zuhörer erreicht. So viele Regeln brauchen Sie dabei gar nicht zu beachten. Es sind nämlich nahezu immer dieselben. Chris Arlen hat in seinem Beitrag “12 Tips for Great Sales Presentations” einige zusammengefasst:

  1. Es handelt sich um eine Präsentation, nicht um einen Bericht
    Es ist wie bei den Folien. Folien sind keine Handouts. Hüten Sie sich vor dem Spruch: “Hast Du Folie, hast Du Vortrag.”
  2. Konzentrieren Sie sich auf das Wesentliche
    Lassen Sie Details beseite. Die Zuhörer können sich das sowieso nicht merken. Konzentrieren Sie sich auf die Kernbotschaften.
  3. Stoppen Sie die Präsention, wenn Sie Handouts herausgeben
    Schalten Sie den Beamer auf “Schwarzen Bildschirm”, denn jetzt liegt der Fokus auf den Details in den Handouts und nicht auf der Präsentation. Nach der Diskussion des Details können Sie den Projektor wieder scharf schalten.
    Wenn möglich, geben Sie generell die Handouts erst nach der Präsentation aus und diskutieren nach dem Referat die offenen Fragen.
  4. Ziehen Sie Bilder Texten vor
    Warum, liegt auf der Hand: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.
  5. Beschränken sie den Gebrauch von Texten
    Längere Texte gehören nicht auf die Folien, sondern in die begleitende Dokumenation. Folien sind keine Handouts.
  6. Fordern Sie die Erwartungen der Zuhörer heraus
    Variieren Sie Ihre Folien etwas. Aber übertreiben Sie es nicht. Übrigens muss das Logo Ihres Unternehmens nicht auf jeder Folie erscheinen. Das gilt auch für Daten wie Foliennummer, Copyright, Versionsnummer usw.
  7. Dialog geht vor Monolog
    Fassen Sie sich kurz und präzise. Je kürzer der Vortrag ausfällt, desto länger haben Sie Zeit für den Austausch mit dem Auditorium. Lassen Sie die Zuhörer zu Wort kommen.
  8. Halten Sie es klar und einfach
    Wiederstehen Sie der Versuchung, alle Möglichkeiten zu nutzen, die PowerPoint & Co bieten. Sie sollten nicht etwas machen, nur weil Sie es können.
  9. Halten Sie Augenkontakt
  10. Bedenken Sie: In der Regel können Ihre Zuhörer selbst lesen
    Das Publikum benötigt keinen Vorleser zu Erfassen der Folieninhalts. Das können Sie in der Regel selbst. Entweder man kann zuhören oder lesen. Gleichzeitig ist das schwierig.
  11. Benutzen Sie niemals Cliparts
    Klar ist keine Regel ohne Ausnahme. Aber Sie sollten sich dennoch daran halten. Gute Bilder sind auch schon für lau zu haben. Im ToolBlog habe ich dafür schon einige Quellen genannt.
  12. Achten Sie beim Einsatz auf die Bilderrechte
    Man kann es nicht oft genug sagen: Hüten Sie sich vor Cut & Paste. Informieren Sie sich über die Bedingungen, unter denen Sie Bilder verwenden dürfen. Für freie Bilder gibt es eine Reihe von Quellen (s. 11.)

Sie haben es gemerkt, auch wenn Chris in seinem Artikel von “Sales Presentations” spricht, die von ihm aufgeführten Hinweise sind allgemeingültig.

projector-814835_1920
1 Antwort

Wie Sie mit PowerPoint Geschichten erzählen

Sie kennen sicher diese witzigen Erklärvideos, auf denen eine Hand immer Icons malt, diese hin- und herschiebt usw. Vor einiger Zeit war ich mit meiner Tochter in einem Berliner Café und konnte zwei junge Frauen beobachten, die auf ihren Macs solche kleinen Filmchen erstellten. Natürlich habe ich sie nach der eingesetzten Software gefragt. Sie benutzten VideoScribe, eine hervorragende Anwendung, die mir für den gelegentlichen Gebrauch allerdings zu teuer ist. Schade…

Doch wozu gibt es PowerPoint? Vor kurzem bin ich über eine Seite gestolpert, auf der erklärt wird, wie man ähnliche Videos auch mit dem alten Schlachtschiff von Microssoft erstellen kann: Digital Storytelling with Animated Powerpoint. Der Artikel führt in eine sechsteilige Reihe ein, auf der man den kompletten Produktionsprozess auf Video anschauen kann:

  1. Intro & Samples
  2. Getting Started: Background and Clip Art
  3. Adding Custom Animations
  4. Adding Text
  5. Recording Narration
  6. Setting Automatic Timers

Hier eine Kostprobe:

Erstaunlich, was man mit PowerPoint alles machen kann. Falls Sie so etwas gelegentlich einmal brauchen, dann sollten Sie diese Vorgehensweise in Erwägung ziehen.

Schreibe eine Antwort

Kostenlose Vorlagen für PowerPoint

Wie die Leserinnen und Leser dieses Blogs wissen, beteilige ich mich nicht an dem allgemeinen Lamento über Powerpoint. Vielmehr arbeite ich sehr gerne mit diesem Programm, sowohl auf dem PC als auch auf dem Mac. Allerdings besteht die Kunst bei Powerpoint darin, die vielen Möglichkeiten, die dieses Programm bietet, eben nicht zu nutzen. Vielmehr sollte man sich auf das Wesentliche beschränken und so wenig wie möglich Rauschen produzieren.

An dieser Stelle habe ich bereits zwei mal auf die Möglichkeit hingewiesen, mit PowerPoint auch Infografiken zu erstellen (hier und hier). Infografiken sind nicht ganz unumstritten, aber ich verwende Sie gerne zur Unterstützung von gesprochenem oder geschriebenem Text. 
Ein Unternehmen, das solche Infografiken herstellt und vertreibt, ist PresentationLoad. Ich konnte mich von der Qualität dieser Diagramme überzeugen und kann sie für den professionellen Einsatz empfehlen. Professionell deswegen, weil sie nicht ganz billig sind.

Allerdings hat das Team von PresentionLoad auch ein Herz für uns Privatmenschen und so gibt es auch eine große Auswahl von Vorlagen zum kostenlosen Download. Darunter befindet sich auch ein Template zum Erstellen von Infografiken.

Auch hier kommen die Vorlagen kommen sachlich und nüchtern daher. Aber das ist kein Fehler, es kommt eben auf den Kontext an!

1 Antwort

Präsentieren: Lernen von Bill Gates

Ich kann durchaus verstehen, dass Sie sich erstaunt die Augen reiben. Sie sollen das Präsentieren lernen von Bill Gates, dem Mann, dessen Firma PowerPoint verbrochen hat? Nun gut, wie Sie wissen, finde ich PowerPoint überaus nützlich, wenn man sich zu bescheiden weiß und die vielen Möglichkeiten nicht nutzt.

Und, ja, Bill Gates hat nicht das Charisma eines Steven Jobs, aber dennoch können Sie sich einiges von ihm abgucken, findet Justin Bariso. Er hat eine TED-Präsentation von Gates analysiert und gibt uns in einem Artikel 10 interessante Hinweise:

  1. Erregen Sie die Aufmerksamkeit des Publikums
  2. Setzen Sie Gestik ein
  3. Seien Sie selbst begeistert vom Thema
  4. Stellen Sie Fragen
  5. Machen Sie eine Pause
  6. Setzen Sie PowerPoint äußerst sparsam ein (!)
  7. Betonen Sie die wichtigen Begriffe richtig
  8. Geben Sie praktische Beispiele
  9. Nutzen Sie Ihre Schlussfolgerung um zu motivieren
  10. Seien Sie Sie selbst

Im Originalartikel gibt Justin an, wo in der Präsentation die einschlägigen Beispiele zu finden sind.

Der letzte Punkt scheint mir besonders wichtig. Das Publikum will Sie als Redner sehen und nicht einen schlecht nchgemachten Steve Jobs.

Und hier spricht der Meister persönlich:

Schreibe eine Antwort

Was kosten schlechte Präsentationen?

Ich fand es schon immer unfair, wenn schlechte Präsentationen mit PowerPoint gleichgesetzt werden (BTW: Haben Sie in letzter Zeit etwas von Prezi gehört?). Wie immer sitzt das Problem bei der Anwendung von Powerpoint vor dem Bildschirm oder steht bei der Präsentation selbst hinter dem Mikrofon.

Auch die Gestalter der Infografik „What Is the Cost of a Bad PowerPoint Presentation?“ werfen Präsentation und Software in den gleichen Hut. Aber ihre Idee ist dennoch interessant. Sie versuchen nämlich auszurechnen, was schlechte Präsentationen kosten, und zwar in diesem Fall in Dollar. Ich bin mir sicher, auch in Euro kämen wir auf ähnliche Beträge. Ob die Berechnung allerdings einer seriösen Überprüfung standhält, weiß ich nicht.

Weiterlesen

Schreibe eine Antwort

Warum wir Angst vor dem öffentlichen Auftritt haben

Seit 1991 arbeite ich als Trainer mit Gruppen, mit kleinen, aber auch mit großen. Und ich gebe zu, je größer die Gruppe ist, die ich begleiten darf, desto weicher die Knie. Daran hat sich trotz all der Routine bis heute nichts geändert.
So auch vor einigen Tagen, als ich in Dresden die Vortragsreihe während des Jahrestreffens der Papieringenieure moderieren durfte. Erschwerend kam noch hinzu, dass im Auditorium eine Menge ehemaliger Kommilitonen, Chefs oder Kollegen saßen. Wie auch immer, es ist gut ausgegangen, sowohl Zuhörer als auch ich selbst haben überlebt.

Warum wir Angst davor haben, vor großem Publikum aufzutreten, erklärt uns Maddie Stone: Why Speaking In Public Makes You Panic. Hier das dazu gehörende Video:

Schreibe eine Antwort

Auf einen Blick: Erfolgreich Präsentieren

Ich weiß, nicht alle Leser mögen Infografiken. Andere, mich eingeschlossen, aber schon. Wenn Sie zur ersten Gruppe gehören, dann sehen Sie mir bitte nach, wenn ich auf die eine oder andere Infografik hinweise. Wie zum Beispiel auf diese hier: How to Deliver a Great Presentation. Hier wird für die schnelle Übersicht alles zusammengefasst, was Sie für eine gute Präsentation benötigen:

  • Eintrittsgeld (wenn es denn zutrifft…)
  • Klarheit
  • Körpersprache (Achtung! Stark kulturabhängig)
  • Geschichten erzählen
  • Vorbereitung
  • Fragen zum Schluss

Hier die Infografik

Weiterlesen

1 Antwort

Tipps für Redner von Winston Churchill

Wenn ich richtig informiert bin, dann wird in Großbritannien die Debattenkultur gepflegt und in den Schulen das Debattieren sogar gelehrt, zumindest in den weiterführenden. Das führt dazu, dass im Unterhaus regelrechte Redeschlachten mit einem durchaus hohen Unterhaltungswert ausgetragen werden. Man vergleiche dies nur einmal mit unseren Bundestagssitzungen. Ärzte wollen diese schon als Therapie gegen Schlafstörungen aller Art verschreiben.

Einer der größten Redner des Vereinigten Königreichs war sicher Winston Churchill, dessen „Blut, Schweiß und Tränen“-Ansprache auch hierzulande ein Begriff geworden ist.

Brett und Kate McKay haben in dem Artikel „The Winston Churchill Guide to Public Speaking“ die Redekunst von Churchill näher untersucht. Hier die wichtigsten Hinweise:

  1. Formulieren Sie aus, was Sie „rüberbringen“ möchten
  2. Fertigen Sie Ihre Rede mit großer Sorgfalt an
  3. Wählen Sie die richtigen Worte
  4. Versehen Sie Ihre Rede mit einem unwiderstehlichen musikalischen Rhythmus
  5. Führen Sie Ihre Argumente sollten zu einer zwingenden Schlussfolgerung
  6. Verwenden Sie Bilder und Analogien
  7. Geben Sie den versteckten Stimmungen und Idealen der Zuhörer eine Stimme
  8. Seien Sie aufrichtig

Alle Hinweise werden in dem Artikel von den Autoren aufwändig mit Beispielen und Bildern belegt. Ein interessanter und nützlicher Beitrag!

Über den Debattenredner Churchill wird folgende Geschichte erzählt. Eine weibliche Oppositionspolitikerin rief ihm im Unterhaus zu: „Wenn Sie mein Mann wären, würde ich Ihnen Gift geben.“ Darauf antwortete er: „Und wenn Sie meine Frau wären, würde ich es nehmen.“

Können Sie sich so etwas bei uns vorstellen?

Schreibe eine Antwort

Nur 10 Folien – Mehr brauchen Sie nicht für Ihren Pitch

Ich mag Denglisch nicht. Aber manchmal möchte ich schon gerne englische Ausdrücke verwenden. „Pitch“ ist zum Beispiel viel kürzer und prägnanter als das deutsche „Verkaufsgespräch„. Allerdings trifft das „Verkaufsgespräch“ den englischen Ausdruck nicht immer. Manchmal ist mit Pitch auch ein Agenturpitch gemeint. Ähnlich zwar, aber nicht dasselbe.

Letzteren hat Guy Kawasaki wohl im Sinn gehabt als er seinen Artikel „The Only 10 Slides You Need in Your Pitch“ geschrieben hat. Auch hier folgt Guy ganz konsequent seiner 10/20/30-Regel:

  1. Nicht mehr als 10 Folien
  2. Dauer unter 20 Minuten
  3. Schriftgröße mindestens 30 pt

Eine Infografik zeigt, wie diese Regel auf einen „Pitch“ angewandt wird. Schauen Sie hier:

Weiterlesen

1 Antwort

Wie ein großes Ego jede Präsentation zerstört

Als ich noch jung und hübsch war, durfte ich an Tagungen teilnehmen, die von meiner damaligen Berufsvereinigung organisiert wurden. Das Format war klassisch, es folgte Vortrag auf Vortrag, zwischen denen immer Fragen an den Referenten gestellt werden durften. Bemerkenswert war, dass immer nur diejenigen Herren (!) Fragen gestellt haben, die in der Hierarchie dieses Verbandes ganz oben an der Spitze standen. Dementsprechend nervös wirkten die Referenten dann auch bei der Antwort. Wobei….

eigentlich waren die Fragen gar keine Fragen, sondern eher Statements, die die Bedeutung des „Fragenden“ unterstreichen sollten. Auf ein langes Statement, dass man das alles ja schon kenne und auch schon vor Jahren in der eigenen Firma praktiziert habe, folgte dann eine kurze geschlossene Frage, wohl mehr um die Form zu wahren: „Sehen Sie das auch so?“

Aber nicht nur im Auditorium sitzen Menschen mit übergroßem Ego, sondern auch die Referenten selbst strotzen mitunter vor unangemessenen Selbstvertrauen. Daniel Scocco erklärt in seinem Artikel „7 Ways that Ego Can Kill Your Presentation„, wie Selbstdarsteller ihre eigene Präsentation an die Wand fahren können:

  1. Sie sprechen dauernd über ihren Hintergrund und ihre Errungenschaften
  2. Sie benutzen dauernd Fremdwörter oder Bonmots
  3. Sie verwenden Modeausdrücke
  4. Sie betreiben übermäßige Eigenwerbung
  5. Sie zeigen komplizierte Diagramme und Formeln um das eigene Wissen zu demonstrieren
  6. Sie präsentieren zu viel Informationen
  7. Sie kommunizieren nicht mit den Zuhörern, weil sie sich für die alleinigen Experten halten

Alles schon einmal erlebt, oder? In den meisten Konferenzen gibt es allerdings für Sie als Zuhörer einen Ausweg: Das Gesetz der zwei Füße.

1 Antwort

Wie Sie Ihren Elevator Pitch optimieren

Was ist ein Elevator Pitch? Lassen wir unserem Gedächtnis von Wikipedia auf die Sprünge helfen:

An elevator pitch, elevator speech, or elevator statement is a short summary used to quickly and simply define a person, profession, product, service, organization or event and its value proposition.
(Die deutsche Community diskutiert mal wieder über die Relevanz des Artikels)

Wer meint, man könne so eine Aufzugsrede einfach so aus dem Ärmel schütteln, der irrt gewaltig. Sie müssen schon etwas Gehirnschmalz investieren, wenn Ihre Kurzvorstellung überzeugend ausfallen soll.

Sie können sich aber beim Erstellen Ihres Elevator Pitchs helfen lassen. Open Colleges hat dazu eine eigene Seite erstellt: How To Write the Perfect Elevator Pitch.
Eine nette Idee übrigens, die Anleitung selbst als Fahrstuhl darzustellen.

Danke an Sarah Del Rosario für den Hinweis.

Weiterlesen

Schreibe eine Antwort

Nancy Duarte und Garr Reynolds im Gespräch

Wenn es überhaupt zwei Präsentations-Gurus gibt, dann sind das Nancy Duarte und Garr Reynolds. Nancy ist Autorin des Buches „slide:ology: Oder die Kunst, brillante Präsentationen“ zu entwickeln„, Garr hat den Bestseller „Presentation Zen“ verfasst.

Wenn die zwei zusammen auf der Bühne stehen sitzen, dann kann man sicher eine Menge zum Thema Präsentieren lernen. Schön, dass jemand diese Begegnung aufgezeichnet und ins Netz gestellt hat: Nancy Garr Meet and Greet 2013.

Die Höhepunkte des Gesprächs gibt es übrigens auch als Slideshow:

[via Presentation Zen]

 

Schreibe eine Antwort

Powerpoint: Welches Datenformat sollten Sie wählen?

Noch einmal zum Thema PowerPoint. Manchmal stellt sich die Frage, unter welchem Datenformat man seine Präsentation speichern sollte. Meine Antwort: Ziehen Sie alle Datenformate auf einen Stick, dann sind Sie auf der sicheren Seite. Vergessen Sie vor allem das pdf-Format nicht, denn das ist auf jeder Plattform lesbar.
Das dabei die Animationen veschütt gehen, ist nicht weiter tragisch, Sie stören ohnehin meistens.

Ned Potter hat sich bei seiner Antwort auf die o.a. Frage mehr Mühe gemacht als ich. Er hat dazu ein Entscheidungsdiagramm erstellt: A file-format decision tree for saving PowerPoint presentations.

Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht?

Schreibe eine Antwort

Wie Sie eine wirkungsvolle Präsentation mit Powerpoint gestalten

Manchmal kann ich sehr kleinkariert sein. Zum Beispiel, wenn es um Definitionen geht. So ist mir der Unterschied zwischen effektiv und effizient sehr wichtig. Sie erinnern sich, frei nach Peter Drucker bedeutet

effektiv sein, die richtigen Dinge tun;
effizient sein, die Dinge richtig tun

Wie auch immer, eine Organisation names NCSL hat auf ihrer Website eine Fülle von Hinweisen zum Präsentieren mit Powerpoint veröffentlicht: Tips for Making Effective Powerpoing Presentations. Ich denke Sie merken schon, warum ich in der Überschrift „wirkungsvoll“ anstatt „effektiv“ geschrieben habe.

Die Seite ist durchaus nützlich, denn Sie bekommen eine Fülle von Hinweisen zur Struktur und Gestaltung der Präsentationen. Insbesondere, wenn Ihr Auditorium eher zu der konservativen Klientel gehört, könnten Sie hier fündig werden.

Eine andere umfangreiche Quelle sind die 100 Presentation Tips von Jon Thomas, die Sie nun auch als pdf-Datei herunterladen können.

Wenn Sie nah am aktuellen „state of the art“ sein möchten, dann lohnt sich immer einmal wieder ein Abstecher auf die Website von Garr Reynolds. Dort finden Sie neben vielen anderen Kniffen auch die 10 tips for improving your presentations & speeches.

Schreibe eine Antwort

Präsentieren vor dem Chef

Viele Leute haben Angst, wenn Sie direkt vor den oberen Führungskräften bzw. der Geschäftsleitung präsentieren müssen. Das ist ja auch nicht unverständlich, denn schließlich möchte man bei den Leuten, die letztendlich über die eigene Karriere befinden, einen guten Eindruck machen. Oder zumindest nicht schlecht aussehen, um das Minimalziel zu formulieren.

Weil das Präsentieren vor dem Top-Management schon etwas besonderes ist, hat sich Nancy Duarte dieses Themas angenommen und gibt uns in „How to Present to Senior Executives“ wichtige Tipps:

  1. Stellen Sie die Zusammenfassung an den Anfang
  2. Wecken Sie Erwartungen, indem Sie auf die anschließende Diskussion hinweisen
  3. Erstellen Sie eigene Folien für die Zusammenfassung
  4. Liefern Sie, wonach die Hörer verlangen
  5. Proben Sie!

Ich denke, die Punkte 4 und 5 gelten nicht nur für Präsentationen für die oberen Zehntausend, sondern für alle anderen auch. Denken Sie auch an den Grundsatz, dass der Wurm dem Fisch schmecken muss und nicht dem Angler. Überlegen Sie infolgedessen, wann und unter welchen Umständen die Zuhörer ihre Information „kaufen“ würden. Gestalten Sie Ihre Botschaft dementsprechend. Und denken Sie daran:

Sie dürfen über alles sprechen, nur nicht über eine Viertelstunde.

(Kurt Tucholsky)

 

Schreibe eine Antwort

Der Spickzettel fürs öffentliche Redenschwingen

Vor einigen Tagen bin ich über eine nette Infografik gefallen. Hier sind die wichtigsten Punkte aufgelistet, die Sie bedenken sollten, wenn Sie einen erfolgreichen öffentlichen Vortrag vorbereiten und halten möchten. Es wird so ziemlich an alles gedacht, in aller Kürze und Würze.

Public_Speaking

Schreibe eine Antwort

Wie Sie Ihre Ausstrahlung verbessern

Manchmal werde ich gefragt, ob ich auch Workshops in Rhetorik durchführe. Meine Antwort ist ein klares „Nein“, denn das ist nicht so meine Baustelle. Zwar vermittle ich Methoden der Präsentation, dabei geht es aber eher um den Aufbau, die Struktur und die Gestaltung eines Vortrags. Dennoch schadet es natürlich nicht, ein paar Grundlagen der Rhetorik in der Werkzeugkiste zu haben.

Ian McKenzie gibt ein paar wesentliche Hinweise, wie Sie Ihre Präsenz auf der Bühne optimieren können: 12 Tips to Improve Your Stage Presence. Ich will hier nicht alle zwölf wiederholen, aber diese fand ich besonders interessant:

  • Tipp 1: Heben Sie Ihre Augenbrauen, das glättet Ihr Gesicht (aha!)
  • Tipp 3: Lenken Sie Ihr Lampenfieber in Richtung Zwerchfell
  • Tipp 5: Sprechen Sie von oben in das Mikrofon
  • Tipp 10: Wenn Sie zu nervös sind, das Publikum direkt anzuschauen, sehen Sie leicht über es hinweg
  • Tipp 12: Wenn Sie einen Fehler gemacht haben, gehen Sie darüber hinweg. Das Publikum bemerkt ihn wahrscheinlich sowieso nicht

Wenn es bei der Rhetorik um Körpersprache geht, bin ich immer etwas skeptisch. Schließlich ist die Interpretation für Gestik und Mimik stark kulturabhängig. Man sollte nicht glauben, dass irgendwelche Regeln allgemeingültig oder gar in Stein gemeißelt sind.

3 Antworten

Video: Wie Sie Infografiken mit Powerpoint erstellen

Powerpoint muss ja oft als eierspendende Wollmilchsau herhalten. So habe ich bereits auf einen Artikel hingewiesen, wie Sie mit Powerpoint aussagekräftige Infografiken erstellen können. Hier ein Video zum gleichen Thema:

Ich muss zugeben, die Stimme von Frau Lehrerin ist etwas gewöhnungsbedürftig.

 

1 Antwort

Die Slidedocs von Nancy Duarte

Für Präsentationen gilt eine alte Binsenweisheit:

Der Zuhörer kann entweder zuhören oder lesen, aber nicht beides.

Dennoch bekommen wir während Vorträgen immer wieder Folien zu sehen, auf denen so viel Text steht, dass man daraus ein komplettes Buch machen könnte. Eine Unsitte, die aber leider viel zu oft als „Stand der Technik“ akzeptiert wird. Merke: Auf die Folie gehört allenfalls ein Satz und ein Bild, dass diesen Satz treffend illustriert.

Das hindert uns aber nicht daran, mittels Powerpoint & Co aus Folien Dokumente zum Lesen zu erzeugen. „Slidedocs“ nennt Nancy Duarte diese Zwitter aus Folie und Textdokument. Auf einer eigenen Website zeigt sie uns, wie diese Slidedocs erstellt werden und was wir dabei beachten müssen. Sogar eine entsprechende Vorlage können Sie herunterladen.

Mir gefällt diese Art der Darstellung sehr gut, auch wenn Sie nicht neu ist.
Ansprechende Dokumente dieser Art finden Sie zum Beispiel in Hülle und Fülle bei ChangeThis.

 

2 Antworten