Archiv des Autors: Stephan List

Was wir von den Stoikern lernen können

Ich muss gestehen, meine Kenntnisse in der Philosophie gehen kaum über das hinaus, was ich während meiner Schulzeit im Latein- und Griechischunterricht mitbekommen habe. Allerdings muss mich das dort Gehörte sehr beeindruckt haben, denn es wirkt noch nach bis zum heutigen Tag.

Besonders beeindruckt haben mich immer die Werke der Stoiker. Leider kamen im Griechischunterricht die Urheber dieser Ideenschule etwas zu kurz, man konzentrierte sich damals in Latein eher auf die wohl berühmtesten römischen Vertreter der Stoa, Seneca und Marcus Aurelius. Nach der Schule bin ich dann irgendwann einmal über Epiktet gestolpert, der nicht viel an Menge, aber dafür viel an Gewicht hinterlassen hat. Sein Handbüchlein der Moral kann ich jedem nur wärmstens ans Herz legen.

Die Gedanken der Stoiker haben nichts an Aktualität verloren und können auch für das moderne (Wirtschafts-) Leben angewandt werden. Eric Barker gibt in seine Artikel Stoicism Reveals 4 Rituals That Will Make You Mentally Strong Tipps, wie Sie auf stoische Weise Ihren Alltag bewältigen können:

  1. Entscheiden: Was ist das Schlimmste, was passieren könnte?
    Manchmal lassen wir uns vor wichtigen Entscheidungen von Ängsten und Befürchtungen leiten. Es kann zwar nicht schaden, die Risiken abzuschätzen oft werden wir aber durch Ängste und Befürchtungen blockiert. Fragen Sie sich stattdessen, was das Schlimmste ist, was passieren könnte und weiter, wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, dass es auch tatsächlich eintritt. Ja, wenn Sie so wollen, die klassische Risikoanalyse: Tragweite mal Wahrscheinlichkeit.
  2. Misserfolg: Sie können nicht alles kontrollieren
    Wenn Sie sich über einen Misserfolg ärgern, dann bedenken Sie, dass Sie nicht alles unter Kontrolle haben können. Das soll nicht heißen, dass Sie sich in faulen Ausreden üben. Vielmehr ist dies die Bitte, mit sich selbst wertschätzend umzugehen. Sie können nicht alles im Griff haben, sonst wären Sie Gott gleich. Menschen sind nunmal fehlbar, da machen Sie keine Ausnahme.
  3. Übersicht und Detail: Beachten Sie das große Ganze
    Sie kennen sicher die Satellitenansicht von Google Maps. Schauen Sie doch einmal auf das Gebäude, in dem Sie sich gerade befinden und vergrößern Sie dann kontinuierlich den Maßstab. Sie sehen zuerst die Umgebung des Hauses, dann die Stadt, dann das Land, den Erdteil usw. Merken Sie, wie klein Sie sind? Wir sind nur ein Teil des Ganzen, das sollten wir uns immer wieder einmal bewusst machen. Nehmen wir uns also nicht so wichtig.
  4. Probleme lösen: Was würde N. N. tun?
    Sicher hat jeder von uns Menschen, deren Fähigkeiten, Leistungen oder Einstellungen er/sie sehr bewundert. Könnte dieser Mensch als Vorbild oder sogar Rollenmodell wirken? Wie haben sich bestimmte Menschen verhalten um diesen Erfolg zu haben? Wenn Sie also in einer kritischen Situation sind, hilft manchmal die Frage: „Was würde …. in dieser Situation jetzt tun?“

Diese vier Punkte sind nur ein Ausschnitt von Hinweisen der Stoiker bez. einer zufriedenen Lebensführung. Zur Vertiefung hier noch einige weitere Artikel:

Es ist immer Vorsicht geboten, wenn philosophische Gedanken aus dem Zusammenhang gerissen und zu stark vereinfacht werden. Aber vielleicht dienen der Artikel und die Linkhinweise für Sie als Anregung, sich eingehender mit dem Stoizismus zu beschäftigen. Wenn Sie dabei Ähnlichkeiten zur Achtsamkeit entdecken, dann dürften Sie nicht falsch liegen.

Für den Einstieg hilft Ihnen dabei vielleicht die Webstite des Philosophie-Professors Massimo Pigliucci: How to Be a Stoic.

Hier ein Video von Pigliucci zum Stoizismus:

 

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In eigener Sache: Wer kennt sich mit Luhmanns Zettelkasten aus?

Dieser Tage habe ich das Buch von Sönke Arens Das Zettelkasten-Prinzip mit großem Gewinn gelesen. Der Autor beschreibt darin, warum Luhmanns Zettelkasten funktioniert und welche Vorteile damit verbunden sind. So weit so gut, aber etwas ist doch sehr unbefriedigend.

Ich bin jetzt außerordentlich gut informiert, zu welchen Zweck und aus welchem Grund ich den Zettelkasten verwenden kann, weiß aber immer noch nicht WIE ich einen Zettelkasten anlege. Ahrens beschreibt kaum bis gar nicht, wie man damit in der Praxis arbeitet. Das gilt auch für das Werkzeug: Zwar empfiehlt Sönke Ahrens die Programme Zettelkasten von Daniel Lüdecke und Zotero zur Literaturverwaltung. Über diese Empfehlung geht er aber leider nicht hinaus. Und nein, der Abschnitt „Bedienungsanleitung“ wird seinem Titel nicht gerecht.
Das Zusammenspiel von Zotero und dem elektronischen Zettelkasten ist mir erst durch die Lektüre eines einschlägigen Artikels von Daniel Lüdecke einigermaßen klar geworden.

Zotero ist nicht schwer zu bedienen, ich konnte mich schnell damit vertraut machen. Ganz anders verhält es sich jedoch bei Lüdeckes Zettelkasten. Das Anlegen eines Zettel ist alles andere als trivial:

  • Reicht ein Zettelkasten oder wann sollte man mehrere anlegen?
  • Wie lege ich Zettel für flüchtige, dauerhafte und projektbezogene Notizen an?
  • Wie und mit was befüllt man den Abschnitt „Sonstige Vermerke“ und Anhänge?
  • Wie funktioniert im E-Zettelkasten das Anlegen von Folgezetteln und wann sollte man diese überhaupt anlegen

Fragen über Fragen, die ich mir gerade mühsam durch die Lektüre einzelner Artikel im Internet versuche zu beantworten, denn leider ist das Anleitungswiki vom Zettelkasten momentan nicht erreichbar.

Ich habe jedoch noch die Hoffnung, dass es vielleicht doch einfacher geht:

Arbeitet einer der verehrten Leser vielleicht mit Daniel Lüdeckes Zettelkasten und ist bereits durchgestiegen, wie das Ganze funktioniert? Könnte er/sie mir unter die Arme greifen?

Wenn nicht, hat jemand Lust, sich zusammen mit mir durch die Methode und das Programm zusammen durchzubeißen? So quasi als Lerntandem?

Auf Luhmanns Zettelkasten habe ich in einigen ToolBlog-Artikeln verwiesen Die ToolBlog-Leser wissen daher, dass ich gerne den Gebrauch erlernen würde. Bis jetzt ist mir das noch nicht gelungen, aber wer weiß, vielleicht bin ich auch einfach nur begriffsstutzig.

 

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Wie Sie E-Mail-Signaturen erstellen

Sie alle kennen Signaturen. Als Signatur wird ein

Textabschnitt bezeichnet, der häufig am Ende von E-Mails, Usenet-Postings oder Beiträgen in Internetforen steht und Angaben zum Absender enthält. (Wikipedia)

Mit Inhalt und Gestaltung einer solchen Signatur müssen Sie sich dann nicht besonders befassen, wenn Sie Mitarbeiter eines Unternehmens sind und ausschließlich geschäftlichen E-Mail-Verkehr pflegen. Denn dann stellt Ihr Arbeitgeber vermutlich bereits eine gesetzeskonforme Signatur bereit, um die Sie nicht herumkommen. Sollten Sie selbst ein Unternehmen Ihr Eigen nennen und noch keine entsprechende Signatur verwenden, dann sollten Sie sich schleunigst darum kümmern. Welche Informationen für die einzelnen Unternehmensformen bereit gestellt werden müssen, erklärt Ihnen z. B. Bea Brünen in Ihrem Beitrag Pflichtangaben in geschäftlichen E-Mails.

Andere Personengruppen wie Privatleute oder Freiberufler haben deutlich mehr Gestaltungsspielräume. Sie können eine Signatur auch für originelle (Werbe-) Botschaften verwenden.

Wie Sie eine sinnvolle E-Mail-Signatur gestalten können, zeigt Ihnen der Artikel von Joel Lee: 7 Tips for Creating the Perfect Professional Email Signature.
Hier seine Tipps:

  1. Benutzen Sie das richtige Trennzeichen
    Viele zeitgemäße E-Mail-Programme nutzen die Signatur, um die Kontaktliste zu vervollständigen. Bei Outlook funktioniert das, indem Sie die E-Mail per Drag & Drop aus dem Lesebereich über das Modul „Kontakte“ ziehen (Bezeichnungen). Wenn Sie loslassen wird ein neues Kontaktformular geöffnet, in dem die wesentlichen Informationen bereits eingetragen sind.
    Allerdings müssen die E-Mail-Clients erkennen, wann die Nachricht aufhört und die Signatur anfängt. Dies geschieht in einem Quasi-Standard über den Trenner – – (zwei aufeinanderfolgende Bindestriche), also:
    Nachricht
    – –
    Signatur
  2. Halten Sie die Signatur einfach
    Überlegen Sie sich, welche Informationen Sie dem Empfänger tatsächlich mitteilen wollen. In der Regel soll er mit Ihnen Kontakt aufnehmen können, nicht mehr und nicht weniger. Halten Sie evtl. Werbebotschaften knapp. Auch Zitate wollen sparsam eingesetzt werden, Ich gebe zu, ich bin kein großer Fan von ihnen.
  3. Fassen Sie sich kurz
    Es gilt der Grundsatz: So wenig Zeilen wie möglich, so viel wie nötig. Vielleicht können Sie zusammengehörende Infos über ein geeignetes Trennzeichen in eine Zeile packen. z. B.
    E-Mail | Telefon | Fax
  4. Gestalten Sie die Signatur dezent
    Erinnern Sie  sich noch einmal an Punkt (2). Die Signatur soll in erster Linie dem Adressaten ermöglichen, einfach mit Ihnen Kontakt aufzunehmen. Sie ist nicht das Mittel der Wahl, um Werbung zu betreiben. Auch sollten derartige Botschaften nicht von den eigentlichen Kontaktinformationen ablenken.
  5. Verwenden Sie je nach Zweck unterschiedliche Signaturen
    Manchmal kann es sinnvoll sein, je nach Empfängergruppe verschiedenen Signaturen zu verwenden. In Outlook können Sie das bequem verschiedene Variante über den Menüpunkt „Signatur“ im Menüband anlegen, wenn Sie eine neue E-Mail schreiben.
  6. Seien Sie vorsichtig mit HTML und vCards
    Ich weiß, viele sagen etwas anderes, aber ich bleiben dabei: Ich mag HTML-Mails aus verschiedenen Gründen nicht besonders. Outlook habe ich so eingestellt, dass ich nur reinen Text senden und schreiben kann. Mir kommt es auf die Information an und nicht auf bunte Bilder. Wenn Sie Ihre Signatur mit den relevanten Informationen versehen haben, können Sie auf das Versenden einer vCard getrost verzichten.
  7. Testen Sie die Signatur mit verschiedenen E-Mail-Programmen aus
    Schauen Sie sich im letzten Schritt noch einmal an, wie Ihre Signaturen in den gängigen Programmen (Oulook, GoogleMail usw.) dargestellt werden und nehmen Sie ggf. Korrekturen vor.

Den E-Mail-Disclaimer, der von vielen Unternehmen an die E-Mail gehängt wird, können Sie sich im übrigen sparen. Warum, können Sie hier oder hier nachlesen. Mit einer Signatur hat ein solcher Disclaimer überhaupt nichts zu tun.

Postkasten Arona
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Coaching selbst gemacht: Die Kollegiale Beratung

Wo Menschen zusammenarbeiten, läuft es nicht immer rund und manchmal entstehen Konflikte. Vielleicht hatten Sie dabei auch schon einmal das Gefühl, mit Ihren Problemen allein auf weiter Flur zu stehen ohne sich darüber lösungsorientiert austauschen zu können.
„Lösungsorientiert“ beschreibt hierbei den Unterschied, der den Unterschied macht. Wenn Sie Glück haben, stoßen Sie zwar in der Kaffeeküche auf das offene Ohr des einen oder anderen Kollegen. Wie Sie dann aber mit den Schwierigkeiten weiter zurecht kommen oder gar den Konflikt lösen, bleibt im weiteren Verlauf Ihnen überlassen.

Kein Wunder, dass Sie dann das Gefühl beschleicht, mit Ihrem einzigartigen Problem allein fertig werden zu müssen. Das muss nicht so sein, denn zumeist ist Ihr Problem (a) nicht einzigartig und (b) müssen Sie nicht als Einzelkämpfer eine Lösung suchen.
Oftmals ist es so, dass auch schon anderswo Kolleginnen oder Kollegen ein ähnliches Problem gelöst haben. Warum also nicht die „Weisheit“ dieser Menschen anzapfen?

Zu diesem Zweck gibt es die „Kollegiale Beratung“. Coaching ohne Coach, so könnte man die Kollegiale (Fall-) Beratung (Intervision) auch beschreiben. Nach einer festen Vorgehensweise tauschen sich die Teilnehmer über anstehende Problemfälle aus, unterstützen sich gegenseitig und geben Lösungshinweise aus ihrem eigenen Erfahrungshintergrund.

Und so geht man dabei vor:

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Bookmarklets, kleine Helferlein für Ihren Browser

Wenn Sie jetzt nicht wissen, was Sie mit dem Begriff “Bookmarklet” anfangen sollen, dann hilft Ihnen ein Blick in die Wikipedia:

Ein Bookmarklet (auch: Favelet) ist ein kleines in JavaScript geschriebenes Makro, das als Bookmark abgespeichert wird und dadurch die Funktionen eines Webbrowsers erweitert. Es erlaubt beispielsweise, Aussehen oder Funktionalität von Webseiten clientseitig zu verändern. Technisch gesehen ist ein Bookmarklet ein Lesezeichen auf das Pseudoprotokoll javascript:, das ermöglicht, Code durch den Browser auszuführen.

Bookmarklets haben gegenüber Erweiterungen gewisse Vorteile. Sie sind in der Regel browserübergreifend einsetzbar und müssen nicht besonders installiert werden. Amit Agarwal zeigt in seinem Beitrag “Guide to Most Useful Bookmarklets for Chrome, Firefox, Safari, etc.” noch weitere Vorteile auf. Vor allem bekommen Sie in dem Artikel die “besten Bookmarklets für Web Browser” aufgelistet. Zumindest die, die Amit dafür hält.

Weitere Sammlungen von Bookmarklets finden Sie auch bei

Wenn Sie es lieber in Deutsch wollen, dann finden Sie eine umfangreiche Aufstellung von Bookmarklets bei stichpunkte.de.

Sollten Sie dort keinen Schnipsel für Ihre Zwecke finden, dann müssen Sie wohl selbst ein Bookmarklet schreiben. Wie das geht, erfahren Sie ebenfalls auf o.a. Seiten oder Sie sehen sich dazu das folgende Video an. Hier lernen Sie die ersten Schritte, allerdings nur an einem einfachen Beispiel. Aber das ist für den Anfang ja auch in Ordnung.

[Die erste Fassung dieses Artikels erschien im ToolBlog am 5. 12. 2011]

 

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Der Tipp zum Wochenende: 5 interessante YouTube-Tricks

Seit Ende der 1980er hat bei mir Fernsehen als Medium ausgedient. Kein Tatort und kein Länderspiel vermögen es, mit vor den Bildschirm zu zerren. Wenn überhaupt, dann schaue ich mir Filme nur noch über die Mediatheken der Rundfunksender oder auf YouTube an. Allerdings gehen auch da die neuesten Trends regelmäßig an mir vorbei.

Wenn Sie öfters auf YouTube unterwegs sind, dann stellt Ihnen Mihir Patkar in einem Artikel einige nützliche Apps vor: 5 New Ways to Watch YouTube and Find Videos. Hier sind sie:

  1. YouTube Roulette
    Der Name ist Programm. Hier können Sie YouTube-Videos anschauen bis der Arzt kommt. In einer Endlos-Schleife wird ein Video nach dem anderen abgespielt. Die einzige Obergrenze ist Ihr Standvermögen. Damit die „Auswahl“ nicht ganz so willkürlich ist, können Sie zwischen bestimmten Kategorien, wie z. B. Spaß oder Musik auswählen. Aber auch hier können Sie den Zufall walten lassen und die Wahl der Kategorien dem Programm überlassen.
  2. YouTube Map Explorer
    Hier können Sie Videos anschauen, die einem bestimmten Standort zugeordnet sind. Sie geben z. B. in das Suchfeld „Ravensburg“ ein und erhalten Videos, die mit diesem verträumten Örtchen zu tun haben. Zumindest theoretisch, denn die Ergebnisse, die ich mit diesem Programm erzielt habe, waren eher bescheiden.
  3. Noutube
    Hier verpassen Sie garantiert gar nicht mehr, denn diese Anwendung zeigt Ihnen das Video, das zuletzt auf YouTube hochgeladen wurde. Sie schauen also immer das letzte Video, ob dieses allerdings der letzte Schrei wird, muss sich erst noch herausstellen.
  4. My 90s TV
    Hier können Sie aus einer Vielzahl von Kategorien Filme anschauen, die ursprünglich in den 1990ern entstanden sind. Für mich ist besonders die Sparte „Musik“ interessant. Sie wissen schon, Spice Girls usw. Weiter als die Kategorien können Sie die Auswahl allerdings nicht eingrenzen. Sie können allenfalls weiterzappen, wenn ihnen ein Titel nicht gefällt.
    Bleibt nur noch die Frage, ob es so etwas auch für die 1980er gibt.
  5. MINI Fast Forward
    Wenn Sie den Chrome-Browser benutzen, dann könnte diese Erweiterung für Sie von Nutzen sein. Mit der S-Taste („S_peed“) können Sie ab sofort Filme mit hoher Geschwindigkeit vorspulen. Nicht missverstehen: Mit dieser Taste springen Sie nicht einfach, sondern spulen tatsächlich, es entgeht Ihnen also nichts.

Sollte es kommendes Wochenende regnen und es wird Ihnen langweilig, dann können Sie mit den o.a. Apps mehr oder weniger sinnvoll die Zeit verbringen.

Passen Sie aber auf, dass Sie nicht zum YouTube-Junkie werden und viereckige Augen bekommen!

YouTube-Tricks

[Foto von Pexels [via pixabay], (CC0 Public Domain)]

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Spielen wir eine Runde agile Bullshit-Bingo!

Bullshit-Bingo (aka Buzzword-Bingo) ist ein Spiel, dass mittlerweile allen Leserinnen und Lesern des ToolBlogs bekannt sein dürfte. So manchen frustrierten Mitmenschen hat Bullshit-Bingo während langatmiger Besprechungen über die Zeit geholfen.

Bullshit-Bingo kommt nie aus der Mode, denn entsprechenden Ausdrücke wachsen quasi immer wieder nach, sie gehen nie aus.
Momentan hört man zum Beispiel an allen Ecken und Enden das Wort „agil“ in allen möglichen und unmöglichen Zusammenhängen. Klar, dass Sie einen dazu gehörenden Spielvordruck im Internet herunterladen können: Agile Bingo.

Neben diesem höchst aktuellen Template finden Sie auf der Website noch eine große Zahl Vorducke für andere Themen, etwa Click-Bait– oder Cloud Computing Bingo. Falls nicht das Richtige dabei ist, können Sie natürlich auch Ihr ganz persönliches Bullshit-Bingo gestalten und ausdrucken.

Wenn Sie das Spiel lieber in Deutsch spielen möchten, dann geht das natürlich auch. Auf bsbingo.de können Sie aus verschiedenen Themen von Besprechung über Politiker bis Marketing wählen. Sie können sogar das Format des Vordrucks bestimmen.

Nun steht einer gepflegten Runde Bullshit-Bingo nichts mehr im Wege. Viel Spaß!

BTW: Sollten Sie Bullshit-Bingo tatsächlich noch nicht kennen, dann hilft Ihnen dieses (auch schon etwas ältere) Video weiter:

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Wie Sie einfach merkbare Passwörter konstruieren

Sind Sie auch neugierig auf neue Internet-Dienste, für deren Gebrauch Sie sich registrieren müssen? Wenn ja, dann haben wir etwas gemeinsam. Als Folge davon wächst die Zahl der Passwörter leider ins Unermessliche. Irgendwann verliert man den Überblick und kann sich nur mit einem Passwortmerkprogramm weiterhelfen. Momentan benutze ich dazu 1Passwort, denke aber darüber nach, reumütig zu KeePass oder seinem Ableger KeeWeb zurückzukehren. Aus Gründen, wie es so schön heißt.

Nun bin ich über einen knappen, aber interessanten Artikel von Rachel Bowie gestolpert: A Simple Trick for Remembering All of Your Passwords Forever. Sie beschreibt, wie Sie sich ein relativ sicheres Passwort bauen können, das Sie sich leicht merken können.
Der Trick besteht aus diesen drei Schritten:

  1. Wählen Sie einen Satz, den Sie sich leicht merken können, z. B. einen Refrain eines Volkslieds: „Ein Männlein steht im Walde ganz still und stumm“.
    Nehmen Sie nun die ersten Buchstaben der Wörter des Satzes und ersetzen Sie sie ggf. durch leicht zu merkende Ziffern: Beipiel 1 für i, 5 für s , 3 für e und ähnliches. In unserem Beispiel könnte das dann so aussehen: EMsiWgsus, wird zu 3m51Wg5u5.
  2. Überlegen sie sich Kürzel für die Dienste, für die Sie die Passwörter benötigen,
    z. B. AMZ  =  Amazon, FB  = Facebook, Xg  = Xing  usw.
  3. Hängen Sie diese Kürzel an die in Schritt 1 konstruierte Buchstabenfolge. Das ist dann Ihr Passwort, z. B. für Amazon: 3m51Wg5u5AMZ

Ich muss sagen, mir gefällt dieser Trick außerordentlich gut. Wie sicher die auf diese Weise konstruierten Passwörter aber tatsächlich sind, kann ich nicht beurteilen. Irgendeine menschliche oder maschinelle Enigma wird auch sie dechiffrieren können.

Haben Sie noch einen coolen Trick bez. Passwörtern auf Lager?

BTW: Diese und andere Tipps sind in dieser Infografik noch einmal zusammengefasst.
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Wie Sie mit Ablenkungen umgehen

Wie wir wissen, können wir nicht fokussiert und damit effizient arbeiten, wenn wir ständig abgelenkt werden. Dass das nicht nur eine subjektive Empfindung ist, zeigen wissenschaftliche Untersuchungen z. B. über den Zeigarnik-Effekt.

Nun sind Ablenkungen nicht ausschließlich negativ zu bewerten. Manchmal sind sie schlicht und einfach Bestandteil des Jobs. Wenn ich Vertriebsmitarbeiter bin, sollte ich mich nicht über den unerwarteten Anruf eines wichtigen Kunden beklagen.

Aber um diese Ablenkungen geht es hier nicht. Vielmehr um solche, die so unnötig sind wie ein Kropf. Zum Beispiel der Anruf eines Kollegen, der Ihnen eine Frage stellt, die er mit nur geringem Aufwand selbst hätte beantworten können. Sie kennen sicher noch mehr derartige Beispiele.

Monika Kristofferson unterscheidet in ihrem Beitrag How to Deal with Distractions zwischen internen und externen Ablenkungen.

Interne Ablenkungen kommen von innen heraus, wie etwa Gedanken, Ideen oder Einfälle, die so gar nicht zu der momentanen Aufgabe passen wollen. Auch Körpergefühle gehören dazu, wie Wärme, Kälte, Hunger, Müdigkeit usw.

Externe Ablenkungen sind die, die von außen an Sie herangetragen werden: Das Bimmeln des Telefons, dann wenn Sie es nicht brauchen können. Auch unnötig empfundene Besprechungen oder das ständige Aufpoppen von E-Mails können produktives Arbeiten beeinträchtigen.

Monika schlägt für diese Ablenkungen ein paar Gegenmaßnahmen vor. Vieles wird den Lesern bekannt vorkommen, wie etwa

  • das sofortige Aufschreiben der Einfälle („Everything off your head!“)
  • das Tragen komfortabler Kleidung
  • nicht zu Meetings zu erscheinen, in denen Sie weder etwas beitragen noch etwas lernen können
  • bei Gesprächen zu stehen anstatt zu sitzen

Darüber hinaus schlägt Sie vor, sich zu verpflichten, für 96 Minuten am Tag fokussiert ohne Unterbrechungen zu arbeiten. 96 Minuten sind 20% eines 8-Stunden-Tages.

Meiner Meinung nach ist die Zugehörigkeit der Ablenkungen zu den Kategorien fließend. Sicher kommen die E-Mails von außen, die Entscheidung, ob Sie sie gerade jetzt öffnen wollen, liegt jedoch bei Ihnen. Das gleiche gilt auch für die Frage, ob Sie an einem Meeting teilnehmen wollen oder nicht (wenn es der Chef nicht angeordnet hat),

Übrigens gibt es eine interessante Erklärung dafür, warum es vielen Menschen so schwer fällt, E-Mail E-Mail sein zu lassen und eben nicht jeder aufpoppende Nachricht zu öffnen. Lesen Sie hierzu meinen Artikel: Was das E-Mail-Programm mit einem einarmigen Banditen gemeinsam hat.

Mehr über Aufmerksamkeit und Ablenkung erfahren Sie von Jean-Philippe Lachaux:

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Machen Sie Ihre Namensschilder selbst!

Bei mir häufen sich in meinem Freundeskreis wieder einmal die runden Geburtstage. Diesmal sind es die 60er (ja, ist so!). Oft werden dann zu den Geburtstagsfeiern Gäste eingeladen, die sich untereinander gar nicht kennen. Damit die Vorstellung unkompliziert verläuft, könnten Sie sich ein witziges Namensschild mit einem kernigen Spruch an die Brust heften.

Hilfestellung bietet dazu die Website icebreakertags.com. Es handelt sich dabei um einen Namensschild-Generator. Sie müssen nur Ihren Namen und einen geeigneten Slogan in die dafür vorgesehenen Felder eingeben und „Print“ klicken. In Null Komma Nichts erhalten Sie ein pdf-Datei mit einer Seite mit Namensschildern zum Ausschneiden.

Nächstes Wochenende heiratet mein Schwager. Vielleicht probiere ich das mal aus.

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