Archiv der Kategorie: Kreativität

Brainstorming online: brainR

Ich weiß schon, Brainstorming wird in der Diskussion im Netz häufig als nicht-funktionierende Methode abqualifiziert. Die Gegner haben gute Gründe, schlagende Argumente findet man aber auch für das Brainstorming. Wobei immer hinterfragt werden sollte, ob in der Diskussion das Brainstorming als Synonym für Ideenfindung im allgemeinen oder als Gruppenmethode im besonderen gemeint ist. Bleiben wir bei letzterem.







In der Regel wird das Brainstorming in der Gruppe durchgeführt. Den Teilnehmern wird eine Frage gestellt und diese äußern spontan, was ihnen dazu einfällt. Diese Gedanken werden in geeigneter Form simultan protokolliert. So weit, so gut.
Was machen Sie aber, wenn Sie nicht auf eine Gruppe zurückgreifen können, die Ihnen (hoffentlich) viele Ideen liefert? Klar, Sie bemühen das Netz.

Vielleicht nutzen Sie wie ich Evernote. Dann zeigt Ihnen Michael Gaylord, wie Sie Evernote für Effektive Brainstorming-Techniken einsetzten können.

Wenn nicht, müssen Sie dennoch nicht verzagen, denn es gibt brainR:

brainR ist eine Plattform für Kreativität und Innovation im Web, die es jedem ermöglicht ein online Brainstorming durchzuführen, um so schnell und unkompliziert einen Lösungsansatz für eine Fragestellung zu bekommen.

Das geht ganz einfach. Unter “Let’s go” klicken Sie einfach auf “Brainstorming anlegen” und schon kann es losgehen mit der gemeinsamen Ideenfindung. Nach geraumer Zeit haben hoffentlich einige Leute geantwortet und Sie können die Ernte Ihrer virtuellen Brainstorming-Session einfahren.

Das Konzept geht natürlich nur auf, wenn auch Sie sich als Ideengeber an der einen oder anderen Session beteiligen. Damit Sie leichter eine Sie ansprechenden Fragestellung finden, sind die Brainstormings in Kategorien abgelegt. So finden Sie Anfragen aus Haus und Garten genau so wie Geschäftsideen oder Aus- und Weiterbildung und vieles mehr.

Sie sehen, die Nutzung dieses Angebots ist äußerst einfach und dennoch vielseitig. So können Sie Ihre Frage sogar als Rundmail an Freunde und Bekannte weiterschicken.

brainR ist kostenlos und verlangt noch nicht einmal eine Registrierung. Wenn Sie also als Einzelkämpfer eine zündende Idee benötigen, dann ist brainR vielleicht der Retter in der Not. Allerdings bekommen Sie die Antworten nicht sofort, ein bisschen Zeit müssen Sie den Ideengebern schon geben.

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[Foto von TeroVesalainen [via pixabay], (CC0 Public Domain)]

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Symbolschriften in Hülle und Fülle!

So geht es manchmal. Vor einigen Tagen habe ich hier im ToolBlog einen Beitrag über die Verwendung von Symbolschriften für Präsentationen usw. veröffentlicht. Heute bin ich über einen Artikel gestolpert, in dem Tom Kuhlmann zeigt, wo Sie solche Dingbats in den Weiten des Internets finden können: Dozens of Free Dingbat Fonts for Commercial Use.

Wie immer sollten Sie auch bei vermeintlich “freien” Daten immer vor der Verwendung das Kleingedruckte lesen, damit es keine bösen Überraschungen gibt.

Hier ein schönes Beispiel aus den vorgestellten Symbolschriften: PWToonZ Font.

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Wie Sie mit Dingbats Ihre Präsentation aufpeppen

Sie kennen sicher diese Symbolschriften unter Windows. Hierbei werden die “normalen” Buchstaben durch kleine Bildsymbole ersetzt. Die bekanntesten dieser “Schriften” dürften wohl Dingbats oder Wingdings sein. Es gibt aber noch mehr davon, manche kostenlos, manche in mehr oder weniger kostenpflichtigen Schriftsammlungen, z.B. hier oder hier.

Vor einiger Zeit habe ich in einem Beitrag beschrieben, wie Sie solche Bildschriften verwenden können, um auf einfache Weise Ihre Dokumente oder Präsentationsfolien aufzupeppen: Visualisieren mit Dingbats & Co.

Tom Kuhlmann ergänzt diese Hinweise durch seinen Artikel: Create Free Icons and Images in PowerPoint Using Dingbat Fonts. Er beschreibt für PowerPoint ab Version 2013, wie Sie Dingbat-“Buchstaben” in Vektorgrafiken umwandeln. Es gibt auch ein kurzes Video dazu:

Wenn Sie etwas tiefer einsteigen wollen, dann schauen Sie sich ein anderes Video mit einer detaillieren Beschreibung des Vorgehens an.

Mir gefällt die Idee. Vielleicht ist sie auch für den einen oder anderen Leser interessant.

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Sollten Sie die E-Mails checken?

Wendy MacNaughton heißt eine Grafikerin, über deren Werke ich schon öfters gestolpert bin. Auf ihrer Website finden Sie einen Ablaufplan, der Ihnen erklärt, ob Sie einen Blick in den elektronischen Briefkasten werfen sollten oder eher nicht.

EMailFlowSheet

Ich mag Wendys Art zu visualisieren. Sie vielleicht auch.

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Das Portal der schönen Diagramme: Vizzlo

In der Steinzeit der Computerei gab es ein Programm, das ich bis heute schmerzlich vermisse: ABC Snapgraphics von Micrografx. Es war ein Programm, mit dem man auf einfache  Weise schöne Schaubilder erzeugen konnte. Irgendwann teilte Micrografx das Schicksal von Borland, Lotus usw. und entschwand von der Bildfläche. Und mit der Firma leider auch das Produkt. Sicher gibt es mittlerweile Erweiterungen, Programmbestandteile oder Erweiterungen wie SmartArt innerhalt von PowerPoint, den Charme und die Einfachheit von ABC Snapgraphics haben diese Apps leider nicht. Zumindest finde ich das.

Nun gibt es eine webbasierte Anwendung, mit der allerlei Arten von Diagrammen erzeugt werden können: Vizzlo (diese Namen immer!). Noch bekommen Sie einen kostenlosen Zugang, denn das Programm befindet sich noch in der Alpha-mäßigen Testphase. So kann es passieren, dass es an der einen oder anderen Stelle immer noch ein wenig ruckelt.

Wenn Sie sich für Vizzlo mit dem üblichen Prozedere angemeldet haben, können Sie auf der Hauptseite unter einer Vielzahl von Diagrammvorlagen auswählen. Die Angebote umfassen Standarddiagramme, aber auch Exoten wie “Hamburger Chart” oder “Brain Chart”. Auch spezielle Anwendungen wie die berüchtigte “Business Model Canvas” oder eine “Balanced Scorcard” sind im Angebot.

Die Erstellung der Grafiken mit eigenen Daten ist kein Hexenwerk, das ansehnliche Ergebnis (“Dokument”) können Sie dann als png-Bild oder als pdf-Datei herunterladen. Damit dürfte einem Einbinden in PowerPoint & Co nichts im Weg stehen. Aber auch das Teilen mit Anderen über das Internet ist möglich, State of the Art eben.

Mir gefallen die Diagramme außerordentlich gut und ich werden sicher den einen oder anderen Anwendungsfall für Präsentationen, Handouts o.ä. finden. Auf jeden Fall drücke ich den Leipzigern alle Daumen, bis jetzt haben sie einen guten Job gemacht.

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BTW: Sie können ABC Snapgraphics immer noch per Download erhalten, z.B. hier oder hier. Das Programm ist mittlerweile Abandonware. Sie müssen aber schon Computerfreak sein, um es installieren zu können, denn es läuft nur unter Windows 3.x (!).

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Die richtigen Fragen für mehr Innovation

Vor Jahren durfte ich den Marketing-Tausendsassa Guy Kawasaki live auf der Bühne bewundern. Das war anlässlich des GTDSummits in San Francisco, wo er David Allen interviewte. Sie wissen schon, zwei Meister auf Barhockern vor großem Publikum.

Guy Kawasaki äußert sich immer wieder auch zu Fragen der Kreativität und der Innovation. Das ist sozusagen seine Kernkompetenz. In seinem Artikel “The Art of Simple Questions: How Simple Questions Lead to Great Innovations” beschreibt er, wie einfache Frage zu großartigen Innovationen führen können. Fragen wie diese zum Beispiel:

  • Was folgt aus einem bestimmten Umstand?
    (Am besten 5 mal hintereinander fragen)
  • Ist das nicht interessant?
    (Besser: Was ist daran interessant?)
  • Kann man das noch besser machen?
  • Warum machen wir das nicht?
  • Es ist möglich, warum tun wir es dann nicht?
  • Wo ist der wunde Punkt beim Marktführer?

Sie merken schon, diese Fragen sind tatsächlich sehr Marketing getrieben. Wenn Sie sich tiefer mit Innovation beschäftigen möchten, empfehle ich Ihnen die “Blue Ocean Strategie”.

Hier das Buch zum Film:

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Wie Sie mit Mind Maps Bücher planen

Wenn Sie ein Buch schreiben wollen, aber nicht wissen, wie Sie das anfangen sollen, dann hilft Ihnen vielleicht dieser Artikel aus dem XMind-Blog weiter: Wie kann man Bücher mit Hilfe des Mindmaps planen?

In dem Artikel wird Ihnen erklärt wie Sie mit Mind Maps im allgemeinen und mit XMind im besonderen

  • Eine Gliederung erstellen
  • Den Vertrieb des Buches planen
  • einen Redaktionsplan aufstellen
  • und eine Wettbewerbsanalyse durchführen.

Ich selbst nutze Mind Maps in der Regel für das Entwerfen von Workshop-Designs, zu Büchern habe ich es (noch) nicht gebracht.

Aus diesem Grund meine Frage: Wer hat den schon einmal ein Buch geschrieben und den kreativen Prozess mit Mind Maps organisiert. Welche Erfahrungen haben Sie dabei gemacht? Gibt es vielleicht sogar noch bessere Methoden?

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Brainstorming auf einen Blick

Ja, ich weiß schon. Das Brainstorming und verwandte Techniken sind in letzter Zeit sehr in die Kritik geraten. Und ich gebe zu, manche der Argument sind wahrlich nicht von der Hand zu weisen. So löst schon das bloße gegenseitige Beobachten der Teilnehmer Deutungen und Bewertungen aus, die unvoreingenommene (was ist das eigentlich?) Ergebnisse erschweren oder sogar unmöglich machen.

Das weiß ich zwar, aber ich weiß nichts Besseres. So ist auch die Infografik auf Essay.Expert zu verstehen, auf die uns Shardul Mehta hinweist: The Keys To Productive Brainstorming. Sie finden dort auf einen Blick Informationen zu den Ursprüngen, zu Varianten der Methode und einige Tipps und Tricks, die das Brainstorming produktiver machen sollen. Sehen Sie selbst:

Weiterlesen

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Visualisieren mit Dingbats & Co

Sie kennen sicher diese komischen Schriftarten, wo anstatt Buchstaben kleine Bildchen zu sehen sind? Symbolschriften heißen diese und bekannte Vertreter sind unter Windows z.B. Wingdings  oder Dingbats.

Ich muss zugeben, ich wusste nie so richtig, wozu derartige Schriften gut sein sollen, von dem einen oder anderen Zeichen mal abgesehen. Allerdings könnte sich das mit einem Artikel von Connie Malamed ändern: How To Use Dingbats For Free eLearning Illustrations.

Connie stellt zunächst die Schriftarten Wingdings, Dingbats und Webdings vor und beschreibt dann, was Sie die einzelnen Symbolde für Präsentationsfolien nutzen können. So können Sie z.B. einzelne Symbole in PowerPoint auch als Bilder abspeichern, ein Trick, den ich bis jetzt noch gar nicht kannte. Daraus ergeben sich ungeahnte Möglichkeiten, so könnte man etwas für diverse Mind Mapping Programme daraus eine Symbolbibliothek erstellen.

Weitere Einsatzgebiete der Schriftsymbole sind die Erstellung von Icons oder  Illustrationen, die aus einzelnen Symbolen zusammengesetzt sind. Connie gibt dafür in ihrem Artikel ein schönes Beispiel.

Am Ende des Beitrags finden Sie Links zu weiteren Symbolschriften, die Sie kostenlos herunterladen können. Es sind auch Sammlungen auf CD-ROM im Handel, die man aber nicht unbedingt braucht. Es sind auch so schon genug.

So habe ich die Anwendung von Symbolschriftarten noch nie gesehen. Ich werde mich auf jeden Fall näher damit beschäftigen, wenn ich wieder einmal eine Präsentation erstellen darf.

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Linkliste zum Mind Mapping

Letzte Woche hatte ich das Vergnügen, einen Workshop zum Thema “Mind Mapping” begleiten zu dürfen. Zu diesem Anlass habe ich für die Teilnehmer eine kleine Linkliste zusammengestellt, die ich den ToolBlog-Lesern nicht vorenthalten möchte.

Büchertipps

Die Büchertipps finden Sie hier auf der entsprechenden Seite im ToolBlog.

Artikel

Links

Software

Andere Software zur Visualisierung
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Das Lernprogramm zur Wissensbilanz-Toolbox

Vor Zeiten, also als das Wünschen noch geholfen hat, habe ich mich beruflich sehr für die Wissensbilanz interessiert.  Für mich war der Nutzen für Unternehmen zwingend und wie so manches Mal habe ich den Fehler gemacht, den Angler mit dem Fisch zu verwechseln. Bekanntlicherweise sollte ja der Wurm dem Fisch schmecken und nicht dem Angler. Kurz und knapp: Die Wissensbilanz fand ich zwar spannend und äußerst nützlich, die Unternehmen aber offensichtlich weniger. Um bei Metafern zu bleiben: Trotz abgeschlossener Weiterbildung zu diesem Thema beschloss ich, dieses tote Pferd nicht mehr zu reiten, sondern abzusteigen und mir ein anderes zu suchen.

Ganz losgelassen hat mich das Thema dennoch nicht. Zumindest für mich selbst habe ich die Wissenbilanz nie aus den Augen verloren. Aus diesem Grund ist mir das interaktive Lernprogramm zur Wissenbilanz-Toolbox natürlich sofort aufgefallen. Das Lernprogramm ist als App für iOS, für Android und auch den kindle fire erhältlich. Einmal installiert, können Sie sich das Lernprogramm zur Wissensbilanz-Toolbox herunterladen.

Die Toolbox selbst können Sie beim Bundesverband Wissensbilanzierung kostenlos per Download erhalten. Dort finden Sie auch eine kurze Beschreibung, wie Sie eine Wissensbilanz erstellen können.

Auch wenn ich die Erstellung einer Wissenbilanz nicht mehr aktiv anbiete, so habe ich mich doch auf dem laufenden gehalten und stehe Ihnen als Sparringspartner gerne zur Verfügung.

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Kreativitätstipps von Brian Eno

Musikfreunden unter den Lesern braucht man sicher nicht zu erklären, wer Brian Eno ist. Die anderen verweise ich auf den entsprechenden Artikel in der Wikipedia. Dort steht:

Brian Peter George St. John le Baptiste de la Salle Eno (* 15. Mai 1948 in Woodbridge, Suffolk) ist ein britischer Musiker, Musikproduzent, Musiktheoretiker und bildender Künstler. Er gilt als Innovator in vielen Bereichen der Musik.

Stimmt. Eno gilt unbestritten als einer der kreativsten Köpfe in der Musikszene und hat als Mastermind viele bahnbrechende Neuerungen hervorgebracht oder begleitet.

Wie kommt man nur auf solche Ideen?, fragen wir uns als Normalbürger und Scott McDowell gibt uns in seinem Artikel “Developing Your Creative Practice: Tips from Brian Eno” die passende Anwort. Demnach hat Brian Eno einen ganzen Werkzeugkoffer mit geeigneten Tools, um Ideen hervorzubringen:

  1. Sammeln Sie Ideen immer und überall
    Eno hatte immer einen Kassettenrekorder dabei, um Geräusche aufzuzeichnen, die ihm interessant vorkamen. Für uns tut es vielleicht ein Notizbuch, ein HipsterPDA oder Mind-Papers.
  2. Starten auf einem unbeschriebenen Blatt
    Betrachten Sie das Papier bitte als Metafer. Nehmen Sie ein neues Werkzeug und spielen Sie zunächst damit herum. Völlig absichtslos. Daraus werden sich irgendwann Muster und Struktur ergeben.
  3. Definieren Sie bestimmte Einschränkungen
    Beschreiben Sie vor einem Projekt spezifische Bedingungen und Kontexte, in denen das Ganze ablaufen soll.
  4. Bringen Sie entgegengesetze Kräfte zusammen
    Eno ließ Musiker aufeinander treffen, die normalerweise nie miteinander gespielt hätten. Das können Sie auch im übertragenen Sinn verstehen. Gegensätze können neue Dinge hervorbringen.
  5. Oblique Strategies
    Eno entwickelte die “Oblique Strategies”. Hierbei handelt es sich um ein Set von SpielKarten, die mit Fragen, Aussagen oder Anweisungen bedruckt sind. Sie dienen zur Anregung unserer grauen Zellen.

Zu den Oblique Strategies gibt es übrigens auch entsprechende Apps für das iPhone und Android, beide Varianten übrigens kostenlos.

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Wie Sie mit PowerPoint Geschichten erzählen

Sie kennen sicher diese witzigen Erklärvideos, auf denen eine Hand immer Icons malt, diese hin- und herschiebt usw. Vor einiger Zeit war ich mit meiner Tochter in einem Berliner Café und konnte zwei junge Frauen beobachten, die auf ihren Macs solche kleinen Filmchen erstellten. Natürlich habe ich sie nach der eingesetzten Software gefragt. Sie benutzten VideoScribe, eine hervorragende Anwendung, die mir für den gelegentlichen Gebrauch allerdings zu teuer ist. Schade…

Doch wozu gibt es PowerPoint? Vor kurzem bin ich über eine Seite gestolpert, auf der erklärt wird, wie man ähnliche Videos auch mit dem alten Schlachtschiff von Microssoft erstellen kann: Digital Storytelling with Animated Powerpoint. Der Artikel führt in eine sechsteilige Reihe ein, auf der man den kompletten Produktionsprozess auf Video anschauen kann:

  1. Intro & Samples
  2. Getting Started: Background and Clip Art
  3. Adding Custom Animations
  4. Adding Text
  5. Recording Narration
  6. Setting Automatic Timers

Hier eine Kostprobe:

Erstaunlich, was man mit PowerPoint alles machen kann. Falls Sie so etwas gelegentlich einmal brauchen, dann sollten Sie diese Vorgehensweise in Erwägung ziehen.

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XMind 7 pro: Ein erster Überblick

Bislang war ich immer treuer Nutzer des Platzhirschen unter den Mind-Mapping-Programmen. Sie wissen schon, von wem/was ich rede, nämlich dem MindManager von Mindjet. Mittlerweile hat dieses Programm eine Entwicklung genommen, die meine Bedürfnisse nicht mehr abdeckt. Dabei kann der MindManager nicht etwa zu wenig, vielmehr ist er so mächtig geworden, dass ich den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehe. Für mich als Einzelanwender mit gelegentlichen persönlichen Projekten ist der MindManager schlichtweg überdimensioniert. Ärgernisse gab es auch. Zum Beispiel, dass die Zusammenarbeit zwischen den Versionen für PC und Mac alles andere als reibungslos funktioniert.
Außerdem wollen all die feinen Features bezahlt werden. Der hohe Preis war für mich ebenfalls ein Ausstiegsgrund.

Als Ersatz habe ich mir vor einiger Zeit XMind ausgesucht. Natürlich musste ich mich in der Bedienung etwas umgewöhnen und der Leistungsumfang ist auch nicht so groß wie beim MindManager. Geschenkt, das hatte ich ja auch gewollt. Mittlerweile arbeite ich gerne mit XMind und kann diese Software für Einzelanwender durchaus warm empfehlen.

Nun ist vor einigen Tagen eine neue Version (7) auf den Markt gekommen. Hier die Neuigkeiten:

  • Es gebt eine neu gestaltete Benutzeroberfläche, die sehr schlicht, aber funktional gehalten ist. Gefällt mir sehr gut. Das gleicht gilt auch für den Startbildschirm, auf dem man zwischen unterschiedlichen Map-Typen wählen kann.
  • Man kann die einzelnen Äste/Zweige im Team kommentieren
  • Sie können eine Gliederungansicht drucken oder in Word oder als pdf-Datei exportieren
  • Es besteht die Möglichkeit, über mehrere Seite zu drucken
  • Neu hinzugekommen ist ein Time-line-Format. Wie der Name sagt, können Sie damit einen Zeitstrahl erstellen. Très Chic!
  • Es gibt eine Menge neuer Themes zu bestaunen
  • Außerdem wurde die Gantt-Chart-Funktion stark verbessert. Dazu kann ich allerdings nichts sagen, denn dieses Feature kommt bei mir nicht zum Einsatz

Besonders gut gefällt mir, dass das Zusammenspiel zwischen den Versionen für den Mac und den PC hervorragend funktioniert. Die Synchronisation erfolgt über die eigene Cloud (xmind.net), aber auch das Speichern auf Biggerplate und Evernote ist direkt aus dem Programm heraus möglich.
Was ich auch öfters nutze, sind die Vorlagen für das Fischgrätdiagramm. In einem meiner letzten Workshops haben es Teilnehmer genutzt, um einen bestimmten Produktionsfehler gemeinsam zu analysieren.
Nach wie vor kann man die Dateiformate von FreeMind, MS Word und Mindjet MindManager importieren. Exportmöglichkeiten gibt es zu den MS Office Programmen, als Bilddatei oder pdf. Leider kann man immer noch nicht die Daten im OPML-Format austauschen, was ich schmerzlich vermisse. Leider gibt es auch keine Versionen für mobile Endgeräte. Mir persönlich ist das egal, aber die eine oder andere wird es wohl vermissen.

Was gibt es noch so? Einen Präsentationsmodus, der mich wie beim großen Konkurrenten nicht vom Hocker haut und eine Bilderbibliothek, deren Inhalt aber ein bisschen sehr verspielt daherkommt. Sie werden wohl nicht darum herumkommen, sich ein eigenes Bilderverzeichnis aufzubauen, was aber nicht besonders schwer ist.

XMind folgt dem Freemium-Modell. Sie können also eine Grundversion des Programms kostenlos herunterladen, mit dem Sie schon ordentlich arbeiten können. Wenn Sie es etwas reichhaltiger haben und mehr Funktionen nutzen möchten, müssen Sie zur kostenpflichtigen Variante greifen. Allerdings ist selbst die teuerste Variante mit derzeit €89 für den Leistungsumfang als preis-wert zu bezeichnen.

Wenn Sie ein bezahlbares und gut bedienbares Programm zum Erstellen von Mind-Maps suchen, dann lege ich Ihnen XMind ans Herz. Bei mir im Dauereinsatz!

Links: XMind Blog

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Besser entscheiden mit dem WRAP-Modell

Methoden zur Entscheidungsfindung gibt es viele. Leider gerantieren sie uns nicht, dass wir die richtige Entscheidung treffen. Ihr Wert liegt vielmehr darin, die verschiedenen Optionen nach gegebener Informationslage zu bewerten und somit die Entscheidung nachvollziehbar und transparent zu machen.

Um Entscheidungen zu erleichtern, schlägt uns Karyn Hall das „WRAP Model for Decision Making“ vor. WRAP ist ein Merkwort, das sich aus den verschiedenen Stufen dieser Vorgehensweise zusammensetzt:

  1. W iden your frame
  2. R eality test your assumpions
  3. A ttain distance Before Deciding
  4. P repare to Be Wrong

1. Widen your frame
(„erweitere Deinen Bezugsrahmen“)
Bedenken Sie auch die Möglichkeit, gar nicht zu entscheiden und alles so zu belassen wie es ist (Unterlassensalternative). Versuchen Sie, weitere zusätzliche Optionen zu entwickeln. Vielleicht hilft es Ihnen auch, wenn Sie „sowohl als auch“ anstatt nur „entweder oder“ denken.

2. Reality test your assumption
(„überprüfen Sie, ob Ihre Annahmen wirklich realistisch sind“)
Überprüfen Sie sorgfältig die Argumente derjenigen, die anderer Meinung sind als Sie und bitten Sie sie um konkrete Informationen. Bedenken Sie immer, dass auch die Menschen richtig liegen könnten, die anderer Meinung sind wie Sie.

Versuchen Sie eine neutrale Außenperspektive einzunehmen und machen Sie sich die Verzerrungen in Ihrer Wahrnehmung bewusst.
Und denken Sie immer daran, dass „Prognosen schwierig sind, besonders, wenn sie die Zukunft betreffen“ (Mark Twain).

3. Attain Distance Before Deciding
(„nehmen Sie Abstand, bevor Sie entscheiden“)
Wenden Sie die 10er-Regel an: Wie wirkt sich Ihre Entscheidung in 10 Stunden, 10 Tagen, 10 Wochen und 10 Monaten oder sogar 10 Jahren aus?

Inwieweit passt die Entscheidungen zu Ihren Grundprinzipien und Ihren persönlichen Wertvorstellungen?

4. Prepare to Be Wrong
(„bereiten Sie sich darauf vor, dass Ihre Entscheidung falsch sein könnte“)
Was könnte passieren, wenn Sie eine bestimmte Entscheidung treffen? Welche Konsequenzen wären zu erwarten, positive, aber auch negative? Wie hoch wäre der eventuelle Schaden? Manche Autoren nennen diesen Schritt nicht umsonst „Analyse potenzieller Probleme).

Mir gefällt dieses WRAP-Modell sehr gut, denn es bildet den Weg zu einer wohldurchdachten und ausgewogenen Entscheidung sehr gut ab. Dennoch haben Sie auch hier keine Garantie für die richtige Entscheidung.

Ach, dass der Mensch so häufig irrt
und nie recht weiß, was kommen wird
(Wilhelm Busch)

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Apps für den Selfie-Fan

Eigentlich dürfte dieser Artikel gar nicht gelesen werden. Den Selfies machen ist allgemein verpönt, wie man hört. Von Ego-Fotos, die mit einem Selfie-Stick geschossen werden, ganz zu schweigen. Dessen ungeachtet konnte ich auf der letzten re:publica beobachten, dass gerade der Stand, an dem Selfie-Sticks kostenlos verteilt wurden, sich einer unerhörten Popularität erfreute. Hatte jemand einen solchen Stick ergattert, dann wurde er als Trophäe wie eine Monstranz vor sich her getragen.

Das Fazit: Selfies schießen ist und bleibt populär, da mag eine Philippika die andere jagen. Aus diesem Grund und weil der nächste Urlaub ins Haus steht, weise ich auf einen Artikel von Mark O’Neill hin, der geeignete Apps vorstellt: 5 Free Apps For The Selfie Photo Fan. Sie finden dort eine App, die einen geteilten Bildschirm für Vorder- und Rückseite erstellt (Frontback) oder eine, die aus Ihrem Foto eine Karikatur macht. Ob Sie so etwas brauchen oder als groben Unfug betrachten, bleibt Ihnen überlassen.

Eine wirklich interessante App könnte Groopic sein. Damit können Sie Gruppenfotos aufnehmen und sich später selbst in das Foto hineinmontieren. Oder so ähnlich. Das ist manchmal ganz nützlich, wenn niemand in der Nähe ist, den man darum bitten kann, den Auslöser zu drücken.

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8 Umstände, die effektive Entscheidungen gefährden

Wie wir wissen, bedeutet Effektivität „die richtigen Dinge tun“. Effektive Entscheidungen treffen, heißt folglich, richtig zu entscheiden. Leider betreffen Entscheidungen in der Regel die Zukunft, so dass sich leider meistens erst hinterher herausstellt, ob man richtig oder falsch entschieden hat. Unabhängig, wie die Debatte ausgeht, ob wir Entscheidungen mit dem Kopf oder mit dem Bauch fällen, Bruce Harpham hat in seinem Artikel „The 8 Threats To Effective Decision Making“ einige Umstände aufgeführt, die Sie daran hindern, gute Entscheidungen zu fällen:

  1. Unbesonnenheit
  2. Vermeidung von Risiken
  3. Ignoranz
  4. Der Halo-Effekt
  5. Eigenbrötlerei
  6. Die einzige richtige Lösung für das Problem
  7. Keine nachfolgende Überprüfung
  8. Mangelnde Beteiligung bzw. Delegation

Mir fällt noch ein, dass man manchmal so lange mit einer Entscheidung wartet, bis das „Window of Opportunity“ wieder geschlossen ist. Die Kunst besteht darin, sich einerseits zwar nicht um ungelegte Eier zu kümmern, andererseits aber die günstige Gelegenheit auch nicht zu verpassen. Leider gibt es keine totsicher richtigen Entscheidungen. Denn

Entscheidbares muss man nicht entscheiden.

(Ich glaube, von Heinz von Foerster stammt dieses Zitat).

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Die Überzeugungskraft des Haftklebezettels

Für mich ist der Haftklebezettel oder die Post-it®-Note eine der nützlichsten Erfindungen des 20. Jahrhunderts. Manchmal frage ich mich, warum bislang noch kein Nobelpreis für die wirklich wichtigen Dinge des Lebens gestiftet worden ist.

Post-it®-Notes verwende ich immer dann, wenn ich Gedanken immer wieder neu strukturieren möchte, z. B. bei der Anwendung von Problemlösungsmethoden (Ishikawa- Diagramm), Techniken zur Ideenfindung (Kartenabfrage) oder bei der Planung von Projekten. Auch bei der Selbstorganisation leisten die Zettel gute Dienste (Personal Kanban).

Programme, die die Haftzettel in elektronischer abbilden, gibt es für sämtliche Betriebssysteme und auch webbasiert in Hülle und Fülle. Interessanterweise konnte ich ihnen bislang nicht viel abgewinnen. Offensichtlich ist das haptische Element doch von einiger Bedeutung.

Nun sind auch Wissenschaftler dem Erfolg der Post-it®-Note auf den Grund gegangen. Kevin Hogan verweist in seinem Artikel „The Surprising Persuasiveness of a Sticky Note“ auf entsprechende raffinierte Experimente von Randy Garner an der Sam Houston State University in Huntsville hin. Der Befund:

  1. Haftklebezettel regen die Kreativität an. Sie wirken immer etwas unordentlich und das mag unser Gehirn nicht.
  2. Dadurch erregen die Zettel eine Menge Aufmerksamkeit.
  3. Sie tragen alle eine persönliche Handschrift
    (das erklärt vielleicht auch, warum m.E. die elektronische Form nur suboptimal ist).
  4. Sie repräsentieren die Kommunikation zwischen den Beteiligten untereinander
    (das habe ich allerdings nicht ganz verstanden)

Nun wissen wir nicht nur, dass der Haftklebezettel erfolgreich ist, sondern auch, warum.

Post-it®
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Die 5 Komponenten einer Entscheidung

Von Heinz von Foerster stammt der Satz:

Nur die Fragen, die im Prinzip unentscheidbar sind, können wir entscheiden.

Ich gebe zu, als ich dieses Zitat zum ersten Mal gehört habe, habe ich erst einmal mit dem Kopf geschüttelt. Es handelt sich um einer dieser Sätze, bei denen ich nachhören muss, um sie zu verstehen.

Wie auch immer, Entscheidungen werden unter Unsicherheit getroffen, die Folgen einer Entscheidung müssen wir in der Zukunft ausbaden. Das macht das Entscheidungen fällen so schwierig und unbeliebt. Und weil wir Menschen so verliebt in unseren Verstand sind, gibt es Entscheidungsregeln und -methoden wie Sand am Meer.

Kirstin Miller beschreibt in Ihrem Artikel „5 Components of a Foolproof Decision Making Process„. Die Komponenten sind (Bemerkungen von mir):

  1. Erkenne das Problem hinter der Entscheidung
    Es gilt das MiMo-Prinzip: Mist in, Mist out. Beschreiben Sie das Problem, das eine Entscheidung notwendig macht, so genau wie möglich.
  2. Entwickeln Sie Alternativen
    Hier ist die schiere Menge gefragt. Entwickeln Sie so viel Lösungsmöglichkeiten, wie Ihnen einfallen. Schreiben Sie alle auf, auch wenn Sie Ihnen auf den ersten Blick dämlich erscheinen.
    Denken Sie daran: Die erste Lösung ist nicht die beste, sondern oft nur die erstbeste.
  3. Bewerten Sie die Alternativen
    Werden Sie sich über die Kriterien klar, auf Grund derer Sie Ihre Entscheidung fällen wollen. Warum ist gerade das oder jenes für Sie wichtig?
  4. Treffen Sie Ihre Auswahl sorgfältig
    Wägen Sie Pro und Contra der einzelnen Alternativen auf Grund Ihrer Kriterien sorgsam gegeneinander ab. Achten Sie auf geheime Vorlieben.
  5. Hinterfragen Sie Ihre Entscheidung
    Horchen Sie in sich hinein. Wenn Sie bei der getroffenen Entscheidung immer noch Bauchschmerzen haben, gehen Sie diesem Gefühl unbedingt nach. Was bereitet diese Bauchschmerzen? Bedenken Sie auch ungewollte Folgen Ihrer Entscheidung.

Eines ist klar: Sie können eine Entscheidung noch so sorgfältig vorbereiten, es gibt keine Garantie dafür, dass es die richtige Entscheidung ist. Oder wie Wilhelm Busch sagt:

Ach, daß der Mensch so häufig irrt und nie recht weiß, was kommen wird.

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