Archiv der Kategorie: Gesundheit

Die Anleitung zum persönlichen Minimalismus

Seit ich das Buch “Early Retirement Extreme” von Jacob Lund Fisker gelesen habe, fasziniert mich der Gedanke des Minimalismus. Nicht, dass wir uns falsch verstehen, Faszination bedeutet nicht, dass ich Minimalismus praktiziere, davon bin ich noch weit weg, denn alte Gewohnheiten sind schwer zu ändern, wie Sie wissen. Dennoch versuche ich, das eine oder andere in meine Lebensgewohnheiten aufzunehmen und bemerke doch den einen oder anderen Fortschritt.

So bin ich schon recht weit darin, meine Wünsche nach ihrer Sinnhaftigkeit zu hinterfragen. Auf diese Weise konnte ich Neuanschaffungen schon erheblich reduzieren. Früher habe ich oft viel zu schnell ohne weitere Überlegung zugegriffen. Was mir jedoch immer noch schwer fällt, ist der Verzicht auf einmal erworbene Besitztümer, auch wenn ich sie eigentlich nicht mehr brauche. Woran das liegt, kann ich nicht genau sagen, vielleicht bin ich als Angehöriger der Kriegsenkelgeneration doch ein Jäger und Sammler (“Wer weiß, wozu man es noch mal brauchen kann”).

Brianna Wiest hat einen Artikel darüber verfasst, wie man einer realistischen einfachen Lebensführung ein Stück weit näher kommen kann: The Ultimate Guide To Realistic Minimalism (What You Need, What You Don’t, And How To Break The Cycle Of Wanting). Minimalistisch ist der Titel zwar nicht (“Ultimate” darf nicht fehlen), der Inhalt dafür aber nützlich.

Brianna führt uns Leser durch die Sparten Kleidung, Bücher, Wohnungsausstattung, Möbel und Gerätschaften. Zu jedem dieser Bereiche gibt es nachdenkenswerte Hinweise. Am besten gefallen mir die Absätze “How to break the cycle of wanting”, in denen sie Tipps gibt, wie wir dem Teufelskreis des Immer-mehr-haben-Wollens entrinnen können.

Ein kleiner, aber feiner Artikel, den ich sicher mehrmals lesen werde.

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Eine Infografik zum Umgang mit Stress

Ergotopia hat eine schöne Infografik mit Tipps zum Umgang mit Stress veröffentlicht, die ich meinen Leserinnen und Lesern nicht vorenthalten möchte.

Als Sicherheitsingenieur sehe ich ja die sogenannte Verhaltensprävention mit gemischten Gefühlen. Beim Durchlesen der Tipps bedenken Sie bitte, dass auch die Selbsthilft ihre (manchmal engen) Grenzen hat. Es gilt immer noch der Grundsatz

Verhältnisprävention geht vor Verhaltensprävention!

Sie kennen den Unterschied nicht? Dann sprechen Sie mich an, ich erkläre es Ihnen innerhalb von nur wenigen Minuten. Für eventuelle Verstörungen kann ich dann aber nichts.  😉

Hier gehts zur Infografik:

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So coachen Sie sich selbst

Nicht alle Firmen geben Ihren Mitarbeitern die Möglichkeiten, sich coachen zu lassen. Teils wissen sie nicht um die Möglichkeiten und die positiven Wirkungen, die fachgerechtes Coaching haben kann, teils scheuen sie die damit verbundenen Kosten.

So bleibt den Mitarbeitern nur, die Kosten für ein Coaching selbst zu übernehmen oder nach anderen Methoden Ausschau zu halten, sich selbst zu entwickeln.

Ed Batista hat auf seiner Website einige ausführliche Beiträge zu Methoden des Selbst-Coachings veröffentlicht, unterteilt in die Bereiche:

  • Was ist Selbst-Coaching?
  • Engagement in uns selbst
  • Setzen von Zielen
  • Selbstwahrnehmung
  • Intervention und Handeln
  • Selbstbewertung
  • Werte und Vision
  • Sich selbst annehmen

Sicher, sich selbst zu coachen ist nicht einfach, denn oft wird der Blick auf die eigene Person durch einen blinden Fleck oder eine verzerrte Wahrnehmung erschwert. Da macht es Sinn, sich mit einem gleichgesinnten „Buddy“ zusammenzutun, um die gewünschte Veränderungen voranzubringen.

Wenn Sie sich tiefer mit Selbst-Coaching beschäftigen möchten, dann empfehle ich Ihnen das Buch von Maren Fischer-Epe: Selbstcoaching: Hintergrundwissen, Anregungen und Übungen zur persönlichen Entwicklung.

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Setzen Sie sich! (…aber richtig)

Mittlerweile hat es sich herumgesprochen, dass das ständige Sitzen ein hohes Risiko für unsere Gesundheit darstellt. Wenn Sie schon viel sitzen müssen, dann sollten Sie das richtig tun. Wie das geht, zeigt dieses nett gemachte Video:

[via Lifehacker]

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Meditieren mit technischer Unterstützung

Letzten Sonntag erschien bein Spiegel online ein Artikel des Magazins t3n, in der verschiedene Apps vorgestellt wurden, die uns beim Meditieren unterstützen sollen.  Für mich ist die Meditation fester Bestandteil meines Lebens. Seit Jahren beginne ich jeden Tag mit einem halbstündigen Body-Scan. Wie die Experten unter den Lesern an diesem Ausdruck ablesen können, folge ich dem Ansatz von Jon Kabat-Zinn, der Mindful Based Stress Reduction (MBSR).

Von denen im Artikel vorgestellten Apps kenne ich keine einzige, kann also meinen Senf nicht hinzugeben. Aber ich kann etwas ergänzen und beschreiben, von welchen Programmen ich mich beim Meditieren unterstützen lasse.

Wenn Sie mit MBSR beginnen möchten, eignet sich vielleicht die Achtsamkeit App, die Sie in Deutsch durch wichtige Meditationen von 3 bis 30 Minuten Dauer führt. Sie können weitere geführte Meditationen hinzu erwerben, allerdings ist dann der überwiegende Teil in englischer Sprache. Dafür lauschen Sie dem Meister Jon Kabat-Zinn höchstpersönlich, wenn Sie möchten. Wählen Sie “stille Meditationen”, dann fungiert die App als Meditationstimer. Während des Tages werden Sie auf Wunsch immer wieder daran erinnert, kleine Achtsamkeitsübungen durchzuführen.  Was mich an der App wirklich stört: Es gibt keinen geführten Body-Scan. Völlig unverständlich, finde ich. Hier können Sie sich mit der mp3-Datei der Techniker-Krankenkasse behelfen, die Sie kostenlos herunterladen können.

Ich selbst verzichte meist auf geführte Meditationen, lasse mich aber durchaus von Anwendungen unterstützen. Zum einen nutze ich den Meditation Timer, den es auch in einer kostenlosen Version gibt, zum anderen die my-Noise-App. Beide Apps harmonieren gut miteinander. Ich verwende sie parallel.

Wenn Sie sich mit Achtsamkeitsmeditation näher beschäftigen möchten, dann empfehle ich Ihnen die Bücher von Kabat-Zinn und Alidina:

Für mich ist die Meditation aus meinem Leben nicht mehr wegzudenken. Sie hat einiges verändert, wie mir auch Menschen in meinem Umfeld bestätigen. Auch bei Ihnen wird Sie einiges verändern. Was, kann man nicht wissen, aber dass sie es tut, ist sicher.

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Nachtrag

Alexandra Graßler empfiehlt in einem Kommentar auf der Facebook-Ausgabe vom ToolBlog die Insight Timer App:

Die app inside timer find ich klasse. Und dort gibt es viele body scan Meditationen ummesonst.

Vielen Dank für den Hinweis!

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Die klassische Konferenz ist quietschlebendig!

Vor knapp zwei Jahren wurde ich von ehemaligen Kommilitonen gefragt, ob ich nicht die Vorträge für das Jahrestreffen 2015 der deutschen Papieringenieure zusammenstellen und während der Veranstaltung durch das Programm führen möchte.

Ich und klassische Konferenz! Nix da! Schließlich liegen zwischen meiner Arbeit in der Papierindustrie und meiner jetzigen Tätigkeit fast 25 Jahre und einige Male Begleitung von Open Space Konferenzen. Letztendlich fühlte ich mich aber doch gebauchpinselt und habe zugesagt.

Letzten Freitag war es so weit. Im Hygienemuseum in Dresden kamen über 300 Mitglieder der drei deutschen Papieringenieurevereine zusammen, um Vorträge zum Stressmanagement unter dem Titel

Mit Volldampf zum Stillstand – Ein Abriss zum Stressmanagement im Betrieb

zu hören und auch zu diskutieren (!). Mit mir waren es sieben Referenten, die in ihren Vorträgen verschiedene Aspekte des Themas beleuchteten. Zwischen den Vorträgen wurden auf Post-it-Notes im Publikum Fragen gesammelt und anschließend auf Pinnwände geklebt. Nach den Referaten gab es einen Meinungsmarkt, bei dem die Zuhörer mit den Referenten ihre Fragen diskutieren konnten.

Hier die Titel der Vorträge

  • Meine Wenigkeit:
    Einführung in das Thema
  • Prof. Dr. Jörg Windemuth (IAG der DGUV):
    Woher kommt nur der ganze Stress? Das Dreiebenenmodell der Belastungen im Betrieb
  • Sabrina Melkau-Echtmann (Leipa Schwedt):
    Weg mit den Frustzentren – Wie man im Betrieb mentale Belastungen misst und die richtigen Schlüsse daraus zieht
  • Reiner Ohrnberger (Walsum Papier GmbH):
    Ich fleißig, Du arbeiten – Vom Führungsspieler zum Spielführer. Ein Veränderungsprozess aus Sicht der betroffenen Mitarbeiter
  • Prof. Dr. Heinz Ziegler (Hochschule München):
    Nicht ärgern, handeln! – Vom konstruktiven Umgang mit Konflikten im Betrieb
  • Dr. Stefan Boëthius (ICAS):
    Was ist ein gutes EAP (Employee Assistance Program)?
  • Gerrit Lund (Papierfabrik Louisenthal):
    Ziemlich beste Freund – Vom pfleglichen Umgang mit sich selbst

Den Meinungsmarkt betreute Daan Waubert de Puiseau (Econovation).
Dokumentiert wurde die Vortragsreihe meisterhaft von Gabriele Heinzel:

 

Die Rückmeldungen waren durchweg positiv, sowohl von den Zuhörern als auch von den Referenten. Es gab sogar Menschen, die ihren Spaß (!) betont haben. Für mich als Anhänger von Open Space und anderen Unkonferenzformen war die Erkenntnis wichtig, dass es nicht ein Entweder-Oder bei den verschiedenen Methoden gibt, sondern ein Sowohl-Als-Auch. Es kommt eben auf die Zielsetzung an.

Wer mir immer noch nicht glaubt, dass ich durch diese Konferenz geführt habe, hier ist das Beweisfoto (Man achte auf die Kleidung!):

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Testbericht Varidesk Laptop 30

Als wir vor ca. 15 Jahren in unser Haus gezogen sind, habe ich mir gleich im Keller oder Souterrain (klingt besser) ein Büro eingerichtet. Ich war damals ganz stolz auf meine schönen Möbel mit Ecktisch, auf den man den Computerbildschirm zweckmäßig platzieren konnte. Die Krönung der Ergonomie dachte ich. wusste damals aber noch nicht, dass es einst heißen würde:

Das Sitzen ist das neue Rauchen!

Damals gab es diese wunderbaren flexiblen Steh- und Sitztische noch nicht, zumindestens habe ich nichts davon gewusst.

Nun wollte ich mir aber keinen neuen Stehsitztisch kaufen, denn (1) sind die Dinger nicht ganz billig und (2) hätten die dann auch nicht zur bestehenden Büroeinrichtung gepasst. Nun gibt es auf diversen Websites im Internet Bauanleitung für solche Tische in Hülle und Fülle, allerdings bezeichnet mich meine Tochter Kristina zu Recht als „Grobmotoriker“. Für derlei Bastelarbeiten bin ich völlig ungeeignet.

Klar, dass ich mich über ein Angebot der Firma Varidesk gefreut habe, einen ihrer höhenverstellbaren Tische auszuprobieren, in meinem Fall war es das Modell Laptop 30.

Geliefert wurde es in einem großen Karton und ich muss sagen, das Teil ist schon ziemlich schwer und wuchtig. Dafür ist es auch solide gefertigt und hochwertig verarbeitet. Da klappert nichts und filigrane leicht kaputtbare Mechanik sucht man vergebens. Einmal ausgepackt, stellt man den Tisch auf die dafür vorgesehene Fläche und das war es dann. Man muss keine besonderen Montagearbeiten vornehmen. Mir kommt das sehr entgegen, denn wie gesagt, ich bin ein Grobmotoriker.

Die Höhenverstellung erfolgt ganz einfach. Man drückt links und rechts zwei Griffe und kann dann den Tisch nach Belieben rauf und runter fahren. Lässt man wieder los. wird der Tisch an der Stelle arretiert.

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Das Arbeiten im Stehen funktioniert wunderbar, allerdings gibt es bei der Arbeit im Sitzen einen Pferdefuß. In der untersten Stellung ist der Tisch nicht optimal ergonomisch. Es gilt bekanntlich die Faustformel, dass sich die Oberkante des Monitors auf Augenhöhe befinden soll. Das lässt sich in der untersten Position leider nicht einrichten, denn die Tischplatte ist selbst schon ca. 15 cm hoch. Im Stehen funktioniert das Arbeiten jedoch wie es soll, also völlig problemlos und ergonomisch.

Meine Variante: Im Sitzen arbeite ich an meinem Desktopcomputer, wenn ich stehen will, wechsle ich zum Varidesk mit dem Laptop. Aus diesem Grund fahre ich den Tisch auch gar nicht mehr hinunter. Das funktioniert tadellos und mittlerweile habe ich mich an das Arbeiten im Stehen schon sehr gewöhnt. Ich stehe bei der Arbeit zwar nicht immer, aber immer öfter.

Fazit: Der Varidesk Laptop 30 ist ein grundsolider höhenverstellbarer Tisch, den ich nicht mehr missen möchte. Für die Arbeit im Sitzen gibt es einen kleinen Abzug, aber wir wollten ja ohnehin so wenig wie möglich sitzen. Wenn Sie also eine komplette Büroeinrichtung ihr Eigen nennen und sich keinen eigenen Stehtisch kaufen möchten, liegen Sie mit dieser Art Möbel richtig. Mir jedenfalls gefällt der Varidesk.

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BTW: An so einem Teil kann man auch ganz prima das Präsentieren an einem Rednerpult üben. Habe ich tatsächlich gemacht. Mehr davon demnächst.

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Test: Sind Sie arbeitssüchtig?

Ich arbeite gerne, meistens zumindest. Auch denke ich, von einer wie immer gearteten Arbeitssucht weit entfernt zu sein. Andererseits kenne ich Mitmenschen, die ohne Arbeit kaum leben können und selbst im Urlaub noch versuchen, so produktiv wie möglich zu sein. Davor kann ich nur warnen, denn Arbeitssucht ist eben eine Sucht, nicht mehr und nicht weniger.

Wenn Sie wissen möchten, ob Sie auf dem Weg zum „Workoholic“ sind, dann können Sie auf der Website von Forbes einen entsprechenden Test machen.

Ob dieser Test eine wissenschaftliche Grundlage hat, vermag ich nicht zu beurteilen. Genießen Sie die Ergebnisse mit Vorsicht.
Wenn Sie ganz sicher gehen wollen, dann ist vielleicht die Website der „Anonymen Arbeitssüchtigen“ eine nützliche Anlaufstelle. Die gibt es tatsächlich, probieren Sie es aus.

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Apps zur Achtsamkeit

Wenn Sie sich in Achtsamkeit üben, dann können Sie auf die Unterstützung diverser Apps für iPhone & Co. zurückgreifen. Ich selbst verwende einen Meditationstimer („Meditation Timer“) und eine eigene App mit dem einfallsreichen Namen „Die Achtsamkeit App“. Allerdings verzichte ich in letzter Zeit immer mehr auf den geführten Body Scan, deswegen ist bei mir die letztere App kaum noch in Gebrauch.
Ob diese meine Apps „die besten“ sind, vermag ich nicht zu sagen, denn es sind eine Unzahl von Programmen auf dem Markt. Insofern möchte ich sie auch nicht unbedingt empfehlen.

Wenn Sie auf der Suche nach einer einschlägigen Anwendung sind, dann lichtet ein Artikel von Madhavan Mani und Kollegen vielleicht den Angebotsdschungel: Review and Evaluation of Mindfulness-Based iPhone Apps. Der Titel liest sich nicht nur trocken, sondern der Artikel ist es auch, denn es handelt sich um eine wissenschaftliche Abhandlung. Immerhin können Sie einen Anhang im Excel-Format herunterladen, der die wichtigsten Apps noch einmal auflistet.

BTW: Wenn Sie den Body Scan ausprobieren möchten, dann empfehle ich Ihnen die geführte Version, die die TK für Sie bereithält.

[via Psychology Today]

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Sind Sie Neurotiker?

Sie kennen das. Sie sitzen im Wartezimmer beim Arzt oder Friseur und blättern mehr oder weniger gelangweilt in einer Illustrierten. Und dann kommt die Seite mit dem Persönlichkeitstest auf der Ihnen ein Titel wie „Machen Sie den großen Brigitte-Test!“ entgegen springt. Wer könnte da widerstehen? Obwohl wir wissen dass derlei Fragebögen in der Regel großer Mumpitz sind, möchten wir schon wissen, was als Ergebnis dabei herauskommt. Entweder fühlen wir uns dann bestätigt („Siehste…“) oder eben nicht („So ein Quatsch!“).

Ich weiß nicht, welchen Qualitätsstandards die „One Minute Personality Tests“ auf dem PsyBlog genügen. Damit können Sie angeblich folgende brennende Fragen klären:

  1. Are You An Introvert, Extrovert or….?
  2. How Neurotic Are You?
  3. How Agreeable Are You? (dt. Übersetzung)
  4. How Open To Experience Are You?
  5. (ist irgendwie verschütt gegangen)

Wie beliebt derartige Tests sind, zeigen die Ergebnisse der einschlägigen Google-Suche. Betrachten Sie die Ergebnisse allerdings mit Skepsis und Humor. Bei anderen Tests, die für viel Geld , angeboten werden, können Sie den Humor weglassen. Dort genügt die Skepsis, allerdings in doppelter Dosis.

 

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Off topic: Toiletten der Welt

Gerade habe ich Ihnen einen Tipp gegeben, wie Sie Ihr Smartphone retten können, wenn es in eine Toilette gefallen ist. Leider funktioniert das nicht immer, wie uns die Infografik „A Brief Look at Toilets Around the World“ aus gleicher Quelle zeigt. Bei manchen Toiletten mag man nicht einmal daran denken, dass einem so etwas passieren kann.

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Wie Sie auf wissenschaftlich überprüfte Weise glücklich werden

Spätestens seit dem Happiness-Projekt von Gretchen Rubin wissen wir, dass Glück kein Zufall ist. Oder zumindest nicht immer. Angeblich können wir lernen, ein glückliches Leben zu führen.

Kevan Lee ist offensichtlich der gleichen Meinung und gibt uns zehn Hinweise, wie wir glücklich werden können.  Der Clou: Alle Tipps sind offensichtlich wissenschaftlich abgesichert. Hier sind sie:

  1. Akzeptieren Sie gegensätzliche Gefühle, zur gleichen Zeit
  2. Sorgen Sie, dass glückliche Freunde in Ihrer Nähe wohnen
  3. Lernen Sie etwas Neues, auch wenn es Mühe macht
  4. Investieren Sie in gute Beratung (aka Coaching)
  5. Drücken Sie die Pausetaste, wenn Sie dem Glück hinterher jagen
  6. Sagen Sie „Nein“ zu nahezu allem
  7. Feiern Sie Ihre Stärken und anerkennen Sie Ihre Schwächen
  8. Bereiten Sie sich auf das Schlimmste vor und hoffen Sie auf das Beste
  9. Geben Sie Ihre Lieblingsgewohnheiten auf, zumindest zeitweise
    (der Weg der Stoiker?)
  10. Tagträumen Sie, aber bleiben Sie dennoch auf dem Boden

Zu jedem Tipp liefert Kevan auch den wissenschaftlichen Hintergrund. Nicht sehr ausführlich, aber als Ausgangspunkt für die weitere Recherche durchaus geeignet. Und vergessen Sie bitte nicht, zu jeder Studie gibt es in der Regel eine Gegenstudie.

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MBSR: Der Einstieg in die Achtsamkeit

Vor einigen Tagen durfte ich in Friedrichshafen einen Workshop zum Thema „Selbstmanagement“ begleiten. Zum einen ging es dabei um die Organisation der eigenen Arbeit („Selbstorganisation“) zum anderen auch darum, wie man mit den Belastungen in der täglichen Arbeit umgeht. Verhaltensprävention nennt das der Fachmann und die Fachfrau.

Wir hatten dabei auch über achtsamkeitskeitsbasierte Stressreduktion (MBSR) gesprochen. Seit einigen Jahren führe ich regelmäßig Übungen nach diesem Ansatz aus und kann mir mittlerweile ein Leben „ohne“ nicht mehr vorstellen. Ein halbe Stunde Body Scan gehört zum täglichen Morgenritual.

Gerne komme ich dem Wunsch einiger Teilnehmer nach und empfehle einige Bücher zum Einstieg in diese faszinierende Methode.

Jon Kabat-Zinn:
Gesund durch Meditation: Das große Buch der Selbstheilung mit MBSR (Link).

In diesem Buch vom „Erfinder“ des MBSR steht alles drin, was man dazu wissen muss. Allerdings liest es sich mitunter etwas sperrig und weitschweifig. Aber das ist wie so oft Geschmackssache.

Shamash Alidina:
Achtsamkeit für Dummies (Link)

Dieses Buch hat mich auf meinem Weg mit MBSR ständig begleitet. Ich nehme es nach wie vor zur Hand, um meine Kenntnisse zu vertiefen.

Shamash Alidina:
Achtsamkeit im Beruf für Dummies (Link)

In diesem Buch finden Sie eine Unmenge nützlicher Hinweise, wie Sie Achtsamkeit im beruflichen Alltag praktizieren können, z. B. in Besprechungen, bei Präsentationen oder im Umgang mit Termindruck. Beim Lesen war ich sehr überrascht, wo überall im beruflichen Alltag Achtsamkeit praktiziert werden kann.

Vom selben Autor gibt es auch ein Übungsbuch zur Achtsamkeit. Ich kann es Ihnen zu diesem Zeitpunkt nicht empfehlen, weil ich es noch nicht gelesen habe. Allerdings steht es bei mir auf der Einkaufsliste ganz oben. Ich melde mich wieder, wenn ich damit gearbeitet habe.

Diese Bücher habe ich übrigens nicht in einem Stück gelesen, sondern eher alternierend in der Art Lesen-Tun-Lesen-Tun etc. Bis heute schlage ich immer wieder in ihnen nach, wenn ich mich weiter entwickeln will oder etwas ganz Bestimmtes wissen möchte.

Wenn Sie gerne Videos schauen, dann haben Sie die nächsten Monate gut zu tun. Auf youtube gibt es Filme von und mit Jon Kabat-Zinn in Hülle und Fülle.

Neben der Meditation empfiehlt der Meiser auch gewisse einfache Yoga-Übungen. Hier kann ich die Videos von Dr. Lynn Rossy empfehlen. Wie gesagt einfach, aber wirkungsvoll.

Ach ja, eine mp3-Datei mit einer Anleitung zu einem Body-Scan gibt es bei der Techniker Krankenkasse zum kostenlosen Download. Probieren Sie es aus!

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Strecken und Dehnen am Schreibtisch

Wir wissen es bereits: „Sitzen ist das neue Rauchen“. Damit wir dennoch vor dem Schreibtisch nicht einrosten, gibt es eine Reihe Vorschläge für ein Minimum an Bewegung. Hier sind 17 Desk Stretches That Might Save Your Life

(Danke, Juli, für den Hinweis):

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Schlafen Sie Polyphasisch!

In meinem biblischen Alter tritt ein Phänomen auf, dass in Fachkreisen als „senile Bettflucht“ bezeichnet wird. Ich kann mich erinnern, dass ich in jungen Jahren (oft zum Ärger meiner Eltern) schlafen konnte, oft bis in die Mittagszeit.

Diese Zeiten scheinen vorbei zu sein. Zwar habe ich keine Probleme mit dem Einschlafen, mit dem Durchschlafen auch nicht, aber morgens um ca. 06:30 Uhr ist die Nacht zu Ende. Dabei ist es völlig schnurz, wann ich am Vorabend zu Bett gegangen bin. Klar, dass bei mir an den Wochenenden „Extreme Couching“ einen gewissen Stellenwert bekommen hat.

Dieser Tage bin ich auf das Konzept „Polyphasischer Schlaf“ gestoßen. Die allwissende Wikipedia erklärt uns den Begriff:

Polyphasischer Schlaf (oder mehrphasiger Schlaf) ist ein Schlafmuster, bei dem der Schlafbedarf auf mindestens dreimal Schlafen pro Tag verteilt wird.

und weiter:

Zuweilen wird der Begriff auch als künstlich umgestellter Schlafrhythmus des Erwachsenen aufgeführt, wodurch ein Auskommen mit verhältnismäßig wenig Schlaf möglich sein soll.

Wie immer bei derartigen Methoden steht die wissenschaftliche Beweisführung noch aus. Wenn Sie sich mit dem polyphasischen Schlaf näher befassen möchten, dann empfehle ich Ihnen die Website von Dr. Piotr Wozniak. Dort hat er für das Thema eine komplette Abteilung eingerichtet: Polyphasic Sleep: Facts and Myths.

Sie erfahren dort nicht nur etwas über den theoretischen Hintergrund des Konzepts, sondern auch einiges über die Schlafgewohnheiten berühmter Mitmenschen wie Napoleon, Leonardo da Vinci oder Benjamin Franklin.

Wer weiß, vielleicht kann ich mit Polyphasischem Schlaf meine Not zur Tugend machen? Haben Sie Erfahrungen damit?

BTW: Der Schlaf unserer Leni scheint extrem polyphasisch zu sein. 😉

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Wie Sie erfolgreich einen Kater behandeln

Guten Morgen und zunächst einmal ein Frohes Neues!

Wenn Sie heute morgen Augenringe und/oder erheblichen Nachdurst haben, dann mag es daran liegen, dass Sie meine Hinweise von neulich nicht aufmerksam gelesen und sich einen Kater eingefangen haben.

Aber keine Sorge, der Autor des Toolblogs lässt Sie nicht im Stich und hat einige Quellen zusammengestellt, auf denen Sie erfahren, was Sie tun können wenn das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist:

Jeder hat seine eigenen Tipps. Ich bevorzuge meinen speziell gemixten Tomatensaft:

  1. Ein Schuss Tabasco
  2. einen großen Schuss Worcester-Sauce
  3. einige Spritzer frischer Zitronensaft
  4. eine große Prise Kräutersalz und Pfeffer
  5. mit Tomatensaft auffüllen und kräftig umrühren

Und bei allem natürlich den ausgiebigen Neujahrsspaziergang in der frischen Luft nicht vergessen!

Wenn das Lesen noch nicht richtig klappt, da die Buchstaben noch zu verschwommen sind, dann hilft vielleicht dieses Video:

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Wie man einem Kater aus dem Weg geht

Ein wenig Zeit bleibt ja noch, um sich seelisch und moralisch auf den Jahreswechsel vorzubereiten. Viele Menschen begehen diesen ja feuchtfröhlich mit alkoholischen Getränken, was dann am nächsten Tag furchtbar gebüßt werden muss.

Was der Fachmann als „Alkoholintoxikation“ beschreibt, nennt der Volksmund schlichtweg „Kater“:

Als Kater oder Katzenjammer (medizinisch Veisalgia) bezeichnet man umgangssprachlich das Unwohlsein und die Beeinträchtigung der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit eines Menschen infolge einer leichteren Alkoholvergiftung. Die auslösende Alkoholmenge variiert von Mensch zu Mensch. Wissenschaftler gehen davon aus, dass ein Kater bis zu drei Tage lang die Leistungsfähigkeit einschränken kann. (Quelle: Wikipedia)

Nun gut, nicht umsonst ist der 1. Januar als „Neujahr“ ein Feiertag. Ein Schelm, der Böses dabei denkt. Aber man muss sich ja nicht durch Kopfschmerzen und andere Wehwehchen gleich den ganzen Tag verderben lassen.

Sie können dem Kater vorbeugen. Wie, erklären Ihnen diese Artikel:

Auch wenn sich die Autoren dieses Videos auf St. Patricks-Day beziehen, dem Kater ist das wurscht:

[via Presurfer]

 

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Produktiv mit ADHS

Produktiv mit ADHS? Wenn Sie mit dieser Abkürzung nichts anzufangen wissen, dann lassen Sie uns zusammen einen Blick in die allwissende Wikipedia werfen:

Die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) […] ist eine bereits im Kindesalter beginnende psychische Störung, die sich durch Beeinträchtigungen in den Bereichen Aufmerksamkeit und Impulsivität sowie bei zwei der drei Typen ausgeprägte körperliche Unruhe (Hyperaktivität) äußert.

So wie ich das Ganze verstanden habe, ist das Symptom „Viel anfangen, nichts fertig bekommen“ eines von vielen, mit denen ADHS beschrieben wird (Nein, der Umkehrschluss ist nicht zulässig!).

Bei Paul Gambill wurde die Diagnose ADHD, wie ADHS im Englischen heißt, gestellt. Auf seinem Blog beschreibt er, wie er seine persönlichen Produktivität trotzdem aufrecht erhält: Dealing with ADHD, one reminder alarm at a time. Hier sind seine Hinweise:

  1. In dem Moment, in dem man denkt: „Das sollte ich tun“, den Gedanken sofort notieren und wenn möglich mit einer Erinnerung versehen
  2. Alles aufschreiben
  3. Unzulänglichkeiten akzeptieren
  4. Einen persönlichen Kalender führen und einen Kalender, den man mit seinem Partner teilt
  5. Eine Uhr tragen (und benutzen)
  6. Verstehen lernen, welchen Einfluss Chemikalien auf die mentale und phyische Wahrnehmungsschärfe nehmen
  7. Die Arbeitszeit und die freie Zeit in Segmente teilen
  8. So regelmäßig wie möglich Sport treiben
  9. Die kleinen Dinge zuerst erledigen, dann zu den größeren übergehen
  10. Ein Programm zur Organisation der Aufgaben benutzen
  11. Lernen, in welcher Stimmung man ist und wie sie sich auf die Arbeit auswirkt

Paul gibt zu den einzelnen Punkten die eine oder andere Erläuterung.

Vieles werden erfahrene Leser wiedererkennen: Das Alles-aus-dem-Kopf-Prinzip, Time-Boxing oder die Arten der Priorisierung in GTD® zum Beispiel. Ich kann mich besonders gut mit Punkt 9 identifizieren. Ich weiß, die Covey-Jünger folgen dem Prinzip, erst den unangenehmen dicken Brocken zu erledigen und dann erst die kleinen Dinge zu tun. Aber Paul und ich sehen das eben anders.

Ich möchte auch noch einmal auf ein Interview zur Aufmerksamkeitsdefiziteigenschaft (ADE) hinweisen, über das ich vor Jahren berichtet habe: Information Overkill.

 

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Fitness im Büro: 12 Übungen für das Stehpult

Ich sitze gerade im leeren Seminarraum, um während der Mittagszeit etwas im Internet herumzusurfen. Allerdings bin ich mir dessen bewusst, dass ich die Pause auch sinnvoller nutzen könnte. Zur Ertüchtigung des abgeschlafften Körpers nämlich.

Wenn Sie Ihre Büroaufgaben bereits am Stehpult erledigen, dann haben Sie schon einen entscheidenden Schritt für Ihre Gesundheit getan. Es geht aber noch mehr, wie ein Beitrag auf StandingFit zeigt: 14 Great Exercises at Work with Standing Fit.

Wenn Sie die Übungen selbst machen wollen, dann sollten Sie jedoch den Hinweis der Autoren beherzigen:

Although the model is shown in heels we strongly recommend you perform these exercises with your feet flat to the floor.

 

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Halten Sie sich fit. Ganz ohne Geräte!

Auch wenn man mir das nicht ansieht, ich versuche durchaus, mich fit zu halten. Allerdings gibt es für mich eine Einschränkung. Bei etwa 100 bis 120 Reisetagen im Jahr macht die Mitgliedschaft in einer Muckibude für mich keinen Sinn. Aus diesem Grund war und bin ich immer auf der Suche nach einer Anleitung für den Sport im Hotelzimmer.

Nun gibt es diverse Websites, die das Fitnesstraining von Gefängnisinsassen propagieren. Wenn Sie es nicht glauben, dann googlen Sie einmal nach „jail fitness“. Sie werden staunen. Mir ist das alles zu martialisch und deshalb bin ich froh, auf die Website von Naila Rey gestoßen zu sein: 100 No-Equipment-Workouts. Auf dieser Seite finden Sie eine Unmenge Anleitungen für Körperübungen, für die Sie keine Geräte brauchen. Sie können sämtliche Übungen als pdf-Dateien ummesonscht herunterladen, für das Smartphone genauso wie für Ihr Tablet. Über Amazon gibt es auch eine Papierversion, falls Ihnen das lieber ist.

Wohlan denn, auf zum fröhlichen Schwitzen, Ausreden gibt es jetzt keine mehr!

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