Was Ihnen hilft, etwas zu Ende zu bringen

Sicher kennen Sie Menschen, die einfach alles, was Sie in die Hand nehmen, auch erfolgreich zu Ende bringen. Andere wiederum arbeiten an zig Baustellen und bekommen einfach nichts fertig. Im Studium hatte ich zwei Kommilitonen, die genau diese zwei entgegengesetzten Eigenschaften verkörperten. Während des Praktikums im Papierlabor war der eine ständig am Wirbeln und musste trotz immenser Anstrengung feststellen, dass er den Fertigstellungstermin wohl wieder nicht einhalten konnte. Dem anderen konnten Sie sprichwörtlich beim Gehen die Schuhe besohlen und dennoch konnte er immer weit vor dem Endtermin seine Laborarbeit beenden. Kein Handgriff zuviel und trotzdem gerade deshalb erfolgreich.

Was trennt nun die Spreu vom Weizen, woran liegt es, dass manche ihre Arbeit zum gewünschten Zeitpunkt zu Ende bringen können und andere nicht?

Mary C. Lama ist Psychologin und hat genau darüber ein Buch geschrieben, deren wichtigste Erkenntnisse Martin Zwilling in seinem Artikel These Are the 7 Things That Drive People to Get Things Done, According to Psychology zusammenfasst. Die Antreiber für Menschen, die immer ihre Aufgaben und Projekte rechtzeitig zu Ende bringen, sind demnach:

  1. Der Akt des Zu-Ende-Bringens regt sie an
    Für viele Menschen ist es ein befriedigendes Gefühl, „einen Haken dran zu machen“. Es ist bekannt, dass die meisten Menschen einen Drang haben etwas abzuschließen und „rund zu machen“. Beachten Sie dazu auch den Zeigarnik-Effekt, der das Gegenteil davon beschreibt.
  2. Das Einhalten eines Endtermins motiviert sie
    Viele werden dadurch motiviert, dass sie sich ständig das zu erreichende Ziel vor Augen halten. Das Gilt auch für die Deadline.
  3. Sie möchten Scham, Angst und die Furcht vor dem Misserfolg vermeiden
    In diesem Zusammenhang möchte ich Sie an die Angst des Studierenden vor dem Abgabetermin erinnern. Kenne ich aus eigener Erfahrung.
  4. Sie freuen sich über die Anerkennung von Anderen
  5. Das Streben des Perfektionisten nach vorzüglicher Leistung
    Aufpassen! Hier ist nicht die schädliche Ausprägung im Sinne der inneren Antreiber gemeint, sondern vielmehr die Freude an der eigenen Leistung.
  6. Eine starke emotionale Verpflichtung bezüglich persönlicher Ziele
  7. Die Bereitschaft und Fähigkeit schnell aus Fehlern zu lernen
    Hier geht es um enge Feedbackschleifen, „agiles“ Arbeiten, wenn Sie so wollen.

Sie merken schon hier geht es nicht um Tipps und Tricks zur Erreichung von größtmöglicher Effizienz. Vielmehr werden grundsätzliche Einstellungen und Eigenschaften für erfolgreiches Arbeiten beschrieben.

Erfolgreiches Arbeiten als eine Frage der Haltung sozusagen.

Wie Sie Ihre Ziele erreichen

[Foto von David Mark [via pixabay], (CC0 Public Domain)]

 

Das Buch zum Artikel

WHAT MOTIVATES GETTING THINGS (Gebundene Ausgabe)
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