Kategorie-Archiv: Kleine Kniffe

Richtig Ziele formulieren in vier Schritten

Ich gestehe, zu Zielen habe ich ein ambivalentes Verhältnis, denn ich muss dabei immer an das Zitat aus BrechtsDreigroschenoper” denken:







Ja, mach nur einen Plan und sei ein großes Licht,
dann mach noch einen zweiten Plan,
gehn tun sie beide nicht.

Allerdings hadere ich eher mit den ganz großen hehren Lebenszielen. Gegen kleine Etappenziele mit dem Zeithorizont von bis zu drei (meinetwegen auch fünf Jahren) habe ich nichts einzuwenden, denn vielen von uns geben Sie eine Orientierung. Es gibt sogar Leute, die behaupten, nur so könne man sinnvoll Prioritäten setzen.

Wie auch immer, Bryan Clark beschreibt in seinem Artikel “How to Build Effective Goals in 4 Easy Steps”, wie Sie beim Formulieren effektiver Ziele vorgehen können:

  1. Formulieren Sie den gewünschten Endzustand
    Beispiel: Ich möchte Spanisch sprechen
  2. Zerlegen Sie das Ziel in drei Unterziele
    Beispiel: (1) Ich möchte eine spanische Zeitung lesen, (2) Ich möchte mit spanischen Tourismus-Websites meinen Urlaub planen, (3) Ich möchte mich in der Kneipe mit Spaniern unterhalten können
  3. Stellen Sie einen Maßnahmenplan dafür auf
    Beispiel: Ich erfülle jeden Tag mein Pensum auf duolingo. Ich besuche dreimal pro Woche die Seite VeinteMundos und versuche, die Beiträge zu verstehen.
  4. Formulieren Sie Wenn-Dann-Ziele
    Wenn ich ein Wort nicht verstehe, nehme ich es in meine Wortschatz-Kartei auf.

Mir gefällt an dieser Vorgehensweise, dass sie “auf dem Boden” bleibt und alltagstauglich ist.

BTW: Ich lerne tatsächlich auf diese Weise Spanisch.

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Wie Sie aus einer E-Mail eine Aufgabe machen (MS Outlook)

Ich neige ja nicht zu Superlativen. Aber wenn es eine Art Wirkungsgrad für Nützlichkeit gäbe, dann wäre dieser Kniff ganz oben auf der Hitliste: Converting Outlook Emails into Tasks.

In Zeiten des papierlosenarmen Büros kommen die meisten Informationen per E-Mail in den virtuellen Briefkasten geflattert. Bei der Durchsicht müssen Sie entscheiden, was mit den E-Mails zu tun ist. Folgende Wahlmöglichkeiten stehen zur Verfügung:

  1. Sie können die Nachricht wegwerfen
  2. Sie können die Nachricht aufheben
  3. Sie müssen aufgrund der Nachricht etwas tun

In letzterem Fall macht es Ihnen MS Outlook sehr einfach. Schließlich handelt es sich bei dem Programm um ein integriertes Managementsystem. Wie Sie in Outlook eine E-Mail in eine Aufgabe überführen, zeigt Ihnen der o.a. Artikel. Eigentlich ist das ganz einfach. Sie ziehen die E-Mail mit gedrückter Maustaste per Drag & Drop unten links auf den Tab Aufgaben. Dann haben Sie den Text des E-Mails in das Notizfeld der Aufgabe notiert. Oder Sie machen das Ganze mit der gedrückten rechten Maustaste. Dann können Sie entscheiden, ob Sie die E-Mail in das Notizfeld der Aufgabe kopieren oder verschieben möchten. Ich empfehle grundsätzlich das Kopieren.

Wem das jetzt zu schnell war, der vertiefe sich in den Artikel. Dort wird der Vorgang genauer und vor allem mit Hilfe von Screenshots beschrieben.

Sie können übrigens auch neue Kontakte aus E-Mails erzeugen. Das Prozedere ist das gleiche, nur ziehen Sie die Nachricht über den Tab “Kontakte”. Wenn die E-Mail eine geeignete Signatur hatte, werden die wichtigen Daten sofort in das Kontaktformular eingetragen. Probieren Sie es mal aus. Schluss mit Cut & Paste!

Ganz so komfortabel geht es bei anderen Aufgabenplanern nicht, aber es geht. Wie, habe ich vor kurzem auf diesem Bildschirm beschrieben: Wie Sie aus E-Mails Aufgaben machen.

[Foto von geralt [via pixabay], (CC0 Public Domain)]

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Praxistipps für Pendler

Als ich noch in der Papierfabrik gearbeitet habe, benutzte ich für den Weg zur und von der Arbeit mein Fahrrad. Hin und Zurück waren das etwa zehn Kilometer, Berg rauf und Berg runter. Groß war diese Distanz sicherlich nicht, aber die Tour leistete einen wesentlichen Beitrag zur gesundheitlichen Grundinstandhaltung. Zumindest meiner subjektiven Beobachtung nach fahren mittlerweile viele Mitarbeiter mit dem Fahrrad zur Arbeit, gerne auch weitere Strecken. Das ist löblich und das Zentralorgan, das Herz, wird es seinen Eigentümern danken.

Aber es gibt nach wie vor Mitmenschen, die auf das Fahrrad verzichten, aus welchen Gründen auch immer und im Auto oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit pendeln. Für diese hat das Auto Insurance Center eine Infografic mit Tipps zum Pendeln veröffentlicht: 6 Ways To Reduce Commuter Stress. „Achtsam pendeln“, heißt einer der Tipps, die die Autoren für uns bereit halten. Nun ja.

BTW: Eines der Bilder zeigt eine Dame, die sich im Bus (oder der Bahn) gut festhält. Ich kann das nur unterstreichen. Kürzlich durfte ich in Berlin erleben, wie die Tram eine Vollbremsung aus dem Schritttempo hingelegt hat. Manche der Fahrgäste hatten sich nicht festgehalten, da sie sich schon in Richtung Tür bewegt hatten. Die fanden sich nach dem Bremsmanöver sämtlich auf dem Boden wieder. Ein eindrucksvolle Vorführung in Experimentalphysik. Halten Sie sich also fest, auch wenn die Bahn vermeintlich im Schneckentempo unterwegs ist. So ein Sturz kann weh tun.

Hier die Infografik [via Lifehacker]:

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10 coole Browsertricks

Dies ist zwar nur ein ultrakurzer Blogpost, dennoch ist der Artikel von Dan Price einen Hinweis wert: 10 Cool Browser Tricks to Help You Use the Internet Like a Pro. Diese Tipps werde ich mir merken:

  • Wiederherstellen eines versehentlich geschlossenen Tabs (Ctrl + Shift + T)
  • Laden verschwundener Websites mittels Internet Archive
  • Markieren einer Webadresse (Ctrl + L)
  • Navigieren innerhalb der geöffneten Tabs (Ctrl + Tab nach rechts, Ctrl + Shift + Tab nach links)

Haben Sie auch irgendwelche Browsertricks auf Lager?

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Wie Sie ein Buch einmal zweimal lesen

Nicht erst seit Ebbinghaus wissen wir, dass sinnvolle Wiederholung ein Grundprinzip erfolgreichen Lernens und manchmal auch Verstehens ist. Nun gibt es auch tatsächlich Bücher, die ich gerne zweimal gelesen hätte. “Hätte” deshalb, weil bislang “der Wille zwar vorhanden, aber das Fleisch zu schwach war”, wie der Volksmund sagt. Vielleicht ist es Zeit für mich, einen neuen Anlauf zu wagen.

Mark Forster kennen wir aus seinen Büchern als ausgewiesenen Zeitmanagement-Experten. In seinem Artikel “How to Read a Book Once Twice” beschreibt er einen Kniff, wie Sie ein Buch zweimal lesen können und es trotzdem nur einmal in die Hand zu nehmen brauchen. Und so geht es:

  1. Besorgen Sie sich zwei magnetische Lesezeichen oder Book Darts.
  2. Stecken Sie beide Lesezeichen in die Startseite des Buches.
  3. Wenn Sie aufhören zu lesen, stecken Sie eine der beiden Lesezeichen an die Seite, auf der Sie zu lesen aufgehört haben.
  4. Wenn Sie das Lesen wieder aufnehmen, dann beginnen Sie das Buch wieder von vorne. Lesen Sie so viel wie Sie möchten und stecken dann das zweite Lesezeichen an die Seite, wo Sie jetzt das Lesen beenden.
  5. Wenn Sie jetzt das nächste Mal lesen, beginnen Sie an der Seite, an der das Lesezeichen steckt, das dem Anfang des Buchs am nächsten ist und beenden Sie Ihre Lektüre, indem Sie dieses Lesezeichen an ebendiese Seite stecken, wo Sie das Lesen unterbrechen.
  6. Wiederholen Sie Punkt 5 so oft, bis Sie mit beiden Lesezeichen am Schluss des Buchs angelangt sind.

Der zeitliche Aufwand für diese Lesetechnik ist bei weitem nicht so hoch, wie wir vielleicht vermuten würden, behauptet Mark Forster. Auch sei das Lesen wesentlich entspannter. Ich kann das alles nicht bestätigen, werde diese Methode aber auf jeden Fall bei meinem nächsten Krimi oder Thriller einmal ausprobieren. Besonders bei spannenden Exemplaren habe ich manchmal das problem, dass ich vor lauter Nervenkitzel schneller lese als mein Gehirn mitkommt.  Auf diese Weise habe ich schon so manche wichtige Wendung verpasst.  Ich kann mir auch vorstellen, mit dieser Technik fremdsprachige Literatur besser verarbeiten zu können.

Es lohnt sich übrigens, auch die Kommentare zu Forsters Blogpost zu überfliegen. Hier finden Sie Erfahrungsberichte und wertvolle Ergänzungen.

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Die automatische Zusammenfassung: Der XMind Summarizer

Ich weiß nicht, ob Sie sich an wikimindmap erinnern können. Ich hatte diese Webanwendung hier im ToolBlog schon einmal vorgestellt, zu Zeiten, als das Wünschen noch geholfen hat. Dieses pfiffige Tool bastelt vollautomatisch aus Wikipedia-Artikel Mind Maps, die Sie dann als FreeMind-Dateien herunterladen können. Oder anders ausgedrückt, diese App fasst den Inhalt von Wikipedia-Artikel als Mind Map zusammen. Mind Maps eignen sich zu diesem Zweck ja auch überaus gut, wie wir alle wissen.

Für das Mind Mapping Programm meiner Wahl, XMind, gibt es ein Plugin, das ebenfalls der Zusammenfassung von Texten dient: XMind Summarizer. Vor einiger Zeit erschien im Blog von XMind ein Artikel, der diese Erweiterung vorstellt. In erster Linie können Sie damit ebenfalls Wikipedia-Beiträge vermindmappen, aber auch andere Websites können auf diese Weise verarbeitet werden. In dem o.a. Artikel wird die Vorgehensweise für beide Varianten beschrieben.

Offensichtlich war das Plugin nicht allzu populär, denn die Weiterentwicklung wurde eingestellt. Schade einerseits, doch andererseits gibt es auch etwas Gutes im Schlechten: Sie können die Erweiterung kostenlos herunterladen.

Wenn Ihnen Mind Maps als Form der Zusammenfassung nicht gefallen dann versuchen Sie doch

Automatisches Zusammenfassen ist übrigens auch mit dem Mac möglich. Wie das geht, zeigt Ihnen Justin Pot in seinem Artikel “Summarize Any Text Using This Hidden Mac Tool”. Bis zur Version 2007 ging das auch in MS Word. Warum die Microsoftler dieses Feature in Word 2010 abgeschafft haben, wissen sie vermutlich selber nicht.

Für mich ist das alles ohnehin nicht das Wahre, ich ziehe Mind Maps vor, allerdings nicht die automatischen, sondern die handgemachten.

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Wie Sie sich mit Textdateien organisieren können

Ich muss zugeben, dass ich mich bei der Nutzung von Software im allgemeinen und von Apps im besonderen nicht gerade rational verhalte. Wenn ich ein bestimmtes Problem vor der Brust habe, dann schaue ich meist sofort, ob es “eine App dafür” gibt. Viel sinnvoller wäre es oft, die Programme, die bereits auf meinen Rechenknechten laufen, richtig zu erlernen und dann entsprechend einzusetzen. Robin Williams hat das ein einer ihrer Bücher auf den Punkt gebracht:

Know Your Tools!

Allerdings bin auch ich lernfähig und habe meinen Appetit nach immer mehr Software schon gewaltig gezügelt. Das Mininmalismusprinzip fasziniert mich in den letzten Monaten sehr, nicht nur in der Software, sondern in allen Bereichen des Lebens. “So einfach wie möglich, so kompliziert wie nötig”, lautet die Devise.

Vor diesem Hintergrund hat mich der  Artikel von Belle Beth Cooper ganz besonders angesprungen: Ten Clever Uses for Plain Text Files That Can Increase Your Productivity. In dem Beitrag geht es um das wohl einfachste Dateiformat überhaupt:

*.txt

Diese Dateien sind einfach zu erstellen, es gibt keine Synchronisationsprobleme zwischen Rechner mit unterschiedlichen Betriebssystemen. Schlank sind sie sowieso. Belle gibt uns folgende Tipps für den Gebrauch von Textfiles:

  1. Schreiben einer Art Notiz für jeden Tag (“Write Every Day” File)
  2. Erstellen und Verwalten einer To-do-Liste
    (man denke hier an Gina Trapanis Todo.txt)
  3. Pflegen einer “Heute erledigt”- Liste
  4. Aufstellen einer Liste für die komplette Woche
  5. Führen eins Tagebuchs
  6. Sammeln von Ideen mit und ohne Brainstorming
  7. Speichern von eigenen Daten zum Self-Tracking
  8. Organisieren von Produktanforderungen
  9. Aufgaben, zusammengefasst in Ordnern auf dem Desktop
    (Belle empfiehlt, einzelne Aufgaben in Ordnern auf dem Desktop abzulegen um sie so z.B. zu bestimmten Projekten zuordnen zu können. Ich möchte dem nicht folgen, denn m.E. wird das schnell unübersichtlich.)
  10. Erinnerung an die eine einzige Aufgabe, die unbedingt heute zu erledigen ist

In dem Artikel empfiehlt Belle noch einige mehr oder weniger bekannte Tools zum Erstellen einfacher Texte. Meistens handelt es sich dabei um mehr oder weniger bekannte MarkDown-Editoren für alle möglichen Plattformen.

Die Verwendung einfacher Textdateien hat für mich schon einen besonderen Charme. Allzuviel Spielereien sind nicht möglich und diese Beschränkung schärft den Blick auf das Wesentliche.

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Nachtrag 18.2.16

Dieser Tweet hat mich gestern noch erreicht. Die Lektüre wird ausdrücklich empfohlen:

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So überführen Sie ein Textformat in jedes andere

Aus gegebenem Anlass, wie es so schön heißt, habe ich ein bisschen in den Weiten des Netz gesurft, um eine Lösung für folgenden Problem zu finden:

Wie überführt man eine Markdown – Datei in eine Word – Datei?

Und siehe da, wer suchet, der findet. Ich bin auf ein Plugin für Word mit dem Namen Writage gestoßen. Das kleine Programm nistet sich ohne groß Aufhebens zu machen in Word ein und ist dort erst einmal überhaupt nicht zu sehen. Es kommt erst zum Tragen, wenn Sie eine Datei öffnen oder speichern. In ersterem Fall wählen Sie einfach den Dateityp “Markdown” und schon bekommen Sie alle entsprechenden Dateien im Auswahlfenster angezeigt. Wenn Sie es dann laden, reiben Sie sich die Augen, denn Sie finden ein wunderschön formatiertes Dokument in Ihrem Word-Editor-Fenster vor.  Möchten Sie hingegen eine Word-Datei im Markdown-Format speichern, dann wählen Sie bei “Speichern unter” einfach die entsprechende Option.

Writage setzt übrigens auf ein Utility namens Pandoc auf. “Pan” ist das griechische Wort für “jedes” und der Name ist Programm. Sie können tatsächlich nahezu jedes Textdateiformat in nahezu jedes andere überführen: HTML, Word, OpenOffice, LaTeX, pdf und was es sonst noch alles so gibt.
Allerdings ist die Bedienung nicht ganz so komfortabel, wie wir Augentiere es mittlerweile gewohnt sind. Sie müssen nämlich z. B. in Windows über die Befehlszeile gehen und dort die entsprechenden Befehle eintippen. Aber keine Sorge, die Dokumentation von Pandoc lässt keine Wünsche übrig, sie finden dort Erklärungen in Hülle und Fülle. Außerdem bin ich mir sicher, findet man auch ein entsprechendes GUI, wenn man lange genug sucht. Writage ist ja auch so etwas ähnliches.

Pandoc läuft übrigens auf nahezu allen denkbaren Plattformen und ist ummesonscht. Ein Helferlein, das tut, was es soll. Was will man mehr?

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Die Liste wirklich nützlicher Internettricks

Ich gebe zu, Reddit ist eine Webanwendung, deren Nutzen sich mir bislang noch nicht erschlossen hat, vermutlich weil ich die Philosophie dahinter einfach nicht begreife.

Nicht allen geht es so und es gibt durchaus Leute, die einen Nutzen aus den Posts bei Reddit ziehen. Die Autoren von WhatToDoWhenBored (der Name ist gut!) haben aus einem  einschlägigen Thread bei Reddit einige Perlen herausgefischt: 21 Cool Internet Tricks to Revolutionize Your Browsing. Hier erfahren Sie unter anderem:

  • Wie man den Vorspann bei youtube-Videos umgeht
  • Wie man effizient mit Browser-Tabs umgeht
  • Wie Sie in Null Komma Nix Ihren Browser Cache löschen
  • Wie Sie länderspezifische Websites ansurfen könnten, die Sie eigentlich gar nicht öffnen dürften

Das ist natürlich noch nicht alles. “Jedem Kind seinen Luftballon”, heißt es im Volksmund und so muss ich es Ihnen überlassen, was Sie für praktisch halten. Die Bedürfnisse sind einfach zu verschieden.
Ein Blick auf die Liste lohnt sich aber allemal!

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Falsche Annahmen über E-Mail

Wir alle schimpfen über das Medium E-Mail, teils vollkommen zu Recht, teils aber auch zu Unrecht, wie Skip Prichard meint. In seinem Artikel „10 Email Productivity Myths“ räumt er mit den zehn bekanntesten E-Mail-Irrtümern auf:

  1. E-Mail ist einer der größten Zeitdiebe
  2. Antworte niemals allen Adressaten, weil Du sonst die Posteingänge zustopfst
  3. Verzichte komplett auf eine Antwort
  4. Benutze BCC 
  5. Greifen Sie zum Telefon anstatt eine Mail zu schicken
  6. Schauen Sie nie morgens in den Eingangskorb
  7. Schauen Sie nie abends in den Eingangskorb
  8. Begrenzen Sie die Zeit für die Bearbeitung von E-Mails
  9. Schreiben Sie E-Mails um sich abzusichern
  10. Benutzen Sie geeignete Filter

Wenn Sie nun erwarten, dass Skip diese Regeln in Bausch und Bogen verdammt, dann täuschen Sie sich, vielmehr definiert er zumeist die Ausnahmen, wann Sie eine der o.a. eben doch missachten sollten.

Mein Kommentar:

zu 1) Ich denke, dass E-Mail einer der größten Zeitdiebe sein kann, wenn man kein System hat, die E-Mails zu verarbeiten. Wie so etwas gehen kann, zeigt zum Beispiel Michael Linenberger.

zu 4) BCC ist bei mir durchaus in Gebrauch. Oft schicke ich meiner Frau eine solche Blindkopie, wenn ich z.B. auf eine Kundenanfrage antworte. Meine Frau, die auch mein Sekretariat betreut, ist dann im Bilde, den Kunden interessiert das eher nicht.

zu 6 und 7) Dem Ratschlag, nicht morgens gleich als erstes den Eingangskorb zu leeren, kann ich einiges abgewinnen, warum ich aber abends darauf verzichten soll, erschließt sich mir nicht. Schließlich bin ich ein Freund des leeren Posteingangs am Ende eines Arbeitstages. Ansonsten sollte man sich beim Checken des Posteingangs auf einige wenige Male am Tag beschränken.

zu 9) Es war schon immer meine Ansicht, dass man an der Anzahl CC’s auf dem Verteile erkennen kann, wie ausgeprägt die Absicherungsmentalität in einem Unternehmen ist. Ich lese in der Regel E-Mails nicht, die mich unter CC erreichen. Allenfalls werden sie in einem eigenen Ordner gespeichert, sollte ich einmal auf eine Nachricht angesprochen werden. Was aber so gut wie nie passiert.

zu 10) Das kann man machen, aber bitte benutzen Sie niemals einen Filter zur Umgehung des Posteingangs. Das kann böse Folgen haben.

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E-Mail: Kleine Tricks mit großer Wirkung

Sie kennen sicher das ökonomische Prinzip. Hier stellt man sich die Frage, wie man mit möglichst wenig Aufwand möglichst viel erreichen kann. Oder andersherum: Wie erreiche ich die größtmögliche Effizienz?

Warum soll das nicht auch für den Umgang mit E-Mails gelten, hat sich Lily Herman gefragt und gibt die Antwort in ihren Artikel “9 Small Changes That’ll Make Your Emails Way More Professional”. Hier sind ihre Tipps:

  1. Schreiben Sie ein zielgerichtetes Betreff
  2. Schreiben Sie Ihre E-Mail vom Ende her
  3. Stellen Sie die Nachricht in den entsprechenden Kontext
  4. Verwenden Sie Zwischenräume
  5. Bleiben Sie bei einem einzigen Schrifttyp
  6. Schreiben Sie fett oder unterstreichen Sie, aber nur, wenn wirklich notwendig
  7. Lesen Sie vor dem Abschicken gründlich Korrektur
  8. Halten Sie Ihre Signatur einfach
  9. Wenn notwendig, benutzen Sie BCC

Natürlich möchte ich auch meinen Senf noch dazu geben…

zu 1) Volle Zustimmung! Bitte zwingen Sie den Adressaten nicht dazu, die ganze Nachricht lesen zu müssen, bevor er/sie entscheiden kann, was dann zu tun ist. Ein zielgerichtetes Betreff erleichtert die Durchsicht des Posteingangs. Noch besser: Sie schreiben gleich in das Betreff, was Sie erwarten:

  • Bitte um Entscheidung: Neuanschaffung Werkzeugmaschine Halle 36
  • Bitte um Rückruf: Protokoll Besprechung “Reklamationen” vom 23.11.
  • FYI: Besuchsbericht Messe Frankfurt 2015

zu 2) Dieser Tipp geht in eine ähnliche Richtung. Schreiben Sie am Anfang, was Sie möchten und was der Adressat tun soll. Danach kommt die Ausführung, warum und wieso.

zu 3) Der Angeschriebene soll die Botschaft so schnell wie möglich einordnen können.

zu 4, 5 und 6) Diese Hinweise dienen der besseren Lesbarkeit. Ich selbst bin übrigens Fan von reinen Textmails und lehne HTML-Mails ab. Aus vielen Gründen. Unterstreichen können Sie in Textnachrichten übrigens so.

zu 7) Darauf kann man gar nicht oft genug hinweisen. Durch missverständliche E-Mail wurde schon so manche Katastrophe ausgelöst!

zu 8) Da haben wir in Deutschland im Geschäftsleben nicht allzu viel Möglichkeiten. Bei uns gibt es bekanntlich für alles Regeln.

zu 9) Dieser Tipp erschließt sich mir nicht so ganz. Klar, wenn sinnvoll, verwenden Sie diese Funktion, ansonsten lassen Sie es eben.

Eigentlich Selbstverständlichkeiten, oder?

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Lernen Sie die besten Kartentricks

Dieser Artikel wendet sich zwar nicht nur an die männliche Leserschaft, aber dennoch…
In meinen jungen Jahren habe ich während einer Tagung eine wichtige Erfahrung gemacht. Sie können gut aussehen wie Brad Pitt und charmant sein wie Sean Connery, wenn ein männlicher Konkurrent Karten- oder andere Zaubertricks beherrscht, dann haben Sie ausgespielt. Im wahrsten Sinn des Wortes. Die Frauen hängen an den Lippen des Magiers und der Rest der Männer sitzt belämmert daneben.

Aber Sie müssen nicht verzweifeln, denn diese Tricks lassen sich lernen. Wenn Sie in Zukunft auch unter die Salonlöwen gehen möchten, dann empfehle ich Ihnen die Website „How To Do Card Tricks“. Aus der Beschreibung der Website:

What this page aims to do is share some of the best tricks and illusions know how with you. You will find some of the basic card sleights and some performance tips on the links on this page.

Der Vorteil der Karten gegenüber anderem Zauberequipment: So einen Stoß Karten nimmt nicht viel Platz weg, Sie können die Karten immer dabei haben.

Bevor Sie auf Fehlannahmen treffen, muss ich Ihnen sagen, dass ich bis zum heutigen Tag keinen einzigen Kartentrick beherrsche. Allerdings möchte ich gerne damit anfangen. Und dann rate ich Ihnen, mir nicht während einer Party in die Quere zu kommen. Sie werden verlieren!

BTW: Es gibt Kollegen, die Zaubertricks ernsthaft während Ihrer Seminar einsetzen und die Illlusion als Metafern verwenden. Auch dafür gibt es Literatur. Zum Beispiel das Buch von Ed Rose. Ich persönlich bin auf diesem Gebiet nicht unterwegs. Wie gesagt, noch nicht. 😉

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Evernote von hinten bis vorn

Ein Programm, das ich täglich nutze, ist Evernote. Noch, denn langsam wird mir das Programm zu überladen. Vielleicht werde ich aus diesem Grund doch noch irgendwann der Konkurrenz von Microsoft eine Chance geben.

Wie mächtig Evernote mittlerweile ist, lässt der Beitrag von Cindy Grigg erahnen: Free List of 150 Tricks and Tips to Get the Most Out of Evernote. Eigentlich handelt es sich bei der Liste um eine Überliste, auf der wieder weitere (Unter-)Listen verzeichnet sind. Sie finden aber auch spezielle Tipps zur Verwendung von Evernote im Studium, zur Jobsuche (!) oder für das Reisen.

Neben Cindys Liste habe ich aber noch einige andere Artikel zu Evernote gefunden, die ich Ihnen nicht vorenthalten möchte:

So, ich finde, jetzt muss es aber auch mal wieder gut sein mit Evernote. Wo Sie gute Tipps und Tricks in deutscher Sprache finden, wissen Sie ja: Bei Evernote für Pfiffige.

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50 Tricks für mehr Gehirnschmalz

Eigentlich sollte hier und heute der 2. Artikel zur Nachlese des PMCamps in Dornbirn erscheinen. Leider habe ich gestern Abend auf den falschen Knopf gedrückt.

Aus diesem Grund bin ich heute etwas faul und verweise auf eine Infografik mit dem Titel „50 Productivity Tips to Boost Your Brainpower“. Sehen Sie hier:

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5 Apps für professionelles Schummeln

Mit diesem Beitrag begibt sich das ToolBlog auf die dunkle Seite der Macht. Es geht nämlich ums Besch… Schummeln und dies in höchst professioneller Weise.

Denken Sie an folgendes Szenario: Ein Freund bittet Sie um einen Gefallen, den Sie eigentlich nicht abschlagen können. Aber Ihre Lust dazu hält sich in sehr engen Grenzen. Also muss ein passende Ausrede her. Wenn Sie nicht besonders kreativ sind und ihnen gerade keine passende einfällt, dann greifen Sie zur App „Got This Thing“. Diese müllt Ihren Kalender auf dem Smartphone derartig mit Terminen zu, dass für die Bitte Ihres Freundes garantiert kein Platz mehr bleibt. Sie würden ja gerne, aber leider, leider…
Wie das praktisch funktioniert, erklären diese zwei sympathischen Herren hier:

Wenn Sie eine kurze Pause vom Bildschirm brauchen, dann ist vielleicht „FakeUpdate“ die richtige App für Sie. Dort werden Ihnen die unterschiedlichen Bildschirme für ein Fake-Update oder andere technische Unterbrechungen zur Verfügung gestellt. Solange so ein Bildschirm zu sehen ist, können Sie nicht arbeiten, ist doch klar, weiß doch jeder. Übrigens werden auch die Mac-User bedient. Nur kommt die Schummelei vielleicht nicht so glaubhaft rüber.
Wenn man den Entwickler von „FakeUpdate“ zuhört, dann ahnt man, warum gerade er diese Website entwickelt hat. Überzeugen Sie sich selbst.

Ich selbst habe diese Perlen übrigens nicht selbst ausgegraben, denn ich würde natürlich nie auf diese Weise schummeln. Vielmehr war das Justin Pot in seinem Artikel „5 Delightfully Evil Sites That Generate Excuses for You“.

Neben den obengenannten Programmen finden Sie in o.a. Beitrag auch noch je eines für Verzögerungen, für das Zuhause-Bleiben und das Zu-spät-kommen.
Inwieweit sich diese Programme auch in Deutschland einsetzten lassen, konnte ich nicht klären.

Natürlich distanziere ich mich nach- und ausdrücklich vom Einsatz derartiger unmoralischer Software. Ich würde so etwas nie anwenden. Gar niemals nicht.

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100 Tricks für mehr Produktivität

Wie die Anhänger von KVP oder Kaizen wissen, sind es oft die vielen kleinen Schritte, die zum Erfolg führen und nicht die vermeintlich großen Würfe. 100 dieser kleinen Schitte sind auch in einer Liste aufgeführt, die bei Noisly erschienen ist: 100 Hacks To Get Things Done – The Ultimate Productivity List. Sie erhalten Hinweise aus den Kategorien:

  • Fokussierung
  • Ernährung
  • Motivation
  • Zeitmanagement
  • Tätigkeiten
  • Umgebung u.a.

Viele der Tipps sind leicht sofort umsetzbar und so empfehlen die Autoren, sich 5 – 10 Tipps herauszusuchen und diese sofort umzusetzen. Dem kann ich mich nur anschließen.

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Tipps für das papierarme Büro mit Evernote

Sie haben die Überschrift richtig gelesen, ich habe bewusst nicht den Begriff „papierlos“ benutzt. Das papierlose Büro ist vielleicht möglich, für mich aber nicht sinnvoll. Bei einzelnen Papierdokumenten ziehe ich z. B. die Ablage nach Noguchi dem Einscannen vor. Das ist mir nämlich schlicht und einfach zu umständlich. Und auch der Leitz-Ordner hat beileibe noch nicht ausgedient. Ma denke an das Archivieren von Dokumenten, die man selten bis nie braucht, die aber trotzdem im Original vorliegen sollen (Zeugnisse, Verträge, Steuerrelevantes usw.).

Wieder einmal lautet die Devise also „Sowohl – als auch“ anstatt „Entweder – oder“. Taylor Pipes von Evernote sieht das offensichtlich genauso. In seinem Artikel „8 Tips to Master a More Paperless Life With Evernote“ zeigt er eine Grafik, in der gezeigt wird, wie die Verwendung von Evernote auch von der Persönlichkeit des Nutzers abhängt. Außerdem finden Sie unter seinen Tipps ein nützliches Ablaufdiagramm für den eigenen Workflow sowie Hinweise zur Verwendung von Evernote im Zusammenspiel mit Pocket oder IFTTT.

Ein nützlicher Artikel, finde ich.

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Tipps für kleine Räume

Als ich Student war, musste ich mich mit einer kleinen Bude von etwa 12 qm bescheiden. Dennoch habe ich mich in meinem kleinen „Reich“ nicht unwohl gefühlt, ich hatte es ganz gemütlich da.

Wenn Sie auch mit wenig Fläche bzw. Raum auskommen müssen, dann können Sie sich in dem Artikel „29 Sneaky Tips For Small Space Living“ Anregungen holen. Hier bekommen Sie gezeigt, wie Sie mit ein paar Kniffen das Meiste aus Ihrem begrenzten (Wohn-) Raum holen können.

Mir hat am besten gefallen:

Schauen Sie die Tipps einmal durch, manche sind wirklich einfach, aber dennoch wirkungsvoll.

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Wie Sie beim Lesen Notizen anfertigen

In den letzten Wochen habe ich ein wenig herumprobiert mit meinen Notizen. Mein DIN-A-4-Notizbuch hatte ich ersetzt durch einen Block mit vorgefertigter Cornell-Einteilung. Die fertigen Notizen wurden dann sofort eingescannt und zu Evernote geschickt. Um es kurz zu machen: Ich bin wieder zu meinem Notizbuch zurückgekehrt. Leider kann ich Ihnen noch nicht einmal sagen, warum genau. Ich liebe es einfach, in ein gebundenes Buch zu schreiben. Nun also wieder ein Notizbuch. Die einzige Änderung, es ist auf DIN-A-5-Größe geschrumpft. So kann ich es in meiner Umhängetasche leichter mitnehmen.

Beim Lesen von Büchern im allgemeinen, von Fachbüchern im besonderen, sind selbst gemachte Notizen besonders hilfreich. Während Sie lesen, können Sie Anregungen, Ideen und Aktionen festhalten und ziehen damit größeren Nutzen aus der Lektüre. Tursday Bram gibt uns dazu in Ihrem Artikel „6 Steps to Effective Notes“ die richtigen Tipps:

  1. Halten Sie Buch und Notizen zusammen
  2. Trennen Sie die unterschiedlichen Arten von Notizen
  3. Benutzen Sie feste Abkürzungen
  4. Ihre Notizen müssen lesbar sein, nicht druckreif
  5. Nehmen Sie sich Zeit, Ihre Notizen zu verarbeiten
  6. Bleiben Sie bei einem festen System

zu 1) Ich habe schon zwei Möglichkeiten ausprobiert, die Thursday vorschlägt, nämlich das Schreiben ins Notizbuch und das Verwenden von Post-it-Notes. Beides hat seinen Charme. Momentan ziehe ich die Haftzettel vor. Wichtig ist nur, das Buch und Notizen immer nah beisammen sind.

zu 2) Ich benutze nicht verschiedene Farben, wie Thursday vorschlägt, sondern Abkürzungen: A steht für Aufgabe, ? für offene Frage, RD für weitere Recherche und ein Elektrikerpfeil für Widerspruch.

zu 3) Siehe oben.

zu 5) Die Notizen im Notizbuch verarbeite ich spätestens während der Wochendurchsicht. Wenn ich Post-it-Notes in Bücher geklebt habe, erfolgt die weitere Verarbeitung kapitelweise.

Der 6. Tipp ist allgemeingültig. Wenn Sie mit einem Programm, System oder Werkzeug gut klar kommen, dann gibt es für einen Wechsel oder ein wie immer geartetes Herumprobieren keinen Grund.
Sparen Sie sich die Zeit und lesen statt dessen lieber ein Buch zusätzlich.

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Wie viel Zeit können Sie tatsächlich sparen?

Nun gut, ich ahne schon, was die Puristen unter den Lesern sagen werden. Zeit kann man nicht sparen. Man kann sie höchstens anders sinnvoller verwenden. In diesem Zusammenhang könnten Sie Ihre Routineaufgaben einmal näher betrachten. Wäre es eventuell möglich, den zeitlichen Aufwand für sie durch geeignete Maßnahmen zu verringern. Vielleicht, indem man sie automatisiert? Randall Munroe hat ausgerechnet, ob und wenn ja, wie viel Zeit Sie dadurch gewinnen können: Is It Worth the Time?

Hier die dazu gehörige Grafik (Tipp: Nicht ganz ernst nehmen):

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