Archiv der Kategorie: Besprechungen

Meeting Expectiations: Besprechungen planen mit dem iPad

Die meisten Mitmenschen beklagen sich über Besprechungen oder um genau zu sein: Sie beklagen sich über uneffektive und ineffiziente Meetings. Effektivität erreichen Sie über das Setzen der “richtigen” Ziele und Inhalte. Effizient werden Besprechungen durch die Wahl der zweckmäßigen Methoden und ein konsequentes Zeitmanagement.




Bakari Chavanu stellt eine interessante App für das iPad vor, die Ihnen bei der Planung von Besprechung gewaltig unter die Arme greift: Easily Create Meeting Agendas Using “Meeting Expectations”. Netterweise führt er auch in seinem Artikel durch das Programm, so dass Sie gleich mit dem Planen beginnen können, sobald Sie Meeting Expectations heruntergeladen und installiert haben (kostenlos, aber nicht umsonst).

Sie geben die Basisdaten, wie Teilnehmer, Tagesordnungspunkte und die Zeit, die Sie dafür verwenden möchten ein. Danach erstellen Sie auf Knopfdruck eine Agenda und senden diese an die Teilnehmer. Sie können fertige Agenden auch auf Ihrer Dropbox sichern. Dies macht Sinn, wenn Sie mehrere Besprechungen mit gleichem Design durchführen müssen.

Leider ist diese App nur für das iPad erhältlich.  Vor einiger Zeit hatte ich im ToolBlog eine kleine Liste zu einschlägigen Anwendungen erstellt: Die Helferlein für Besprechungen: Eine Übersicht. Wahrscheinlich ist sie nicht mehr ganz aktuell.  Wenn Sie etwas ähnliches für Android, Windows oder Mac kennen, dann lassen Sie es uns wissen.

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Wie Sie einen Besprechungsraum finden: spacebase

Momentan denke ich über ein offenes Seminar zum Thema “Zeitmanagement und Aufgabenorganisation” nach. Wie immer ergibt sich dabei das Problem, eine geeignete Location für die Veranstaltung zu finden. Vielleicht löst eine Anwendung namens spacebase dieses Problem.

Wenn Sie schon einmal mit airbnb verreist sind, dann kennen Sie das Prinzip, das dahinter steht. Mitmenschen, die über geeignete Räumlichkeiten verfügen, vermieten diese an andere Mitmenschen, die diese für einen bestimmten Zeitraum benutzen möchten. Genauso funktioniert spacebase.

Sie können dort für unterschiedliche Orte Besprechungs- und Seminarräume unterschiedlicher Größe und Ausstattung mieten. Zumeist erfolgt die Berechnung stundenweise. Momentan beschränkt sich das Angebot auf die größeren Städte in Deutschland, aber auch in Spanien, den Niederlanden oder in Österreich werden Sie fündig.

Ich finde das Konzept recht interessant und bin gespannt, wie es sich entwickelt. Momentan ist mir das Angebot zu sehr auf die Metropolen beschränkt. Wirklich nützlich wären für mich auch Räume in den Mittelstädten der Provinz. Damit meine ich Städte wie Friedrichshafen, Ulm oder Aalen, um mal in meiner Gegend zu bleiben. Aber was nicht ist, kann ja noch werden.

BTW: Nein, dieser Beitrag ist nicht gesponsert.

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Die Checkliste für Meetings in Hotels

Als Trainer arbeite ich öfters in Hotels. Ich weiß nicht, wie es meinen Kolleginnen und Kollegen geht, aber mich verbindet mit der Hotellerie ein Art Hassliebe. Ich bin mir sicher, dies beruht auf Gegenseitigkeit, denn manche Vertreter unserer Zunft führen sich auf wie eitle Popdivas, die rundum gepampert werden möchten. Die Zusammenarbeit mit diesen Berufsgenossen ist sicher nicht immer nervenschonend.

Umgekehrt vergessen aber viele Hotelmitarbeiter auch, dass der Seminarraum für ein bis drei Tag(e) mein Arbeitsplatz ist. Ich sehe mich als Vollprofi, der gerne Vollprofis als Partner hat. Leider passiert es immer noch, dass…

  • für alle Teilnehmer ausreichend Getränke auf dem Tisch stehen, ich als Trainer jedoch vergessen wurde
  • ein Bankettmitarbeiter mich schon nach den Pausenzeiten fragt, kaum dass ich den Raum betreten habe. Er/sie fragt aber nicht, ob etwas fehlt oder ich Unterstützung brauche (benötige ich meistens nicht)
  • die Pinnwände alt, wackelig und voller großer Löcher sind. Außerdem stehen sie schief und das „lommelig“ gespannte Pinnwandpapier wurde auf der Rückseite bereits von einem Kollegen vor mir bereits beschrieben
  • die Filzstifte leer sind

Ich habe geschrieben „immer noch“, denn in der Regel gibt positive Beispiele, wo alles reibungslos flutscht, so dass das Arbeiten eine Freude ist.

Aus diesem Grund halte ich die Überschrift des Artikels von Mike Brown in dieser Radikalität für etwas überzogen, wenn er schreibt: 12 Reasons Why Hotel Meeting Rooms Suck for Collaboration. Er führt 12 Gründe auf, die Sie umdrehen und als Checkliste benutzen können. Hier die Punkte aus seiner Liste, die ich für relevant halte:

  • Die Hotels stopfen zu viele Leute in einen Raum
    Das stimmt leider zu oft. Deshalb achten Sie genau darauf, von welcher Sitzordnung die Bankettmitarbeiter ausgehen. Bei Parlamentsbestuhlung passen mehr Leute in einen Raum als bei einem Stuhlkreis. Besonders wichtig ist dies bei speziellen Konferenzformen wie OpenSpace oder World Café.
  • Die Teilnehmer können sich nicht bewegen
    Das korreliert stark mit dem o.a. Punkt. Rechnen Sie bei der Quadratmeterzahl großzügig und achten Sie auch auf bauliche Gegebenheiten (Säulen, Ecken etc.).
  • Es gibt keine Wände, um Flipchart-Blätter usw. aufzuhängen
    Achten Sie darauf, dass Sie genug große glatte Flächen haben, auf denen Sie Flipcharts mit der Arbeitsergebnissen hängen können. Wände tapeziert mit Raufaser und vollgehängt mit Bildern sind nicht geeignet.
  • Lichter direkt über Projektionsfläche
    Wenn Sie einen Datenprojektor benutzen, achten Sie darauf, dass Ihre Folien auch gesehen werden können. Oft ist es in der Umgebung der Projektionsfläche zu hell.
  • Das Bankettpersonal möchte die Kaffeepause unbedingt im Besprechungsraum aufbauen
    Auch ich möchte das nicht so gerne, denn meistens nimmt der Aufbau zu viel Platz weg, den man für andere Sachen braucht. Achten Sie darauf, mit dem Hotelpersonal vorher zu vereinbaren, wie Sie Getränke und Snacks geliefert haben möchten.
  • Die Räumlichkeiten erlauben es den Präsentierenden nicht, umherzulaufen
    Oft sind die Räume für das Reden schwingen optimiert, nicht für das Präsentieren. Achten Sie auf genug Raum für Teilnehmer, die präsentieren müssen.
  • In den Besprechungsräumen können nicht verschiedene Sitzordnungen eingenommen werden
    Das ist wieder das Problem mit der Größe. Sie können dieses Problem auch lösen, indem Sie dafür sorgen, dass die Teilnehmer sich in geeignete Gruppenräume begeben können.

Wie gesagt, die anderen Punkte, die Mike aufführt, habe ich so noch nicht erlebt.

Für mich am wichtigsten ist jedoch, dass die Bankettmitarbeiter flexibel sind. Ich muss es auch sein, denn manchmal muss man das Konzept noch kurz vor der Veranstaltung abändern. Da hilft es ungemein, wenn der Partner mitzieht.

In der Regel funktioniert das auch. Aber Sie wissen ja, keine Regel ohne Ausnahme.

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Warum es gut ist, in Besprechungen zu gehen

Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, warum die Philosophen in der Antike in den Hainen oder auf den Foren gewandelt sind oder warum die Mönche Kreuzgänge hatten? Vermutlich wusste die Menschen damals, dass das gemeinsame Gehen auch das gemeinsame Denken fördert.

Sicher haben auch schon viele schlaue Menschen darüber geforscht, warum das so ist. Ich könnte mir vorstellen, dass die Bewegung gut für allerlei Gehirnaktivitäten ist, noch dazu, wenn es an der frischen Luft stattfindet. Das Gehen im gleichen Rhythmus fördert sicher auch den Rapport unter den Beteiligten und somit auch das unbewusste gegenseitige Verständnis.

Meine sympathische Kollegin Franziska Köppe hat diese Art des Dialogs schon lange für sich und ihre Kunden entdeckt: Ge(h)spräche im Grünen. Ich habe mich vor einiger Zeit mit ihr darüber unterhalten.

Aber auch jenseits des großen Teichs gibt es Menschen, die das Ge(h)spräch pflegen und leidenschaftlich für Besprechungen im Gehen werben. Nilofer Merchant gehört dazu. Sie hat dazu einen TED-Vortrag gehalten: Got a meeting? Take a walk. Ein Transkript des Vortrags finden Sie hier.

BTW: Nach dem Verfassen dieses Beitrags habe ich gemerkt, dass ich hier schon einmal über Nilofers Vortrag geschrieben habe. Tut mir leid, shit happens.

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Brainstorming auf einen Blick

Ja, ich weiß schon. Das Brainstorming und verwandte Techniken sind in letzter Zeit sehr in die Kritik geraten. Und ich gebe zu, manche der Argument sind wahrlich nicht von der Hand zu weisen. So löst schon das bloße gegenseitige Beobachten der Teilnehmer Deutungen und Bewertungen aus, die unvoreingenommene (was ist das eigentlich?) Ergebnisse erschweren oder sogar unmöglich machen.

Das weiß ich zwar, aber ich weiß nichts Besseres. So ist auch die Infografik auf Essay.Expert zu verstehen, auf die uns Shardul Mehta hinweist: The Keys To Productive Brainstorming. Sie finden dort auf einen Blick Informationen zu den Ursprüngen, zu Varianten der Methode und einige Tipps und Tricks, die das Brainstorming produktiver machen sollen. Sehen Sie selbst:

Weiterlesen

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Open Space in Meetings

Kürzlich durfte ich ein Meeting in Form eines internen Barcamps begleiten. Nun ja, ein Barcamp war es eigentlich nicht, auch wenn wir es so genannt haben. Eigentlich handelte es sich um ein Meeting nach Art der Open Space Technology für rd. 20 Teilnehmer und etwa zweieinhalb Stunden Dauer.

Auch andere Kolleginnen und Kollegen experimentieren mit diesem Format für kleine Gruppen. Alexander Schilling schildert seine Variante („Instant Open Space“) in dem Beitrag „Open Space für Meetings nutzen„. Mit einer Länge von 2 bis 3 Stunden und 6 bis 50 Teilnehmern entspricht der Rahmen für seinen Ansatz genau dem, was wir bei unserer Veranstaltung zur Verfügung hatten.

Das von Alexander beschriebene Setting kommt unserem „Barcamp Open Space“-Design sehr nahe. Die Breakout-Räume bei uns bestanden aus vier Pinnwänden in jeder Ecke des Raumes, auf weitere Hilfsmittel wie Talking Stick o.ä. haben wir verzichtet. Dokumentiert wurden die Ergebnisse auf Flipcharts, die für die Teilnehmer fotografiert wurden.

Fazit: Das „Mini“-Format hat gut funktioniert und zeigt, dass die Unconference-Idee auch in Standardmeetings in Unternehmen gut eingesetzt werden kann.

Probieren Sie es einmal aus, es lohnt sich! Für Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

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Wege zur gelungenen Besprechung

Beim Thema “Besprechungen” habe ich immer den Eindruck, dass manche in ihrer Beurteilung den Sack schlagen und den Esel meinen.

Wir Menschen brauchen Zusammenkünfte im echten Leben, damit wir uns gegenseitig als “Gesamtkunstwerke” wahrnehmen können. Wenn dem nicht so wäre, dann gäbe es keine Kneipen. Warum empfinden dann so viele Menschen Besprechungen als lästigen Zeitverschwendung? Hier ein paar Gründe, die ich in meinen Workshops zusammengetragen habe:

  • Die Teilnehmer sind schlecht informiert und ungenügend vorbereitet
  • Es gibt keinen roten Faden, es fehlt an konsequenter Führung
  • Hierarchen (oder andere) benutzen die Besprechung für die Selbstdarstellung
  • Sach- und Beziehungsebene werden vermischt

Es gibt sicher noch mehr Gründe für den Frust in Meetings, die Leserinnen und Leser haben sicher ihre eigenen Erfahrungen.

Über die Kunst, eine Besprechung erfolgreich (“effektiv + effizient”) zu gestalten, habe ich hier schön öfter geschrieben. Im Internet finden Sie auch komplette Leitfäden dazu. Hier ein paar Beispiele:

Sie merken schon, es handelt sich hier um Leitfäden für Meetings im konventionellen Stil. Diese nehmen auch in unserem Wirtschaftsleben immer noch den größten Raum ein.

Aber ich bleibe für Sie am Ball. Demnächst werde ich mich im Netz zu den Themen “Neue Besprechungsformen” und “online-Meetings” tummeln.

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Fragen Sie den MeetingGuru

Besprechungen halten viele neben dem Missbrauch von E-Mails für eine der großen Plagen des modernen Arbeitslebens. Ich teile diese Ansicht nicht, denn meistens ist das Wort “Besprechung” die Abkürzung für den Ausdruck “schlechte Besprechung. Diese lassen sich durch gute Vorbereitung, zielorientierte und straffe Durchführung und sinnvoll Nachbereitung durchaus vermeiden.




Wenn Sie Probleme oder Frage haben zu den Bereichen

  • Besprechungsvorbereitung,
  • Engagement der Teilnehmer und
  • der Besprechung als Prozess,

dann wenden Sie sich vertrauensvoll an den MeetingGuru. Dieser beantwortet viele Fragen, die zu o.a. Problembereichen immer wieder auftauchen, z. B.

Dies sind nur drei Beispiele aus einer Vielzahl interessanter Problemstellungen, die Sie sicher auch in der einen oder anderen Form bereits erlebt haben.

Der MeetingGuru gehört übrigens zu der Website “EffectiveMeetings”, auf der Sie in unterschiedlichen Rubriken eine Vielzahl nützlicher Tipps zu Besprechungen aller Art erhalten können. Die Website ist übrigens nach Internet-Maßstäben steinalt und sieht auch etwas altbacken aus. Die Probleme im Zusammenhang mit Besprechungen ändern sich jedoch kaum, denn die Menschen ändern sich auch nicht. Insofern ist die Website bis heute aktuell geblieben.

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Ein Vortrag über schlechte Meetings und wie Sie dennoch überleben

Wir alle ärgern uns über zu viele und zu schlechte Besprechungen. Vielleicht weist uns David Grady den Weg aus der Misere: How to save the world (or at least yourself) from bad meetings. Unterhaltsam ist der Vortrag allemal.

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Wie Sie Besprechungen abkürzen

Nach der E-Mail werden oft Besprechungen genannt, wenn nach den „beliebtesten“ Zeitdieben gefragt wird. Manche gehen in ihrem Zorn (oder ihrer Verzweiflung) so weit, Meetings ganz aus dem Arbeitsleben verbannen zu wollen. Ich halte das für überzogen. Ab und zu müssen wir miteinander reden, um uns gegenseitig zu informieren, Entscheidungen zu treffen, Problem zu lösen oder Ideen zu entwickeln. Was jedoch wirklich stört, sind Besprechungen, die

  • ineffektiv
  • ineffizient oder gar
  • überflüssig sind.

Damit Ihre Meetings zumindest effizienter werden, können Sie die Tipps anwenden, die Ihnen Jen Hubley Luckwaldt in ihrem Artikel „5 Tricky Ways to Shorten Meetings“ gibt:

  1. Verbannen Sie Laptop, Smartphone & Co aus dem Meeting
  2. Halten Sie die Besprechung im Stehen ab
  3. Legen Sie die Besprechung vor einen Termin, der nicht verschoben werden kann
  4. Verwenden Sie eine Stoppuhr
  5. Setzen Sie das Meeting von Haus aus in kurzen Zeitblöcken an

Ich weiß nicht, ob diese Tipps tatsächlich allgemeingültig sind. Für Routinebesprechungen funktionieren sie sicherlich. Die Tipps Nr. 3 und Nr. 4 kenne ich aus eigener Erfahrung. Sie wirken tatsächlich!

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Muss die Besprechung wirklich sein?

Viele Leute meinen, die beste Besprechung sei die, die gar nicht stattfindet. Ich sehe das nicht ganz so, gestehe aber zu, dass sinnlose oder schlecht durchgeführte Besprechungen zu den größte Produktivitätskillern im Wirtschaftsleben gehören.

Elizabeth Grace Saunders stellt daher in einem Artikel die berechtigte Frage „Do You Really Need to Hold That Meeting?“. Zur Beantwortung dieser Frage stellt sie einen Entscheidungsbaum vor. Besonders kompliziert ist dieses Diagramm nicht, dennoch geht es noch einfacher.

Ich erinnere mich an eine Regel des Schöpfers der OpenSpace-Technology, Harrison Owen. Danach gibt es nur zwei Gründe, an einer Besprechung teilzunehmen:

  1. Sie können etwas beitragen oder
  2. Sie können etwas lernen.

Trifft weder das eine noch das andere zu, dann verschwenden Sie Zeit: Ihre eigene und die der Teilnehmer an dem Meeting.

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Wie Sie in Besprechungen richtig nicken

Die hohe Kunst des Überlebens in Besprechungen besteht oft darin, interessiert zu erscheinen, obwohl man mit den Gedanken ganz woanders bei den wirklich wichtigen Dingen des Lebens ist.

Vor geraumer Zeit habe ich an dieser Stelle über einen Beitrag von Sarah Cooper berichtet, in dem sie erklärt, „wie Sie in Besprechungen schlau rüberkommen“. Nun hat Sarah auch einen Beitrag über das richtige Nicken geschrieben: 9 Nodding Strategies for Your Next Meeting. Sie erfahren, wie Sie richtig nicken, wenn Sie bestimmte Reaktionen vorschützen möchten. Alle Nicktechniken sind mit der dazu passenden Situation ausführlich erklärt und mit jeweils einem kurzen Filmchen versehen.

Das Ganze gibt es aber auch auf YouTube als komplettes Video:

Bitte achten Sie aber darauf, dass unsere Mimik von der amerikanischen abweicht. Rollen Sie also nicht so mit den Augen.

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Die klassische Konferenz ist quietschlebendig!

Vor knapp zwei Jahren wurde ich von ehemaligen Kommilitonen gefragt, ob ich nicht die Vorträge für das Jahrestreffen 2015 der deutschen Papieringenieure zusammenstellen und während der Veranstaltung durch das Programm führen möchte.

Ich und klassische Konferenz! Nix da! Schließlich liegen zwischen meiner Arbeit in der Papierindustrie und meiner jetzigen Tätigkeit fast 25 Jahre und einige Male Begleitung von Open Space Konferenzen. Letztendlich fühlte ich mich aber doch gebauchpinselt und habe zugesagt.

Letzten Freitag war es so weit. Im Hygienemuseum in Dresden kamen über 300 Mitglieder der drei deutschen Papieringenieurevereine zusammen, um Vorträge zum Stressmanagement unter dem Titel

Mit Volldampf zum Stillstand – Ein Abriss zum Stressmanagement im Betrieb

zu hören und auch zu diskutieren (!). Mit mir waren es sieben Referenten, die in ihren Vorträgen verschiedene Aspekte des Themas beleuchteten. Zwischen den Vorträgen wurden auf Post-it-Notes im Publikum Fragen gesammelt und anschließend auf Pinnwände geklebt. Nach den Referaten gab es einen Meinungsmarkt, bei dem die Zuhörer mit den Referenten ihre Fragen diskutieren konnten.

Hier die Titel der Vorträge

  • Meine Wenigkeit:
    Einführung in das Thema
  • Prof. Dr. Jörg Windemuth (IAG der DGUV):
    Woher kommt nur der ganze Stress? Das Dreiebenenmodell der Belastungen im Betrieb
  • Sabrina Melkau-Echtmann (Leipa Schwedt):
    Weg mit den Frustzentren – Wie man im Betrieb mentale Belastungen misst und die richtigen Schlüsse daraus zieht
  • Reiner Ohrnberger (Walsum Papier GmbH):
    Ich fleißig, Du arbeiten – Vom Führungsspieler zum Spielführer. Ein Veränderungsprozess aus Sicht der betroffenen Mitarbeiter
  • Prof. Dr. Heinz Ziegler (Hochschule München):
    Nicht ärgern, handeln! – Vom konstruktiven Umgang mit Konflikten im Betrieb
  • Dr. Stefan Boëthius (ICAS):
    Was ist ein gutes EAP (Employee Assistance Program)?
  • Gerrit Lund (Papierfabrik Louisenthal):
    Ziemlich beste Freund – Vom pfleglichen Umgang mit sich selbst

Den Meinungsmarkt betreute Daan Waubert de Puiseau (Econovation).
Dokumentiert wurde die Vortragsreihe meisterhaft von Gabriele Heinzel:

 

Die Rückmeldungen waren durchweg positiv, sowohl von den Zuhörern als auch von den Referenten. Es gab sogar Menschen, die ihren Spaß (!) betont haben. Für mich als Anhänger von Open Space und anderen Unkonferenzformen war die Erkenntnis wichtig, dass es nicht ein Entweder-Oder bei den verschiedenen Methoden gibt, sondern ein Sowohl-Als-Auch. Es kommt eben auf die Zielsetzung an.

Wer mir immer noch nicht glaubt, dass ich durch diese Konferenz geführt habe, hier ist das Beweisfoto (Man achte auf die Kleidung!):

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Die umfassende Checkliste für erfolgreiche Besprechungen

Kürzlich bin ich über einen Tweet von Mike Meier gefallen:

Ich finde, er hat vollkommen recht. Es gibt diese Besprechungen, man muss nur lange danach suchen etwas dafür tun. Und das ist eine ganze Menge, wie uns ein Blick auf die riesige Checkliste von Zenkara zeigt: Running effective meetings – 70 actions to improve your performance & productivity. Damit die Liste übersichtlich wird, sind die Punkte in Kategorien eingeteilt:

  • Planung der Besprechung
  • Vorbereitung des Meetings
  • Die Minuten, bevor es losgeht
  • Während der Besprechung
  • Moderation
  • Besprechungskiller
  • Abschluss und Nachbereitung

Sie sehen, die Checkliste ist wirklich sehr umfangreich, da kommen schon locker 70 Punkte zusammen. Ich finde, es sind sehr nützliche Hinweise dabei, es lohnt sich, sie näher anzuschauen.

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Wie Sie eine Agenda für effektive Besprechungen gestalten

Ich gebe zu, ich halte nicht viel davon, wenn genervte Mitmenschen auf Besprechungen schimpfen und sie am liebsten abschafften. Bohrt man ein wenig nach, dann handelt es sich auch nicht um Besprechungen per se, sondern um ineffektive und ineffiziente. Ob eine Besprechung nützlich ist oder Zeitverschwendung, fängt schon mit der Agenda an. Wie oft höre ich, dass Meetings einberufen werden, bei der eine Agenda unvollständig ist oder im schlimmsten Fall sogar ganz fehlt. So wird das nichts! Merke:

Eine gute Agenda ist eine notwendige, wenn auch nicht hinreichende Bedingung für eine nützliche Besprechung.

Roger Schwarz gibt uns dafür ein paar hilfreiche Tipps: How to Design an Agenda for an Effective Meeting. Sie lauten:

  1. Bitten Sie von vornherein die Teilnehmer um Anregungen
  2. Wählen Sie Themen aus, die für das gesamte Team relevant sind
  3. Formulieren Sie die Tagesordnungspunkte als Fragen, die die Teilnehmer beantworten sollen
  4. Überlegen Sie sich, welchen Zweck die Besprechung hat: Informationsaustausch, die Vorbereitung oder das Fällen von Entscheidungen
  5. Planen Sie, in welchen Schritten Sie den jeweiligen Tagesordnungspunkt abarbeiten wollen
  6. Stellen Sie klar, welche Teilnehmer sich wie auf das Meeting vorbereiten sollen
  7. Bestimmen Sie, wer für die Durchführung des jeweiligen Tagesordnungspunkts verantwortlich sein soll
  8. Der erste Tagespunkt sollte sich damit befassen, die Agenda auf den neuesten Stand zu bringen und ggf. zu ändern
  9. Beenden Sie die Besprechung auf der Metaebene und überprüfen Sie zusammen, wie das Meeting gelaufen ist. Was sollte beibehalten, was geändert werden?

Wie die Teilnehmer meiner Workshops wissen, unterscheide ich zwischen der Agenda und dem Drehbuch. Dies kommt in Rogers Punkt (4) zum Ausdruck. Sie sollten bei jedem Punkt der Tagesordnung über den Methodeneinsatz nachdenken. Nicht „One size fits it all“. Eine Entscheidung erfordert andere Methoden als ein Informationsaustausch. Schließlich schlagen Sie auch einen Nagel nicht mit einer Klobürste in die Wand.

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Material zur OpenSpace Technology

Michael M. Pannwitz gehört in Deutschland sicher zu den Pionieren der OpenSpace Technology, einer „Methode der Großgruppenmoderation zur Strukturierung von Konferenzen“ (Wikipedia). Mittlerweile teilt er seine Erfahrungen mit diesem Format in einigen Büchern und Publikationen, die unter anderem beim Westkreuz Verlag zu beziehen sind (Quelle).

Zu seinem Buch „Meine open space Praxis“ gibt es mittlerweile eine eigene Website mit Materialien in Hülle und Fülle. Sie finden dort Hinweise zum Erstgespräch mit dem Kunden ebenso wie Hinweise zur Begleitung einer Konferenz.

Übrigens findet das nächste World OpenSpace on OpenSpace (WOSonOS) vom 10. – 13. September in Krakau statt. Wenn Sie also nichts vorhaben…

BTW: Nachdem ich nun einige Barcamps besucht habe, bin ich mehr denn je überzeugter Anhänger des OpenSpace-Formats. Die kleinen fast unmerklichen Unterschiede machen in Summe den Unterschied, der den Unterschied macht.

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Besprechungen: Kennen Sie solche Nervensägen?

Wir Menschen neigen zu Typisierungen, helfen Sie uns doch, mit der Vielschichtigkeit der Charaktere leichter umzugehen. Vor einiger Zeit habe ich im ToolBlog Besprechungstypen vorgestellt, wie sie von der Arbeitsgemeinschaft der deutschen Schülervertretungen aus dem Jahr 1954 definiert wurden. „Besprechungszoo“ nannten das die Autoren, sie verwendeten damals Tierbilder als Metafern.

Auch Saba Haider typisiert in ihren Artikel „9 most despised work personality disorders that slow productivity“ nervende Besprechungsteilnehmer und weist auf eine entsprechende Infografik hin. Natürlich sind wir selbst nicht unter diesen Typen, denn

die Hölle, das sind die Anderen (Jean-Paul Sartre)

The 9 Most Despised Work Personalities

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Die Megaseite über das Notizen machen

Nachdem ich nun einige Wochen mit diversen Notizprogrammen auf dem iPad experimentiert und beschlossen habe, reumütig wieder zu Papier und Bleistift zurückzukehren, kommt mir ein einschlägiger Artikel von Kate Matsudaira gerade recht. Sie hat einen umfangreichen Beitrag verfasst, mit dem sie uns in die Kunst der Notizenanfertigung einführt: The Ultimate Guide to Note-Taking. Da unsere amerikanischen Freunde sehr großzügig mit dem Begriff „ultimate“ umgehen, ist normalerweise Skepsis angebracht. Hier kann ich allerdings Entwarnung geben. Der Begriff steht völlig zu Recht in der Überschrift.

In dem Beitrag bekommen so ziemlich alle Zielgruppen für alle möglichen Zwecke Hinweise, wie sie ihr Notizbuch führen können. Sie finden geeignete Methoden für alle Denkstile, egal ob Sie eher ein analytischer Typ sind oder eher den visuellen Kanal bevorzugen. Vorgestellt werden Ansätze wie:

  • Struktur durch Gliederung (Outline)
  • Freie Satzbildung
  • SQ3R für effektives Lesen
  • Mapping (darf nicht fehlen)
  • Smart Wisdom (kannte ich bis jetzt auch noch nicht)
  • Diagramme und Prozesse
  • Cornell – Methode
  • Strukturierte geführte Notizen
  • Tabellen

Zu allen Methoden gibt Ihnen Kate anschaulichen Beispiele und beschreibt, wo die Methode gewinnbringend eingesetzt werden kann. Ihr Artikel ist mit Fotos aus ihrem eigenen Notizbuch reichhaltig und anschaulich bebildert. Man sagt mir nach, dass meine Handschrift schön und lesbar ist und meine eigenen Notizbücher ordentlich geführt sind. Wenn ich sie allerdings mit dem von Kate vergleiche, dann gebe ich gerne zu, da ist noch gewaltig Luft nach oben, Ihre Notizen sehen tatsächlich besser aus als gedruckt.

Ein toller Artikel. Danke, Jan, für den Hinweis.

Und ob der was für mich ist!

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