Archiv der Kategorie: Teamwork

Vom Umgang mit Haftzetteln & Co

Das ich ein großer Anhänger von Post-it®-Notes (Haftzetteln) bin, ist der geneigten Leserschaft sicher nicht entgangen. Nun hat sich der geschätzte Kollege Tim Themann einer Alternative des Haftzettels, den Stattys-Notes zugewandt und einen ausführlichen Artikel über den Gebrauch derselben verfasst: Tipps für die (Stattys | Magic-Chart) Notes.

Manche dieser Tipps wirken auf den ersten Blick banal, haben es aber in sich, denn sie können die Arbeit kolossal erleichtern.

Auf die Idee, bei der Arbeit mit Post-it-Notes so einen Gummifinger (offiziell Blattwender) zu verwenden, bin ich zum Beispiel noch nicht gekommen. Aber ich werde das ausprobieren. Besonders beim “Leeren” der Pinnwände von den Zetteln, könnte er sehr nützlich sein.

Von Klebesprays zum Fixieren bin ich wieder abgekommen. Ich mag Sprays generell nicht, denn ich weiß nicht, was ich da einatme. Außerdem ist meiner Meinung nach die Weiterverarbeitung fertiger Pinnwandcharts nicht optimal. Bei Aufrollen auf dem Boden ziehen sie schon viel Staub und Schmutz an. Die Weiterverarbeitung der Charts hält mich bislang auch vom Einsatz der Stattys-Notizen ab. Ich bevorzuge  immer noch die herkömmlichen Post-it-Notes, die ich allenfalls auf dem Packpapier mit einem kurzen Strich mit dem Klebestift für den Transport fixieren muss.

Kurz und gut. Ich bleibe (noch) beim Papier. Aber auch bez. der Haftzettel lässt uns Tim nicht allein. In Haftnotizen richtig benutzen beschreibt er die zweckmäßige Handhabung dieses Werkzeugs. Die Quintessenz zeigt Ihnen Dave Gray: Post It Notes Lay Flat Tip.

So ein Video können Sie sich auch im Artikel von Tim anschauen. Darüber hinaus erklärt er auch, warum Sie den Haftzettel so abziehen sollten. Wenn Sie also auch noch eine nahezu wissenschaftliche Erklärung dafür suchen, dann wird Ihnen in dem Artikel geholfen.

Für die Weiterverarbeitung der Pinnwände empfiehlt Tim die iOS-App Post-it® Plus. Dem schließe ich mich an. Leider scheint es von der App keine Android-Version zu geben. Sie können sich aber mit Office Lens von Microsoft behelfen. Ehrlich gesagt, ich finde diese App sogar noch besser.

 

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Gibt es eine Gebrauchsanweisung für Sie?

Die Idee der persönlichen Gebrauchsanweisung habe ich im ToolBlog schon einmal aufgegriffen: Schreiben Sie eine Gebrauchsanweisung für sich selbst. Damals ging es darum, für Andere eine Anleitung für die Zusammenarbeit mit Ihnen zu formulieren. 

Was für die Zusammenarbeit billig, sollte für die Führung recht sein. Wenn Sie Führungskraft sind, warum formulieren Sie nicht eine Gebrauchsanweisung für Ihren Führungsstil? Wie das geht, zeigen uns die Autoren des Beitrags To Make Your Management Style Clear, Create a User’s Manual.

Bei der Abfassung des Manuals helfen Ihnen laut den Autoren diese Fragen:

  1. Was schätzen Sie mehr, schnelle oder bedächtige Arbeitsweise?
  2. Was erwarten Sie an Verpflichtungen, die über die normalen Arbeitsstunden hinausgehen?
  3. Was sind Ihre Eigenarten und Marotten?
  4. Was werden Sie tun, um Ihre Mitarbeiter darin zu unterstützen, besser zu werden?
  5. Über welche Ihrer Schwächen sollten Ihre Mitarbeiter Bescheid wissen?
    Wie könnten sie mir helfen, mich zu verbessern?
  6. Wie gehen Sie mit Konflikten um?
  7. Wenn Fehler passieren, auf welche Weise möchten Sie von diesen erfahren?

Die fertige Anleitung für Ihren Führungsstil können Sie auch als Diskussionspapier verwenden. Dieses könnte nützlich sein, wenn Sie als Führungskraft neu irgendwo anfangen oder wenn Sie von Ihren Mitarbeitern Feedback einholen möchten.

“Wer schreibt, der bleibt”, sagt der Volksmund. Sie sollten sich im Klaren sein, dass Sie Verbindlichkeit herstellen, wenn Sie eine solche Anleitung formulieren und veröffentlichen. Sie werden daran gemessen werden. Aber das hilft Ihnen auch, auf dem Pfad der selbstgewählten Tugenden zu bleiben.

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[Foto von Unsplash [via pixabay], (CC0 Public Domain)]

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Wie Sie sich vor Besprechungen drücken

Es gibt schon fiese Tricks um ungeliebten Meetings zu entgehen. In meiner Zeit als Produktionsingenieur bat ich die zuständige Assistentin, mich nach einer angemessenen Zeit aus der Besprechung „herauszupiepsen“ und Produktionsprobleme vorzuschützen. Wie Sie an dem merkwürdigen Ausdruck „herauspiepsen“ sehen können, war das zu der Zeit der Rufgeräte (Pager). Deshalb darf ich das erzählen, denn der Vorgang ist mittlerweile verjährt.

Es gibt auch andere Möglichkeiten einer ungeliebten Besprechung zu entgehen. Patrick Allan nennt The Four Keys to Getting Out of Unnecessary Meetings:

  1. Stellen Sie dar, dass das Unternehmen größeren Nutzen davon hätte, wenn Sie nicht an der Besprechung teilnähmen
  2. Seien Sie offen und ehrlich, wenn Sie die Gründe für Ihr Nichterscheinen darlegen
  3. Geben Sie mehr Informationen, als Ihr Ansprechpartner unbedingt braucht
  4. Sprechen Sie mit den Zuständigen und holen Sie sich die Erlaubnis für Ihr Fernbleiben

Patrick bezieht sich in seiner Aufzählung auf dieses Video: How to Get Out of Doing Anything.

Um ganz ehrlich zu sein, „die Botschaft hör ich wohl, allen mir fehlt der Glaube“. In manchen Unternehmen funktioniert der fiese Trick von oben besser.

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Vom Umgang mit schwierigen Mitmenschen

Von Jean-Paul Sartre stammt der bekannte Satz:

Die Hölle, das sind die anderen.

Wie recht er doch hat! Obwohl wir uns stets bemühen, edel, hilfreich und gut gegenüber unseren Mitmenschen aufzutreten, gibt es doch immer wieder gewisse Zeitgenossen, die diese Bemühungen nachhaltig zu stören versuchen. Eigentlich unverständlich, denn mit etwas Nachdenken und etwas gutem Willen müssten sie doch einsehen, dass wir im Recht und sie im Unrecht sind.

Genug der Ironie. Vor einiger Zeit wurde mir vom Verlag ein Exemplar des Buches von Karen Zoller mit dem Titel “Schwierige Mitmenschen: So gehen Sie souverän mit ihnen um” zur Rezension überlassen. Um es gleich vorweg zu sagen: Das Buch ist wirklich gut und hilfreich, aber wer glaubt, hier gäbe es Tipps und Tricks zur Überzeugungredung unwilliger Mitmenschen, der wird enttäuscht.

Diesen Zahn zieht uns die Autorin gleich zu Anfang, indem sie uns unmissverständlich darauf aufmerksam macht, dass das Prädikat “schwierig”, das wir anderen anhängen, durchaus mit uns selbst zu tun haben könnte. Und auch “Souveränität” bedeute eben nicht, stets den Anderen mit vermeintlicher Stärke an die Wand zu drücken. In den weiteren Kapiteln geht es in die Praxis. Sie erhalten viele nützliche Informationen zu Persönlichkeit, Gestalten von Beziehungen, Umgang mit Konflikten und vieles mehr.

Das Buch ist für den Alltag geschrieben, was auch nicht zuletzt durch die leichte Lesbarkeit unterstrichen wird. Das verwundert nicht, denn schließlich kommt die Autorin aus dem Umfeld des Meisters, Friedemann Schulz v. Thun. Wie wir wissen, hat sich dieser in seinem Werk der hohen Verständlichkeit gerade auch für Laien verschrieben. Aus diesem Grund heißt eine eigene Reihe seiner Bücher und die seiner Mitarbeiter “Reihe Miteinander reden: Praxis”.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es ist nicht teuer, aber äußerst nützlich.

BTW (1): Wenn Sie tatsächlich an Tipps und Tricks interessiert sein sollten, dann versuchen Sie sich doch einmal mit einem Klassiker.  Meine Empfehlung: Arthur Schopenhauer: Die Kunst, Recht zu behalten.

BTW (2): Ein weiterer Klassiker ist das Buch des Freiherrn von Knigge: Über den Umgang mit Menschen, das völlig zu Unrecht oft auf ein reines Benimmbuch reduziert wird (s.a. hier).

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[Foto von PourquoiPas [via pixabay], (CC0 Public Domain)]

BTW (3): Ich freue mich, wenn ich ab und zu ein Buch zum Rezensieren geschickt bekomme. Die Bücher, die mir gut gefallen, bespreche ich, über die anderen schweige ich mich aus. Ich habe keinen Gefallen an Verrissen, schließlich bin ich nicht Reich-Ranicki.

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Wie Sie Ihre Mitarbeiter sauer fahren

Vor gefühlten hundert Jahren hat Reinhard Sprenger in seinem Bestseller “Mythos Motivation” festgestellt, dass man andere Menschen gar nicht motivieren könne. Insofern hätten Führungskräfte gar keine bis wenig Möglichkeiten, ihre Mitarbeiter zu besonderen Leistungen zu bewegen, die kläglichen Versuche in diese Richtung seien vielmehr Motivierung statt Motivation.

Was bei der Motivation nicht funktioniert, klappt bei der Demotivation jedoch allemal. Zwar können wir nicht sagen, wie wir positiv auf die Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter einwirken können. Wir wissen aber ziemlich genau, was diese Leistungsbereitschaft nachhaltig stört. Wenn Ihnen auf die Schnelle nichts dazu einfällt, dann gibt Ihnen Christina Galoozis ein paar Denkanstöße: 8 Surefire Ways to Demotivate Your Employees. Hier Ihre Vorschläge:

  1. Kritisieren Sie Ihre Mitarbeiter öffentlich
  2. Vermeiden Sie Anerkennung
  3. Ignorieren Sie die Vorschläge der Mitarbeiter
  4. Setzen Sie unerreichbare Ziele oder Fristen
  5. Vermeiden Sie, Ihre Handlungen zu erläutern oder Unterlagen zu teilen
  6. Arbeiten Sie mit versteckten Drohungen
  7. Missachten Sie kreatives Denken und Problem lösen
  8. Betätigen Sie sich als Micromanager

Unübertroffenes Mittel zur Demotivation der Mitarbeiter ist jedoch der Double Bind. Im Prinzip geht es dabei darum, dem Mitarbeiter eine Anweisung zu geben, die dieser nicht erfüllen kann ohne gegen eine andere (meist versteckte) zu verstoßen. Dies drückt besonders gut ein Zitat aus, das Henry Ford in den Mund gelegt wird:

Ich erwarte von meinen Mitarbeitern, dass sie offen ihre Meinung äußern. Zwar werfe ich Sie dann aus der Firma, aber sie haben meinen Respekt.

In der Praxis findet man derlei Paradoxien sehr oft, gerade auch in Zusammenhang mit angeblichen Unternehmenswerten, die dann im Alltag allzu oft ignoriert werden.

Wenn Sie Führungskraft sind, dann denken Sie nicht allzu sehr über Motivation nach, schließlich sind Sie kein Animateur. Sie haben den lieben langen Tag schon genug damit zu tun, Ihre Mitarbeiter nicht zu demotivieren. Das reicht schon.

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Materialien zur Moderation

Die vergangenen zwei Tage hatte ich das Vergnügen, für Fachkräfte aus dem Automotive Bereich ein Moderationstraining durchführen zu dürfen. Den Teilnehmern habe ich versprochen, in den Weiten des Ozeans Internets nach interessanten Quellen zu diesem Thema zu fischen. Natürlich will ich das Ergebnis der Recherche den ToolBlog-Lesern nicht vorenthalten. Here we go…

Leitfäden zur Moderationsmethode im pdf-Format

  • Entwicklungspolitisches Bildungs- und Informationszentrum e.V. – EPIZ:
    Methodensammlung für Referent_innen (pdf-Datei)
  • Claudia Bremer:
    Präsentation, Moderation und hochschuldidaktische Methoden (pdf-Datei)
  • University of Wisconsin-Madison:
    Facilitator Tool Kit (pdf-Datei)
  • Universität Duisburg-Essen:
    Methodenbar (pdf-Datei)
  • Günter W. Remmert:
    Die Kunst der Moderation (pdf-Datei)
  • Das Kommunikations Kollektiv:
    Moderationsmethoden für Treffen und Workshops (pdf-Datei)
  • Michael Tosch:
    Die moderierte Besprechung (pdf-Datei)
  • Friedrich-Ebert-Stiftung Akademie Management und Politik:
    Vom Chaos  zum Ergebnis (pdf-Datei)

Websites

Beispiele für Workshop-Drehbücher

Wer suchet, der wird auch im Netz Beispiele für fertig ausgearbeitete Workshop-Designs finden. Sie können als Muster für eigene Konzepte dienen. Hier einige Beispiele:

  • Brennert et. al.: Moderierte Gefährdungsbeurteilung (pdf-Datei)
  • DGUV Information 206-007: So geht’s mit Ideen-Treffen (pdf-Datei)

Wenn Sie weitere interessante Links zum Thema haben, dann hinterlassen Sie doch einen Kommentar. Ich freu mich darüber.

Moderation

 

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Von Google lernen, wie man richtig arbeitet

Man kann es drehen, wie man will, Google ist eine der erfolgreichsten Unternehmen, die auf diesem unseren Planeten je gegründet wurden. Um die Arbeitsweise bei Google ranken sich so manche Mythen, Heerscharen von Managern und Menschen, die sich dafür halten, pilgern jedes Jahr ins Silicon Valley nach Mountain View, auf der Suche nach dem Erfolgsrezept von Google.

Eine Reise nach San Francisco und Umgebung lohnt sich m. E. immer, aber wenn Sie nicht dorthin fahren können oder möchten, dann können Sie einige der Arbeitsweisen von und bei Google auch am heimischen Bildschirm studieren.

Unter dem Titel re:Work hat Google ein Portal ins Netz gestellt, auf dem Sie einige wertvolle Informationen, Anleitungen und Fallbeispiele zu den entscheidenden Aspekten effektiver Arbeit finden:

re:Work is organized around some of the biggest ways you can make an impact in your workplace. Each subject contains guides, with tools and insights, for addressing specific challenges

So gibt es Informationen zu:

Für die Aktualität sorgt ein Blog, aber Sie können sich auch über die Aktivitäten auf der Website durch einen Newsletter auf dem Laufenden halten lassen.

Wenn Sie erwartet haben, dass hier Freaks durchgeknallte Arbeitsmethoden vorstellen, dann werden Sie enttäuscht sein. Viele Beispiele und Anregungen sind erstaunlich konventionell und gar nicht so revolutionär, wie oft kolportiert wird.

Das macht aber nichts, nützlich sind die vielen Tipps allemal.

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[Foto von Denys Vitali [via pixabay], (CC0 Public Domain)]

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Die Checkliste für Meetings in Hotels

Als Trainer arbeite ich öfters in Hotels. Ich weiß nicht, wie es meinen Kolleginnen und Kollegen geht, aber mich verbindet mit der Hotellerie ein Art Hassliebe. Ich bin mir sicher, dies beruht auf Gegenseitigkeit, denn manche Vertreter unserer Zunft führen sich auf wie eitle Popdivas, die rundum gepampert werden möchten. Die Zusammenarbeit mit diesen Berufsgenossen ist sicher nicht immer nervenschonend.

Umgekehrt vergessen aber viele Hotelmitarbeiter auch, dass der Seminarraum für ein bis drei Tag(e) mein Arbeitsplatz ist. Ich sehe mich als Vollprofi, der gerne Vollprofis als Partner hat. Leider passiert es immer noch, dass…

  • für alle Teilnehmer ausreichend Getränke auf dem Tisch stehen, ich als Trainer jedoch vergessen wurde
  • ein Bankettmitarbeiter mich schon nach den Pausenzeiten fragt, kaum dass ich den Raum betreten habe. Er/sie fragt aber nicht, ob etwas fehlt oder ich Unterstützung brauche (benötige ich meistens nicht)
  • die Pinnwände alt, wackelig und voller großer Löcher sind. Außerdem stehen sie schief und das „lommelig“ gespannte Pinnwandpapier wurde auf der Rückseite bereits von einem Kollegen vor mir bereits beschrieben
  • die Filzstifte leer sind

Ich habe geschrieben „immer noch“, denn in der Regel gibt positive Beispiele, wo alles reibungslos flutscht, so dass das Arbeiten eine Freude ist.

Aus diesem Grund halte ich die Überschrift des Artikels von Mike Brown in dieser Radikalität für etwas überzogen, wenn er schreibt: 12 Reasons Why Hotel Meeting Rooms Suck for Collaboration. Er führt 12 Gründe auf, die Sie umdrehen und als Checkliste benutzen können. Hier die Punkte aus seiner Liste, die ich für relevant halte:

  • Die Hotels stopfen zu viele Leute in einen Raum
    Das stimmt leider zu oft. Deshalb achten Sie genau darauf, von welcher Sitzordnung die Bankettmitarbeiter ausgehen. Bei Parlamentsbestuhlung passen mehr Leute in einen Raum als bei einem Stuhlkreis. Besonders wichtig ist dies bei speziellen Konferenzformen wie OpenSpace oder World Café.
  • Die Teilnehmer können sich nicht bewegen
    Das korreliert stark mit dem o.a. Punkt. Rechnen Sie bei der Quadratmeterzahl großzügig und achten Sie auch auf bauliche Gegebenheiten (Säulen, Ecken etc.).
  • Es gibt keine Wände, um Flipchart-Blätter usw. aufzuhängen
    Achten Sie darauf, dass Sie genug große glatte Flächen haben, auf denen Sie Flipcharts mit der Arbeitsergebnissen hängen können. Wände tapeziert mit Raufaser und vollgehängt mit Bildern sind nicht geeignet.
  • Lichter direkt über Projektionsfläche
    Wenn Sie einen Datenprojektor benutzen, achten Sie darauf, dass Ihre Folien auch gesehen werden können. Oft ist es in der Umgebung der Projektionsfläche zu hell.
  • Das Bankettpersonal möchte die Kaffeepause unbedingt im Besprechungsraum aufbauen
    Auch ich möchte das nicht so gerne, denn meistens nimmt der Aufbau zu viel Platz weg, den man für andere Sachen braucht. Achten Sie darauf, mit dem Hotelpersonal vorher zu vereinbaren, wie Sie Getränke und Snacks geliefert haben möchten.
  • Die Räumlichkeiten erlauben es den Präsentierenden nicht, umherzulaufen
    Oft sind die Räume für das Reden schwingen optimiert, nicht für das Präsentieren. Achten Sie auf genug Raum für Teilnehmer, die präsentieren müssen.
  • In den Besprechungsräumen können nicht verschiedene Sitzordnungen eingenommen werden
    Das ist wieder das Problem mit der Größe. Sie können dieses Problem auch lösen, indem Sie dafür sorgen, dass die Teilnehmer sich in geeignete Gruppenräume begeben können.

Wie gesagt, die anderen Punkte, die Mike aufführt, habe ich so noch nicht erlebt.

Für mich am wichtigsten ist jedoch, dass die Bankettmitarbeiter flexibel sind. Ich muss es auch sein, denn manchmal muss man das Konzept noch kurz vor der Veranstaltung abändern. Da hilft es ungemein, wenn der Partner mitzieht.

In der Regel funktioniert das auch. Aber Sie wissen ja, keine Regel ohne Ausnahme.

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Schleimen, aber richtig!

Wir kennen Sie alle, die netten Kolleginnen und/oder Kollegen, die anderen Honig um den Bart schmieren, um sich dadurch Vorteile zu verschaffen. Diese liebenswürdigen Zeitgenossen treten nahezu überall auf: Schon in der Schule, an der Uni, bei der Bundeswehr und eben auch am Arbeitsplatz. Im Englischen gebraucht man für dieses Verhalten den Ausdruck “to schmooze”.

Wenn Sie ebenfalls durch Schmeicheleien Erfolg haben wollen, dann stellen Sie es bitte richtig an und folgen den Tipps von Adi Gaskell: Research Looks At How People Schmooze Effectively. Adi bezieht sich in seinem Artikel auf eine Studie der Kellogg Business School von 2010, in der sieben Kernkompetenzen für erfolgreiches Schleimen identifiziert wurden:

  1. Schmeicheln durch Bitte um einen Ratschlag
    Der Schmeichler geht in die Unterlegenheitsposition und bittet den Umschmeichelten um einen Ratschlag: “Sie sind doch ausgewiesener Experte für diese Problem. Können Sie mir einen Tipp geben, wie ich es lösen könnte?”
  2. Das scheinbare Dagegenhalten
    Man stimmt nicht sofort zu, sondern muss scheinbar erst überzeugt werden: “Zuerst war ich ja skeptisch, aber Ihre Argumente haben mich doch überzeugt.”
  3. Das soziale Schmeicheln
    Man lobt den anderen in dessen sozialen Umfeld in der Hoffnung, dass das Lob schließlich über Dritte zu ihm durchdringt.
  4. Die Schmeichelei, die sich hinter Scham versteckt
    Der Schmeichler gibt vor, den Anderen nicht in Verlegenheit bringen zu wollen: “Ich möchte Sie nicht in Verlegenheit bringen, aber Ihre Präsentation war wirklich überzeugend.”
  5. Schmeicheln durch Zustimmung
    Das ist selbsterklärend: “Ich bin wie Sie der Meinung, dass wir gegenüber den Lieferanten Härte zeigen müssen.”
  6. Schmeicheln durch soziale Anpassung
    Man versucht, über die Kontakte des “Ziels” etwas über dessen Vorlieben und Meinungen herauszufinden. Bei Gelegenheit zeigt man dann, dass man genau derselben Meinung ist.
  7. Schmeicheln durch ähnliche Ansichten
    Hier gilt es, die Vorlieben und Meinungen des zu Umschmeichelnden herauszufinden um dann bei Gelegenheit positiv darauf einzugehen: Wenn man weiß, dass das “Ziel” Fan des FC Bayern München ist, dann lässt man bei Gelegenheit durchblicken, wie toll die Sturmspitze der Mannschaft im letzten Spiel agiert hat und dass man überhaupt auch Fan dieses Vereins ist.

Sie merken schon, wir bewegen uns hier auf dünnem Eis. Schließlich dienen z.B. Ähnlichkeiten dem erfolgreichen Aufbau von Rapport zwischen Menschen. Wie kann man also ein echtes Kompliment von einer bloßen Schmeichelei unterscheiden? Laut der von Adi zitierten Studie ist es die Authentizität, die den Unterschied macht. Oder anders herum: Ist das Kompliment ehrlich gemeint oder dient es nur einem bestimmten Zweck? Das herauszufinden, dürfte nicht immer einfach sein. Für alle Beteiligten übrigens , denn auch der Schmeichler schmeichelt nicht immer bei vollem Bewusstsein.

Wenn Sie bislang angenommen haben, dass Schmeicheln erfolgreich sei, dann können Sie sich zurücklehnen. Sie liegen damit laut der Studie richtig. Stellt sich dennoch die Frage, ob Sie auf diese Weise vorwärts kommen möchten.

Sie entscheiden.

20110106111128!Begruessung

Bild: Paul Klee (1903): Zwei Männer, einander in höherer Stellung vermutend, begegnen sich (Public Domain)

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Wie Sie mit FindTime Meetings arrangieren

Wenn Sie öfters Mitmenschen zu einer virtuellen oder “echten” Besprechung zusammentrommeln müssen, dann kennen Sie das Problem. Das Finden eines Termins, zu dem alle anwesend sein können, ähnelt mitunter der Quadratur des Kreises. Wenn die Beteiligten dann auch noch in unterschiedlichen Zeitzonen arbeiten, ist das Chaos perfekt.

Aber keine Sorge, es gibt auch dafür einschlägige Apps. Die meisten Leserinnen und Leser kennen sicher Doodle, mit dessen Hilfe auf einfache Weise gemeinsame Termine gefunden werden können. Das Prinzip ist einfach. Der Einladende schlägt ein paar Termine zur Auswahl vor und die Eingeladenen kreuzen an, an welchen sie können. Zum Schluss wird zusammengezählt, welcher Termin die meisten Kreuzchen bekommen hat und voilà, das Meeting kann beginnen.

Wenn Sie Abonnent von Office 365 sind, dann kann ich Ihnen auch FindTime empfehlen. Bei dieser App handelt es sich um ein Plug-in für Outlook aus dem Hause Microsoft. Mit dem Programm können Sie gemeinsame Termine finden, vorschlagen  und vereinbaren können, ohne Outlook verlassen zu müssen. Der Erweiterung hat Microsoft eine eigene Seite gewidmet, auf der Sie sie auch kostenfrei herunterladen können. Was die Software kann und wie sie funktioniert, zeigt dieses nette Filmchen:

Entgegen der sonstigen Gepflogenheiten des Hauses gibt es dieses Mal sogar eine brauchbare Bedienungsanleitung in fünf Schritten auf der Seite “Tips and Hacks”:

  1. Use optional attendees for faster scheduling
  2. Use smarter recommendations
  3. Use your dashboard for quick edits
  4. Schedule meetings on the go
  5. Skype call like a pro

Auch wenn ich noch nicht die letzten Winkel von FindTime durchforstet habe, so sind die ersten Erfahrungen doch sehr vielversprechend. Für mich eines der Programme, die zeigen, das der Tanker Microsoft durchaus kann, wenn er will.

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