Buch: Storytelling mit Daten




Mitunter darf ich Workshops zu Struktur und Aufbau von Präsentationen begleiten. Meistens kommen die Zuhörer aus dem technischen Bereich und so werde ich oft gefragt, wie man “trockenes” Zahlenmaterial auf aktivierende Weise dem Publikum vermitteln kann. Ein bekanntes Konzept für spannende Vorträge ist das Storytelling, wie es zum Beispiel von Cliff Atkinson beschrieben wird. Wie aber funktioniert eine Umsetzung dieses Ansatzes bei der Vorstellung von Zahlen, Daten, Fakten?

Eine Antwort auf diese Frage gibt Cole Nussbaumer Knaflic mit ihrem Buch Storytelling mit Daten. Hier erfahren Sie “die Grundlagen der effektiven Kommunikation und Visualisierung mit Daten”.

Der Aufbau des Buches macht dem Anspruch der Autorin nach Klarheit alle Ehre. Es ist logisch aufgebaut: Zunächst werden sechs Bausteine einer guten Präsentation beschrieben, danach erfolgt die Anwendung an einem konkreten Beispiel. Fallstudien und Tipps runden das inhaltliche Angebot ab.

Laut Nussbaumer Knaflic sind dies die Bausteine einer guten Präsentation:

  1. Der Kontext
    Die Kenntnis des Kontexts, in denen Ihre Präsentation stattfinden soll, ist essentiell für den Erfolg Ihres Vortrags. Hierbei helfen zielführende Fragen zu Publikum und Thema, die in diesem Kapitel vorgestellt werden.
  2. Die Auswahl der effektiven Darstellung
    Nicht jede Darstellung ist für jeden Zweck geeignet. In diesem Artikel werden die Vor- und Nachteile der wichtigste Darstellungsformen (Tabellen, Diagramme) erörtert. Danach wissen Sie auch, warum Sie keine Kuchendiagramme verwenden sollten. Und 3D schon gar nicht.
  3. Reduzierung von “Wirrwarr”
    Wenn Sie an Ihre Zuhörer klare Signale senden wollen, dann sollten Sie Rauschen so weit wie möglich vermeiden. Hier erfahren Sie, wie Sie Ihre Grafiken von jeglichem Ballast befreien.
  4. Lenkung der Aufmerksamkeit des Publikums
    Hier lernen Sie präattentive Merkmale bei Text, Farbe und grafischen Darstellungen kennen.
  5. Denken wie ein Designer
    Es gibt allgemein anerkannte Regeln,  nach denen Texte und wirksame Visualisierungen gestaltet werden sollten. Sie sind nicht allzu schwierig zu verstehen und auch als Nicht-Designer ist es durchaus möglich, ihnen zu folgen.
  6. Geschichten erzählen
    Wichtig für eine gute Geschichte ist ein logischer, in sich schlüssiger Ablauf. Nussbaumer Knaflic plädiert für einen einfachen Aufbau, den Sie auch aus der Schule kennen: Beginn, Mitte, Schluss. Sie erfahren, wie Sie für Ihre Präsentation ein Drehbuch erstellen.

Alle Bausteine werden in einem eigenen Kapitel noch einmal zusammengefasst und zusammenhängend an einem Beispiel erläutert. Darüber hinaus gibt es noch fünf Fallstudien zur Vertiefung der einzelnen Bausteine. Zwar bin ich nicht immer mit den “Musterlösungen” einverstanden, aber das muss ja auch nicht sein. Auf erklärenden Text in den Diagrammen würde ich zum Beispiel verzichten und stattdessen Handouts bemühen.

Wenn Sie öfters Zahlen, Daten und Fakten präsentieren müssen, dann können Sie mit diesem Buch die Grundlagen dafür erlernen. Es ist sachlich geschrieben und gut strukturiert. Es bekommt einen festen Platz in meinem Bücherschrank, denn auch zum Nachschlagen eignet es sich aufgrund der vielen Beispiele sehr gut.

Die Website zum Buch finden Sie hier.

 

Das Buch wurde mir freundlicherweise vom Verlag Franz Vahlen GmbH als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür.

 

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