Archiv der Kategorie: Methoden

Wie Sie 50 Bücher in einem Jahr lesen

Der Artikel “Wie Sie das Bücher lesen verbessern”, den ich letzte Woche an dieser Stelle veröffentlicht habe, stieß auf eine Resonanz, die ich so nicht erwartet habe. Nun bin ich auf einen weiteren einschlägigen Beitrag gestoßen, in dem der Autor Stephen Altrogge uns zeigen möchte, wie wir 50 Bücher in einem Jahr lesen können: How to Read 50 Books a Year, in 7 Easy Steps.




Ich bin bei solchen Überschriften immer etwas skeptisch, für mich klingen sie immer reichlich vollmundig. Außerdem frage ich mich, ob Quantität von Qualität geht und ich überhaupt eine solche Menge von Büchern lesen will. Allerdings sind die Hinweise von Altrogge auch für den Otto Normalleser interessant. Er empfiehlt:

  1. Machen Sie sich eine Leseliste
    Es gibt verschiedene Anwendungen, mit denen Sie Ihre Büchersammlung verwalten können. Altrogge nennt z. B. Goodreads. Diese erlauben oft das Anlegen von beliebiger Listen, also auch einer Noch-zu-lesen-Liste. Ich habe mich vor Jahren für LibraryThing entschieden. Allerdings habe ich noch keine Erfahrung mit o.a. Liste und tausche mich auch nicht mit anderen Lesern aus. Mir dient die Anwendung rein zur Katalogisierung meiner Bücher.
    Interessant finde ich den Vorschlag in dem Artikel, eine solche Liste in Trello anzulegen. Wie das geht, zeigt ein Beitrag von Dan Shipper: How to read a lot of books.
  2. Lesen Sie mindestens 2 Bücher gleichzeitig
    Kann man machen, muss man aber nicht. Ich bin da eher skeptisch. Bei Fachbüchern sollten Sie zumindest die Ähnlichkeitshemmung beim Lernen beachten. Wenn Sie also mehrere Bücher gleichzeitig lesen möchten, dann aus möglichst unterschiedlichen Fachgebieten.
  3. Lesen Sie in kleinen Abschnitten
    Das habe ich mir schon vor einiger Zeit angewöhnt. Schlicht und einfach deshalb, weil meine Aufmerksamkeitsspanne sehr zu wünschen übrig lässt.
    Altrogge empfiehlt, sich Bücher vorlesen zu lassen, wenn man müde ist. Dies funktioniert zumindest bei Kindle-Produkten. Sie können auch Ihr iPhone/iPad entsprechend einstellen.
    Probiert habe ich das selbst noch nicht, aber es kommt auf meine Liste. Ich bin gespannt, wie das im Deutschen funktioniert.
  4. Erhöhen Sie Ihre Lesegeschwindigkeit
    Das hatte wir schon. Hier gibt es eine Reihe von Apps aller Art, mit der Sie das Schnell lesen trainieren können. Spritz als Erweiterung für Ihren Browser scheint einen Versuch wert zu sein. Ein Tipp von mir: “Schneller lesen” für iOS und knapp 3€.
  5. Ergänzen Sie Ihre Lektüre durch Hörbücher
    Dem kann ich mich durchaus anschließen, besonders wenn es um sog. schöngeistige Literatur geht und das Buch von einem fähigen Sprecher/Schauspieler gelesen wird. Wenn Brückner liest, wird sogar das Telefonbuch spannend.
  6. Erhöhen Sie Ihre Hörgeschwindigkeit
    Nein, diesen Tipp werde ich nicht umsetzen. Es hört sich einfach bescheuert an, wenn man die Abspielgeschwindigkeit erhöht.
  7. Seien Sie bei der Auswahl der Lektüre wählerisch
    Auch bei der Auswahl der Bücher lohnt es sich manchmal, “strategisch” vorzugehen. Was interessiert mich derzeit, worin will ich mich weiterbilden. Aber nicht übertreiben, manchmal stößt man nur durch Zufall auf die echten Perlen.

Was nehme ich mit? Spritz werde ich probieren und versuchen, meine Pläne bez. Lesen mit Trello zu strukturieren. Haben Sie bestimmte Kniffe, um die Produktivität beim Lesen zu erhöhen? Wollen Sie das überhaupt? Fragen über Fragen…

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Alles, was Sie für ein (Fern-)Studium brauchen

Vielleicht überlegen Sie sich gerade, ein Fernstudium zu beginnen oder sind gerade mittendrin? Die letzteren verdienen allen Respekt, den anderen empfehle ich, sich das ganze Vorhaben gut zu überlegen.  Das Fernstudium keineswegs ein Schmalspurstudium, wie manche Leute meinen. Man sollte sich die damit verbundenen Mühen und Entbehrungen nicht klein reden. Nur weil das Lernen von zuhause oder einem anderen beliebigen Ort stattfindet, wird die Arbeit nicht einfacher, im Gegenteil:

  • Viele Studierende sind berufstätig und absolvieren das Studium in Teilzeit neben der Arbeit (und Familie).
  • Es gibt keine Kommilitonen um einen herum, die einen aus dem Motivationsloch ziehen könnten. Es fehlt oft der soziale Kontakt zu Gleichgesinnten, aber auch zu Lehrenden.
  • Keineswegs sind die Prüfungen leichter als an Präsenzunis. Schon deshalb, weil die Ferninstitute genau diesem Vorurteil entgegentreten möchten.

Kurz und gut. Es gehört schon eine gehörige Portion Selbstdisziplin dazu, um ein Fernstudium erfolgreich abzuschließen.

Selbstdisziplin allein ist zwar notwendig, aber nicht hinreichend, wie der Mathematiker sagt. Man benötigt auch ein gewisses Handwerkszeug, um das geforderte Pensum zu schaffen.

In Deutschland hat sich die Fernuniversität Hagen, bei der ich selbst einige Jahre studieren durfte, auf das akademische Fernstudium spezialisiert. Eine der angesehensten Adressen in Europa ist die britische Open University.

Von der Open University stammt auch eine Website, die sich eigens dem Fähigkeiten widmet, die ein Fernstudierender entwickeln sollte: Skills for OU Study. In kurzen Lehreinheiten erfahren Sie alles, was für ein erfolgreiches Fernstudium notwendig ist:

  • Kernkompetenzen (Zeitmangement, Präsentieren, Lesetechniken usw.)
  • Bearbeitung von Aufgaben
  • Prüfungsvorbereitung (auch Umgang mit Stress ist dabei)
  • Computer Know-how u.v.m.

In der Überschrift habe ich das “Fern” in Klammern gesetzt, denn diese Fähigkeiten sind nicht nur im Fernstudium nützlich, sondern auch im Präsenzstudium.

Sie werden auf der Seite auch manchen Tipp finden, den Sie in der Arbeitswelt verwenden können.

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[Foto von Wokandapix [via pixabay], (CC0 Public Domain)]

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Von Google lernen, wie man richtig arbeitet

Man kann es drehen, wie man will, Google ist eine der erfolgreichsten Unternehmen, die auf diesem unseren Planeten je gegründet wurden. Um die Arbeitsweise bei Google ranken sich so manche Mythen, Heerscharen von Managern und Menschen, die sich dafür halten, pilgern jedes Jahr ins Silicon Valley nach Mountain View, auf der Suche nach dem Erfolgsrezept von Google.




Eine Reise nach San Francisco und Umgebung lohnt sich m. E. immer, aber wenn Sie nicht dorthin fahren können oder möchten, dann können Sie einige der Arbeitsweisen von und bei Google auch am heimischen Bildschirm studieren.

Unter dem Titel re:Work hat Google ein Portal ins Netz gestellt, auf dem Sie einige wertvolle Informationen, Anleitungen und Fallbeispiele zu den entscheidenden Aspekten effektiver Arbeit finden:

re:Work is organized around some of the biggest ways you can make an impact in your workplace. Each subject contains guides, with tools and insights, for addressing specific challenges

So gibt es Informationen zu:

Für die Aktualität sorgt ein Blog, aber Sie können sich auch über die Aktivitäten auf der Website durch einen Newsletter auf dem Laufenden halten lassen.

Wenn Sie erwartet haben, dass hier Freaks durchgeknallte Arbeitsmethoden vorstellen, dann werden Sie enttäuscht sein. Viele Beispiele und Anregungen sind erstaunlich konventionell und gar nicht so revolutionär, wie oft kolportiert wird.

Das macht aber nichts, nützlich sind die vielen Tipps allemal.

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[Foto von Denys Vitali [via pixabay], (CC0 Public Domain)]

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Wie Sie das Bücher lesen verbessern

Es soll ja Leute geben, die kaufen Bücher nur deswegen, weil Sie Ihr Wohnzimmer wohnlich gestalten möchten. Außerdem sollte die Isolierfähigkeit und Lärmdämmung von Papier nicht unterschätzt werden. Es gibt aber immer noch genügend Menschen, die Bücher tatsächlich lesen.

Je nach Zweck des Buches ergeben sich unterschiedlichen Methoden, wie Bücher zu lesen sind. Schließlich macht es einen Unterschied, ob Sie sich mittels eines Krimis Nervenkitzel verschaffen wollen oder sich mit einem Fachbuch auf die nächste Prüfung vorbereiten möchten.

Steve Kaufmann hat ein paar Tipps zusammengestellt, wie Sie generell Ihre Lesefähigkeiten verbessern können: 7 Pleasurable Ways to Improve Your Reading Ability. Er empfiehlt:

  1. Lesen Sie Bücher über Themen, die Sie interessieren
    Leider ist das nicht immer möglich. Wenn Sie sich auf ein Prüfung vorbereiten müssen, dann ist das Lesen der vorgeschriebenen Bücher oft eine Qual. Allerdings gibt es auch hier bewährte Lesetechniken wie z.B. S3QR oder auch diverse Schnelllesemethoden, die dem Durcharbeiten den Schrecken nehmen.
    Für Belletristik sind derartige Techniken wohl weniger geeignet. Ich kann mir nicht vorstellen, den “Zauberberg” von Thomas Mannquer” zu lesen.
  2. Lesen Sie Bücher, die Ihrem Niveau entsprechen oder etwas darüber liegen
    Kommt darauf an. Ich finde es absolut legitim, sich bei einem sleichten Krimi zu entspannen. Andererseits bin ich mir mittlerweile nicht mehr zu fein, aus einem Buch auszusteigen, wenn ich es trotz einer gewissen Anstrengung nicht verstehen. Aus diesem Grund habe ich mich damit abgefunden, den “Tractatus logico-philosophicus” ” von Wittgenstein in diesem Leben nicht mehr zu beenden. Ich bin für dieses Werk schlicht und einfach unterbelichtet.
  3. Gehen Sie Tiefe, indem Sie mehrere Bücher zum selben Thema lesen
    Diesem Ratschlag bin ich bislang schon immer gefolgt, ohne mir dessen bewusst zu sein. Wenn mich etwas interessiert, dann beiße ich mich fest (s.a. 1). Zur Zeit lese ich das sechste Buch über den 1. Weltkrieg.
  4. Wenn Ihnen das Lesen schwer fällt, dann hören Sie zunächst zu
    Mittlerweile gibt es für nahezu jedes Buch eine Hörausgabe. Allerdings ist imo die Qualität recht unterschiedlich. Werke, gelesen von Brückner, Rowohlt oder Beck, werden allen schon durch die Darbietung zum Hochgenuss. Vorsicht bei Autorenlesungen. Wer schreiben kann, kann noch lange nicht lesen. Das gilt selbst für die eigenen Texte.
    Fachbücher halte ich für das Vorlesen für wenig geeignet. Oft sind diese Hörfassungen bestenfalls als Einschlafhilfen zu gebrauchen.
  5. Lassen Sie Ihre Vorstellungskraft spielen
    Muss man dazu wirklich auffordern? Ein gutes Buch setzt bei mir sofort das Kopfkino in Gang. Hier bin ich Regisseur im eigenen Film. Deshalb finde ich auch die “offiziellen” Literaturverfilmungen so selten gelungen. Es ist nicht mein Film.
  6. Machen Sie sich keine Sorgen, wenn Sie etwas nicht verstehen
    Wenn Sie wirklich ein schwerverdauliches Buch lesen müssen, dann empfehle ich Ihnen die Lesemethode von Mark Forster: Wie Sie ein Buch einmal zweimal lesen.
  7. Der Schlüssel liegt darin, viel zu lesen
    Ich glaube da ist etwas Wahres dran. Schon als ich Kind war, habe ich jede Gelegenheit genutzt zu lesen. Wirklich jede, selbst auf dem Klo durfte “Winnetou” nicht fehlen. Ein Leben ohne Literatur – für mich unvorstellbar.

Was lesen Sie gerade? Bevorzugen Sie Fachbücher oder eher “schöngeistige” Literatur? Egal, oder wie der bekannte Kalauer sagt:

Der Trend geht zum Zweitbuch

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[Foto von Karolina Grabowska [via pixabay], (CC0 Public Domain)]

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Wie Sie Ihr Notizbuch mit einem Index versehen

Nach wie vor bin ich ein großer Freund des Notizbuchs. Allerdings benutze ich es nicht als Organisationsmittel, sondern lediglich als Informationsspeicher. In mein Notizbuch kommt alles, was mir be-merkenswert erscheint: Besprechungsnotizen, Ideen, Mitschriften in Seminaren. Eben alles, was es mir wert ist, gemerkt zu werden. Der Bindestrich gerade eben war Absicht.

Im Laufe der Zeit kommt so einiges zusammen und da stellt sich die Frage, wie man die Notiz wiederfindet, die man vor geraumer Zeit in das Buch hineingeschrieben hat.  Besonders kniffelig ist das, wenn zusammenhängende Notizen auf verschiedenen Seiten des Buchs verteilt sind.

Carey Barnett zeigt uns in dem Artikel “Indexing and Organizing a Moleskine Notebook”, wie Sie dieses Problem lösen können:

  1. Versehen Sie Ihr Notizbuch mit Seitenzahlen oder noch besser, verwenden Sie ein Notizbuch, dass solchen Seitenzahlen schon hat.
  2. Neben die aktuelle Seitenzahl schreiben Sie die Zahl der Seite, von der Ihre Notizen zum selben Thema fortgesetzt werden. Um dies zu illustrieren zeichnen Sie von dieser Zahl eingehenden Pfeil:

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  3. Über die aktuelle Seitenzahl schreiben Sie die Zahl der Seite, auf der Ihre Notizen, auf der Ihre Notizen fortgesetzt werden. Das kennzeichnen Sie durch einen ausgehenden Pfeil:

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  4. Nun beginnt das Indizieren:
    Beginnen Sie den Index von hinten im Buch (quasi spiegelverkehrt) und notieren Sie mit ein paar Stichworten, um was es bei der Notiz geht. Daneben vermerken Sie die Seite, auf der die im Buch verteilte Notiz anfängt.  Durch das Pfeilsystem finden Sie schnell die zusammenhängenden Notizen.
    (Diesen Schritt habe ich modifiziert)

Ich hoffe, ich habe dieses System so richtig verstanden. Ehrlich gesagt, ganz sicher bin ich mir da nicht. Bis jetzt bin ich auch ganz gut ohne Index ausgekommen. Vielleicht werde ich den Christian Mähler anspitzen, ob er ein paar Ideen zur Indizierung von Notizen hat.

Ganz raffiniert finde ich übrigens nach wie vor die japanische Art der Indizierung, über die ich hier bereits geschrieben habe. Einfach, aber wirkungsvoll.

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Kennen Sie Dynagramme?

Zu meinem Portfolio gehören auch Workshop zur Problemlösung. Eine Methode, die ich dort immer wieder zitiere, ist das altbekannte Fischgrät-Diagramm (aka Ishikawa-Diagramm). Es eignet sich besonders gut, wenn gezeigt werden soll, dass mehrere Ursachen zu einer erwünschten oder unerwünschten Wirkung führen.

In der klassischen Form besteht es aus einem Kreis, in den der zu untersuchende Effekt eingetragen wird. Unter den vier – sechs Haupeinflussfaktoren wird idealerweise im Team gesammelt, was alles zu dem Effekt führen könnte.  Die bekanntesten Faktoren sind die 4M: Mensch, Maschine, Material, Methode. Auf diese Weise erhält das Diagramm das typische Aussehen, dem es seinen Namen verdankt.

Ishikawa

Das Merkmal dieser Art Diagramme ist, dass zu Anfang lediglich eine Grundstruktur vorgegeben ist. Durch gemeinsames Ausfüllen des Schaubilds kommt schließlich “Fleisch an den Knochen”, wenn wir bei diesem Bild bleiben wollen.

Martin J. Eppler, Sebastian Kernbach und Roland A. Pfister nennen diese grafischen Formulare “Dynagramme” und haben darüber ein Buch veröffentlicht: Dynagrams- Denken in Stereo: Mit dynamischen Diagrammen schärfer denken, effizienter zusammenarbeiten und klarer kommunizieren.

Die Autoren definieren “gute” Dynagramme über drei Prinzipien:

  1. Schablonen-Prinzip: Eine vordefinierte klärende Struktur
  2. Leitfaden-Prinzip: Das Diagramm unterstützt den Denk- und Dialogprozess
  3. Einblick-Prinzip: Es eröffnet den Blick auf etwas Neues und Relevates

Wie Sie sehen können, erfüllt das o.a. Fischgrät-Diagramm diese Prinzipien in vorbildlicher Weise.

In dem Buch finden Sie viele Fallbeispiele für die praktische Anwendung und eine große Zahl von Diagrammtypen, deren Gebrauch ausführlich erklärt wird.

Wie gesagt, ich setze solche Dynagramme sehr gerne und auch mit einigem Erfolg in meinen Workshops ein. Allerdings wusste ich bis jetzt nicht, dass sie einen eigenen Namen haben.

Das oben gezeigte Fischgrätdiagramm habe ich übrigens mit XMind erstellt. Dort ist es fester Bestandteil im Vorlagenkatalog. Es spricht nichts dagegen, es mit einem Datenprojektor an die Wand zu werfen und es gemeinsam auszufüllen. Auf diese Weise kann der Problemlösungsprozess sehr effizient werden.

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Aufräumen mit Marie Kondo

In den letzten Tagen bin ich auf ein Buch der japanischen Autorin Marie Kondo gestoßen, dass wohl die Referenz ist, wenn es um das Thema Aufräumen geht. An mir ist das Buch bislang vorbei gegangen, auch wenn es wohl in Japan und den USA der Bestseller unter den einschlägigen Ratgebern ist. Das Buch habe ich noch nicht beendet, ich kann aber schon sagen, dass mangelndes Selbstvertrauen nicht das Problem der Autorin zu sein scheint.

Der Schreibstil ist sicher nicht jedermanns Sache, für meinen Geschmack wiederholt sich Marie Kondo auch zu oft. Aber Sie müssen das Buch ja auch nicht lesen. Vielleicht reicht es ja auch der Artikel von Cate La Farge Summers für einen ersten Einstieg: 8 Lessons Our Editor Learned from the Decluttering Bible. Dort werden die Prinzipien von Marie Kondos Aufräumphilosophie (KonMari-Methode) wie folgt beschrieben:

  1. Packen Sie Kategorien an, nichr Räume
    Soll heißen: Räumen Sie Bücher auf, dann Kleider, dann… und nicht das Wohnzimmer, das Esszimmer, das Schlafzimmer.
  2. Achten Sie Ihre Habseligkeiten
    Genau, ohne „auf“. Respektieren Sie Ihre Sachen.
  3. Pfeifen Sie auf nostalgische Gefühle
  4. Eliminieren schafft Freiheit
    Mut zur Lücke zum Wegwerfen!
  5. Kleidung falten statt aufhängen
  6. Anwendung der vertikalen Falttechnik
  7. Sehen Sie den Kleiderschrank mit anderen Augen
  8. Entdecken Sie Ihren persönlichen Stil wieder neu

Cate beschreibt in ihrem Artikel auch, inwiefern sie von der Anwendung der KonMari-Methode profitiert hat. Nun ja, so weit bin ich noch nicht.

BTW: Wenn Sie wissen möchten, wie das mit dem speziellen Klamottenfalten geht, dann schauen Sie sich den Beitrag von Marie Kondo selbst an: The KonMari Folding Method. Oder Sie tummeln sich auf dem einschlägigen youtube-Kanal, der ganz der Meisterin gewidmet ist: Marie Kondo Folding Method.

Hier zum Beispiel werden Hosen zusammengefaltet:

Der Erfolg des Buches von Marie Kondo zeigt, dass sie offensichtlich in ein Wespennest gestochen hat. Offentlich gibt es ein großes Bedürfnis nach Ordnung. Und noch ein Befund: Wir umgeben uns mit zu viel Ramsch, bis wir den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen. Ein Plädoyer für etwas mehr Minimalismus im Alltag.

Nachtrag (19. 7. 16)

Wie es der Zufall will, bin ich heute in der New York Times über einen ellenlangen Artikel über Marie Kondo gefallen: Marie Kondo and the Ruthless War on Stuff. Das ist schon erstaunlich. Scheint der nächste große Hype zu werden. Die neue David Allen?
Der Artikel ist lesenswert, weil er genau diesem Hype tiefer auf den Grund geht. Spannend.

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Notizen nach der Cornell-Methode: Eine Anleitung

Für Mitschriften bei Besprechungen, Präsentationen oder Vorlesungen empfehle ich die Cornell-Methode. Die Effizienz (und Effektivität) kommt bei diesem Verfahren dadurch zustande, dass die Schritte Aufnehmen und Reflektieren getrennt vorgenommen werden. Unterstützt wird diese Art Notizen zu machen, durch eine spezielle Blattaufteilung beim Notizpapier.

Wenn Sie wissen möchten, wie die Cornell-Methode funktioniert, dann schauen Sie doch einmal wikiHow vorbei. Im Artikel “How to Take Cornell Notes” wird jeder einzelne Schritt detailliert und reich bebildert erklärt.

Die Kurzfassung der Methode finden Sie auf dem Deckblatt der Blöcke, die ich immer in meinen Workshops austeile. Falls Sie noch nicht die Gelegenheit hatten, dabei zu sein, dann können Sie das Blatt als Spickzettel auch hier herunterladen.

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Falls Ihnen die Cornell-Methode gar nicht zusagen sollte, dann schauen Sie doch mal auf die “Die Megaseite über das Notizen machen”. Da werden Sie sicher fündig.

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"Erfolg von Strategieprojekten" – Einladung zu einer explorativen Studie (Gastbeitrag)

Christian Fischbach vom Lehrstuhl für allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Controlling an der Friedrich-Schiller-Universität Jena betreut eins Studie, zu der er die Leserinnen und Leser des ToolBlogs einladen möchte. Er wird uns auch an dieser Stelle über die Fortschritte der Forschungsarbeit auf dem Laufenden halten. Hier sein erster Beitrag:

Die Veränderungen der heuten Zeit werden meist mittels Projekten in die Unternehmen getragen. Insbesondere strategische Projekte erzeugen mitunter einschneidende Eingriffe in die Entwicklung des betroffenen Unternehmens. Obwohl von hoher Bedeutung, sind die Wirkweise und die Erfolgsbeurteilung von Strategieprojekten, insb. auch mit externer Beraterunterstützung, nicht abschließend geklärt.

Wann sind Strategieprojekte erfolgreich und wie kann man den Erfolg messen?
Welche Ursachen hat der Erfolg von Strategieprojekten?
Was können wir praktisch daraus lernen?

Mit diesen Fragen beschäftigt sich deshalb eine Studie der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

In unregelmäßigen Abständen werde ich an dieser Stelle über dieses Vorhaben berichten. Heute möchte ich Sie zu einer kurzen Vorerhebung zur Spezifizierung des Untersuchungsraums (3 Minuten) einladen.

Anbei der Link:

https://www.soscisurvey.de/Erfolgsv/

Auch werden noch Teilnehmer für Experteninterviews gesucht. Am Ende der Umfrage besteht die Möglichkeit, sich hierfür zu melden.

Die Beantwortung ist selbstverständlich anonym. Eine Verwendung der gewonnenen Daten und Ergebnisse erfolgt nur zu wissenschaftlichen Zwecken.

Mit Ihrer Teilnahme an der Vorerhebung würden Sie mir einen sehr großen Gefallen tun.

Vielen Dank und liebe Grüße
Christian Fischbach

Also, dann nichts wie los! 🙂

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Grenzen der Selbstorganisation?

Heute bin ich über einen Beitrag von Leo Babauta mit dem Titel „What Productivity Systems Won’t Solve“ gestolpert. Darin vertritt er die Ansicht, dass die üblichen Selbstorganisationsansätze bei folgenden Hindernissen an ihre Grenzen stoßen:

  • Aufschieberitis
  • Angst vor Unsicherheit
  • Furcht vor Unbequemlichkeit

Laut Babauta ziehen wir es vor, diese Unannehmlichkeiten zu vermeiden. Wir ziehen die Erledigung kleiner unwichtiger Dinge vor, um uns nicht mit den unangenehmen Aufgaben beschäftigen zu müssen.

Um nicht in diese Falle zu tappen, schlägt er folgende Maßnahmen vor:

  1. Gehen Sie einen Schritt zurück
  2. Erinnern Sie sich an den eigentlichen Zweck Ihrer Aufgabe
  3. Stellen Sie sich bewusst dem unangenehmen Gefühl
  4. Akzeptieren Sie die Unsicherheit
  5. Zerlegen Sie die Aufgabe in kleine Häppchen

Mit dem Schritt zurück meint Babauta, die kleine Auszeit, die man oft braucht um sich zu sammeln. Er schlägt Mediation oder einen Spaziergang vor. M.E. ist das mit Vorsicht zu genießen, manchen Menschen benutzen auch ebendiesen Spaziergang, um sich erfolgreich vor der Aufgabe „zu drücken“.

Allen anderen Tipps stimme ich durchaus zu. Insbesondere das Zulassen unangenehmer Gefühle und die Akzeptanz von Unsicherheit halte ich für Grundvoraussetzungen für den Umgang mit schwierigen und unangenehmen Tätigkeiten. Das „Lassen“ ist wichtig, zu oder los, ganz wie Sie möchten.

Im Übrigen bin ich nicht der Babautas Meinung, dass kein Kraut keine Methode gegen Aufschieberitis gewachsen ist.
Ich selbst habe gute Erfahrungen mit dem Ansatz von Neil Fiore gemacht, den ich an dieser Stelle bereits beschrieben habe.

Die Aufschieberitis kommt ja schließlich nicht aus heiterem Himmel. Zwar hat Babauta recht, wenn er meint, Aufschieben hülfe beim Vermeiden unangenehmer Gefühle. Durch geeignete Methodik kann man jedoch diesen kontraproduktiven Automatismus überwinden lernen. Durch Verhaltenstherapie á la Fiore, wenn Sie so wollen.

Probieren Sie es mal aus, bei mir hat das funktioniert.

[Foto von Ruben Rubio [via pixabay], (CC0 Public Domain)]

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Das Portal der schönen Diagramme: Vizzlo

In der Steinzeit der Computerei gab es ein Programm, das ich bis heute schmerzlich vermisse: ABC Snapgraphics von Micrografx. Es war ein Programm, mit dem man auf einfache  Weise schöne Schaubilder erzeugen konnte. Irgendwann teilte Micrografx das Schicksal von Borland, Lotus usw. und entschwand von der Bildfläche. Und mit der Firma leider auch das Produkt. Sicher gibt es mittlerweile Erweiterungen, Programmbestandteile oder Erweiterungen wie SmartArt innerhalt von PowerPoint, den Charme und die Einfachheit von ABC Snapgraphics haben diese Apps leider nicht. Zumindest finde ich das.

Nun gibt es eine webbasierte Anwendung, mit der allerlei Arten von Diagrammen erzeugt werden können: Vizzlo (diese Namen immer!). Noch bekommen Sie einen kostenlosen Zugang, denn das Programm befindet sich noch in der Alpha-mäßigen Testphase. So kann es passieren, dass es an der einen oder anderen Stelle immer noch ein wenig ruckelt.

Wenn Sie sich für Vizzlo mit dem üblichen Prozedere angemeldet haben, können Sie auf der Hauptseite unter einer Vielzahl von Diagrammvorlagen auswählen. Die Angebote umfassen Standarddiagramme, aber auch Exoten wie “Hamburger Chart” oder “Brain Chart”. Auch spezielle Anwendungen wie die berüchtigte “Business Model Canvas” oder eine “Balanced Scorcard” sind im Angebot.

Die Erstellung der Grafiken mit eigenen Daten ist kein Hexenwerk, das ansehnliche Ergebnis (“Dokument”) können Sie dann als png-Bild oder als pdf-Datei herunterladen. Damit dürfte einem Einbinden in PowerPoint & Co nichts im Weg stehen. Aber auch das Teilen mit Anderen über das Internet ist möglich, State of the Art eben.

Mir gefallen die Diagramme außerordentlich gut und ich werden sicher den einen oder anderen Anwendungsfall für Präsentationen, Handouts o.ä. finden. Auf jeden Fall drücke ich den Leipzigern alle Daumen, bis jetzt haben sie einen guten Job gemacht.

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BTW: Sie können ABC Snapgraphics immer noch per Download erhalten, z.B. hier oder hier. Das Programm ist mittlerweile Abandonware. Sie müssen aber schon Computerfreak sein, um es installieren zu können, denn es läuft nur unter Windows 3.x (!).

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Office im Griff: Kurz, knapp, knackig

Vor einiger Zeit gab im bekannten Blog “Lifehacker” eine ganze Woche lange Artikel, die sich mit der Bedienung von MS Office beschäftigt haben: Everything You Need to Master Microsoft Office.

Der Titel ist nicht übertrieben. In kompakter Form wird Ihnen die Bedienung der wichtigsten Programme des Office-Pakets nahegebracht:

Als überzeugter Outlook – Nutzer möchte ich natürlich wohlwollend auf den letzten Beitrag hinweisen. Tatsächlich bekommen besonders Einsteiger die wesentlichen Dinge über Outlook erklärt. Wie alle Artikel aus dieser Serie ist auch dieser reichhaltig bebildert, sogar eine Übersichtsgrafik über die grundsätzliche Menüführung gibt es.

Ich finde, da ist dem Team vom Lifehacker eine nützliche Artikelreihe gelungen, vielen Dank dafür!

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[Foto von Pixaline [via pixabay], (CC0 Public Domain)]

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Warum sollte ich Ihre E-Mail lesen?

In Deutschland gibt es für alles eine Norm. So auch für den Geschäftsbrief. Wie er auszusehen hat, ist bei uns in DIN 5008 geregelt. Eine der wichtigsten Elemente ist der Betreff.  Warum er so wichtig ist, steht in dem gleichnamigen Artikel in Wikipedia:

Eine kurze, prägnante Betreffzeile ermöglicht dem Empfänger die schnelle thematische Zuordnung und Bearbeitung der Nachricht. Anhand eines sinnvollen und eindeutigen Betreffs kann die Nachricht geordnet werden und Sachverhalte lassen sich besser nachverfolgen.

Es lohnt sich, den Abschnitt zweimal zu lesen und sich den Inhalt auf der Zunge zergehen zu lassen. Meines Wissens nach ist die E-Mail zwar noch nicht normiert, folgt aber in der Formatierung dem Geschäftsbrief. Das heißt, auch bei der E-Mail finden Sie den “Betreff”, der Zweck ist der gleiche.
Allerdings packt einen das Grauen, wenn man sich die Betreffs in den Posteingängen der E-Mail-Programme der deutschen Wirtschaft betrachtet. Von Prägnanz und Aussagekraft kann oft keine Rede sein und manchmal mag man die E-Mail gar nicht erst öffnen.

Geoffrey James behauptet, dass Otto Normalverbraucher in der Regel in nur 2 (zwei!) Sekunden entscheidet, ob er eine E-Mail öffnet oder nicht. In einem Artikel listet er “9 Questions People Ask Before Opening an Email” auf. Der Adressat fragt sich:

  1. Habe ich gerade die Zeit, mich mit der Nachricht zu befassen?
  2. Kenne ich den Absender?
  3. Arbeitet der Schreiber im gleichen Unternehmen oder in meinem Netzwerk?
  4. Handelt es sich um einen Profi oder um einen Amateur?
    (Das meint man an der E-Mail-Adresse erkennen zu können: *@Firma.de oder *@gmx.de?)
  5. Kennt mich der Absender?
  6. Ist die Nachricht für mich relevant?
  7. Handelt es sich vielleicht um SPAM?
  8. Riecht die E-Mail nach Verkauf oder Werbung?
  9. Ist die Nachricht wohl eher interessant oder langweilig?

Nur 2 Sekunden. Wenn das stimmt, dann ist das tatsächlich nicht viel. Sie können daran ermessen, wie wichtig ein aussagekräftiger Betreff wirklich ist.

Ich selbst schätze im übrigen E-Mails, deren Betreffs mir gleich mitteilen, was von mir erwartet wird bzw. was ich tun soll. Zum Beispiel:

  • Bitte um Entscheidung: Einbau Kurbelwelle Projekt XY
  • FYI (Zur Kenntnis): Protokoll Meeting Reklamationsstand vom 25. 4.16

Das erleichtert mir gegebenenfalls das Überführen der E-Mail in eine Aufgabe, wie ich es im ToolBlog schon mehrere Mal beschrieben habe.

Betrachten Sie die o.a. Fragen als Checkliste für Ihre nächsten E-Mails und richten Sie sich danach. Dann wird Ihre E-Mail auch gelesen.

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[Foto von 422737 [via pixabay], (CC0 Public Domain)]

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Wie Sie eine Konferenz organisieren

Auch wenn Sie keine Konferenz vom Zuschnitt einer re:publica oder eines GTDSummits organisieren möchten, nützlich sind die Hinweise von Louis Rosenfeld allemal: How to Organize a Conference: 18 Amazingly Useful Tips. Sie lauten:

  1. Klären Sie ab, ob die Konferenz wirklich nötig ist
    Es gibt eine Menge Veranstaltungen auf dem Markt. Analysieren Sie ihn. Wozu der ganze Aufwand? Mit welchen anderen Events gehen Sie ins Rennen? Wo liegt der besondere Nutzen Ihrer Konferenz, den andere nicht bieten?  Was könnte jemanden dazu veranlassen, an Ihrer Veranstaltung teilzunehmen?
  2. Welche Art von Konferenz soll es denn sein?
    Denken Sie über das Format der Konferenz nach. Möchten Sie informieren oder möchten Sie Probleme lösen? Welches Format unterstützt die Absicht Ihrer Konferenz am besten? Ist das klassische Format am besten geeignet oder eine Format wie OpenSpace oder Barcamp? Kann man Elemente kombinieren?
  3. Achten Sie auf den Teufel, der im Detail steckt
    Je mehr Sie Kleinigkeiten vernachlässigen, desto mehr fallen Sie Ihnen während der Konferenz auf die Füße. Man kann es auch anders sehen: Wenn Sie sich nicht um die Details kümmern, dann werden es Ihre Teilnehmer tun.
  4. Lassen Sie sich von Profis unterstützen
    Eventmanagement ist ein Studiengang. Es gibt Leute, die sich professionell mit so etwas beschäftigen. Lassen Sie sich helfen, wenn nötig. Das gilt auch für die Fachleute vor Ort, die sich in der Logistik oder im Catering auskennen.
  5. Stellen Sie ein Organisationsteam zusammen
    Auch hier: Kümmern Sie sich um helfende Hände. Vielleicht ist jemand bereit, als Freiwillige zu helfen und im Gegenzug kostenlos an der Konferenz teilnehmen zu können. Ich habe das während meiner Studienzeit gern und oft gemacht.
  6. Seien Sie ein Rollen-Vorbild
    Walk the Talk!
  7. Betrachten Sie die Konferenz als ein Business
    Kalkulieren Sie scharf und rechnen Sie mit spitzer Feder. Ich habe schon Menschen gesehen, die scharf am Ruin vorbeigeschlittert sind. Sie haben richtig gelesen: Ruin!
  8. Verkaufen Sie an Sponsoren, aber verkaufen Sie nicht Ihre Seele
    Sponsoren sind wichtig für jede Konferenz, denn Sie helfen, einen Großteil der Kosten abzudecken. Dafür bekommen Sie etwas, aber nicht alles. Es ist Ihre Konferenz, nicht die Konferenz der Sponsoren.
  9. Sorgen Sie für ausreichend Luft
    Das ist auch im übertragenen Sinn gemeint. Gerade bei klassischen Konferenzen ist es wichtig, dass die Teilnehmer trotz des Programms ausreichend Zeit für die Kommunikation untereinander und persönliche Bedürfnisse haben.
  10. Speaker sind nicht umsonst zu haben
    Viele Menschen leben davon, bei Konferenzen als Redner aufzutreten. Überlegen Sie, was Ihnen der Auftritt eines solchen Menschen wert ist. Vielleicht ist es aber auch dem Redner etwas wert, bei Ihrer Konferenz gehört zu werden? Achten Sie aber darauf, das durch den Vortrag ein Mehrwert für die Zuhörer entsteht.
  11. Kümmern Sie sich um die Redner, bis sie auf dem Podium stehen
    Wenn Sie jetzt an den berühmten Sack Flöhe denken, den es zu hüten gilt, dann liegen Sie nicht falsch.
  12. Wählen Sie die Örtlichkeit mit Bedacht aus
    Orte haben großen Einfluss auf die Atmosphäre einer Veranstaltung. Orte können als Anker wirken. Teilnehmer erinnern sich manchmal später genau  so stark an die Location wie an Begegnungen und Inhalte. Und ja, es gibt Magic Places, ich habe solche selbst erlebt.
    Achten Sie bei der Auswahl auch darauf, mit Medien und Räumen flexibel agieren zu können.
  13. Achten Sie auf einen logischen Zusammenhang
    Wenn Sie dem klassischen Format folgen, dann vermeiden Sie ein wild zusammengewürfeltes Sammelsurium von Referaten, sondern sorgen Sie für inhaltliche Struktur.
  14. Überlegen Sie, wie Sie ungeplante Hohlzeiten überbrücken können
    Ich selbst habe einmal einem Veranstalter angekündigt, nicht über eine Viertelstunde reden zu wollen. Er hat mir nicht geglaubt und hatte anschließend ein Problem. Es entstand eine Lücke und  er wusste nicht, wie er sie schließen sollte. Er ist bis heute beleidigt mit mir.
  15. Denken Sie darüber nach, auf welche Weise Sie Feedback einholen möchten
    Was möchten Sie wissen und welcher Kanal ist dafür geeignet? Wollen Sie das Feedback unmittelbar nach der Veranstaltung oder möchten Sie etwas Zeit ins Land gehen lassen?
  16. Überlegen Sie sorgfältig, was Sie tun?
    Sie können nicht jederzeit wieder aussteigen. Deshalb überlegen Sie sorgfältig etwaige Konsequenzen.
  17. Planen Sie für Ihre eigene Teilnahme Zeit ein
    Dies dient dazu, Ihre eigene Konferenz aus der Perspektive der Teilnehmer zu betrachten. Vielleicht ist auch ein Thema für Sie so interessant, dass Sie sich einbringen möchten. Planen Sie Zeit dafür ein.
  18. Vergessen Sie nicht, “Dankeschön” zu sagen
    Denken Sie dabei auch an die vielen unscheinbaren Helferlein im Hintergrund.

Ein nützliche umfangreiche Checkliste, finde ich.

Wenn Sie sich tiefer mit dem Thema auseinandersetzen möchten, empfehle ich Ihnen das Buch von Susan Friedmann: Meetings und Events organisieren. Ein Wermutstropfen gibt es bei dem Buch allerdings. Es behandelt nur klassische Konferenzen. Tipps zu Barcamps & Co finden Sie dort nicht.

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Wie Sie mit Mind Maps Bücher planen

Wenn Sie ein Buch schreiben wollen, aber nicht wissen, wie Sie das anfangen sollen, dann hilft Ihnen vielleicht dieser Artikel aus dem XMind-Blog weiter: Wie kann man Bücher mit Hilfe des Mindmaps planen?

In dem Artikel wird Ihnen erklärt wie Sie mit Mind Maps im allgemeinen und mit XMind im besonderen

  • Eine Gliederung erstellen
  • Den Vertrieb des Buches planen
  • einen Redaktionsplan aufstellen
  • und eine Wettbewerbsanalyse durchführen.

Ich selbst nutze Mind Maps in der Regel für das Entwerfen von Workshop-Designs, zu Büchern habe ich es (noch) nicht gebracht.

Aus diesem Grund meine Frage: Wer hat den schon einmal ein Buch geschrieben und den kreativen Prozess mit Mind Maps organisiert. Welche Erfahrungen haben Sie dabei gemacht? Gibt es vielleicht sogar noch bessere Methoden?

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Brainstorming auf einen Blick

Ja, ich weiß schon. Das Brainstorming und verwandte Techniken sind in letzter Zeit sehr in die Kritik geraten. Und ich gebe zu, manche der Argument sind wahrlich nicht von der Hand zu weisen. So löst schon das bloße gegenseitige Beobachten der Teilnehmer Deutungen und Bewertungen aus, die unvoreingenommene (was ist das eigentlich?) Ergebnisse erschweren oder sogar unmöglich machen.

Das weiß ich zwar, aber ich weiß nichts Besseres. So ist auch die Infografik auf Essay.Expert zu verstehen, auf die uns Shardul Mehta hinweist: The Keys To Productive Brainstorming. Sie finden dort auf einen Blick Informationen zu den Ursprüngen, zu Varianten der Methode und einige Tipps und Tricks, die das Brainstorming produktiver machen sollen. Sehen Sie selbst:

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Wie Sie ein Buch einmal zweimal lesen

Nicht erst seit Ebbinghaus wissen wir, dass sinnvolle Wiederholung ein Grundprinzip erfolgreichen Lernens und manchmal auch Verstehens ist. Nun gibt es auch tatsächlich Bücher, die ich gerne zweimal gelesen hätte. “Hätte” deshalb, weil bislang “der Wille zwar vorhanden, aber das Fleisch zu schwach war”, wie der Volksmund sagt. Vielleicht ist es Zeit für mich, einen neuen Anlauf zu wagen.

Mark Forster kennen wir aus seinen Büchern als ausgewiesenen Zeitmanagement-Experten. In seinem Artikel “How to Read a Book Once Twice” beschreibt er einen Kniff, wie Sie ein Buch zweimal lesen können und es trotzdem nur einmal in die Hand zu nehmen brauchen. Und so geht es:

  1. Besorgen Sie sich zwei magnetische Lesezeichen oder Book Darts.
  2. Stecken Sie beide Lesezeichen in die Startseite des Buches.
  3. Wenn Sie aufhören zu lesen, stecken Sie eine der beiden Lesezeichen an die Seite, auf der Sie zu lesen aufgehört haben.
  4. Wenn Sie das Lesen wieder aufnehmen, dann beginnen Sie das Buch wieder von vorne. Lesen Sie so viel wie Sie möchten und stecken dann das zweite Lesezeichen an die Seite, wo Sie jetzt das Lesen beenden.
  5. Wenn Sie jetzt das nächste Mal lesen, beginnen Sie an der Seite, an der das Lesezeichen steckt, das dem Anfang des Buchs am nächsten ist und beenden Sie Ihre Lektüre, indem Sie dieses Lesezeichen an ebendiese Seite stecken, wo Sie das Lesen unterbrechen.
  6. Wiederholen Sie Punkt 5 so oft, bis Sie mit beiden Lesezeichen am Schluss des Buchs angelangt sind.

Der zeitliche Aufwand für diese Lesetechnik ist bei weitem nicht so hoch, wie wir vielleicht vermuten würden, behauptet Mark Forster. Auch sei das Lesen wesentlich entspannter. Ich kann das alles nicht bestätigen, werde diese Methode aber auf jeden Fall bei meinem nächsten Krimi oder Thriller einmal ausprobieren. Besonders bei spannenden Exemplaren habe ich manchmal das problem, dass ich vor lauter Nervenkitzel schneller lese als mein Gehirn mitkommt.  Auf diese Weise habe ich schon so manche wichtige Wendung verpasst.  Ich kann mir auch vorstellen, mit dieser Technik fremdsprachige Literatur besser verarbeiten zu können.

Es lohnt sich übrigens, auch die Kommentare zu Forsters Blogpost zu überfliegen. Hier finden Sie Erfahrungsberichte und wertvolle Ergänzungen.

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Alles rund um Bullet Points

Sie kennen sicher Bullet Points. Im Deutschen heißen Sie etwas sperrig Aufzählungszeichen. Eine Zeitlang waren sie bei professionellen Präsentatoren sehr verpönt und man versuchte, sie nach Möglichkeit zu vermeiden.

Ich mag derlei dogmatisches Verhalten nicht besonders. Natürlich haben Aufzählungszeichen ihre Berechtigung. Vielleicht nicht so sehr auf der Präsentationsfolie, in Texten aber allemal. Sie helfen, den Text zu strukturieren und sorgen auf diese Weise für einen höheren Behaltenswert.

Taylor Pipes hat den Aufzählungszeichen in dem hauseigenen Blog von Evernote einen eigenen Artikel gewidmet: Taking Note: How to Use Bullet Points for Concise Note-Taking. Zunächst beschreibt Taylor die unbestreitbaren Vorteile der Bullet Points, erzählt etwas zu ihren Ursprüngen um sich schließlich der zweckmäßigen Verwendung in Notizen zu widmen. Dabei verweist er auf einen nicht minder interessanten Artikel von Brian Clark mit dem Titel „Little Known Ways to Write Fascinating Bullet Points“. Zum Ende finden Sie auch einen Hinweis auf das handschriftliche Bullet Journal, über das Sie auch schon etwas hier im ToolBlog lesen konnten.

Lassen Sie sich also nicht beirren, in Texten wie Artikeln oder Notizen sind Aufzählungszeichen also durchaus das Mittel der Wahl. Man muss nur wissen, wie man sie einsetzt.

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Die automatische Zusammenfassung: Der XMind Summarizer

Ich weiß nicht, ob Sie sich an wikimindmap erinnern können. Ich hatte diese Webanwendung hier im ToolBlog schon einmal vorgestellt, zu Zeiten, als das Wünschen noch geholfen hat. Dieses pfiffige Tool bastelt vollautomatisch aus Wikipedia-Artikel Mind Maps, die Sie dann als FreeMind-Dateien herunterladen können. Oder anders ausgedrückt, diese App fasst den Inhalt von Wikipedia-Artikel als Mind Map zusammen. Mind Maps eignen sich zu diesem Zweck ja auch überaus gut, wie wir alle wissen.

Für das Mind Mapping Programm meiner Wahl, XMind, gibt es ein Plugin, das ebenfalls der Zusammenfassung von Texten dient: XMind Summarizer. Vor einiger Zeit erschien im Blog von XMind ein Artikel, der diese Erweiterung vorstellt. In erster Linie können Sie damit ebenfalls Wikipedia-Beiträge vermindmappen, aber auch andere Websites können auf diese Weise verarbeitet werden. In dem o.a. Artikel wird die Vorgehensweise für beide Varianten beschrieben.

Offensichtlich war das Plugin nicht allzu populär, denn die Weiterentwicklung wurde eingestellt. Schade einerseits, doch andererseits gibt es auch etwas Gutes im Schlechten: Sie können die Erweiterung kostenlos herunterladen.

Wenn Ihnen Mind Maps als Form der Zusammenfassung nicht gefallen dann versuchen Sie doch

Automatisches Zusammenfassen ist übrigens auch mit dem Mac möglich. Wie das geht, zeigt Ihnen Justin Pot in seinem Artikel “Summarize Any Text Using This Hidden Mac Tool”. Bis zur Version 2007 ging das auch in MS Word. Warum die Microsoftler dieses Feature in Word 2010 abgeschafft haben, wissen sie vermutlich selber nicht.

Für mich ist das alles ohnehin nicht das Wahre, ich ziehe Mind Maps vor, allerdings nicht die automatischen, sondern die handgemachten.

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Wie Sie Konflikte am Arbeitsplatz lösen

Ich gebe zu, die Meinung über Infografiken ist durchaus geteilt. Ich persönlich mag sie sehr, aber ich habe auch den einen oder anderen kritischen Kommentar darüber gelesen.

Wie immer kommt es wohl darauf an, wie die Infografik gemacht ist. Es reicht halt nicht aus, dass sie schön bunt und farbenfroh daherkommt, auch etwas Substanz wäre nicht schlecht. So wie bei dieser: How to Manage Conflict at Work Infographic. Trotz des komplexen Themas scheint sie mir die wesentlichen Dinge darzustellen. Aber schauen Sie selbst:

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