Archiv der Kategorie: Methoden

CmapTools in neuem Gewand

Es gibt Aufgabenstellungen, die sich sehr gut mit Mind-Maps bearbeiten lassen. Wie jede andere Methode auch, gibt es für die Anwendungen von Mind-Maps gewissen Grenzen. Diese liegen in der Baustruktur der Map, so dass dynamische Zusammenhänge wie Rückbezüglichkeiten nur schwer darzustellen sind.




Für “die Visualisierung von Begriffen (Concepts) und ihren Zusammenhängen” (Wikipedia) ist die Concept-Map das Mittel der Wahl. Dort werden durch gerichtete Pfeile die Abhängigkeiten zwischen den aufgeführten Elementen dargestellt. Eine fertige Concept-Map ähnelt dann einem Netzwerk.

Ich selbst habe Concept-Maps vor vielen Jahren in einer Weiterbildung zum vernetzten Denken nach Gomez und Probst kennen gelernt. Dort kamen damals mangels geeigneter digitaler Werkzeuge Pinnwände und Post-it®-Notes oder Whiteboards zum Zug. Tools, die gerade bei der Erstellung von Concept-Maps im Team nach wie vor großen Charme besitzen.

Nun kann man zwar auch mit Software zum Mind-Mapping Concept-Maps erstellen, wie z.B. auf dem Blog von XMind beschrieben wird. Allerdings ist diese Vorgehenweise etwas umständlich.

Ein bewährtes Programm, dass ausschließlich für Concept-Maps konzipiert ist, ist CmapTools vom Florida Institute for Human & Machine Cognition (IHMC). Mittlerweile ist eine regelrechte Suite erschienen, bestehend aus den Programmen CMapTools für PCs aller Plattformen, für iPad und für die Cloud. Zum Download müssen Sie sich registrieren und können etwas spenden, müssen aber nicht.

Wenn Sie mit der Erstellung von Concept-Maps noch nicht allzu vertraut sind, dann hilft Ihnen eine umfangreiche Einführung weiter, natürlich visualisiert mit einer Concept-Map. Auch für eine tiefergehende Dokumentation ist gesorgt.

Ich habe mit CmapTools bislang gute Erfahrungen gemacht und kann die Software nur empfehlen.

CmapTools

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BMY®: Klarheit für Ihre Karriere

Vor ungefähr zwei Jahren bin ich nach Amsterdam gefahren, um bei Tim Clark die Master Class für seinen Ansatz Business Model You® zu besuchen. Dort habe ich auch Mercedes Hoss-Weis kennengelernt, die mit ihm damals zusammen den Workshop begleitet hat.

Für die Fachzeitschrift Training aktuell haben Mercedes und ich vor einigen Wochen einen Artikel verfasst, in dem wir den Hintergrund des Ansatzes und die Vorgehensweise bei der Umsetzung erklären: Beratungs Modell “Business Model You” – Klarheit für die Karriere. Sie können den Artikel hier herunterladen.

Wir beschreiben dort

  • Warum BMY eine wirksame Methode für die individuelle Organisationsplanung ist
  • Wie man mit BMY die wichtigen Erfolgsfaktoren beschreibt und visualisiert
  • Wie das Vorgehen in der Praxis aussieht

Im Rahmen eines Artikel mussten wir uns auf das Wesentliche beschränken. Wenn Sie Fragen zu BMY haben, dann kommen Sie gerne auf mich zu.

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Tim Clark und Stephan List in Amsterdam

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Vom Umgang mit Haftzetteln & Co

Das ich ein großer Anhänger von Post-it®-Notes (Haftzetteln) bin, ist der geneigten Leserschaft sicher nicht entgangen. Nun hat sich der geschätzte Kollege Tim Themann einer Alternative des Haftzettels, den Stattys-Notes zugewandt und einen ausführlichen Artikel über den Gebrauch derselben verfasst: Tipps für die (Stattys | Magic-Chart) Notes.

Manche dieser Tipps wirken auf den ersten Blick banal, haben es aber in sich, denn sie können die Arbeit kolossal erleichtern.

Auf die Idee, bei der Arbeit mit Post-it-Notes so einen Gummifinger (offiziell Blattwender) zu verwenden, bin ich zum Beispiel noch nicht gekommen. Aber ich werde das ausprobieren. Besonders beim “Leeren” der Pinnwände von den Zetteln, könnte er sehr nützlich sein.

Von Klebesprays zum Fixieren bin ich wieder abgekommen. Ich mag Sprays generell nicht, denn ich weiß nicht, was ich da einatme. Außerdem ist meiner Meinung nach die Weiterverarbeitung fertiger Pinnwandcharts nicht optimal. Bei Aufrollen auf dem Boden ziehen sie schon viel Staub und Schmutz an. Die Weiterverarbeitung der Charts hält mich bislang auch vom Einsatz der Stattys-Notizen ab. Ich bevorzuge  immer noch die herkömmlichen Post-it-Notes, die ich allenfalls auf dem Packpapier mit einem kurzen Strich mit dem Klebestift für den Transport fixieren muss.

Kurz und gut. Ich bleibe (noch) beim Papier. Aber auch bez. der Haftzettel lässt uns Tim nicht allein. In Haftnotizen richtig benutzen beschreibt er die zweckmäßige Handhabung dieses Werkzeugs. Die Quintessenz zeigt Ihnen Dave Gray: Post It Notes Lay Flat Tip.

So ein Video können Sie sich auch im Artikel von Tim anschauen. Darüber hinaus erklärt er auch, warum Sie den Haftzettel so abziehen sollten. Wenn Sie also auch noch eine nahezu wissenschaftliche Erklärung dafür suchen, dann wird Ihnen in dem Artikel geholfen.

Für die Weiterverarbeitung der Pinnwände empfiehlt Tim die iOS-App Post-it® Plus. Dem schließe ich mich an. Leider scheint es von der App keine Android-Version zu geben. Sie können sich aber mit Office Lens von Microsoft behelfen. Ehrlich gesagt, ich finde diese App sogar noch besser.

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Ein E-Book zur SWOT-Analyse

Die meisten Leserinnen und Leser kennen sicherlich die SWOT-Analyse. Bei dem Ausdruck SWOT handelt es sich um ein Akronym aus den englischen Worten:

  • S trengths (Stärken)
  • W eaknesses (Schwächen)
  • O pportunities (Chancen, Möglichkeiten)
  • T hreats (Bedrohungen, Risiken).

In der Regel benutzt man diese Methode um für eine Organisation zukünftige Szenarien zu diskutieren (O und T, Außenschau) um dann diese Szenarien mit den eigenen Stärken und Schwächen (S und W, Innenschau) abzugleichen. Über die Anwendung der SWOT – Analyse im persönlichen (Karriere-) Kontext habe ich im ToolBlog bereits geschrieben (hier und hier).

Die Durchführung einer SWOT-Analyse ist nicht so einfach, wie es auf den ersten Blick scheint. Mein Kollege Heiko Stein hat in seinem Artikel “Drei häufige Gründe, warum Ihre SWOT-Analyse ein Flop wird” aufgezählt, was dabei schief gehen kann:

  1. Es ist den Beteiligten unklar, was sie mit der SWOT-Analyse erreichen wollen
  2. Die Innen- und Außensicht wird verwechselt und/oder vermischt
  3. Es werden keine weiteren Schlüsse aus den Ergebnissen gezogen

Zu (2) empfehle ich, in einem Workshop 2 verschiedenen Gruppen zu bilden, die SW und OT getrennt voneinander bearbeiten. Die Ergebnisse werden dann im Plenum im Dialog zusammengeführt.

Zu (3) ist nichts weiter zu sagen, denn dieser Punkt trifft auf jede Methode zu. Ich habe in meiner Praxis schon erlebt, dass man sich dumm und dämlich analysiert ohne dann die Erkenntnisse in geeignete Maßnahmen münden zu lassen. Oft drängt sich hier der Verdacht auf, man analysiert so kleinteilig, damit nichts getan werden muss.

Mike Brown hat nun ein E-Book zur SWOT-Analyse veröffentlicht: 11 Ways to Reimagine the SWOT Analysis. Sie können die Publikation auf der Website herunterladen. Ganz kostenlos ist es nicht, denn Sie werden gebeten, Ihre Daten zu hinterlassen.

Ich werde dies auf jeden Fall tun, denn ich bin gespannt, welche Hinweise Mike Brown zu dieser gut eingeführten Methode in petto hat.

Dennoch scheint mir ein Hinweis angebracht. Denken Sie daran, dass auch diese Methode nach dem MiMo-Prinzip funktioniert: Mist in, Mist out. Die Analyse ist nur so gut wie Ihre Daten. Und exakte Daten zu bekommen, ist schwierig, besonders für die Zukunft. Von unseren kognitiven Verzerrungen will ich hier gar nicht sprechen.

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[Foto von Sophie Janotta [via pixabay], (CC0 Public Domain)]

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Der Zettelkasten von Luhmann und wie Sie damit arbeiten

Der Soziologe Nicklas Luhmann war bekannt für sein ausgeklügeltes System für Notizen aller Art, mit dem seine ungeheure Produktivität erklärt wurde. Vor einiger Zeit habe ich an dieser Stelle bereits berichtet. Ich muss gestehen, dass ich bislang trotz stetem Bemühen immer noch nicht ganz verstanden habe, wie der Zettelkasten funktioniert. Vielleicht ändert sich das mit der Vorlesung von Johannes Schmidt:

Johannes Schmidt: Der Zettelkasten als Zweitgedächtnis Niklas Luhmanns from Labor für Kunst und Technik on Vimeo.

Für den Zettelkasten gibt es die gleichnamige Software von Daniel Lüdecke, kostenlos und für alle Plattformen. Mich würde einmal interessieren, ob sich schon jemand unter Evernote um die Umsetzung des Zettelkastens verdient gemacht hat.

Allerdings hat auch die Installation des Programms nicht wesentlich zu meinem Verständnis der Methode beigetragen. Aber ich gebe nicht auf!

[via Taking Note]

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Materialien zur Moderation

Die vergangenen zwei Tage hatte ich das Vergnügen, für Fachkräfte aus dem Automotive Bereich ein Moderationstraining durchführen zu dürfen. Den Teilnehmern habe ich versprochen, in den Weiten des Ozeans Internets nach interessanten Quellen zu diesem Thema zu fischen. Natürlich will ich das Ergebnis der Recherche den ToolBlog-Lesern nicht vorenthalten. Here we go…

Leitfäden zur Moderationsmethode im pdf-Format

  • Entwicklungspolitisches Bildungs- und Informationszentrum e.V. – EPIZ:
    Methodensammlung für Referent_innen (pdf-Datei)
  • Claudia Bremer:
    Präsentation, Moderation und hochschuldidaktische Methoden (pdf-Datei)
  • University of Wisconsin-Madison:
    Facilitator Tool Kit (pdf-Datei)
  • Universität Duisburg-Essen:
    Methodenbar (pdf-Datei)
  • Günter W. Remmert:
    Die Kunst der Moderation (pdf-Datei)
  • Das Kommunikations Kollektiv:
    Moderationsmethoden für Treffen und Workshops (pdf-Datei)
  • Michael Tosch:
    Die moderierte Besprechung (pdf-Datei)
  • Friedrich-Ebert-Stiftung Akademie Management und Politik:
    Vom Chaos  zum Ergebnis (pdf-Datei)

Websites

Beispiele für Workshop-Drehbücher

Wer suchet, der wird auch im Netz Beispiele für fertig ausgearbeitete Workshop-Designs finden. Sie können als Muster für eigene Konzepte dienen. Hier einige Beispiele:

  • Brennert et. al.: Moderierte Gefährdungsbeurteilung (pdf-Datei)
  • DGUV Information 206-007: So geht’s mit Ideen-Treffen (pdf-Datei)

Wenn Sie weitere interessante Links zum Thema haben, dann hinterlassen Sie doch einen Kommentar. Ich freu mich darüber.

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Kennen Sie Ihr Lebensrad?

Eine oft angewandte Reflexionsmethode im Coaching ist das sogenannte Lebensrad. Im Prinzip handelt es sich um ein kreisförmiges Diagramm in Form einer Zielscheibe, auf der Sie eintragen können, wie viel Energie Sie auf definierte Lebensbereiche verwenden. In seinem Artikel “How to Use the Life Coaching Wheel of Life” nennt Adam Sicinski nennt die Kategorien:

  1. Eigene Entwicklung
  2. Gesundheit und Wohlbefinden
  3. Freunde
  4. Familie
  5. Beziehungen
  6. Beruf und Karriere
  7. Finanzen
  8. Spiritualität
  9. Umwelt

Ich persönlich bin nicht ganz glücklich mit dieser Auswahl. Zum einen sind es mir einfach zu viel Bereiche, die m.E. auch nicht gleichberechtigt nebeneinander stehen, zum anderen überlappen sich manche Kategorien zu sehr.

Aber sei’s drum. Sicinski zeigt in seinem Beitrag, wie Sie bei der Erstellung Ihres Lebensrads vorgehen können. Dazu hat er ein Bündel von Fragen zusammengestellt, mit denen die Erfüllung der einzelnen Bereiche erforscht werden kann und mit welchen Fragen Sie herausfinden können, wo noch Handlungsbedarf besteht.

Der Artikel wird abgerundet mit einem Hinweis auf die Software “Goalscape”, über die auch Stefan Hagen schon berichtet hat und eine umfangreiche Linksammlung für die weitergehende Recherche zum Thema “Lebensrad”.

Wenn Sie die deutsche Sprache bevorzugen, hier ein paar Tipps von mir:

Ich persönlich mag den Ausdruck “Lebensrad” für dieses Coachingtool nicht besonders, denn eine Verwechslung mit dem buddhistischen Lebensrad liegt auf der Hand. Letzteres benötigt aber dann doch mehr Aufmerksamkeit und Studium.

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[Foto von Dimitris Vetsikas [via pixabay], (CC0 Public Domain)]

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Wie Sie 50 Bücher in einem Jahr lesen

Der Artikel “Wie Sie das Bücher lesen verbessern”, den ich letzte Woche an dieser Stelle veröffentlicht habe, stieß auf eine Resonanz, die ich so nicht erwartet habe. Nun bin ich auf einen weiteren einschlägigen Beitrag gestoßen, in dem der Autor Stephen Altrogge uns zeigen möchte, wie wir 50 Bücher in einem Jahr lesen können: How to Read 50 Books a Year, in 7 Easy Steps.

Ich bin bei solchen Überschriften immer etwas skeptisch, für mich klingen sie immer reichlich vollmundig. Außerdem frage ich mich, ob Quantität von Qualität geht und ich überhaupt eine solche Menge von Büchern lesen will. Allerdings sind die Hinweise von Altrogge auch für den Otto Normalleser interessant. Er empfiehlt:

  1. Machen Sie sich eine Leseliste
    Es gibt verschiedene Anwendungen, mit denen Sie Ihre Büchersammlung verwalten können. Altrogge nennt z. B. Goodreads. Diese erlauben oft das Anlegen von beliebiger Listen, also auch einer Noch-zu-lesen-Liste. Ich habe mich vor Jahren für LibraryThing entschieden. Allerdings habe ich noch keine Erfahrung mit o.a. Liste und tausche mich auch nicht mit anderen Lesern aus. Mir dient die Anwendung rein zur Katalogisierung meiner Bücher.
    Interessant finde ich den Vorschlag in dem Artikel, eine solche Liste in Trello anzulegen. Wie das geht, zeigt ein Beitrag von Dan Shipper: How to read a lot of books.
  2. Lesen Sie mindestens 2 Bücher gleichzeitig
    Kann man machen, muss man aber nicht. Ich bin da eher skeptisch. Bei Fachbüchern sollten Sie zumindest die Ähnlichkeitshemmung beim Lernen beachten. Wenn Sie also mehrere Bücher gleichzeitig lesen möchten, dann aus möglichst unterschiedlichen Fachgebieten.
  3. Lesen Sie in kleinen Abschnitten
    Das habe ich mir schon vor einiger Zeit angewöhnt. Schlicht und einfach deshalb, weil meine Aufmerksamkeitsspanne sehr zu wünschen übrig lässt.
    Altrogge empfiehlt, sich Bücher vorlesen zu lassen, wenn man müde ist. Dies funktioniert zumindest bei Kindle-Produkten. Sie können auch Ihr iPhone/iPad entsprechend einstellen.
    Probiert habe ich das selbst noch nicht, aber es kommt auf meine Liste. Ich bin gespannt, wie das im Deutschen funktioniert.
  4. Erhöhen Sie Ihre Lesegeschwindigkeit
    Das hatte wir schon. Hier gibt es eine Reihe von Apps aller Art, mit der Sie das Schnell lesen trainieren können. Spritz als Erweiterung für Ihren Browser scheint einen Versuch wert zu sein. Ein Tipp von mir: “Schneller lesen” für iOS und knapp 3€.
  5. Ergänzen Sie Ihre Lektüre durch Hörbücher
    Dem kann ich mich durchaus anschließen, besonders wenn es um sog. schöngeistige Literatur geht und das Buch von einem fähigen Sprecher/Schauspieler gelesen wird. Wenn Brückner liest, wird sogar das Telefonbuch spannend.
  6. Erhöhen Sie Ihre Hörgeschwindigkeit
    Nein, diesen Tipp werde ich nicht umsetzen. Es hört sich einfach bescheuert an, wenn man die Abspielgeschwindigkeit erhöht.
  7. Seien Sie bei der Auswahl der Lektüre wählerisch
    Auch bei der Auswahl der Bücher lohnt es sich manchmal, “strategisch” vorzugehen. Was interessiert mich derzeit, worin will ich mich weiterbilden. Aber nicht übertreiben, manchmal stößt man nur durch Zufall auf die echten Perlen.

Was nehme ich mit? Spritz werde ich probieren und versuchen, meine Pläne bez. Lesen mit Trello zu strukturieren. Haben Sie bestimmte Kniffe, um die Produktivität beim Lesen zu erhöhen? Wollen Sie das überhaupt? Fragen über Fragen…

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Alles, was Sie für ein (Fern-)Studium brauchen

Vielleicht überlegen Sie sich gerade, ein Fernstudium zu beginnen oder sind gerade mittendrin? Die letzteren verdienen allen Respekt, den anderen empfehle ich, sich das ganze Vorhaben gut zu überlegen.  Das Fernstudium keineswegs ein Schmalspurstudium, wie manche Leute meinen. Man sollte sich die damit verbundenen Mühen und Entbehrungen nicht klein reden. Nur weil das Lernen von zuhause oder einem anderen beliebigen Ort stattfindet, wird die Arbeit nicht einfacher, im Gegenteil:

  • Viele Studierende sind berufstätig und absolvieren das Studium in Teilzeit neben der Arbeit (und Familie).
  • Es gibt keine Kommilitonen um einen herum, die einen aus dem Motivationsloch ziehen könnten. Es fehlt oft der soziale Kontakt zu Gleichgesinnten, aber auch zu Lehrenden.
  • Keineswegs sind die Prüfungen leichter als an Präsenzunis. Schon deshalb, weil die Ferninstitute genau diesem Vorurteil entgegentreten möchten.

Kurz und gut. Es gehört schon eine gehörige Portion Selbstdisziplin dazu, um ein Fernstudium erfolgreich abzuschließen.

Selbstdisziplin allein ist zwar notwendig, aber nicht hinreichend, wie der Mathematiker sagt. Man benötigt auch ein gewisses Handwerkszeug, um das geforderte Pensum zu schaffen.

In Deutschland hat sich die Fernuniversität Hagen, bei der ich selbst einige Jahre studieren durfte, auf das akademische Fernstudium spezialisiert. Eine der angesehensten Adressen in Europa ist die britische Open University.

Von der Open University stammt auch eine Website, die sich eigens dem Fähigkeiten widmet, die ein Fernstudierender entwickeln sollte: Skills for OU Study. In kurzen Lehreinheiten erfahren Sie alles, was für ein erfolgreiches Fernstudium notwendig ist:

  • Kernkompetenzen (Zeitmangement, Präsentieren, Lesetechniken usw.)
  • Bearbeitung von Aufgaben
  • Prüfungsvorbereitung (auch Umgang mit Stress ist dabei)
  • Computer Know-how u.v.m.

In der Überschrift habe ich das “Fern” in Klammern gesetzt, denn diese Fähigkeiten sind nicht nur im Fernstudium nützlich, sondern auch im Präsenzstudium.

Sie werden auf der Seite auch manchen Tipp finden, den Sie in der Arbeitswelt verwenden können.

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[Foto von Wokandapix [via pixabay], (CC0 Public Domain)]

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Von Google lernen, wie man richtig arbeitet

Man kann es drehen, wie man will, Google ist eine der erfolgreichsten Unternehmen, die auf diesem unseren Planeten je gegründet wurden. Um die Arbeitsweise bei Google ranken sich so manche Mythen, Heerscharen von Managern und Menschen, die sich dafür halten, pilgern jedes Jahr ins Silicon Valley nach Mountain View, auf der Suche nach dem Erfolgsrezept von Google.




Eine Reise nach San Francisco und Umgebung lohnt sich m. E. immer, aber wenn Sie nicht dorthin fahren können oder möchten, dann können Sie einige der Arbeitsweisen von und bei Google auch am heimischen Bildschirm studieren.

Unter dem Titel re:Work hat Google ein Portal ins Netz gestellt, auf dem Sie einige wertvolle Informationen, Anleitungen und Fallbeispiele zu den entscheidenden Aspekten effektiver Arbeit finden:

re:Work is organized around some of the biggest ways you can make an impact in your workplace. Each subject contains guides, with tools and insights, for addressing specific challenges

So gibt es Informationen zu:

Für die Aktualität sorgt ein Blog, aber Sie können sich auch über die Aktivitäten auf der Website durch einen Newsletter auf dem Laufenden halten lassen.

Wenn Sie erwartet haben, dass hier Freaks durchgeknallte Arbeitsmethoden vorstellen, dann werden Sie enttäuscht sein. Viele Beispiele und Anregungen sind erstaunlich konventionell und gar nicht so revolutionär, wie oft kolportiert wird.

Das macht aber nichts, nützlich sind die vielen Tipps allemal.

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[Foto von Denys Vitali [via pixabay], (CC0 Public Domain)]

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Wie Sie das Bücher lesen verbessern

Es soll ja Leute geben, die kaufen Bücher nur deswegen, weil Sie Ihr Wohnzimmer wohnlich gestalten möchten. Außerdem sollte die Isolierfähigkeit und Lärmdämmung von Papier nicht unterschätzt werden. Es gibt aber immer noch genügend Menschen, die Bücher tatsächlich lesen.

Je nach Zweck des Buches ergeben sich unterschiedlichen Methoden, wie Bücher zu lesen sind. Schließlich macht es einen Unterschied, ob Sie sich mittels eines Krimis Nervenkitzel verschaffen wollen oder sich mit einem Fachbuch auf die nächste Prüfung vorbereiten möchten.

Steve Kaufmann hat ein paar Tipps zusammengestellt, wie Sie generell Ihre Lesefähigkeiten verbessern können: 7 Pleasurable Ways to Improve Your Reading Ability. Er empfiehlt:

  1. Lesen Sie Bücher über Themen, die Sie interessieren
    Leider ist das nicht immer möglich. Wenn Sie sich auf ein Prüfung vorbereiten müssen, dann ist das Lesen der vorgeschriebenen Bücher oft eine Qual. Allerdings gibt es auch hier bewährte Lesetechniken wie z.B. S3QR oder auch diverse Schnelllesemethoden, die dem Durcharbeiten den Schrecken nehmen.
    Für Belletristik sind derartige Techniken wohl weniger geeignet. Ich kann mir nicht vorstellen, den “Zauberberg” von Thomas Mannquer” zu lesen.
  2. Lesen Sie Bücher, die Ihrem Niveau entsprechen oder etwas darüber liegen
    Kommt darauf an. Ich finde es absolut legitim, sich bei einem sleichten Krimi zu entspannen. Andererseits bin ich mir mittlerweile nicht mehr zu fein, aus einem Buch auszusteigen, wenn ich es trotz einer gewissen Anstrengung nicht verstehen. Aus diesem Grund habe ich mich damit abgefunden, den “Tractatus logico-philosophicus” ” von Wittgenstein in diesem Leben nicht mehr zu beenden. Ich bin für dieses Werk schlicht und einfach unterbelichtet.
  3. Gehen Sie Tiefe, indem Sie mehrere Bücher zum selben Thema lesen
    Diesem Ratschlag bin ich bislang schon immer gefolgt, ohne mir dessen bewusst zu sein. Wenn mich etwas interessiert, dann beiße ich mich fest (s.a. 1). Zur Zeit lese ich das sechste Buch über den 1. Weltkrieg.
  4. Wenn Ihnen das Lesen schwer fällt, dann hören Sie zunächst zu
    Mittlerweile gibt es für nahezu jedes Buch eine Hörausgabe. Allerdings ist imo die Qualität recht unterschiedlich. Werke, gelesen von Brückner, Rowohlt oder Beck, werden allen schon durch die Darbietung zum Hochgenuss. Vorsicht bei Autorenlesungen. Wer schreiben kann, kann noch lange nicht lesen. Das gilt selbst für die eigenen Texte.
    Fachbücher halte ich für das Vorlesen für wenig geeignet. Oft sind diese Hörfassungen bestenfalls als Einschlafhilfen zu gebrauchen.
  5. Lassen Sie Ihre Vorstellungskraft spielen
    Muss man dazu wirklich auffordern? Ein gutes Buch setzt bei mir sofort das Kopfkino in Gang. Hier bin ich Regisseur im eigenen Film. Deshalb finde ich auch die “offiziellen” Literaturverfilmungen so selten gelungen. Es ist nicht mein Film.
  6. Machen Sie sich keine Sorgen, wenn Sie etwas nicht verstehen
    Wenn Sie wirklich ein schwerverdauliches Buch lesen müssen, dann empfehle ich Ihnen die Lesemethode von Mark Forster: Wie Sie ein Buch einmal zweimal lesen.
  7. Der Schlüssel liegt darin, viel zu lesen
    Ich glaube da ist etwas Wahres dran. Schon als ich Kind war, habe ich jede Gelegenheit genutzt zu lesen. Wirklich jede, selbst auf dem Klo durfte “Winnetou” nicht fehlen. Ein Leben ohne Literatur – für mich unvorstellbar.

Was lesen Sie gerade? Bevorzugen Sie Fachbücher oder eher “schöngeistige” Literatur? Egal, oder wie der bekannte Kalauer sagt:

Der Trend geht zum Zweitbuch

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[Foto von Karolina Grabowska [via pixabay], (CC0 Public Domain)]

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Wie Sie Ihr Notizbuch mit einem Index versehen

Nach wie vor bin ich ein großer Freund des Notizbuchs. Allerdings benutze ich es nicht als Organisationsmittel, sondern lediglich als Informationsspeicher. In mein Notizbuch kommt alles, was mir be-merkenswert erscheint: Besprechungsnotizen, Ideen, Mitschriften in Seminaren. Eben alles, was es mir wert ist, gemerkt zu werden. Der Bindestrich gerade eben war Absicht.

Im Laufe der Zeit kommt so einiges zusammen und da stellt sich die Frage, wie man die Notiz wiederfindet, die man vor geraumer Zeit in das Buch hineingeschrieben hat.  Besonders kniffelig ist das, wenn zusammenhängende Notizen auf verschiedenen Seiten des Buchs verteilt sind.

Carey Barnett zeigt uns in dem Artikel “Indexing and Organizing a Moleskine Notebook”, wie Sie dieses Problem lösen können:

  1. Versehen Sie Ihr Notizbuch mit Seitenzahlen oder noch besser, verwenden Sie ein Notizbuch, dass solchen Seitenzahlen schon hat.
  2. Neben die aktuelle Seitenzahl schreiben Sie die Zahl der Seite, von der Ihre Notizen zum selben Thema fortgesetzt werden. Um dies zu illustrieren zeichnen Sie von dieser Zahl eingehenden Pfeil:

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  3. Über die aktuelle Seitenzahl schreiben Sie die Zahl der Seite, auf der Ihre Notizen, auf der Ihre Notizen fortgesetzt werden. Das kennzeichnen Sie durch einen ausgehenden Pfeil:

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  4. Nun beginnt das Indizieren:
    Beginnen Sie den Index von hinten im Buch (quasi spiegelverkehrt) und notieren Sie mit ein paar Stichworten, um was es bei der Notiz geht. Daneben vermerken Sie die Seite, auf der die im Buch verteilte Notiz anfängt.  Durch das Pfeilsystem finden Sie schnell die zusammenhängenden Notizen.
    (Diesen Schritt habe ich modifiziert)

Ich hoffe, ich habe dieses System so richtig verstanden. Ehrlich gesagt, ganz sicher bin ich mir da nicht. Bis jetzt bin ich auch ganz gut ohne Index ausgekommen. Vielleicht werde ich den Christian Mähler anspitzen, ob er ein paar Ideen zur Indizierung von Notizen hat.

Ganz raffiniert finde ich übrigens nach wie vor die japanische Art der Indizierung, über die ich hier bereits geschrieben habe. Einfach, aber wirkungsvoll.

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Kennen Sie Dynagramme?

Zu meinem Portfolio gehören auch Workshop zur Problemlösung. Eine Methode, die ich dort immer wieder zitiere, ist das altbekannte Fischgrät-Diagramm (aka Ishikawa-Diagramm). Es eignet sich besonders gut, wenn gezeigt werden soll, dass mehrere Ursachen zu einer erwünschten oder unerwünschten Wirkung führen.

In der klassischen Form besteht es aus einem Kreis, in den der zu untersuchende Effekt eingetragen wird. Unter den vier – sechs Haupeinflussfaktoren wird idealerweise im Team gesammelt, was alles zu dem Effekt führen könnte.  Die bekanntesten Faktoren sind die 4M: Mensch, Maschine, Material, Methode. Auf diese Weise erhält das Diagramm das typische Aussehen, dem es seinen Namen verdankt.

Ishikawa

Das Merkmal dieser Art Diagramme ist, dass zu Anfang lediglich eine Grundstruktur vorgegeben ist. Durch gemeinsames Ausfüllen des Schaubilds kommt schließlich “Fleisch an den Knochen”, wenn wir bei diesem Bild bleiben wollen.

Martin J. Eppler, Sebastian Kernbach und Roland A. Pfister nennen diese grafischen Formulare “Dynagramme” und haben darüber ein Buch veröffentlicht: Dynagrams- Denken in Stereo: Mit dynamischen Diagrammen schärfer denken, effizienter zusammenarbeiten und klarer kommunizieren.

Die Autoren definieren “gute” Dynagramme über drei Prinzipien:

  1. Schablonen-Prinzip: Eine vordefinierte klärende Struktur
  2. Leitfaden-Prinzip: Das Diagramm unterstützt den Denk- und Dialogprozess
  3. Einblick-Prinzip: Es eröffnet den Blick auf etwas Neues und Relevates

Wie Sie sehen können, erfüllt das o.a. Fischgrät-Diagramm diese Prinzipien in vorbildlicher Weise.

In dem Buch finden Sie viele Fallbeispiele für die praktische Anwendung und eine große Zahl von Diagrammtypen, deren Gebrauch ausführlich erklärt wird.

Wie gesagt, ich setze solche Dynagramme sehr gerne und auch mit einigem Erfolg in meinen Workshops ein. Allerdings wusste ich bis jetzt nicht, dass sie einen eigenen Namen haben.

Das oben gezeigte Fischgrätdiagramm habe ich übrigens mit XMind erstellt. Dort ist es fester Bestandteil im Vorlagenkatalog. Es spricht nichts dagegen, es mit einem Datenprojektor an die Wand zu werfen und es gemeinsam auszufüllen. Auf diese Weise kann der Problemlösungsprozess sehr effizient werden.

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Aufräumen mit Marie Kondo

In den letzten Tagen bin ich auf ein Buch der japanischen Autorin Marie Kondo gestoßen, dass wohl die Referenz ist, wenn es um das Thema Aufräumen geht. An mir ist das Buch bislang vorbei gegangen, auch wenn es wohl in Japan und den USA der Bestseller unter den einschlägigen Ratgebern ist. Das Buch habe ich noch nicht beendet, ich kann aber schon sagen, dass mangelndes Selbstvertrauen nicht das Problem der Autorin zu sein scheint.

Der Schreibstil ist sicher nicht jedermanns Sache, für meinen Geschmack wiederholt sich Marie Kondo auch zu oft. Aber Sie müssen das Buch ja auch nicht lesen. Vielleicht reicht es ja auch der Artikel von Cate La Farge Summers für einen ersten Einstieg: 8 Lessons Our Editor Learned from the Decluttering Bible. Dort werden die Prinzipien von Marie Kondos Aufräumphilosophie (KonMari-Methode) wie folgt beschrieben:

  1. Packen Sie Kategorien an, nichr Räume
    Soll heißen: Räumen Sie Bücher auf, dann Kleider, dann… und nicht das Wohnzimmer, das Esszimmer, das Schlafzimmer.
  2. Achten Sie Ihre Habseligkeiten
    Genau, ohne „auf“. Respektieren Sie Ihre Sachen.
  3. Pfeifen Sie auf nostalgische Gefühle
  4. Eliminieren schafft Freiheit
    Mut zur Lücke zum Wegwerfen!
  5. Kleidung falten statt aufhängen
  6. Anwendung der vertikalen Falttechnik
  7. Sehen Sie den Kleiderschrank mit anderen Augen
  8. Entdecken Sie Ihren persönlichen Stil wieder neu

Cate beschreibt in ihrem Artikel auch, inwiefern sie von der Anwendung der KonMari-Methode profitiert hat. Nun ja, so weit bin ich noch nicht.

BTW: Wenn Sie wissen möchten, wie das mit dem speziellen Klamottenfalten geht, dann schauen Sie sich den Beitrag von Marie Kondo selbst an: The KonMari Folding Method. Oder Sie tummeln sich auf dem einschlägigen youtube-Kanal, der ganz der Meisterin gewidmet ist: Marie Kondo Folding Method.

Hier zum Beispiel werden Hosen zusammengefaltet:

Der Erfolg des Buches von Marie Kondo zeigt, dass sie offensichtlich in ein Wespennest gestochen hat. Offentlich gibt es ein großes Bedürfnis nach Ordnung. Und noch ein Befund: Wir umgeben uns mit zu viel Ramsch, bis wir den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen. Ein Plädoyer für etwas mehr Minimalismus im Alltag.

Nachtrag (19. 7. 16)

Wie es der Zufall will, bin ich heute in der New York Times über einen ellenlangen Artikel über Marie Kondo gefallen: Marie Kondo and the Ruthless War on Stuff. Das ist schon erstaunlich. Scheint der nächste große Hype zu werden. Die neue David Allen?
Der Artikel ist lesenswert, weil er genau diesem Hype tiefer auf den Grund geht. Spannend.

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Notizen nach der Cornell-Methode: Eine Anleitung

Für Mitschriften bei Besprechungen, Präsentationen oder Vorlesungen empfehle ich die Cornell-Methode. Die Effizienz (und Effektivität) kommt bei diesem Verfahren dadurch zustande, dass die Schritte Aufnehmen und Reflektieren getrennt vorgenommen werden. Unterstützt wird diese Art Notizen zu machen, durch eine spezielle Blattaufteilung beim Notizpapier.

Wenn Sie wissen möchten, wie die Cornell-Methode funktioniert, dann schauen Sie doch einmal wikiHow vorbei. Im Artikel “How to Take Cornell Notes” wird jeder einzelne Schritt detailliert und reich bebildert erklärt.

Die Kurzfassung der Methode finden Sie auf dem Deckblatt der Blöcke, die ich immer in meinen Workshops austeile. Falls Sie noch nicht die Gelegenheit hatten, dabei zu sein, dann können Sie das Blatt als Spickzettel auch hier herunterladen.

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Falls Ihnen die Cornell-Methode gar nicht zusagen sollte, dann schauen Sie doch mal auf die “Die Megaseite über das Notizen machen”. Da werden Sie sicher fündig.

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"Erfolg von Strategieprojekten" – Einladung zu einer explorativen Studie (Gastbeitrag)

Christian Fischbach vom Lehrstuhl für allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Controlling an der Friedrich-Schiller-Universität Jena betreut eins Studie, zu der er die Leserinnen und Leser des ToolBlogs einladen möchte. Er wird uns auch an dieser Stelle über die Fortschritte der Forschungsarbeit auf dem Laufenden halten. Hier sein erster Beitrag:

Die Veränderungen der heuten Zeit werden meist mittels Projekten in die Unternehmen getragen. Insbesondere strategische Projekte erzeugen mitunter einschneidende Eingriffe in die Entwicklung des betroffenen Unternehmens. Obwohl von hoher Bedeutung, sind die Wirkweise und die Erfolgsbeurteilung von Strategieprojekten, insb. auch mit externer Beraterunterstützung, nicht abschließend geklärt.

Wann sind Strategieprojekte erfolgreich und wie kann man den Erfolg messen?
Welche Ursachen hat der Erfolg von Strategieprojekten?
Was können wir praktisch daraus lernen?

Mit diesen Fragen beschäftigt sich deshalb eine Studie der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

In unregelmäßigen Abständen werde ich an dieser Stelle über dieses Vorhaben berichten. Heute möchte ich Sie zu einer kurzen Vorerhebung zur Spezifizierung des Untersuchungsraums (3 Minuten) einladen.

Anbei der Link:

https://www.soscisurvey.de/Erfolgsv/

Auch werden noch Teilnehmer für Experteninterviews gesucht. Am Ende der Umfrage besteht die Möglichkeit, sich hierfür zu melden.

Die Beantwortung ist selbstverständlich anonym. Eine Verwendung der gewonnenen Daten und Ergebnisse erfolgt nur zu wissenschaftlichen Zwecken.

Mit Ihrer Teilnahme an der Vorerhebung würden Sie mir einen sehr großen Gefallen tun.

Vielen Dank und liebe Grüße
Christian Fischbach

Also, dann nichts wie los! 🙂

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Grenzen der Selbstorganisation?

Heute bin ich über einen Beitrag von Leo Babauta mit dem Titel „What Productivity Systems Won’t Solve“ gestolpert. Darin vertritt er die Ansicht, dass die üblichen Selbstorganisationsansätze bei folgenden Hindernissen an ihre Grenzen stoßen:

  • Aufschieberitis
  • Angst vor Unsicherheit
  • Furcht vor Unbequemlichkeit

Laut Babauta ziehen wir es vor, diese Unannehmlichkeiten zu vermeiden. Wir ziehen die Erledigung kleiner unwichtiger Dinge vor, um uns nicht mit den unangenehmen Aufgaben beschäftigen zu müssen.

Um nicht in diese Falle zu tappen, schlägt er folgende Maßnahmen vor:

  1. Gehen Sie einen Schritt zurück
  2. Erinnern Sie sich an den eigentlichen Zweck Ihrer Aufgabe
  3. Stellen Sie sich bewusst dem unangenehmen Gefühl
  4. Akzeptieren Sie die Unsicherheit
  5. Zerlegen Sie die Aufgabe in kleine Häppchen

Mit dem Schritt zurück meint Babauta, die kleine Auszeit, die man oft braucht um sich zu sammeln. Er schlägt Mediation oder einen Spaziergang vor. M.E. ist das mit Vorsicht zu genießen, manchen Menschen benutzen auch ebendiesen Spaziergang, um sich erfolgreich vor der Aufgabe „zu drücken“.

Allen anderen Tipps stimme ich durchaus zu. Insbesondere das Zulassen unangenehmer Gefühle und die Akzeptanz von Unsicherheit halte ich für Grundvoraussetzungen für den Umgang mit schwierigen und unangenehmen Tätigkeiten. Das „Lassen“ ist wichtig, zu oder los, ganz wie Sie möchten.

Im Übrigen bin ich nicht der Babautas Meinung, dass kein Kraut keine Methode gegen Aufschieberitis gewachsen ist.
Ich selbst habe gute Erfahrungen mit dem Ansatz von Neil Fiore gemacht, den ich an dieser Stelle bereits beschrieben habe.

Die Aufschieberitis kommt ja schließlich nicht aus heiterem Himmel. Zwar hat Babauta recht, wenn er meint, Aufschieben hülfe beim Vermeiden unangenehmer Gefühle. Durch geeignete Methodik kann man jedoch diesen kontraproduktiven Automatismus überwinden lernen. Durch Verhaltenstherapie á la Fiore, wenn Sie so wollen.

Probieren Sie es mal aus, bei mir hat das funktioniert.

[Foto von Ruben Rubio [via pixabay], (CC0 Public Domain)]

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Das Portal der schönen Diagramme: Vizzlo

In der Steinzeit der Computerei gab es ein Programm, das ich bis heute schmerzlich vermisse: ABC Snapgraphics von Micrografx. Es war ein Programm, mit dem man auf einfache  Weise schöne Schaubilder erzeugen konnte. Irgendwann teilte Micrografx das Schicksal von Borland, Lotus usw. und entschwand von der Bildfläche. Und mit der Firma leider auch das Produkt. Sicher gibt es mittlerweile Erweiterungen, Programmbestandteile oder Erweiterungen wie SmartArt innerhalt von PowerPoint, den Charme und die Einfachheit von ABC Snapgraphics haben diese Apps leider nicht. Zumindest finde ich das.

Nun gibt es eine webbasierte Anwendung, mit der allerlei Arten von Diagrammen erzeugt werden können: Vizzlo (diese Namen immer!). Noch bekommen Sie einen kostenlosen Zugang, denn das Programm befindet sich noch in der Alpha-mäßigen Testphase. So kann es passieren, dass es an der einen oder anderen Stelle immer noch ein wenig ruckelt.

Wenn Sie sich für Vizzlo mit dem üblichen Prozedere angemeldet haben, können Sie auf der Hauptseite unter einer Vielzahl von Diagrammvorlagen auswählen. Die Angebote umfassen Standarddiagramme, aber auch Exoten wie “Hamburger Chart” oder “Brain Chart”. Auch spezielle Anwendungen wie die berüchtigte “Business Model Canvas” oder eine “Balanced Scorcard” sind im Angebot.

Die Erstellung der Grafiken mit eigenen Daten ist kein Hexenwerk, das ansehnliche Ergebnis (“Dokument”) können Sie dann als png-Bild oder als pdf-Datei herunterladen. Damit dürfte einem Einbinden in PowerPoint & Co nichts im Weg stehen. Aber auch das Teilen mit Anderen über das Internet ist möglich, State of the Art eben.

Mir gefallen die Diagramme außerordentlich gut und ich werden sicher den einen oder anderen Anwendungsfall für Präsentationen, Handouts o.ä. finden. Auf jeden Fall drücke ich den Leipzigern alle Daumen, bis jetzt haben sie einen guten Job gemacht.

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BTW: Sie können ABC Snapgraphics immer noch per Download erhalten, z.B. hier oder hier. Das Programm ist mittlerweile Abandonware. Sie müssen aber schon Computerfreak sein, um es installieren zu können, denn es läuft nur unter Windows 3.x (!).

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Office im Griff: Kurz, knapp, knackig

Vor einiger Zeit gab im bekannten Blog “Lifehacker” eine ganze Woche lange Artikel, die sich mit der Bedienung von MS Office beschäftigt haben: Everything You Need to Master Microsoft Office.

Der Titel ist nicht übertrieben. In kompakter Form wird Ihnen die Bedienung der wichtigsten Programme des Office-Pakets nahegebracht:

Als überzeugter Outlook – Nutzer möchte ich natürlich wohlwollend auf den letzten Beitrag hinweisen. Tatsächlich bekommen besonders Einsteiger die wesentlichen Dinge über Outlook erklärt. Wie alle Artikel aus dieser Serie ist auch dieser reichhaltig bebildert, sogar eine Übersichtsgrafik über die grundsätzliche Menüführung gibt es.

Ich finde, da ist dem Team vom Lifehacker eine nützliche Artikelreihe gelungen, vielen Dank dafür!

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[Foto von Pixaline [via pixabay], (CC0 Public Domain)]

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Warum sollte ich Ihre E-Mail lesen?

In Deutschland gibt es für alles eine Norm. So auch für den Geschäftsbrief. Wie er auszusehen hat, ist bei uns in DIN 5008 geregelt. Eine der wichtigsten Elemente ist der Betreff.  Warum er so wichtig ist, steht in dem gleichnamigen Artikel in Wikipedia:

Eine kurze, prägnante Betreffzeile ermöglicht dem Empfänger die schnelle thematische Zuordnung und Bearbeitung der Nachricht. Anhand eines sinnvollen und eindeutigen Betreffs kann die Nachricht geordnet werden und Sachverhalte lassen sich besser nachverfolgen.

Es lohnt sich, den Abschnitt zweimal zu lesen und sich den Inhalt auf der Zunge zergehen zu lassen. Meines Wissens nach ist die E-Mail zwar noch nicht normiert, folgt aber in der Formatierung dem Geschäftsbrief. Das heißt, auch bei der E-Mail finden Sie den “Betreff”, der Zweck ist der gleiche.
Allerdings packt einen das Grauen, wenn man sich die Betreffs in den Posteingängen der E-Mail-Programme der deutschen Wirtschaft betrachtet. Von Prägnanz und Aussagekraft kann oft keine Rede sein und manchmal mag man die E-Mail gar nicht erst öffnen.

Geoffrey James behauptet, dass Otto Normalverbraucher in der Regel in nur 2 (zwei!) Sekunden entscheidet, ob er eine E-Mail öffnet oder nicht. In einem Artikel listet er “9 Questions People Ask Before Opening an Email” auf. Der Adressat fragt sich:

  1. Habe ich gerade die Zeit, mich mit der Nachricht zu befassen?
  2. Kenne ich den Absender?
  3. Arbeitet der Schreiber im gleichen Unternehmen oder in meinem Netzwerk?
  4. Handelt es sich um einen Profi oder um einen Amateur?
    (Das meint man an der E-Mail-Adresse erkennen zu können: *@Firma.de oder *@gmx.de?)
  5. Kennt mich der Absender?
  6. Ist die Nachricht für mich relevant?
  7. Handelt es sich vielleicht um SPAM?
  8. Riecht die E-Mail nach Verkauf oder Werbung?
  9. Ist die Nachricht wohl eher interessant oder langweilig?

Nur 2 Sekunden. Wenn das stimmt, dann ist das tatsächlich nicht viel. Sie können daran ermessen, wie wichtig ein aussagekräftiger Betreff wirklich ist.

Ich selbst schätze im übrigen E-Mails, deren Betreffs mir gleich mitteilen, was von mir erwartet wird bzw. was ich tun soll. Zum Beispiel:

  • Bitte um Entscheidung: Einbau Kurbelwelle Projekt XY
  • FYI (Zur Kenntnis): Protokoll Meeting Reklamationsstand vom 25. 4.16

Das erleichtert mir gegebenenfalls das Überführen der E-Mail in eine Aufgabe, wie ich es im ToolBlog schon mehrere Mal beschrieben habe.

Betrachten Sie die o.a. Fragen als Checkliste für Ihre nächsten E-Mails und richten Sie sich danach. Dann wird Ihre E-Mail auch gelesen.

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[Foto von 422737 [via pixabay], (CC0 Public Domain)]

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