Wie Sie virtuelle Teams organisieren




Ehrliche gesagt, ich weiß gar nicht, wie der englische Ausdruck „remote team“ genau ins Deutsche zu übersetzen ist. Mir selbst gefällt der Ausdruck „virtuelle Teams“, der seit einigen Jahren allgemein in Gebrauch ist, nicht besonders gut. Aber sei’s drum.
Fragen wir die allwissende Wikipedia, was unter einem virtuellen Team zu verstehen ist, so antwortet sie folgendermaßen:

Bei virtuellen Teams handelt es sich um eine Organisationsform, deren Mitglieder

  • zeitlich befristet, gelegentlich auch dauerhaft
  • mit gemeinsamen Zielen
  • an verschiedenen Orten und evtl. zu verschiedenen Zeiten
  • über regionale, nationale oder Unternehmensgrenzen hinweg zusammenarbeiten und
  • überwiegend medienvermittelt kommunizieren.

Oder verkürzt ausgedrückt: Die Mitglieder virtueller Teams haben selten oder gar nicht die Möglichkeit, sich von Angesicht zu Angesicht zu treffen, um Informationen auszutauschen oder ggf. Probleme zu lösen.

Nun existieren für reale Teams eine Reihe von mehr oder weniger brauchbaren Modellen, die beschreiben, wie effektive und effiziente Teamarbeit erreicht werden kann. Das Modell meiner Wahl stammt von Ruth Cohn. Es ist plausibel und gut in der Praxis anzuwenden. Aber wie gesagt, gedacht ist es für Teams, deren Mitglieder sich in der Regel f2f treffen. Wie sieht es aber bei virtuellen Teams aus? Gelten dort in etwa die gleichen Regeln oder ist alles ganz anders? Eine Frage, die in der Organisationspsychologie heftig diskutiert wird.

Wenn Sie nicht so lange warten können, bis die Wissenschaft befriedigende Antworten auf all diese Fragen gegeben hat, dann ist vielleicht Casandra Campbells The Beginner’s Guide to Building a Remote Team für Sie das Richtige. Hier erfahren Sie in 10 Kapiteln, wie Sie Ihr virtuelles Team organisieren können:

  • Vorteile von virtuellen Teams
  • Wo Sie eventuell Mitarbeiter finden
  • Welche Kommunikationstools es gibt

und vieles mehr.

Auch mein befreundeter Kollege Georg Lohrer hat sich intensiv mit diesem Thema auseinander gesetzt und einen Podcast zum Thema gemacht. In einem einschlägigen Podcast beschreibt er seinen biggest (rookie) mistake as Virtual Team Leader. Hören Sie mal rein.

Die Welt wird immer kleiner und die Bedeutung von Remote Teams wird sicher zunehmen. Dennoch glaube ich, dass die persönliche Begegnung durch nichts zu ersetzen ist. Warum? Weil wir Menschen so ticken.

BTW: Falls Sie zu Menschen gehören, die vornehmlich den visuellen Sinneskanal benutzen, dann empfehle ich Ihnen die einschlägige Infografik von nutcache: 7 Crucial Tips for Managing a Remote Team:

Bücher zum Thema (Werbung)

7 Crucial Tips for Managing a Remote Team

Schreibe eine Antwort

Haben Sie eine Frage oder Anregung: Kommentar verfassen