Kaufen Sie nichts! (Zumindest 200 Tage lang)

In letzter Zeit ist immer wieder von „Entgiftungsaktionen“ zu lesen, oder wie unsere amerikanischen Freunde sagen: De-tox. Meistens bezieht sich das auf ein bestimmtes Konsumverhalten, wie z.B. Fernsehen, soziale Medien oder den Missbrauch Gebrauch des Smartphones.

Tatsächlich gibt es dieses blinde Konsumverhalten in nahezu allen Bereichen des Lebens. Warum wir so oft unreflektiert konsumieren? Die einen sagen, wir verdeckten damit eine gewisse seelische Leere, andere behaupten, man würde sich damit  für harte Arbeit, Stress und dergleichen belohnen. Ein Ventil zum Dampf ablassen sozusagen.
Während manche Zeitgenossen es am Wochenende in der Kneipe richtig krachen lassen, um sich für die vergangene Woche zu entschädigen, verfallen andere dem Kaufrausch. Heerscharen von Tüten tragenden Mitmenschen in der Innenstadt am Samstagmorgen zeugen davon.

Aber auch für den Kaufzwang gibt es ein entsprechendes De-tox-Konzept. In ihrem Artikel beschreibt Assya Barrette, wie sie sich dem Konsumzwang entzogen hat: Why I Decided To Do a 200 Days of New Challenge (And Why You Should Too).

Sie merken schon, es geht darum, 200 (zweihundert!) Tage keine neue Anschaffung zu tätigen. Wie Assya in einer Antwort zu einem Kommentar geschrieben hat, ist die Anzahl der Tage rein zufällig. Manchen dürfte diese Spanne sehr lang vorkommen. Ich gebe zu, ich gehöre auch dazu. Weil das Durchhalten in der Gruppe manchmal leichter fällt, gibt es für diese Herausforderung auch eine eigene Facebook-Gruppe.

Wenn Ihnen dieser Ansatz zu anspruchsvoll erscheint, dann versuchen Sie es doch einmal hiermit: Sie verpflichten sich, für jeden Gegenstand, den Sie neu erwerben, einen alten wegzuwerfen. Auf diese Weise hoffe ich, wieder etwas mehr Platz in meinem überquellenden Bücherschrank zu schaffen. Sie können dieses Vorgehen auch variieren, zum Beispiel für jede neue Sache zwei alte wegwerfen. Ganz nach Ihrem Bedürfnis nach Selbstkasteiung.

Wie Sie wissen, gefällt mir der Ansatz des Minimalismus sehr gut. Allerdings befinde ich mich nach wie vor noch in der Übungsphase. Aber es wird langsam.

[Foto von Andreas Breitling [via pixabay], (CC0 Public Domain)]

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