Archiv der Kategorie: Karriere

Kennen Sie Ihr Lebensrad?

Eine oft angewandte Reflexionsmethode im Coaching ist das sogenannte Lebensrad. Im Prinzip handelt es sich um ein kreisförmiges Diagramm in Form einer Zielscheibe, auf der Sie eintragen können, wie viel Energie Sie auf definierte Lebensbereiche verwenden. In seinem Artikel “How to Use the Life Coaching Wheel of Life” nennt Adam Sicinski nennt die Kategorien:




  1. Eigene Entwicklung
  2. Gesundheit und Wohlbefinden
  3. Freunde
  4. Familie
  5. Beziehungen
  6. Beruf und Karriere
  7. Finanzen
  8. Spiritualität
  9. Umwelt

Ich persönlich bin nicht ganz glücklich mit dieser Auswahl. Zum einen sind es mir einfach zu viel Bereiche, die m.E. auch nicht gleichberechtigt nebeneinander stehen, zum anderen überlappen sich manche Kategorien zu sehr.

Aber sei’s drum. Sicinski zeigt in seinem Beitrag, wie Sie bei der Erstellung Ihres Lebensrads vorgehen können. Dazu hat er ein Bündel von Fragen zusammengestellt, mit denen die Erfüllung der einzelnen Bereiche erforscht werden kann und mit welchen Fragen Sie herausfinden können, wo noch Handlungsbedarf besteht.

Der Artikel wird abgerundet mit einem Hinweis auf die Software “Goalscape”, über die auch Stefan Hagen schon berichtet hat und eine umfangreiche Linksammlung für die weitergehende Recherche zum Thema “Lebensrad”.

Wenn Sie die deutsche Sprache bevorzugen, hier ein paar Tipps von mir:

Ich persönlich mag den Ausdruck “Lebensrad” für dieses Coachingtool nicht besonders, denn eine Verwechslung mit dem buddhistischen Lebensrad liegt auf der Hand. Letzteres benötigt aber dann doch mehr Aufmerksamkeit und Studium.

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[Foto von Dimitris Vetsikas [via pixabay], (CC0 Public Domain)]

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Kennen Sie diese Karriere-Fehler?

Karriere. Auch so ein Begriff, den wir ständig gebrauchen, ohne vorher geklärt zu haben, was wir eigentlich darunter verstehen. Fragen wir doch die allwissende Wikipedia:




Die Karriere oder berufliche Laufbahn (von französisch carrière) ist die persönliche Laufbahn eines Menschen in seinem Berufsleben. […]
Umgangssprachlich bezeichnet der Begriff in der Regel einen beruflichen Aufstieg (einen Weg nach oben), d. h. der Begriff Karriere wird häufig verbunden mit Veränderung der Qualifikation und Dienststellung sowie einem wirtschaftlichen und / oder sozialem Aufstieg.

Können Sie diese Definition mittragen oder hätten Sie dazu noch ein paar erläuternde Bemerkungen zu machen?
Mehrmals im Jahr begleite ich Workshops, in denen sich die Teilnehmer einen Tag lang intensiv mit ihrer Karriere beschäftigen. Am Anfang steht immer die Frage, was “Karriere” für sie selbst ist, wie sie den Ausdruck umschreiben würden und was “Karriere” für sie bedeutet. Die Antworten fallen höchst unterschiedlich aus und sind manchmal für die Teilnehmer selbst überraschend.

Wenn Sie sich für den Aufstieg gemäß der Wikipedia-Definition entschieden haben, dann stellt sich die Frage, wie Sie ihn am besten bewerkstelligen. Die Antwort darauf ist nicht einfach. Oft ist es leichter zu beschreiben, was uns an der Karriere hindert und wie wir diese Hindernisse vermeiden können. Robert Locke hat dies in seinem Artikel “Everyone Should Avoid Making These 10 Career Mistakes” getan. Die Fehler sind:

  1. Sie beschränken sich beim Netzwerken auf Kontakte im eigenen Unternehmen
    Meines Erachtens hat es nichts mit mangelnder Loyalität zu tun, wenn man Kontakte außerhalb des Unternehmens knüpft. Sie wissen nie, wozu Sie solche Kontakte noch einmal brauchen können. Lebenslange Beschäftigung in der selben Firma ist heutzutage sowieso die absolute Ausnahme.
  2. Sie legen zu viel Wert auf Vergütung und Vergünstigungen
    Manchmal ist es wichtiger, nach Möglichkeiten zur persönlichen Entwicklung Ausschau zu halten: Weiterbildung, interessante Projekte, Auslandsaufenthalt usw.
  3. Sie haben Angst vor Fehlern
    Wenn Sie keine Fehler machen wollen, dann machen Sie nichts. Aber dann machen Sie halt auch nichts. Sie verstehen?
  4. Sie erwerben Eigentum
    Eine Immobilie heißt Immobilie, weil sie nicht mobil ist und Sie immobil macht. Damit berauben Sie sich einer ganzen Reihe von Möglichkeiten. Nichts gegen den Erwerb von Eigentum, aber man sollte sich über die Konsequenzen im klaren sein.
  5. Sie meiden Herausforderungen
    Verlassen Sie Ihre Komfortzone. So lernen Sie am meisten.
  6. Sie ignorieren Feedback von Kunden
    Hier sind nicht nur externe Kunden gemeint, sondern alle Ihre persönlichen Stakeholder.
  7. Sie betreiben Nabelschau
    Beschäftigen Sie sich nicht zu viel mit sich selbst.
  8. Sie vermeiden harte Arbeit
    Auch wenn das anderslautende Gerücht nicht totzukriegen ist: Ohne Anstrengung geht es nicht.
  9. Sie haben Angst vor einem Stellenwechsel
    Die Psychotherapeuten sagen: Lieber das altgewohnte Elend als das neue Ungewisse. Das führt nicht weiter. Klar, wir wissen nicht, was kommt, aber wir werden es nicht erfahren, wenn wir das Neue nicht ausprobieren.
  10. Sie unterschätzen emotionale Intelligenz
    Menschen gewinnt man weniger über den Kopf (Zahlen, Daten, Fakten) als über den Bauch (Gefühl und Sympathie). Das hatte schon der Hl. Franziskus den Jesuiten voraus.

Sie haben sicher genug damit zu tun, diese Fallstricke zu vermeiden. Wenn Sie darüber hinaus wissen möchten, was Sie für Ihre Karriere tun können, dann hilft Ihnen vielleicht der Aufsatz von Management-Guru Tom Peters weiter:  Excellence. NO EXCUSES! (pdf).

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Schleimen, aber richtig!

Wir kennen Sie alle, die netten Kolleginnen und/oder Kollegen, die anderen Honig um den Bart schmieren, um sich dadurch Vorteile zu verschaffen. Diese liebenswürdigen Zeitgenossen treten nahezu überall auf: Schon in der Schule, an der Uni, bei der Bundeswehr und eben auch am Arbeitsplatz. Im Englischen gebraucht man für dieses Verhalten den Ausdruck “to schmooze”.

Wenn Sie ebenfalls durch Schmeicheleien Erfolg haben wollen, dann stellen Sie es bitte richtig an und folgen den Tipps von Adi Gaskell: Research Looks At How People Schmooze Effectively. Adi bezieht sich in seinem Artikel auf eine Studie der Kellogg Business School von 2010, in der sieben Kernkompetenzen für erfolgreiches Schleimen identifiziert wurden:

  1. Schmeicheln durch Bitte um einen Ratschlag
    Der Schmeichler geht in die Unterlegenheitsposition und bittet den Umschmeichelten um einen Ratschlag: “Sie sind doch ausgewiesener Experte für diese Problem. Können Sie mir einen Tipp geben, wie ich es lösen könnte?”
  2. Das scheinbare Dagegenhalten
    Man stimmt nicht sofort zu, sondern muss scheinbar erst überzeugt werden: “Zuerst war ich ja skeptisch, aber Ihre Argumente haben mich doch überzeugt.”
  3. Das soziale Schmeicheln
    Man lobt den anderen in dessen sozialen Umfeld in der Hoffnung, dass das Lob schließlich über Dritte zu ihm durchdringt.
  4. Die Schmeichelei, die sich hinter Scham versteckt
    Der Schmeichler gibt vor, den Anderen nicht in Verlegenheit bringen zu wollen: “Ich möchte Sie nicht in Verlegenheit bringen, aber Ihre Präsentation war wirklich überzeugend.”
  5. Schmeicheln durch Zustimmung
    Das ist selbsterklärend: “Ich bin wie Sie der Meinung, dass wir gegenüber den Lieferanten Härte zeigen müssen.”
  6. Schmeicheln durch soziale Anpassung
    Man versucht, über die Kontakte des “Ziels” etwas über dessen Vorlieben und Meinungen herauszufinden. Bei Gelegenheit zeigt man dann, dass man genau derselben Meinung ist.
  7. Schmeicheln durch ähnliche Ansichten
    Hier gilt es, die Vorlieben und Meinungen des zu Umschmeichelnden herauszufinden um dann bei Gelegenheit positiv darauf einzugehen: Wenn man weiß, dass das “Ziel” Fan des FC Bayern München ist, dann lässt man bei Gelegenheit durchblicken, wie toll die Sturmspitze der Mannschaft im letzten Spiel agiert hat und dass man überhaupt auch Fan dieses Vereins ist.

Sie merken schon, wir bewegen uns hier auf dünnem Eis. Schließlich dienen z.B. Ähnlichkeiten dem erfolgreichen Aufbau von Rapport zwischen Menschen. Wie kann man also ein echtes Kompliment von einer bloßen Schmeichelei unterscheiden? Laut der von Adi zitierten Studie ist es die Authentizität, die den Unterschied macht. Oder anders herum: Ist das Kompliment ehrlich gemeint oder dient es nur einem bestimmten Zweck? Das herauszufinden, dürfte nicht immer einfach sein. Für alle Beteiligten übrigens , denn auch der Schmeichler schmeichelt nicht immer bei vollem Bewusstsein.

Wenn Sie bislang angenommen haben, dass Schmeicheln erfolgreich sei, dann können Sie sich zurücklehnen. Sie liegen damit laut der Studie richtig. Stellt sich dennoch die Frage, ob Sie auf diese Weise vorwärts kommen möchten.

Sie entscheiden.

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Bild: Paul Klee (1903): Zwei Männer, einander in höherer Stellung vermutend, begegnen sich (Public Domain)

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Wie Sie ein Jobangebot verhandeln

erklärt Ihnen in diesem Video der Harvard-Professor Deepak Malhotra. „Harvard“ hat mich aufmerksam gemacht, schließlich heißt das Standardwerk der Verhandlungsgurus Fisher und UryDas Harvardkonzept„. Vielleicht sind die Tipps von Malhotra für Sie von Nutzen. Entscheiden Sie selbst.

[via 99U]

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Die Geschichte des Trainings und der Personalentwicklung

Seit 1991 bin ich als Trainer, Berater und Coach für Organisationen unterschiedlichster Art unterwegs. Ich muss zugeben, ich habe mir kaum bis gar nicht darüber Gedanken gemacht, worin das Training für Mitarbeiter seinen Ursprung hat. Vielleicht hätte ich auf eine entsprechende Frage mit dem Hinweis auf die Industrialisierung und das Scientific Management nach Taylor geantwortet. Ganz falsch liege ich damit wohl nicht, doch das Training ist schon etwas älter, zumindest wenn man dem Schaubild “The History of Training and Development Infographic” Glauben schenkt. Vorläufer des Trainings ist demnach das Kriegsspiel, das um 1812 von der preussischen Armee (von wem auch sonst?) dazu benutzt wurde, angehende militärische Strategen das nötige Handwerkszeug beizubringen. Sie sehen, Planspiele und “Gamification” gab es auch damals schon.

Wenn Sie das Schaubild betrachten, dann hat die Weiterbildung in Firmen einigen Wandel durchlaufen. Alles andere wäre auch verwunderlich, denn mit sich verändernden Umweltbedingungen ändern sich auch die Ziele und Methoden. Interessant ist auch zu sehen, welche unterschiedlichen Menschenbilder und psychologischen Modelle den verschiedenen Ansätzen zugrunde lagen.

Sicher wäre es sehr reizvoll, die Timeline auf der Grafik um die nächsten zehn Jahre zu verlängern und darüber nachzudenken, wie sich das Training in Zukunft entwickeln wird. Darüber gibt es verschiedene Ansichten und es darf trefflich darüber gestritten werden. Interessante Gedanken dazu hat beispielsweise mein kanadischer Kollege Harold Jarche. Ich selbst beteilige mich nicht gern am Lesen von Kaffeesätzen, genauso wenig schaue ich in die Glaskugel. Insofern habe ich keine Ahnung, ob das Training wirklich “tot” ist, wie manche Autoren behaupten. Mir fehlen dazu schlicht und einfach die hellseherischen Fähigkeiten, über die diese Zeitgenossen offensichtlich verfügen.

Allerdings werde ich weiter mit großem Interesse den weiteren Verlauf dieses Themas verfolgen. Schließlich habe ich zu den Timeline nunmehr 25 Jahre meinen bescheidenen Beitrag geleistet. 😉

Hier das Schaubild:

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Die Anleitung zur Business Model Canvas

Es gab eine Zeit, da gab es kein Barcamp ohne eine “Canvas” zu welchem Thema auch immer. Im Prinzip handelt es sich bei dieser Leinwand um ein Diagramm mit bestimmten Feldern, die auf einen Blicke die wesentlichen Elemente eines Denkmodells zeigen und eventuelle Abhängigkeiten untereinander aufzeigen soll.

Wenn ich richtig informiert bin, gab es derlei Diagramme, Schemata oder wie man es sonst nennen soll, schon immer, man denke hierbei etwa an das Ishikawa-Diagramm oder das EKS-Strategietableau (pdf). Den eigentlichen Hype der letzten Jahre hat allerdings der Bestseller von Osterwalder und Pigneur ausgelöst: Business Model Generation. Das in diesem Buch vorgestellte Schema für Geschäftmodelle war Ausgangspunkt für viele Ableger, z. B. für das “persönliche” Geschäftsmodell (Business Model You) oder zum Projektmanagement.

Nun ist die Canvas für Geschäftsmodelle zwar recht einfach aufgebaut, aber relativ schwer auszufüllen. Am besten geht das im Team (für Unternehmen) oder mit einem Coach (Business Model You), denn die besten Lösungen entstehen im Dialog. Der Teufel steckt auch hier im Detail.

Alex Cowan hat eine detaillierte Anleitung geschreiben, die Ihnen hilft, mit einer Business Model Canvas ein Geschäftsmodell abzubilden oder zu entwickeln: The 20 Minute Business Plan: Business Model Canvas Made Easy. Alex erklärt zunächst den Aufbau einer Business Model Canvas und geht mit Ihnen Schritt für Schritt die einzelnen Felder durch. Schließlich erklärt er, wie Sie die Vorlagen für Google Docs und PowerPoint verwenden können.

Die Anleitung ist wirklich sehr ausführlich und reichhaltig mit Präsentationen und Bildern illustriert. Nur machen Sie sich bitte keine Illusionen, einfach ist das Erstellen eines solchen Schemas nicht und woher der Autor Einschätzung von  zwanzig Minuten nimmt, ist mir schleierhaft.

Für mich ist die Canvas in erster Linie das visualisierte Ergebnis eines Findungsprozesses, der durch vielerlei Fragen, unterschiedliche Werkzeuge und auch andere Diagramme, wie z.B. das Strategietableau unterstützt wird. Ganz ohne Hilfe geht das nicht oder nur schwer. Wenn Sie einen Coach zur Erstellung Ihres ganz persönlichen Geschäftsmodells als Angestellter oder Selbstständiger benötigen, sprechen Sie mich an.

BMY Workshop Amsterdam 2014

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Sind Sie Neurotiker?

Sie kennen das. Sie sitzen im Wartezimmer beim Arzt oder Friseur und blättern mehr oder weniger gelangweilt in einer Illustrierten. Und dann kommt die Seite mit dem Persönlichkeitstest auf der Ihnen ein Titel wie „Machen Sie den großen Brigitte-Test!“ entgegen springt. Wer könnte da widerstehen? Obwohl wir wissen dass derlei Fragebögen in der Regel großer Mumpitz sind, möchten wir schon wissen, was als Ergebnis dabei herauskommt. Entweder fühlen wir uns dann bestätigt („Siehste…“) oder eben nicht („So ein Quatsch!“).

Ich weiß nicht, welchen Qualitätsstandards die „One Minute Personality Tests“ auf dem PsyBlog genügen. Damit können Sie angeblich folgende brennende Fragen klären:

  1. Are You An Introvert, Extrovert or….?
  2. How Neurotic Are You?
  3. How Agreeable Are You? (dt. Übersetzung)
  4. How Open To Experience Are You?
  5. (ist irgendwie verschütt gegangen)

Wie beliebt derartige Tests sind, zeigen die Ergebnisse der einschlägigen Google-Suche. Betrachten Sie die Ergebnisse allerdings mit Skepsis und Humor. Bei anderen Tests, die für viel Geld , angeboten werden, können Sie den Humor weglassen. Dort genügt die Skepsis, allerdings in doppelter Dosis.

 

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Wie Sie einen guten ersten Eindruck hinterlassen

Ein alter Spruch aus Verkaufstraining lautet:

Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance

Nun ja, ob das wirklich so ist, sei dahingestellt. Aber sicher ist es schwierig, einen vermasselten ersten Eindruck in der Folge wieder gerade zu rücken. Dieses Video zeigt Ihnen, worauf Sie beim Erstkontakt achten können. Inwieweit die Tipps interkulturell gültig sind, vermag ich nicht zu beurteilen.

Wenn Sie jetzt wissen, wie Sie einen guten ersten Eindruck machen können, dann bleibt noch die Frage offen, ob Sie Ihre ersten Eindruck trauen sollten. Diese Frage beantwortet Ihnen Peter Mende-Siedlecki: Should you trust your first impression?

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Passt diese Firma zu mir?

Wenn Sie überlegen, die Stelle zu wechseln und bei einem neuen Arbeitgeber anzuheuern, dann schauen Sie sich den Laden gut an. Schließlich werden Sie einige Zeit dort verbringen müssen bzw. dürfen und da sollte prüfen, wer sich ewig lange bindet. Selena Rezvani gibt uns in dem Beitrag „How To Decide If An Employer’s Culture Is Right For You“ ein paar Tipps auf den Weg:

  1. Achten Sie darauf, wie die Mitarbeiter miteinander umgehen
  2. Achten Sie auf das Alltägliche 
  3. Schauen Sie sich Ihren eventuellen Chef genau an
  4. Wie geht man in dem Unternehmen mit Konflikten um?

Irgendein schlauer Mensch hat einmal gesagt, Unternehmenskultur ist die Summe der alltäglichen Selbstverständlichkeiten. Am besten erstellen Sie sich vor dem Vorstellungsgespräch für sich selbst einen kleinen Fragenkatalog, mit dem Sie Ihren potentiellen Arbeitsgeber auf die o.a. Punkte abklopfen können. Versuchen Sie auch zwischen den Zeilen zu lesen. Mitunter ist das Nicht-gesagte wichtiger als das Gesagte. Achten Sie auch darauf, ob ein Thema verniedlicht, schnell abgefrühstückt oder auf später verschoben („Keine Sorge, das regelt sich schon“) werden soll. Eine Abwandlung des Gesetzes von Murphy besagt:

Je mehr Du etwas zu Beginn vernachlässigst, mit desto größerer Wucht fällt es Dir später auf die Füße.

Ich kann diesen Merksatz aus eigener Erfahrung nur bestätigen. Während der Brautschau zeigen sich die Kandidaten immer von der besten Seite, im Alltag ist dann oft schnell der Lack wieder ab.

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(Produktivitäts-) Geheimnisse, die Sie nie erfahren werden

Jeder Organisationsentwickler weiß, dass es in jeder Firma Tabuthemen gibt, über die offiziell nicht gesprochen werden darf. Vor vielen Jahren durfte ich zum Beispiel als externer Mitarbeiter für ein Unternehmen arbeiten, das ein anderes kleineres akquiriert hatte. Obwohl jeder auf den Fluren hinter vorgehaltener Hand davon sprach, dass das Vorhaben in nächste Zukunft an die Wand fahren würde, sprach das niemand aus. Es durfte einfach nicht ausgesprochen werden. „Elephant in the room“ nennen dieses Phänomen unsere amerikanischen Freunde.

Dannielle Blumenthal beschreibt in ihrem Beitrag „5 Productivity Secrets Your Boss Won’t Tell You“ folgende offene Geheimnisse rund um die Produktivität:

  1. Arbeiten Sie nicht für einen Chef, den Sie nicht respektieren können
  2. Sagen Sie Ihrem Chef, wo Ihre Grenzen liegen
  3. Planen Sie feste Zeiten ein, wo Sie Ihren Leidenschaften außerhalb der Arbeit frönen
  4. Erforschen Sie den Eisberg innerhalb Ihres Unternehmens
  5. Organisieren Sie Ihre Arbeit in Projekten oder Programmen und behalten Sie diese im Auge

Wenn jemand den ersten Punkt nachvollziehen kann, dann bin ich das. Glauben Sie mir, das Arbeiten für einen Vorgesetzten, von dem Sie nichts halten, kann Ihr ganzes Leben vermiesen. Da gibt es nur eines: Die Stelle wechseln, entweder innerhalb der Firma oder ganz nach draußen.

Zum Eisberg: In jeder Organisation gibt es ungeschriebene Gesetze, deren Beachtung das Überleben sichert. Sie sollten schnell herausbekommen, für welche Handlungen Sie belohnt und für welche Sie bestraft werden. Bitte verwechseln Sie die ungeschriebenen Regeln (unsichtbar, unterhalb der Wasserlinie beim Eisberg) nicht mit den offiziellen geschriebenen (sichtbar, oberhalb der Wasserlinie). Wenn jeder zu spät in die Besprechungen kommt, ohne dass sich eine Konsequenz daraus ergibt, dann lautet eine Regel: Du darfst zu spät in die Meetings kommen. Da ist es völlig gleichgültig, welche offiziellen Besprechungsregeln in den Meetingräumen hängen.

Und noch etwas (Punkt 2): Es schadet nicht, sich Respekt zu verschaffen, indem Sie ab und zu Pflöcke einschlagen, die Ihre Grenzen markieren. Da betrifft nicht nur die Arbeitsmenge, sondern auch die Art und Weise, wie mit Ihnen umgegangen wird. Trauen Sie sich. Es ist mehr möglich als Sie denken.

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Alle wollen nur Ihr Bestes!

Heute darf ich einen Workshop zum Thema „Karriereplanung“ mit dem Titel „In der Spur bleiben“ begleiten. Passend dazu bin ich dieser Tage über einen Artikel von Greg McKeown gestolpert: Prioritize Your Life Before Your Manager Does It for You.

Aus eigener (leidvoller) Erfahrung kann ich dem nur zustimmen. Wenn Not am Mann ist, wollen die Chefs nur das Beste. Es ist in Ihrer Verantwortung, zu entscheiden, ob sie das auch bekommen. Allerdings sollten Sie sich vorher überlegt haben, was Sie möchten und was nicht. Es lohnt sich, in einer stillen Stunde ein Blatt Papier zur Hand zu nehmen und aufzuschreiben, was, wo und wie Sie arbeiten möchten. Und ja, notieren Sie auch, was Sie auf keinen Fall tun werden. Denn das  ist die berühmte Rote Linie, die Sie nicht überschreiten sollten. Von Zeit zu Zeit sollten Sie diese Liste wieder überprüfen. Was hat sich verändert, was ist gleich geblieben?

Auf diese Weise errichten Sie Leitplanken, an denen Sie sich bei der nächsten beruflichen Entscheidung orientieren können.

Denn wenn Sie das nicht tun, tun es andere für Sie!

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Wie Sie richtig Ziele setzen

Die Teilnehmer an meinen Workshops und auch manche ToolBlog-Leser wissen, dass ich ein sehr ambivalentes Verhältnis zum Thema „Ziele“ habe. Auf der einen Seite muss ich anerkennen, dass ein Ziel sehr wohl ungeahnte Kräfte freisetzen kann. Auf der anderen Seite sehe ich, wie in Unternehmen das „Ziel“ wie eine Monstranz vor sich her getragen wird. Keiner traut sich mehr, sowohl Zielfindungsprozess als auch Ziele selbst kritisch zu hinterfragen. Von dem gedankenlosen (oder absichtsvollen) Durcheinandermixen von „vereinbaren“ und „vorgeben“ ganz zu schweigen.

Falls Sie sich von meinen kleinlichen Bedenken nicht abbringen lassen und partout Ziele definieren möchten, dann ist der Smart Goals Guide vielleicht der richtige Führer für Sie. Dem Thema „Ziele“ widmen die Autoren ein ganzes Portal, auf dem Sie eine Vielzahl von Tipps zur Formulierung, Visualisierung und Umsetzung finden. Außerdem können Sie sich auf der Website ein paar Vorlagen herunterladen, die Sie im Umgang mit Zielen unterstützen.

BTW: Scharfe Augen werden beim Lesen der Überschrift bemerkt haben, dass ich geschrieben habe „Wie Sie richtig Ziele setzen“ und nicht „wie Sie die richtigen Ziele setzen“.

Ich bitte dies sorgsam zu beachten. 😉

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4 Fragen, mit denen Sie Ihre Berufung finden

Hierin sind sich so ziemlich alle Coachingansätze einig: Wenn Sie über neue berufliche Wege nachdenken, dann sollten Sie stets von Ihren Stärken und Neigungen ausgehen.

Nur manchmal ist das leichter gesagt als getan. Manchmal sind für uns unsere Stärken gar nicht so offensichtlich, für uns sind sie „normal“. Und da kann es passieren, dass uns auf die Frage danach so gar nichts einfallen will. Vielleicht sollten wir jemanden fragen, der sich damit auskennt, nämlich Mitmenschen, die mit uns vertraut sind und uns gut kennen. Scott Dinsbore schlägt in seinem Beitrag „A 5-Minute Hack to Finding Your Life’s Work“ vier einfache Fragen vor, die wir ihnen stellen könnten:

  1. Was sind Deiner Meinung nach meine größten Leidenschaften und warum sind sie es? Wenn Dir zwei oder drei einfallen würden, wäre das prima. Erkläre mir bitte Deine Auswahl.
  2. Was denkst Du sind meine größten natürlichen Stärken und Talente? Warum?
  3. Ausgehend von Deinen Antworten auf die obigen Fragen und was Du über mich sonst weißt, bei welchen Tätigkeiten wäre ich Deiner Meinung nach richtig gut? Im Beruf oder im Ehrenamt oder auch in der Freizeit? Warum?
  4. Und nun die 1000-Euro-Frage: Angenommen, Du würdest mich gar nicht persönlich kennen…
    Für welches Talent, welche Fähigkeit oder Leidenschaft würdest Du mich sogar bezahlen, damit ich Dir damit helfe? Wie begründest Du das?

Von Scott gibt es auch einen TED-Vortrag zum Thema: How to Find & Do Work You Love.

 

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Wie Sie Ihren Elevator Pitch optimieren

Was ist ein Elevator Pitch? Lassen wir unserem Gedächtnis von Wikipedia auf die Sprünge helfen:

An elevator pitch, elevator speech, or elevator statement is a short summary used to quickly and simply define a person, profession, product, service, organization or event and its value proposition.
(Die deutsche Community diskutiert mal wieder über die Relevanz des Artikels)

Wer meint, man könne so eine Aufzugsrede einfach so aus dem Ärmel schütteln, der irrt gewaltig. Sie müssen schon etwas Gehirnschmalz investieren, wenn Ihre Kurzvorstellung überzeugend ausfallen soll.

Sie können sich aber beim Erstellen Ihres Elevator Pitchs helfen lassen. Open Colleges hat dazu eine eigene Seite erstellt: How To Write the Perfect Elevator Pitch.
Eine nette Idee übrigens, die Anleitung selbst als Fahrstuhl darzustellen.

Danke an Sarah Del Rosario für den Hinweis.

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Materialien zu Business Modell You

Das letzte Wochenende habe ich in Amsterdam bei Tim Clark und Mercedes Hoss-Weis die Masterclass für das Konzept Business Model You® besucht. Anbei der Tätigkeitsnachweis, ein bisschen Stolz darf sein 😉 :

BMY Zertifikat

Business Model You® ist ein spezielle Anpassung des bekannten Modells „Business Model Generation“ von Osterwalder u.a. auf Einzelpersonen. Ich habe mich ein wenig umgetan. Das Ergebnis meiner Recherchen möchte ich Ihnen nicht vorenthalten. Hier eine Liste von Ressourcen zum Thema:

Bücher:

Vorlagen für die Canvas zum Ausdrucken:

Die Canvas für den Rechenknecht:

Für den Mac gibt es ein Programm, das ich Ihnen an dieser Stelle aber nicht empfehlen kann. Versuchen Sie es doch einmal mit der Anleitung von Daud Malik: Turn your Mac’s Dashboard into the Business Model Generation Canvas.

Ich selbst ziehe die Post-it-, Filzstift-, Postermethode vor, werde aber bei Gelegenheit einmal Business Model Fiddle probieren.

Wie Sie diese Canvas mit Leben füllen ausfüllen, zeigt Ihnen in einem umfangreichen Beitrag Alex Cowan: The 30 Minute Business Plan: Business Model Canvas Made Easy. Oder Sie lassen es sich von Tim Clark direkt erklären:

How to Diagram Your Personal Business Model the Quick Way from Business Model You, LLC on Vimeo.

Warum ich diese Masterclass besucht habe und wie Sie in meine Angebotspalette passt, darüber werde ich in den nächsten Wochen auf diesem Bildschirm berichten.

 

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Tim Clark über Laufbahnplanung

Letztes Wochenende war ich in Amsterdam um eine Masterclass mit Tim Clark und Mercedes Hoss-Weis zu besuchen. Tim Clark ist einer der Autoren des Bestsellers und genau darum ging es auch in Amsterdam.

Da ich das Erfahrene immer gerne erst einmal etwas setzen lasse, hier ein Video mit Tim Clark. Mein Resümee folgt später.

 

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3 Gründe, warum es Ihren Job morgen nicht mehr geben könnte

Ich habe einmal das Fach „Papieringenieurwesen“ studiert. Damals ließ ich mich von dem Satz „Papier wird es immer geben“ leiten. Nun, ich glaube zwar immer noch, dass es Papier immer geben wird, aber die Produktschwerpunkte verlagern sich derzeit. Druckpapiere werden wohl in Zukunft immer weniger produziert, hingegen steigt der Anteil an Verpackungspapieren. Inwieweit sich die Produktionszahlen bei den Hygienepapieren verändern, weiß ich nicht, aber alles kann man mit dem iPad eben doch nicht bewerkstelligen. Wie auch immer, die Branche befindet sich im Umbruch und das hat natürlich auch Auswirkungen für die Beschäftigten.

Craig Dewe zählt drei Gründe auf, warum auch Ihr Job mittelfristig in Gefahr sein könnte:

  1. Technologische Umbrüche (s. o.)
  2. Neue Organisationsstrukturen
  3. Auslagerungen

Aber keine Bange, in jeder Krise liegt auch eine Chance. Wichtig ist nur, dass man immer mal wieder eine nüchterne und schonungslose Lagebeurteilung vornimmt. Auf diese Weise laufen Sie nicht so leicht Gefahr, den Absprung zu verpassen, um sich neu zu orientieren. Auf jeden Fall: Bleiben Sie am Ball, agieren Sie anstatt zu reagieren. Das Zitat in dem o. a. Artikel hat mir deshalb besonders gut gefallen:

People can be divided into three groups:
Those who make things happen,
those who watch things happen,
and those who wonder what happened.

So ist es.

 

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101 Tipps für Ihren Erfolg

Vielleicht sind Sie auf englischsprachigen Websites im Themenbereich Bildung schon einmal auf die ominöse Zahl „101“ gestoßen. Dazu sagt die Wikipedia:

Im angelsächsischen Raum ist 101 der erste College- oder Universitätskurs in einem Fach. Im erweiterten Sinne werden mit 101 daher auch die Grundlagen eines bestimmten Themengebietes bezeichnet. Allerdings wird es in diesem Zusammenhang als „Eins-Null-Eins“ ausgesprochen.

In diesem Sinn ist es auch zu verstehen, wenn Nicholas Bate von „Secrets of Success 101: The Completed 101“ spricht. Dass seine Liste dann auch noch genau 101 einzelne Erfolgstipps umfasst, ist ein kleiner Gag am Rande. Wie nicht anders zu erwarten, finden Sie in der Liste die ganze Bandbreite von Binsenweisheit bis kleine Perlen zum Nachdenken.

Es lohnt sich, die Liste zumindest einmal zu überfliegen. Ich bin mir sicher, Ihre Augen werden an dem einen oder anderen Hinweis hängen bleiben.

 

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Warum Sie einen unaufgeräumten Schreibtisch haben sollten

Wenn Sie verzweifelt sind, weil Sie Ihren Schreibtisch einfach nicht aufgeräumt bekommen, dann können Sie jetzt aufatmen. Lifehacker zitiert einen Artikel auf BusyBuildingThings, in dem die Autoren der Frage nachgehen, „Why Creative Geniuses Often Keep a Messy Desk„. In dem Beitrag müssen viele erfolgreiche Köpfe als Beleg für die These herhalten, dass ein unaufgeräumter Schreibtisch geradezu die Voraussetzung für Kreativität ist. Allerdings sollten wir uns keinen Illusionen hingeben:

Zwar haben kreative Genies oft einen unaufgeräumten Schreibtisch.
Aber nicht jeder, der einen unaufgeräumten Schreibtisch hat, ist ein kreatives Genie.

Schade, wieder nichts. 🙁

 

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