Archiv der Kategorie: Internet

10 Tipps für den Gebrauch von Twitter

Immer wieder werde ich von Teilnehmern in meinen Workshops gefragt, was ich eigentlich an Twitter finde. Tatsächlich erschließt sich der Sinn von Twitter nicht von jetzt auf gleich. Als ich 2009 meinen Twitteraccount eröffnete, habe ich auch nach relativ kurzer Zeit die Flinte ins Korn geworfen, da mir zunächst die Anwendungsmöglichkeiten verschlossen blieben.

Geändert hat sich das während des GTD Summit in San Francisco, an dem ich als Blogger teilnehmen durfte. Damals habe ich das ruhende Twitterkonto wieder reaktiviert, denn ich wollte in Deutsch über die Konferenz twittern. Twitter half mir damals während des Summits, immer auf dem Laufenden zu bleiben. Durch die Tweets war ich immer darüber informiert, was gerade in den parallel laufenden Workshops lief, an denen ich nicht teilnehmen konnte. Eine Art „elektronische Hummel“ also, die Open-Space-Kenner wissen, was ich meine.

Das Schönste an Twitter ist für mich jedoch, dass ich durch das Zwitschern nette Mitmenschen auch im realen Leben kennengelernt habe. Wenn man sich auf einem Barcamp etc. zum ersten Mal begegnet, dann kennt man denjenigen schon irgendwie („Ach Du bist das!“). Damit geht die notwendige Zeit zum Beschnuppern nahezu gegen Null, denn man weiß ja aufgrund der Tweets schon ungefähr, wie er/sie tickt. Umgekehrt liest man danach die Tweets noch einmal mit anderen Augen, denn nun gibt es ein Gesicht hinter den Tweets.

Wie Sie Twitter zu noch ganz anderen Zwecken einsetzen können, zeigt uns Connie Malamed in ihrem Artikel 10 Ways to Learn From Twitter.  Sie können

  1. mit Twitter die neuesten Nachrichten empfangen,
  2. Twitter als Suchmaschine benutzen
  3. An Twitter Chats teilnehmen
  4. Über geeignete Listen ein Netzwerk aufbauen
  5. zeitnah Ratschläge bekommen (#followerpower)
  6. in Konferenzen einen Backchannel eröffnen (s. o.)
  7. Content erzeugen und teilen
  8. Twitter als Recherchetool nützen
  9. Twitterfreunde auf Konferenzen treffen (s. o.)
  10. allerhand fachbezogene Informationen beziehen

Zu jedem dieser Anwendungsmöglichkeiten gibt Ihnen Connie einige zusätzliche Hintergrundinformationen zu Tools und nützlichen Twitteraccounts.

Für mich ist Twitter das soziale Netzwerk, das ich am intensivsten nutze. Allerdings hat es auch seine Grenzen. Tiefgründige philosophische Erörterungen sollten Sie auf diesem Kanal nicht erwarten, auch wenn manche Zeitgenossen das immer wieder probieren. Manches passt halt nicht in 140 Zeichen.

BTW:
Wenn Sie Lust haben, dann folgen Sie mir doch auf Twitter.
Ich freue mich, Sie kennen zu lernen.

Aquilatin / Pixabay

 

Buch zum Thema Backchannel (Werbung)

 

 

Schreibe eine Antwort

Wie Sie E-Mail-Signaturen erstellen

Sie alle kennen Signaturen. Als Signatur wird ein

Textabschnitt bezeichnet, der häufig am Ende von E-Mails, Usenet-Postings oder Beiträgen in Internetforen steht und Angaben zum Absender enthält. (Wikipedia)

Mit Inhalt und Gestaltung einer solchen Signatur müssen Sie sich dann nicht besonders befassen, wenn Sie Mitarbeiter eines Unternehmens sind und ausschließlich geschäftlichen E-Mail-Verkehr pflegen. Denn dann stellt Ihr Arbeitgeber vermutlich bereits eine gesetzeskonforme Signatur bereit, um die Sie nicht herumkommen. Sollten Sie selbst ein Unternehmen Ihr Eigen nennen und noch keine entsprechende Signatur verwenden, dann sollten Sie sich schleunigst darum kümmern. Welche Informationen für die einzelnen Unternehmensformen bereit gestellt werden müssen, erklärt Ihnen z. B. Bea Brünen in Ihrem Beitrag Pflichtangaben in geschäftlichen E-Mails.

Andere Personengruppen wie Privatleute oder Freiberufler haben deutlich mehr Gestaltungsspielräume. Sie können eine Signatur auch für originelle (Werbe-) Botschaften verwenden.

Wie Sie eine sinnvolle E-Mail-Signatur gestalten können, zeigt Ihnen der Artikel von Joel Lee: 7 Tips for Creating the Perfect Professional Email Signature.
Hier seine Tipps:

  1. Benutzen Sie das richtige Trennzeichen
    Viele zeitgemäße E-Mail-Programme nutzen die Signatur, um die Kontaktliste zu vervollständigen. Bei Outlook funktioniert das, indem Sie die E-Mail per Drag & Drop aus dem Lesebereich über das Modul „Kontakte“ ziehen (Bezeichnungen). Wenn Sie loslassen wird ein neues Kontaktformular geöffnet, in dem die wesentlichen Informationen bereits eingetragen sind.
    Allerdings müssen die E-Mail-Clients erkennen, wann die Nachricht aufhört und die Signatur anfängt. Dies geschieht in einem Quasi-Standard über den Trenner – – (zwei aufeinanderfolgende Bindestriche), also:
    Nachricht
    – –
    Signatur
  2. Halten Sie die Signatur einfach
    Überlegen Sie sich, welche Informationen Sie dem Empfänger tatsächlich mitteilen wollen. In der Regel soll er mit Ihnen Kontakt aufnehmen können, nicht mehr und nicht weniger. Halten Sie evtl. Werbebotschaften knapp. Auch Zitate wollen sparsam eingesetzt werden, Ich gebe zu, ich bin kein großer Fan von ihnen.
  3. Fassen Sie sich kurz
    Es gilt der Grundsatz: So wenig Zeilen wie möglich, so viel wie nötig. Vielleicht können Sie zusammengehörende Infos über ein geeignetes Trennzeichen in eine Zeile packen. z. B.
    E-Mail | Telefon | Fax
  4. Gestalten Sie die Signatur dezent
    Erinnern Sie  sich noch einmal an Punkt (2). Die Signatur soll in erster Linie dem Adressaten ermöglichen, einfach mit Ihnen Kontakt aufzunehmen. Sie ist nicht das Mittel der Wahl, um Werbung zu betreiben. Auch sollten derartige Botschaften nicht von den eigentlichen Kontaktinformationen ablenken.
  5. Verwenden Sie je nach Zweck unterschiedliche Signaturen
    Manchmal kann es sinnvoll sein, je nach Empfängergruppe verschiedenen Signaturen zu verwenden. In Outlook können Sie das bequem verschiedene Variante über den Menüpunkt „Signatur“ im Menüband anlegen, wenn Sie eine neue E-Mail schreiben.
  6. Seien Sie vorsichtig mit HTML und vCards
    Ich weiß, viele sagen etwas anderes, aber ich bleiben dabei: Ich mag HTML-Mails aus verschiedenen Gründen nicht besonders. Outlook habe ich so eingestellt, dass ich nur reinen Text senden und schreiben kann. Mir kommt es auf die Information an und nicht auf bunte Bilder. Wenn Sie Ihre Signatur mit den relevanten Informationen versehen haben, können Sie auf das Versenden einer vCard getrost verzichten.
  7. Testen Sie die Signatur mit verschiedenen E-Mail-Programmen aus
    Schauen Sie sich im letzten Schritt noch einmal an, wie Ihre Signaturen in den gängigen Programmen (Oulook, GoogleMail usw.) dargestellt werden und nehmen Sie ggf. Korrekturen vor.

Den E-Mail-Disclaimer, der von vielen Unternehmen an die E-Mail gehängt wird, können Sie sich im übrigen sparen. Warum, können Sie hier oder hier nachlesen. Mit einer Signatur hat ein solcher Disclaimer überhaupt nichts zu tun.

Postkasten Arona
3 Antworten

Bookmarklets, kleine Helferlein für Ihren Browser

Wenn Sie jetzt nicht wissen, was Sie mit dem Begriff “Bookmarklet” anfangen sollen, dann hilft Ihnen ein Blick in die Wikipedia:

Ein Bookmarklet (auch: Favelet) ist ein kleines in JavaScript geschriebenes Makro, das als Bookmark abgespeichert wird und dadurch die Funktionen eines Webbrowsers erweitert. Es erlaubt beispielsweise, Aussehen oder Funktionalität von Webseiten clientseitig zu verändern. Technisch gesehen ist ein Bookmarklet ein Lesezeichen auf das Pseudoprotokoll javascript:, das ermöglicht, Code durch den Browser auszuführen.

Bookmarklets haben gegenüber Erweiterungen gewisse Vorteile. Sie sind in der Regel browserübergreifend einsetzbar und müssen nicht besonders installiert werden. Amit Agarwal zeigt in seinem Beitrag “Guide to Most Useful Bookmarklets for Chrome, Firefox, Safari, etc.” noch weitere Vorteile auf. Vor allem bekommen Sie in dem Artikel die “besten Bookmarklets für Web Browser” aufgelistet. Zumindest die, die Amit dafür hält.

Weitere Sammlungen von Bookmarklets finden Sie auch bei

Wenn Sie es lieber in Deutsch wollen, dann finden Sie eine umfangreiche Aufstellung von Bookmarklets bei stichpunkte.de.

Sollten Sie dort keinen Schnipsel für Ihre Zwecke finden, dann müssen Sie wohl selbst ein Bookmarklet schreiben. Wie das geht, erfahren Sie ebenfalls auf o.a. Seiten oder Sie sehen sich dazu das folgende Video an. Hier lernen Sie die ersten Schritte, allerdings nur an einem einfachen Beispiel. Aber das ist für den Anfang ja auch in Ordnung.

[Die erste Fassung dieses Artikels erschien im ToolBlog am 5. 12. 2011]

 

Bücher zu Javascript (Werbung)

 

 

Schreibe eine Antwort

Der Tipp zum Wochenende: 5 interessante YouTube-Tricks

Seit Ende der 1980er hat bei mir Fernsehen als Medium ausgedient. Kein Tatort und kein Länderspiel vermögen es, mit vor den Bildschirm zu zerren. Wenn überhaupt, dann schaue ich mir Filme nur noch über die Mediatheken der Rundfunksender oder auf YouTube an. Allerdings gehen auch da die neuesten Trends regelmäßig an mir vorbei.

Wenn Sie öfters auf YouTube unterwegs sind, dann stellt Ihnen Mihir Patkar in einem Artikel einige nützliche Apps vor: 5 New Ways to Watch YouTube and Find Videos. Hier sind sie:

  1. YouTube Roulette
    Der Name ist Programm. Hier können Sie YouTube-Videos anschauen bis der Arzt kommt. In einer Endlos-Schleife wird ein Video nach dem anderen abgespielt. Die einzige Obergrenze ist Ihr Standvermögen. Damit die „Auswahl“ nicht ganz so willkürlich ist, können Sie zwischen bestimmten Kategorien, wie z. B. Spaß oder Musik auswählen. Aber auch hier können Sie den Zufall walten lassen und die Wahl der Kategorien dem Programm überlassen.
  2. YouTube Map Explorer
    Hier können Sie Videos anschauen, die einem bestimmten Standort zugeordnet sind. Sie geben z. B. in das Suchfeld „Ravensburg“ ein und erhalten Videos, die mit diesem verträumten Örtchen zu tun haben. Zumindest theoretisch, denn die Ergebnisse, die ich mit diesem Programm erzielt habe, waren eher bescheiden.
  3. Noutube
    Hier verpassen Sie garantiert gar nicht mehr, denn diese Anwendung zeigt Ihnen das Video, das zuletzt auf YouTube hochgeladen wurde. Sie schauen also immer das letzte Video, ob dieses allerdings der letzte Schrei wird, muss sich erst noch herausstellen.
  4. My 90s TV
    Hier können Sie aus einer Vielzahl von Kategorien Filme anschauen, die ursprünglich in den 1990ern entstanden sind. Für mich ist besonders die Sparte „Musik“ interessant. Sie wissen schon, Spice Girls usw. Weiter als die Kategorien können Sie die Auswahl allerdings nicht eingrenzen. Sie können allenfalls weiterzappen, wenn ihnen ein Titel nicht gefällt.
    Bleibt nur noch die Frage, ob es so etwas auch für die 1980er gibt.
  5. MINI Fast Forward
    Wenn Sie den Chrome-Browser benutzen, dann könnte diese Erweiterung für Sie von Nutzen sein. Mit der S-Taste („S_peed“) können Sie ab sofort Filme mit hoher Geschwindigkeit vorspulen. Nicht missverstehen: Mit dieser Taste springen Sie nicht einfach, sondern spulen tatsächlich, es entgeht Ihnen also nichts.

Sollte es kommendes Wochenende regnen und es wird Ihnen langweilig, dann können Sie mit den o.a. Apps mehr oder weniger sinnvoll die Zeit verbringen.

Passen Sie aber auf, dass Sie nicht zum YouTube-Junkie werden und viereckige Augen bekommen!

YouTube-Tricks

[Foto von Pexels [via pixabay], (CC0 Public Domain)]

Schreibe eine Antwort

Wie Sie einfach merkbare Passwörter konstruieren

Sind Sie auch neugierig auf neue Internet-Dienste, für deren Gebrauch Sie sich registrieren müssen? Wenn ja, dann haben wir etwas gemeinsam. Als Folge davon wächst die Zahl der Passwörter leider ins Unermessliche. Irgendwann verliert man den Überblick und kann sich nur mit einem Passwortmerkprogramm weiterhelfen. Momentan benutze ich dazu 1Passwort, denke aber darüber nach, reumütig zu KeePass oder seinem Ableger KeeWeb zurückzukehren. Aus Gründen, wie es so schön heißt.

Nun bin ich über einen knappen, aber interessanten Artikel von Rachel Bowie gestolpert: A Simple Trick for Remembering All of Your Passwords Forever. Sie beschreibt, wie Sie sich ein relativ sicheres Passwort bauen können, das Sie sich leicht merken können.
Der Trick besteht aus diesen drei Schritten:

  1. Wählen Sie einen Satz, den Sie sich leicht merken können, z. B. einen Refrain eines Volkslieds: „Ein Männlein steht im Walde ganz still und stumm“.
    Nehmen Sie nun die ersten Buchstaben der Wörter des Satzes und ersetzen Sie sie ggf. durch leicht zu merkende Ziffern: Beipiel 1 für i, 5 für s , 3 für e und ähnliches. In unserem Beispiel könnte das dann so aussehen: EMsiWgsus, wird zu 3m51Wg5u5.
  2. Überlegen sie sich Kürzel für die Dienste, für die Sie die Passwörter benötigen,
    z. B. AMZ  =  Amazon, FB  = Facebook, Xg  = Xing  usw.
  3. Hängen Sie diese Kürzel an die in Schritt 1 konstruierte Buchstabenfolge. Das ist dann Ihr Passwort, z. B. für Amazon: 3m51Wg5u5AMZ

Ich muss sagen, mir gefällt dieser Trick außerordentlich gut. Wie sicher die auf diese Weise konstruierten Passwörter aber tatsächlich sind, kann ich nicht beurteilen. Irgendeine menschliche oder maschinelle Enigma wird auch sie dechiffrieren können.

Haben Sie noch einen coolen Trick bez. Passwörtern auf Lager?

BTW: Diese und andere Tipps sind in dieser Infografik noch einmal zusammengefasst.
Weiterlesen

3 Antworten

Werkzeuge, mit denen Sie alles Mögliche im Internet teilen können

Ja, ich gebe es zu: Es gab Zeiten, das wusste ich nicht, dass ich in pdf-Dateien die Bilder komprimieren kann oder sogar muss. Letzteres vor allem dann, wenn ich die Fotoprotokolle meiner Workshops an die Kunden sandte. Oft war es so, dass der Kundenserver diese aufgeblähten Anhänge gar nicht mehr akzeptiert hat. Damals nutzte ich einen Dienst namens YouSendIt. Diese Anwendung scheint es gar nicht mehr zu geben. Falls Sie öfters dicke E-Mails verschicken müssen, wären vielleicht der Zeta Uploader oder senduit geeignete Alternativen. Leider kann ich Ihnen nicht sagen, wie und wie gut diese Programme funktionieren, denn mittlerweile bin ich über das Komprimieren von Dateien im Bilde.

Es gibt aber noch viel mehr an Dateien als E-Mail-Anhänge, die man im Internet teilen kann. Der unermüdliche Saikat Basu hat einige von Ihnen mit den entsprechenden Apps zusammengestellt. In 10 Incredibly Simple Ways To Share Stuff On The Web While Saving Time nennt er

  1. Ge.tt (Filesharing)
    Mir hat sich leider nicht erschlossen, inwieweit sich Ge.tt von DropBox & Co unterscheiden soll. Sie können Dateien hochladen und diese dann per E-Mail freigeben. Nicht mehr und nicht weniger.
  2. Jumpshare (Filesharing mit Öffen der Dateien)
    Auch eine Filesharing-Anwendung. Der Unterschied der den Unterschied macht. Sie können über 200 Dateitypen in dieser Anwendung direkt im Browser öffnen. Das ist praktisch, wenn Ihnen für den geteilten Dateityp das entsprechende Programm auf Ihrem Rechner nicht zur Verfügung steht.
  3. Screenleap (YouTube-Dateien)
    Hier können Sie Ihren Bildschirm mit anderen Menschen teilen. Zumindest für 20 Minuten. Wie so oft, so stehen aber auch hier aufgebohrte Bezahlversionen zur Verfügung.
  4. Surprise.ly (YouTube-Videos)
    Nur die Vollbildanzeige bewahrt Sie bei YouTube davor, das ganze Rauschen drumherum betrachten zu müssen: Kommentare, ähnliche Videos und all das andere Zeug das Sie ablenkt. Surprise.ly befreit Sie davon. Sie laden den Link des Videos hoch und tauschen ihn gegen einen anderen ein, wo Sie das entmüllte Filmchen betrachten können. Den Link können Sie auch verschicken.
  5. Flask (To-do-Listen)
    Mit Flask können Sie einfache Aufgabenlisten erstellen und anschließend teilen.
  6. TitanPad (Textdokumente)
    Hier können Sie Texte hochladen und gemeinsam bearbeiten. Klar können Sie das mit anderen Anwendungen auch, aber meistens müssen Sie sich dazu registrieren, Hier nicht.
    Allerdings meldet mein Chrome-Browser einen Datenschutzfehler (MS Edge übrigens nicht). Deswegen habe ich nicht weiter nachgeforscht.
  7. Draw.to (Zeichnungen)
    Dasselbe wie eben, nur mit Grafiken. Wunderdinge sollten Sie aber von diesem Programm nicht erwarten.

Wenn Sie jetzt nur 7 statt 10 Anwendungen gezählt haben, dann haben Sie richtig gezählt. Drei Apps waren leider nicht mehr erreichbar: TinySong, Hutt und 3DFile.io. Mit letzterem Programm ließen sich 3-D-Dateien teilen und betrachten. TinySong vermisse ich nicht besonders. Das ist (war?) ein Programm zum Versenden von Musiktiteln. Das kann Spotify auch.
Hutt hätte ich dagegen gerne einmal ausprobiert. Dort konnte man sich per Video in einem privaten Chatraum treffen.

Sie sehen, die Ausbeute ist bei o.a. Liste eher durchwachsen. Vielleicht werden die drei Programme irgendwann einmal wieder ins Netz genommen. Wenn nicht, dann ist es auch nicht weiter schlimm.

[Foto von heinzremyschindler [via pixabay], (CC0 Creative Commons)]

 

Schreibe eine Antwort

Wie Sie in Englisch eine E-Mail beenden

Wenn Sie international unterwegs sind und öfters E-Mails an englischsprachige Adressaten versenden, dann hilft es sicher zu wissen, wie man im anglo-amerikanischen Geschäftsverkehr eine Nachricht sauber beendet. Karen Hertzberg hat für Sie die wichtigsten Regeln zusammengestellt: How to End an Email: 9 Never-Fail Sign-Offs and 9 to Avoid.

Ich gebe gerne zu, mir war nicht klar, dass man „Looking forward to hearing from you“, „Respectfully / Respectfully yours“ oder „Yours truly“ lieber vermeiden sollte. Karen nennt uns stattdessen andere Grußformeln der mehr oder weniger formellen Art.
Interessant. Ein kleiner, aber feiner Artikel mit hohem Nutzwert.

Nun stellt sich allerdings die Frage, wie man im Deutschen eine E-Mail am besten beenden sollte. Nein, ich meine jetzt nicht die Signatur ;-).

Verwenden Sie neben den üblichen trockenen Grußformeln, auch noch andere originellere? Teilen Sie sie mit uns?

 

Bücher zum Thema (Werbung)

2 Antworten

Brainstorming online: brainR

Ich weiß schon, Brainstorming wird in der Diskussion im Netz häufig als nicht-funktionierende Methode abqualifiziert. Die Gegner haben gute Gründe, schlagende Argumente findet man aber auch für das Brainstorming. Wobei immer hinterfragt werden sollte, ob in der Diskussion das Brainstorming als Synonym für Ideenfindung im allgemeinen oder als Gruppenmethode im besonderen gemeint ist. Bleiben wir bei letzterem.

In der Regel wird das Brainstorming in der Gruppe durchgeführt. Den Teilnehmern wird eine Frage gestellt und diese äußern spontan, was ihnen dazu einfällt. Diese Gedanken werden in geeigneter Form simultan protokolliert. So weit, so gut.
Was machen Sie aber, wenn Sie nicht auf eine Gruppe zurückgreifen können, die Ihnen (hoffentlich) viele Ideen liefert? Klar, Sie bemühen das Netz.

Vielleicht nutzen Sie wie ich Evernote. Dann zeigt Ihnen Michael Gaylord, wie Sie Evernote für Effektive Brainstorming-Techniken einsetzten können.

Wenn nicht, müssen Sie dennoch nicht verzagen, denn es gibt brainR:

brainR ist eine Plattform für Kreativität und Innovation im Web, die es jedem ermöglicht ein online Brainstorming durchzuführen, um so schnell und unkompliziert einen Lösungsansatz für eine Fragestellung zu bekommen.

Das geht ganz einfach. Unter “Let’s go” klicken Sie einfach auf “Brainstorming anlegen” und schon kann es losgehen mit der gemeinsamen Ideenfindung. Nach geraumer Zeit haben hoffentlich einige Leute geantwortet und Sie können die Ernte Ihrer virtuellen Brainstorming-Session einfahren.

Das Konzept geht natürlich nur auf, wenn auch Sie sich als Ideengeber an der einen oder anderen Session beteiligen. Damit Sie leichter eine Sie ansprechenden Fragestellung finden, sind die Brainstormings in Kategorien abgelegt. So finden Sie Anfragen aus Haus und Garten genau so wie Geschäftsideen oder Aus- und Weiterbildung und vieles mehr.

Sie sehen, die Nutzung dieses Angebots ist äußerst einfach und dennoch vielseitig. So können Sie Ihre Frage sogar als Rundmail an Freunde und Bekannte weiterschicken.

brainR ist kostenlos und verlangt noch nicht einmal eine Registrierung. Wenn Sie also als Einzelkämpfer eine zündende Idee benötigen, dann ist brainR vielleicht der Retter in der Not. Allerdings bekommen Sie die Antworten nicht sofort, ein bisschen Zeit müssen Sie den Ideengebern schon geben.

thought-2123970_1920

[Foto von TeroVesalainen [via pixabay], (CC0 Public Domain)]

1 Antwort

Müssen Sie immer Ihre Meinung sagen?

Ich muss es zugeben: Oft, eigentlich fast immer, habe ich es bereut, auf sozialen Netzwerken eine Meinung geäußert oder etwas kommentiert zu haben. Nur in seltenen Fällen entspinnt sich aus einer Meinungsäußerung ein Dialog, meistens ergibt sich eine Diskussion oder gar eine Debatte.

Mit dieser Unterscheidung folge ich dem Buch die 5. Disziplin von Peter Senge. Kurz und knapp gesagt, geht es bei der Diskussion darum, den Gesprächspartner zu überzeugen und bei der Debatte darum, Unbeteiligte auf die eigene Seite zu ziehen. Der Dialog hat das Ziel, den Anderen zu verstehen.

Ziemlich schnell habe ich gemerkt, dass ein Dialog in sozialen Netzwerken nahezu unmöglich ist. Vermutlich war das eine naive Annahme, die diesen Medien nicht gerecht wird und sie überfordert.

Matthias Büttner hat sich in seinem Blog ebenfalls des Themas angenommen: Darf ich immer meine Meinung sagen? Nein!

Wie Sie an der Überschrift sehen können, ist seine Antwort klar. Nein, Sie dürfen nicht immer Ihre Meinung äußern. In dem Beitrag finden Sie ein Schaubild, dass Ihnen zeigt, wann nach Büttners Ansicht eine Meinungsäußerung erlaubt ist:

  1. Die Meinung ist positiv
  2. Die Meinung ist erbeten
  3. Die Meinung dient dem Selbstschutz, dem Schutz der Familie, zur Führung oder der sozialen Verantwortung

Ich selbst ziehe die drei Siebe vor, die auf Sokrates zurückgehen und die Sie leicht abgewandelt auch für die Meinungsäußerung anwenden können:

  1. Können Sie Ihre Meinung mit Zahlen, Daten, Fakten unterlegen?
  2. Hat es für irgendjemanden einen Nutzen, wenn Sie Ihre Meinung äußern?
  3. Ist es unbedingt notwendig, dass Sie Ihre Meinung äußern?

So manche meiner öffentlich gemachten Meinungen wären in einem dieser drei Siebe hängengeblieben. “Reden ist Silber, Schweigen ist Gold”, sagt der Volksmund und oft ist es besser, einfach mal die Klappe zu halten. Das ist schwer und gelingt mir nicht immer, aber mit zunehmendem Alter immer öfter.

Es gibt ohnehin zu viel Rauschen und zu wenig Signale.

president-1822449_1920

[Foto von Sasin Tipchai [via pixabay], (CC0 Public Domain)]

Schreibe eine Antwort

Sind Social Media Gift für Glück und Produktivität?

Seit ich auf der letzten re:publica den Vortrag von Kati Krause gehört habe, sehe ich Social Media mit anderen Augen. Ich bin zwar kein Arzt, kann mir aber gut vorstellen, dass Facebook und Co gerade Menschen, die schon etwas angeschlagen sind, den letzten Rest geben.

Wir sehen unsere Umgebung oft mit verzerrter Wahrnehmung. Sind wir verliebt, dann ist alles um uns herum rosarot und duftet. In dunklen Stunden nehmen wir gerne die Ausschnitte wahr, die unser Leid bestätigen. Damit sind nicht nur Berichte von Leidensgenossen gemeint, sondern gerade auch die Postings der „Shiny Happy People“. Guck mal, wie ich meinen Job liebe, an welcher Strandbar in Mauritius ich jetzt sitze und vieles mehr. Kaum jemand wird auf Facebook veröffentlichen, dass er/sie gerade einsam und mit Tränen auf einem fremden Hotelbett sitzt.

Der Leser möge das nicht falsch verstehen. Es ist nichts dagegen einzuwenden, dass wir unsere Glücksmomente teilen, allerdings kann bei manchen Betrachtern auch der Schuss nach hinten losgehen.

Siddhartha S nimmt sich in einem Artikel des Themas an und stellt die Frage: Is social media killing your happiness and productivity? Er nennt Social Media eine Insel der Seeligkeit und begründet dies mit den Themen, worüber gepostet wird:

  • Beförderungen und Entsendung ins Ausland
  • Einstellung und Stellenwechsel
  • Hochzeiten und Beziehungen
  • Urlaubsberichte
  • Artikel mit prahlerischem Anstrich

Man kann sich vorstellen, wie eine derartige Überflutung positiver Nachrichten auf Menschen wirkt, die sich ohnehin gerade im Tal befinden. Der Eindruck „alle sind erfolgreich und glücklich, nur ich nicht“ wird verstärkt, der subjektive Status der Verlierers gefestigt.

Das die Produktivität unter Social Media leiden kann, begründet Siddhartha durch die

  • die Flut von Meinungen
  • die Vielzahl von Ablenkungen

Wenn ich mich richtig erinnere, nennt man das in der Nachrichtentechnik „Rauschen“. Und ja, ich finde es auch immer schwieriger aus dem Rauschen die relevanten Signale herauszufiltern.

Hier noch einmal der Vortrag von Kati Krause auf der re:publica 2016

In dem Video kommt auch Uwe Hauck zu Wort, der zu Social Media eine ganz andere Ansicht hat. Den Königsweg gibt es eben nicht.

 

1 Antwort