Archiv der Kategorie: Büchertipps

Da stirbst du nicht dran…

Es ist schon lange her, dass ich ein Buch zur Hand genommen und bis zum Ende nicht mehr weggelegt habe. Das Werk von Henk Blanken Da stirbst du nicht dran: Was Parkinson mir gibt, ist so ein Buch.







Henk Blanken ist ein außerordentlich erfolgreicher Journalist aus den Niederlanden, der sich sehr mit der Zukunft seines Berufsstandes in Zeiten des Internets auseinander gesetzt hat. Er ist der Autor vieler Bücher und hat für sein Schaffen eine Reihe renommierter Journalistenpreise erhalten. Was alles, das können Sie auf seiner Website nachlesen, wenn Sie des Niederländischen mächtig sind.

Voll im beruflichen Saft stehend, erhielt Blanken die Diagnose Parkinson. Kleine Anzeichen gab es schon vorher, aber wer denkt schon an so etwas. Durch und durch Journalist beginnt Blanken den Verlauf seiner Krankheit zu schildern, mit allen körperlichen, aber auch mentalen Begleiterscheinungen. Wie er die körperlichen Veränderungen wahrnimmt und welche Gedanken und Gefühle sie bei ihm auslösen.

Seine Schilderungen sind schonungs- aber nicht hoffnungslos. Er vermag es, auch das Gute im Schlechten zu sehen. Die Krankheit zwingt ihn zu einer enormen Entschleunigung, was ihn als vormaligen Workaholic, zu ganz neuen Betrachtungsweisen führt. Er beginnt sich auf das zu konzentrieren, was für ihn wirklich wichtig ist.

Ich habe noch nie so plastisch und so nah erfahren, was in einem Menschen vorgeht, der eine solche Diagnose bekommt. Wie denkt man über die Vergangenheit, wie über die Zukunft und wie nutzt man die Gegenwart?
In diesem Buch erfahren wir auch viel über die Krankheit, ihren Verlauf und darüber, welche Behandlungsmethoden es gibt. Welche Hoffnungen damit verbunden sind und wie Chancen und Risiken gegeneinander abgewogen werden. Nein, nicht im wissenschaftlichen Sinn, sondern aus der Sicht eines Betroffenen.

Sie kennen sicher die mehr oder weniger geschmacklosen Witze über Parkinson und Demenz. Sie wissen schon, was besser sei, Verschütten oder Vergessen. Seit diesem Buch weiß ich, dass sich diese zwei Krankheiten nicht ausschließen, sondern Demenz oft mit Parkinson einhergeht. In diesem Fall stellt Blanken auch die Frage nach der aktiven Sterbehilfe, die in den Niederlanden unter strengen Auflagen erlaubt, bei uns aber verboten ist.
Bei Demenz wird das Dilemma der Sterbehilfe deutlich. Wenn man “bei klarem Verstand” seinen Willen kundtut, in fortgeschrittenem Stadium aus dem Leben scheiden zu wollen, ist das später, wenn es soweit ist, noch aktuell? Ist Demenz tatsächlich mit Würdelosigkeit oder Unglück gleichzusetzen? Eine Frage, die wohl nicht zu beantworten ist.

Wenn Sie nun die Befürchtung haben, das Buch sei schwer zu lesen, dann kann ich Sie beruhigen. Ich bin zwar kein Literaturwissenschaftler, aber mich erinnert der Schreibstil sehr an New Journalism. Ich erwähnte es schon, ich habe das Buch in einem Zug gelesen. Es war spannend, informativ, berührend, persönlich und manchmal sogar humorvoll. Für mich gab es einen tiefen Einblick in das Leben eines chronisch erkrankten Menschen, der sagt:

Da stirbst du nicht dran…
… aber es geht übel aus.

Blanken

Ein Interview mit Henk Blanken über seine Krankheit und sein Buch hat Martin Křenek-Burger geführt.

 

Das Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Ich bin sehr dankbar dafür, denn vermutlich hätte ich es sonst nicht beachtet. Und dann hätte ich etwas verpasst, was ich nun nicht mehr missen möchte.

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Wie Sie Ihren Vortrag strukturieren

Ein Qualitätsmerkmal einer Präsentation, das immer wieder unterschätzt wird, ist die Struktur oder der rote Faden. Leider habe ich schon oft erlebt, wie Folien einfach wie an eine Perlenschnur aneinander gereiht werden, ohne dass ein logischer Aufbau zu erkennen ist.

Wie wir aus der Pädagogik wissen, ist eine zweckmäßige Struktur für das Verstehen und das Behalten von Inhalten von großem Vorteil. Ein grundlegendes Schema ist das induktive vs. das deduktive Vorgehen:
Beim induktiven Verfahren gehen Sie  vom Besonderen aus, um von da aus auf allgemeine Aussagen zu schließen. Beim deduktiven Vorgehen machen Sie es genau umgekehrt. Sie stellen einen allgemeinen Grundsatz vor, den Sie dann auf ein besonderes Beispiel anwenden. Insbesondere bei technischen Präsentationen lohnt es sich, darüber nachzudenken, ob und wenn ja, welcher der beiden Ansätze am besten für die Darstellung eines Sachverhalts geeignet ist.

Nun gibt es aber auch noch andere Möglichkeiten, eine Präsentation zu strukturieren. Nick Morgan stellt 5 Quick Ways To Structure A Presentation vor. Diese sind:

  1. Die Struktur der Problemlösung
    Wann: Wenn Sie das Publikum von Ihrer Lösung überzeugen möchten.
    Wie: Starten Sie mit einem allgemeinen Rahmen, beschreiben Sie das Problem und offerieren danach die Lösung. Schließen Sie den Vortrag mit der Aufforderung ab, etwas zu tun.
  2. Die Ausschluss-Methode
    Wann: Wie oben, wenn Sie Gegner im Publikum vermuten.
    Wie: Schildern Sie kurz das Problem. Danach greifen Sie die Lösungsansätze Ihrer Opponenten auf und erklärten mit allem Respekt, warum diese nicht funktionieren. Die einzige Lösung, die übrig bleibt, ist natürlich Ihre.
  3. Die Struktur einer Geschichte (Story-Telling)
    Eine Geschichte folgt drei Akten: Einführung, Hauptteil (Wende), Schluss. Sie kennen das von Gaius Julius Caesar: Veni, vidi, vici (Ich kam, sah, siegte). Managerbiographien und andere Heldengeschichten sind oft nach diesem Muster gestrickt.
  4. Der chronologische Ablauf
    Hier erzählen Sie eine Geschichte im chronologischen Ablauf. Diese Struktur sollten Sie wirklich nur dann einsetzen, wenn sie Sinn macht. Denn leicht gehen in der Fülle der Schritte die Höhepunkte verloren. Ehrlich gesagt, für mich ist dies nur ein ganz schwacher roter Faden.
  5. Die Demonstrationsstruktur
    Nick nennt Steven Jobs als Beispiel. Erst erklären Sie, warum man ein Produkt dringend braucht, welche Probleme es für die Zuhörer löst  und warum es einfach toll ist. Wenn Sie das Publikum “heiß gemacht” haben, stellen Sie endlich das Produkt vor. Hier sehen Sie, wie das geht.

Und wie mache ich das?

Ich selbst bin ein großer Fan der Beyond-Bullet-Points-Methode von Cliff Atkinson. Cliff schlägt vor, den Inhalt eines Vortrags nach Art einer Pyramide zu strukturieren.

Wenn Sie Glück haben, dann erwischen Sie noch ein deutschsprachiges Restexemplar seines Buches “Erzählen statt Aufzählen”. Ansonsten müssen Sie zum englischen Original greifen. Lesenswert ist das Buch allemal, denn Sie erhalten dort auch ein Template, mit dem Sie effizient den roten Faden für Ihre nächste Präsentation entwickeln können.

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Vom Nutzen der Checklist

Wenn Sie in den Urlaub fliegen, das Flugzeug betreten und vielleicht dabei einen kurzen Blick in die Kanzel werfen können, dann sollten Sie darauf achten, ob die Piloten konzentriert ihre Checklist(e) abarbeiten. Wenn sie dies nicht tun, dann haben Sie jetzt noch die Gelegenheit, das Flugzeug zu verlassen.

Spaß beiseite, Checklisten sind ein wichtiges, aber oft unterschätztes Hilfsmittel bei der Arbeitsorganisation. Leider erledigen wir Routineaufgaben viel zu oft “aus dem Kopf” und wundern uns dann, wenn wir etwas Wichtiges vergessen.

Checklisten sind immer dann von Vorteil, wenn Sie für wiederkehrende Aufgaben immer wieder die gleichen Schritte abarbeiten müssen und, das ist wichtig, dabei keinen Schritt bzw. kein Element auslassen dürfen. Aus diesem Grund setzen Piloten vor dem Start Checklisten ein. Sie sind bestimmt hochintelligente und –qualifizierte Menschen, aber weil sie nichts vergessen dürfen, überprüfen Sie Flugzeug und Instrumente mit diesem Hilfsmittel.

Was Piloten recht ist kann uns nur billig sein. Connie Malamed hat die Vorteile von Checklisten in ihrem Artikel The World Needs More Checklists zusammengefasst:

  • Sie sind billig zu erstellen
  • einfach zu verwenden
  • leicht anzuwenden
  • für andere Anwendungen gut anzupassen
  • sie verringern Fehler und
  • nutzen unmittelbar bei Gebrauch

Leider hat das schönste Tool auch seine Nachteile. Bei der Checkliste sind dies:

  • Sie können evtl. unvollständig sein
  • in manchen Situationen sind sie schwer anzuwenden
  • manchmal passen sie nicht zur Aufgabe, weil sie zu einfach gestrickt sind
  • sie werden gerade von vermeintlichen Experten nicht immer akzeptiert

Den letzten Punkt kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. Es ist wie immer: Für eine nützliche Checkliste muss man etwas Zeit und Gehirnschmalz investieren. Erst später kommt der Nutzen. Manchmal kann als Argumentationshilfe das Pilotenbeispiel dienen.

In dem Artikel wird auch beschrieben, für welchen Zwecke Checklisten verwendet werden können:

  • Schritt-für-Schritt-Verfahren (das hatten wir schon)
  • Überprüfung und Inspektion
  • Evaluation
  • Troubleshooting
  • Beobachtung

Natürlich können Sie sich beim Erstellen von Checklisten auch von geeigneter Software unterstützen lassen. Neben den Vorschlägen in dem o.a. Beitrag empfehle ich Ihnen Checkli, eine Webanwendung, die auch noch kostenlos ist. Auch Checklist lohnt einen Blick, es läuft auf allen wichtigen Plattformen.

Atul Gawande hält die Checkliste für so ein wichtiges Instrument, dass er sogar ein ganzes Buch darüber geschrieben hat: Checklist-Strategie: Wie Sie die Dinge in den Griff bekommen. Ich selbst habe das Werk noch nicht gelesen, es steht aber auf meiner Bücher-Checkliste. 😉

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[Foto von StockSnap [via pixabay], (CC0 Public Domain)]

Nachtrag (14. 03. 2017)

Besonders wertvoll sind natürlich die Checklisten, die Sie selbst erstellen. Aus pädagogischen Gründen sozusagen. Aber wenn Sie keine Lust oder keine Zeit für die Eigenentwicklung haben, dann schauen Sie doch einmal bei Checklisten.de nach. Fein säuberlich in Kategorien eingeteilt, finden Sie Listen für alle möglichen Zwecke.

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Und was für ein A….och sind Sie?

Ein Zitat, das mir immer wieder zu allen passenden und unpassenden Gelegenheiten einfällt, stammt von Jean Paul Sartre:

Die Hölle, das sind die anderen.

Während wir uns selbst immer korrekt, rational, kooperativ, kurz: vernünftig verhalten, machen uns stets andere Zeitgenossen das Leben, naja “zur Hölle” eben, wie Sartre sagt.

Damit wir in Zukunft besser mit den Idioten um uns herum zurande kommen, hat Claudia Hochbrunn für uns einen Ratgeber geschrieben. Der Titel trifft ins Schwarze, sofort fühlt man sich angesprochen: Ein Arschloch kommt selten allein: So werden Sie mit schwierigen Zeitgenossen fertig.

Die Autorin bedient sich eines Pseudonyms, sie heißt gar nicht so. Viel wichtiger ist allerdings ihr beruflicher Hintergrund. Im wahren Leben ist sie nämlich Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie. Ihr ist also nichts Menschliches fremd und sie weiß, über was sie schreibt. In dem Buch werden die neun gängigsten A. vorgestellt, als da sind:

  1. Querulant
  2. Eigenbrödler
  3. Riesen-A.
  4. Unberechenbarer Gefühlschaot
  5. Die Diva unter den A.
  6. Das bürokratische A. (vornehm: Micro-Manager, Anm. von mir)
  7. Das feige A.
  8. Der Klammeraffe
  9. Das von sich selbst überzeugte A.

Nach dieser kurzen, aber fundierten Charakterisierung können Sie mit einem kurzen Test herausfinden, ob und wenn ja, zu welchem dieser Typen Sie tendieren.

Nachdem Sie nun das Ergebnis kennen, erfahren Sie in den folgenden Kapiteln, welche anderen A.-Typen zu Ihnen passen und wie Sie mit den Typen (6), (7), (8) und (9) am besten umgehen. Offensichtlich sind dies die A., mit denen man es im Alltag am meisten zu tun hat, denn die anderen Typen werden im Buch nicht besonders behandelt.

Das Buch ist leicht zu lesen und gut verständlich, streckenweise sogar unterhaltsam.  Es gibt darüber hinaus interessante Hintergrundinformationen zum Beispiel darüber, warum ein A. so ist wie es ist. Allerdings wird nach meinem Geschmack das A-Wort an manchen Stellen allzu häufig verwendet.

Wenn Sie leichte und dennoch nützliche Lektüre bevorzugen, dann kann ich Ihnen dieses Büchlein nur empfehlen.

BTW: Nach dem Test weiß ich nun, was ich für einer bin. Aber ich verrate es Ihnen nicht.

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[Foto von PixelAnarchy [via pixabay], (CC0 Public Domain)]

Das Buch wurde mir freundlicherweise vom Rowohlt-Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür.

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GTD®–Das Buch in der Zusammenfassung

Manchmal frage ich mich, ob David Allen selbst damit gerechnet hat, dass sein Buch Getting Things Done ein internationaler Bestseller werden würde. Ich tippe mal auf Nein, zumindest hatte ich während des GTD Summits 2009 in San Francisco diesen Eindruck. Falls Sie tatsächlich dieses bahnbrechende Buch noch nicht gelesen haben, aber dennoch wissen möchten, was der Inhalt ist, dann empfehle ich Ihnen die Zusammenfassung im Video:

Wenn Sie danach Appetit bekommen und doch Lust auf die Lektüre des kompletten Werks bekommen empfehle ich Ihnen die Originalausgabe. Es gibt zwar auch eine deutsche Übersetzung, allerdings halte ich diese für nicht besonders gelungen. Am besten lesen sie beide. 😉

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Und der Gewinner ist…

Wir haben einen Gewinner für das Buch Sketching at work:
35 starke Visualisierungs-Tools für Manager, Berater, Verkäufer, Trainer und Moderatoren
.

Er heißt Nicolai Beerheide (@nibe).
Herzlichen Glückwunsch!

Auch allen anderen ein dickes Dankeschön fürs Mitmachen.

Jetzt muss ich nur noch, wissen, wohin ich das Buch schicken soll.

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Buch zu gewinnen: Sketching at Work

Im Sommer dieses Jahres hatte ich über das Buch von Martin J. Eppler, Sebastian Kernbach und Roland A. Pfister mit dem Titel Dynagrams- Denken in Stereo geschrieben.

Von Eppler und Pfister stammt ein weiteres Buch zum Thema: Sketching at work: 35 starke Visualisierungs-Tools für Manager, Berater, Verkäufer, Trainer und Moderatoren.

In dem Buch erfahren Sie:

  • Welche Vorteile eine geeignete Visualisierung hat
  • Welchen Anforderungen eine gute Skizze genügen sollte
  • Welche Arten von Skizzen es gibt und wo Sie welche einsetzen können
  • Wie Sie Ihre Fertigkeiten im Anfertigen von Skizzen verbessern können

Herzstück des Buches ist die Methodenbox, in der Sie die Vorlage und Beschreibung von mehr als 30 verschiedenen Diagrammarten finden. Darunter finden Sie die üblichen Vertreter, wie Mind Maps oder Fischgrätdiagramm, aber auch andere Skizzen, die zumindest ich so noch nicht kannte, wie Brücke oder Risikolunte.

Abgerundet wird der Inhalt durch Tipps durch Fallbeispiele und Übungen zur Visualisierungskompetenz.

Mir gefällt das Buch sehr gut und ich werde sicherlich das eine oder andere in meinen zukünftigen Workshops mit einbauen.

Ganz ohne Motzen geht es jedoch nicht. Wer um Himmels willen ist auf die glorreiche Idee gekommen doppelt gestrichenes Papier mit diesem geringen Flächengewicht zu verwenden. Das Suchen und Blättern wird dadurch zur Qual. Hier war das “gut gemeint” wieder einmal das Gegenteil von gut.

Wenn Sie möchten, dann können Sie ein Exemplar des Buchs gewinnen. Dazu haben Sie zwei Möglichkeiten:

  1. Via Kommentar:
    Schreiben Sie hier einfach in einem Kommentar (“Hinterlasse eine Antwort”), dass Sie das Buch gewinnen möchten. Vergessen Sie aber nicht, eine gültige E-Mail-Adresse zu verwenden, damit ich Kontakt aufnehmen kann, falls Sie gewonnen haben.
  2. Via Twitter:
    Twittern Sie einfach (Cut & Paste):
    ++ Ich möchte das Buch “Sketching at Work” gewinnen!  https://goo.gl/scvNd6 #ToolBlog  //via @stlist ++

Die Verlosung endet am Sonntag, den 18. 12. 2016 um 24:00 Uhr.

Viel Glück, ich drücke die Daumen!

 

Das Buch wurde mir freundlicherweise vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür.

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Ein E-Book zur SWOT-Analyse

Die meisten Leserinnen und Leser kennen sicherlich die SWOT-Analyse. Bei dem Ausdruck SWOT handelt es sich um ein Akronym aus den englischen Worten:

  • S trengths (Stärken)
  • W eaknesses (Schwächen)
  • O pportunities (Chancen, Möglichkeiten)
  • T hreats (Bedrohungen, Risiken).

In der Regel benutzt man diese Methode um für eine Organisation zukünftige Szenarien zu diskutieren (O und T, Außenschau) um dann diese Szenarien mit den eigenen Stärken und Schwächen (S und W, Innenschau) abzugleichen. Über die Anwendung der SWOT – Analyse im persönlichen (Karriere-) Kontext habe ich im ToolBlog bereits geschrieben (hier und hier).

Die Durchführung einer SWOT-Analyse ist nicht so einfach, wie es auf den ersten Blick scheint. Mein Kollege Heiko Stein hat in seinem Artikel “Drei häufige Gründe, warum Ihre SWOT-Analyse ein Flop wird” aufgezählt, was dabei schief gehen kann:

  1. Es ist den Beteiligten unklar, was sie mit der SWOT-Analyse erreichen wollen
  2. Die Innen- und Außensicht wird verwechselt und/oder vermischt
  3. Es werden keine weiteren Schlüsse aus den Ergebnissen gezogen

Zu (2) empfehle ich, in einem Workshop 2 verschiedenen Gruppen zu bilden, die SW und OT getrennt voneinander bearbeiten. Die Ergebnisse werden dann im Plenum im Dialog zusammengeführt.

Zu (3) ist nichts weiter zu sagen, denn dieser Punkt trifft auf jede Methode zu. Ich habe in meiner Praxis schon erlebt, dass man sich dumm und dämlich analysiert ohne dann die Erkenntnisse in geeignete Maßnahmen münden zu lassen. Oft drängt sich hier der Verdacht auf, man analysiert so kleinteilig, damit nichts getan werden muss.

Mike Brown hat nun ein E-Book zur SWOT-Analyse veröffentlicht: 11 Ways to Reimagine the SWOT Analysis. Sie können die Publikation auf der Website herunterladen. Ganz kostenlos ist es nicht, denn Sie werden gebeten, Ihre Daten zu hinterlassen.

Ich werde dies auf jeden Fall tun, denn ich bin gespannt, welche Hinweise Mike Brown zu dieser gut eingeführten Methode in petto hat.

Dennoch scheint mir ein Hinweis angebracht. Denken Sie daran, dass auch diese Methode nach dem MiMo-Prinzip funktioniert: Mist in, Mist out. Die Analyse ist nur so gut wie Ihre Daten. Und exakte Daten zu bekommen, ist schwierig, besonders für die Zukunft. Von unseren kognitiven Verzerrungen will ich hier gar nicht sprechen.

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[Foto von Sophie Janotta [via pixabay], (CC0 Public Domain)]

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Vom Umgang mit schwierigen Mitmenschen

Von Jean-Paul Sartre stammt der bekannte Satz:

Die Hölle, das sind die anderen.

Wie recht er doch hat! Obwohl wir uns stets bemühen, edel, hilfreich und gut gegenüber unseren Mitmenschen aufzutreten, gibt es doch immer wieder gewisse Zeitgenossen, die diese Bemühungen nachhaltig zu stören versuchen. Eigentlich unverständlich, denn mit etwas Nachdenken und etwas gutem Willen müssten sie doch einsehen, dass wir im Recht und sie im Unrecht sind.

Genug der Ironie. Vor einiger Zeit wurde mir vom Verlag ein Exemplar des Buches von Karen Zoller mit dem Titel “Schwierige Mitmenschen: So gehen Sie souverän mit ihnen um” zur Rezension überlassen. Um es gleich vorweg zu sagen: Das Buch ist wirklich gut und hilfreich, aber wer glaubt, hier gäbe es Tipps und Tricks zur Überzeugungredung unwilliger Mitmenschen, der wird enttäuscht.

Diesen Zahn zieht uns die Autorin gleich zu Anfang, indem sie uns unmissverständlich darauf aufmerksam macht, dass das Prädikat “schwierig”, das wir anderen anhängen, durchaus mit uns selbst zu tun haben könnte. Und auch “Souveränität” bedeute eben nicht, stets den Anderen mit vermeintlicher Stärke an die Wand zu drücken. In den weiteren Kapiteln geht es in die Praxis. Sie erhalten viele nützliche Informationen zu Persönlichkeit, Gestalten von Beziehungen, Umgang mit Konflikten und vieles mehr.

Das Buch ist für den Alltag geschrieben, was auch nicht zuletzt durch die leichte Lesbarkeit unterstrichen wird. Das verwundert nicht, denn schließlich kommt die Autorin aus dem Umfeld des Meisters, Friedemann Schulz v. Thun. Wie wir wissen, hat sich dieser in seinem Werk der hohen Verständlichkeit gerade auch für Laien verschrieben. Aus diesem Grund heißt eine eigene Reihe seiner Bücher und die seiner Mitarbeiter “Reihe Miteinander reden: Praxis”.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es ist nicht teuer, aber äußerst nützlich.

BTW (1): Wenn Sie tatsächlich an Tipps und Tricks interessiert sein sollten, dann versuchen Sie sich doch einmal mit einem Klassiker.  Meine Empfehlung: Arthur Schopenhauer: Die Kunst, Recht zu behalten.

BTW (2): Ein weiterer Klassiker ist das Buch des Freiherrn von Knigge: Über den Umgang mit Menschen, das völlig zu Unrecht oft auf ein reines Benimmbuch reduziert wird (s.a. hier).

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[Foto von PourquoiPas [via pixabay], (CC0 Public Domain)]

BTW (3): Ich freue mich, wenn ich ab und zu ein Buch zum Rezensieren geschickt bekomme. Die Bücher, die mir gut gefallen, bespreche ich, über die anderen schweige ich mich aus. Ich habe keinen Gefallen an Verrissen, schließlich bin ich nicht Reich-Ranicki.

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Feature zum Minimalismus

Seit vielen Jahren, weit vor dem “Simplify”“-Hype, interessiert mich das Thema “Minimalismus als Lebensform”. Angeregt wurde ich seinerzeit im Urlaub durch die Lektüre von Jacob Lund Fiskers Buch “Early Retirement Extreme” und seitdem lässt mich das Thema nicht mehr los.

Nicht, dass wir uns falsch verstehen. Von einer minimalistischen Lebensweise bin ich noch Tagesreisen weit entfernt. Ich weiß auch nicht, ob ich der dahinter liegenden Einstellung unbedingt zu einhundert Prozent folgen möchte.

Dennoch habe ich durch die Beschäftigung mit dem Thema schon eine Unzahl von Anregungen erhalten, die durchaus in mein tägliches Leben einfließen. Momentan zum Beispiel steht ein Aufräumen meines Büros auf dem Plan. Alles steht auf dem Prüfstand: Büromaterial, CD-ROMs (Ach ja!), Bücher u.v.m.

Gestern Abend habe ich in der Reihe SWR 2 Feature eine interessante Sendung zum Thema gehört, Minimalismus als Lebensform: Brauch‘ ich nicht (Download der mp3-Datei). In dem Feature kommen einige Zeitgenossen jeden Geschlechts und Alters zu Wort, die Minimalismus als Lebensform praktizieren. Bei den jungen Menschen habe ich sehr gestaunt. Sie sind jetzt schon da, wo ich vielleicht nie hinkommen werde.

Ich habe das Feature zum Anlass genommen, ein bisschen zu recherchieren. Das Ergebnis möchte ich den werten Lesern nicht vorenthalten:

Bücher

Jacob Lund Fisker:
Early Retirement Extreme: A philosophical and practical guide to financial independence
Das Buch ist keine leichte Kost, denn es hat einen durchaus philosophischen Anspruch. Es war mein Einstieg ins Thema.

Elaine St. James:
Simplify Your Life: 100 Ways to Slow Down and Enjoy the Things That Really Matter
Laut dem o.a. SWR-Feature ist die Autorin die “Mutter” der Minimalismus-Bewegung. Ihr Buch erschien bereits 1994. In einer Zeit also, als es das virtuelle Gerümpel (Smartphone, Social Media etc.) in dieser Form noch gar nicht gab.

Die Bücher von Marie Kondo sind über dem Teich mittlerweile schon selbst ein Hype geworden, ich habe im ToolBlog bereits auf die Autorin hingewiesen.

Links

Zum Buch von Jacob Lund Fisker gibt es das passende Weblog gleichen Namens.

Es ist mir wider Erwarten schwer gefallen, gute deutschsprachige Blogs zum Minimalismus zu finden. Allerdings gibt es eine Linksammlung bei Minimalismus-Tipps, die Sie auf eigene Faust durchstöbern können. Vielleicht ist etwas dabei, das Sie anspricht.

Das englischsprachige Gegenstück, nicht ganz so umfangreich gibt es bei A. Cadwell ( Clear Your Head With These 14 Minimalist Blogs) oder bei The Private Life (14 Minimalist Blogs to Follow).
Übrigens empfehlen beide Autoren das Blog von Leo Babauta: Zen Habits.

Das wird Gründe haben.

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[Foto von Michal Jarmoluk [via pixabay], (CC0 Public Domain)]

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Wie Sie Ihre Mitarbeiter sauer fahren

Vor gefühlten hundert Jahren hat Reinhard Sprenger in seinem Bestseller “Mythos Motivation” festgestellt, dass man andere Menschen gar nicht motivieren könne. Insofern hätten Führungskräfte gar keine bis wenig Möglichkeiten, ihre Mitarbeiter zu besonderen Leistungen zu bewegen, die kläglichen Versuche in diese Richtung seien vielmehr Motivierung statt Motivation.

Was bei der Motivation nicht funktioniert, klappt bei der Demotivation jedoch allemal. Zwar können wir nicht sagen, wie wir positiv auf die Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter einwirken können. Wir wissen aber ziemlich genau, was diese Leistungsbereitschaft nachhaltig stört. Wenn Ihnen auf die Schnelle nichts dazu einfällt, dann gibt Ihnen Christina Galoozis ein paar Denkanstöße: 8 Surefire Ways to Demotivate Your Employees. Hier Ihre Vorschläge:

  1. Kritisieren Sie Ihre Mitarbeiter öffentlich
  2. Vermeiden Sie Anerkennung
  3. Ignorieren Sie die Vorschläge der Mitarbeiter
  4. Setzen Sie unerreichbare Ziele oder Fristen
  5. Vermeiden Sie, Ihre Handlungen zu erläutern oder Unterlagen zu teilen
  6. Arbeiten Sie mit versteckten Drohungen
  7. Missachten Sie kreatives Denken und Problem lösen
  8. Betätigen Sie sich als Micromanager

Unübertroffenes Mittel zur Demotivation der Mitarbeiter ist jedoch der Double Bind. Im Prinzip geht es dabei darum, dem Mitarbeiter eine Anweisung zu geben, die dieser nicht erfüllen kann ohne gegen eine andere (meist versteckte) zu verstoßen. Dies drückt besonders gut ein Zitat aus, das Henry Ford in den Mund gelegt wird:

Ich erwarte von meinen Mitarbeitern, dass sie offen ihre Meinung äußern. Zwar werfe ich Sie dann aus der Firma, aber sie haben meinen Respekt.

In der Praxis findet man derlei Paradoxien sehr oft, gerade auch in Zusammenhang mit angeblichen Unternehmenswerten, die dann im Alltag allzu oft ignoriert werden.

Wenn Sie Führungskraft sind, dann denken Sie nicht allzu sehr über Motivation nach, schließlich sind Sie kein Animateur. Sie haben den lieben langen Tag schon genug damit zu tun, Ihre Mitarbeiter nicht zu demotivieren. Das reicht schon.

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Wie Sie das Bücher lesen verbessern

Es soll ja Leute geben, die kaufen Bücher nur deswegen, weil Sie Ihr Wohnzimmer wohnlich gestalten möchten. Außerdem sollte die Isolierfähigkeit und Lärmdämmung von Papier nicht unterschätzt werden. Es gibt aber immer noch genügend Menschen, die Bücher tatsächlich lesen.

Je nach Zweck des Buches ergeben sich unterschiedlichen Methoden, wie Bücher zu lesen sind. Schließlich macht es einen Unterschied, ob Sie sich mittels eines Krimis Nervenkitzel verschaffen wollen oder sich mit einem Fachbuch auf die nächste Prüfung vorbereiten möchten.

Steve Kaufmann hat ein paar Tipps zusammengestellt, wie Sie generell Ihre Lesefähigkeiten verbessern können: 7 Pleasurable Ways to Improve Your Reading Ability. Er empfiehlt:

  1. Lesen Sie Bücher über Themen, die Sie interessieren
    Leider ist das nicht immer möglich. Wenn Sie sich auf ein Prüfung vorbereiten müssen, dann ist das Lesen der vorgeschriebenen Bücher oft eine Qual. Allerdings gibt es auch hier bewährte Lesetechniken wie z.B. S3QR oder auch diverse Schnelllesemethoden, die dem Durcharbeiten den Schrecken nehmen.
    Für Belletristik sind derartige Techniken wohl weniger geeignet. Ich kann mir nicht vorstellen, den “Zauberberg” von Thomas Mannquer” zu lesen.
  2. Lesen Sie Bücher, die Ihrem Niveau entsprechen oder etwas darüber liegen
    Kommt darauf an. Ich finde es absolut legitim, sich bei einem sleichten Krimi zu entspannen. Andererseits bin ich mir mittlerweile nicht mehr zu fein, aus einem Buch auszusteigen, wenn ich es trotz einer gewissen Anstrengung nicht verstehen. Aus diesem Grund habe ich mich damit abgefunden, den “Tractatus logico-philosophicus” ” von Wittgenstein in diesem Leben nicht mehr zu beenden. Ich bin für dieses Werk schlicht und einfach unterbelichtet.
  3. Gehen Sie Tiefe, indem Sie mehrere Bücher zum selben Thema lesen
    Diesem Ratschlag bin ich bislang schon immer gefolgt, ohne mir dessen bewusst zu sein. Wenn mich etwas interessiert, dann beiße ich mich fest (s.a. 1). Zur Zeit lese ich das sechste Buch über den 1. Weltkrieg.
  4. Wenn Ihnen das Lesen schwer fällt, dann hören Sie zunächst zu
    Mittlerweile gibt es für nahezu jedes Buch eine Hörausgabe. Allerdings ist imo die Qualität recht unterschiedlich. Werke, gelesen von Brückner, Rowohlt oder Beck, werden allen schon durch die Darbietung zum Hochgenuss. Vorsicht bei Autorenlesungen. Wer schreiben kann, kann noch lange nicht lesen. Das gilt selbst für die eigenen Texte.
    Fachbücher halte ich für das Vorlesen für wenig geeignet. Oft sind diese Hörfassungen bestenfalls als Einschlafhilfen zu gebrauchen.
  5. Lassen Sie Ihre Vorstellungskraft spielen
    Muss man dazu wirklich auffordern? Ein gutes Buch setzt bei mir sofort das Kopfkino in Gang. Hier bin ich Regisseur im eigenen Film. Deshalb finde ich auch die “offiziellen” Literaturverfilmungen so selten gelungen. Es ist nicht mein Film.
  6. Machen Sie sich keine Sorgen, wenn Sie etwas nicht verstehen
    Wenn Sie wirklich ein schwerverdauliches Buch lesen müssen, dann empfehle ich Ihnen die Lesemethode von Mark Forster: Wie Sie ein Buch einmal zweimal lesen.
  7. Der Schlüssel liegt darin, viel zu lesen
    Ich glaube da ist etwas Wahres dran. Schon als ich Kind war, habe ich jede Gelegenheit genutzt zu lesen. Wirklich jede, selbst auf dem Klo durfte “Winnetou” nicht fehlen. Ein Leben ohne Literatur – für mich unvorstellbar.

Was lesen Sie gerade? Bevorzugen Sie Fachbücher oder eher “schöngeistige” Literatur? Egal, oder wie der bekannte Kalauer sagt:

Der Trend geht zum Zweitbuch

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[Foto von Karolina Grabowska [via pixabay], (CC0 Public Domain)]

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Der Grundkurs für Agile Results

Über den Ansatz “Agile Results” von J. D. Meyer habe ich im ToolBlog bereits mehrfach berichtet (“Agile Results in 7 Tagen” und “Getting Results the Agile Way: Das Wiki”). Damals hatte ich geschrieben, dass ich mit diesem Ansatz nicht so richtig warm werden konnte. Leider hat sich das bis jetzt noch nicht grundlegend geändert. Das sagt nichts über die Qualität dieser Methode aus, sondern eher etwas über meine begrenzte Aufnahmefähigkeit, denn wenn mein Freund und Kollege Thomas Mathoi diesen Ansatz empfiehlt, dann hat das sicher gewichtige Gründe.

Vielleicht bewegt mich die mehrteilige Einführung auf Asian Efficiency dazu, noch einmal den Versuch zu unternehmen, mich mit Agile Results zu beschäftigen. Die Autoren stellen die Methode in vier Teilen vor und beschäftigen sich darüber hinaus  mit diversen Einzelaspekten wie

  • Agile Results und Mind Mapping
  • Agile Results und OmniFocus
  • Agile Results Sprints
  • Agile Results und Evernote

Natürlich darf auch der direkte Vergleich mit der Konkurrenz nicht fehlen: 6 Ways Agile Results is Better than GTD.

Außerdem erhalten Sie allerhand weiterführende Links zur Vertiefung, unter anderem zur 30-Tage-Implementierungstour vom Erfinder der Methode JD Meier.

Für mich ist das Buch von JD Meier, sagen wir mal vorsichtig, schwer verdauliche Kost. Je nach Stimmung würde ich sogar den Ausdruck “unverdaulich” verwenden. Aber das liegt immer auch im Auge des Lesers. Deshalb hier noch einmal der Link zu Buch.

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Und der Gewinner ist…

Glücksfee Leana hat gestern am späten Nachmittag pflichtbewußt ihres Amtes gewaltet und den Gewinner des Buches “Dynagrams” ermittelt. Es ist

Ulrich Wimmer

Herzlichen Glückwunsch und viel Spaß beim Schmökern

Den anderen ein herzliches Dankeschön fürs Mitmachen.

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Buch “Dynagrams” zu gewinnen!

Vor einigen Wochen habe ich im ToolBlog das Buch “Dynagrams” von Martin J. Eppler, Sebastian Kernbach und Roland A. Pfister besprochen: Kennen Sie Dynagramme?

Wenn Sie möchten, dann können Sie ein Exemplar des Buchs gewinnen. Dazu haben Sie zwei Möglichkeiten:

  1. Via Kommentar:
    Schreiben Sie hier einfach in einem Kommentar (“Hinterlasse eine Antwort”), dass Sie das Buch gewinnen möchten. Vergessen Sie aber nicht, eine gültige E-Mail-Adresse zu verwenden, damit ich Kontakt aufnehmen kann, falls Sie gewonnen haben.
  2. Via Twitter:
    Twittern Sie einfach (Cut & Paste):
    ++ Ich möchte das Buch “Dynagrams” gewinnen! http://goo.gl/YpbvxW #dynagrams ++

Die Verlosung endet nächsten Mittwoch 31. 8. 16 um 24:00 Uhr.

Viel Glück, ich drücke die Daumen!

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Die 4 Handicaps des Problemlösens

Aus gegebenen Anlass, wie es immer so schön heißt, hier noch einmal die 4 Handicaps des Problemlösens:

  1. Blindheit: Nicht-Wahrnehmen der Existenz eines Problems,
  2. Vernebeln: Nicht-Wahrnehmen der Bedeutung eines Problems
  3. Scheuklappen: Nicht-Wahrnehmen der Veränderbarkeit eines Problems,
  4. Hinkebein: Nicht-Wahrnehmen der eigenen Fähigkeiten zur Problemlösung

Wie manche wissen, war ich in meinem früheren Leben einmal Ingenieur für Papierproduktion. Diese Branche hatte und hat noch sehr unter dem technologischen Wandel durch Internet, iPad & Co zu leiden. Und tatsächlich konnte man im Laufe der Zeit viele der sog. “Entscheider” sämtliche vier Handicaps durchlaufen sehen. Nicht alle, einigen gelang es durchaus, rechtzeitig die Weichen für die neue Zeit zu stellen.

Ich befürchte, wie werden uns in der nächsten Zukunft in unseren Sesseln zurücklehnen und mit Popcorn in der Hand diese vier Handicaps auch bei anderen Industriebranchen studieren können (müssen?).  Manche Managerzitate weisen zumindest in diese unheilvolle Richtung. Befürchten ist das eine, Hoffen das andere. Vielleicht bleiben den Mitarbeitern der entsprechenden Unternehmen zumindest die Handicaps 3 und 4 erspart. Es wäre ihnen zu wünschen.

Das Modell der 4 Handicaps stammt übrigens aus dem wunderbaren Buch von Ute und Heinrich Hagehülsmann mit dem sperrigen Titel “Der Mensch im Spannungsfeld seiner Organisation”. Wenn Sie sich dafür interessieren, wie Konzepte der Transaktionsanalyse in der Organisationsentwicklung eingesetzt werden können, dann lege ich Ihnen dieses Buch wärmstens ans Herz.

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[Bild von OpenClipart-Vectors [via pixabay], (CC0 Public Domain)]

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Verkürzen Sie die Zeit von 70 Stunden auf 5 Minuten!

Gut, ich gebe zu, diese Überschrift kommt sehr reißerisch daher und ich habe mich ja auch schon weggeduckt. Es geht hier nicht um irgendeine exotische Anwendung von Einsteins Relativitätstheorie. Vielmehr fasst Chris Bailey in seinem Artikel “You Can Easily Learn 100 TED Talks Lessons In 5 Minutes Which Most People Need 70 Hours For” zusammen, was er aus dem Dauerguck dieser TED-Präsentationen gelernt hat.

Die Lernerfahrungen sind eingeteilt in die Kategorien:

  • Produktivität
  • Wie man ein besserer Mensch wird (!)
  • Mitmenschen
  • Technologie
  • Mutter Erde

Chris stellt aus seiner Sicht zu jeder der 100 Präsentation die Kernaussage vor und verlinkt direkt zu dem entsprechenden Video, so dass Sie seine Meinung selbst überprüfen oder nachvollziehen können. Kostprobe gefällig? Gern: Dan Ariely stellt die Frage: “Are we in control of our own decisions?”. Das Fazit von Chris: “You’re not as rational as you think you are.”

Übrigens ist das Buch von Dan Ariely sehr inspirierend. Ich kann es nur ausdrücklich empfehlen. Allerdings bekomme ich den Inhalt des Buches nicht in einem Satz zusammen.

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Kennen Sie Dynagramme?

Zu meinem Portfolio gehören auch Workshop zur Problemlösung. Eine Methode, die ich dort immer wieder zitiere, ist das altbekannte Fischgrät-Diagramm (aka Ishikawa-Diagramm). Es eignet sich besonders gut, wenn gezeigt werden soll, dass mehrere Ursachen zu einer erwünschten oder unerwünschten Wirkung führen.

In der klassischen Form besteht es aus einem Kreis, in den der zu untersuchende Effekt eingetragen wird. Unter den vier – sechs Haupeinflussfaktoren wird idealerweise im Team gesammelt, was alles zu dem Effekt führen könnte.  Die bekanntesten Faktoren sind die 4M: Mensch, Maschine, Material, Methode. Auf diese Weise erhält das Diagramm das typische Aussehen, dem es seinen Namen verdankt.

Ishikawa

Das Merkmal dieser Art Diagramme ist, dass zu Anfang lediglich eine Grundstruktur vorgegeben ist. Durch gemeinsames Ausfüllen des Schaubilds kommt schließlich “Fleisch an den Knochen”, wenn wir bei diesem Bild bleiben wollen.

Martin J. Eppler, Sebastian Kernbach und Roland A. Pfister nennen diese grafischen Formulare “Dynagramme” und haben darüber ein Buch veröffentlicht: Dynagrams- Denken in Stereo: Mit dynamischen Diagrammen schärfer denken, effizienter zusammenarbeiten und klarer kommunizieren.

Die Autoren definieren “gute” Dynagramme über drei Prinzipien:

  1. Schablonen-Prinzip: Eine vordefinierte klärende Struktur
  2. Leitfaden-Prinzip: Das Diagramm unterstützt den Denk- und Dialogprozess
  3. Einblick-Prinzip: Es eröffnet den Blick auf etwas Neues und Relevates

Wie Sie sehen können, erfüllt das o.a. Fischgrät-Diagramm diese Prinzipien in vorbildlicher Weise.

In dem Buch finden Sie viele Fallbeispiele für die praktische Anwendung und eine große Zahl von Diagrammtypen, deren Gebrauch ausführlich erklärt wird.

Wie gesagt, ich setze solche Dynagramme sehr gerne und auch mit einigem Erfolg in meinen Workshops ein. Allerdings wusste ich bis jetzt nicht, dass sie einen eigenen Namen haben.

Das oben gezeigte Fischgrätdiagramm habe ich übrigens mit XMind erstellt. Dort ist es fester Bestandteil im Vorlagenkatalog. Es spricht nichts dagegen, es mit einem Datenprojektor an die Wand zu werfen und es gemeinsam auszufüllen. Auf diese Weise kann der Problemlösungsprozess sehr effizient werden.

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Die Prinzipien der menschlichen Dummheit

Wenn es um menschliche Dummheit geht, wird immer wieder gerne Albert Einstein zitiert:

Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.

Ich kenne keinen, der dieses Zitat nicht unterschreiben würde. Wir alle setzen dabei ein gemeinsames Verständnis von Dummheit voraus. Kann man dies tatsächlich oder wäre es vielleicht nicht angebracht, erst einmal zu definieren, was man unter Dummheit versteht?

Gunther Dueck hat auf der re:publica 2015 in seinem Vortrag über Schwarmdummheit Carlo M. Cipolla erwähnt, der in seinem Essay “Allegro ma non troppo”  eine interessante Definition der menschlichen Dummheit versucht hat. Cipolla benutzt dazu die Vier-Felder-Darstellung, die Ihnen sicher aus anderen Zusammenhängen bekannt ist.

Dummheit

Es handelt sich um zwei Partner, die interagieren (Geschäft, Deal o.ä.). Wir nehmen einmal an, Hinz ist der Handelnde, Kunz muss die Konsequenzen tragen. Dann haben wir vier Möglichkeiten:

  1. Hinz und Kunz haben beide einen Vorteil (oben rechts)
    Dann hat Hinz intelligent gehandelt, denn beide haben etwas davon.
  2. Hinz hat einen Vorteil, Kunz trägt den Nachteil (unten rechts)
    Hinz hat wie ein Bandit gehandelt, denn er hat sich einen Vorteil verschafft, indem er Kunz schadet.
  3. Hinz handelt zu seinem Nachteil und Kunz profitiert davon (oben links)
    Hinz zeigt sich unbedarft (naiv?), denn er hat sich selbst geschadet und Kunz trägt den Nutzen davon.
  4. Hinz schadet sich selbst ohne dem Kunz zu nutzen, oder noch schlimmer:
    Hinz schadet sich und dem Kunz (unten links)
    Das ist Dummheit, denn hier hat niemand etwas davon.

Cipolla erklärt in seinem lesenswerten Essay das Diagramm genauer und schildert die Konsequenzen in aller Tiefe. Besonders verstörend ist sein Befund:

Der dumme Mensch zählt zu den gefährlichsten Menschen,
die es gibt.

Nun wissen wir ja, dass (frei nach Sartre) “die Dummen die Anderen sind.” Wie oben schon gesagt, jeder wird das Zitat von Einstein unterschreiben, aber niemand sich in irgendeiner Weise angesprochen fühlen. Die Definition von Cipolla mag vielleicht zu einer besseren Selbsterkenntnis verhelfen. Wir sollten vor unseren Handlungen überlegen, in welchen der vier Quadranten wir landen werden, wenn wir sie ausführen.

Einige Befürworter des Brexit haben dies offensichtlich nicht getan (nur mal so).

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Benehmen Sie sich!

Man kann über Benimmregeln denken wie man will, aber oft vereinfachen Sie durch eine Art gemeinsamer Code die Kommunikation zwischen uns Menschen. Nun gibt es viele Leute, die meinen, Etikette sei verstaubt und lediglich ein Ausdruck gesellschaftlicher Zwänge. Ich möchte mich in diese Diskussion nicht einmischen, glaube aber, dass es das Zusammenleben enorm vereinfacht, wenn man sich an gewisse Regeln hält. Es macht einfach keinen Sinn, eine Präsentation beim Kunden in kurzen Hosen und Flip-Flops zu halten, wenn die Zuhörerschaft einen gedeckten Anzug trägt. Sicher, der Redner kann mit diesem Auftreten damit rechnen, bei den Anwesenden lang im Gedächtnis zu bleiben. Fragt sich nur, auf welche Weise.

Die Beachtung gemeinsam akzeptierter Codes ist eine wichtige Voraussetzung für eine gemeinsame Wellenlänge oder den Rapport, wie die Fachleute sagen. Dass es hierbei kulturelle Unterschiede gibt, steht außer Frage. Nicht umsonst werden zukünftige Expats in den Benimmregeln des zukünftigen Gastlandes geschult, um den Einstieg für beide (!) Seiten zu erleichtern.

Benimmregeln sind nicht statisch, sondern ändern sich mit der Zeit. Deshalb ist es sinnvoll, sich ab und zu auf den Stand der Dinge zu bringen. Das gilt insbesondere für Berufsanfänger, die oft genug erst mit dem Eintritt in das Arbeitsleben mit Umgangsformen konfrontiert werden. (Das klingt vielleicht hart, ist aber so.)

Genau für diese Zielgruppe hat Susanne Beckmann ihr Buch verfasst: #Benehmen: Aktuelle Umgangsformen für Berufseinsteiger.

Das Buch bringt Benehmen auf den Punkt. Schnörkellos, kurz und knapp bringt es die Leser auf den aktuellen Stand hinsichtlich:

  • Optik (persönliches Erscheinungsbild)
  • Umgang mit anderen Menschen
  • Direkter und indirekter Kommunikation
  • Unterwegs beim Kunden und auf Messen
  • Esskultur und Tischsitten

Das Buch ist knapp geschrieben, deckt aber dennoch die wesentlichen Herausforderungen ab, vor denen Berufsanfänger (und nicht nur die) im gesellschaftlichen Umgang gestellt werden. Der Umgang mit Visitenkarten wird genauso behandelt wie das Verhalten im Small Talk.

Bleibt die Frage: Muss man sich um all diese Konventionen scheren? Nein, das muss man vermutlich nicht und die Welt ist voll von Menschen, die es auch ohne dieses ganze Benimmgedöns „geschafft“ haben. Allerdings hätten Sie es vielleicht einfacher haben können, wenn sie sich an ein paar Regeln gehalten hätten. So schwer ist das nun auch wieder nicht.

BTW: Untrennbar verbunden sind Verhaltensregeln mit dem Namen Freiherr Adolph Franz Friedrich Ludwig Knigge. Leider wird das Werk dieses Mannes auf Regeln wie „man den Löffel zum Mund führt“ und ähnliches reduziert. Sein Buch „Über den Umgang mit Menschen“ geht darüber aber weit hinaus. Vielmehr handelt es davon, wie man generell mit Menschen umgehen sollte. Es lohnt sich allemal, einen Blick hinein zu werfen. Sie können es für 0,99 € für Ihren Kindle erwerben.

BTW/2: Offenbar gibt es momentan Schwierigkeiten, das Buch von Susanne Beckmann über Amazon zu erwerben. Sie können es auch über die Website der Autorin erhalten (Link). Dort finden Sie auch weitere Informationen und ein nettes Quiz, wo Sie überprüfen können, wo Sie benimmtechnisch gerade stehen.

[Foto von Nenad Maric [via pixabay], (CC0 Public Domain)]

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