Kategorie-Archiv: Büchertipps

Gerd Gigerenzer auf der rpTEN

Einer der Autoren, die mich in den letzten Jahren besonders beeinflusst haben ist Gerd Gigerenzer. Seine Bücher waren für mich nicht nur theoretisch wegweisend, sondern boten auch ganz praktische Unterstützung im Alltag.




Umso mehr habe ich mich gefreut, Gerd Gigerenzer dieses Jahr live auf der re:publica (oder besser Media Convention) erleben zu dürfen. Er hielt einen Vortrag und diskutierte auf dem Podium. Das Thema lautete: Wider die Herrschaft der Algorithmen! Wie bekommen wir die Kontrolle zurück?

Mitveranstalter war ARTE, deren Journalistin Carolyn Höfchen auch die Moderation besorgte. Leider nicht ganz auf der Höhe, da wäre mehr drin gewesen.

Hier ein Buch von Gerd Gigerenzer, in dem er Risikokompetenz beschreibt. Wärmste Empfehlung!

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Die richtigen Fragen für mehr Innovation

Vor Jahren durfte ich den Marketing-Tausendsassa Guy Kawasaki live auf der Bühne bewundern. Das war anlässlich des GTDSummits in San Francisco, wo er David Allen interviewte. Sie wissen schon, zwei Meister auf Barhockern vor großem Publikum.

Guy Kawasaki äußert sich immer wieder auch zu Fragen der Kreativität und der Innovation. Das ist sozusagen seine Kernkompetenz. In seinem Artikel “The Art of Simple Questions: How Simple Questions Lead to Great Innovations” beschreibt er, wie einfache Frage zu großartigen Innovationen führen können. Fragen wie diese zum Beispiel:

  • Was folgt aus einem bestimmten Umstand?
    (Am besten 5 mal hintereinander fragen)
  • Ist das nicht interessant?
    (Besser: Was ist daran interessant?)
  • Kann man das noch besser machen?
  • Warum machen wir das nicht?
  • Es ist möglich, warum tun wir es dann nicht?
  • Wo ist der wunde Punkt beim Marktführer?

Sie merken schon, diese Fragen sind tatsächlich sehr Marketing getrieben. Wenn Sie sich tiefer mit Innovation beschäftigen möchten, empfehle ich Ihnen die “Blue Ocean Strategie”.

Hier das Buch zum Film:

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Wie Sie eine Konferenz organisieren

Auch wenn Sie keine Konferenz vom Zuschnitt einer re:publica oder eines GTDSummits organisieren möchten, nützlich sind die Hinweise von Louis Rosenfeld allemal: How to Organize a Conference: 18 Amazingly Useful Tips. Sie lauten:

  1. Klären Sie ab, ob die Konferenz wirklich nötig ist
    Es gibt eine Menge Veranstaltungen auf dem Markt. Analysieren Sie ihn. Wozu der ganze Aufwand? Mit welchen anderen Events gehen Sie ins Rennen? Wo liegt der besondere Nutzen Ihrer Konferenz, den andere nicht bieten?  Was könnte jemanden dazu veranlassen, an Ihrer Veranstaltung teilzunehmen?
  2. Welche Art von Konferenz soll es denn sein?
    Denken Sie über das Format der Konferenz nach. Möchten Sie informieren oder möchten Sie Probleme lösen? Welches Format unterstützt die Absicht Ihrer Konferenz am besten? Ist das klassische Format am besten geeignet oder eine Format wie OpenSpace oder Barcamp? Kann man Elemente kombinieren?
  3. Achten Sie auf den Teufel, der im Detail steckt
    Je mehr Sie Kleinigkeiten vernachlässigen, desto mehr fallen Sie Ihnen während der Konferenz auf die Füße. Man kann es auch anders sehen: Wenn Sie sich nicht um die Details kümmern, dann werden es Ihre Teilnehmer tun.
  4. Lassen Sie sich von Profis unterstützen
    Eventmanagement ist ein Studiengang. Es gibt Leute, die sich professionell mit so etwas beschäftigen. Lassen Sie sich helfen, wenn nötig. Das gilt auch für die Fachleute vor Ort, die sich in der Logistik oder im Catering auskennen.
  5. Stellen Sie ein Organisationsteam zusammen
    Auch hier: Kümmern Sie sich um helfende Hände. Vielleicht ist jemand bereit, als Freiwillige zu helfen und im Gegenzug kostenlos an der Konferenz teilnehmen zu können. Ich habe das während meiner Studienzeit gern und oft gemacht.
  6. Seien Sie ein Rollen-Vorbild
    Walk the Talk!
  7. Betrachten Sie die Konferenz als ein Business
    Kalkulieren Sie scharf und rechnen Sie mit spitzer Feder. Ich habe schon Menschen gesehen, die scharf am Ruin vorbeigeschlittert sind. Sie haben richtig gelesen: Ruin!
  8. Verkaufen Sie an Sponsoren, aber verkaufen Sie nicht Ihre Seele
    Sponsoren sind wichtig für jede Konferenz, denn Sie helfen, einen Großteil der Kosten abzudecken. Dafür bekommen Sie etwas, aber nicht alles. Es ist Ihre Konferenz, nicht die Konferenz der Sponsoren.
  9. Sorgen Sie für ausreichend Luft
    Das ist auch im übertragenen Sinn gemeint. Gerade bei klassischen Konferenzen ist es wichtig, dass die Teilnehmer trotz des Programms ausreichend Zeit für die Kommunikation untereinander und persönliche Bedürfnisse haben.
  10. Speaker sind nicht umsonst zu haben
    Viele Menschen leben davon, bei Konferenzen als Redner aufzutreten. Überlegen Sie, was Ihnen der Auftritt eines solchen Menschen wert ist. Vielleicht ist es aber auch dem Redner etwas wert, bei Ihrer Konferenz gehört zu werden? Achten Sie aber darauf, das durch den Vortrag ein Mehrwert für die Zuhörer entsteht.
  11. Kümmern Sie sich um die Redner, bis sie auf dem Podium stehen
    Wenn Sie jetzt an den berühmten Sack Flöhe denken, den es zu hüten gilt, dann liegen Sie nicht falsch.
  12. Wählen Sie die Örtlichkeit mit Bedacht aus
    Orte haben großen Einfluss auf die Atmosphäre einer Veranstaltung. Orte können als Anker wirken. Teilnehmer erinnern sich manchmal später genau  so stark an die Location wie an Begegnungen und Inhalte. Und ja, es gibt Magic Places, ich habe solche selbst erlebt.
    Achten Sie bei der Auswahl auch darauf, mit Medien und Räumen flexibel agieren zu können.
  13. Achten Sie auf einen logischen Zusammenhang
    Wenn Sie dem klassischen Format folgen, dann vermeiden Sie ein wild zusammengewürfeltes Sammelsurium von Referaten, sondern sorgen Sie für inhaltliche Struktur.
  14. Überlegen Sie, wie Sie ungeplante Hohlzeiten überbrücken können
    Ich selbst habe einmal einem Veranstalter angekündigt, nicht über eine Viertelstunde reden zu wollen. Er hat mir nicht geglaubt und hatte anschließend ein Problem. Es entstand eine Lücke und  er wusste nicht, wie er sie schließen sollte. Er ist bis heute beleidigt mit mir.
  15. Denken Sie darüber nach, auf welche Weise Sie Feedback einholen möchten
    Was möchten Sie wissen und welcher Kanal ist dafür geeignet? Wollen Sie das Feedback unmittelbar nach der Veranstaltung oder möchten Sie etwas Zeit ins Land gehen lassen?
  16. Überlegen Sie sorgfältig, was Sie tun?
    Sie können nicht jederzeit wieder aussteigen. Deshalb überlegen Sie sorgfältig etwaige Konsequenzen.
  17. Planen Sie für Ihre eigene Teilnahme Zeit ein
    Dies dient dazu, Ihre eigene Konferenz aus der Perspektive der Teilnehmer zu betrachten. Vielleicht ist auch ein Thema für Sie so interessant, dass Sie sich einbringen möchten. Planen Sie Zeit dafür ein.
  18. Vergessen Sie nicht, “Dankeschön” zu sagen
    Denken Sie dabei auch an die vielen unscheinbaren Helferlein im Hintergrund.

Ein nützliche umfangreiche Checkliste, finde ich.

Wenn Sie sich tiefer mit dem Thema auseinandersetzen möchten, empfehle ich Ihnen das Buch von Susan Friedmann: Meetings und Events organisieren. Ein Wermutstropfen gibt es bei dem Buch allerdings. Es behandelt nur klassische Konferenzen. Tipps zu Barcamps & Co finden Sie dort nicht.

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So coachen Sie sich selbst

Nicht alle Firmen geben Ihren Mitarbeitern die Möglichkeiten, sich coachen zu lassen. Teils wissen sie nicht um die Möglichkeiten und die positiven Wirkungen, die fachgerechtes Coaching haben kann, teils scheuen sie die damit verbundenen Kosten.

So bleibt den Mitarbeitern nur, die Kosten für ein Coaching selbst zu übernehmen oder nach anderen Methoden Ausschau zu halten, sich selbst zu entwickeln.

Ed Batista hat auf seiner Website einige ausführliche Beiträge zu Methoden des Selbst-Coachings veröffentlicht, unterteilt in die Bereiche:

  • Was ist Selbst-Coaching?
  • Engagement in uns selbst
  • Setzen von Zielen
  • Selbstwahrnehmung
  • Intervention und Handeln
  • Selbstbewertung
  • Werte und Vision
  • Sich selbst annehmen

Sicher, sich selbst zu coachen ist nicht einfach, denn oft wird der Blick auf die eigene Person durch einen blinden Fleck oder eine verzerrte Wahrnehmung erschwert. Da macht es Sinn, sich mit einem gleichgesinnten „Buddy“ zusammenzutun, um die gewünschte Veränderungen voranzubringen.

Wenn Sie sich tiefer mit Selbst-Coaching beschäftigen möchten, dann empfehle ich Ihnen das Buch von Maren Fischer-Epe: Selbstcoaching: Hintergrundwissen, Anregungen und Übungen zur persönlichen Entwicklung.

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Crashkurs für das Fotografieren mit dem iPhone

Ehrlich gesagt, ich weiß auch nicht, warum ich noch eine Digitalkamera besitze, dazu noch eine ziemlicht teure. Es geht schon damit los, dass man für die Bedienung derselben zwei Semester Studium der Bedienungsanleitung benötigt, um auch nur einen Bruchteil der Möglichkeiten auszunutzen.




Dann also lieber das Smartphone. Man hat es sowieso immer dabei, warum also nicht gleich sämtliche Fotos damit machen. Dennoch sollte man dabei ein paar Dinge beachten, wie uns dieses Video anhand des iPhones zeigt:

Ein kluger Mensch hat einmal gesagt:

Die beste Kamera ist die, die man dabei hat

und so steht dem ständigen Gebrauch des iPhones nichts mehr im Wege. Den ambitionierten Fotografen unter den Lesern sei gesagt, dass es demnächst sogar Zeiss-Vorsatzobjektive für das iPhone geben wird (falls sie nicht sogar schon auf dem Markt sind).

Wenn Sie lieber etwas Gedrucktes zum Thema in den Händen halten möchten, dann empfehle ich Ihnen das Buch von Bob Weil und Nicki Fitz-Gerald: Fotokunst mit dem iPhone: 45 Workshops für kreative Fotografen. Anhand vieler Praxisbeispielen erklären bekannte Fotografen nicht nur, wie Sie das Bild aufgenommen haben, sondern auch, wie sie es mit iPhone-Apps (Snapseed & Co) nachbehandelt haben. Ich fand das Buch hervorragend, allerdings auch sehr anspruchsvoll.

Es ist schon erstaunlich, was mit dem iPhone (und natürlich auch anderen) möglich ist. Ich bin gespannt, wie lange die “Normalkamera” noch überlebt.

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Wie Sie Ihr Zeug erledigt bekommen: Time-Boxing

Ich muss Neil Fiore Abbitte leisten. Noch vor kurzem hätte ich empfohlen, sein Buch “Warum nicht gleich?” in der Apotheke als Schlafmittel zu vertreiben. Das hat sich gründlich geändert. Nachdem ich die ersten Seiten durchgehalten haben, liest sich für mich das Buch wie ein Krimi. Sicherlich empfindet man ein Buch, ein Gepräch, einen Vortrag etc. immer dann als besonders hilfreich, wenn es gerade die eigene Gemütslage anspricht. Insofern trifft Fiore bei mir gerade  den Nagel mit voller Wucht auf den Kopf.

In dem Buch wird eine spezielle Art des Time-Boxing beschrieben. Das Prinzip: Sie verpflichten sich, eine vorher definierte Zeit, etwa 30 Minuten, an Ihrer Aufgabe zu arbeiten ohne sich dabei unterbrechen oder ablenken zu lassen. Wenn Sie sich bereits mit der Tomatentechnik (Pomodoro-Technique) beschäftigt haben, dann wissen Sie in etwa, wie das funktioniert.

J.D. Meier hat in einem sehr ausführlichen Artikel beschrieben, wie Sie das Time-Boxing für sich gewinnbringend einsetzen können: How To Use Time Boxing for Getting Results. In dem Beitrag werden eine Reihe von Gründen aufgeführt, warum sich das Time-Boxing lohnt. Für mich sind dies die wichtigste:

  • Sie nutzen konsequent Gelegenheiten (Zeitfenster), die sich mehr oder weniger zufällig ergeben
  • Sie teilen automatisch “große Brocken” in kleinere handhabbare Schritte
  • Sie schärfen Ihre Konzentration
  • Ihre Motivation wird gefördert, denn es ist ein gutes Gefühl, die Time-Box durchgehalten und etwas geschafft zu haben

Meier beschreibt fünf Schritte um mit Time-Boxing zu arbeiten:

  1. Identifizieren Sie Aufgaben, die Sie mit Time-Boxing erledigen möchten
  2. Benennen Sie Ihre Ziele
    (Ohne das geht es in den USA nicht)
  3. Definieren Sie die Größe der Time-Box
    (Das Größe (Dauer) des Zeitfensters ist sichter unterschiedlich und hängt von den Bedingungen Ihrer Arbeit ab. Für mich haben sich 30 Minuten als praktikabel herausgestellt)
  4. Arbeiten Sie konsequent innerhalb Ihres Zeitfensters
  5. Überprüfen Sie Ihren Fortschritt und passen Sie die Arbeitsweise an

Wie gesagt, es gibt einige Varianten. Manche schwören auf die Tomatentechnik nach Cirillo, manche (ich z.B.) auf die Unschedule-Methode nach Fiore. Andere verbinden die beiden Methoden miteinander.

Apps für jede Art von Time-Boxing gibt es in Hülle und Fülle, insbesondere alle Arten von Pomodoro-Timern. Für Windows empfehle ich Ihnen Instant Boss, für den Mac Time Out und für das iPhone den eingebauten Timer.

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Linkliste zum Mind Mapping

Letzte Woche hatte ich das Vergnügen, einen Workshop zum Thema “Mind Mapping” begleiten zu dürfen. Zu diesem Anlass habe ich für die Teilnehmer eine kleine Linkliste zusammengestellt, die ich den ToolBlog-Lesern nicht vorenthalten möchte.

Büchertipps

Die Büchertipps finden Sie hier auf der entsprechenden Seite im ToolBlog.

Artikel

Links

Software

Andere Software zur Visualisierung
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Der “andere” Terminkalender

Ich habe ja ein gewisses Verständnis dafür. Genauso, wie man aus einem Ackergaul kein Rennpferd machen kann, wird aus einem Ratgeber zur Aufgabenorganisation kein packender Thriller. Aber dennoch steht für mich die Frage im Raum: Warum sind die Selbstmanagementbücher immer so dröge? David Allen ist in der Runde der Einäugige unter den Blinden, durch die Bestseller (?) von Covey  musste ich mich derbe durchquälen. Ob es am Originaltext oder an der Übersetzung liegt, vermag ich nicht zu beurteilen. Vielleicht befrage ich dazu bei Gelegenheit die Kolleginnen von Academia.

Den Klassiker von Neil Fiore habe ich mir nun aus gegebenem Anlass (wie es so schön heißt) erneut vorgenommen. Nachdem ich Fachbücher ohnehin nicht mehr schön linear von vorne bis hinten durchlese, habe ich mit dem m.E. wichtigsten Kapitel über den “anderen” Terminkalender begonnen.

Über dem Teich ist Fiores Ansatz, einen Terminkalender zu führen, als “Unschedule”-Methode bekannt. Und so gehen Sie dabei vor:

  1. Planen
    Es werden nur Tätigkeiten vorher in den Terminkalender eingetragen, die nichts mit der Arbeit zu tun haben. Auch Schlafen gehört dazu. Deshalb muss der “andere” Terminkalender auch die 24 Stunden eines Tages abdecken. Andere arbeitsfreie Tätigkeiten sind z.B. Essen, Sport, Spazieren, private Verabredungen usw.
  2. Die 30-Minuten-Regel
    Tragen Sie in den Kalender Blöcke ein, an denen Sie mindestens 30 Minuten am Stück gearbeitet haben.
    Es zählen tatsächlich nur volle 30 Minuten. Wenn Sie weniger gearbeitet haben, dann haben Sie Pech gehabt und es gildet nicht, wie die Kinder immer sagen. Und Arbeit heißt Arbeit und heißt nicht Herumdaddeln (im Internet surfen, Kaffee kochen u.ä.).
  3. Pause
    Wenn Sie einen halbstündigen Arbeitsblock hinter sich gebracht und in den Kalender eingetragen haben, dürfen Sie Pause machen oder etwas anderes Angenehmes tun.
  4. Kassensturz
    Am Ende eines Tages und einer Woche addieren Sie die Zeiten, an denen Sie in halbstündigen Blöcken gearbeitet haben. Seien Sie stolz auf das, was Sie erreicht haben.

Ansonsten ist zu beachten:

  • Ein Tag in der Woche gehört Ihnen. Halten Sie sich einen Tag in der Woche frei, an dem Sie nicht arbeiten. Machen Sie nur das, wozu Sie Lust haben und erholen Sie sich.
  • Konzentieren Sie sich auf das Anfangen! Wichtig ist, mit einer Arbeit überhaupt erst einmal zu beginnen. Wenn Sie das schaffen, kommt das Ende schon von allen hinterher.
  • Denken Sie nicht so sehr daran, was Sie alles noch tun müssen, sondern arbeiten Sie einfach eine halbe Stunde hochkonzentriert und ohne Ablenkung. Sie kommen so um das Fertig stellen einer Aufgabe gar nicht herum.
  • Denken Sie daran, gültig für den Eintrag in den “anderen” Terminkalender sind nur vollständig durchgearbeitet 30-Minuten-Blöcke.

Hier gibt es weitere Infos zum “anderen” Terminkalender:

Mary IchWeißNichtWie hat eine kurze Zusammenfassung zum Unscheduling geschrieben: Procrastination 101: The Unschedule.

Michael Sliwinski beschreibt in seinem Artikel “Power of Unschedule and Pomodoro Technique”, wie man beide Methoden hervorragend miteinander verbinden kann.

Vorlagen für den “anderen” Terminkalender gibt es bei DIY-Planner (pdf-Datei) und auf der Website von Neil Fiore, dort gibt es auch ein ausgefülltes Praxisbeispiel zu bestaunen. Sie können aber den “anderen” Terminkalender auch hervorragend mit MS Outlook realisieren.

Wenn Sie sich nicht durch das komplette Buch von Neil Fiore quälen wollen, dann empfehle ich Ihnen die Zusammenfassung von Xavier Noria.

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2 Apps zur Strategieentwicklung

Bei Büchern und auch bei andersartigen Veröffentlichungen, online oder zum Anfassen, haben zwei Genres immer Hochkonjunktur: Kochbücher und Erfolgsratgeber. Auf den ersten Blick höchst unterschiedlich, haben sie doch etwas gemeinsam: Sowohl bei Kochbüchern als auch bei Erfolgsratgebern werden mehr oder weniger einfache Rezepte angeboten. Zumindest die aus den Kochbücher funktionieren.

Wie Küchenrezepte sind auch die Erfolgsrezepte verschiedenen Strömungen des Zeitgeists unterworfen. Was haben wir schon alles gesehen: Peters/Waterman, die Lernende Organisation und jetzt Holocracy. Das schöne ist: Sie “stimmen” alle. Vor allem, wenn man die Geschichten erfolgreicher Organisation in der Retrospektive betrachtet. Alles ist im nachhinein erklärbar, logisch und einleuchtend. Im nachhinein, wohlgemerkt.

Spannender wäre es umgekehrt.

Man wüsste zu gern, was man heute tun muss, damit sich der Erfolg morgen einstellt.

Und genau da setzen die vielen Ratgeber in Büchern und Artikeln an: Du musst es nur machen wie Steven Jobs, Richard Branson oder [Vorname Nachname], der Erfolg ist Dir sicher. Anstatt der berühmten Namen lassen sich auch Managementansätze einsetzen. Genug Säue werden ja durchs Dorf getrieben.

Allerdings werden Sie leider nicht automatisch erfolgreich, wenn Sie das gleiche tun wie Richard Branson. Und wenn das erfolgreiche Unternehmen Zappo Holocracy praktiziert, heißt das nicht, das jedes Unternehmen mit Holacracy erfolgreich wird wie Zappo.

Ich denke, dennoch haben manche Strategieansätze ihren Nutzwert. Wenn es stimmt, dass “die beste Art, die Zukunft vorherzusehen, die ist, die Zukunft zu gestalten”, dann können Sie diese Ansätze zumindest unterstützen.

Mit Erfolgsstrategien beschäftige ich mich, seit ich mich vor zwanzig Jahren mit der EKS-Strategie nach Wolfgang Mewes selbstständig gemacht habe. In den letzten Jahren fand ich Effectuation und die Blue Ocean Strategie besonders interessant.

Wenn Sie Benutzer eines iPads sind und mehr über diese Ansätze erfahren möchten, dann gibt es entsprechende Apps, die Sie kostenlos über iTunes herunterladen können:

Mit beiden Apps können Sie einschlägiges Wissen erwerben, vertiefen und auch auf Ihre Organisation oder Ihre eigene Karriere anwenden.

Wenn Sie sich zunächst erst einmal auf die traditionelle Art informieren möchten, dann empfehle ich Ihnen die Bücher von Faschingbauer und W. Chan Kim/Mauborgne:

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Die Anleitung zur Business Model Canvas

Es gab eine Zeit, da gab es kein Barcamp ohne eine “Canvas” zu welchem Thema auch immer. Im Prinzip handelt es sich bei dieser Leinwand um ein Diagramm mit bestimmten Feldern, die auf einen Blicke die wesentlichen Elemente eines Denkmodells zeigen und eventuelle Abhängigkeiten untereinander aufzeigen soll.

Wenn ich richtig informiert bin, gab es derlei Diagramme, Schemata oder wie man es sonst nennen soll, schon immer, man denke hierbei etwa an das Ishikawa-Diagramm oder das EKS-Strategietableau (pdf). Den eigentlichen Hype der letzten Jahre hat allerdings der Bestseller von Osterwalder und Pigneur ausgelöst: Business Model Generation. Das in diesem Buch vorgestellte Schema für Geschäftmodelle war Ausgangspunkt für viele Ableger, z. B. für das “persönliche” Geschäftsmodell (Business Model You) oder zum Projektmanagement.

Nun ist die Canvas für Geschäftsmodelle zwar recht einfach aufgebaut, aber relativ schwer auszufüllen. Am besten geht das im Team (für Unternehmen) oder mit einem Coach (Business Model You), denn die besten Lösungen entstehen im Dialog. Der Teufel steckt auch hier im Detail.

Alex Cowan hat eine detaillierte Anleitung geschreiben, die Ihnen hilft, mit einer Business Model Canvas ein Geschäftsmodell abzubilden oder zu entwickeln: The 20 Minute Business Plan: Business Model Canvas Made Easy. Alex erklärt zunächst den Aufbau einer Business Model Canvas und geht mit Ihnen Schritt für Schritt die einzelnen Felder durch. Schließlich erklärt er, wie Sie die Vorlagen für Google Docs und PowerPoint verwenden können.

Die Anleitung ist wirklich sehr ausführlich und reichhaltig mit Präsentationen und Bildern illustriert. Nur machen Sie sich bitte keine Illusionen, einfach ist das Erstellen eines solchen Schemas nicht und woher der Autor Einschätzung von  zwanzig Minuten nimmt, ist mir schleierhaft.

Für mich ist die Canvas in erster Linie das visualisierte Ergebnis eines Findungsprozesses, der durch vielerlei Fragen, unterschiedliche Werkzeuge und auch andere Diagramme, wie z.B. das Strategietableau unterstützt wird. Ganz ohne Hilfe geht das nicht oder nur schwer. Wenn Sie einen Coach zur Erstellung Ihres ganz persönlichen Geschäftsmodells als Angestellter oder Selbstständiger benötigen, sprechen Sie mich an.

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Meditieren mit technischer Unterstützung

Letzten Sonntag erschien bein Spiegel online ein Artikel des Magazins t3n, in der verschiedene Apps vorgestellt wurden, die uns beim Meditieren unterstützen sollen.  Für mich ist die Meditation fester Bestandteil meines Lebens. Seit Jahren beginne ich jeden Tag mit einem halbstündigen Body-Scan. Wie die Experten unter den Lesern an diesem Ausdruck ablesen können, folge ich dem Ansatz von Jon Kabat-Zinn, der Mindful Based Stress Reduction (MBSR).

Von denen im Artikel vorgestellten Apps kenne ich keine einzige, kann also meinen Senf nicht hinzugeben. Aber ich kann etwas ergänzen und beschreiben, von welchen Programmen ich mich beim Meditieren unterstützen lasse.

Wenn Sie mit MBSR beginnen möchten, eignet sich vielleicht die Achtsamkeit App, die Sie in Deutsch durch wichtige Meditationen von 3 bis 30 Minuten Dauer führt. Sie können weitere geführte Meditationen hinzu erwerben, allerdings ist dann der überwiegende Teil in englischer Sprache. Dafür lauschen Sie dem Meister Jon Kabat-Zinn höchstpersönlich, wenn Sie möchten. Wählen Sie “stille Meditationen”, dann fungiert die App als Meditationstimer. Während des Tages werden Sie auf Wunsch immer wieder daran erinnert, kleine Achtsamkeitsübungen durchzuführen.  Was mich an der App wirklich stört: Es gibt keinen geführten Body-Scan. Völlig unverständlich, finde ich. Hier können Sie sich mit der mp3-Datei der Techniker-Krankenkasse behelfen, die Sie kostenlos herunterladen können.

Ich selbst verzichte meist auf geführte Meditationen, lasse mich aber durchaus von Anwendungen unterstützen. Zum einen nutze ich den Meditation Timer, den es auch in einer kostenlosen Version gibt, zum anderen die my-Noise-App. Beide Apps harmonieren gut miteinander. Ich verwende sie parallel.

Wenn Sie sich mit Achtsamkeitsmeditation näher beschäftigen möchten, dann empfehle ich Ihnen die Bücher von Kabat-Zinn und Alidina:

Für mich ist die Meditation aus meinem Leben nicht mehr wegzudenken. Sie hat einiges verändert, wie mir auch Menschen in meinem Umfeld bestätigen. Auch bei Ihnen wird Sie einiges verändern. Was, kann man nicht wissen, aber dass sie es tut, ist sicher.

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Nachtrag

Alexandra Graßler empfiehlt in einem Kommentar auf der Facebook-Ausgabe vom ToolBlog die Insight Timer App:

Die app inside timer find ich klasse. Und dort gibt es viele body scan Meditationen ummesonst.

Vielen Dank für den Hinweis!

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Kaufen Sie nichts!

Letzte Woche war ich zum Entspannen auf der schönen Insel Zypern. Zur Entspannung gehört für mich immer das Lesen von Büchern, die “ich immer schon mal lesen wollte.” Diesmal “Wir können auch anders: Wie man falsche Jobs gegen echtes Glück eintauscht” von Adam Fletcher.

Das Buch hat mir gut gefallen, es ist leicht zu lesen und voller nützlicher Tipps, die sich auch im Alltag gut umsetzen lassen. Nur wenn der Autor sich auf philosophische Pfade begibt, zieht sich meine Stirn in Falten. Wie sein Vorbild (?) Tim Ferriss scheint er mitunter Freiheit mit Verantwortungslosigkeit zu verwechseln. Sei’s drum.

Besonders interessant fand ich Fletchers Ausführungen zum Thema Finanzen. Er definiert eine “Freiheitsformel” auf folgende Weise:

Fixkosten + variable Kosten = Freiheitsformel

Ich finde den Ausdruck etwas irreführend. Denn eigentlich handelt es sich hierbei um den Betrag, den Sie unbedingt verdienen müssen, z. B. für Miete, Lebensmittel usw. Jedes Einkommen darüber hinaus kann auf die Seite, hohe Kante oder sonst wie gespart werden. M. E. müsste eigentlich dieser Anteil “Freiheitsbetrag” oder so ähnlich heißen. Denn je höher er ist, desto länger können Sie theoretisch (und auch praktisch) ohne feste Anstellung, und damit ohne einen Chef, leben. In Freiheit sozusagen.

Je höher dieser Betrag ist, desto mehr Freiheit haben wir. Ziel ist also, ihn so hoch wie möglich zu halten, indem wir ihn möglichst gar nicht erst antasten.
Nun gibt es viele Menschen, die sich “öfters mal etwas gönnen” um sich für die Nickeligkeiten des Alltags zu belohnen. Andere kaufen sich etwas, nicht weil sie es müssen, sondern weil sie es können. Merkwürdigerweise nimmt dieses Verhalten mit steigendem Einkommen zu und so sammeln sich im Haushalt allerhand Dinge an,  die nur als Staubfänger dienen, weil man sie gar nicht verwendet.

Besonderns gefährlich für den “Freiheitsbetrag” sind die bekannten “Spontankäufe”. Eine Autorin namens Eden gibt uns in ihrem Artikel “How To Ditch The Habit Of Impulse Spending” folgende Tipps zur Vermeidung dieses Kaufverhaltens:

  1. Gehen Sie erst gar nicht ins Geschäft und meiden Sie online-Shops
  2. Schlafen Sie drüber
  3. Gehen Sie nicht einkaufen, wenn Sie in gedrückter Stimmung sind
  4. Suchen Sie sich genau die Person aus, mit der Sie einkaufen gehen
  5. Lassen Sie Ihre Kredit- und/oder EC-Karen zuhause
  6. Beschränken Sie sich auf ein wöchentliches Budget
  7. Verwenden Sie eine Einkaufsliste
  8. Entscheiden Sie, ob der Kauf wirklich notwendig ist
  9. Bestellen Sie Newsletter mit Schnäppchenangeboten ab
  10. Kaufen Sie nicht, sondern entleihen Sie
  11. Spenden Sie vor dem Kauf etwas
  12. Heben Sie Ihre Quittungen auf
  13. Analysieren Sie, was Sie zu Spontankäufen veranlasst
  14. Begleichen Sie offene Rechnungen, bevor Sie etwas Neues kaufen
  15. Suchen Sie nach Gratisangeboten, z. B. Werbeartikeln
  16. Machen Sie eine Liste, welche Spontankäufe Sie schon bedauert haben
  17. Säubern Sie etwas, bevor Sie einkaufen (schräger Tipp)
  18. Warten Sie, bis die Preise fallen
  19. Konzentrieren Sie sich auf das, was Sie wirklich möchten

Auch ich bin vor sinnlosen Käufen nicht gefeit, besonders wenn es um Software geht. Aber es wird besser, auch Dank einiger der o.a. Tipps.

Ein Zitat von Franz Werfel dient mir als Merkregel, vielleicht nützt es auch Ihnen:

Der sicherste Reichtum ist die Armut an Bedürfnissen.

So einfach ist das.

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Die umfassende Checkliste für erfolgreiche Besprechungen

Kürzlich bin ich über einen Tweet von Mike Meier gefallen:

Ich finde, er hat vollkommen recht. Es gibt diese Besprechungen, man muss nur lange danach suchen etwas dafür tun. Und das ist eine ganze Menge, wie uns ein Blick auf die riesige Checkliste von Zenkara zeigt: Running effective meetings – 70 actions to improve your performance & productivity. Damit die Liste übersichtlich wird, sind die Punkte in Kategorien eingeteilt:

  • Planung der Besprechung
  • Vorbereitung des Meetings
  • Die Minuten, bevor es losgeht
  • Während der Besprechung
  • Moderation
  • Besprechungskiller
  • Abschluss und Nachbereitung

Sie sehen, die Checkliste ist wirklich sehr umfangreich, da kommen schon locker 70 Punkte zusammen. Ich finde, es sind sehr nützliche Hinweise dabei, es lohnt sich, sie näher anzuschauen.

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Bücher schreiben mit PowerPoint

Ich habe an dieser Stelle schon oft kundgetan, dass ich von dem Herumklopperei auf PowerPoint nichts halte. PowerPoint kann nichts dafür, ob es ge- oder missbraucht wird. Verantwortlich ist immer noch der Nutzer. Ich habe auch schon grottenschlechte Präsentationen gesehen, die mit Keynote oder Prezi gemacht wurden, um das Kind mal beim Namen zu nennen.

In der englischsprachigen Welt sind Garr Reynolds und Nancy Duarte sicher die gefragtesten Experten für Präsentationen mit und ohne PowerPoint. Nancy Duarte schreibt mit PowerPoint sogar ihre Bücher und erzählt uns in dem Artikel „Why I Write in PowerPoint“ auch warum:

  • Es lässt sich damit ungehemmt brainstormen
  • Sie kann die Inhalte immer neu strukturieren
  • Die Länge lässt sich gut kontrollieren
  • Sie kann leicht mit anderen zusammenarbeiten
  • Sie kann das Dokument fertig gestalten und ausliefern

Von Nancy Duarte gibt es auch eine hervorragende Anleitung zur Gestaltung solcher Bücher, die sie Slidedocs nennt. Dazu gibt es auch einen Artikel im ToolBlog: Die Slidedocs von Nancy Duarte.

Dies ist der Bestseller, dessen Entstehung Nancy Duarte in dem o.a. Artikel beschreibt:

resonate: oder wie Sie mit packenden Storys und einer fesselnden Inszenierung Ihr Publikum verändern.

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Arbeitswelt 4.0: Kennen Sie die Generation Z?

„Augenhöhe“, „Unternehmensdemokratie“, „Holacracy“ und ähnliche Begriffe stehen derzeit auf der Hitliste der Unternehmenskonzepte weit oben. Für meinen Geschmack werden diese Konzepte stark auf der Glaubenssatzebene besprochen, manchmal fühle ich mich sogar etwas an Groupthink erinnert, um es harsch auszudrücken.

Vor einigen Tagen konnte ich in der SWR2-Forum eine Diskussion verfolgen, die sehr um Versachlichung bemüht war. Unter der Leitung von Marén Balkow sprachen

  • Prof. Dr. Christian Scholz, Wirtschaftswissenschaftler, Personal- und Informationsmanagement an der Universität des Saarlandes
  • Ulf Brandes, Unternehmensberater Brandes & Partners, Berlin
  • Boris Diebold, Vice President of Engineering bei Babbel, Berlin

über das Thema „Zwischen Lounge und Ruheraum? Einblicke in die Arbeitswelt 4.0“ (Podcast SWR2-Forum).
Ich fand diese Diskussion so interessant, dass ich Sie mir direkt zweimal angehört habe. Meine Higlights aus dem Gespräch:

  • Storytelling vs. Empirische Forschung
  • Die Bemerkungen zu dem Buch „In Search of Excellence“ von Peters/Waterman
  • Wie Unternehmenskultur und -Erfolg zusammenhängen (Korrelation oder Kausalität?)
  • Warum es fragwürdig ist, von Erfolgsstories auf Konzepte zu schließen

Besonders spannend wird für mich das Gespräch ab etwa Minute 23. Hier wird der Begriff der „Generation Z“ (in Unterscheidung zur „Generation Y“) eingeführt und erläutert, warum „die Auseinandersetzung mit ihr sehr schmerzhaft“ werden wird (Prof. Scholz). Erkenntnisse, die im übrigen von dem Praktiker Diebold im großen und ganzen bestätigt wurden. Die Grundfrage lautet: Wie geht man mit Menschen mit diesen unterschiedliches Mindsets um, die ja alle nebeneinander in einer Organisation agieren?

Für mich war diese Diskussion die Quelle vieler neuer interessanter Anregungen. Insbesondere mit dem Generationenbegriff werde ich mich in der nächsten Zeit mehr zu beschäftigen. Zum Bespiel mit diesen Büchern:

Ulf Brandes et. al:
Management Y: Agile, Scrum, Design Thinking & Co.: So gelingt der Wandel zur attraktiven und zukunftsfähigen Organisation.
(Website)

Christian Scholz:
Generation Z: Wie sie tickt, was sie verändert und warum sie uns alle ansteckt.
(Website)

Fazit: Für mich eine informative und nützliche Diskussion außerhalb der Echokammer. Ich kann das Anhören nur wärmstens empfehlen.

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Material zur OpenSpace Technology

Michael M. Pannwitz gehört in Deutschland sicher zu den Pionieren der OpenSpace Technology, einer „Methode der Großgruppenmoderation zur Strukturierung von Konferenzen“ (Wikipedia). Mittlerweile teilt er seine Erfahrungen mit diesem Format in einigen Büchern und Publikationen, die unter anderem beim Westkreuz Verlag zu beziehen sind (Quelle).

Zu seinem Buch „Meine open space Praxis“ gibt es mittlerweile eine eigene Website mit Materialien in Hülle und Fülle. Sie finden dort Hinweise zum Erstgespräch mit dem Kunden ebenso wie Hinweise zur Begleitung einer Konferenz.

Übrigens findet das nächste World OpenSpace on OpenSpace (WOSonOS) vom 10. – 13. September in Krakau statt. Wenn Sie also nichts vorhaben…

BTW: Nachdem ich nun einige Barcamps besucht habe, bin ich mehr denn je überzeugter Anhänger des OpenSpace-Formats. Die kleinen fast unmerklichen Unterschiede machen in Summe den Unterschied, der den Unterschied macht.

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Die richtigen Fragen zum Herunterschalten

Vor einiger Zeit meinten einige Journalisten in der Arbeitswelt einen neuen Hype auszumachen. „Downshifting“ hieß das Zauberwort. Die allwissende Wikipedia schreibt dazu:

Als Downshifting bezeichnet man einen Lebensstil mit dem Ziel, ein selbstbestimmteres, erfüllteres Leben zu führen. Es ist eine alternative Lebensart, die durch teilweisen und gezielten Konsumverzeicht größere persönliche Freiräume schafft.

Megan Starbuck stellt uns in diesem Zusammenhang „8 Questions to Feel More Free“, wenn wir zweifeln, ob wir uns von etwas trennen sollen oder nicht:

  1. Führt die Sache (der Umstand etc.) zu einem Gefühl des Eingesperrtseins?
  2. Könnte ich es (oder etwas anderes oder sogar besseres) später kaufen?
  3. Wäre ich ohne es glücklicher?
  4. Was könnte ich mit dem Platz machen, den ich sparen würde?
  5. Könnte jemand anderes mehr davon profitieren?
  6. Ist es die Mühe wert, es zu behalten?
  7. Würde ich es jetzt kaufen, wenn ich es in einem Geschäft entdeckte?
  8. Macht es mir Freude, es zu sehen oder daran zu denken?

Sie merken schon, diese Fragen folgen dem Grundsatz „der größte Reichtum ist die Armut an Bedürfnissen“. Ich glaube, dass diese Fragen durchaus eine Hilfestellung sein können, ob man ein bestimmte Sache behalten oder kaufen soll.

Ein Tipp von mir: Interpretieren Sie diese Fragen durchaus auch im übertragenen Sinn. Es könnte sich auch lohnen, sich anstatt von einer Sache auch von einer Gewohnheit zu trennen, um dadurch wertvolle (Lebens-) Zeit zu gewinnen.

Wenn Sie sich näher mit diesen Fragen beschäftigen möchten, dann empfehle ich Ihnen wärmstens das Buch von Jakob Lund Fisker: „Early Retirement Extreme“ (ich habe darüber schon im ToolBlog geschrieben).

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Kostenloses E-Book: Alles über E-Mail

Wenn Sie wissen möchten, was technisch hinsichtlich der guten alten Tante E-Mail alles so auf dem Markt ist, dann empfehle ich Ihnen das kostenlose E-Book, das Sie auf www.homepage-erstellen.de erhalten können: „E-Mail: Anbieter und Software“ (pdf). Der Inhalt:

  • E-Mail, wie funktioniert das?
  • Kostenlose E-Mail Anbieter im Überblick
  • E-Mail-Konten von Webspace Providern
  • Alfahosting (kannte ich auch noch nicht)
  • E-Mail-Software (für mich Outlook, ist doch klar)
  • Tipps und Tricks
  • … und ein abschließendes Fazit

Letzteres kommt auch von mir. Wenn Sie jemandem einen kompakten schnellen Einstieg empfehlen müssen, dann ist dieses E-Book eine gute Wahl.

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Die Werke von Ludwik Fleck

Gestern haben wir einen schönen Abend mit Robert und Danjela Weißgraeber. Nochmals vielen Dank für das anregende Gespräch und das sensationelle Essen. Für letzteres will ich jetzt hier an dieser Stelle nicht allzu viel Reklame machen, sonst können die Zwei ihren Job an den Nagel hängen und ein Feinschmeckerrestaurant aufmachen.

Während des Abends kam die Sprache auch auf Ludwik Fleck, einem Mediziner, der mich in meiner Arbeit als Organisationsentwickler ganz entscheidend beeinflusst hat. Ich möchte hier nichts über ihn schreiben, das kann die Wikipedia viel besser.

Der Klassiker unter seinen Werken ist sicher „Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache„, in dem er die Lehre vom Denkkollektiv und von den Denkstilen entwickelt.

Vielleicht lässt sich auf diese Weise auch der „Lebenszyklus“ mancher populären Ansichten, Formate, Tools usw. erklären, wie NLP, OpenSpace, Agile, Barcamp, um ein paar Beispiele willkürlich und ungeordnet aufzuzählen.

Ein anderes Buch, das ich mit großem Gewinn gelesen habe, ist „Erfahrung und Tatsache„. Vielleicht ist dieses Buch für den Einstieg sogar besser geeignet als sein Hauptwerk, denn es besteht aus einer Sammlung kürzerer Beiträge. Allerdings bekommt man auf diese Weise nicht den kompletten Wurf seines Ansatzes vermittelt. Das dritte Buch „Denkstile und Tatsachen“ fehlt mir noch in meiner Sammlung. Somit weiß ich schon, was ich während der Sommerferien lesen werde.

Ich wiederhole mich: In meinem beruflichen Tätigkeit als Organisationsentwickler gibt/gab es ein Leben vor und eines nach Ludwik Fleck. Mehr kann ich über „Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache“ nicht sagen. Mehr brauch ich nicht zu sagen.

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Wie Sie auf wissenschaftlich überprüfte Weise glücklich werden

Spätestens seit dem Happiness-Projekt von Gretchen Rubin wissen wir, dass Glück kein Zufall ist. Oder zumindest nicht immer. Angeblich können wir lernen, ein glückliches Leben zu führen.

Kevan Lee ist offensichtlich der gleichen Meinung und gibt uns zehn Hinweise, wie wir glücklich werden können.  Der Clou: Alle Tipps sind offensichtlich wissenschaftlich abgesichert. Hier sind sie:

  1. Akzeptieren Sie gegensätzliche Gefühle, zur gleichen Zeit
  2. Sorgen Sie, dass glückliche Freunde in Ihrer Nähe wohnen
  3. Lernen Sie etwas Neues, auch wenn es Mühe macht
  4. Investieren Sie in gute Beratung (aka Coaching)
  5. Drücken Sie die Pausetaste, wenn Sie dem Glück hinterher jagen
  6. Sagen Sie „Nein“ zu nahezu allem
  7. Feiern Sie Ihre Stärken und anerkennen Sie Ihre Schwächen
  8. Bereiten Sie sich auf das Schlimmste vor und hoffen Sie auf das Beste
  9. Geben Sie Ihre Lieblingsgewohnheiten auf, zumindest zeitweise
    (der Weg der Stoiker?)
  10. Tagträumen Sie, aber bleiben Sie dennoch auf dem Boden

Zu jedem Tipp liefert Kevan auch den wissenschaftlichen Hintergrund. Nicht sehr ausführlich, aber als Ausgangspunkt für die weitere Recherche durchaus geeignet. Und vergessen Sie bitte nicht, zu jeder Studie gibt es in der Regel eine Gegenstudie.

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