Archiv der Kategorie: Allgemein

Zeit und Zeit: Ein wichtiger Unterschied!

Beim Stöbern in meinem Fundus bin ich auf einen kurzen, aber äußerst interessanten Artikel von Robert Pankowecki gestoßen: Chronos vs Kairos: Find out how you think about time when working on a project.

Der Autor weist in dem Beitrag darauf hin, dass im es im antiken Griechenland zwei unterschiedliche Zeitbegriffe gab, Chronos und Kairos.

  • Chronos kann durch den Stoßseufzer beschrieben werden: “Ich habe noch so viel zu tun und die Zeit rennt…”
  • Kairos äußert sich anders: “Ich habe zwei Stunden, wie kann ich sie am besten nutzen?”

Ich weiß nicht, ob Pankowecki Recht hat, wenn er schreibt, Chronos lege den Schwerpunkt auf den Aspekt der Quantität in der Zeit, während Kairos eine Beschreibung der Qualität liefere. Allerdings finde ich, dass diese zwei Begriffe sehr gut die Trennlinie zwischen dem “klassischen” (Covey, Seiwert) und dem prozessorientierten Zeitmanagement (Allen, Linenberger) ziehen.

Dem Leser des ToolBlogs wird meine Präferenz kaum entgangen sein:
Meiner bescheidenen Meinung nach können in der heutigen Arbeitswelt die Aufgaben weitestgehend nur mit der Sichtweise des Kairos bewältigt werden. Arbeitsorganisation unter dem Blickwinkel des Chronos setzt eine gewisse Stabilität und damit eine Planbarkeit voraus, die heute kaum noch gegeben ist. Insofern ist es für mich nur logisch, dass Techniken des Chronos, wie z. B. die Eisenhower-Matrix, das Blocken von Zeitfenstern etc.,  nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr funktionieren.

Wenn Sie sich tiefer mit der interessanten Unterscheidung Chronos vs. Kairos beschäftigen möchten, dann können Ihnen vielleicht diese Artikel weiterhelfen:

Für die, die es genau wissen wollen und sich ganz tief in die Materie eingraben möchten, gibt es die Dissertation von Nadine M. Schöneck: Zeiterleben und Zeithandeln Erwerbstätiger.  Eine methodenintegrative Studie (pdf).

Die ganz eiligen Jünger des Chronos können sich auch dieses hübsche Video anschauen:

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Und der Gewinner ist…

Glücksfee Leana hat gestern am späten Nachmittag pflichtbewußt ihres Amtes gewaltet und den Gewinner des Buches “Dynagrams” ermittelt. Es ist

Ulrich Wimmer

Herzlichen Glückwunsch und viel Spaß beim Schmökern

Den anderen ein herzliches Dankeschön fürs Mitmachen.

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Buch “Dynagrams” zu gewinnen!

Vor einigen Wochen habe ich im ToolBlog das Buch “Dynagrams” von Martin J. Eppler, Sebastian Kernbach und Roland A. Pfister besprochen: Kennen Sie Dynagramme?




Wenn Sie möchten, dann können Sie ein Exemplar des Buchs gewinnen. Dazu haben Sie zwei Möglichkeiten:

  1. Via Kommentar:
    Schreiben Sie hier einfach in einem Kommentar (“Hinterlasse eine Antwort”), dass Sie das Buch gewinnen möchten. Vergessen Sie aber nicht, eine gültige E-Mail-Adresse zu verwenden, damit ich Kontakt aufnehmen kann, falls Sie gewonnen haben.
  2. Via Twitter:
    Twittern Sie einfach (Cut & Paste):
    ++ Ich möchte das Buch “Dynagrams” gewinnen! http://goo.gl/YpbvxW #dynagrams ++

Die Verlosung endet nächsten Mittwoch 31. 8. 16 um 24:00 Uhr.

Viel Glück, ich drücke die Daumen!

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Die Prinzipien der menschlichen Dummheit

Wenn es um menschliche Dummheit geht, wird immer wieder gerne Albert Einstein zitiert:

Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.




Ich kenne keinen, der dieses Zitat nicht unterschreiben würde. Wir alle setzen dabei ein gemeinsames Verständnis von Dummheit voraus. Kann man dies tatsächlich oder wäre es vielleicht nicht angebracht, erst einmal zu definieren, was man unter Dummheit versteht?

Gunther Dueck hat auf der re:publica 2015 in seinem Vortrag über Schwarmdummheit Carlo M. Cipolla erwähnt, der in seinem Essay “Allegro ma non troppo”  eine interessante Definition der menschlichen Dummheit versucht hat. Cipolla benutzt dazu die Vier-Felder-Darstellung, die Ihnen sicher aus anderen Zusammenhängen bekannt ist.

Dummheit

Es handelt sich um zwei Partner, die interagieren (Geschäft, Deal o.ä.). Wir nehmen einmal an, Hinz ist der Handelnde, Kunz muss die Konsequenzen tragen. Dann haben wir vier Möglichkeiten:

  1. Hinz und Kunz haben beide einen Vorteil (oben rechts)
    Dann hat Hinz intelligent gehandelt, denn beide haben etwas davon.
  2. Hinz hat einen Vorteil, Kunz trägt den Nachteil (unten rechts)
    Hinz hat wie ein Bandit gehandelt, denn er hat sich einen Vorteil verschafft, indem er Kunz schadet.
  3. Hinz handelt zu seinem Nachteil und Kunz profitiert davon (oben links)
    Hinz zeigt sich unbedarft (naiv?), denn er hat sich selbst geschadet und Kunz trägt den Nutzen davon.
  4. Hinz schadet sich selbst ohne dem Kunz zu nutzen, oder noch schlimmer:
    Hinz schadet sich und dem Kunz (unten links)
    Das ist Dummheit, denn hier hat niemand etwas davon.

Cipolla erklärt in seinem lesenswerten Essay das Diagramm genauer und schildert die Konsequenzen in aller Tiefe. Besonders verstörend ist sein Befund:

Der dumme Mensch zählt zu den gefährlichsten Menschen,
die es gibt.

Nun wissen wir ja, dass (frei nach Sartre) “die Dummen die Anderen sind.” Wie oben schon gesagt, jeder wird das Zitat von Einstein unterschreiben, aber niemand sich in irgendeiner Weise angesprochen fühlen. Die Definition von Cipolla mag vielleicht zu einer besseren Selbsterkenntnis verhelfen. Wir sollten vor unseren Handlungen überlegen, in welchen der vier Quadranten wir landen werden, wenn wir sie ausführen.

Einige Befürworter des Brexit haben dies offensichtlich nicht getan (nur mal so).

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Eine kleine Geschichte des Versuchs, der E-Mail-Flut Herr zu werden

Das Schimpfen über den E-Mail-Verkehr ist vermutlich so alt wie das Medium E-Mail selbst. Und genau so alt sind auch die Versuche, in der E-Mail-Flut zu schwimmen und nicht darin unterzugehen.

Thorin Klosowski hat in einem Artikel die bisherigen Versuche aufgeführt: Every Way We’ve Tried to Fix Email (and Why It’s Not Working). Hier die Liste der Versuche und Methoden:

  • Merlin Manns “Inbox Zero
  • The Trusted Trio von Gina Trapani
  • Der Gebrauch von Filtern oder Etiketten (Tagging)
  • Das Priorisieren des Inhalts im Posteingang (Priority Inbox)
  • Regeln, Vorschriften und Vereinbarungen (z.B. sentenc.es)

Thorin beurteilt all diese Versuche eher pessimistisch und schreibt kurz und bündig:

Email is broken.

Ich halte das mit Verlaub für Quatsch. Wenn dem so wäre, dann hätten wir es schon längst ersetzt. Ich denke, das Hauptproblem ist der unangemessene Gebrauch des Mediums. Oder wie Leser Camelot in seinem Kommentar zu Thorins Artikel schreibt:

Email isn’t broken, WE are.

Dem stimme ich voll uns ganz zu. Ich brauche dazu nur an den wahnwitzigen Gebrauch von CC/ zu denken. Das hat nichts mit Kommunikation zu tun, sondern dient oft nur der reinen Absicherung. Und dafür kann E-Mail nun wirklich nichts.

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[Foto von Gerd Altmann [via pixabay], (CC0 Public Domain)]

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„Zeitmanagement“: Kennen Sie einen besseren Ausdruck?

Mittlerweile sind sich nahezu Alle darüber einig, dass man Zeit gar nicht „managen“ kann. Zeit ist kein Gegenstand, sondern Zeit ist einfach. Als erster hat auf diesen Umstand Earl Nightingale hingewiesen, wenn man Francis Wade Glauben schenkt. Nightingale hat statt dessen den Ausdruck „Selbstmanagement“ vorgeschlagen. Allerdings konnte sich dieser Begriff auch nicht richtig durchsetzen.

Warum Zeitmanagement ein schwieriger Begriff ist, versucht Francis in seinem Artikel „The Confusion “Time Management” Has Created“ zu ergründen. Er führt aus:

  1. Es gibt zu „Zeitmanagement“ keine Forschung
  2. „Zeitmanagement“ bietet keine Lösung für Alltagsprobleme
  3. Es gibt eine Menge schlechter Apps
  4. Es gibt keine Ausbildung in zeitbasierter Produktivität
  5. Selbstmanagement eignet sich als Begriffsersatz ebenfalls nicht
  6. Der Begriff verhindert weitergehende Untersuchungen

Francis begründet jeden dieser Punkte ausführlich und ich folge seiner Argumentation durchaus.

Seit ich mich mit dieser Thematik beschäftige, also schon sehr lange, versuche ich einen Begriff zu finden, der Zeit- oder Selbstmanagement schlüssig ersetzen könnte. Bis jetzt ohne Erfolg. Selbstorganisation wäre vielleicht möglich, ist aber bereits von anderen Fachgebieten besetzt.

Was meinen Sie, haben Sie eine Idee?

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Bullshit!

Ich gebe zu, mittlerweile gehe ich nur noch ungern durch die Abteilungen “Management” oder “Ratgeber” der großen Buchhandlungen. Dort beschleicht mich oft das Gefühl, viel von dem Selben vorzufinden. Es gibt manchmal regelrechte Moden unter den Sachbüchern. Vielleicht erinnern Sie sich, vor einiger Zeit wurden “Strategien” mit allerlei Getier gekreuzt. Das hieß dann “Bärenstrategie”, “Mäusestrategie” oder “Pinguin-Prinzip”. Auch wechseln mit der Zeit die Moden, zur Zeit scheint der Abgesang auf die Industrie und die Verkündung neuer Arbeitswelten sehr en vogue zu sein.

Viele Zeitgenossen geben eine Menge Geld dafür aus, um auf dem Stand der Dinge zu bleiben, manche halten viele Trends und ihre Bücher auch für heiße Luft oder “Bullshit”, wie unsere amerikanischen Freunde sagen. Tatsache ist, dass mit derlei Sachbüchern und den Begleiterscheinungen wie Keynotes, Newsletter oder Internetportale eine Menge Geld verdient werden kann.

Sean Blanda nennt dies den “Creative World’s Bullshit Industrial Complex” und definiert ihn als  eine Art Pyramide, deren Stufen aus unterschiedlichen Gruppen von Menschen besteht.

Bullshit

Auf diese Weise entsteht ein “full fledged self-sufficient ecosystem when people in group 4 are reviewing books by people in group 3 who are only tweeting people in group 2 who are appearing on the podcasts started by people in group 3.

Laut Sean hat dieser Bullshit Complex zwar schon immer existiert, wird aber durch Soziale Netzwerke heute ganz besonders befeuert. Seiner Meinung nach sind die Auswirkungen dramatisch, denn durch die Befriedigung wechselseitiger Eitelkeiten wird viel kreative Energie verpulvert.

Ich gebe diesem Artikel das Prädikat “besonders lesenswert”, insbesondere empfehle ich Ihnen auch die Lektüre der Kommentare.

Auch der von mir sehr geschätzte Scott Berkun hat sich zu diesem Thema ausgelassen und zeigt uns, wie man Bullshit überhaupt erkennt: “#53 – How To Detect Bullshit”.

Wenn Sie tiefer in die Materie “Bullshit” einsteigen möchten, dann empfehle ich Ihnen das Grundlagenwerk von Harry G. Frankfurt (Mitglied der Gruppe 1):

Eine kurze Einführung gibt es in diesem Video, das auch im Artikel von Sean zu sehen ist.

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Tipps zum Geld sparen

Wie die geneigten Leser wissen, schaue ich immer wieder fasziniert auf die Anhänger der Minimalismus-Bewegung. Vor allem auf die, die diesen Ansatz nicht nur predigen, sondern auch leben. Leo Babauta ist so einer. Besonders inspiriert hat mich jedoch Jacob Lund Fisker und sein Buch “Early Retirement Extreme”. 

Dabei ist der Ausdruck “Retirement” etwas irreführend. Tatsächlich geht es gar nicht um den Ruhestand. Vielmehr geht es darum, sich den Zwängen unnützen Konsums zu entziehen, um mit der gewonnenen Freiheit das zu tun, was man gerne möchte. Freiheit, die man dadurch gewinnt, nicht das Geld verdienen zu müssen, um all die Bedürfnisse befriedigen zu können, die man zu haben glaubt, getreu nach dem Motto:

Der größte Reichtum ist die Armut an Bedürfnissen.

Choo Woon Lim gibt in seinem/ihrem Artikel Tipps, wie wir im Alltag durch kleine Maßnahmen Geld sparen können: Top 10 life hacks for your wallet. Hier sind sie (Bemerkungen von mir):

  1. Kochen Sie zu Hause
    Stimmt. Das auswärts Essen geht ordentlich in die Kasse. Und wenn das Essen billig ist, dann taugt es meistens nichts. Für mich ist das Essen im Restaurant etwas Besonderes. Ich genieße es ganz bewusst und dann darf es ruhig auch etwas kosten, wenn die Qualität stimmt.
  2. Verfolgen Sie Ihre Einnahmen und Ausgaben
    Es ist immer wichtig zu wissen, wo das Geld “rausgeht”, wie der Schwabe sagt. Bedienen Sie sich dazu eines Haushaltsbuchs. So etwas können Sie hier, hier oder hier beziehen. Kostenlos, aber garantiert nicht umsonst.
  3. Achten Sie auf Angebote
    Passen Sie auf. Angebote sind nicht immer Angebote. Manchmal sind sie auch nur ein Trick, noch mehr vom gleichen abzusetzen. Sie wissen schon “Kauf 2, nimm 3”, obwohl 1 schon mehr als genug ist.
  4. Brauen Sie Ihren Kaffee selbst
    Im Gegensatz zu Italien, wo es den köstlichsten Kaffee für einen Appel und ein Ei gibt, ist das Kaffee trinken in Deutschland wirklich teuer. Meistens schmeckt er auch nicht. Wie im Fußball können die Deutschen die Italiener auch im Kaffee zubereiten nicht schlagen. Also sparen Sie sich das Geld und trinken Sie Ihren Kaffee zuhause. Das ärgert zwar Starbucks & Co, entlastet aber Ihren Geldbeutel.
  5. Kaufen Sie größere Mengen zum günstigen Preis
    Das gilt aber nur für Güter, die Sie tatsächlich verbrauchen werden. Siehe dazu (3).
  6. Sparen Sie sich teures Entertainment
    Auch hier gilt das unter (1) Gesagte. Lassen Sie den Kinobesuch nicht zur Routine werden. Er sollte etwas Besonderes bleiben.
  7. Wählen Sie sorgfältig aus
    Was benötigen Sie tatsächlich und wie oft benötigen Sie es? Auch ein billiges Werkzeug oder Kleidungsstück wird teuer, wenn es nicht benutzt wird.
  8. Vermeiden Sie die Kreditkartenzahlung bei kleinen Beträgen
    Bei uns ist das nicht das Problem, weil nirgendwo die Kreditkartenakzeptanz so gering ist wie hier, bei Kleinbeträgen sowieso.
  9. Halten Sie Ihr Fahrzeug in Schuss
    Das gilt auch für all die anderen Geräte, Werkzeuge, Klamotten, Schuhe usw.
  10. Handeln Sie umweltbewusst
    Denken Sie an langlebige Produkte, die sich auch wiederverwenden lassen. Bevor Sie etwas wegwerfen, überlegen Sie, ob vielleicht jemand anderes es verwenden könnte und verschenken Sie es.

Ähnliche Tipps gibt Ihnen auch Christoph Herrmann in seinem Artikel “25 Tipps, wie Du minimalistischer leben kannst (innerhalb einer Stunde)”. Und das sogar in Deutsch.

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[Foto von Steve Buissinne [via pixabay], (CC0 Public Domain)]

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Aus Rom zurück

In den letzten Tagen habe ich hier im ToolBlog nichts veröffentlicht. Der Grund: Ich war zusammen mit meiner Frau zu Besuch in Rom, wo meine ältere Tochter ein Gastsemester an der La Sapienza verbringt. Sie studiert Latein und Geschichte und für diese Kombination ist Rom sicherlich eine Fundgrube an Inspiration. Ich selbst kannte die Caput Mundi bislang selbst nur aus dem Lateinbuch, und wie sich der geneigte Leser vorstellen kann, ist das auch schon eine große Weile her.

Kein Zweifel, die Stadt ist sehr beeindruckend, sowohl was das antike Erbe angeht als auch als Zentrum der katholischen Christenheit, wie ich als Protestant neidlos anerkennen muss. Ich glaube, man kann dutzende Male dorthin reisen und man hat immer noch nicht alles gesehen.

Ab morgen erscheinen die Beiträge wieder in gewohnter Weise!

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Gerd Gigerenzer auf der rpTEN

Einer der Autoren, die mich in den letzten Jahren besonders beeinflusst haben ist Gerd Gigerenzer. Seine Bücher waren für mich nicht nur theoretisch wegweisend, sondern boten auch ganz praktische Unterstützung im Alltag.

Umso mehr habe ich mich gefreut, Gerd Gigerenzer dieses Jahr live auf der re:publica (oder besser Media Convention) erleben zu dürfen. Er hielt einen Vortrag und diskutierte auf dem Podium. Das Thema lautete: Wider die Herrschaft der Algorithmen! Wie bekommen wir die Kontrolle zurück?

Mitveranstalter war ARTE, deren Journalistin Carolyn Höfchen auch die Moderation besorgte. Leider nicht ganz auf der Höhe, da wäre mehr drin gewesen.

Hier ein Buch von Gerd Gigerenzer, in dem er Risikokompetenz beschreibt. Wärmste Empfehlung!

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Wieder da!

Für die längere Pause möchte ich mich bei meinen Lesern entschuldigen. Aber die Pause war nötig und hat mir gut getan. Außerdem ist in der Zwischenzeit eine Menge passiert:

  1. Wir haben das ToolBlog ordentlich entrümpelt. Immerhin hat die gute alte Tante schon zehn Jahre auf dem Buckel und da war ein Facelifting bitter notwendig. Allerdings ist der Ausdruck nicht ganz richtig, denn die Arbeiten fanden unter der Motorhaube statt. Wir hoffen, dass Sie von den Änderungen gar nichts merken werden außer bei der Stabilität und der Geschwindigkeit.
  2. Ich habe meinen Rechner im Büro auf Windows 10 umgestellt. Für mich ein Abenteuer, das am Ende gar keines war. Die Umstellung verlief problemlos und was soll ich sagen? Ich bin von dem neuen Windows mehr als angetan.
  3. In des KWn 16 und 17 hatte ich jeweils zwei zweitägige Workshops. Abends war ich entsprechend müde. Wenn ich mich im Hotel hingesetzt hätte um noch Artikel für das ToolBlog zu verfassen, wäre wahrscheinlich nur Müll herausgekommen. Dann lieber gar nicht schreiben.
  4. Bis Mitte letzter Woche war ich auf der republica TEN in Berlin. Dort gab es einige interessante Dinge zu sehen. Ich werde über das berichten, was mich besonders beeindruckt hat.

So, genug der Ausreden Entschuldigungen. Ab sofort geht es wieder in die Vollen! Ich freue mich, dass Sie wieder dabei sind.

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In eigener Sache: Das ToolBlog macht Pause

Liebe Leserinnen und Leser,
das ToolBlog wird die nächsten Tage wegen interner Wartungsarbeiten geschlossen. Nachdem es mittlerweile 10 Jahre auf dem Buckel hat, wird es Zeit, ein paar Justierungen unter der Motorhaube vorzunehmen. In der Zwischenzeit hat sich nämlich allerhand angesammelt, was dort nicht hingehört.
Ich hoffe, die Wartungsarbeiten werden nicht sooo lange dauern und vor allem hoffe ich, dass Sie gar nichts merken, wenn das ToolBlog wieder öffnet. Denn wie gesagt, die Arbeiten sind rein technischer Natur.
Bald bin ich wieder für Sie da. Drücken Sie die Daumen, dass alles so läuft, wie es sich der Techniker meines Vertrauens vorstellt. 🙂

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Die Geschichte des Trainings und der Personalentwicklung

Seit 1991 bin ich als Trainer, Berater und Coach für Organisationen unterschiedlichster Art unterwegs. Ich muss zugeben, ich habe mir kaum bis gar nicht darüber Gedanken gemacht, worin das Training für Mitarbeiter seinen Ursprung hat. Vielleicht hätte ich auf eine entsprechende Frage mit dem Hinweis auf die Industrialisierung und das Scientific Management nach Taylor geantwortet. Ganz falsch liege ich damit wohl nicht, doch das Training ist schon etwas älter, zumindest wenn man dem Schaubild “The History of Training and Development Infographic” Glauben schenkt. Vorläufer des Trainings ist demnach das Kriegsspiel, das um 1812 von der preussischen Armee (von wem auch sonst?) dazu benutzt wurde, angehende militärische Strategen das nötige Handwerkszeug beizubringen. Sie sehen, Planspiele und “Gamification” gab es auch damals schon.

Wenn Sie das Schaubild betrachten, dann hat die Weiterbildung in Firmen einigen Wandel durchlaufen. Alles andere wäre auch verwunderlich, denn mit sich verändernden Umweltbedingungen ändern sich auch die Ziele und Methoden. Interessant ist auch zu sehen, welche unterschiedlichen Menschenbilder und psychologischen Modelle den verschiedenen Ansätzen zugrunde lagen.

Sicher wäre es sehr reizvoll, die Timeline auf der Grafik um die nächsten zehn Jahre zu verlängern und darüber nachzudenken, wie sich das Training in Zukunft entwickeln wird. Darüber gibt es verschiedene Ansichten und es darf trefflich darüber gestritten werden. Interessante Gedanken dazu hat beispielsweise mein kanadischer Kollege Harold Jarche. Ich selbst beteilige mich nicht gern am Lesen von Kaffeesätzen, genauso wenig schaue ich in die Glaskugel. Insofern habe ich keine Ahnung, ob das Training wirklich “tot” ist, wie manche Autoren behaupten. Mir fehlen dazu schlicht und einfach die hellseherischen Fähigkeiten, über die diese Zeitgenossen offensichtlich verfügen.

Allerdings werde ich weiter mit großem Interesse den weiteren Verlauf dieses Themas verfolgen. Schließlich habe ich zu den Timeline nunmehr 25 Jahre meinen bescheidenen Beitrag geleistet. 😉

Hier das Schaubild:

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Ganz unbemerkt: Das ToolBlog hatte 10. Geburtstag!

Vor kurzem hatte ich Geburtstag und bekam persönlich, per E-Mail, aber auch über Twitter & Co jede Menge Glückwünsche, für die ich mich noch einmal ausdrücklich bedanken möchte. Ich habe mich über jeden einzelnen sehr gefreut.

Allerdings muss ich gestehen: Ich habe es mit den Geburtstagen (meinem und den anderen) nicht so. Leider kommt es deswegen dann und wann mal vor, dass ich einen vergesse. Aus diesem Grund bin ich gottfroh, dass ich von unseren sozialen Diensten an manche Geburtstage erinnert werde. Sehen Sie mir diese Schwäche nach.

Auch andere Jubiläen habe ich manchmal nicht auf dem Schirm. Zum Beispiel dieses hier:

Am 12. März hatte das ToolBlog 10. Geburtstag!

Wie es zum ToolBlog kam?

Hier in kurzen knappen Worten die Geschichte dahinter.
Zeit meines (Arbeits-) Lebens beschäftige ich mich mit Methoden, meine persönliche Effektivität und Effizienz zu steigen. In einem Kommentar zu einem Artikel in meinem früheren Blog “Interessante Zeiten” wies mich ein Leser auf das Buch von David Allen hin. Die Lektüre beeindruckte mich so sehr, dass ich beschloss selbst in einem eigenen Blog über Themen der Aufgabenorganisation zu schreiben. So entstand das ToolBlog. Ein paar Monate später fuhr ich sogar nach Washington D.C., um einen Workshop bei David Allen zu besuchen. Mittlerweile habe ich mich auch mit vielen anderen Ansätzen zur Arbeitsorganisation beschäftigt und meine eigene Methodik und meinen eigenen Stil  entwickelt. Und wie Sie sehen, schreibe ich immer noch gerne über persönliche Produktivität und allem, was damit zusammenhängt.

Was bringt die Zukunft?

Für das ToolBlog selbst sind keine Änderungen geplant. Manche sagen, mein Schreibstil hätte sich geändert und die Artikel seien etwas länger geworden. Wenn dem so ist, dann geschah das unbeabsichigt. Für mich liegt immer noch in der Kürze die berühmte Würze. Wenn ich Ihnen die tägliche kleine Dosis Arbeitsmethodik verabreichen kann, dann will ich zufrieden sein.

An einem online-Kurs zur Arbeitsorganisation bastle ich schon länger herum. Die gute Nachricht: Es geht “nur” noch um die Technik und den Feinschliff. Interessierte Leser werden ihn noch vor Ende der ersten Jahreshälfte auf diesem Bildschirm vorfinden.

Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen Leserinnen und Lesern für Ihr Interesse und Ihr Feedback bedanken. Ich hoffe, Sie halten dem ToolBlog auch in den nächsten Monaten und vielleicht sogar Jahren die Treue.

Ich würde mich sehr darüber freuen!

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BTW:
Wenn Sie sich ansehen möchten, wie sie das ToolBlog im Lauf der Zeit entwickelt hat, dann hier entlang.
Und dies war der erste Artikel vom 12. März 2006: Schikaniere mich!

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Wie Sie Ihr E-Mail-Programm für die Feiertage vorbereiten

Die Osterfeiertage stehen vor der Tür und vielleicht sind Sie gerade dabei, sich gedanklich in die Ferien zu verabschieden. Vergessen Sie dennoch nicht, Ihre E-Mail-Programm für die freien Tage vorzubereiten. Michael Einstein gibt Ihnen dafür die “Top 10 Tips for Managing your Email over the Holidays”:

  1. Entfernen Sie so viel Müll wie möglich aus dem Eingangskorb bevor Sie in die Ferien fahren
    Ich gehe einen Schritt weiter. Schauen Sie, dass Ihre Inbox vollständig leer ist, bevor Sie das Büro verlassen. Was heute verarbeitet ist, müssen Sie nach Ihrer Rückkehr nicht in die Hand (oder vor die Augen) nehmen.
  2. Erstellen Sie eine Abwesenheitsnotiz für Ihr Mailprogramm
    Sie wissen schon “Out of Office”
  3. Erstellen Sie eine Abwesenheitsnachricht für Ihren Anrufbeantworter
    Denken Sie auch an die Mailbox Ihres Mobiltelefons
  4. Starten Sie diese Meldungen nicht erst am ersten Tag Ihres Urlaubs
    sondern am besten schon am Tag zuvor.
  5. Treffen Sie mit Ihren Kolleginnen und Kollegen eine Übereinkunft, unter welchen Umständen Sie während Ihrer Abwesenheit erreicht werden können
  6. Vereinbaren Sie dafür einen eigenen Text für E-Mail oder SMS usw.
  7. Bestimmen Sie jemanden, der Sie während Ihrer Abwesenheit vertritt
  8. Informieren Sie wichtige Kontaktpersonen ein oder zwei Wochen vor Ihrer Abwesenheit
    Na gut, das ist für Ostern schon zu spät.
  9. Wenn überhaupt dann checken Sie Ihre E-Mail in Ihren freien Tagen nur nach einem festen Ritual
    Michael nennt dies “Vacation/Holiday Email Triage process”.
  10. Bleiben Sie standfest! Wenn Sie nicht erreichbar sind, dann sind Sie nicht erreichbar

Sie merken schon, die Hinweise sind nicht für alle gleichermaßen relevant. Ich denke, Michael hatte hier vor allem Freiberufler und Selbstständige im Blick. Aber vielleicht ist auch der eine oder andere Tipp dabei, wenn Sie Angestellter sind.

Wie auch immer, ich wünsche allen Leserinnen und Lesern des ToolBlogs schöne Feiertage und ein frohes Osterfest!

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Woran Sie merken, dass Sie den Job wechseln sollten

Der Volksmund sagt

die Ratten verlassen das sinkende Schiff

und wenn auch der Vergleich mit den ekligen Nagern nicht sehr schmeichelhaft ist, so steckt doch ein Körnchen Wahrheit in dem Satz. Ratten sind nämlich schlaue Tiere, die meist sehr früh die Lunte riechen und schnell und frühzeitig auf sich ändernde Umstände reagieren.

Mit unserer Arbeitswelt verhält es sich genauso. Es gibt viele schlaue Zeitgenossen, die lieber rechtzeitig ihre Handlungsoptionen ausloten und rechtzeitig handeln, bevor das Unglück von außen über Sie hereinbricht. Sie ziehen es vor, selbst rechtzeitig ihr Schicksal in die Hand zu nehmen, das Unternehmen zu verlassen und anderswo ihre Chancen zu suchen.

Nur, woran erkennt man, dass es Zeit ist, die Kurve zu kratzen? Lily Zhang nennt „4 Signs Your Career’s Totally Stalled (and It’s Time to Move On)“:

  1. Die nächste Chance, die nächste Stufe der Karriereleiter zu erklimmen, ergibt sich erst dann, wenn Ihr Chef pensioniert wird.
  2. Sie sind bei der Beförderung mehr als einmal übergangen worden.
  3. Ihr Unternehmen führt Sparmaßnahmen durch
  4. Die gesamte Branche schrumpft

Als Mensch, der in seinem früheren Leben als Papieringenieur gearbeitet hat, beobachte ich gerade den letzten Punkt sehr genau. Die Papierindustrie wird vom technolgischen Wandel die letzten Jahre ziemlich gebeutelt und zumindest der Printsektor befindet sich auf dem Rückzug.

Gleichwohl gibt es auch da einige Firmen, die den Braten vor vielen Jahren schon gerochen und „sich richtig aufgestellt“ haben, wie es im Managersprech heißt. Sie sind in Produktbereichen außerhalb des Drucks heute durchaus erfolgreich.

Was für Unternehmen gilt, ist auch für Sie als Mitarbeiter richtig. Beobachten Sie Ihren Markt und wenn Sie dunkle Wolken am Horizont sehen, dann hecken Sie Ihren Plan B aus. Agieren statt reagieren, heißt die Devise, damit Sie nicht eines Tages böse erwachen.

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[via Lifehacker]

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Die Übersicht der Tastaturkürzel in XMind

Leider hat mir bislang eine Übersicht der Tastaturkürzel für XMind zum Ausdrucken gefehlt. Auf meine Frage wurde mir gesagt, ich müsse ein entsprechendes Dokument aus der Hilfedatei erzeugen. Das geht, ist aber leider etwas umständlich. Damit Sie sich dieses lästige Prozedere ersparen können, finden Sie eine Übersicht als xlsx-Datei (MS Excel) hier zum herunterladen. Die Tabelle ist einfach und schmucklos, aber funktionell. Für den grafischen Pep müssen Sie dann selbst sorgen. 😉

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Wer spioniert Sie aus?

Eigentlich folgt hier der erste Schritt auf den zweiten und nicht umgekehrt, wie es eigentlich sein sollte. Vor einiger Zeit hatte ich Ihnen eine Infografik präsentiert, die Ihnen zeigt wie Sie Ihre Privatsphäre im Internet schützen können, zumindest einigermaßen.

Georg Lohrer hatte mir in einem Kommentar zu diesem Beitrag die Website startpage empfohlen. Dort werden die Sucheingaben für Google so aufbereitet, dass Google sich diese Eingaben nicht merken kann. Ein prima Schutz vor der berüchtigten Filterblase. Danke, Georg, das Tool ist seither bei mir erfolgreich im Einsatz. Bitte unterschätzen Sie nicht die Auswirkungen dieser Filterblase, so wie ich es getan haben. Die Lektüre des Buches von Eli Pariser hat mich eines Besseren belehrt.

Hier nun eine ergänzende Infografik mit dem Titel “Who is spying on you?”. Der Titel ist selbsterklärend. Der Vorspann zu oben, wie schon gesagt.

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Die Triggerlists als Mind-Map (Update)

Vor langen Jahren Reizwortlisten für den MindSweep (oder Braindump) als Mind-Maps hier auf dem ToolBlog veröffentlicht. Sie können sie dort immer noch herunterladen.

Allerdings habe ich Sie mittlerweile einem Facelift unterzogen. Außerdem sind sie nicht mehr mit dem MindManager gemacht, sonder mit iMindMap. So sehen sie einfach schöner aus und regen das Gehirn besser an. Meint zumindest Tony Buzan.

  • Triggermap Beruf [pdf]
  • Triggermap Privat [pdf]

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Das Lernprogramm zur Wissensbilanz-Toolbox

Vor Zeiten, also als das Wünschen noch geholfen hat, habe ich mich beruflich sehr für die Wissensbilanz interessiert.  Für mich war der Nutzen für Unternehmen zwingend und wie so manches Mal habe ich den Fehler gemacht, den Angler mit dem Fisch zu verwechseln. Bekanntlicherweise sollte ja der Wurm dem Fisch schmecken und nicht dem Angler. Kurz und knapp: Die Wissensbilanz fand ich zwar spannend und äußerst nützlich, die Unternehmen aber offensichtlich weniger. Um bei Metafern zu bleiben: Trotz abgeschlossener Weiterbildung zu diesem Thema beschloss ich, dieses tote Pferd nicht mehr zu reiten, sondern abzusteigen und mir ein anderes zu suchen.

Ganz losgelassen hat mich das Thema dennoch nicht. Zumindest für mich selbst habe ich die Wissenbilanz nie aus den Augen verloren. Aus diesem Grund ist mir das interaktive Lernprogramm zur Wissenbilanz-Toolbox natürlich sofort aufgefallen. Das Lernprogramm ist als App für iOS, für Android und auch den kindle fire erhältlich. Einmal installiert, können Sie sich das Lernprogramm zur Wissensbilanz-Toolbox herunterladen.

Die Toolbox selbst können Sie beim Bundesverband Wissensbilanzierung kostenlos per Download erhalten. Dort finden Sie auch eine kurze Beschreibung, wie Sie eine Wissensbilanz erstellen können.

Auch wenn ich die Erstellung einer Wissenbilanz nicht mehr aktiv anbiete, so habe ich mich doch auf dem laufenden gehalten und stehe Ihnen als Sparringspartner gerne zur Verfügung.

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