Archiv des Autors: Stephan List

„Sitzt“ das Zeitmanagement bei Ihnen?

Kelly Forrister ist eine der erfahrensten GTD-Coaches überhaupt. Ich habe sie während eines Workshop auf dem GTD Summit in San Francisco kennengelernt und war sehr beeindruckt. In ihrem Artikel 5 Signs You’re Getting Better at GTD nennt Sie Merkmale, an denen Sie erkennen können, ob Sie effizientes Zeitmanagement verinnerlicht haben:

  1. Es fühlt sich sonderbar an, wenn Ihnen etwas „unangemeldet“ in den Sinn kommt
    Sie können sich entscheiden, ob Sie Ihr Gehirn zum Denken oder zum Speichern benutzen möchten. Wenn Ihnen eine unerledigte Aufgabe „einfach so“ in den Sinn kommt, dann ist das ein Zeichen dafür, dass Sie das Gebot der Schriftlichkeit nicht konsequent genug umsetzten. Solche unangemeldeten Erinnerungen lenken Sie nur von dem ab, was Sie gerade tun. Das Mittel dagegen: Alles aus dem Kopf!
  2. Sie leeren Ihren Eingangskorb regelmäßig
    Wenn Sie Ihren Eingangskorb nicht regelmäßig leeren, dann wächst Ihnen der Inhalt wahrscheinlich irgendwann über den Kopf. Sie verlieren die Übersicht und sind nicht mehr in der Lage, Ihre Tätigkeiten richtig einzuordnen. Zumindest einmal in der Woche sollte Ihr Eingangskorb restlos leer sein, sowohl der „echte“ als auch der elektronische. Bei mir ist das fester Bestandteil der Tages- und Wochendurchsicht.
  3. Sie sträuben sich nicht gegen die Wochendurchsicht
    Von o.a. Tagung in San Francisco ist mir der Satz eines Teilnehmer hängen geblieben: „Die Wochendurchsicht ist so wichtig, dass Sie sie mindestens einmal im Monat durchführen sollten“ Spaß beiseite, die Wochendurchsicht hat den Zweck „die Säge zu schärfen“, wie Stephen Covey sagen würde. Bei mir findet sie am Samstag morgen statt. Dann bringe ich mich auf den neuesten Stand und genieße einen schönen Nebeneffekt: Ich kann völlig unbelastet ins Wochenende gehen. Denn alles ist abgehakt oder eingetütet.
  4. Sie fühlen sich gut bez. der Dinge, die Sie nicht tun
    Dies ist eine Frage von Entscheidungen. Wenn Sie sich entschieden haben, etwas nicht zu tun oder zu verschieben, ist es etwas anderes, als Tätigkeiten einfach ohne Sinn und Verstand vor sich herzuschieben. Letzteres erzeugt Schuldgefühle und diese schaden der Effizienz.
  5. Sie starten jedes Projekt automatisch mit der Frage nach dem Zweck
    Unserem Altkanzler Helmut Kohl wird das Zitat zugeschrieben: „Wichtig ist, was hinten rauskommt.“ Wo er recht hat, hat er recht. Am Beginn des eines größeren Vorhabens sollten Sie sich immer fragen, was das gewünschte Ergebnis sein soll. Oder versuchen Sie es mit der Therapeutenfrage: „Angenommen, Du hättest Erfolg gehabt, wie würdest Du den Zustand beschreiben?“

Ich finde, Kelly Forrister hat die wesentlichen Dinge wieder einmal auf den Punkt gebracht.
Wenn Sie möchten, können Sie ihr Aufzählung als Checkliste benutzen, inwieweit Sie effizientes Zeit- und Aufgabenmanagement bereits implementiert haben oder wo Sie noch etwas Handlungsbedarf sehen.

Die Liste ist sehr nützlich, finde ich.

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Merlin Manns große Artikelsammlung zu GTD

Der große Hype um GTD ist sicherlich vorbei, was nicht heißt dass diese Methode etwa an Bedeutung verloren hätte. Vielmehr folgt auch sie dem bekannten Hype-Zyklus, warum sollte das bei GTD auch anders sein?

GTD ist noch lange nicht tot und da wir uns offensichtlich auf dem Pfad der Erleuchtung oder vielleicht sogar schon auf dem Plateau der Produktivität befinden, lohnt sich der Blick zurück allemal.

Von Anfang an hat Merlin Mann David Allen und sein GTD mit erläuternden, manchmal auch kritischen Beiträgen auf seinem Blog 43 Folders begleitet. Schon 2008 (!) veröffentlichte Merlin auf seinem Blog eine Liste seiner einschlägigen Artikel, die auch heute noch eine wahre Fundgrube für GTD-Begeisterte und solche, die es werden wollen sind.  Unter 43 Folders: Best of GTD finden Sie die gesammelten Beiträge zu GTD zu Themen wie

  • Der richtige Start mit GTD
  • Die Bedeutung der „Next actions“, sowie ihre Formulierung und ihre Organisation
  • Die tägliche und wöchentliche Planung
  • Wie man GTD zweckmäßig implementiert
  • Die Verwendung von Kontexten
  • Durchführung eines mentalen Kehraus („Mindsweep“)

Natürlich können Sie auch ein Gespräch anhören, in dem Merlin Mann mit dem David Allen über dessen Ansatz gesprochen hat.

In der Zusammenstellung darf natürlich auch „Inbox Zero“ nicht fehlen, in dem Merlin Mann beschreibt, wie Sie einen überquellenden elektronischen Eingangskorb leer bekommen und auch leer halten. in diesem Video können Sie den berühmt gewordenen Vortrag von Merlin Mann noch einmal anhören und ansehen:

„Kinder, wie die Zeit vergeht“, möchte man sagen, denn die o.a. Liste ist schon fast 10 Jahre alt, die zitierten Beiträge sogar noch älter. Dennoch haben sie nichts an Aktualität verloren, denn an der Herausforderung, sich effektiv und effizient zu organisieren, hat sich bis heute nichts geändert. Es lohnt sich allemal, hier ein wenig herumzustöbern.

 

Bücher von David Allen zu GTD (Werbung)

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Lektüreplanung mit XMind

Sind Sie auch so ein Büchernarr, der weit mehr Bücher erwirbt als er lesen kann? Mir geht es so. Mittlerweile stapeln sich bei mir die Bücher, die ich irgendwann mal lesen will und es werden immer mehr. Um die Menge der ungelesenen Bücher in den Griff zu bekommen, habe ich schon versucht, mir eine Art Lektüreplan zu erstellen.

Leider muss ich zugeben, dass diese Lektüreplanung bislang wenig Erfolg hatte. Vielleicht habe ich das Ganze aber auch falsch aufgezogen. Wie es funktionieren könnte, zeigen die Autoren eines einschlägigen Artikels auf dem XMind-Blog: Be a more productive reader with XMind.

Bevor Sie planen, sollten Sie folgende Grundfragen beantworten:

  1. Welche Bücher möchte ich lesen?
  2. Wann werde ich sie lesen?
  3. Wie viel Zeit steht mir für die Lektüre zur Verfügung?

Danach können Sie in die Planung einsteigen:

  1. Erstellen einer Lesemap
    Erstellen Sie ein Mind-Map, in die Sie als Äste die Bücher eintragen, die Sie lesen möchten,
  2. Einteilen in Kategorien
    Teilen Sie die Bücher in bestimmte Kategorien ein, indem Sie mit der Taste F4 den Ästen Label zuweisen.
  3. Den Büchern Monate zuordnen
    Im Artikel wird angenommen, dass Sie etwas ein Buch pro Monat lesen können. Sie können den einzelnen Büchern Monate per Marker zuordnen und die Mind-Map neu sortieren.
  4. Einen Detailplan erstellen
    Wählen Sie nun das nächste Buch und erstellen Sie einen detaillierten Leseplan. Dazu wandeln Sie den Zweig mit dem gewählten Buch in eine neue Map um (Rechtsklick: Neues Arbeitsblatt aus Knoten). Wählen Sie für die neue Map die Struktur „Horizontale Zeitleist“ (Rechtsklick: Struktur – Horizontale Zeitleiste). Fügen Sie auf der Leiste vier Knoten hinzu, die Sie mit der Kalenderwochennummer bezeichnen können. Pro Woche können Sie nun neue Unterzweige erstellen, Wochentage für die einzelnen Kapitel zum Beispiel.
  5. Notizen hinzufügen
    Wenn Sie möchten, dann können Sie während des Lesens zu den einzelnen Kapiteln noch Notizen hinzufügen, auf denen Sie Inhalte vermerken, die Sie für wichtig halten. Auf diese Weise erstellen Sie automatisch ein Exzerpt des Buches.

In dem Artikel finden Sie zu den einzelnen Schritten die entsprechenden Screenshots.

Grundsätzlich kann ich diese Vorgehensweise gut nachvollziehen. Allerdings würde ich in Schritt 4 die Reihenfolge der Zweige „Kapitel“ und „Kalenderwoche“ umdrehen, aber das ist wohl Geschmackssache.

Sollte ich mich dazu durchringen können, meine Lektüre auf diese Weise mit XMind zu planen, dann werde ich die entsprechenden Maps hier veröffentlichen. Versprochen.

Allerdings habe ich Zweifel, dass ein solchen Planung bei mir generell funktioniert. Was sind Ihre Erfahrungen. Haben Sie das Bücher lesen schon einmal geplant? Mit Erfolg? Und wenn ja, wie habe Sie das gemacht?

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Uralte Lifehacks für Sie getestet

Lifehacks, also Tipps und Tricks, die das Leben einfacher machen sollen, sind zwar in Mode, aber mitnichten eine Erfindung unserer Zeit. Im Gegenteil, früher waren diese Kniffe bitter notwendig, denn all diese modernen Helferlein in Küche und Haushalt hatten unsere Urgroßeltern noch nicht zur Verfügung.

Sogar auf Zigarettenschachteln wurden diese Lifehacks abgedruckt oder als Sammelkärtchen beigelegt, wie eine Sammlung der New York Public Library beweist. Hier finden Sie Tipps zu allen Lebenslagen, die wohl bei Gallaher’s Cigarettes das einzig wirklich Nützliche waren.

Die HouseholdHacker haben nun einige der Lifehacks unter die Lupe genommen und sie einem Test unterzogen. Das Ergebnis sehen Sie in diesem Video:

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FOMO oder Fear of Missing Out

Wie Sie sich sicher nicht erinnern werden, habe ich im ToolBlog bereits schon einmal berichtet. Fear of Missing Out bezeichnet dabei die ständige Angst, etwas Wichtiges verpasst zu haben. Ich denke, dieses Gefühl kennt jede(r). Sie können sich allerdings damit trösten, dass Sie immer irgendwo irgendetwas verpassen, denn Sie können schließlich nicht überall sein. Wenn diese Angst Sie allerdings zu beherrschen beginnt, dann kann FOMO sogar Ihrer psychischen Gesundheit schaden.

Zu FOMO gibt es eine schöne Infografik, auf die ich dieser Tage gestoßen bin. Sie beschreibt die möglichen negativen Effekte von FOMO:

  • Negative Auswirkungen auf soziale Kontakte
  • Schlafstörungen
  • Angst und Stress bis hin zu depressiven Verstimmungen

Sehen Sie selbst:
Weiterlesen

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Aufgewärmt: Ein Helferlein zum Besiegen des inneren Schweinehunds

Mark Twain hat einmal über Gewohnheiten gesagt:

Eine Gewohnheit kann man nicht einfach zum Fenster hinauswerfen; man muss sie Stufe für Stufe die Treppe hinunterlocken.

Ja, es ist mühsam, alte Gewohnheiten einfach über Bord zu werfen oder neue zu implementieren. Können Sie sich noch an die Vorsätze erinnern, die Sie zum Jahreswechsel gefasst haben. Und wenn Sie sich an Sie erinnern, wie weit sind Sie in der Umsetzung? Nun gut, ich will hier kein Salz in offene Wunden streuen. Vielmehr gibt es ein kleines Helferlein, das Sie beim Ablegen alter Gewohnheiten oder dem Gegenteil unterstützen kann.

Der amerikanische Schauspieler Jerry Seinfeld hat einmal beschrieben, wie er sich selbst mit Gewohnheiten auf die Sprünge hilft (Quelle: Lifehacker):

Man nehme einen großen Wandkalender und einen dicken roten Filzstift. An jedem Tag, an dem Sie etwas vermieden haben (z. B. nicht geraucht haben) oder etwas getan haben (z.B. Frühsport), machen Sie an dem Datum ein großes Kreuz. Nach ein paar Tage ergibt das eine Kette. Und je länger diese Kette wird, desto weniger Lust haben Sie, die Kette zu unterbrechen. In seinen eigenen Worten:

After a few days you’ll have a chain. Just keep at it and the chain will grow longer every day. You’ll like seeing that chain, especially when you get a few weeks under your belt. Your only job next is to not break the chain. “Don’t break the chain!“

Nun geben wir Geeks uns nicht mit Papier und Bleistift zufrieden, zu was haben wir schließlich unseren Rechenknecht. Und tatsächlich, Don’t Break the Chain! ist ein Internetanwendung, mit der wir viele Ketten aufbauen können. Das Programm gibt es auch als Widget für iGoogle oder als Erweiterung für Chrome. Und in Ihr Blog können Sie Ihren Gewohnheitsaufbau- oder abbaufortschritt auch einbinden.

Eine einfache, aber wirkungsvolle Methode, zu der uns die Verhaltenstherapeuten sicherlich den theoretischen Hintergrund liefern könnten. Müssen sie aber nicht. Es funktioniert auch so.

[Dieser Artikel erschien im ToolBlog zuerst am 14. 01. 2011]

 

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Werkzeuge, mit denen Sie alles Mögliche im Internet teilen können

Ja, ich gebe es zu: Es gab Zeiten, das wusste ich nicht, dass ich in pdf-Dateien die Bilder komprimieren kann oder sogar muss. Letzteres vor allem dann, wenn ich die Fotoprotokolle meiner Workshops an die Kunden sandte. Oft war es so, dass der Kundenserver diese aufgeblähten Anhänge gar nicht mehr akzeptiert hat. Damals nutzte ich einen Dienst namens YouSendIt. Diese Anwendung scheint es gar nicht mehr zu geben. Falls Sie öfters dicke E-Mails verschicken müssen, wären vielleicht der Zeta Uploader oder senduit geeignete Alternativen. Leider kann ich Ihnen nicht sagen, wie und wie gut diese Programme funktionieren, denn mittlerweile bin ich über das Komprimieren von Dateien im Bilde.

Es gibt aber noch viel mehr an Dateien als E-Mail-Anhänge, die man im Internet teilen kann. Der unermüdliche Saikat Basu hat einige von Ihnen mit den entsprechenden Apps zusammengestellt. In 10 Incredibly Simple Ways To Share Stuff On The Web While Saving Time nennt er

  1. Ge.tt (Filesharing)
    Mir hat sich leider nicht erschlossen, inwieweit sich Ge.tt von DropBox & Co unterscheiden soll. Sie können Dateien hochladen und diese dann per E-Mail freigeben. Nicht mehr und nicht weniger.
  2. Jumpshare (Filesharing mit Öffen der Dateien)
    Auch eine Filesharing-Anwendung. Der Unterschied der den Unterschied macht. Sie können über 200 Dateitypen in dieser Anwendung direkt im Browser öffnen. Das ist praktisch, wenn Ihnen für den geteilten Dateityp das entsprechende Programm auf Ihrem Rechner nicht zur Verfügung steht.
  3. Screenleap (YouTube-Dateien)
    Hier können Sie Ihren Bildschirm mit anderen Menschen teilen. Zumindest für 20 Minuten. Wie so oft, so stehen aber auch hier aufgebohrte Bezahlversionen zur Verfügung.
  4. Surprise.ly (YouTube-Videos)
    Nur die Vollbildanzeige bewahrt Sie bei YouTube davor, das ganze Rauschen drumherum betrachten zu müssen: Kommentare, ähnliche Videos und all das andere Zeug das Sie ablenkt. Surprise.ly befreit Sie davon. Sie laden den Link des Videos hoch und tauschen ihn gegen einen anderen ein, wo Sie das entmüllte Filmchen betrachten können. Den Link können Sie auch verschicken.
  5. Flask (To-do-Listen)
    Mit Flask können Sie einfache Aufgabenlisten erstellen und anschließend teilen.
  6. TitanPad (Textdokumente)
    Hier können Sie Texte hochladen und gemeinsam bearbeiten. Klar können Sie das mit anderen Anwendungen auch, aber meistens müssen Sie sich dazu registrieren, Hier nicht.
    Allerdings meldet mein Chrome-Browser einen Datenschutzfehler (MS Edge übrigens nicht). Deswegen habe ich nicht weiter nachgeforscht.
  7. Draw.to (Zeichnungen)
    Dasselbe wie eben, nur mit Grafiken. Wunderdinge sollten Sie aber von diesem Programm nicht erwarten.

Wenn Sie jetzt nur 7 statt 10 Anwendungen gezählt haben, dann haben Sie richtig gezählt. Drei Apps waren leider nicht mehr erreichbar: TinySong, Hutt und 3DFile.io. Mit letzterem Programm ließen sich 3-D-Dateien teilen und betrachten. TinySong vermisse ich nicht besonders. Das ist (war?) ein Programm zum Versenden von Musiktiteln. Das kann Spotify auch.
Hutt hätte ich dagegen gerne einmal ausprobiert. Dort konnte man sich per Video in einem privaten Chatraum treffen.

Sie sehen, die Ausbeute ist bei o.a. Liste eher durchwachsen. Vielleicht werden die drei Programme irgendwann einmal wieder ins Netz genommen. Wenn nicht, dann ist es auch nicht weiter schlimm.

[Foto von heinzremyschindler [via pixabay], (CC0 Creative Commons)]

 

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Grundregeln gut organisierter Mitmenschen

Effektives Zeitmanagement und effiziente Selbstorganisation sind kein Hexenwerk. Dennoch schielen wir immer wieder über die Schulter gut organisierter Zeitgenossen. Vielleicht gibt es ja ein System oder den einen oder anderen Trick, den man sich abschauen könnte.

Erin Doland hat ein paar Regeln entdeckt, denen sich gut organisierte Menschen unterwerfen: Rules of organized people. Diese sind:

  1. Kennen Sie sich selbst
    Es ist immer gut, wenn Sie sich Ihrer Stärken und Schwächen bewusst sind. Das gilt auch für die Selbstorganisation. Organisationsguru David Allen hat zu diesem Zweck einen kleinen Selbsttest publiziert, mit dem Sie überprüfen können, ob Sie Crazy Maker, Captain and Commander, Responder oder Micro Manager sind. Eine Erklärung für diese Typen finden Sie bei Francisco Sáez.
  2. Organisiert zu sein ist kein Selbstzweck
    Es ist keine gute Idee, sich nur deshalb zu organisieren, damit Sie organisiert sind. Selbstorganisation ist kein Selbstzweck, sondern dient dazu, die Arbeit effektiv und effizient zu erledigen. Alles andere ist Micro-Management.
  3. Rechnen Sie mit Misserfolgen
    Selbstorganisation ist ein andauernder Prozess. Es gibt immer etwas zu verbessern, Und manchmal kann man dabei sogar aus der Spur geraten. Fehler sind dazu da, um aus ihnen zu lernen.
  4. Es gibt einen Platz für jedes Ding und jedes Ding ist an seinem Platz
    Die Schlüssel kommen ans Schlüsselbrett, die eingehende Post in den Eingangskorb usw. Das hilft, unnötiges Suchen zu vermeiden. Suchen und nicht Finden ist pure Zeitverschwendung.
  5. Schreiben Sie alles auf
    Man kann es nicht oft genug wiederholen: „Your mind is for having ideas, not holding them (David Allen).“
  6. Routinen sind das Rückgrat der Organisation
    Vermeiden Sie, bei wiederkehrenden Aufgaben das Rad immer wieder neu zu erfinden. Überlegen Sie stattdessen, wie Sie solchen Tätigkeiten rationalisieren oder sogar automatisieren können. Checklisten können dabei eine große Hilfe sein.
  7. Ziehen Sie die Aufgaben durch und verschieben Sie sie nicht
    Wenn Sie schon aufschieben, dann sollten Sie das mit System machen. Schieben Sie nichts auf den St.-Nimmerleinstag, sondern setzen Sie sich einen Termin, zu dem Sie mit der Tätigkeit beginnen möchten. Und dann los!
    Wenn Sie an chronischer Aufschieberitis leiden, dann empfehle ich Ihnen das einschlägige Buch von Neil Fiore: Vorbei mit der Aufschieberei!: Wie Sie die Dinge geregelt kriegen und Ihr Leben zurückgewinnen.
  8. Erledigen Sie Ihren Teil
    Hier geht es um Verbindlichkeit. Erarbeiten Sie sich den Ruf, zuverlässig und pünktlich die Arbeit abzuliefern. Muten Sie Ihren Kolleginnen und Kollegen nichts zu, was Sie auch selbst tun können. Es gibt nämlich einen Unterschied zwischen Delegieren und Abschieben.
  9. Belasten Sie sich nicht mit unnötigem Zeug
    Dies gilt sowohl für Dinge als auch im übertragenen Sinn. Alles, was Sie ablenkt, beeinträchtigt Ihre Effizienz. Das gilt für unnötige Schreibtischutensilien ebenso wie für Gedanken, die im Hier und Jetzt nicht angebracht sind.
  10. Denken Sie voraus
    Hier hilft die Arbeit mit To-Do-Listen und die regelmäßige Durchsicht des eigenen Aufgabengebietes. Ich habe mir angewöhnt, während meines Weekly Reviews anzuschauen, was  in den nächsten vier Wochen anliegt. Vorausschau nennt dies der Fachmann.
  11. Sie sind nicht Ihre Habseligkeiten und Dinge haben keine Seele
    Sie können sich von liebgewordenen Dingen auch wieder trennen. Die Sache wird Ihnen das nicht übel nehmen. Das kann sie nämlich nicht. Schuldgefühle finden lediglich bei Ihnen zwischen den Ohren statt. Wenn Ihnen die Entrümpelung schwer fällt, dann gibt es hier, hier und hier einige Tipps.
  12. Es ist besser einen Baum als einen Wald zu besitzen
    Dies hängt eng mit Punkt (9) zusammen. Beispiel: Kaufen Sie sich nicht jedes Tool, das auf dem Markt ist, sondern lernen Sie, Ihr bestehendes Werkzeug richtig zu nutzen. Bei mir ist das Outlook. Ich brauche nichts anderes.
  13. Organisiert zu sein ist nicht Jedermanns Sache. Es ist die eigene Entscheidung!
    Denken Sie daran, dass nicht jeder ein Freund der Organisation ist. Versuchen Sie nicht, andere zur Aufgabenorganisation zu zwingen oder zu überreden. So etwas muss von sich selbst heraus kommen. (Im Übrigen gilt dies für fast alles im Leben.)
  14. Jeder kann sich organisieren
    Selbstorganisation kann man lernen. Allerdings sind auch da die Talente unterschiedlich verteilt. Übung macht den Meister, also dranbleiben!

Ich finde, diese Auflistung eignet sich hervorragend für die eigene Standortbestimmung. Gehen Sie ruhig die Punkte einmal durch. Sie eignen sich hervorragend als Ausgangspunkt zur Verbesserung der eigenen Produktivität oder wie Marie von Ebner-Eschenbach sagt:

Wer aufhört, besser werden zu wollen, hört auf, gut zu sein

[Foto von StockSnap [via pixabay], (CC0 Public Domain)]

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49 Arten, sich inspirieren zu lassen

Ich weiß ja nicht, wie es Ihnen geht, aber manchmal wollen die richtigen Ideen einfacht nicht kommen. Nun gibt es allerhand Kreativitätsmethoden, mit deren Hilfe sich angeblich Geistesblitze systematisch aus dem Hut zaubern lassen. Sie finden eine schöne Sammlung in dem einschlägigen Artikel der Wikipedia.

Robin Sharma gibt sich mit Techniken nicht zufrieden, sondern fragt vielmehr, wie man sich dauerhaft inspirieren lassen kann. Einige Antworten gibt er uns in 49 Ways to Get Inspired,

Ich will an dieser Stelle nicht alle Tipps aufführen, diese hier haben mir besonders gut gefallen:

  • (2) Verschwende keine Zeit mit der Vergangenheit
  • (3) Konzentrieren Sie sich darauf, die Meisterschaft in einer Sache zu erlangen, anstatt in vielen mittelmäßig zu bleiben
  • (9) Verursachen Sie ein wenig Unruhe, indem sie am Status Quo rütteln
  • (12) Hören Sie auf, Nachrichten zu schauen
  • (16) Gewöhnen Sie sich etwas Neues an
  • (17) Denken Sie immer daran, dass Einfachheit die Mutter aller Genialität ist
  • (19) Reden Sie weniger und hören Sie öfter zu
  • (24) Verwechseln Sie Geld nicht mit Sinn und Einkommen nicht mit Bedeutung
  • (27) Sprechen Sie die Wahrheit aus, auch wenn Ihre Stimme zittert
  • (32) Betrachten Sie Ihre Arbeit als Ihr Handwerk
  • (42) Hören Sie auf zu jammern
  • (44) Weniger fernsehen (ich ergänze: Weniger Internet), mehr lesen
  • (49) Leben Sie, wie Sie es für richtig halten

Diese Auswahl sind meine persönlichen Favoriten, keinesfalls sind die anderen Hinweise weniger bedeutsam. Wenn Sie die Liste durchgehen, dann werden sie sicher die Tipps finden, die am besten auf Sie und Ihre Situation passen.

Das einzige, was mich an Robins Liste wirklich stört, dass er zumeist nennt, was wir nicht tun sollten. Mir hätte es besser gefallen, er hätte gesagt, was wir anstatt dessen tun sollen. Aber sei’s drum.

Vielleicht hat Robin ja auch etwas vergessen, dass für Sie bedeutsam ist. Wir sind neugierig: Was fehlt Ihnen auf der Liste?

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