Buch zu gewinnen: Creability

Sollten Sie sich mit dem Thema „Kreativität im Team“ eingehend befassen, dann könnte das Buch von Eppler, Hoffmann und Pfister für Sie eine geeignete Lektüre sein. Es heißt Creability und gibt Ihnen 30 Methoden an die Hand, mit denen Sie Ihr Team zur kreativen Problemlösung führen können.

Dass kreatives Problemlösen für Teamarbeit wie geschaffen ist, liegt auf der Hand. Nur durch unterschiedliche Sichtweisen kann der Perspektivenwechsel stattfinden, der für die Entwicklung unterschiedlicher Lösungsalternativen außerhalb der gewohnten Denkmuster die Grundlage bildet. Allerdings muss für den Perspektivenwechsel durch einen geeigneten Rahmen die Kommunikation innerhalb des Teams organisiert werden. „Creability“ heißt der Ansatz, den die Autoren verfolgen.

Kreative Arbeit erfolgt in drei Phasen:

  1. Aktivieren der Teammitglieder
    Gerade zu Anfang neigen die Menschen dazu, sofort Lösungen aus ihrem Erfahrungsschatz hervorzukramen. Das kann manchmal funktionieren, führt aber in der Regel nicht zu innovativen Lösungsansätzen. In dieser Phase sollen die Teammitglieder aus dem gewohnten Rahmen herausgeführt werden.
  2. Entwickeln von Lösungsoptionen
    Durch die Anwendung geeigneter Methoden sollen möglichst viele und vielseitige Optionen entwickelt werden. Um für den Einzelnen einen geschützten Rahmen zu bieten, werden zunächst Lösungsmöglichkeiten individuell erarbeitet und erst danach im gesamten Team erörtert.
  3. Ausarbeiten der gefundenen Lösung
    In der letzten Phase soll die gefundene Lösung Anwendungsreife bearbeitet werden. Die Autoren vergleichen diese Ausarbeitung der Idee mit dem Schleifen eines „Rohdiamants“.

Um dieses Vorgehen zu gewährleisten, sollten diese Prinzipien zum Tragen kommen:

  • Verstehen: Eine eingehende Problembeschreibung führt zu einem tiefgehenden gemeinsamen Problemverständnis
  • Verflüssigen: Vorhandene Denkstrukturen sollen in Bewegung gebracht werden
  • Verändern: Die Perspektive wird systematisch verändert
  • Verbinden: Man sucht nach neuartigen Verbindungen und ungewöhnlichen Kombinationen
  • Veredeln: Die gefundene Lösung wird bis zur Praxisreife verfeinert

Aber auch wenn man sich bemüht in den einzelnen Kreativitätsphasen diesen Prinzipien zu folgen, so gibt es immer noch Hindernisse, die alle Bemühungen zunichte machen können:

  • Die Status-Quo-Falle: Die Teilnehmer können sich nicht von Altbekanntem lösen
  • Gegenseitiges Zensieren: Man stört sich gegenseitig bei der Entwicklung neuer Ideen
  • Vorschnelles Beenden: Hier gilt die Faustregel, dass  man immer mindestens drei Möglichkeiten braucht, denn sonst findet keine echte Auswahl statt. Die erste Lösung ist oft nicht die beste, sondern nur die erstbeste
  • Trittbrettfahren: Man fährt die eigenen Anstrengungen zurück, denn irgendjemand wird schon eine Lösung finden
  • Funktionale Fixiertheit: Den Teilnehmern fällt es schwer eine andere Perspektive als die eigene einzunehmen
  • Selbstzensur: Die Teilnehmer trauen sich nicht, die eigenen Ideen zur Sprache zu bringen

Die 30 Methoden, die in dem Buch vorgestellt werden, werden gemäß diesen Vorüberlegungen beschrieben:

  1. Welchen Prinzipien folgt die Methode?
  2. In welcher Phase sollte sie angewendet werden?
  3. Welche Hindernisse werden mit ihr umgangen?
  4. Wie hoch ist der Zeitaufwand?
  5. Für wie viele Teilnehmer wird die Methode empfohlen?
  6. Welche Materialien müssen bereitgestellt werden?

Unter den Methoden finden Sie altbekannte Vertreter wie SCAMPER oder 6-3-5, aber auch neue, die die Autoren teilweise selbst entwickelt haben.

 

Achtung!

Ich verlose ein Exemplar des Buchs. Hinterlassen Sie dazu einen Kommentar zu diesem Artikel oder noch einfacher: Sie retweeten einfach diesen Tweet:

Sie haben dazu bis zum 17. September 2017 Zeit.

 

Das Buch wurde mir freundlicherweise vom Verlag Schäffer-Poeschel als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür.

9 Antworten

9 Gedanken zu „Buch zu gewinnen: Creability

  1. Christian Gärtner

    Hallo,
    klingt interessant. Scheint vor allem mal Struktur und Systematik in das manchmal sehr verschwurbelte „Lass uns mal n‘ Brainstroming machen“ zu bringen.
    Viele Grüße
    Christian Gärtner

    Antworten
  2. Constantin Lendel

    Mit der Bedeutung von Teamarbeit steigt auch der Wert der Bücher zum Thema. Ein gutes Buch über Kreativität ist sicher spannend!

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.