Kategorie-Archiv: Präsentieren

Verkürzen Sie die Zeit von 70 Stunden auf 5 Minuten!

Gut, ich gebe zu, diese Überschrift kommt sehr reißerisch daher und ich habe mich ja auch schon weggeduckt. Es geht hier nicht um irgendeine exotische Anwendung von Einsteins Relativitätstheorie. Vielmehr fasst Chris Bailey in seinem Artikel “You Can Easily Learn 100 TED Talks Lessons In 5 Minutes Which Most People Need 70 Hours For” zusammen, was er aus dem Dauerguck dieser TED-Präsentationen gelernt hat.




Die Lernerfahrungen sind eingeteilt in die Kategorien:

  • Produktivität
  • Wie man ein besserer Mensch wird (!)
  • Mitmenschen
  • Technologie
  • Mutter Erde

Chris stellt aus seiner Sicht zu jeder der 100 Präsentation die Kernaussage vor und verlinkt direkt zu dem entsprechenden Video, so dass Sie seine Meinung selbst überprüfen oder nachvollziehen können. Kostprobe gefällig? Gern: Dan Ariely stellt die Frage: “Are we in control of our own decisions?”. Das Fazit von Chris: “You’re not as rational as you think you are.”

Übrigens ist das Buch von Dan Ariely sehr inspirierend. Ich kann es nur ausdrücklich empfehlen. Allerdings bekomme ich den Inhalt des Buches nicht in einem Satz zusammen.

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Eine Vorlesung über PowerPoint

Es gibt ja viele Veröffentlichungen, die sich mit dem Thema “gute Präsentationen trotz PowerPoint” beschäftigen. Ich finde das ein wenig ungerecht, denn hier wird oft der Sack geschlagen, obwohl der Esel gemeint ist. Oder anders ausgedrückt, das Programm kann nichts dafür, wenn es nicht adäquat eingesetzt wird. Wie Sie eine gute PowerPoint-Präsentation erstellen können, erklärt Ihnen diese – zu Anfang durchaus bedrohlich wirkende – Dame in folgender Vorlesung: How to give the BEST PowerPoint presentation!

Ob dieser Vortrag allerdings “gut” ist, überlasse ich Ihrer Beurteilung. Immerhin kommt er ohne PowerPoint aus. 😉

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Das Portal der schönen Diagramme: Vizzlo

In der Steinzeit der Computerei gab es ein Programm, das ich bis heute schmerzlich vermisse: ABC Snapgraphics von Micrografx. Es war ein Programm, mit dem man auf einfache  Weise schöne Schaubilder erzeugen konnte. Irgendwann teilte Micrografx das Schicksal von Borland, Lotus usw. und entschwand von der Bildfläche. Und mit der Firma leider auch das Produkt. Sicher gibt es mittlerweile Erweiterungen, Programmbestandteile oder Erweiterungen wie SmartArt innerhalt von PowerPoint, den Charme und die Einfachheit von ABC Snapgraphics haben diese Apps leider nicht. Zumindest finde ich das.

Nun gibt es eine webbasierte Anwendung, mit der allerlei Arten von Diagrammen erzeugt werden können: Vizzlo (diese Namen immer!). Noch bekommen Sie einen kostenlosen Zugang, denn das Programm befindet sich noch in der Alpha-mäßigen Testphase. So kann es passieren, dass es an der einen oder anderen Stelle immer noch ein wenig ruckelt.

Wenn Sie sich für Vizzlo mit dem üblichen Prozedere angemeldet haben, können Sie auf der Hauptseite unter einer Vielzahl von Diagrammvorlagen auswählen. Die Angebote umfassen Standarddiagramme, aber auch Exoten wie “Hamburger Chart” oder “Brain Chart”. Auch spezielle Anwendungen wie die berüchtigte “Business Model Canvas” oder eine “Balanced Scorcard” sind im Angebot.

Die Erstellung der Grafiken mit eigenen Daten ist kein Hexenwerk, das ansehnliche Ergebnis (“Dokument”) können Sie dann als png-Bild oder als pdf-Datei herunterladen. Damit dürfte einem Einbinden in PowerPoint & Co nichts im Weg stehen. Aber auch das Teilen mit Anderen über das Internet ist möglich, State of the Art eben.

Mir gefallen die Diagramme außerordentlich gut und ich werden sicher den einen oder anderen Anwendungsfall für Präsentationen, Handouts o.ä. finden. Auf jeden Fall drücke ich den Leipzigern alle Daumen, bis jetzt haben sie einen guten Job gemacht.

Vizzlo_Market

 

BTW: Sie können ABC Snapgraphics immer noch per Download erhalten, z.B. hier oder hier. Das Programm ist mittlerweile Abandonware. Sie müssen aber schon Computerfreak sein, um es installieren zu können, denn es läuft nur unter Windows 3.x (!).

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Scott Hanselman über Informationsflut

Scott Hanselman ist leitender Programmmanager bei Microsoft, einflussreicher Blog- und Buchautor. Hier widerlegt er die These, dass Microsoft-Mitarbeiter nicht präsentieren können. Der Titel des Vortrags: Information Overload and Managing the Flow. Ein Referat über die Grundlagen..

Scott Hanselman – Information Overload and Managing the Flow from Øredev Conference on Vimeo.

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Ihre Präsentation auf den Tablets der Zuhörer: Sideflight

Ab und zu bekomme ich wohlmeinende Hinweise auf mehr oder weniger neue Software aus dem Themenbereich des ToolBlogs. Public Relations heißt wohl diese Disziplin. Dagegen ist nichts einzuwenden und ich erlaube mir auch dann und wann, meine Leserinnen und Leser davon in Kenntnis zu setzen, wenn mir die Anwendung interessante erscheint.

So zum Beispiel Sideflight. Diese Add-in für PowerPoint ermöglicht es Ihrem Publikum, die Folien Ihres Vortrags auf dem eigenen Gerät (Tablet, Laptop etc.) mitzuverfolgen. Das geht nicht nur vor Ort, sondern auch über die sozialen Medien. Hinterher bekommt die Zuhörerschaft sogar ein Handout, wobei Sie entscheiden, welche Folien darin enthalten sind.

Das mit dem Handout ist so eine Sache. Ich halte nichts davon, Folien als Handout auszuteilen. Das würde bei meinen Folien auch nichts nützen, denn meistens ist darauf nur ein Bild, allenfalls ein kurzer Satz zu sehen. Aber für manche mag das durchaus ein gangbarer Weg sein.

Für Einzelpersonen ist der nicht kommerzielle Gebrauch von Sideflight kostenlos. Die Lizenz zur kommerziellen Nutzung durch eine Person auf einem Rechner startet bei etwas unter 80€/Jahr. Wenn Sie also öfters Vorträge halten, könnte das Add-in durchaus interessant sein, um Ihre Reichweite zu erhöhen.

Aus der gleichen Werkstatt stammt auch Beamium, eine Webapp, mit der Sie pdf-Dokumente teilen und online betrachten können. Wenn ich das richtig verstanden habe, dann ist Beamium eine Art Sideflight für pdf-Dokumente. So ganz genau hat sich mir das noch nicht erschlossen. Etwas mehr Informationsgehalt würde der Produktwebsite sicherlich gut tun.

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Visualisieren mit Dingbats & Co

Sie kennen sicher diese komischen Schriftarten, wo anstatt Buchstaben kleine Bildchen zu sehen sind? Symbolschriften heißen diese und bekannte Vertreter sind unter Windows z.B. Wingdings  oder Dingbats.

Ich muss zugeben, ich wusste nie so richtig, wozu derartige Schriften gut sein sollen, von dem einen oder anderen Zeichen mal abgesehen. Allerdings könnte sich das mit einem Artikel von Connie Malamed ändern: How To Use Dingbats For Free eLearning Illustrations.

Connie stellt zunächst die Schriftarten Wingdings, Dingbats und Webdings vor und beschreibt dann, was Sie die einzelnen Symbolde für Präsentationsfolien nutzen können. So können Sie z.B. einzelne Symbole in PowerPoint auch als Bilder abspeichern, ein Trick, den ich bis jetzt noch gar nicht kannte. Daraus ergeben sich ungeahnte Möglichkeiten, so könnte man etwas für diverse Mind Mapping Programme daraus eine Symbolbibliothek erstellen.

Weitere Einsatzgebiete der Schriftsymbole sind die Erstellung von Icons oder  Illustrationen, die aus einzelnen Symbolen zusammengesetzt sind. Connie gibt dafür in ihrem Artikel ein schönes Beispiel.

Am Ende des Beitrags finden Sie Links zu weiteren Symbolschriften, die Sie kostenlos herunterladen können. Es sind auch Sammlungen auf CD-ROM im Handel, die man aber nicht unbedingt braucht. Es sind auch so schon genug.

So habe ich die Anwendung von Symbolschriftarten noch nie gesehen. Ich werde mich auf jeden Fall näher damit beschäftigen, wenn ich wieder einmal eine Präsentation erstellen darf.

Wingdings

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So funktioniert eine Podiumsdiskussion

Vor einigen Monaten hatte ich Kontakt zu einer Professorin, die ich für eine Keynote zu einer Tagung gewinnen wollte. In der langen Liste ihrer Bedingungen war auch: “Ich mache grundsätzlich keine Podiumsdiskussionen”. Ich habe mich damals gefragt, was wohl der Grund für ihre deutliche Ablehnung war. Vielleicht unangenehme Erfahrungen oder nur die Angst, die Schau gestohlen zu bekommen. Ich werde es wohl nie herausbekommen.

Der von mir seht geschätzte Scott Berkun hat wohl auch einige unangenehme Erfahrungen mit Podiumsdiskussionen gemacht. Allerdings nicht mit den Podiumsdiskussionen an sich, sondern nur mit schlechten. Und die erkennt man laut seines Artikels “Why Panel Sessions Suck (And How To Fix Them)” an folgenden Merkmalen:

  • Alle sind zu freundlich
  • Es sind zuviele Leute auf dem Podium
  • Es gibt nicht genug Mikrofone
  • Die Diskussionsteilnehmer sind dröge und unvorbereitet
  • Die Teilnehmer verschwenden die Zeit mit offensichtlichen Dingen
  • Der Moderator verhält sich passiv

Und diese Maßnahmen machen laut Scott Podiumsdiskussionen erfolgreich:

  • Engagieren Sie einen starken Moderator
  • Die Fragen des Moderators sollten die Interessen des Publikums abbilden
  • Beschränken der Darstellung von Standpunkten (max. 5 Minuten)
  • Die Diskussion soll eine klare Frage beantworten (Durchaus eine geschlossene Frage)
  • Die Diskussionsteilnehmer sollten gegensätzliche Hintergründe haben und entsprechend gegensätzliche Standpunkte einnehmen
  • Der Moderator sollte die Diskussionsteilnehmer vorbereiten und mit ihnen eine Nachbesprechung abhalten

In dem Artikel finden Sie außerdem Hinweise zu weitergehenden Beiträgen zum Thema. Meine Meinung? Ich mag Podiumsdiskussionen, sowohl als Teilnehmer als auch als Zuhörer und kann Scotts Bemerkungen nur unterstreichen.

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Wie Sie vor einem Vortrag die Ruhe bewahren

Die meisten von uns haben Bammel davor, vor einer große Anzahl von Menschen zu sprechen. Ich erinnere mich, in einem Buch gelesen zu haben, der Grund liege darin, dann nicht mehr die Geborgenheit der Gruppe zu spüren. Im Gegenteil, das Reden vor  der Gruppe wäre eine Art Außenpostition, die Grundängste des Ausgeschlossenseins hervorrufe. Vielleicht mag das eine Erklärung für das Lampenfieber sein, ich weiß es nicht.

Wie auch immer, das Lampenfieber hat nicht nur negative Aspekte. Es gibt Experten, die bahaupten, erst durch eine gewissen Grundnervosität könne überhaupt Höchstleistung entstehen. Wichtig ist nur, dass diese Nervosität nicht überhand nimmt und der Referent nicht durch sie paralysiert wird.

Wenn man Lampenfieber auch nicht verhindern kann, so haben wir es doch selbst in der Hand, wie wir damit umgehen. Jaquelyn Smith gibt uns dazu “11 tips for calming your nerves before a big presentation”:

  1. Bereiten Sie sich gut vor!
  2. Machen Sie sich mit der Umgebung vertraut
  3. Üben Sie
  4. Stellen Sie sich den ganzen Vorgang bildlich vor
  5. Lernen Sie Ihre Zuhörer kennen
  6. Reden Sie sich selbst gut zu
  7. Machen Sie einige kleine körperliche Übungen und atmen Sie tief durch, bevor es losgeht
  8. Denken  Sie an die “3 Wahrheiten über Ihre Zuhörerschaft”
  9. Lernen Sie Ihre die Eröffnung Ihres Referats auswendig
  10. Lächeln Sie (Ach ja, die Amerikaner)
  11. Vergessen Sie nicht: Sie wirken nie so nervös, wie Sie sich fühlen

Wären noch zu erklären, was die “3 Wahrheiten über Ihre Zuhörerschaft” sind:

  1. Die Zuhörer halten Sie für den Experten, also erzählen Sie Ihnen nicht das Gegenteil
  2. Sie möchten, dass Sie Erfolg haben, sind also auf Ihrer Seite
  3. Sie wissen nicht, dass Sie einen Fehler machen, also weisen Sie sie nicht darauf hin

Ich gebe zu, die 2. Wahrheit hat mir eine wenig Stirnrunzeln bereitet, denn nicht immer ist das Publikum dem Referenten wohl gesonnen. Es gab durchaus schon Situationen, wo der eine oder die andere nur darauf gewartet haben, dass der Redner durchfällt. Auf diese “Wahrheit” kann man sich also nicht immer verlassen. In diesem Fall hilft nur, die anderen Punkte umso konsequenter zu verfolgen.

[via Lifehacker]

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12 Tipps für großartige Präsentationen

Präsentationen sind ein wichtiger Bestandteil von Besprechungen. Viele fürchten solche Vorträge, nicht so sehr in der Rolle als Redner, sondern vielmehr in der Rolle als Zuhörer. Viele Referate sind überladen, zu lang und ziemlich langweilig, so dass das Publikum oft einen harten Kampf mit dem Schlaf austrägt. Ich persönlich vertreibe mir dann immer die Zeit mit Achtsamkeitskeitsmeditation (!) oder schreibe fleißig mit. Was ich da schreibe, weiß ja keiner.

Zielführend ist das alles nicht. Mein Tipp: Sorgen Sie lieber dafür, dass Ihre Präsentation Ihre Zuhörer erreicht. So viele Regeln brauchen Sie dabei gar nicht zu beachten. Es sind nämlich nahezu immer dieselben. Chris Arlen hat in seinem Beitrag “12 Tips for Great Sales Presentations” einige zusammengefasst:

  1. Es handelt sich um eine Präsentation, nicht um einen Bericht
    Es ist wie bei den Folien. Folien sind keine Handouts. Hüten Sie sich vor dem Spruch: “Hast Du Folie, hast Du Vortrag.”
  2. Konzentrieren Sie sich auf das Wesentliche
    Lassen Sie Details beseite. Die Zuhörer können sich das sowieso nicht merken. Konzentrieren Sie sich auf die Kernbotschaften.
  3. Stoppen Sie die Präsention, wenn Sie Handouts herausgeben
    Schalten Sie den Beamer auf “Schwarzen Bildschirm”, denn jetzt liegt der Fokus auf den Details in den Handouts und nicht auf der Präsentation. Nach der Diskussion des Details können Sie den Projektor wieder scharf schalten.
    Wenn möglich, geben Sie generell die Handouts erst nach der Präsentation aus und diskutieren nach dem Referat die offenen Fragen.
  4. Ziehen Sie Bilder Texten vor
    Warum, liegt auf der Hand: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.
  5. Beschränken sie den Gebrauch von Texten
    Längere Texte gehören nicht auf die Folien, sondern in die begleitende Dokumenation. Folien sind keine Handouts.
  6. Fordern Sie die Erwartungen der Zuhörer heraus
    Variieren Sie Ihre Folien etwas. Aber übertreiben Sie es nicht. Übrigens muss das Logo Ihres Unternehmens nicht auf jeder Folie erscheinen. Das gilt auch für Daten wie Foliennummer, Copyright, Versionsnummer usw.
  7. Dialog geht vor Monolog
    Fassen Sie sich kurz und präzise. Je kürzer der Vortrag ausfällt, desto länger haben Sie Zeit für den Austausch mit dem Auditorium. Lassen Sie die Zuhörer zu Wort kommen.
  8. Halten Sie es klar und einfach
    Wiederstehen Sie der Versuchung, alle Möglichkeiten zu nutzen, die PowerPoint & Co bieten. Sie sollten nicht etwas machen, nur weil Sie es können.
  9. Halten Sie Augenkontakt
  10. Bedenken Sie: In der Regel können Ihre Zuhörer selbst lesen
    Das Publikum benötigt keinen Vorleser zu Erfassen der Folieninhalts. Das können Sie in der Regel selbst. Entweder man kann zuhören oder lesen. Gleichzeitig ist das schwierig.
  11. Benutzen Sie niemals Cliparts
    Klar ist keine Regel ohne Ausnahme. Aber Sie sollten sich dennoch daran halten. Gute Bilder sind auch schon für lau zu haben. Im ToolBlog habe ich dafür schon einige Quellen genannt.
  12. Achten Sie beim Einsatz auf die Bilderrechte
    Man kann es nicht oft genug sagen: Hüten Sie sich vor Cut & Paste. Informieren Sie sich über die Bedingungen, unter denen Sie Bilder verwenden dürfen. Für freie Bilder gibt es eine Reihe von Quellen (s. 11.)

Sie haben es gemerkt, auch wenn Chris in seinem Artikel von “Sales Presentations” spricht, die von ihm aufgeführten Hinweise sind allgemeingültig.

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Wie Sie mit PowerPoint Geschichten erzählen

Sie kennen sicher diese witzigen Erklärvideos, auf denen eine Hand immer Icons malt, diese hin- und herschiebt usw. Vor einiger Zeit war ich mit meiner Tochter in einem Berliner Café und konnte zwei junge Frauen beobachten, die auf ihren Macs solche kleinen Filmchen erstellten. Natürlich habe ich sie nach der eingesetzten Software gefragt. Sie benutzten VideoScribe, eine hervorragende Anwendung, die mir für den gelegentlichen Gebrauch allerdings zu teuer ist. Schade…

Doch wozu gibt es PowerPoint? Vor kurzem bin ich über eine Seite gestolpert, auf der erklärt wird, wie man ähnliche Videos auch mit dem alten Schlachtschiff von Microssoft erstellen kann: Digital Storytelling with Animated Powerpoint. Der Artikel führt in eine sechsteilige Reihe ein, auf der man den kompletten Produktionsprozess auf Video anschauen kann:

  1. Intro & Samples
  2. Getting Started: Background and Clip Art
  3. Adding Custom Animations
  4. Adding Text
  5. Recording Narration
  6. Setting Automatic Timers

Hier eine Kostprobe:

Erstaunlich, was man mit PowerPoint alles machen kann. Falls Sie so etwas gelegentlich einmal brauchen, dann sollten Sie diese Vorgehensweise in Erwägung ziehen.

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Kostenlose Vorlagen für PowerPoint

Wie die Leserinnen und Leser dieses Blogs wissen, beteilige ich mich nicht an dem allgemeinen Lamento über Powerpoint. Vielmehr arbeite ich sehr gerne mit diesem Programm, sowohl auf dem PC als auch auf dem Mac. Allerdings besteht die Kunst bei Powerpoint darin, die vielen Möglichkeiten, die dieses Programm bietet, eben nicht zu nutzen. Vielmehr sollte man sich auf das Wesentliche beschränken und so wenig wie möglich Rauschen produzieren.

An dieser Stelle habe ich bereits zwei mal auf die Möglichkeit hingewiesen, mit PowerPoint auch Infografiken zu erstellen (hier und hier). Infografiken sind nicht ganz unumstritten, aber ich verwende Sie gerne zur Unterstützung von gesprochenem oder geschriebenem Text. 
Ein Unternehmen, das solche Infografiken herstellt und vertreibt, ist PresentationLoad. Ich konnte mich von der Qualität dieser Diagramme überzeugen und kann sie für den professionellen Einsatz empfehlen. Professionell deswegen, weil sie nicht ganz billig sind.

Allerdings hat das Team von PresentionLoad auch ein Herz für uns Privatmenschen und so gibt es auch eine große Auswahl von Vorlagen zum kostenlosen Download. Darunter befindet sich auch ein Template zum Erstellen von Infografiken.

Auch hier kommen die Vorlagen kommen sachlich und nüchtern daher. Aber das ist kein Fehler, es kommt eben auf den Kontext an!

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Präsentieren: Lernen von Bill Gates

Ich kann durchaus verstehen, dass Sie sich erstaunt die Augen reiben. Sie sollen das Präsentieren lernen von Bill Gates, dem Mann, dessen Firma PowerPoint verbrochen hat? Nun gut, wie Sie wissen, finde ich PowerPoint überaus nützlich, wenn man sich zu bescheiden weiß und die vielen Möglichkeiten nicht nutzt.

Und, ja, Bill Gates hat nicht das Charisma eines Steven Jobs, aber dennoch können Sie sich einiges von ihm abgucken, findet Justin Bariso. Er hat eine TED-Präsentation von Gates analysiert und gibt uns in einem Artikel 10 interessante Hinweise:

  1. Erregen Sie die Aufmerksamkeit des Publikums
  2. Setzen Sie Gestik ein
  3. Seien Sie selbst begeistert vom Thema
  4. Stellen Sie Fragen
  5. Machen Sie eine Pause
  6. Setzen Sie PowerPoint äußerst sparsam ein (!)
  7. Betonen Sie die wichtigen Begriffe richtig
  8. Geben Sie praktische Beispiele
  9. Nutzen Sie Ihre Schlussfolgerung um zu motivieren
  10. Seien Sie Sie selbst

Im Originalartikel gibt Justin an, wo in der Präsentation die einschlägigen Beispiele zu finden sind.

Der letzte Punkt scheint mir besonders wichtig. Das Publikum will Sie als Redner sehen und nicht einen schlecht nchgemachten Steve Jobs.

Und hier spricht der Meister persönlich:

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Was kosten schlechte Präsentationen?

Ich fand es schon immer unfair, wenn schlechte Präsentationen mit PowerPoint gleichgesetzt werden (BTW: Haben Sie in letzter Zeit etwas von Prezi gehört?). Wie immer sitzt das Problem bei der Anwendung von Powerpoint vor dem Bildschirm oder steht bei der Präsentation selbst hinter dem Mikrofon.

Auch die Gestalter der Infografik „What Is the Cost of a Bad PowerPoint Presentation?“ werfen Präsentation und Software in den gleichen Hut. Aber ihre Idee ist dennoch interessant. Sie versuchen nämlich auszurechnen, was schlechte Präsentationen kosten, und zwar in diesem Fall in Dollar. Ich bin mir sicher, auch in Euro kämen wir auf ähnliche Beträge. Ob die Berechnung allerdings einer seriösen Überprüfung standhält, weiß ich nicht.

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Warum wir Angst vor dem öffentlichen Auftritt haben

Seit 1991 arbeite ich als Trainer mit Gruppen, mit kleinen, aber auch mit großen. Und ich gebe zu, je größer die Gruppe ist, die ich begleiten darf, desto weicher die Knie. Daran hat sich trotz all der Routine bis heute nichts geändert.
So auch vor einigen Tagen, als ich in Dresden die Vortragsreihe während des Jahrestreffens der Papieringenieure moderieren durfte. Erschwerend kam noch hinzu, dass im Auditorium eine Menge ehemaliger Kommilitonen, Chefs oder Kollegen saßen. Wie auch immer, es ist gut ausgegangen, sowohl Zuhörer als auch ich selbst haben überlebt.

Warum wir Angst davor haben, vor großem Publikum aufzutreten, erklärt uns Maddie Stone: Why Speaking In Public Makes You Panic. Hier das dazu gehörende Video:

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Auf einen Blick: Erfolgreich Präsentieren

Ich weiß, nicht alle Leser mögen Infografiken. Andere, mich eingeschlossen, aber schon. Wenn Sie zur ersten Gruppe gehören, dann sehen Sie mir bitte nach, wenn ich auf die eine oder andere Infografik hinweise. Wie zum Beispiel auf diese hier: How to Deliver a Great Presentation. Hier wird für die schnelle Übersicht alles zusammengefasst, was Sie für eine gute Präsentation benötigen:

  • Eintrittsgeld (wenn es denn zutrifft…)
  • Klarheit
  • Körpersprache (Achtung! Stark kulturabhängig)
  • Geschichten erzählen
  • Vorbereitung
  • Fragen zum Schluss

Hier die Infografik

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Tipps für Redner von Winston Churchill

Wenn ich richtig informiert bin, dann wird in Großbritannien die Debattenkultur gepflegt und in den Schulen das Debattieren sogar gelehrt, zumindest in den weiterführenden. Das führt dazu, dass im Unterhaus regelrechte Redeschlachten mit einem durchaus hohen Unterhaltungswert ausgetragen werden. Man vergleiche dies nur einmal mit unseren Bundestagssitzungen. Ärzte wollen diese schon als Therapie gegen Schlafstörungen aller Art verschreiben.

Einer der größten Redner des Vereinigten Königreichs war sicher Winston Churchill, dessen „Blut, Schweiß und Tränen“-Ansprache auch hierzulande ein Begriff geworden ist.

Brett und Kate McKay haben in dem Artikel „The Winston Churchill Guide to Public Speaking“ die Redekunst von Churchill näher untersucht. Hier die wichtigsten Hinweise:

  1. Formulieren Sie aus, was Sie „rüberbringen“ möchten
  2. Fertigen Sie Ihre Rede mit großer Sorgfalt an
  3. Wählen Sie die richtigen Worte
  4. Versehen Sie Ihre Rede mit einem unwiderstehlichen musikalischen Rhythmus
  5. Führen Sie Ihre Argumente sollten zu einer zwingenden Schlussfolgerung
  6. Verwenden Sie Bilder und Analogien
  7. Geben Sie den versteckten Stimmungen und Idealen der Zuhörer eine Stimme
  8. Seien Sie aufrichtig

Alle Hinweise werden in dem Artikel von den Autoren aufwändig mit Beispielen und Bildern belegt. Ein interessanter und nützlicher Beitrag!

Über den Debattenredner Churchill wird folgende Geschichte erzählt. Eine weibliche Oppositionspolitikerin rief ihm im Unterhaus zu: „Wenn Sie mein Mann wären, würde ich Ihnen Gift geben.“ Darauf antwortete er: „Und wenn Sie meine Frau wären, würde ich es nehmen.“

Können Sie sich so etwas bei uns vorstellen?

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Nur 10 Folien – Mehr brauchen Sie nicht für Ihren Pitch

Ich mag Denglisch nicht. Aber manchmal möchte ich schon gerne englische Ausdrücke verwenden. „Pitch“ ist zum Beispiel viel kürzer und prägnanter als das deutsche „Verkaufsgespräch„. Allerdings trifft das „Verkaufsgespräch“ den englischen Ausdruck nicht immer. Manchmal ist mit Pitch auch ein Agenturpitch gemeint. Ähnlich zwar, aber nicht dasselbe.

Letzteren hat Guy Kawasaki wohl im Sinn gehabt als er seinen Artikel „The Only 10 Slides You Need in Your Pitch“ geschrieben hat. Auch hier folgt Guy ganz konsequent seiner 10/20/30-Regel:

  1. Nicht mehr als 10 Folien
  2. Dauer unter 20 Minuten
  3. Schriftgröße mindestens 30 pt

Eine Infografik zeigt, wie diese Regel auf einen „Pitch“ angewandt wird. Schauen Sie hier:

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Wie ein großes Ego jede Präsentation zerstört

Als ich noch jung und hübsch war, durfte ich an Tagungen teilnehmen, die von meiner damaligen Berufsvereinigung organisiert wurden. Das Format war klassisch, es folgte Vortrag auf Vortrag, zwischen denen immer Fragen an den Referenten gestellt werden durften. Bemerkenswert war, dass immer nur diejenigen Herren (!) Fragen gestellt haben, die in der Hierarchie dieses Verbandes ganz oben an der Spitze standen. Dementsprechend nervös wirkten die Referenten dann auch bei der Antwort. Wobei….

eigentlich waren die Fragen gar keine Fragen, sondern eher Statements, die die Bedeutung des „Fragenden“ unterstreichen sollten. Auf ein langes Statement, dass man das alles ja schon kenne und auch schon vor Jahren in der eigenen Firma praktiziert habe, folgte dann eine kurze geschlossene Frage, wohl mehr um die Form zu wahren: „Sehen Sie das auch so?“

Aber nicht nur im Auditorium sitzen Menschen mit übergroßem Ego, sondern auch die Referenten selbst strotzen mitunter vor unangemessenen Selbstvertrauen. Daniel Scocco erklärt in seinem Artikel „7 Ways that Ego Can Kill Your Presentation„, wie Selbstdarsteller ihre eigene Präsentation an die Wand fahren können:

  1. Sie sprechen dauernd über ihren Hintergrund und ihre Errungenschaften
  2. Sie benutzen dauernd Fremdwörter oder Bonmots
  3. Sie verwenden Modeausdrücke
  4. Sie betreiben übermäßige Eigenwerbung
  5. Sie zeigen komplizierte Diagramme und Formeln um das eigene Wissen zu demonstrieren
  6. Sie präsentieren zu viel Informationen
  7. Sie kommunizieren nicht mit den Zuhörern, weil sie sich für die alleinigen Experten halten

Alles schon einmal erlebt, oder? In den meisten Konferenzen gibt es allerdings für Sie als Zuhörer einen Ausweg: Das Gesetz der zwei Füße.

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Wie Sie Ihren Elevator Pitch optimieren

Was ist ein Elevator Pitch? Lassen wir unserem Gedächtnis von Wikipedia auf die Sprünge helfen:

An elevator pitch, elevator speech, or elevator statement is a short summary used to quickly and simply define a person, profession, product, service, organization or event and its value proposition.
(Die deutsche Community diskutiert mal wieder über die Relevanz des Artikels)

Wer meint, man könne so eine Aufzugsrede einfach so aus dem Ärmel schütteln, der irrt gewaltig. Sie müssen schon etwas Gehirnschmalz investieren, wenn Ihre Kurzvorstellung überzeugend ausfallen soll.

Sie können sich aber beim Erstellen Ihres Elevator Pitchs helfen lassen. Open Colleges hat dazu eine eigene Seite erstellt: How To Write the Perfect Elevator Pitch.
Eine nette Idee übrigens, die Anleitung selbst als Fahrstuhl darzustellen.

Danke an Sarah Del Rosario für den Hinweis.

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Nancy Duarte und Garr Reynolds im Gespräch

Wenn es überhaupt zwei Präsentations-Gurus gibt, dann sind das Nancy Duarte und Garr Reynolds. Nancy ist Autorin des Buches „slide:ology: Oder die Kunst, brillante Präsentationen“ zu entwickeln„, Garr hat den Bestseller „Presentation Zen“ verfasst.

Wenn die zwei zusammen auf der Bühne stehen sitzen, dann kann man sicher eine Menge zum Thema Präsentieren lernen. Schön, dass jemand diese Begegnung aufgezeichnet und ins Netz gestellt hat: Nancy Garr Meet and Greet 2013.

Die Höhepunkte des Gesprächs gibt es übrigens auch als Slideshow:

[via Presentation Zen]

 

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